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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Qualitätsprüfung eines
Werkstücks
sowie eine Verwendung dieses Verfahrens beim Herstellen einer Wellen-Naben-Verbindung.
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Eine
stets steigende Forderung nach höherer
Qualität
und Zuverlässigkeit
von Produkten sowie ein zunehmender Konkurrenzdruck, zwingt viele
Hersteller von Komponenten und Endprodukten zur Integration von
immer aufwändigeren
Prüfverfahren
in der Fertigungsendkontrolle. Da insbesondere Produktionsfehler
bei stark beanspruchten und somit kritischen Komponenten zu Teil-
oder Komplettausfällen
des Produkts führen
können,
wird angestrebt, vor Auslieferung jedes Produkt (100%-Prüfung) einer Kontrolle
zu unterziehen, um so eine Nullfehlerrate zu erreichen. Qualitätsbeanstandungen
der Endverbraucher sollen hierdurch vermieden werden.
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Eine
akustische Güteprüfung stellt
dabei ein mögliches
und gleichzeitig vielseitiges Verfahren zur Beurteilung von Werkstücken dar,
mit der Fehler detektiert werden können, die mit anderen Verfahren nicht
zu erkennen sind. Beispielsweise anhand des Schwingungsverhaltens
von Objekten ist eine Beurteilung des Zustands und damit eine Einteilung
der Produkte in unterschiedliche Güteklassen möglicht. Bei der Integration
eines Prüfsystems
in die Serienfertigung sind über
die reine Funktionalität
hinaus besondere Anforderungen zu erfüllen, deren Einhaltung von
speziellen Produktionsbedingungen, wie beispielsweise einer Taktfrequenz,
abhängen.
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Eine
akustische Güteprüfung erfolgt
anhand dynamischer Eigenschaften, die von der Form und dem Material
abhängig
sind. Identische Strukturen bzw. Objekte besitzen hierbei gleiche
Eigenschaften, wogegen Abweichungen bezüglich der Form oder Struktur
des Materials Änderungen
der dynamischen Eigenschaften bewirken. Werden die Strukturen schalltechnisch
angeregt, breiten sich im Material Schwingungen aus, die als Körperschall
bezeichnet werden. Dabei sind in den Festkörpern unterschiedliche Schwingungstypen
möglich,
die an Kanten, Grenzflächen
und Materialinhomogenitäten
ineinander übergehen.
Das schwingende Gebilde regt an seiner Oberfläche wiederum Luftschall an,
der sich als reine Longitudinal-Welle ausbreitet. Die Analyse der
Werkstücke
kann somit anhand von Luft- und/oder Körperschallsignalen erfolgen.
Im Gegensatz zu Luftschallsignalen sind dabei die Körperschallsignale
weniger anfällig
gegenüber
Störeinflüssen aus
der Produktionsumgebung.
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Aus
der
DE 198 60 471
C2 ist ein Verfahren zur Qualitätsprüfung eines Werkstücks bekannt,
bei welchem das Werkstück
zu einer Schwingung angeregt, wenigstens ein Parameter der Schwingung
gemessen und das Werkstück
für gut
befunden wird, wenn der Parameter innerhalb eines vorgegebenen Rahmens
liegt. Hierbei wird jeweils die Abklingzeit der Schwingung und/oder
Spektralkomponenten der Schwingung als Parameter verwendet und das
Werkstück
für gut
befunden, wenn die Abklingzeit in einem vorgegebenen Intervall liegt.
Dieses Intervall wird vorab anhand von als fehlerfrei bekannten
Werkstücken
experimentell festgelegt.
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Aus
der
US 4,534,219 ist
ein akustisches Verfahren zur Detektion von Rissen innerhalb metallischer
Bauteile bekannt. Hierbei wird das zu prüfende Bauteil akustisch angeregt,
wobei die Anregung innerhalb eines vordefinierten Zeitfensters sowie
eines vordefinierten Frequenzausschnitts erfolgt. Anschließend misst
ein Mikrofon die Schallenergie der durch das zu prüfende Werkstück laufenden
Schallwellen und vergleicht diese mit Referenzdaten.
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Aus
der
DE 39 43 133 C2 ist
eine Vorrichtung zur akustischen Prüfung von monolithischen Katalysator-
oder Rußfilterkörpern bekannt.
Die Vorrichtung weist eine Aufnahme für den zu prüfenden monolithischen Katalysator-
oder Rußfilterkörper auf,
sowie einen Schwingungserreger, mindestens einen Schalldruck-Aufnehmer und eine
damit verbundene Auswerteeinheit. Zusätzlich weist die Vorrichtung
eine einen beweglichen Anschlagkörper
umfassende Anschlageinrichtung auf. Beim Einsatz der Vorrichtung wird
das Aufschlaggeräusch
des Anschlagkörpers bei
der Schalldruck-Analyse nicht berücksichtigt. Auf diese Weise
wird eine Verfälschung
der Messung der abgestrahlten Frequenzen durch das beim Aufschlag des
Anschlagkörpers
auf den Monolithen entstehende Geräusch vermieden.
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Aus
der
EP 0 744 017 B1 sind
ein nicht invasives Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Feststellung
der Resonanzbedingungen von Bauelementen einer rotierenden Maschine
mit gleichzeitiger Vorhersage von Bauelementenfehlern bekannt. Das
nicht invasive Verfahren misst dabei Vibrationsresonanzinformationen
der sich drehenden Maschinenwellen und daran befestigter Bauelemente
und wertet diese aus.
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Aus
der
EP 0 667 526 A1 ist
ein Verfahren zur zerstörungsfreien
Prüfung
von Eisenbahnrädern bekannt,
das mittels Ultraschall Risse im Bereich einer Radumfangsfläche detektiert.
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Aus
der
DE 101 37 364
A1 ist es bekannt, Bauteildeviationen aus Spektralverschiebungen
mit CAE-Methoden zu quantifizieren, wobei die zu überprüfenden Bauteile
zu akustischen Schwingungen angeregt werden. Auf diese Weise können die
Bauteile z. B. auf Vorhandensein eines Risses hin überprüft werden.
Dabei wird ein aufgenommenes Referenz-Spektrum mit einem Basis-Referenz-Spektrum verglichen.
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Aus
der
GB 1 250 596 ist
es bekannt, zur zerstörungsfreien
Prüfung
von Proben, diese zu Schwingungen anzuregen und dabei eine Abklingzeit
des Körperschalls
zu beobachten.
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Aus
der
EP 0 306 110 A2 ist
es bekannt, ein Werkstück
mit Hilfe eines Anschlaghammers zu Schwingungen anzuregen.
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Bei
der
FR 2 666 656 A1 wird
ein Laser-Vibrometer dazu verwendet, Schwingungen eines Werkstücks zu messen.
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Die
vorliegende Erfindung beschäftigt
sich mit dem Problem, für
ein Verfahren der eingangs erwähnten
Art einen neuen Verwendungsbereich zu erschließen und dadurch eine Fehlerrate
in diesem Bereich zu reduzieren.
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Dieses
Problem wird erfindungsgemäß durch
die Gegenstände
der unabhängigen
Ansprüche
gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Die
Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, ein an sich bekanntes
akustisches Verfahren zur Qualitätsprüfung einer
Verbindung, insbesondere eines Presssitzes zwischen zwei Bauteilen des
Werkstücks,
und/oder zur separaten Qualitätsprüfung zumindest
eines Bauteils des aus zumindest zwei Bauteilen zusammengebauten
Werkstücks
zu verwenden. Bei dem Verfahren wird das Werkstück zu einer Schwingung angeregt,
wenigstens ein Parameter der Schwingung gemessen und das Werkstück für gut befunden,
wenn der Parameter innerhalb eines vorgegebenen Rahmens liegt.
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Mechanische
Strukturen, sowohl zusammengesetzte als auch einteilige, besitzen
charakteristische akustische Eigenschaften die von der Form und
dem Werkstoff abhängig
sind. Bei einteiligen Werkstücken
werden diese Eigenschaften bereits dazu genutzt, eine Gut-Schlecht-Beurteilung
durchzuführen.
Ausgegangen wird dabei davon, dass identische Objekte nahezu identische
akustische Eigenschaften besitzen, wogegen Abweichungen hinsichtlich
der Form oder Strukturänderungen
des Werkstücks Änderungen
der akustischen Eigenschaften bewirken. Dement sprechend besitzt
auch ein aus zwei Bauteilen zusammengebautes Werkstück, beispielsweise
eine Wellen-Naben-Verbindung mit einem Rohr und einem Nockenring,
in einwandfreiem Zustand charakteristische akustische Eigenschaften. Entspricht
die Verbindung der beiden Bauteile, beispielsweise der Presssitz,
nicht den geforderten Anforderungen, ist er beispielsweise zu lose
oder zu fest, so weichen die akustischen Eigenschaften des zusammengebauten
Werkstücks
von den charakteristischen akustischen Eigenschaften des einwandfreien
Werkstücks
ab. Gleichzeitig ist durch die Übertragung
des Verfahrens auf den genannten Bereich die Möglichkeit eröffnet, zunächst fehlerfreie
Werkstücke,
die erst beim Verbindungsvorgang beschädigt werden, am zusammengebauten
Werkstück
zu detektieren. Beispielsweise lassen sich somit Risse in einem
ursprünglich
einwandfreien Nockenring feststellen, die beim Herstellen des Presssitzes
mit dem Rohr aufgetreten sind.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
ermöglicht
somit die Qualitätsprüfung von
zusammengesetzten Werkstücken
bzw. von einzelnen Bauteilen des verbundenen Werkstücks und
bietet dadurch den großen
Vorteil, einen Qualitätsstandard
auch für
zusammengebaute Werkstücke
zu erhöhen.
Als weitere Vorteile der Verwendung des akustischen Verfahrens zur
Qualitätsprüfung einer
Verbindung und/oder zumindest eines Bauteils des aus zumindest zwei Bauteilen
zusammengesetzten Werkstücks
sind eine hohe Taktrate, welche über
der Fertigungskapazität der
Verbindung bzw. der Bauteile liegt, eine hohe Zuverlässigkeit
und Störsicherheit
sowie eine schnelle und leichte Adaptierbarkeit auf unterschiedliche
Verbindungen bzw. Bauteile zu nennen.
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Entsprechend
einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung wird
mit dem Verfahren das Vorhandsein eines Risses und/oder einer Rissenneigung
des mit dem Rohr verpressten Nockenrings geprüft. Risse stellen akustische
Störzonen
dar, welche mit dem Verfahren leicht detektierbar sind. Gleichzeitig
können
aber auch Rissneigungen detektiert werden, da Rissneigungen Strukturveränderungen
bzw. Strukturschwächungen
innerhalb des Werkstücks
darstellen und hierdurch eine Veränderung des Körperschallsignals
bewirken. Insbesondere die Detektion von Rissneigungen ist von großer Bedeutung
und großem
Vorteil, da diese mit anderen Verfahren, beispielsweise optischen
Verfahren, nicht zu detektieren sind und erst nach einer gewissen
Einsatzzeit, beispielsweise einer bestimmten Laufleistung, zu Schäden führen. Das
Detektieren von Rissneigungen und das Aussondern derartiger Verbindungen
bzw. Bauteile hat somit großen
Einfluss auf die Langlebigkeit des hergestellten Produkts.
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Zweckmäßig wird
zur Schwingungsanregung des Werkstücks ein automatischer Anschlaghammer
verwendet, wogegen zur Schwingungsmessung am Werkstück ein Einpunkt-Laservibrometer verwendet
wird. Die Anregung mit einem automatischen bzw. zumindest teilautomatischen
Schwingungsanreger ist dabei unabhängig von einer Prüfperson
und somit weitgehend frei von personenbezogenen Störfaktoren.
Der Einsatz eines Einpunkt-Laservibrometers
hingehen ermöglicht
die berührungslose
Messung von Oberflächenschwingungen,
wodurch eine aufwändige
Kontaktierung zur zuverlässigen
Signaleinkopplung bzw. Auswertung entfallen kann. Diese Technik
eignet sich besonders für
automatisierte Fertigungsstraßen
mit hohen Stückzahlen und
kurzen Taktzeiten. Vorzugsweise liegen die Taktzeiten der Qualitätsprüfung unter
der Taktzeit der Fertigungsstraße,
wodurch eine Hundertprozentprüfung
bzw. eine Nullfehlerrate verwirklicht werden kann. Von besonderem
Vorteil ist des weiteren, dass die Erfassung der Oberflächenschwingungen
durch einen Laservibrometer im Gegensatz zu Luftschallmessungen
frei von Störungen
durch Umgebungsgeräusche
ist, welche besonders im Fertigungsumfeld erhebliche Einwirkungen
auf das Messergebnis haben können.
Da die Kosten für
Schallmesskabinen entfallen, wird der Einsatz industrietauglicher
Laservibrometer wirtschaftlich.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Lösung erfolgt zur Gut-Schlecht-Unterscheidung
des Werkstücks
ein Abgleich mit in einer Datenbank hinterlegten Referenzwerten.
In der Datenbank sind eine Vielzahl von charakteristischen Referenzwerten
hinterlegt, mit welchen ein einfacher Gut-Schlecht-Abgleich erfolgen
kann. Durch die Vielzahl der hinterlegten Referenzwerte wird gleichzeitig
ein Beurteilungsfenster geschaffen, wodurch sich eine Sortiersicherheit
steigern lässt.
Generell ist dabei denkbar, dass in der Datenbank unterschiedliche
Referenzwerte für
unterschiedliche Werkstücke
hinterlegt sind und/oder dass die Datenbank während des Prüfungsvorgangs
kontinuierlich mit neuen Messdaten bestückt wird und dadurch hinsichtlich
ihrer Unterscheidungsfähigkeit hinzulernt.
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Weitere
wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, aus
der Zeichnung und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnung.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne
den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Ein
bevorzugtes Ausführungsbeispiel
der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden
Beschreibung näher
erläutert.
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Die
einzige 1 zeigt exemplarisch eine Wellen-Naben-Verbindung, an welcher
das erfindungsgemäße Verfahren
zur Qualitätsprüfung durchgeführt werden
kann.
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Entsprechend 1 weist
ein Werkstück 1, beispielsweise
eine Wellen-Naben-Verbindung 6, ein Rohr 2 sowie
einen mit dem Rohr 2 verpressten Nockenring 3 auf.
Der Nockenring 3 ist fest mit dem Rohr 2 verbunden.
Die Verbindung zwischen dem Rohr 2 und dem Nockenring 3 kann
beispielsweise durch ein lokales Innenhochdruckumformen des Rohrs 2 im
Bereich des Nockenrings 3 bewirkt werden. Im Unterschied
zu herkömmlichen
Innenhochdruckumformverfahren, bei welchen eine Materialdehnung
von bis zu 10% auftreten kann, beträgt die Dehnung des Rohrs 2 durch
das lokale Innenhochdruckumformen im Bereich des Nockenrings 3 nur ca.
1%.
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Der
in 1 dargestellte Ausschnitt einer Nockenwelle mit
dem Nockenring 3 steuert beispielsweise bei modernen Dieselmotoren
die Verdichtung des Kraftstoffs in Hochdruckeinspritzpumpen. Risse in
einem oder mehreren Nockenringen 3 können dabei zu einem Ausfall
der Einspritzpumpe und damit zu einem Totalausfall des Fahrzeugs
führen.
Um die Auslieferung von Einspritzpumpen mit fehlerhaften Nockenringen 3 zu
vermeiden, wurden diese bisher einer Sichtprüfung unterzogen, welche von
einer Prüfperson
durchgeführt
wurde. Dieses Verfahren der subjektiven Prüfung stellt hohe Anforderungen
an Konzentrationsfähigkeit
der Prüfperson,
wobei das Ergebnis darüber
hinaus stark von den individuellen Beurteilungsfähigkeiten des Prüfers abhängig ist.
Mit der Sichtprüfung
können
jedoch lediglich Fehler an der Oberfläche erkannt werden. Einschlüsse oder Risse
im Inneren des Materials sind nicht detektierbar. Ebenfalls nicht
detektierbar ist durch eine reine Sichtprüfung die Güte der Verbindung zwischen
dem Rohr 2 und dem Nockenring 3.
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Die
Erfindung nutzt ein Verfahren zur Qualitätsprüfung, bei welchem das Werkstück 1 zu
einer Schwingung angeregt, wenigstens ein Parameter der Schwingung
gemessen und das Werkstück 1 für gut befunden
wird, wenn der Parameter innerhalb eines vorgegebenen Rahmens liegt.
Dabei wird das Verfahren erfindungsgemäß zur Qualitätsprüfung der Verbindung,
insbesondere des Presssitzes, zwischen zwei Bauteilen des Werkstücks 1,
hier zwischen dem Rohr 2 und dem Nockenring 3,
und/oder zur Qualitätsprüfung zumindest
eines Bauteils 2 oder 3 des aus zumindest zwei
Bauteilen 2, 3 zusammengebauten Werkstücks 1 verwendet.
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Das
Verfahren nutzt dabei charakteristische akustische Eigenschaften
von mechanischen Strukturen, welche von einer Form und dem jeweils
eingesetzten Werkstoffs abhängig
sind. Identische Strukturen besitzen dabei gleiche Eigenschaften,
wogegen Abweichungen hinsichtlich der Form oder Strukturänderungen
des Werkstoffs Änderungen
der akustischen Eigenschaften bewirken. Wird das Werkstück 1 akustisch
angeregt, breiten sich im Material Schwingungen aus, die als Körperschall
bezeichnet werden. Dabei sind in Festkörpern generell unterschiedliche
Schwingungstypen möglich,
die an Kanten, Grenzflächen
und Materialinhomogenitäten
ineinander übergehen.
Das schwingende Gebilde regt an seiner Oberfläche Luftschall an, der sich
als reine Longitudinal-Welle ausbreitet. Die Analyse des Werkstücks 1 bzw.
die Beurteilung desselben, kann somit anhand von Luft- oder Körperschallsignalen
erfolgen. Im Gegensatz zu Luftschallsignalen sind dabei die Körperschallsignale
weniger anfällig
gegenüber
Störeinflüssen aus
der Produktionsumgebung.
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Zur
Schwingungsanregung des Werkstücks 1 wird
ein Signalgeber 4, beispielsweise ein Piezo-Signalgeber
oder ein automatischer Anschlaghammer verwendet. Demgegenüber wird
zur Schwingungsmessung des Werkstücks 1 ein geeigneter
Signalempfänger 5,
beispielsweise ein Piezo-Signalempfänger oder ein Einpunkt-Laservibrometer
verwendet. Besonders die Anregung mittels eines automatischen Anschlaghammers
und die Schwingungsmessung mittels des Laservibrometers eignen sich
besonders für
automatisierte Fertigungsstraßen
mit hohen Stückzahlen
und kurzen Taktzeiten. Diese Technik ist im Gegensatz zur Luftschallmessung
frei von Störungen
durch Umgebungsgeräusche,
die besonders im Fertigungsumfeld erheblich Einwirkungen auf des
Messergebnis haben können.
Da darüber
hinaus Aufwendungen für
Schallmesskabinen entfallen, ist ein Einsatz industrietauglicher
Laservibrometer wirtschaftlich.
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Der
bei der Schwingungsmessung gemessene Schwingungsparameter kann beispielsweise
eine Körperschallgeschwindigkeit
und/oder eine Abklingzeit bzw. ein Dämpfungsgrad des Körperschalls
sein. Im Gegensatz zu einer Beurteilung anhand von Resonanzfrequenzen,
bei welcher eine zuverlässige Unterscheidung
von Nockenringen 3 mit und ohne Riss nicht möglich ist,
stellen die Dämpfungsgrade bezüglich des
geforderten Fehlerkriteriums eindeutige Merkmale dar und eignen
sich dadurch besonders zur Gut-Schlecht-Unterscheidung der Verbindung zwischen
den beiden Bauteilen 2, 3 bzw. zur Qualitätsprüfung zumindest
eines Bauteils 2, 3 des Werkstücks 1.
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Generell
erfolgt zur Gut-Schlecht-Unterscheidung des Werkstücks 1 ein
Abgleich mit in einer Datenbank hinterlegten Referenzwerten. Die
Referenzwerte wurden dabei experimentell ermittelt, wobei auch denkbar
ist, dass die Referenzdatenbank während der Prüfprozesse
kontinuierlich mit neuen Messdaten gespeist und erweitert wird.
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Prinzipiell
erlaubt das Verfahren eine Prüfung
des Vorhandseins eines Risses und/oder einer Rissneigung des mit
dem Rohr 2 verpressten Nockenrings 3. Da insbesondere
die Rissneigung nicht durch eine visuelle Prüfung detektierbar ist, im unerkannten
Falle jedoch zu einem späteren
Zeitpunkt zu einem Riss und somit zu einem Schaden führt, ist
es von großer
Bedeutung, derartige Rissneigungen vorab zu entdecken und entsprechende
Werkstücke 1 auszusondern.
Rissneigungen können
sich dabei beispielsweise als Materialinhomogenitäten darstellen,
an welchen sich die akustischen Eigenschaften des Werkstücks 1 ändern.
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Im
folgenden soll kurz ein möglicher
Ablauf des Verfahrens dargestellt werden:
Zunächst wird
das Werkstück 1 in
eine spezielle Aufnahme einer hier nicht gezeigten Vorrichtung gelegt und
dort positioniert. Anschließend
kann das Werkstück 1 pneumatisch
aus der Aufnahme gehoben und dämpfungsarm
auf einen mit Gumminoppen bestückten
Träger
gelagert werden. Danach wird die Anregung mit einem automatischen
Anschlaghammer ausgelöst.
Die Messung der Oberflächenschwingung erfolgt
vorzugsweise berührungslos
mit einem Einpunkt-Laservibrometer,
wodurch eine aufwändige Kontaktierung
zur Signaleinkopplung entfallen kann. Die Auswertung der Messdaten
erfolgt hiernach mit einem Prüfsystem,
beispielsweise mit einem Quick-Checksystem der PNA Polytec Noise
Analysis GmbH. Dieses System bietet die Möglichkeit, neben der konventionellen
Schwingungsmesstechnik die Vorteile der Laservibrometrie erfolgreich
einzusetzen. Neben hoher Präzision
und Verfügbarkeit
ist mit dieser Komponente auch eine Skalierbarkeit des Systems gegeben.
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Generell
wird zunächst
für jede
Signalanregung ein Maximum bestimmt und damit der Zeitpunkt der
Erregung als Referenzzeitpunkt festgelegt. Aus den logarithmierten
Maxima der Signale wird mittels linearer Regression der Schnittpunkt
mit einer Koordinatenabszisse als Maß für die Dämpfung berechnet. Die Zuordnung
von Werkstück 1 unbekannter Güte zu einer
der beiden Klassen „Gut" oder „Schlecht" findet anhand von
Grenzwerten statt, die aus einer größeren Stichprobe von Werkstücken 1 mit
und ohne Riss bzw. einwandfreiem und nicht einwandfreiem Presssitz
durch das Prüfsystem
automatisch ermittelt werden. Anhand der Ausklingzeiten aller Werkstücke 1 der
Stichprobe werden zwei Grenzwerte derart bestimmt, dass alle Ausklingzeiten
von Nockenringen 3 bzw. Werkstücken 1 der Lernstichprobe
mit Riss und/oder schlechtem Presssitz kleiner sind als der erste
Grenzwert und die Ausklingzeiten von Werkstücken 1 bzw. Nockenringen 3 ohne
Riss bzw. einwandfreiem Presssitz größer als der zweite Grenzwert.
Ausklingzeiten die zwischen den beiden Grenzwerten liegen werden
Werkstücken 1 bzw.
Nockenringen 3 mit internen Rissen zugeordnet. Das Verfahren
ermöglicht
dabei eine Prüfung
von derzeit bis zu 200 Werkstücken 1 pro
Stunde, was die Fertigungskapazität weit übertrifft.
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Eine
vom System bereitgestellte Trendanalyse gibt des weiteren Auskunft über die
letzten 100 Messungen.
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Zusammenfassend
lassen sich die wesentlichen Merkmale der erfindungsgemäßen Lösung wie folgt
charakterisieren:
Die Erfindung sieht vor, ein Verfahren zur
Qualitätsprüfung eines
Werkstücks 1,
bei welchem das Werkstück 1 zu
einer Schwingung angeregt, wenigstens ein Parameter der Schwingung
gemessen und das Werkstück 1 für gut befunden
wird, wenn der Parameter innerhalb eines vorgegebenen Rahmens liegt, zur
Qualitätsprüfung einer
Verbindung, insbesondere eines Presssitzes und/oder zur Qualitätsprüfung zumindest
eines Bauteils 2 oder 3 des aus zumindest zwei
Bauteilen 2, 3 zusammengebauten Werkstücks 1 zu
verwenden.
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Hierdurch
lassen sich die Vorteile einer akustischen Güteprüfung auf zusammengefügte Werkstücke 1 übertragen,
wodurch die Qualität
gesteigert werden kann. Durch den Einsatz von automatischen Schwingungsanregern
sowie einer Schwingungsmessung mittels Laservibrometer, ist eine
Taktzeit bezüglich
der Prüfung
möglich,
welche kleiner ist als eine Taktzeit der zugehörigen Fertigungsstraße. Hierdurch
wird eine 100%-Prüfung
und damit eine Nullfehlerrate gewährleistet.