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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verkleidungsteil mit einem Airbagklappenbereich
zur Abdeckung eines Airbags (also eines Luftsacks zum Schutz von
Fahrzeuginsaßen)
nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs. Die Erfindung betrifft
ferner ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Verkleidungsteils.
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Ein
solches Verkleidungsteil ist beispielsweise in der Druckschrift
DE 10203 407 A1 gezeigt.
Dieses gattungsgemäße Verkleidungsteil
weist einen flächigen
Kunststoffträger
auf, in den innerhalb des Airbagklappenbereichs ein als Scharnier
dienendes flexibles flächiges
Element, hier ein Gewebe, eingebettet ist. Eine durch das Verkleidungsteil
gebildete Airbagklappe wird durch dieses flächige Element bei einer Airbagauslösung und
einer damit verbundenen Öffnung
der Airbagklappe zusammengehalten. Das flächige Element erfüllt damit
neben einer Scharnierfunktion auch die Aufgabe, einen für Fahrzeuginsaßen gefährlichen
Teileflug bei einer Airbagauslösung zu
verhindern.
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Gattungsgemäße Verkleidungsteile
nach dem Stand der Technik von der in der genannten Druckschrift
gezeigten Art haben jedoch zumindest einen beträchtlichen Nachteil. Bei einer Öffnung der Airbagklappe
ist das genannte flächige
Element bei einem solchen Verkleidungsteil dort, wo es als Scharnier
fungiert, einer äußerst starken
Zugbelastung ausgesetzt. Das kann entweder ein Reißen dieses flächigen Elements
zur Folge haben, wodurch die Funktion, das Ablösen dann frei fliegender Teile
zu verhindern, vereitelt wird, oder aber als äußerst unerwünschten Effekt zur Folge haben,
dass sich die Airbagklappe nach einem Zusammenfallen des entfalteten
Airbags wieder zu schließen
beginnt. Damit ist die nicht zu unterschätzende Gefahr verbunden, dass sich
die Airbagklappe bei einem im typischen Unfallszenarien nicht unwahrscheinlichen
zweiten Aufprall in einer halb geöffneten bzw. halb geschlossenen Stellung
befindet und ein Fahrgast dann beispielsweise mit seinem Kopf auf
einer ihm entgegenragenden Kante der Airbagklappe aufschlägt.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, den genannten
Nachteil zu vermeiden, also dafür
zu sorgen, dass das flächige
Element bei einem gattungsgemäßen Verkleidungsteil einerseits
dem Verkleidungsteil im Airbagklappenbereich und am Scharnier eine
hinreichende Stabilität verleiht,
um Teileflug zu verhindern, wobei andererseits aber vermieden wird,
dass das zugstabile flächige
Element die Airbagklappe nach einem Zusammenfallen des Airbags wieder
zuzieht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch
ein Verkleidungsteil mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs
in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Hauptanspruchs
sowie durch ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Verkleidungsteils
mit den Merkmalen des Anspruchs 14. Vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterentwicklungen der Erfindung ergeben sich mit den Merkmalen
der Unteransprüche.
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Das
flächige
Element ist also bei einem erfindungsgemäßen Verkleidungsteil an einer
Berandung des Airbagklappenbereichs aus dem Kunststoffträger und
dem Verkleidungsteil rückseitig
herausgeführt und
außerhalb
des Airbagklappenbereichs so befestigt, dass ein außerhalb
des Verkleidungsteils liegender und dort das Scharnier bildender
Teil des flächigen
Elements eine Überlänge hat,
wobei dieser Teil dort typischerweise eine Schlaufe bildet. Diese Überlänge des
vorzugsweise als Gewebe, Gewirke oder Netz ausgeführten flächigen Elements,
welches insbesondere eine hohe Zugstabilität aufweisen sollte, hat zur
Folge, dass das flächige
Element nach einem Herausklappen des Airbagklappenbereichs nicht
unter einer derart erhöhten
Spannung steht, dass der Airbagklappenbereich wieder zugezogen zu
werden droht, wenn sich der Airbag leert.
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Die Überlänge bzw.
Schlaufe ist dabei vorteilhafterweise so zu dimensionieren, dass
das flächige
Element dort, wo es das Scharnier bildet, erst dann vollständig gestreckt
ist, wenn der Airbagklappenbereich bzw. die Airbagklappe vollständig aufgeklappt
ist. Je nach Dicke des Verkleidungsteils hat das flächige Element
dementsprechend bei bevorzugten Ausführungsformen eine Überlänge von
mindestens 1 cm, besser noch eine Überlänge von mindestens 2 cm, besonders
vorzugsweise mindest 3 cm. Damit der herausbrechende Airbagklappenbereich
andererseits nicht zu weit in einen Fahrgastraum hineinfliegt, sondern
effektiv zurückgehalten wird,
sollte die Überlänge wiederum
nicht mehr als 8 cm betragen. Um ein möglichst kontrolliertes, klappenartiges
Aufklappen des Airbagklappenbereichs zu gewährleisten, ist das flächige Element
vorzugsweise längs
einer zur entsprechenden Berandung des Airbagklappenbereichs im
Wesentlichen parallelen Linie außerhalb des Airbagklappenbereichs
befestigt. Eine Befestigung kann dabei kontinuierlich längs dieser
Linie oder auch darüber
hinaus in einer Fläche
erfolgt, möglich
ist aber auch eine Befestigung an mehreren auf dieser Linie verteilten
Befestigungspunkten, von denen dann vorzugsweise mindestens drei
vorzusehen sind. Für
das flächige
Element kommen verschiedenste Materialien in Frage, die zugstabil
sein sollten und vorzugsweise auch so strukturiert, dass eine gute
formschlüssige
Verbindung mit einem den Kunststoffträger bildenden Material möglich ist.
Geeignet sind in dieser Hinsicht insbesondere Gewebe oder Netze
aus Polyester, Aramiden oder anderen faserhaltigen Stoffen.
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Das
innerhalb des Airbagklappenbereichs in den flächigen Kunststoffträger eingebettete
flächige Element
wird bei besonders praktisch herstellbaren Ausführungen erfindungsgemäßer Verkleidungsteile dort
in einen den Kunststoffträger
bildenden Kunststoff zumindest stellenweise eingespritzt sein. Das entsprechende
Herstellungsverfahren sieht vor, dass das flächige Element in eine Spritzgussform
eingebracht wird, in welches dann eine den Kunststoffträger bildende
Masse, beispielsweise Polypropylen, eingespritzt wird, so dass das
flächige
Element zumindest dort, wo der Airbagklappenbereich entsteht, stellenweise
umspritzt wird. Vorzuziehen ist mit Blick auf eine möglichst
gute Verbindung zwischen dem flächigen
Element und dem Kunststoffträger
eine möglichst
vollständige
Einbettung bzw. Umspritzung des flächigen Elements innerhalb des
Airbagklappenbereichs, möglich
wäre aber
auch ein nur oberflächliches
Umspritzen von das flächige
Element bildenden Fasern oder Maschen. Eine für das geschilderte Herstellungsverfahren
günstig
gestaltete Spritzgussform weist vorzugsweise eine Nut auf, in die
ein Abschnitt des flächigen
Elements, der später die Überlänge bildet,
eingelegt wird und in der er während
des Einspritzens ruht, ohne mit der eingespritzten Masse durchtränkt zu werden.
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Um
ein Herausführen
des flächigen
Elements an der zum Scharnier hinweisenden Berandung des Airbagklappenbereichs
zu erleichtern, kann das flächige
Element auch dann, wenn es vollständig umspritzt bzw. vollständig eingebettet
ist, in unmittelbarer Nähe
zu einer rückseitigen
Oberfläche
des Verkleidungsteils angeordnet sein. Ein so angeordnetes flächiges Element
kann auch den Träger
vor einer Beschädigung
durch den sich öffnenden
Airbag schützen.
Um den herausbrechenden Airbagklappenbereich bei einer Airbagauslösung zurückhalten zu
können,
ist das flächige
Element – mit
der genannten Überlänge – außerhalb
des Airbagklappenbereichs befestigt. Dazu kann es dort wiederum
um Kunststoffträger
oder einem mit dem Kunststoffträger fest
verbundenen Bauteil befestigt sein, möglich ist aber auch eine gegenüber dem
Verkleidungsteil ortsfeste Befestigung an einem anderen Bauteil,
beispielsweise einem Airbagschusskanal.
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Typische
Ausführungen
von Verkleidungsteilen der beschriebenen Art werden an einer Sichtseite mit
einem Oberflächendekor
versehen sein, um einen gewünschten ästhetischen
Eindruck zu hinterlassen. Als Oberflächendekore kommen dabei beispielsweise
Kunststoffhäute,
Textilien, die zum Schutz mit einer Folie hinterlegt sein können, oder auch
Leder in Frage. Zur Herstellung eines entsprechenden Verkleidungsteils
kann dieses Oberflächendekor
mit dem den Kunststoffträger
bildenden Kunststoff hinterspritzt werden. Besonders bevorzugte Ausführungen
erfindungsgemäßer Verkleidungsteile weisen
zur Realisierung angenehmer haptischer Eigenschaften zusätzlich eine
geschäumte
Zwischenschicht zwischen dem Kunststoffträger und dem Oberflächendekor
auf.
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Um
einen guten Zusammenhalt des Verkleidungsteils im Airbagklappenbereich
bei einem Airbagschuss zu gewährleisten,
sollte das flächige
Element den Airbagklappenbereich möglichst vollständig abdecken.
Vorzuziehen sind insbesondere solche Ausführungen, bei denen das flächige Element
mindestens 70%, besser noch mindestens 80% des Airbagklappenbereichs
abdeckt.
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Bei
einer Airbagauslösung
soll der Airbagklappenbereich des Verkleidungsteils herausbrechen,
so dass dieser dann typischerweise nur noch von dem sich dann Streckenden
flächigen
Element gehalten wird. Um das Herausbrechen längs einer definierten Umrandung
des Airbagklappenbereichs zu erleichtern, kann das Verkleidungsteil
längs dieser Umrandung
zumindest an drei Seiten des Airbagklappenbereichs geschwächt sein.
Eine Schwächung an
einer vierten, mit dem Scharnier in Deckung liegenden Seite des
Airbagklappenbereichs kann hilfreich sein, ist aber nicht unbedingt
erforderlich. Die Schwächung
kann den Kunststoffträger
allein oder gegebenenfalls den Kunststoffträger und die Zwischenschicht
betreffen, auch eine rückseitige
Schwächung
des Oberflächendekors
ist möglich.
Die Schwächung
kann durch eine rückseitige
Perforierung des Verkleidungsteils oder beispielsweise durch eine
reduzierte Dicke des Kunststoffträgers längs der Umrandung realisiert
sein. Letzteres ist bei einer Fertigung des Kunststoffrahmens als
Spritzgussteil durch eine entsprechend geformte Spritzgussform möglich, eine
Perforierung des Trägers
und eventuell auch einer Zwischenschicht oder/und Rückseite
eines Oberflächendekors
lässt sich
in sehr praktischer Weise durch eine rückseitige Beaufschlagung des Verkleidungsteils
mit einem Laserstrahl realisieren.
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Damit
das flächige
Element dort, wo es außerhalb
des Airbagklappenbereichs befestigt ist, bei einem Airbagschuss
nicht ausreißt,
kann das flächige Element
bei bevorzugten Ausführungen
der Erfindung außerhalb
des Airbagklappenbereichs durch Stifte formschlüssig mit einer in den Kunststoffträger eingelegten
Platte verbunden sein. In gleicher Weise wäre auch eine Verbindung des
flächigen
Elements mit einem anderen Bauteil, beispielsweise mit einer Schusskanalwand,
die ebenfalls als Spritzgussteil gefertigt sein kann, möglich. Bei
der Herstellung kann die genannte Platte dann in die entsprechende Spritzgussform
eingebracht und anschließend
ebenfalls umspritzt werden. Die Stifte, welche beim fertigen, entsprechend
ausgeführten
Verkleidungsteil in Löchern
des flächigen
Elements ruhen, können
fest mit der genannten Platte verbunden oder auch nur in Öffnungen
dieser Platte hineingesteckt sein. Als Stifte sollen hier verschiedene
längliche
Elemente zu bezeichnen sein, beispielsweise Bolzen oder auch Schrauben,
die z.B. als Schweißschrauben
auf die genannte Platte aufgeschweißt sein können. Bei einer Verwendung
von Schrauben kann das flächige Element
zusätzlich
durch Muttern auf der Platte befestigt und dort gesichert sein.
Die Platte kann zum Zweck einer einfacheren Montierbarkeit, größeren Steifigkeit
und besseren Kraftübertragung
auf das Verkleidungsteil bei bevorzugten Ausführungen in Form eines L- oder
U-Profils ausgeführt
sein.
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Eine übersichtliche
Anordnung, bei der eine sehr sichere Verbindung des flächigen Elements
mit dem Verkleidungsteil auch außerhalb des Airbagklappenbereichs
realisiert wird, ergibt sich, wenn das an der Berandung des Airbagklappenbereichs
aus dem Kunststoffträger
und dem Verkleidungsteil herausgeführte flächige Element außerhalb
des Airbagklappenbereichs wieder in den Kunststoffträger hineingeführt ist.
Wenn das flächige
Element dort wie zuvor beschrieben zusätzlich durch eine formschlüssige Verbindung
mit Stiften und dadurch mit einer in den Kunststoffträger eingelegten
Platte verbunden sein soll, kann das entsprechende Herstellungsverfahren
so konzipiert werden, dass das flächige Element vor dem Einspritzen
der den Kunststoffträger bildenden
Masse in die entsprechende Verbindung mit der ebenfalls schon in
die Spritzgussform eingebrachten Platte gebracht wird und das Einspritzen der
Masse danach erfolgt. Wenn das flächige Element dagegen bei anderen
Ausführungen
dort, wo es außerhalb
des Airbagklappenbereichs befestigt ist, nicht in den Kunststoffträger eingelegt
ist, kann das flächige
Element nach dem Einspritzen der Masse über die Stifte bzw. über Schrauben
und Muttern in die formschlüssige
Verbindung mit der Platte gebracht werden. Je nach genauer Gestalt
des Verkleidungsteils und je nach Anordnung des Airbagklappenbereichs
kann das eine oder das andere eine einfachere Herstellung ermöglichen.
Vorzuziehen mit Blick auf eine bestmögliche Stabilität des Verkleidungsteils
im Airbagklappenbereich ist das flächige Element unabhängig von
der genauen Auslegung des Verkleidungsteils vorzugsweise unmittelbar
an der als Sollbruchstelle dienenden Berandung aus dem Kunststoffträger herauszuführen und
gegebenenfalls auch unmittelbar jenseits dieser Berandung wieder
in den Träger
hineinzuführen.
Denkbar sind aber auch Ausführungen,
bei denen das flächige
Element in einem gewissen Abstand von vorzugsweise aber nicht mehr
als 2 cm von der Berandung aus dem Kunststoffträger heraus - und gegebenenfalls
wieder hineingeführt
ist.
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Zwei
Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden im Folgenden anhand der 1 bis 6 erläutert. Es
zeigt
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1 einen
Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Verkleidungsteil,
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2 das
Verkleidungsteil aus 1 in entsprechender Darstellung
mit geöffneter
Airbagabdeckung nach einem Airbagschuss,
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3 eine
rückseitige
Aufsicht auf das gleiche Verkleidungsteil,
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4 eine
entsprechende Aufsicht auf eine andere Ausführung eines erfindungsgemäßen Verkleidungsteils,
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5 einen
Querschnitt durch das Verkleidungsteil aus 4 und
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6 einen
Querschnitt durch eine Abwandlung des in 5 gezeigten
Verkleidungsteils.
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In
der 1 ist also ein Ausschnitt eines Verklei dungsteils
mit einem Airbagklappenbereich 1 zur Abdeckung eines Airbags
zu sehen. Dieses Verkleidungsteil hat einen im Wesentlichen dreischichtigen Aufbau
mit einem Kunststoffträger 2,
der als Spritzgussteil aus Polypropylen gefertigt ist, einer geschäumten Zwischenschicht 3,
die beispielsweise aus Polyurethan gebildet sein kann, und einem
durch eine Dekorfolie oder Kunststoffhaut gebildeten Oberflächendekor 4.
Innerhalb des Airbagklappenbereichs 1 ist ein flexibles
flächiges
Element 5 in den Kunststoffträger 2 eingebettet,
also eingespritzt, wobei dieses flächige Element durch ein netzartiges
Polyestergewebe gebildet ist und etwa 85% des Airbagklappenbereichs 1 abdeckt.
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An
einer Berandung 6 des Airbagklappenbereichs 1 ist
das flächige
Element 5 rückseitig
aus dem Kunststoffträger 2 und
dem Verkleidungsteil herausgeführt
und außerhalb
des Airbagklappenbereichs 1 so befestigt, dass ein außerhalb
des Verkleidungsteils liegender Teil des flächigen Elements 5 eine Überlänge hat
und dadurch eine Schlaufe 7 bildet. Dort, wo es diese Schlaufe 7 bildet,
dient das flächige Element 5 als
Scharnier für
den bei einem Airbagschuss aufklappenden Airbagklappenbereich 1.
Die genannte Überlänge beträgt dabei
bei dem abgebildeten Verkleidungsteil etwa 3 cm, so dass die Schlaufe,
die sich längs
der dem Scharnier korrespondierenden Berandung 6 des Airbagklappenbereichs
erstreckt, eine Tiefe von etwa 1,5 cm hat. Anstelle eines Gewebes
käme auch
ein andersartiges Netz oder ein Gewirke als flächiges Element 5 in
Frage. Auch können
andere Materialien zum Einsatz kommen, beispielsweise Aramide. Das
im Airbagklappenbereich 1 vollständig eingespritzte flächige Element 5 ist
dort in unmittelbarer Nähe
einer rückseitigen
Oberfläche
des Kunststoffträgers 2 und
des Verklei dungsteils angeordnet.
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Außerhalb
des Airbagklappenbereichs 1 ist das flächige Element 5 jenseits
der Schlaufe 7 dadurch befestigt, dass es dort wieder in
den Kunststoffträger 2 hineingeführt und
dementsprechend ebenfalls eingebettet, genauer eingespritzt ist.
Eine Befestigung ist auf diese Weise flächig bis zu einer längs einer
zur dem Scharnier korrespondierenden Berandung 6 des Airbagklappenbereichs 1 parallelen Linie
gegeben.
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Ebenfalls
zu erkennen ist in der 1 eine den Kunststoffträger 2 sowie
die geschäumte
Zwischenschicht 3 durchdringende und teilweise auch rückseitig
in das Oberflächendekor 4 hineinragende Schwächung 8,
die an drei Seiten des Airbagklappenbereichs 1 einer Umrandung
dieses Airbagklappenbereichs 1 folgt. Diese Schwächung 8 dient
als Aufreißlinie
bei einer Airbagauslösung
und stellt sicher, dass der Airbagklappenbereich 1 längs dieser wohl
definierten Umrandung sauber aufbricht. An der dem Scharnier korrespondierenden
Berandung 6 des Airbagklappenbereichs 1 ist bei
der hier abgebildeten Ausführung
der Erfindung keine entsprechende Schwächung vorgesehen, eine örtlich definierte Bruchlinie
ergibt sich hier durch das dort aus dem Kunststoffträger 2 austretende
flächige
Element 5.
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Für die Herstellung
eines Verkleidungsteils der in der 1 abgebildeten
Art wird das flächige Element 5 in
eine Spritzgussform eingebracht, wobei es dort, wo es später die Überlänge bzw.
die Schlaufe 7 bildet, in eine diese Überlänge aufnehmende Nut der Spritzgussform
eingelegt wird. In diese Spritzgussform wird dann eine den Kunststoffträger 2 bildende
Kunststoffmasse, in der Regel als Schmelze, einge spritzt, so dass
das flächige
Element 5 stellenweise, im Airbagklappenbereich 1 vollständig, eingespritzt
bzw. umspritzt wird, wobei die Schlaufe 7 aber von der
Kunststoffmasse frei bleibt. In einer anderen Form, die neben dem
Kunststoffträger 2 auch
das Oberflächendekor 4 aufnimmt,
wird das Verkleidungsteil dann vervollständigt, indem die Zwischenschicht 3 geschäumt wird.
Die Schwächung 8 wird anschließend durch
eine rückseitige
Beaufschlagung des Verkleidungsteils mit einem Laserstrahl realisiert, durch
welches das Verkleidungsteil längs
der genannten Umrandung rückseitig
perforiert wird.
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Zu
erkennen ist in der 1 schließlich ein Teil eines Schusskanals 9,
der unter dem Verkleidungsteil angeordnet ist und seinerseits ein
hier nicht abgebildetes Airbagmodul trägt und innerhalb und längs dessen
sich ein Airbag bei einer Auslösung
entfaltet und den Airbagklappenbereich 1 aufdrückt.
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In
der 2 ist das gleiche Verkleidungsteil nach einer
Airbagauslösung
zu sehen. Der Airbagklappenbereich 1 ist längs der
geschwächten
Umrandung und längs
der Berandung 6 herausgebrochen und aufgeklappt. Zurückgehalten
wird es dabei von dem als Scharnier dienenden flächigen Element 5, wobei
die Überlänge dieses
flächigen
Elements 5 an der Berandung 6 verhindert, dass
das flächige
Element 5 so gespannt wird, dass es den Airbagklappenbereich 1 nach
einem Zusammenfallen des entsprechenden Airbags wieder zuziehen
könnte.
Wiederkehrende Merkmale sind hier wie auch in den folgenden Figuren
wieder mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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In
der 3 ist eine Aufsicht auf eine Rückseite des zuvor beschriebenen
Verkleidungsteils abgebildet.
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Die
längs der
Umrandung des Airbagklappenbereichs 1 verlaufende Schwächung 8 ist
durch eine gestrichelte Linie angedeutet. Zu erkennen ist, dass
das flächige
Element 5 den Airbagklappenbereich 1 weitgehend
vollständig
abdeckt. Die Schwächung 8 verläuft an drei
Seiten des Airbagklappenbereichs 1 und längs zweier
kurzer Stücke
auch an zwei Enden der Berandungen 6, die mit dem durch
das flächige
Element 5 gebildeten Scharnier für den Airbagklappenbereich 1 in
Deckung liegt. Angedeutet ist auch die rückseitig aus dem Verkleidungsteil
und dem Kunststoffträger 2 heraustretende
Schlaufe 7 des flächigen
Elements 5 und ein Umriss des Schusskanals 9.
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Eine
andere Ausführung
der Erfindung ist in der 4 abgebildet, ebenfalls als
Aufsicht auf eine Rückseite
des Verkleidungsteils mit dem Airbagklappenbereich 1. Abweichend
von dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel
ist das flächige
Element 5 hier nicht nur dadurch außerhalb des Airbagklappenbereichs 1 befestigt,
dass es in den Kunststoffträger 2 eingespritzt
ist, sondern zusätzlich
durch eine formschlüssige
Verbindung über
Stifte 10 mit einer ebenfalls eingespritzten und dadurch
in den Kunststoffträger 2 eingelegten
Platte 11. Die Stifte 10 sind hier als einfache
Bolzen ausgeführt,
die in Löcher
in dem das flächige
Element 5 bildenden Gewebe eingreifen und durch entsprechende Öffnungen
in der Platte 11 gesteckt sind. Erreicht wird damit eine
gegen Ausreißen
besonders gut gesicherte Befestigung des flächigen Elements 5 und
dadurch des Airbagklappenbereichs 1 an einem außerhalb
des Airbagklappenbereichs 1 liegenden Bereichs des Verkleidungsteils.
Ansonsten entspricht das hier abgebildete Verkleidungsteil in allen
Merkmalen dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel. Bei der Herstellung,
die an sich in der zu vor beschriebenen Art erfolgt, wird die durch
ein Blech gebildete Platte wie das flächige Element 5 vor
dem Einspritzen der Kunststoffmasse in die entsprechende Spritzgussform
eingebracht, mit Hilfe der Stifte 10 formschlüssig mit
dem flächigen
Element 5 verbunden und anschließend zusammen mit dem flächigen Element 5 umspritzt.
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In
der 5 ist eine Umgebung der Berandung 6 des
Verkleidungsteils aus der 4 im Querschnitt
gezeigt. Deutlich erkennt man hier zusätzlich zu den Merkmalen des
zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiels
die in den Kunststoffträger 2 eingebettete
Platte 11 mit den als Bolzen ausgeführten Stiften 10,
die formschlüssig
in das flächige
Element 5 eingreifen. Die Platte 11 mit den Stiften 10 wird
auch als Bolzenplatte bezeichnet.
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Eine
Abwandlung dieser Ausführungsform ist
in der 6 gezeigt, wieder als Querschnitt eines Bereichs
um die dem Scharnier korrespondierende Berandung 6. Auch
hier ist eine Platte 11 jenseits dieser Berandung 6 zur
Befestigung des flächigen
Elements 5 außerhalb
des Airbagklappenbereichs in den Kunststoffträger 2 eingebettet.
Wie bei dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel ist diese Platte 11 als
L-Profil ausgeführt,
denkbar wären
auch entsprechende Ausführungen
mit einer von einem U-Profil gebildeten Platte 11.
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Anders
als bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das flächige Element 5 hier
aber nicht außerhalb
des Airbagklappenbereichs 1 wieder in den Kunststoffträger 2 hineingeführt, sondern
außerhalb
des Kunststoffträgers 2 mittels
der wieder vorgesehenen Stifte 10 mit der Platte 11 verbunden.
Die Stifte 10 sind hier als Schweißschrauben ausgeführt, die
fest mit der Platte 1 verbunden sind, wobei zur zusätzlichen
Sicherung Muttern 12 auf diesen Schweißschrauben sitzen und das flächige Element 5 fixieren.
Bei der Herstellung des in der 6 abgebildeten
Verkleidungsteils wird das flächige
Element 5 erst nach Einspritzen und Aushärten der
den Kunststoffträger 2 bildenden
Kunststoffmasse und üblicherweise
auch erst nach einer Entnahme des Kunststoffträgers 2 aus der entsprechenden
Spritzgussform mit den Stiften 10 und dadurch mit der Platte 11 und
indirekt dem Kunststoffträger 2 außerhalb des
Airbagklappenbereichs 1 verbunden. Dadurch wird es möglich, die
Schwächung 8 in
zuvor beschriebener Weise auch längs
der Berandung 6 verlaufend auszuführen, die später über der
Schlaufe 7 zu liegen kommt. Das flächige Element 5 wird
dann erst nach dem rückseitigen
Schwächen
des Verkleidungsteils längs
der Berandung 6 mit den Stiften 10 und der Platte 11 verbunden.
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Das
flächige
Element 5 muss außerhalb
des Airbagklappenbereichs 1 nicht notwendigerweise am Verkleidungsteil
selbst befestigt sein. Es könnte
auch beispielsweise an dem gegenüber
dem Verkleidungsteil ortsfest angeordneten Schusskanal 9 befestigt
sein. Ein solche Befestigung des flächigen Elements 5 am
Schusskanal 9 könnte
in gleicher Weise ausgeführt
sein wie die Befestigung am Verkleidungsteil in der letzten Figur.