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Die
Erfindung betrifft einen Gurtbringer für ein Kraftfahrzeug gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
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Es
sind Gurtbringer für
Kraftfahrzeuge bekannt, die ein Führungsmittel und eine an dem
Führungsmittel
angeordnete Gurtfangeinrichtung zum Zuführen eines Sicherheitsgurtes
aufweisen. Während
der Zuführung
bewegt sich die Gurtfangeinrichtung aus einer Ruheposition in der
Innenverkleidung des Kraftfahrzeuges heraus, ergreift einen Sicherheitsgurt
und bewegt diesen in eine Anbietposition, in der eine auf einem
Kraftfahrzeugsitz sitzende Person den Sicherheitsgurt leicht fassen
kann. Die Gurtfangeinrichtung enthält eine Schwenkeinrichtung,
die ein Schwenkelement während
der Zuführung
des Gurtbringers aus einer Ruheposition in eine quer zur Bewegungsbahn
verlaufende, gespreizte Position verschwenkt und mit dem Schwenkelement
in gespreizter Position den Sicherheitsgurt ergreift und ihn in
die Anbietposition bewegt.
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Das
Schwenkelement liegt in seiner Ruheposition vor Beginn der Zuführung an
der Führungsstange
an, wird während
der Zuführung
in Bewegungsrichtung verschwenkt, bis eine gespreizte Position quer
zur Bewegungsbahn erreicht ist, und greift so mit einer geschwungenen
Fangfläche
den Sicherheitsgurt und führt
ihn dem Benutzer zu. Damit bei der Zuführung des Sicherheitsgurtes
die durch den Sicherheitsgurt auf das Schwenkelement ausgeübte Kraft
nicht zu einem Einschwenken des Schwenkelementes führt, wird
eine Verriegelungsvorrichtung benötigt.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, einen Gurtbringer der eingangs
beschriebenen Art zur Verfügung
zu stellen, der eine Schwenkeinrichtung für ein Schwenkelement mit einer
einfachen und sicheren Verriegelungsvorrichtung aufweist, die ein Rückführen des
Gurtbringers auch im manuellen Notfallbetrieb ohne mechanische Beschädigung des Gurtbringers
ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
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Die
erfindungsgemäße Lösung schafft
einen Gurtbringer, der einen Sicherheitsgurt sicher zuführt und
im Notfall manuell in die Innenverkleidung des Kraftfahrzeugs geschoben
werden kann, ohne dass der Gurtbringer beschädigt wird.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen,
dass die Schwenkeinrichtung eine Verriegelungsvorrichtung aufweist,
die
- – im
Zuführbetrieb
das quer zur Bewegungsbahn verschwenkte Schwenkelemente so verriegelt, dass
durch Kraftwirkung des Sicherheitsgurtes auf das Schwenkelement
während
des Zuführens das
Schwenkelement nicht einschwenkt,
- – das
Einschwenken des Schwenkelementes im Notfallbetrieb auch im verriegelten
Zustand erlaubt, ohne dass dabei der Gurtbringer mechanisch beschädigt wird,
und
- – während der
Rückführung automatisch
entriegelt wird.
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Während der
Zuführung
des Gurtbringers verschwenkt die Schwenkeinrichtung das Schwenkelement
in Bewegungsrichtung in eine quer zur Bewegungsrichtung verlaufende,
gespreizte Position und verriegelt es in dieser Position mit Hilfe
der Verriegelungsvorrichtung. Dadurch wird verhindert, dass die durch
den Sicherheitsgurt auf das Schwenkelement ausgeübte Kraft zum Einschwenken
des Schwenkelementes führt.
Die Verriegelungsvorrichtung ist gleichzeitig für einen eventuellen Notfallbetrieb
so beschaffen, dass das Schwenkelement auch in verriegeltem Zustand
durch manuellen Kraftaufwand eingeschwenkt werden kann. Während der
Rückführung wird
die Verriegelung automatisch aufgehoben, unabhängig davon, ob die Rückführung in
normalem Betrieb über
einen Antrieb oder im Notfallbetrieb manuell erfolgt. Durch eine solche
Verriegelungsvorrichtung wird sicher gestellt, dass bei manueller
Rückführung, zum
Beispiel bei Ausfall der elektrischen Versorgung, der Gurtbringer
mechanisch nicht beschädigt
wird und insbesondere das Schwenkelement nicht abbricht.
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Die
Schwenkeinrichtung ist so ausgelegt, dass das Einschwenken des Schwenkelementes
einerseits während
des Zuführens
durch die vom Sicherheitsgurt auf das Schwenkelement ausgeübte Kraft
nicht möglich
ist, andererseits aber erfolgen kann, wenn eine Kraft auf das Schwenkelement
ausgeübt
wird, die um einen durch die Auslegung der Schwenkeinrichtung einstellbaren
Faktor größer ist als
die Kraftwirkung des Sicherheitsgurtes. Dadurch wird eine Sicherheitsvorkehrung
für den
Notfallbetrieb geschaffen, die ein Abbrechen des Schwenkelementes
verhindert.
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Die
Schwenkeinrichtung und die Verriegelungsvorrichtung werden bevorzugt
durch die Zuführbewegung
des Führungsmittels
gesteuert. Dieses kann durch mechanische Elemente, insbesondere verschiebbare
Elemente und Federelemente, erfolgen, die mit dem Führungsmittel
zusammenwirken und während
der Zu- und Rückführung relativ
zum Führungsmittel
verschoben werden. Es ist aber auch denkbar, dass ein oder mehrere
separate, insbesondere elektrische Antriebe zum Betrieb der Schwenkeinrichtung
verwendet werden.
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In
einer Variante weist die Schwenkeinrichtung ein Steuerelement auf,
das mit einem Verriegelungselement, einem Anschlagelement, dem Schwenkelement,
einem Getriebe und dem Führungsmittel
so zusammenwirkt, dass durch die Zuführbewegung das Schwenkelement
in seine gespreizte Position verschwenkt und verriegelt wird. Das
Steuerelement ist dabei über
einen Koppelbereich und ein Getriebe mit dem Schwenkelement verbunden,
wird durch die Zuführung
und die damit verbundene Bewegung des Führungsmittels relativ zum Führungsmittel
verschoben und steuert so das Vesschwenken des Schwenkelementes
in die gespreizte Position. Das Steuerelement wiederum ist mit dem Verriegelungselement
verbunden, das zusammen mit dem Anschlagelement das Schwenkelement
in der gespreizten Position verriegelt.
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Als
Sicherheitsvorkehrung für
den Notfallbetrieb lässt
sich das Schwenkelement aus seiner gespreizten Position manuell
einschwenken, wenn eine Kraft auf das Schwenkelement ausgeübt wird,
die die Kraftwirkung des Sicherheitsgurtes auf das Schwenkelement übersteigt.
Für diesen
Zweck kann die Schwenkeinrichtung mechanische Federn und zusätzliche
verschiebbare Elemente enthalten, die auf das Steuerelement, das
Verriege lungselement und das Anschlagelement so einwirken, dass
das Schwenkelement in der Zuführbewegung
verschwenkt und in der gespreizten Position gehalten wird. Durch
die Wahl der Federelemente und des Verhältnisses der Federkräfte zueinander
kann eingestellt werden, bei welchem manuellen Kraftaufwand das
Einschwenken des Schwenkelementes ermöglicht wird.
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Darüber hinaus
kann mit den Federelementen das Verschwenken des Schwenkelementes
während
der Zuführung
gesteuert werden, so dass das Verschwenken bevorzugt erst beginnt,
nachdem das Schwenkelement aus der Innenverkleidung ausgetreten
ist. Auf diese Weise wird sicher gestellt, dass das Schwenkelement
während
des Verschwenkens die Innenverkleidung nicht berührt und beschädigt und
auch selbst nicht durch die Innenverkleidung beschädigt wird.
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In
einer Variante enthält
eine solche Schwenkeinrichtung einen Schieber und drei Federelemente. Über zwei
Federelemente sind das Steuerelement und das Anschlagelement mit
dem relativ zur Kraftfahrzeugkarosserie verschiebbaren Führungsmittel verschiebbar
verbunden, während
das dritte Federelement den Schieber verschiebbar mit der Kraftfahrzeugkarosserie
koppelt. Das Verriegelungselement ist über eine Drehachse mit dem
Steuerelement verbunden und wird zur Verriegelung des Schwenkelementes
in der gespreizten Position so um die Drehachse verschwenkt, dass
es durch das mit Federkraft in Position gehaltene Anschlagelement
relativ zum Führungsmittel
in Zuführrichtung
blockiert wird. Durch die Wahl der das Steuerelement und das Anschlagelement
in Position haltenden Federelemente kann die Größe der Kraft eingestellt werden,
die nötig ist,
um das Schwenkelement in verriegelter Position im Notfall einzuschwenken.
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Um
sicher zu stellen, dass das Verriegelungselement während der
Rückführung in
seine Ausgangslage verschwenkt und das Schwenkelement somit entriegelt
wird, tritt das Verriegelungselement während der Rückführung des Führungsmittels in eine kraftschlüssige Verbindung
mit dem Schieber und wird dadurch aus der Verriegelungsposition
in seine Ausgangslage verschwenkt. Das Verschwenken des Verriegelungselementes
wird durch die Winkelstellung des Verriegelungselementes in der
Verriegelungsposition relativ zum Schieber bewirkt und kann durch
geeignete Formgebung des Schiebers und des Verriegelungselementes
im Bereich ihrer Berührungsstellen
unterstützt
werden.
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Anhand
eines in den folgenden Figuren dargestellten Ausführungsbeispieles
soll der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke näher und
weiter erläutert
werden. Es zeigen:
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1 eine
schematische Seitenansicht des Gurtbringers in der Ruheposition
in der Innenverkleidung;
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2 eine
schematische Seitenansicht des Gurtbringers während der Zuführung vor
Erreichen der Schwenklage;
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3 eine
schematische Seitenansicht des Gurtbringers während der Zuführung mit
dem Schwenkelement in gespreizter und verriegelter Position;
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4 eine
schematische Seitenansicht des Gurtbringers zu Beginn der manuellen
Rückführung;
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5 eine
schematische Seitenansicht des Gurtbringers während der manuellen Rückführung;
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6 eine
schematische Seitenansicht des Gurtbringers während der manuellen Rückführung mit
dem Schwenkelement in eingeschwenktem Zustand und
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7 eine
schematische Seitenansicht des Gurtbringers während der manuellen Rückführung mit
dem Schwenkelement in entriegeltem Zustand.
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1 zeigt
eine Seitenansicht eines Gurtbringers, der ein als Führungsstange 1 ausgebildetes Führungsmittel
mit einer daran angeordneten Gurtfangeinrichtung umfasst. Die Führungsstange 1 des Gurtbringers
ist von einer gehäuseartigen
Montageeinrichtung 11 umgeben, mit der der Gurtbringer
an einer Kraftfahrzeugkarosserie befestigt ist und an der ein Motor
und eine mit dem Motor verbundene Getriebeeinrichtung angeordnet
sind, die als Antrieb zur Zuführung
bzw. Rückführung der
Führungsstange 1 dienen.
Während
der Zuführung
des Gurtbringers bewegt sich die Führungsstange 1 durch
eine Öffnung in
der Innenverkleidung 12, ergreift mit der Gurtfangeinrichtung
den Sicherheitsgurt und führt
diesen in eine Anbietposition, in der eine auf einem Kraftfahrzeugsitz
sitzende Person den Sicherheitsgurt leicht fassen kann, um sich
anzuschnallen. Die Gurtfangeinrichtung weist eine Schwenkeinrichtung
mit einem Schwenkelement 6 auf, das während der Zuführung in
Bewegungsrichtung in eine quer zur Bewegungsbahn verlaufende, gespreizte
Position verschwenkt wird und den Sicherheitsgurt ergreift.
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In 1 ist
der Gurtbringer in einer Ruheposition vor Beginn der Zuführung gezeigt,
in der die Führungsstange 1 in
die Innenverkleidung 12 eingefahren ist und durch die Innenverkleidung 12 verdeckt
wird. Vom Kraftfahrzeuginnenraum her ist vom Gurtbringer in diesem
Zustand einzig und allein das Schwenkelement 6 sichtbar,
das die Öffnung
in der Innenverkleidung 12 im wesentlichen verschließt. Dabei
wird eine besonders vorteilhafte optische Anmutung erzielt, wenn
sich die dem Kraftfahrzeuginnenraum zugewandte Oberflächenkontur
des Schwenkelementes 6 der Formgebung der Innenverkleidung 12 anpasst.
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Das
Verschwenken des Schwenkelementes 6 während der Zu- und Rückführung erfolgt
durch eine Schwenkeinrichtung, die so ausgebildet ist, dass sowohl
das Verschwenken des Schwenkelementes 6 in die gespreizte
Position als auch das Einschwenken durch die Zu- bzw. Rückführbewegung der
Führungsstange 1 gesteuert
werden. Die Schwenkeinrichtung umfasst eine Verriegelungsvorrichtung,
mittels derer das Schwenkelement 6 in der gespreizten Position
verriegelt wird, so dass ein Einschwenken des Schwenkelementes 6 durch
die Kraftwirkung des Sicherheitsgurtes nicht möglich ist. Die Funktionsweise
der Schwenkeinrichtung und der Verriegelungsvorrichtung wird nachfolgend
genauer erläutert.
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1 bis 7 zeigen
schematisch den Gurtbringer in verschiedenen Positionen vor und während der
Zu- bzw. Rückführung.
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1 zeigt
den Gurtbringer zunächst
in der Ruheposition vor Beginn der Zuführung. Die Schwenkeinrichtung
ist durch verschiebbare Elemente und mechanische Federn ausgebildet
und weist einen Schieber 2, ein Verriegelungselement 3, ein
Steuerelement 4 und ein Anschlagelement 5a, 5b auf,
die im wesentlichen parallel zur Führungsstange angeordnet sind.
Der Schieber 2 ist über
ein erstes Federelement 8 in Form einer Druckfeder mit
der Montageeinrichtung 11 verbunden und lässt sich
entlang der Verschiebungsachse V im wesentlichen parallel zur Führungsstange 1 verschieben.
Der Verschiebeweg des Schiebers 2 kann in beide Richtungen
entlang der Verschiebungsachse V mit mechanischen Anschlägen begrenzt
sein. Das Steuerelement 4 und das Anschlagelement 5a, 5b sind über zwei weitere
Federelemente 9, 10, ausgebildet als Zugfedern,
mit der Führungsstange 1 verbunden
und können
parallel zur Führungsstange 1 verschoben
werden. Das Verriegelungselement 3 ist über eine Drehachse 34 mit
dem Steuerelement 4 derart verbunden, dass es um die Drehachse 34 verschwenkbar
ist. In der Ruheposition erstreckt sich das Verriegelungselement 3 im
wesentlichen parallel zur Verschie bungsachse V und steht mit dem
einen Ende des Schiebers 2 in kraftschlüssiger Verbindung. Darüber hinaus
ist das Verriegelungselement 3 durch eine in 1 nicht dargestellte
Dreh- oder Biegefeder entgegen dem Uhrzeigersinn gegenüber dem
Steuerelement 4 vorgespannt.
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In
der Ruheposition vor Beginn der Zuführung ist die mit dem Schieber 2 verbundene
Druckfeder 8 in ihrem maximal komprimierten Zustand, während die
mit dem Steuerelement 4 verbundene Zugfeder in maximal
gedehntem Zustand ist. Dadurch wird das Steuerelement 4 über die
kraftschlüssige Verbindung
des Schiebers 2 mit dem Verriegelungselement 3,
das mit dem Steuerelement 4 über die Drehachse 34 verbunden
ist, vorgespannt und in einer relativ zur Führungsstange 1 in
Zuführrichtung
Z maximal ausgelenkten Position gehalten.
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Das
Steuerelement 4 umfasst einen Kopplungsbereich in Form
eines ersten Zahnsegmentabschnittes 41, der sich entlang
der Verschiebungsachse V auf einem geradlinigen Abschnitt des Steuerelementes 4 erstreckt.
Dieser Zahnsegmentabschnitt 41 greift in ein aus zwei Zahnritzeln 7a, 7b gebildetes Getriebe,
das wiederum in einen Kopplungsabschnitt des Schwenkelementes 6 in
Form eines zweiten Zahnsegmentabschnittes 61 eingreift.
Die Zahnritzel 7a, 7b und das Schwenkelement 6 sind über jeweils eine
relativ zur Führungsstange 1 ortsfeste
Drehachse drehbar gelagert. Entlang eines von der Drehachse des
Schwenkelementes 6 radial beabstandeten Kreisabschnittes
erstreckt sich der zweite Zahnsegmentabschnitt 61, der
in das zweite Zahnritzel 7b greift.
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Aufgrund
der kraftschlüssigen
Verbindung zwischen dem Schieber 2 und dem Verriegelungselement 3 und
der Kopplung des Verriegelungselementes 3 mit dem Steuerelement 4 über die
Drehachse 34, wirken die Federkräfte der Druckfeder 8 und
der Zugfeder 9 gegeneinander. Die Federkonstanten der Druckfeder 8 und
der Zugfeder 9 sind derart ausgebildet, dass in der Ruheposition
die auf den Schieber 2, das Verriegelungselement 3 und
das Steuerelement 4 ausgeübte Federkraft der Druckfeder 8 die entgegengesetzt
wirkende Federkraft der Zugfeder 9 übersteigt. Dadurch drückt der
Schieber 2 das Steuerelement 4 entlang der Verschiebungsachse
V in eine Ruhelage, in der das Steuerelement 4 in Zuführrichtung
Z relativ zur Führungsstange 1 maximal
ausgelenkt ist und über
die Zahnritzel 7a, 7b das Schwenkelement in eingeschwenktem
Zustand hält. Die
Ruhelage des Steuerelementes 4 kann dabei durch einen mechanischen
Anschlag definiert sein, der die Auslenkung des Steuerelementes 4 und
folglich auch die Dehnung der zweiten Zugfeder 9 begrenzt.
In dieser Ruhelage des Steuerelementes 4 greifen die Zähne des
Zahnritzels 7a in den der Zugfeder 9 zugewandten
Anfangsbereich des linearen Zahnsegmentabschnittes 41 ein.
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Das
Verriegelungselement 3 erstreckt sich in der Ruheposition
im wesentlichen parallel zur Verschiebungsachse V des Steuerelementes 4 und
liegt dabei auf dem Anschlagelement 5a, 5b auf.
Das Anschlagelement ist zweiteilig aus einem Anschlag 5a und
einer Geradführung 5b aufgebaut,
die aber so mit einander verbunden sind, dass sie eine Einheit bilden.
Die mit der Geradführung 5b des
Anschlagelementes 5a, 5b verbundene Zugfeder 10 ist
in der Ruheposition entspannt. Der Verschiebeweg des Anschlagelementes 5a, 5b kann
in beide Richtungen entlang der Verschiebungsachse V mittels mechanischen
Anschlägen
begrenzt werden.
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In 2 ist
der Gurtbringer zu Beginn der Zuführung gezeigt. Wenn die Führungsstange 1 aus der
in 1 dargestellten Ruheposition bewegt wird, wird
der Schieber 2, angetrieben durch die komprimierte Druckfeder 8,
der Führungsstange 1 zunächst in
Zuführrichtung
Z folgen und dabei die kraftschlüssige
Verbindung zum Verriegelungselement 3 und somit auch zum
Steuerelement 4 aufrechterhalten. Durch die Bewegung der
Führungsstange 1 nimmt die
durch die Druckfeder 8 auf den Schieber 2 ausgeübte Kraft
kontinuierlich ab, übersteigt
aber zunächst die
Kraft der Zugfeder 9 und hält so das Steuerelement 4 relativ
zur Führungsstange 1 in
Position. Die Federkonstanten der Druckfeder 8 und der
Zugfeder 9 sind so ausgelegt, dass ein Gleichgewicht der
Federkräfte
erst erreicht wird, nachdem die Führungsstange 1 mit
dem an der Führungsstange 1 angelenkten
Schwenkelement 6 aus der Öffnung in der Innenverkleidung 12 ausgetreten
ist. Dadurch wird bewirkt, dass das Verschwenken des Schwenkelementes 6 erst
nach Erreichen einer Schwenklage beginnt, nämlich dann, wenn das Schwenkelement 6 ungehindert
durch die Innenverkleidung 12 verschwenkt werden kann.
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Während der
weiteren Zuführung
nehmen die Federkräfte
der Druckfeder 8 und der Zugfeder 9 auf das Steuerelement 4 gleichmäßig ab,
die Druckfeder 8 dehnt sich und die Zugfeder 9 zieht
sich zusammen, und das Steuerelement 4 wird entgegen der
Zuführrichtung
Z relativ zur Führungsstange 1 verschoben.
Durch die Wirkverbindung des Steuerelementes 4 mit den
Zahnritzeln 7a, 7b und der Zahnritzel 7a, 7b mit
dem Schwenkelement 6 treibt die Verschiebung des Steuerelementes 4 eine
Rotation der Zahnritzel 7a, 7b und so das Verschwenken
des Schwenkelementes 6 in die quer zur Bewegungsbahn der
Gurtfangeinrichtung verlaufende, gespreizte Position an.
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Bei
Erreichen der gespreizten Position greift das erste Zahnritzel 7a in
den von der Zugfeder 9 abgewandten Endabschnitt des Zahnsegmentabschnittes 41 am
Steuerelement 4, wie in 3 dargestellt, und
das Verschwenken des Schwenkelementes 6 ist abgeschlossen.
Zur genauen Festlegung der gespreizten Position kann die maximale
Auslenkung des Schwenkelementes 6 beispielsweise durch
einen mechanischen Anschlag zwischen dem Schwenkelement 6 und
der Führungsstange 1 begrenzt
werden.
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Während der
weiteren Zuführung
der Führungsstange 1 mit
dem daran angeordneten Schwenkelement 6 wird die kraftschlüssige Verbindung
zwischen dem Schieber 2 und dem Verriegelungselement 3 aufgehoben.
Sobald die mit dem Schieber 2 verbundene Druckfeder 8 sich
entspannt hat oder der Schieber 2 an einen Anschlag zur
Begrenzung des Verschiebweges des Schiebers 2 anschlägt, verweilt
der Schieber 2 in seiner Position, während das Steuerelement 4 und
somit auch das Verriegelungselement 3 mit der Führungsstange 1 weiter
bewegt werden und so die kraftschlüssige Verbindung aufgehoben
wird. Durch die Verschiebung des Steuerelementes 3 während des
Verschwenkvorganges des Schwenkelementes 6 ist auch das Verriegelungselement 3 relativ
zum Anschlagelement 5a, 5b verschoben worden.
Sobald das Schwenkelement 6 die gespreizte Position erreicht hat,
wird das Verriegelungselement 3 nicht mehr vom Anschlagelement 5a unterstützt und
durch die mittels einer Dreh- oder Biegefeder bewirkte Vorspannung gegenüber dem
Steuerelement 4 um die Drehachse 34 relativ zum
Steuerelement 4 rotiert, so dass das dem Schwenkelement 6 zugewandte
Ende des Verriegelungselement 3 in Zuführrichtung Z gesehen vor dem
Anschlagelement 5a zu liegen kommt. Weil das Anschlagelement 5a, 5b durch
die Federkraft der Zugfeder 10 relativ zur Führungsstange 1 in
Position gehalten wird, ist das Verriegelungselement 3 und somit
auch das Steuerelement 4 in Zuführrichtung Z relativ zur Führungsstange 1 blockiert.
Das Schwenkelement 6 ist auf diese Weise verriegelt und kann
in der weiteren Zuführung
nicht durch die Kraftwirkung des Sicherheitsgurtes auf das Schwenkelement 6 eingeschwenkt
werden.
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Bei
der normalen Rückführung der
Führungsstange 1,
angetrieben durch den Motorantrieb, läuft der Verschwenkvorgang des
Schwenkelements 6 rückwärts ab.
Während
der Rückführung tritt
dabei das Verriegelungselement 3 in eine kraftschlüssige Verbindung
mit dem Schieber 2, wird durch die Winkelstellung in seiner
Verriegelungsposition relativ zum Schieber 2 in seine Ausgangslage
rotiert und somit nicht mehr durch das Anschlagelement 5a blockiert,
so dass das Schwenkelement 6 entriegelt ist. Die Kräfte der
mit dem Schieber 2 verbundenen Druckfeder 8 und
der am Steuerelement 4 angreifenden Zugfeder 9 wirken
nach dem Kraftschluss des Schiebers 2 und des Verriegelungselementes 3 gegeneinander
und bewirken, dass durch die weitere Rückführbewegung die Druckfeder 8 komprimiert und
die Zugfeder 9 gedehnt wird. Dadurch wird der Schieber 2 und
das über
das Verriegelungselement 3 mit dem Schieber 2 kraftschlüssig verbundene
Steuerelement 4 relativ zur Führungsstange 1 entgegen der
Rückführrichtung
R verschoben, und das Schwenkelement 6 wird eingeschwenkt.
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Etwas
anders ist der Ablauf, wenn die Rückführung der Führungsstange 1 manuell
erfolgt, zum Beispiel im Notfallbetrieb bei Ausfall der elektrischen Versorgung.
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4 zeigt
den Gurtbringer zu Beginn des manuellen Rückführvorgangs. Während der
manuellen Rückführung wird
zunächst
durch einen Benutzer Kraft auf das Schwenkelement 6 ausgeübt. Ist
diese Kraft größer als
die Federkraft der das Anschlagelement 5a, 5b in
Position haltenden Zugfeder 10, so wird das Schwenkelement 6 in
Rückführrichtung
R eingeschwenkt und das mit dem Schwenkelement 6 über das
Getriebe 7a, 7b gekoppelte Steuerelement 4 relativ
zur Führungsstange 1 entgegen
der Rückführrichtung
R verschoben. Dadurch wird das Anschlagelement 5a, 5b über das
mit dem Steuerelement 4 verbundene Verriegelungselement 3 entgegen
der Rückführrichtung
R ausgelenkt und sowohl die Zugfeder 9, die am Steuerelement 4 angreift,
als auch die Zugfeder 10, die mit dem Anschlagelement 5a, 5b verbunden
ist, werden gedehnt. Dieses ist in 5 dargestellt.
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Das
Schwenkelement 6 kann also in verriegeltem Zustand manuell
eingeschwenkt werden, wenn die Kraftwirkung auf das Schwenkelement 6 hinreichend
groß ist.
Die zum Einschwenken benötigte
Kraft wird durch die Wahl der das Steuerelement 4 und das
Anschlagelement 5a, 5b haftenden Federelemente 9, 10 bestimmt,
deren Federkonstanten im allgemeinen so beschaffen sein müssen, dass
das Einschwenken nicht durch die Kraftwirkung des Sicherheitsgurtes
auf das Schwenkelement 6 bewirkt wird, sondern erst durch
eine hinreichend größere manuelle
Kraftwirkung.
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6 zeigt
das Schwenkelement 6 während der
Rückführung in
vollständig
eingeschwenktem Zustand. In diesem Zustand sind die mit dem Steuerelement 4 und
dem Anschlagelement 5a, 5b verbundenen Zugfedern 9, 10 maximal
gedehnt, und das Anschlagelement 5a, 5b ist relativ
zur Führungsstange 1 maximal
ausgelenkt. Wie oben bereits angedeutet lassen sich die Verschiebewege
des Steuerelementes 4 und des Anschlagelementes 5a, 5b durch mechanische
Anschläge
begrenzen. Denkbar ist auch, dass die Verschiebung des Anschlagelementes 5a, 5b in
der Rückführbewegung
relativ zur Führungsstange 1 so
begrenzt ist, dass das Schwenkelement 6 zunächst nicht
vollständig
eingeschwenkt werden kann, sondern dieses erst nach der Entriegelung
möglich
ist.
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Während der
weiteren Rückführung der
Führungsstange 1 in
Rückführrichtung
R tritt das Verriegelungselement 3 in eine kraftschlüssige Verbindung mit
dem Schieber 2 und wird in seine Ausgangslage rotiert,
bewirkt durch die Winkelstellung des Verriegelungselementes 3 zu
dem Schieber 2. Somit wird das Verriegelungselement 3 nicht
mehr durch das Anschlagelement 5a blockiert, und das Schwenkelement 6 ist
entriegelt. Nach dem Entriegeln wird das Anschlagelement 5a, 5b durch
die Federkraft der durch die Auslenkung des Anschlagelementes 5a, 5b gespannten
Zugfeder 10 in seine Ausgangslage relativ zur Führungsstange 1 verschoben,
in der die Zugfeder 10 entspannt ist und das Anschlagelement 5a unter
dem dem Schwenkelement 6 zugewandten Ende des Verriegelungselement 3 liegt.
Dieses ist in 7 gezeigt.
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Zur
weiteren Rückführung wird
die Führungsstange 1 in
die Innenverkleidung 12 geschoben, und die mit dem Schieber 2 verbundene
Druckfeder 8 wird komprimiert. Sobald die Federkraft der auf
den Schieber 2 wirkenden Druckfeder 8 die Kraft der
am Steuerelement 4 angreifenden Zugfeder 9 übersteigt,
kann das Schwenkelement 6 nicht mehr verschwenken, sondern
wird durch die Kraft der Druckfeder 8 über den Schieber 2,
das Verriegelungselement 3 und das Steuerelement 4 in
Position gehalten. Die Rückführung ist
abgeschlossen, sobald die Führungsstange 1 vollständig in
die Innenverkleidung 12 geschoben ist und sich der Gurtbringer
somit wieder in seiner Ruheposition befindet.
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Andere
Ausführungsformen
der Schwenkeinrichtung und der Verriegelungsvorrichtung sind denkbar.
Weitere Varianten des Gurtbringers können zum Beispiel ein gekrümmt verlaufendes
Führungsmittel
aufweisen, unterschiedliche Bauformen und Kombinationen der Federelemente
enthalten oder ein anders geartetes Verriegelungselement verwenden,
das nicht um eine Drehachse drehbar gelagert ist, sondern zum Beispiel
durch Verschiebung quer zur Bewegungsrichtung des Führungsmittels
in eine Verriegelungsposition bewegt wird. Darüber hinaus kann die Schwenkeinrichtung,
statt durch die Bewegung des Führungsmittels,
durch einen oder mehrere separate, insbesondere elektrische Antriebe
betrieben werden. Grundsätzlich
sind eine Vielzahl von Varianten denkbar, die von der Erfindung
auch bei anders geartete Ausführungsformen
Gebrauch machen.
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- 1
- Führungsstange
- 2
- Schieber
- 3
- Verriegelungselement
- 4
- Steuerelement
- 5a
- Erstes
Teil des Anschlagelementes
- 5b
- Zweites
Teil des Anschlagelementes
- 6
- Schwenkelement
- 7a
- Erstes
Zahnritzel des Getriebes
- 7b
- Zweites
Zahnritzel des Getriebes
- 8
- Als
Druckfeder ausgebildetes erstes Federelement
- 9
- Als
Zugfeder ausgebildetes zweites Federelement
- 10
- Als
Zugfeder ausgebildetes drittes Federelement
- 11
- Montageeinrichtung
an der Kraftfahrzeugkarosserie
- 12
- Innenverkleidung
- 34
- Drehachse
- 41
- Zahnsegmentabschnitt
am Steuerelement
- 61
- Zahnsegmentabschnitt
am Schwenkelement
- R
- Rückführrichtung
- V
- Verschiebungsachse
- Z
- Zuführrichtung