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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Plattenelement mit einer elektrischen
Leitstruktur mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Patentanspruchs
1. Solche auf Glas aufgebrachten Leitstrukturen sind z. B. als Widerstandsheizungen
in Strahlungsheizkörpern verwendbar,
können
aber auch Sicht- oder Fensterscheiben von Beschlag und Eis befreien,
damit man ungehindert hindurchsehen kann. Die Leitstrukturen können auch
Antennen-, Abschirm- oder
Wärmedämmfunktionen
haben, ggf. auch alarmauslösend verschaltet
werden.
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Die
Gattungsmerkmale sind offenbart in
DE 102 08 552 A1 . Dieses Dokument beschreibt
ein Plattenelement insbesondere in Gestalt einer Verbundscheibe,
bei der eine elektrisch beheizbare Beschichtung auf einer der im
Verbund innen liegenden Flächen
aufgebracht ist. Die elektrischen Anschlüsse für die Beschichtung umfassen
zwei streifenförmige Elektroden.
In einer Ausführung
des bekannten Plattenelements sind Steckanschlüsse in einer Ausnehmung einer
der starren Scheiben der Verbundscheibe angeordnet, die mit den
Elektroden elektrisch leitend verbunden sind. Auf diese Steckanschlüsse ist ein
passender Stecker eines Kabels oder dgl. für die Stromversorgung der Heizschicht
aufzusetzen. In einer anderen Ausführung sind die beiden streifenförmigen Elektroden
mit geringem Abstand und parallel zum Rand des Plattenelements angeordnet.
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DE 101 32 963 C1 beschreibt
eine Klemmvorrichtung für
(Verbund-)Plattenelemente, die an den Rand eines Plattenelements
anzusetzen ist, um dieses an einer Wand oder dgl. zu befestigen.
Die Klemmvorrichtung hat einen mechanisch flexiblen elektrischen
Anschluss mit einer mehrpoligen Steckverbindung. Letztere dient
zum mechanisch zuverlässigen
und flexiblen Kontaktieren von elektrischen Leiterbahnen im Randbereich
des Plattenelementes, und zwar mithilfe einer bandförmigen,
hoch flexiblen mehrpoligen Folienleiterbahn, die mit den besagten elektrischen
Leiterbahnen auf oder in dem Plattenelement verbunden ist und über den
Außenrand
des Plattenelements vorsteht (ggf. aus dem Innenraum eines Plattenverbundes
herausgeführt
ist). Diese Lösung
sieht keine Ausnehmung in der Kante des Plattenelements vor, da
die Steckverbindung als solche außerhalb des Plattenelements
liegt. Sie schafft eine Trennung der (mechanischen) Klemmfunktion
und der (elektrischen) Anschlussfunktion.
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EP 0 450 466 B1 beschreibt
eine Alarmglasscheibe aus Verbundglas mit einer als Alarmschleife bezeichneten
elektrischen Leitstruktur, die auf einer im Verbund innen liegenden
Fläche
einer vorgespannten Glasscheibe angeordnet ist. Zum elektrischen
Anschließen
dieser Alarmschleife nach außen sind
im Randbereich der Verbundscheibe zwei Kontaktstifte in die Ebene
der Klebefolie eingelegt, welche die beiden starren Scheiben des
Verbundes adhäsiv
zusammenhält
und im Bereich der elektrischen Anschlüsse eine Ausnehmung hat. An
diese Kontaktstifte wird ein geeignetes Kabel angelötet.
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DE 90 16 664 U beschreibt
eine heizbare Verbundscheibe mit einem Kabelanschlusselement, das
mit den im Verbund innen liegenden Heizleitern elektrisch verbunden
und in einer Aussparung im Rand einer der starren Einzelscheiben
des Verbundes so angeordnet ist, dass sein Kabelschuh nicht über den
Rand bzw. die Umfangsfläche
der Verbundscheibe hinausragt. Am Ende des in den Kabelschuh einzulötenden Kabels
ist ein Steckverbinder vorgesehen.
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EP 1 180 915 A2 beschreibt
ein Folien-Heizelement für
den Einbau in Fahrzeugsitze, das ebenfalls eine elektrisch leitfähige dünne Beschichtung umfasst,
wobei die elektrischen Außenanschlüsse an zwei
streifenförmige
Kontaktbereiche am Rand des Heizelements angeschlossen werden.
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DE 27 48 818 C2 offenbart
eine Mehrschicht-Schaltung aus zwei äußeren, jeweils auf ihren Außenseiten
mit Metallbelägen
versehenen Schichten und einer mittleren Schicht, die einseitig eine
bis zu ihrem Rand geführte.
Leitstruktur (Beschichtung) hat. Ein mit einer Anschlussleitung
verbundener vielteiliger Anschlusskörper mit einem Kontaktstift
wird direkt an diese Mehrschicht-Schaltung angesetzt und mit dieser
verschraubt, wobei elektrischer Kontakt zwischen der Leitstruktur
und dem zwischen die Schichten der Schaltung eingeführten Kontaktstift
hergestellt wird.
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US 6,554,654 B1 zeigt
eine mehrschichtige Platine mit einem stirnkantenseitig daran angeordneten
Steckanschluss-Element, das Federkontakte zum Herstellen elektrischer
Verbindungen zu Leiterbahnen der Platine umfasst.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine einfache und zuverlässige Kontaktierung
eines einschlägigen
Plattenelementes mit einer Leitstruktur anzugeben, die zuverlässig, einfach
herstellbar und optisch unauffällig
ist sowie wenig Bauraum beansprucht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Die Merkmale der Unteransprüche geben
vorteilhafte Weiterbildungen dieses Gegenstands an.
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Erfindungsgemäß werden
die Steckkontakte aus der Fläche
des Verbund-Plattenelementes in dessen Rand- bzw. Kantenbereich
verlegt, wobei ein nicht leitender Körper des Steckanschluss-Elements mit
den Steckkontakten in eine Ausnehmung in der Stirn- oder Umfangsfläche des
Plattenelements fest eingesetzt ist. Unter Steckanschluss-Element
wird in dieser Beschreibung ein plattenfester Bestandteil der Steckverbindung
verstanden, dem ein beweglicher Bestandteil der Steckverbindung,
z. B. am Ende einer Anschlussleitung, zugeordnet ist. Man kann die
Füge- oder
Steckrichtung der Steckverbinder winklig (insbesondere rechtwinklig)
zur Hauptfläche
des Plattenelements oder parallel zu dieser anordnen. Vorteil der
letzteren Lösung
ist, dass der Außenanschluss
in einer Flucht mit dem Plattenelement liegen kann und sich nicht
oder nur unwesentlich über
deren Hauptfläche(n)
erheben muss.
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Die
erfindungsgemäßen Plattenelemente müssen nicht
ortsfest sein, sondern können
vom Benutzer nach Wunsch und Bedarf aufgestellt werden. Erfindungsgemäß ist im
Sinne einer einfachen Handhabung der Plattenelemente (auch bei deren
Transport) kein fester Kabelanschluss vorgesehen. Eine Steckanschluss-Lösung hat
dabei Vorteile im Vergleich mit einer Konfiguration mit fest an
dem Plattenelement angeschlossenem Kabel. Da ferner das jeweilige
Anschlusskabel in einer bevorzugten Ausführung mit einer Steuerelektronik
oder -schaltung für die
Leistungssteuerung des Platten-Heizelements verbunden wird, kann
grundsätzlich
auch diese Steuerschaltung je nach Bedarf mit unterschiedlichen Platten-Heizelementen
wahlfrei kombiniert werden.
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Diese
Randanordnung der Steckverbindung ist zunächst unabhängig von der Form und Art der anzuschließenden Leitstruktur.
Sie eignet sich jedoch besonders für solche Leitstrukturen, deren
im Verbund des Plattenelements liegende Anschlüsse ebenfalls nahe am Rand
des Plattenelements angeordnet sind, so dass keine langen Wege zwischen dem
Steckanschluss-Element und der angeschlossenen Leitstruktur zu überbrücken sind.
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Bei
Heizungselementen sind die direkten Anschlüsse meist als niederohmige
band- oder streifenförmige
Sammelschienen -wie beim gattungsbildenden Stand der Technik- ausgeführt, die
eine möglichst
gleichmäßige Verteilung
der zugeführten
elektrischen Leistung auf die Widerstands-Heizelemente ermöglichen.
Dies ist sowohl bei Ausführung
der Heizwiderstände
als flächige
Beschichtung als auch bei deren Ausführung als insbesondere gedruckte Leiterbahnen üblich. Im
letzteren Fall verlaufen die Leiterbahnen geradlinig oder mit beliebigen
anderen Verläufen
zwischen den Sammelleitern.
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In
einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführung ist
das Plattenelement mit Sammelleitern versehen, die sich entlang
demjenigen Rand erstrecken, an dem das Steckanschluss-Element angeordnet
ist. Mit diesen Sammelleitern können
die Anschlusselemente direkt elektrisch kontaktiert werden. Vorteilhaft
kann zugleich mit dem Einbau des Steckanschluss-Elements in das
Plattenelement auch der elektrische Kontakt zur Leitstruktur/Heizwiderstand hergestellt
werden. Es bietet sich ferner an, das Steckanschluss-Element mithilfe
seiner in die Fläche des
Plattenelements auskragenden Anschlusselemente mechanisch zu fixieren.
Dies ist besonders zweckmäßig und
mit relativ geringem Aufwand bei der Ausführung als Verbund-Plattenelement
erreichbar, indem man die besagten Anschlusselemente oder Fortsätze des
Steckanschluss-Elements in der Klebeschicht des Verbundes einbettet.
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Durch
Abtrennen des eigentlichen Heizfeldes von einem Randbereich der
Beschichtung mithilfe mindestens einer umlaufenden Trennlinie wird
zunächst
eine sichere elektrische Randisolierung des Plattenelementes bewirkt.
Bei Betrieb mit relativ hohen Spannungen kann man auch zwei oder
mehr parallele umlaufende Trennlinien vorsehen. Dies ermög licht im
Grundsatz den Betrieb eines solchen heizbaren Plattenelements an
der jeweils landesüblichen
Netzspannung (z. B. 110 oder 230 V).
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Der
abgeteilte umlaufende Randbereich der elektrisch leitfähigen Beschichtung
kann als Bruchsensor für
eine Alarmauslösung
genutzt werden, wenn man ihn an einer Stelle auftrennt und beidseits der
Trennlinie Elektroden für
einen Ruhestromkreis vorsieht. Derartige Ruhestromkreise können mit
so geringen elektrischen Leistungen bzw. Spannungen betrieben werden,
dass davon keine Gefahr ausgeht. Der Randstreifen kann aber auch
als zusätzlicher Erdleiter
genutzt werden. Es versteht sich, dass eine solche elektrische Zusatzfunktion
zweckmäßig ebenfalls über das
Steckanschluss-Element nach außen hin
kontaktiert wird.
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Selbstverständlich kann
man -in an sich bekannter Weise- auf einem erfindungsgemäßen Plattenelement
auch mehrere, ggf. unabhängig
voneinander schaltbare Strompfade vorsehen, um bei Bedarf Heizleistung
stufenweise zu- und abschalten zu können.
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Länge und
Breite des Strompfads oder der Strompfade sowie die Flächenleitfähigkeit
(in Ohm pro Quadrateinheit) des verwendeten Schichtsystems sind
ausschlaggebend für
die elektrische Leistungsaufnahme und Heizleistung des Plattenelements.
Abhängig
von der jeweils verfügbaren
oder vorgegebenen Betriebsspannung lassen sich durch das Layout
des Strompfads unterschiedliche Heizleistungen in weiten Grenzen
einstellen, wobei die zulässige
Höchsttemperatur
auch vom Einsatzgebiet des fertigen Plattenelements abhängen wird.
Sind z. B. direkte Berührungen
durch Benutzer nicht möglich oder
nicht anzunehmen, so können
die Temperaturen auch deutlich oberhalb von 50 °C liegen. Jedoch muss natürlich vermieden
werden, dass evtl. auf der beschichteten Scheibe haftende Kleberschichten,
z. B. Klebefolien einer Verbundscheibe, von den im Normalbetrieb
erreichbaren Temperaturen beeinträchtigt werden.
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Solche
Plattenelemente können
in oder an Gebäuden
anstelle üblicher
Heizkörper
an Wänden angebracht
oder in diese integriert werden. Sie müssen dazu nicht als Fenster,
sondern können
als Spiegel, als Dekorflächen
etc. ausgeführt
sein. Es ist ggf, auch möglich,
solche Plattenelemente generell zur flächigen Wärmeerzeugung auch in technischen
Geräten,
z. B. Haushaltsgeräten,
zu verwenden, wobei ihre geringe Bauhöhe und ihre sehr leicht zu
reinigende glatte Oberfläche
große
Vorteile bieten können.
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Wenn
auch bei einem Einsatz des Plattenelements als Flächen-Heizelement
ohne Fensterfunktion der Stromfluss nicht zwangsläufig überall gleichmäßig verteilt
sein muss, so ist es doch von Vorteil, dies wenigstens annähernd einzustellen,
um lokale Überhitzungen
und Beschädigungen
der beheizbaren Beschichtung zu vermeiden. Zwar kann man bei nach
modernen Verfahren abgeschiedenen Schichtsystemen von einer sehr
gleichmäßigen Dicke
der Gesamtschicht ausgehen, jedoch ist es umgekehrt kaum möglich, auf
einer bestimmten Fläche
eines Substrats gezielt unterschiedliche Dicken der Beschichtung
und damit unterschiedliche Flächenwiderstände einzustellen.
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Bei
der Herstellung von heizbaren Plattenelementen ohne Fensterfunktion
kann ggf. auf eine Entspiegelung der eigentlichen leitfähigen Schicht, die
z. B. aus Silber oder einem anderen leitfähigen Metall besteht, verzichtet
werden, womit einerseits die Stromeinspeisung vereinfacht wird (übliche dielektrische
Entspiegelungsschichten sind nicht oder nur schlecht leitfähig), andererseits
dekorative Flächeneffekte
erzielt werden können.
Die genaue Bestimmung geeigneter Werkstoffe für das heizbare Schichtsystem
bleibt jedoch dem Fachmann überlassen,
dem die Kalibrierung der gewünschten
Heizleistung obliegt.
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Ergänzend kann
man einen oder mehrere Temperaturfühler zum Erfassen der Ist-Temperatur des
Plattenelements vorsehen. Solche Temperaturfühler können selbst als Strombegrenzer
(z. B. Kaltleiter, dessen elektrischer/ohmscher Widerstand mit steigender
Temperatur ansteigt) ausgeführt
sein. Alternativ kann ein getrenntes Schaltglied zum Abschalten
des Heizstroms bei drohender Überhitzung des
Plattenelements vorgesehen werden, das von einem Temperaturfühler steuerbar
ist. Mit besonderem Vorzug wird der Temperaturfühler als Folienbauelement ausgeführt, das
sich in die Zwischenschicht eines Plattenverbundes einbetten lässt.
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Weitere
Einzelheiten und Vorteile des Gegenstands der Erfindung gehen aus
der Zeichnung von Ausführungsbeispielen
und deren sich im folgenden anschließender eingehender Beschreibung
hervor.
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Es
zeigen in vereinfachter Darstellung
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1 eine
Teilansicht eines Plattenelements mit einer beheizbaren und durch
Trennlinien in Strompfade unterteilten Beschichtung und einem an seinem
Rand befestigten erfindungsgemäßen Steckanschluss-Element
nebst dem zugehörigen
Kabelanschluss,
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2 eine
stark vergrößerte Detail-Schnittansicht
des Steckanschluss-Elements, mit Blickrichtung entsprechend der
Linie II-II in 1,
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3 eine
Variante zu 2 in noch weiterer Vergrößerung.
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Gemäß 1 umfasst
ein Plattenelement 1 eine (vorzugsweise thermisch vorgespannte)
Glasscheibe 2, deren eine -hier obere- Hauptfläche mit
einer vollflächigen,
elektrisch leitfähigen
Beschichtung 3 bedeckt ist. Die Beschichtung 3 kann,
muss aber nicht optisch transparent sein. Bevorzugt besteht sie aus
einem thermisch hoch belastbaren Schichtsystem mit mindestens einer
metallischen Schicht, das vor dem thermischen Vorspannen der Glasscheibe 2 abgeschieden
wird und das die dazu erforderliche Aufheizung auf Temperaturen
im Erweichungsbereich des Glases (etwa 650 °C) schadlos, d. h. ohne negative
Veränderung
seiner elektrischen und optischen Eigenschaften, übersteht.
Derartige Schichtsysteme sind Stand der Technik, so dass hier nicht weiter
auf sie einzugehen ist. Im vorliegenden Fall wird die Beschichtung
als Heizwiderstand genutzt, der mit einer landesüblichen Netzspannung betrieben
werden kann.
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Entlang
dem Rand der Glasscheibe 2 ist umlaufend eine dünne Trennlinie 4 mit
geringem Abstand -1 bis 2 cm- von diesem Rand in die Beschichtung
eingebracht. Ein dadurch gebildeter umlaufender äußerer Randstreifen 5 ist
von dem größeren Rest
der beschichteten Fläche
elektrisch abgeteilt. Er bildet eine Randisolierung des Plattenelements 1. Zusätzlich wurde
ausgehend vom äußeren Rand
der Glasscheibe ein Teilbereich des Randstreifens der Beschichtung
bis zu einer Randlinie 6 auf einer Breite von wenigen Millimetern
(z. B. 4 bis 6 mm) völlig
entfernt, um die Sicherheitsreserve der Randisolierung noch weiter
zu erhöhen.
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Wie
später
noch näher
erörtert
wird, wird die Glasscheibe 2 ganz bevorzugt von einer weiteren Scheibe
vollflächig überdeckt,
so dass die Beschichtung 3 insgesamt von außen unzugänglich und
gegen äußere Einflüsse geschützt ist.
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Innerhalb
der von der umlaufende Trennlinie 4 umschriebenen Fläche des
Plattenelementes 1 sind parallel zu dessen Rand zwei schmale,
längliche Anschluss-Elektroden
oder Sammelschienen 7 in Längsflucht zueinander vorgesehen
und elektrisch mit der Beschichtung 3 verbunden. Sie dienen
zum Anlegen einer von außen
zugeführten
elektrischen Speisespannung an die Beschichtung. Ausgehend von diesen
Sammelschienen 7 ist die Beschichtung 3 durch
eine Schar von Trennlinien 8 in an sich bekannter Weise
in elektrisch parallel geschaltete Strompfade unterteilt. Die Trennlinien
können
mithilfe eines programmierbaren Laser-Schneidroboters in nahezu beliebigen
Verläufen
reproduzierbar und rationell in die Beschichtung eingebracht werden.
Als ergänzendes
Detail sei klargestellt, dass alle Strompfade sich zwischen den
beiden Sammelschienen 7 erstrecken, d. h. an der einen
anfangen und an der zweiten enden.
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Mit
der breitflächigen
Einleitung und Ableitung der Ströme über die
Sammelschienen, mit den Trennlinien und einer geeigneten Dimensionierung der
Strompfade über
ihren -ggf. mehrfach abknickenden- Längsverlauf wird eine sehr gleichmäßige Verteilung
der Wärmeleistung
der Beschichtung über
die gesamte Fläche
des Plattenelements sichergestellt.
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Bei
Bedarf und hohen Flächenheizleistungen können außerdem zwischen
Strompfaden noch passive Flächen
(beschichtet, aber nicht von Strom durchflossen) vorgesehen werden,
die ebenfalls zu einer Homogenisierung der Flächentemperatur und der Heizleistung
beitragen können.
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Die
Beschichtung 3 und die Trennlinien 8 sind im Endzustand
des Plattenelements praktisch unsichtbar, so dass bei Verwendung
von klar durchsichtigen Glasscheiben die Durchsicht nicht wesentlich
beeinträchtigt
wird und sogar eine Verwendung dieser Heiz-Glasscheiben als Fensterscheiben denkbar
erscheint, z. B. im Rahmen einer Isolierverglasung, wo sie mithilfe
eines Abstandhalterahmens mit noch mindestens einer weiteren Fensterscheibe
zusammengefasst werden können.
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Die
Sammelschienen 7 müssen
nur wenige Millimeter breit sein. Sie können in an sich bekannter Weise
aus dünnen
Metallfolienbändern
hergestellt werden, oder man druckt sie unter Verwendung einer gut
leitfähigen
Paste auf die Glasscheibe 2 auf und brennt sie beim Vorspannen
ein. In der vorerwähnten Verwendung
können
die Sammelschienen von Rahmenbauteilen praktisch vollständig verdeckt
werden, so dass sie optisch nicht oder nur unauffällig wahrgenommen
werden.
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Im
Bereich der Trennung der beiden Sammelschienen 7 hat die
Glasscheibe 2 -sowie die bereits erwähnte Deckscheibe- eine längliche
randseitige Ausnehmung 9, in die ein vierpoliges Steckanschluss-Element 10 fest
eingesetzt ist. Ausgehend von dem Steckanschluss-Element 10 erstreckt
sich ein passiver Flächenabschnitt 11 der
Beschichtung 3 mindestens ein kurzes Stück weit in die Fläche des Plattenelements 1 hinein.
Auf diesem Flächenabschnitt 11 ist
ein Temperaturfühler-Element 12 angeordnet,
mit dem die Ist-Temperatur
des Plattenelements im Bereich seiner elektrischen Anschlüsse erfasst
wird. Es ist allerdings nicht unbedingt erforderlich, das Temperaturfühler-Element 12 auf
einem passiven Flächenabschnitt
der Beschichtung anzuordnen. Es könnte auch auf einem der vorgesehenen Strompfade
liegen, wenn dessen elektrische Trennung von dem parallelen Strompfad
nicht beeinträchtigt
wird. Das Temperaturfühler-Element 12 wird
elektrisch über
das Steckanschluss-Element 10 von außen kontaktiert.
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Man
erkennt ferner an dem Steckanschluss-Element 10 zwei Anschluss-Fortsätze 13, die
den Rand der Ausnehmung 9 und die zueinander gewandten
Enden der Sammelschienen 7 überdecken, und zwei weitere
Vorsprünge 14,
die den Rand der Ausnehmung 9 überdecken. Auf die Anschluss-Fortsätze 13 wird
anhand der 2 näher eingegangen. Die Vorsprünge 14 haben
das Steckanschluss-Element 10 mechanisch am Plattenelement 1 zu
verankern.
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Ergänzend zum
Steckanschluss-Element 10 ist ein dazu passender mehrpoliger
Stecker 15 nebst einem Abschnitt einer Anschlussleitung 16 zum
elektrischen Verbinden des Plattenelements mit einer Spannungsquelle
dargestellt. Am Stecker 15 sind seitliche Rastnasen 15N angedeutet,
mit denen der Stecker in dem zugehörigen Steckanschluss-Element 10 lösbar verrastet
wird. Letzteres hat eine Kavität
(gestrichelt angedeutet), in der seine Kontaktelemente 10P angeordnet
sind und in welche der Stecker 15 zum Herstellen der elektrischen
Verbindung eingeschoben wird, wobei er natürlich den Kontaktelementen 10P zugeordnete
Kontaktelemente umfasst. In den seitlichen Innenwänden der
Kavität
sind ferner Vertiefungen angedeutet, in die die Rastnasen 15N einfallen
können.
Die Füge-
oder Steckrichtung liegt dabei parallel zur Hauptebene des Plattenelements 1.
Im gesteckten Zustand erhebt sich der Stecker 15 nur sehr
geringfügig
-etwa um die Dicke der Anschlussleitung 16- über der
Außenkante
des Plattenelements 1. Er überdeckt dabei vollständig die Ausmündung der
Kavität.
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Die
Ausnehmung 9 könnte
abweichend von dieser Darstellung hinreichend tief in den Rand des Plattenelements 1 eingeformt
werden, um außer
dem Steckanschluss-Element 10 auch den (gesteckten) Stecker 15 kantenbündig aufnehmen
zu können.
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In
aller Regel werden solche beheizbaren Plattenelemente als Verbundscheiben
ausgeführt, wobei
zwei Glasscheiben -oder auch die beschichtete Glas- und eine Kunststoffscheibe-
flächig-adhäsiv mittels
einer Klebeschicht oder -folie miteinander verbunden sind, und die
Beschichtung auf einer der im Verbund innen liegenden Flächen liegt.
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Diese
bevorzugte Ausführung
ist ausschnittweise in 2 als Detail des Anschlussbereichs
gezeigt. Die Glasscheibe 2 aus 1 ist in
eine Verbundscheibe integriert, deren zweite starre Scheibe 17 aus
Glas oder Kunststoff in der üblichen
Weise flächig
mittels einer Klebeschicht 18 mit der Glasscheibe 2 verbunden
ist. Die Beschichtung 3 liegt auf der im Verbund innen
liegenden oberen Hauptfläche
der Scheibe 2. Man erkennt ferner im Querschnitt den Ausschnitt 9,
der in beide starren Scheiben 2 und 17 eingeformt
ist, und das Steckanschluss-Element 10, in dem einer seiner
Steckerpole 10P angedeutet ist. Am rechten Rand der 2 sind
im Bereich des Steckanschluss-Elements 10 die Außenkanten
der Scheiben 2 (und 17), in die die Ausnehmung 9 eingesenkt
ist, gestrichelt angedeutet.
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Man
erkennt daran, dass der äußere Umriss des
Steckanschluss-Element 10 praktisch vollständig in
die Kontur des Plattenelements 1 eingepasst ist. Um Maßabweichungen
zwischen dem Zuschnitt der Ausnehmung 9 und dem (mit geringen
Toleranzen durch Kunststoff-Spritzen herstellbaren) Steckanschluss-Element 10 auszugleichen
und even tuelle Spalte zwischen der Kante der Ausnehmung und dem
Rand des Steckanschluss-Elements
möglichst zu überdecken,
kann letzteres vorteilhaft mit auskragenden Stegen 10S ausgeführt werden,
deren innen gemessener Abstand der Dicke des Verbund-Plattenelements 1 entspricht
und die dessen beide äußeren Flächen entlang
dem Rand der Ausnehmung 9 geringfügig überdecken. In die Fugen können zusätzliche
Dicht- und/oder Klebemittel eingeführt werden.
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Eine
solche unauffällige
Ausführung
der elektrischen Kontaktierung der beheizbaren Schicht nach außen eignet
sich insbesondere bei Verwendung des Plattenelements als Heizplatte
mit Fensterfunktion, sie bleibt jedoch auch bei der Verwendung als
frei in Räumen
aufzustellende Heizkörper
sehr unauffällig,
zumal bei bodennaher Anordnung.
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Das
Temperaturfühler-Element 12 ist
-in an sich bekannter Weise- als Folienelement und so dünn ausgeführt, dass
es in die Klebeschicht 18 noch integriert bzw. eingebettet
werden kann. Letztere kann eine Dicke von 0,78 mm haben, dies ist
eine verbreitete Dicke von Verbund-Zwischenschichten, und die üblichen
PVB-Klebefolien werden in dieser Dicke geliefert. Der nur schematisch
gezeigte Temperaturfühlers 12 wird
einen temperaturabhängig veränderlichen
Widerstand (PTC, NTC) oder äquivalente
Schaltelemente umfassen; auf seinen Aufbau muss nicht weiter eingegangen
werden.
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Die
Sammelschienen oder Elektroden 7 sind direkt auf der Beschichtung 3 angebracht.
Abweichend von dieser hier gezeigten Anordnung könnten sie auch unter der Beschichtung,
d. h. vor deren Abscheiden auf die Glasoberfläche, angebracht sein.
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Der
Anschluss-Fortsatz 13 dient zugleich als mechanischer Träger eines
federnden metallischen Kontaktelements 13F, das auf der
Oberfläche
der Sammelschiene 7 aufliegt und mit einem der Steckerpole 10P des
Steckanschluss-Elements 10 elektrisch verbunden ist. Auch
diese Anschluss-Bauteile sind hinreichend dünn ausgeführt, dass sie in die Verbund-Zwischenschicht
eingebettet werden können. Sie
müssen
ohnehin eben wegen dieser Einbettung nicht besonders mechanisch
belastbar sein. Der zweite Anschluss-Fortsatz 13 für die zweite
Sammelschiene ist gleich ausgeführt.
Die Sammelleiter 7 können
an den Stellen, die als Kontaktflächen für die Kontaktelemente 13F vorgesehen
sind, etwas breiter ausgeführt
werden als in ihrem übrigen
Verlauf, damit gewisse Maß-
oder Lageabweichungen begrenzt ausgeglichen werden können.
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Bei
der Fertigung der Anschlüsse
kann die thermoplastische Zwischen- oder Klebeschicht 18 einfach
auf die Anschluss-Fortsätze 13 vor
dem Aufschmelzen aufgelegt werden. Sollte dies wegen Dickenüberschreitungen
nicht möglich
sein, so kann man dort einen kleinen Ausschnitt vorsehen, der später von
der durch Wärmezufuhr
aufschmelzenden Klebemas se praktisch vollständig aufgefüllt wird. Letzterer Vorgang
wird in der Regel mittels eines konventionellen Verbindeverfahrens
(z. B. in einem Autoklaven) unter Einwirkung von Druck und Wärme nach Entlüften des
Vorverbundes ausgeführt.
Es ist wichtig, dass die in die Zwischenschicht eingeführten Elemente
des Steckanschluss-Elements nicht dicker als die maximale Dicke
der Zwischenschicht sind, um unerwünschte Belastungen der starren
Scheiben 2 und 17 zu vermeiden.
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Die
in 2 nicht sichtbaren Vorsprünge 14 des Steckanschluss-Elements
(vgl. 1) werden ebenfalls beim Aufschmelzen der Zwischenschicht 18 vollständig eingebettet
und verankern nach deren Erstarren das Steckanschluss-Element 10 sicher
in der Zwischenschicht und an der Kante des Plattenelements 1.
Auch die Anschluss-Fortsätze 13 können zur
mechanischen Verankerung des Elements 10 beitragen.
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Es
wäre in
einer Variante denkbar, die Anschluss-Fortsätze 13 und die Vorsprünge 14 zu
einem durchlaufenden Flansch zusammenzufassen. In beiden Varianten
können
die Fortsätze
bzw. Vorsprünge
mit rauen Oberflächenstrukturen
versehen werden, die ihre Haftung mit der Klebemasse verbessern
können.
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3 zeigt
eine weitere Variante des Verbund-Plattenelements 1, bei
der beide im Verbund innen liegenden Flächen der starren Scheiben 2 und 17 mit
einer Leitstruktur, konkret mit einer elektrisch beheizbaren Beschichtung 3,
versehen sind. Die untere Beschichtung 3 ist exakt analog
zu 2 elektrisch angeschlossen, und für die obere
Beschichtung 3 ist der Anschluss-Fortsatz 13 quasi
spiegelbildlich auch auf seiner Oberseite mit einem metallischen
Federkontakt 13F ausgestattet, der wiederum direkt an einem
Sammelleiter 7 der oberen Beschichtung 3 anliegt.
Auch in einer solchen Konfiguration genügt ein einzelner Temperaturfühler 12 zum
Erfassen der Isttemperatur im Anschlussbereich.
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Die
beiden elektrisch leitfähigen
Beschichtungen 3 sind grundsätzlich elektrisch voneinander unabhängig. Selbstverständlich ist
für die
beiden weiteren Sammelleiter 7 -vgl. analog 1-
ebenfalls eine solche doppelte Kontaktanordnung vorgesehen, so dass
das Steckanschluss-Element 10 insgesamt (mindestens) vier
elektrische Anschlüsse
für die
Verbraucher bzw. Leitstrukturen auf den starren Scheiben und zwei
weitere für
den Temperaturfühler
umfasst.
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In
dieser Variante können
die beiden Federkontakte 13F oben und unten gleichpolig
oder auch separat schaltbar sein. Die Stromableitung (Masse) könnte jedoch
für beide
Heizwiderstände
stets gleich geschaltet werden, so dass nach außen auch bei separater Steuerung/Anschaltung
nur drei Leistungsanschlüsse
benötigt
werden. Hieraus ergibt sich die Option, beide Heizwiderstände/Beschichtungen 3 immer
gemeinsam mit Spannung zu beaufschlagen (Parallelschaltung), oder
die zweite Beschichtung nur bei Spitzenbedarf (schnelles Aufheizen)
zuzuschalten. Es wäre
ferner auch möglich,
die beiden Verbraucher elektrisch in Reihe zu schalten. Die Verwendung
zweier (paralleler) Heizwiderstände
kann insbesondere bei vergleichsweise geringen Netzspannungen und
hohen Strömen
Vorteile bringen.
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Es
versteht sich, dass abweichend von den hier gezeigten Ausführungen
der elektrischen Kontakte auch andere Bauformen verwendet werden können, oder
andere Verfahren zum Herstellen der elektrischen Kontakte. Will
man sich nicht nur auf berührende
Kontakte verlassen, so kann man ergänzend Lötverbindungen verwenden (z.
B. durch induktives Löten
oder Laserlöten
herstellbar, wobei die Lötleistung
auch durch die starren Scheiben hindurch an die Lötstellen
gebracht werden kann, ohne die Scheiben selbst nennenswert zu erhitzen),
oder auch an den Kontaktflächen
zusätzlich
elektrisch leitfähige Kleber
aufbringen.
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Selbstverständlich lässt sich
der Bereich der elektrischen Kontaktierung und des Temperaturfühlers bei
Bedarf mit geeigneten Mitteln auch optisch kaschieren, z. B. durch
Unterlegen oder Überdrucken mit
einem opaken Dekor, oder auch durch Verwenden einer sehr dunkel
getönten
Glasmasse für
die vorgespannte Scheibe 2. Letztere wird in aller Regel die
dem zu beheizenden Raum zugewandte Oberfläche des Plattenelements bilden.