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Die
Erfindung geht von einem Sensorelement und einem Verfahren zur Bestimmung
von Partikeln in Gasgemischen sowie deren Verwendung gemäß der im
Oberbegriff der unabhängigen
Ansprüche
definierten Art aus.
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Um
die Funktionstüchtigkeit
aktueller in Kraftfahrzeugen eingesetzter Abgasnachbehandlungssysteme
zu überprüfen bzw.
zu überwachen, werden
Sensoren benötigt,
mit denen auch im Langzeitbetrieb eine genaue Ermittlung der in
einem Verbrennungsabgas vorliegenden Partikelkonzentration ermöglicht werden
kann. Darüber
hinaus soll mittels derartiger Sensoren eine Beladungsprognose beispielsweise
eines in einem Abgassystem vorgesehenen Dieselpartikelfilters ermöglicht werden,
um eine hohe Systemsicherheit zu erreichen und dadurch kostengünstigere
Filtermaterialien einsetzen zu können.
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So
ist aus der
DE 10 2005 003118 ein
Sensor zur Detektion von Partikeln in einem Fluidstrom bekannt,
der auf der Basis eines keramischen Mehrlagensubstrats ausgeführt ist.
Er umfasst zwei voneinander beabstandete Messelektroden, die dem
zu untersuchenden Verbrennungsabgas ausgesetzt sind. Lagert sich
zwischen den beiden Messelektroden Ruß ab, so kommt es beim Anlegen
einer Spannung an die Messelektroden zu einem Stromfluss zwischen
den Messelektroden. Ein schichtförmig
ausgeführtes
Heizelement ermöglicht
es, die Elektroden bzw. deren Umgebung auf thermischem Wege von abgelagerten
Rußpartikeln
zu befreien. Der Sensor umfasst weiterhin ein Temperaturmesselement,
mit dem die Temperatur des Sensors detektiert werden kann. Das Heizelement
befindet sich innerhalb des Schichtverbundes des Sensors zwischen
dem Temperaturmesselement und den Messelektroden. Nachteilig ist
dabei der relativ aufwändige
Aufbau des Sensors, da für
die Messelektroden, das Temperaturmess- und das Heizelement jeweils
separate und voneinander isolierte Schichtebenen im Sensor vorgesehen
sein müssen.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, ein Sensorelement für Sensoren
und ein Verfahren zur Bestimmung der Konzentration von Partikeln
in Gasgemischen bereitzustellen, das eine genaue Temperaturregelung
gestattet und dennoch auf einen einfachen Gesamtaufbau des Sensorelementes
zurückgreift.
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Vorteile der
Erfindung
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Das
Sensorelement bzw. das Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche hat
den Vorteil, dass die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe in
vorteilhafter Weise gelöst wird.
Dies beruht insbesondere auf dem einfachen Aufbau des Sensorelementes
und auf einer geringeren Anzahl benötigter elektrischer Kontakte
zur Steuerung des Sensorelementes. Das Sensorelement umfasst mindestens
ein dem zu bestimmenden Gas ausgesetztes Messelement, mindestens
ein in das Sensorelement integriertes Heizelement und mindestens
ein in das Sensorelement integriertes Temperaturmesselement. Dabei
ist insbesondere eine Zusammenlegung eines elektrischen Kontaktes
des Temperaturmesselementes mit einem elektrischen Kontakt eines
der beiden anderen Elemente vorgesehen.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform
ist das Temperaturmesselement als Thermoelement ausgeführt. Dabei
werden unter Ausnutzung des sogenannten Seebeck-Effektes zwei metallische
Leiterbahnen unterschiedlicher Thermospannung im Bereich der zu
messenden Temperatur miteinander in elektrischen Kontakt gebracht
und es wird die sich an den offenen, einer Referenztemperatur ausgesetzten Enden
der Leiterbahnen einstellende Potentialdifferenz bestimmt. Die Potentialdifferenz
stellt ein Maß für die zu
messende Temperatur dar. Der Vorteil besteht darin, dass als erste
Leiterbahn des Thermoelementes eine Leiterbahn herangezogen werden kann,
die zur elektrischen Kontaktierung des Mess- oder des Heizelementes
vorgesehen ist.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
des vorliegenden Sensorelementes bzw. Verfahrens zum Betrieb desselben
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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So
ist von Vorteil, wenn das Thermoelement eine Leiterbahn aus einer
Platin-Rhodium-Legierung insbesondere
mit der Zusammensetzung Pt13Rh aufweist, da diese Legierung eine
Temperaturbestimmung bis 1600°C
gestattet.
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Weiterhin
ist von Vorteil, wenn das Sensorelement zwei Messelemente aufweist,
die auf sich gegenüberliegenden
Außenflächen des
Sensorelementes angeordnet sind, da die resultierenden Messergebnisse
dann auf zwei voneinander unabhängigen Messungen
basieren und somit an Genauigkeit gewinnen.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung ist eine Auswertevorrichtung vorgesehen, die eine Veränderung
des zwischen den Messelektroden des Messelementes anliegenden Stromflusses
ermittelt und dies als Maß für die Partikelkonzentration
ausgibt.
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Das
Sensorelement bzw. das Verfahren zum Betrieb desselben ist in vorteilhafter
Weise geeignet zur Überwachung
der Betriebsweise eines Dieselmotors bzw. zur Überprüfung der Funktionstüchtigkeit oder
des Beladungszustands eines Partikelfilters.
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Zeichnung
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Drei
Ausführungsbeispiele
des erfindungsgemäßen Sensorelementes
sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und werden
in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Dabei zeigt
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1 ein
Sensorelement gemäß einem
ersten Ausführungsbeispiel
in einer Explosionsdarstellung,
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2 einen
Ausschnitt des in 1 dargestellten Sensorelementes
in einer Aufsicht,
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3 ein
Sensorelement gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel
in einer Explosionsdarstellung,
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4 ein
Sensorelement gemäß einem
dritten Ausführungsbeispiel
in einer Explosionsdarstellung und
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5 eine
Korrelation der Thermospannung eines Pt13Rh-Thermoelementes mit
der zu bestimmenden Temperatur in °C.
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Beschreibung
der Ausführungsbeispiele
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In 1 ist
ein prinzipieller Aufbau einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung dargestellt. Mit 10 ist ein keramisches Sensorelement
bezeichnet, das der Bestimmung von Partikeln, wie beispielsweise
Rußpartikeln,
in einem das Sensorelement umgebenden Gasgemisch dient. Das Sensorelement 10 umfasst
beispielsweise eine Mehrzahl von sauerstoffionenleitenden Festelektrolytschichten 11a, 11b und 11c.
Die Festelektrolytschichten 11a und 11c werden
dabei als keramische Folien ausgeführt und bilden einen planaren
keramischen Körper. Sie
bestehen vorzugsweise aus einem sauerstoffionenleitenden Festelektrolytmaterial,
wie beispielsweise mit Y2O3 stabilisiertem
oder teilstabilisiertem ZrO2.
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Die
Festelektrolytschicht 11b wird dagegen mittels Siebdruck
eines pastösen
keramischen Materials beispielsweise auf der Festelektrolytschicht 11a erzeugt.
Als keramische Komponente des pastösen Materials wird dabei bevorzugt
dasselbe Festelektrolytmaterial verwendet, aus dem auch die Festelektrolytschichten 11a, 11c bestehen.
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Weiterhin
weist das Sensorelement 10 beispielsweise eine Vielzahl
von elektrisch isolierenden keramischen Schichten 12a, 12b, 12c, 12d, 12e und 12f auf.
Die Schichten 12a–12f werden
dabei ebenfalls mittels Siebdruck eines pastösen keramischen Materials beispielsweise
auf den Festelektrolytschichten 11a, 11b, 11c erzeugt.
Als keramische Komponente des pastösen Materials wird dabei beispielsweise
bariumhaltiges Aluminiumoxid verwendet, da dieses auch bei Temperaturwechselbeanspruchungen über einen
langen Zeitraum einen weitgehend konstant hohen elektrischen Widerstand
aufweist. Alternativ ist auch die Verwendung von Cerdioxid bzw.
der Zusatz anderer Erdalkalioxide möglich.
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Die
integrierte Form des planaren keramischen Körpers des Sensorelementes 10 wird
durch Zusammenlaminieren der mit den Festelektrolytschicht 11b und
mit Funktionsschichten sowie den keramischen Schichten 12a–12f bedruckten
keramischen Folien und anschließendem
Sintern der laminierten Struktur in an sich bekannter Weise hergestellt.
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Das
Sensorelement 10 weist weiterhin ein keramisches Heizelement 40 auf,
das in Form einer elektrischen Widerstandsleiterbahn ausgeführt ist und
der Aufheizung des Sensorelementes 10 insbesondere auf
die Temperatur des zu bestimmenden Gasgemischs bzw. dem Abbrand
der auf den Großflächen des
Sensorelementes 10 abgelagerten Rußpartikel dient. Die Widerstandsleiterbahn
ist vorzugsweise aus einem Cermet-Material ausgeführt; vorzugsweise
als Mischung von Platin oder einem Platinmetall mit keramischen
Anteilen, wie beispielsweise Aluminiumoxid. Die Widerstandsleiterbahn
ist weiterhin vorzugsweise in Form eines Mäanders ausgebildet und weist
an beiden Enden Durchkontaktierungen 42, 44 sowie
elektrische Kontakte 46, 48 auf. Durch Anlegen
einer entsprechenden Heizspannung an die Kontakte 46, 48 der
Widerstandsleiterbahn kann die Heizleistung des Heizelementes 40 entsprechend
reguliert werden.
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Auf
einer Großfläche des
Sensorelementes 10 sind beispielsweise zwei Messelektroden 14, 16 aufgebracht,
die vorzugsweise als ineinander verzahnte Interdigitalelektroden
ausgebildet sind und ein Messelement bilden. Die Verwendung von
Interdigitalelektroden als Messelektroden 14, 16 ermöglicht vorteilhafterweise
eine besonders genaue Bestimmung des elektrischen Widerstandes bzw.
der elektrischen Leitfähigkeit
des sich zwischen den Messelektroden 14, 16 befindenden
Oberflächenmaterials.
Zur Kontaktierung der Messelektroden 14, 16 sind
im Bereich eines dem Gasgemisch abgewandten Endes des Sensorelementes
Kontakte 18, 20 vorgesehen. Dabei sind die Zuleitungsbereiche
der Elektroden 14, 16 vorzugsweise durch die elektrisch isolierende
Schicht 12a gegenüber
den Einflüssen
eines das Sensorelement 10 umgebenden Gasgemischs abgeschirmt.
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Auf
der mit den Messelektroden 14, 16 versehenen Großfläche des
Sensorelementes 10 kann zusätzlich eine aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellte
poröse
Deck- oder Schutzschicht vorgesehen sein, die die Messelektroden 14, 16 in
ihrem ineinander verzahnten Bereich gegenüber einem direkten Kontakt
mit dem zu bestimmenden Gasgemisch abschirmt. Dabei ist die Schichtdicke
der porösen
Schutzschicht vorzugsweise größer als
die Schichtdicke der Messelektroden 14, 16. Die
poröse Schutzschicht
ist vorzugsweise offenporös
ausgeführt, wobei
die Porengröße so gewählt wird,
dass die zu bestimmenden Partikel im Gasgemisch in die Poren der
porösen
Schutzschicht eindiffundieren können.
Die Porengröße der porösen Schutzschicht
liegt dabei vorzugsweise in einem Bereich von 2 bis 10 μm. Die poröse Schutzschicht
ist aus einem keramischen Material ausgeführt, das vorzugsweise dem Material
der Schicht 12a ähnlich
ist oder diesem entspricht und kann mittels Siebdruck hergestellt
werden. Die Porosität
der porösen
Schutzschicht kann durch Zusatz von Porenbildnern zu der Siebdruckpaste
entsprechend eingestellt werden.
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Während des
Betriebs des Sensorelementes 10 wird an die Messelektroden 14, 16 eine
Spannung angelegt. Da die Messelektroden 14, 16 auf
der Oberfläche
der elektrisch isolierenden Schicht 12b angeordnet sind,
kommt es zunächst
im wesentlichen zu keinem Stromfluss zwischen den Messelektroden 14, 16.
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Enthält ein das
Sensorelement 10 umströmendes
Gasgemisch Partikel, insbesondere Ruß, so lagert sich dieser auf
der Oberfläche
des Sensorelementes 10 ab. Da Ruß eine merkliche elektrische Leitfähigkeit
aufweist, kommt es bei ausreichender Beladung der Oberfläche des
Sensorelementes 10 bzw. der porösen Schutzschicht mit Ruß zu einem ansteigenden
Stromfluss zwischen den Messelektroden 14, 16,
der mit dem Ausmaß der
Beladung korreliert.
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Wird
nun an die Messelektroden 14, 16 eine vorzugsweise
konstante Gleich- oder Wechselspannung angelegt und der zwischen
den Messelektroden 14, 16 auftretende Stromfluss
bzw. der Anstieg des Stromflusses über der Zeit ermittelt, so
kann aus dem Quotienten aus Stromflussanstieg und Zeit bzw. aus
dem Differentialquotienten des Stromflusses nach der Zeit auf die
abgelagerte Partikelmasse bzw. auf den aktuellen Partikelmassenstrom,
insbesondere Rußmassenstrom,
und auf die Partikelkonzentration im Gasgemisch geschlossen werden.
Eine Berechnung der Partikelkonzentration ist auf der Basis der
Messwerte möglich,
sofern die Strömungsgeschwindigkeit
des Gasgemisches bekannt ist. Diese bzw. der Volumenstrom des Gasgemisches
kann bspw. mittels eines geeigneten weiteren Sensors bestimmt werden.
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Darüber hinaus
umfasst das Sensorelement 10 ein Temperaturmesselement 30,
das in Form eines Thermoelementes ausgeführt ist. Dessen Funktion beruht
auf dem sogenannten Seebeck-Effekt,
bei dem zwei Leiterbahnen aus zwei Metallen oder metallischen Werkstoffen,
die unterschiedliche Thermospannungen aufweisen, miteinander in
geeigneter Weise verbunden sind. Wird diese Verbindungs- oder Lötstelle
einer ersten Temperatur ausgesetzt und werden die freien Enden der
beiden Leiterbahnen einer zweiten Temperatur ausgesetzt, die von
der ersten Temperatur verschieden ist, so kann zwischen den beiden
freien Enden der Leiterbahnen eine Spannung in Form einer Thermospannung
oder Thermokraft gemessen werden.
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Eine
Darstellung des Thermoelementes 30 ist 2 zu
entnehmen. Dabei bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteilkomponenten
wie in 1.
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Um
die Zahl der nötigen
Kontakte des Sensorelementes 10 gering zu halten, wird
vorzugsweise eine der Messelektroden 14, 16 als
erste Leiterbahn des Thermoelementes 30 herangezogen. Diese
ist aus einem ersten Metall oder metallischen Werkstoff ausgeführt, insbesondere
aus Platin. Weiterhin weist die Messelektrode 16 beispielsweise
eine Verzweigung 32 auf, die zu einer Lötstelle 34 führt. An
der Lötstelle 34 steht
die Verzweigung 32 vorzugsweise in einem flächigen Kontakt
zu einer zweiten Leiterbahn 36 des Thermoelementes 30.
Diese ist aus einem zweiten Metall oder metallischen Werkstoff ausgeführt, der
ungleich dem ersten Metall oder metallischen Werkstoff ist. Dabei
wird vorzugsweise als zweiter metallischer Werkstoff eine Edelmetalllegierung,
insbesondere eine Platinlegierung wie PtxRh eingesetzt, wobei x
eine Zahl von 6 bis 30, vorzugsweise von 6 bis 20 und insbesondere
von 10 bis 18 darstellt. Ein wesentlicher Vorteil der Verwendung dieser
metallischen Materialien ist darin zu sehen, dass sie hohen Temperaturen
von über
1000°C dauerhaft
standhalten können.
Alternative Thermoelemente können
auf der Basis von Nickel-Chromlegierungen, die in Kontakt mit einer
Leiterbahn aus Nickel stehen, ausgeführt sein oder als Kupfer-Konstantan-Thermoelemente.
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Die
zweite Leiterbahn 36 des Thermoelementes 30 ist
vorzugsweise in einem dem zu bestimmenden Gas abgewandten Bereich
des Sensorelementes über
einen weiteren elektrischen Kontakt 38 elektrisch kontaktiert.
Der weitere elektrische Kontakt 38 ist beispielsweise aus
dem Material der zweiten Leiterbahn 36 ausgeführt, dies
gilt auch für
die nicht dargestellte weitere elektrische Verbindung zwischen dem
weiteren elektrischen Kontakt 38 und einer nicht dargestellten
Auswertevorrichtung, mittels der eine zwischen der ersten und der
zweiten Leiterbahn 32, 36 auftretende Thermospannung
bestimmt und mittels eines Kennfeldes einer Temperatur des Gasgemisches
zugeordnet wird. Eine kostengünstigere
Lösung
besteht darin, den Kontakt 18 und/oder die elektrische
Verbindung des Kontaktes 18 mit der Auswerteeinheit aus
einem metallischen Material auszuführen, das einen vergleichbaren
Seebeck-Koeffizienten aufweist wie das Material der Verzweigung 32,
jedoch geringere Materialkosten bedingt. Gleiches gilt für den weiteren
elektrischen Kontakt 38 bzw. die elektrische Verbindung
des weiteren elektrischen Kontaktes 38 mit der Auswerteeinheit
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Die
Bestimmung der an der Lötstelle 34 vorherrschenden
Temperatur erfolgt, indem mittels der Auswerteeinheit die zwischen
den beiden freien Enden der ersten und zweiten Leiterbahn 32, 26 gemessene
Potentialdifferenz mit einer entsprechenden Messtemperatur korreliert
wird. Dazu ist beispielsweise in der Auswereeinheit eine Korrelation
möglicher
Messtemperaturen mit zu erwartenden Spannungswerten bezogen auf
ein Thermoelement mit festgelegter Ausführung hinterlegt. Ein Beispiel
einer derartigen Korrelation ist in 5 abgebildet.
Dort sind für
Thermoelemente, die als Pt13Rh/Pt-Thermoelemente ausgeführt sind,
die bei bestimmten Messtemperaturen im Bereich von 0–ca. 1700°C zu erwartenden
Potentialdifferenzen in Millivolt aufgeführt. Die einer bestimmten Temperatur
zuzuordnende Potentialdifferenz ergibt sich, indem die als Spaltenüberschrift
der betrachteten Potentialdifferenz genannte Temperatur in °C zu der
als Zeilenüberschrift
der betrachteten Potentialdifferenz genannten Temperatur in °C addiert
wird. Es zeigt sich, dass Pt13Rh/Pt-Thermoelemente im gesamten Temperaturmessbereich
für die
jeweiligen Messtemperaturen charakteristische Spannungswerte zeigen.
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Dabei
wird die am Thermoelement gemessene Thermospannung willkürlich für eine Messtemperatur
von 0°C
gleich 0 mV gesetzt. Um zu vermeiden, dass die gemessene Thermospannung
von der Umgebungstemperatur abhängig
ist, die im Bereich der Auswerteeinheit herrscht, wird mittels einer
Kompensation in Form einer sogenannten Cold-Junction-Compensation der Einfluss der
Umgebungstemperatur rechnerisch aus der gemessenen Thermospannung
eliminiert. Die Cold-Junction-Compensation ist dabei vorzugsweise
in die Auswerteeinheit integriert.
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In 3 ist
ein Sensorelement gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel
dargestellt. Dabei bezeichnen weiterhin gleiche Bezugszeichen gleiche Bauteilkomponenten
wie in den 1 und 2.
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Das
in einer Explosionsdarstellung dargestellte Sensorelement gemäß zweitem
Ausführungsbeispiel
stellt eine weitere Möglichkeit
dar, wie ein Thermoelement als Temperaturmesselement 30 in das
Sensorelement integriert werden kann. Dabei ist das Temperaturmesselement 30 gleichzeitig
als Heizelement 40 ausgestaltet. Dazu weist das Thermoelement 30 eine
erste und eine zweite Leiterbahn 36, 37 auf, wobei
die Leiterbahnen 36, 37 vorzugsweise aus den bereits
bei 1 für
die zweite Leiterbahn 36 bzw. die Verzweigung 32 beschriebenen
Materialien ausgeführt
sind. Die Kontaktierung der ersten und zweiten Leiterbahn erfolgt über die
Durchkontaktierungen 42, 44 bzw. die Kontakte 46, 48.
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Wird
eine Beheizung des Sensorelementes benötigt, so wird das Temperaturmesselement 30 temporär als Heizelement
geschaltet. Dazu wird an die Kontakte 46, 48 in
diesem Zeitraum eine entsprechende Heizspannung angelegt.
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Da
die zweite Leiterbahn 36 vorzugsweise aus einer Platin-Rhodium-Legierung
ausgeführt
ist, weist diese bedingt durch den sogenannten Legierungseffekt
einen höheren
spezifischen Widerstand auf als eine gleich dimensionierte Leiterbahn
aus Platin. Um eine einseitige Erwärmung des Sensorelementes während der
Beheizung zu verhindern, wird daher die zweite Leiterbahn 36,
die aus einer Platin-Rhodium-Legierung ausgeführt ist, mit einem vergleichsweise
größeren Querschnitt
versehen als die erste Leiterbahn 37 aus Platin, sodass
beide Leiterbahnen 36, 37 einen vergleichbaren
elektrischen Widerstand aufweisen.
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Alternativ
kann eine der Leiterbahnen 36, 37 mittels einer
geeigneten Durchkontaktierung anstatt mit den Kontakten 46, 48 auch
mit einem der Kontakte 18, 20 der Messelektroden 14, 16 verbunden
sein. Auf diese Weise verringert sich die Anzahl der nötigen elektrischen
Kontakte des Sensorelementes auf drei Kontakte. Die Kontaktierung
des Thermoelementes erfolgt vorzugsweise in einer Weise, dass sich
bei Verwendung des Thermoelementes als Heizelementes 40 zusätzlich zur
Jouleschen Erwärmung aufgrund
des elektrischen Widerstandes der Leiterbahnen 36, 37 eine
Erwärmung
durch den Peltier-Effekt ergibt.
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Ein
weiteres Ausführungsbeispiel
eines Sensorelementes ist in 4 dargestellt.
Dabei bezeichnen gleiche Bezugszeichen weiterhin gleiche Bauteilkomponenten
wie in den 1 bis 3.
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Bei
dem in 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist wie bei
dem in 3 abgebildeten Sensorelement das Temperaturmesselement 30 zusätzlich als
Heizelement ausgebildet. Um der letztgenannten Funktion besonders
gut gerecht werden zu können, sind
vorzugsweise beide Leiterbahnen 36, 37 im Bereich
einer erwünschtermaßen guten
Beheizung des Sensorelementes mäanderförmig ausgebildet.
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Weiterhin
weist das in 4 dargestellte Sensorelement
ein zweites Messelement auf, das die weiteren Messelektroden 14', 16' umfasst und
das vorzugsweise auf einer dem ersten Messelement gegenüberliegenden
Großfläche des
Sensorelementes beispielsweise auf der keramischen Schicht 12e vorgesehen
ist. Das zweite Messelement weist dabei vorzugsweise einen weiteren
elektrischen Kontakt 50 auf. Durch die Verwendung zweier
voneinander unabhängig
ausgestalteter Messelemente erhöht
sich die Messgenauigkeit des Sensorelementes und dessen Messergebnisse
sind weitgehend von Strömungsverhältnissen
in einem das Sensorelement umgebenden Gasgemisch unabhängig.
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Die
vorliegende Erfindung ist nicht auf die in den 1 bis 5 dargestellten
Ausführungsformen
eines Sensorelementes beschränkt,
sondern es können
zahlreiche Abwandlungen dieses Sensorelementes vorgenommen werden.
So ist es beispielsweise möglich,
zusätzliche
keramische Schichten im Sensorelement vorzusehen oder den Mehrschichtaufbau
des Sensorelementes anwendungsbezogen zu vereinfachen, sowie weitere
Messelektroden vorzusehen. Auch die Verwendung mehrerer Heiz- und
Temperaturmesselemente ist möglich.
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Die
Anwendung des beschriebenen Sensorelementes ist nicht auf die Bestimmung
von Rußpartikeln
in Abgasen von Verbrennungsmotoren beschränkt, sondern es kann allgemein
zur Bestimmung der Konzentration von Partikeln, die die elektrische
Leitfähigkeit
eines keramischen Substrats bei Einlagerung verändern, beispielsweise in chemischen
Herstellungsprozessen oder Abluftnachbehandlungsanlagen, eingesetzt
werden.