Der
vorliegenden Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, die sich
aus dem Stand der Technik ergebenden Nachteile zu überwinden.
Insbesondere
lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Superabsorber
sowie absorbierende Strukturen beinhaltend diese Superabsorber in
hohen Mengen bereitzustellen, die neben ausgezeichneten Absorptions-
und Retentionseigenschaften auch dadurch besonders vorteilhafte
Permeabilitätseigenschaften
gekennzeichnet sind.
Weiterhin
lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, Verfahren anzugeben,
mit dem Superabsorber sowie einen Verbund beinhaltend diese Superabsorber
mit den vorstehend genannten Vorteilen hergestellt werden können.
Einen
Beitrag zur Lösung
der vorstehend genannten Aufgaben liefert ein wasserabsorbierendes
Polymergebilde, dessen Oberfläche
mit einer Verbindung umfassend ein Polykation und mindestens ein
Anion in Kontakt gebracht worden ist und welches vorzugsweise eine
gemäß ERT 442.2-02
(ERT = Edana Recommended Test Method) bestimmte Absorption unter
einem Druck von 50 g/cm2 von mindestens
16 g/g, besonders bevorzugt von mindestens 18 g/g und am meisten
bevorzugt von mindestens 20 g/g aufweist, wobei vorzugsweise eine
Absorption unter einem Druck von 50 g/cm2 von
100 g/g, besonders bevorzugt von 50 g/g und darüber hinaus bevorzugt von 40
g/g nicht überschritten
wird (im Falle von Partikeln jeweils bestimmt für die gesamte Partikelfraktion).
Einen
Beitrag zur Lösung
der vorstehend genannten Aufgaben liefert auch ein wasserabsorbierendes Polymergebilde,
dessen Oberfläche
mit einer Verbindung umfassend ein Polykation und mindestens ein
Anion in Kontakt gebracht worden ist, wobei die Verbindung umfassend
ein Polykation und mindestens ein Anion ein Gewichtsmittel des Molekulargewichtes
von mehr als 3.000 g/mol, vorzugsweise mehr als 4.000 g/mol, noch mehr
bevorzugt mehr als 5.000 g/mol, darüber hinaus noch mehr bevorzugt
mehr als 7.000 g/mol und am meisten bevorzugt mehr als 10.000 g/mol
aufweist, wobei vorzugsweise ein Gewichtsmittel des Molekulargewichtes
von 100.000.000 g/mol, besonders bevorzugt von 10.000.000 g/mol
nicht überschritten
wird.
In
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen wasserabsorbierenden
Polymergebilde sind diese oberflächennachvernetzt.
Oberflächennachvernetzte
Polymergebilde sind dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Innenbereich
und einen den Innenbereich umgebenden Aussenbereich aufweisen, wobei
der Aussenbereich einen höheren
Vernetzungsgad aufweist als der Innenbereich.
Erfindungsgemäß bevorzugte
Polymergebilde sind Fasern, Schäume
oder Teilchen, wobei Fasern und Teilchen bevorzugt und Teilchen
besonders bevorzugt sind.
Erfindungsgemäß bevorzugte
Polymerfasern sind so dimensioniert, dass sie in oder als Garne
für Textilien
und auch direkt in Textilien eingearbeitet werden können. Es
ist erfindungsgemäß bevorzugt,
dass die Polymerfasern eine Länge
im Bereich von 1 bis 500 mm, bevorzugt 2 bis 500 mm und besonders
bevorzugt 5 bis 100 mm und einen Durchmesser im Bereich von 1 bis
200 Denier, bevorzugt 3 bis 100 Denier und besonders bevorzugt 5
bis 60 Denier besitzen.
Erfindungsgemäß bevorzugte
Polymerteilchen sind so dimensioniert, dass sie eine mittlere Teilchengröße gemäß ERT 420.2-02
im Bereich von 10 bis 3000 μm,
vorzugsweise 20 bis 2000 μm
und besonders bevorzugt 150 bis 850 μm aufweisen. Dabei ist es insbesondere
bevorzugt, dass der Anteil der Polymerteilchen mit einer Partikelgröße in einem
Bereich von 300 bis 600 μm
mindestens 30 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 40 Gew.-%,
darüber
hinaus bevorzugt mindestens 50 Gew.-% und am meisten bevorzugt mindestens
75 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der nachvernetzten, wasserabsorbierenden
Polymerteilchen, beträgt.
Gemäß einer
anderen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen wasserabsorbierenden
Polymergebilde beträgt
der Anteil der Polymerteilchen mit einer Partikelgröße in einem
Bereich von 150 bis 850 μm
mindestens 50 Gew.-%, besonders bevorzugt mindestens 75 Gew.-%,
darüber
hinaus bevorzugt mindestens 90 Gew.-% und am meisten bevorzugt mindestens
95 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der nachvernetzten, wasserabsorbierenden
Polymerteilchen.
In
einer bevorzugten Ausführungsform
der erfindungsgemäßen wasserabsorbierenden
Polymergebilde basieren diese auf
- (α1) 20–99,999
Gew.-%, bevorzugt 55–98,99
Gew.-% und besonders bevorzugt 70–98,79 Gew.-% polymerisierten,
ethylenisch ungesättigten,
säuregruppentragenden
Monomeren oder deren Salze oder polymerisierten, ethylenisch ungesättigten,
einen protonierten oder quarternierten Stickstoff beinhaltenden
Monomeren, oder deren Mischungen, wobei mindestens ethylenisch ungesättigte,
säuregruppenhaltige
Monomere, vorzugsweise Acrylsäure,
beinhaltende Mischungen besonders bevorzugt sind,
- (α2)
0–80 Gew.-%,
vorzugsweise 0–44,99
Gew.-% und besonders bevorzugt 0,1-44,89 Gew.-% polymerisierten, monoethylenisch
ungesättigten,
mit (α1)
copolymerisierbaren Monomeren,
- (α3)
0,001–5
Gew.-%, vorzugsweise 0,01–3
Gew.-% und besonders bevorzugt 0,01–2,5 Gew.-% eines oder mehrerer
Vernetzer,
- (α4)
0,001–10
Gew.-%, vorzugsweise 0,01–7,5
Gew.-% und am meisten bevorzugt 0,5–5 Gew.-% der Verbindung umfassend
mindestens ein Anion und ein Polykation,
- (α5)
0–30 Gew.-%,
vorzugsweise 0–5
Gew.-% und besonders bevorzugt 0,1–5 Gew.-% eines wasserlöslichen
Polymeren,
- (α6)
0–20 Gew.-%,
vorzugsweise 2,5–15
Gew.-% und besonders bevorzugt 5–10 Gew.-% Wasser, sowie
- (α7)
0–20 Gew.-%,
vorzugsweise 0–10
Gew.-% und besonders bevorzugt 0,1–8 Gew.-% eines oder mehrerer
Hilfsmittel, wobei die Summe der Gewichtsmengen (α1) bis (α7) 100 Gew.-%
beträgt.
Die
monoethylenisch ungesättigten,
säuregruppenhaltigen
Monomere (α1)
können
teilweise oder vollständig,
bevorzugt teilweise neutralisiert sein. Vorzugsweise sind die monoethylenisch
ungesättigten,
säuregruppenhaltigen
Monomere zu mindestens 25 Mol-%, besonders bevorzugt zu mindestens
50 Mol-% und darüber
hinaus bevorzugt zu 50–80
Mol-% neutralisiert. In diesem Zusammenhang wird auf
DE 195 29 348 A1 verwiesen,
deren Offenbarung hiermit als Referenz eingeführt wird. Die Neutralisation
kann teilweise oder ganz auch nach der Polymerisation erfolgen.
Ferner kann die Neutralisation mit Alkalimetallhydroxiden, Erdalkalimetallhydroxiden,
Ammoniak sowie Carbonaten und Bicarbonaten erfolgen. Daneben ist
jede weitere Base denkbar, die mit der Säure ein wasserlösliches
Salz bildet. Auch eine Mischneutralisation mit verschiedenen Basen
ist denkbar. Bevorzugt ist die Neutralisation mit Ammoniak und Alkalimetallhydroxiden,
besonders bevorzugt mit Natriumhydroxid und mit Ammoniak.
Ferner
können
bei einem Polymer die freien Säuregruppen überwiegen,
so dass dieses Polymer einen im sauren Bereich liegenden pH-Wert
aufweist. Dieses saure wasserabsorbierende Polymer kann durch ein Polymer
mit freien basischen Gruppen, vorzugsweise Amingruppen, das im Vergleich
zu dem sauren Polymer basisch ist, mindestens teilweise neutralisiert
werden. Diese Polymere werden in der Literatur als „Mixed-Bed Ion-Exchange
Absorbent Polymers" (MBIEA-Polymere) bezeichnet
und sind unter anderem in der WO 99/34843 A1 offenbart. Die Offenbarung
der WO 99/34843 A1 wird hiermit als Referenz eingeführt und
gilt somit als Teil der Offenbarung. In der Regel stellen MBIEA-Polymere
eine Zusammensetzung dar, die zum einen basische Polymere, die in
der Lage sind, Anionen auszutauschen, und andererseits ein im Vergleich
zu dem basischen Po lymer saures Polymer, das in der Lage ist, Kationen
auszutauschen, beinhalten. Das basische Polymer weist basische Gruppen
auf und wird typischerweise durch die Polymerisation von Monomeren
erhalten, die basische Gruppen oder Gruppen tragen, die in basische
Gruppen umgewandelt werden können.
Bei diesen Monomeren handelt es sich vor allen Dingen um solche,
die primäre,
sekundäre
oder tertiäre
Amine oder die entsprechenden Phosphine oder mindestens zwei der
vorstehenden funktionellen Gruppen aufweisen. Zu dieser Gruppe von
Monomeren gehören
insbesondere Ethylenamin, Allylamin, Diallylamin, 4-Aminobuten,
Alkyloxycycline, Vinylformamid, 5-Aminopenten, Carbodiimid, Formaldacin,
Melamin und dergleichen, sowie deren sekundäre oder tertiäre Aminderivate.
Bevorzugte
ethylenisch ungesättigte,
säuregruppenhaltige
Monomere (α1)
sind vorzugsweise diejenigen Verbindungen, die in der WO 2004/037903
A2, die hiermit als Referenz eingeführt wird und somit als Teil der
Offenbarung gilt, als ethylenisch ungesättigte, säuregruppenhaltige Monomere
(α1) genannt
werden. Besonders bevorzugte ethylenisch ungesättigte, säuregruppenhaltige Monomere
(α1) sind
Acrylsäure
und Methacrylsäure,
wobei Acrylsäure
am meisten bevorzugt ist.
Gemäß einer
Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden wasserabsorbierende Polymergebilde eingesetzt, bei denen
die monoethylenisch ungesättigten,
mit (α1)
copolymerisierbare Monomere (α2)
Acrylamide, Methacrylamide oder Vinylamide sind.
Bevorzugte
(Meth)acrylamide sind neben Acrylamid und Methacrylamid alkylsubstituierte
(Meth)acrylamide oder aminoalkylsubstituierte Derivate des (Meth)acrylamids,
wie N-Methylol(meth)acrylamid, N,N-Dimethylamino(meth)acrylamid,
Dimethyl(meth)acrylamid oder Diethyl(meth)acrylamid. Mögliche Vinylamide sind
beispielsweise N-Vinylamide, N-Vinylformamide, N- Vinylacetamide, N-Vinyl-N-Methylacetamide,
N-Vinyl-N-methylformamide, Vinylpyrrolidon. Unter diesen Monomeren
besonders bevorzugt ist Acrylamid.
Gemäß einer
anderen Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden wasserabsorbierende Polymergebilde eingesetzt, bei denen
die monoethylenisch ungesättigten,
mit (α1)
copolymerisierbare Monomere (α2)
wasserlösliche
Monomere sind. In diesem Zusammenhang sind insbesondere Alkoxypolyalkylenoxid(meth)acrylate
wie Methoxypolyethylenglykol(meth)acrylate bevorzugt.
Des
Weiteren sind als monoethylenisch ungesättigte, mit (α1) copolymerisierbaren
Monomere (α2)
in Wasser dispergierbare Monomere bevorzugt. Als in Wasser dispergierbare
Monomere sind Acrylsäureester und
Methacrylsäureester,
wie Methyl(meth)acrylat, Ethyl(meth)acrylat, Propyl(meth)acrylat
oder Butyl(meth)acrylat.
Die
monoethylenisch ungesättigten,
mit (α1)
copolymerisierbaren Monomere (α2)
umfassen weiterhin Methylpolyethylenglykol-allylether, Vinylacetat,
Styrol und Isobutylen.
Als
Vernetzer (α3)
werden vorzugsweise diejenigen Verbindungen eingesetzt, die in der
WO 2004/037903 A2 als Vernetzer (α3)
genannt werden. Unter diesen Vernetzern sind wasserlösliche Vernetzer besonders
bevorzugt. Am meisten bevorzugt sind dabei N,N'-Methylenbisacrylamid, Polyethylenglykoldi(meth)acrylate,
Triallylmethylammoniumchlorid, Tetraallylammoniumchlorid sowie mit
9 Mol Ethylenoxid pro Mol Acrylsäure
hergestelltes Allylnonaethylenglykolacrylat besonders bevorzugt.
Als
Verbindung (α4)
umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation sind Verbindungen
bevorzugt, in denen das Polykation die Struktur I
Struktur
I aufweist, in der
R
1 und
R
2 gleich oder verschieden sein können und
ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
1 bis 7 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
darüber
hinaus bevorzugt 1 bis 2 Kohlenstoffatomen und am meisten bevorzugt
eine Methylgruppe darstellen und
n einen Wert von mindestens
25, vorzugsweise mindestens 31, noch mehr bevorzugt mindestens 100,
darüber hinaus
bevorzugt mindestens 1.000, darüber
hinaus noch mehr bevorzugt mindestens 2.500 und am meisten bevorzugt
mindestens 5.000 hat.
Besonders
bevorzugte Polykationen der Struktur I sind Polydiallyldimethylamine.
Bevorzugte Anionen sind das Chlorid-Ion, das Bromid-Ion, das Iodid-Ion,
das Sulfid-Ion, das Sulfat-Ion, das Sulfat-Ion, das Nitrat-Ion,
das Nitrit-Ion, das Acetat-Ion, das Lactat-Ion, das Carbonat-Ion,
das Hydrogencarbonat-Ion, das Phosphat-Ion, das Phosphit-Ion und
das Hydroxid-Ion. Neben diesen mono- bzw. divalenten Anionen kann
die Verbindung auch polyvalente Anionen umfassen. Eine besonders
bevorzugte Verbindung beinhaltend mindestens ein Anion und ein Polykation
ist ein Polymer aus Diallyldimethylammoniumchlorid mit einem Wert für n von
mindestens 25, vorzugsweise mindestens 31, darüber hinaus bevorzugt mindestens
100, darüber
hinaus noch mehr bevorzugt mindestens 1.000, weiter bevorzugt mindestens
2.500 und am meisten bevorzugt mindestens 5.000.
Als
wasserlösliche
Polymere (α5)
können
in den Polymergebilden wasserlösliche
Polymerisate, wie teil- oder vollverseifter Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon,
Stärke
oder Stärkederivate,
Polyglykole oder Polyacrylsäure
enthalten, vorzugsweise einpolymerisiert sein. Das Molekulargewicht
dieser Polymere ist unkritisch, solange sie wasserlöslich sind.
Bevorzugte wasserlösliche
Polymere sind Stärke
oder Stärkederivate oder
Polyvinylalkohol. Die wasserlöslichen
Polymere, vorzugsweise synthetische wie Polyvinylalkohol, können auch
als Pfropfgrundlage für
die zu polymerisierenden Monomeren dienen.
Als
Hilfsmittel (α6)
sind vorzugsweise Stellmittel, Geruchsbinder, oberflächenaktive
Mittel oder Antioxidatien sowie diejenigen Additive, die zur Herstellung
der Polymergebilde eingesetzt wurden (Initiatoren usw.) in den Polymergebilden
enthalten.
In
einer besonderen Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Polymergebilde
basieren diese zu mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens
70 Gew.-% und darüber
hinaus bevorzugt zu mindestens 90 Gew.-% auf carboxylatgruppentragenden
Monomeren. Es ist erfindungsgemäß weiterhin
bevorzugt, dass die Komponente (α1)
zu mindestens 50 Gew.-%, vorzugsweise zu mindestens 70 Gew.-% aus
Acrylsäure
besteht, die vorzugsweise zu mindestens 20 Mol-%, besonders bevorzugt
zu mindestens 50 Mol-% und darüber
hinaus bevorzugt in einem Bereich von 60 bis 85 Mol-% neutralisiert
ist.
Weiterhin
ist anzumerken, dass die Verbindung umfassend das mindestens eine
Anion sowie das Polykation nicht im gesamten Oberflächenbereich
immobilisiert sein muss. Es ist jedoch erfindungsgemäß bevorzugt,
dass auf mindestens 5 %, vorzugsweise auf mindestens 10 %, noch
mehr bevorzugt auf mindestens 20 % und am meisten bevorzugt auf
mindestens 30 % der äußeren Oberfläche diese
Verbindung immobilisiert ist.
Weiterhin
sind die erfindungsgemäßen Polymergebilde
vorzugsweise durch mindestens eine der nachfolgenden Eigenschaften
gekennzeichnet:
- (β1) kein Verbacken nach drei
Stunden, vorzugsweise nach 6 Stunden und besonders bevorzugt nach
12 Stunden in dem in der WO 00/10619 A1 beschriebenen „anti-caking"-Test;
- (β2)
bei einem gemäß ERT 441.2–02 bestimmten
CRC-Wert (CRC = Centrifugation Retention Capacity; im Falle von
Partikeln jeweils bestimmt für
die gesamte Partikelfraktion) von weniger als 26 g/g einen gemäß der hierin
beschriebenen Testmethode bestimmten SFC-Wert (SFC = Saline Flow
Conductivity) von mindestens 80 × 10–7 cm3 s g–1, vorzugsweise von
mindestens 90 × 10–7 cm3 s g–1 und am meisten bevorzugt von
mindestens 100 × 10–7 cm3 s g–1;
- (β3)
bei einem gemäß ERT 441.2–02 bestimmten
CRC-Wert im Bereich von 26 bis < 27
g/g einen gemäß der hierin
beschriebenen Testmethode bestimmten SFC-Wert von mindestens 70 × 10–7 cm3 s g–1, vorzugsweise von
mindestens 80 × 10–7 cm3 s g–1 und am meisten bevorzugt
von mindestens 90 × 10–7 cm3 s g–1;
- (β4)
bei einem gemäß ERT 441.2–02 bestimmten
CRC-Wert im Bereich von 27 bis < 28
g/g einen gemäß der hierin
beschriebenen Testmethode bestimmten SFC-Wert von mindestens 60 × 10–7 cm3 s g–1, vorzugsweise von
mindestens 70 × 10–7 cm3 s g–1 und am meisten bevorzugt
von mindestens 80 × 10–7 cm3 s g–1;
- (β5)
bei einem gemäß ERT 441.2–02 bestimmten
CRC-Wert im Bereich von 28 bis < 29
g/g einen gemäß der hierin
beschriebenen Testmethode bestimmten SFC-Wert von mindestens 45 × 10–7 cm3 s g–1, vorzugsweise von
mindestens 55 × 10–7 cm3 s g–1 und am meisten bevorzugt
von mindestens 65 × 10–7 cm3 s g–1;
- (β6)
bei einem gemäß ERT 441.2–02 bestimmten
CRC-Wert im Bereich von 29 bis < 30
g/g einen gemäß der hierin
beschriebenen Testmethode bestimmten SFC-Wert von mindestens 30 × 10–7 cm3 s g–1, vorzugsweise von
mindestens 40 × 10–7 cm3 s g–1 und am meisten bevorzugt
von mindestens 50 × 10–7 cm3 s g–1;
- (β7)
bei einem gemäß ERT 441.2–02 bestimmten
CRC-Wert im Bereich von 30 bis < 31
g/g einen gemäß der hierin
beschriebenen Testmethode bestimmten SFC-Wert von mindestens 20 × 10–7 cm3 s g–1, vorzugsweise von
mindestens 30 × 10–7 cm3 s g–1 und am meisten bevorzugt
von mindestens 40 × 10–7 cm3 s g–1;
- (β8)
bei einem gemäß ERT 441.2–02 bestimmten
CRC-Wert von mindestens 31 g/g einen gemäß der hierin beschriebenen
Testmethode bestimmten SFC-Wert
von mindestens 10 × 10–7 cm3 s g–1, vorzugsweise von mindestens
20 × 10–7 cm3 s g–1 und am meisten bevorzugt
von mindestens 30 × 10–7 cm3 s g–1;
- (β9)
einen gemäß der hierin
beschriebenen Testmethode bestimmten Wicking-Index nach einer Minute von mindestens
7,5 cm, vorzugsweise mindestens 8,5 cm und am meisten bevorzugt
mindestens 10,0 cm;
- (β10)
einen Neutralisationsgrad von höchstens
75 Mol-%, vorzugsweise höchstens
70 Mol % und am meisten bevorzugt höchstens 65 Mol-%.
Weiterhin
bevorzugte Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Polymergebilde
weisen jede denkbare Kombination der vorstehenden Merkmales (β1) bis (β10) auf,
wobei die Ausführungsformen
der folgenden Merkmalskombinationen bevorzugt sind: (β1), (β2), (β3), (β4), (β5), (β6), (β7), (β8), (β9), (β10), (β1)(β9), (β2)(β3)(β4)(β5)(β6)(β7)(β8)(β9) und (β1)(β2)(β3)(β4)(β5)(β6)(β7)(β8)(β9)(β10), wobei
(β9), (β1)(β9) und (β1)(β2)(β3)(β4)(β5)(β6)(β7)(β8)(β9)(β10) am meisten
bevorzugte Eigenschaftskombinationen sind.
Einen
Beitrag zur Lösung
der eingangs genannten Aufgaben liefert auch ein Verfahren zur Behandlung
der Oberfläche
wasserabsorbierender Polymergebilde, umfassend die Verfahrensschritte:
- i) Bereitstellen eines unbehandelten, wasserabsorbierenden
Polymergebildes,
- ii) in Kontakt bringen des unbehandelten wasserabsorbierenden
Polymergebilde mit einer mindestens ein Anionen und ein Polykation
umfassenden Verbindung,
- iii) gegebenenfalls Nachvernetzung des wasserabsorbierenden
Polymergebildes,
wobei der Verfahrensschritt iii) vor,
während
oder nach dem Verfahrensschritt ii) durchgeführt werden kann.
„Un behandelt" im Sinne der vorliegenden
Erfindung bedeutet, dass die wasserabsorbierenden Polymergebilde
noch nicht mit der Verbindung umfassend mindestens ein Anionen und
ein Polykation der Struktur I in Kontakt gebracht und auch noch
nicht oberflächennachvernetzt
worden sind. Die Bezeichnung „unbehandelt" schließt hingegen
nicht aus, dass die wasserabsorbierenden Polymergebilde mittels
anderer Oberflächenmodifizierungsmaßnahmen,
wie etwa der Beschichtung mit Siliziumdioxid oder Kieselsäure zum
Zwecke der Erhöhung
der Permeabilität
der Polymergebilde im gequollenen Zustand oder der Oberflächenbehandlung mit
Aluminiumsalzen modifiziert sein können.
Als
unbehandelte, wasserabsorbierende Polymergebilde werden dabei im
Verfahrensschritt i) vorzugsweise Polymere bereitgestellt, welche
erhalten wurden durch ein Verfahren umfassend die Verfahrensschritte:
- a) radikalische Polymerisation säuregruppen-tragender,
ethylenisch ungesättigter,
gegebenenfalls teilneutralisierter Monomere in Gegenwart eines Vernetzers
unter Bildung eines Hydrogels;
- b) gegebenenfalls Zerkleinern des Hydrogels;
- c) zumindest teilweises Trocknen des gegebenenfalls zerkleinerten
Hydrogels unter Erhalt wasserabsorbierender Polymergebilde;
- d) gegebenenfalls Zermahlen des so erhaltenen absorbierenden
Polymergebildes und absieben auf eine gewünschte Partikelgrößenfraktion;
- e) gegebenenfalls weitere Oberflächenmodifizierungen der so
erhalten wasserabsorbierenden Polymergebilde.
Die
im Verfahrensschritt a) erfolgende radikalische Polymerisation erfolgt
vorzugsweise in wässriger Lösung, wobei
diese wässrige
Lösung
neben Wasser als Lösungsmittel
vorzugsweise
- (α1) die ethylenisch ungesättigten,
säuregruppen-tragenden
Monomeren oder deren Salze, wobei Acrylsäure als säuregruppentragendes Monomer
besonders bevorzugt ist,
- (α2)
gegebenenfalls monoethylenisch ungesättigte, mit (α1) copolymerisierbare
Monomere,
- (α3)
den Vernetzer,
- (α5)
gegebenenfalls ein wasserlösliches
Polymer, sowie
- (α7)
gegebenenfalls einen oder mehrere Hilfsmittel.
Als
monoethylenisch ungesättigte,
mit (α1)
copolymerisierbare Monomere, wasserlösliche Polymere und Hilfsmittel
sind wiederum diejenigen Verbindungen bevorzugt, die bereits eingangs
im Zusammenhang mit den erfindungsgemäßen Polymergebilden als mit
(α1) copolymerisierbare
Monomere, als wasserlösliche
Polymere bzw., als Hilfsmittel genannt wurden.
Aus
den vorgenannten Monomeren, Comonomeren, Vernetzern, wasserlöslichen
Polymeren und Hilfsstoffen lassen sich die wasserabsorbierende Polymergebilde
durch verschiedene Polymerisationsweisen herstellen. Beispielsweise
sind in diesem Zusammenhang Massepolyrnerisation, die vorzugsweise
in Knetreaktoren wie Extrudern erfolgt, Lösungspolymerisation, Spraypolymerisation,
inverse Emulsionspolymerisation und inverse Suspensionspolymerisation
zu nennen.
Bevorzugt
wird die Lösungspolymerisation
in Wasser als Lösungsmittel
durchgeführt.
Die Lösungspolymerisation
kann kontinuierlich oder diskontinuierlich erfolgen. Aus dem Stand
der Technik ist ein breites Spektrum von Variationsmöglichkeiten
hinsichtlich Reaktionsverhältnisse
wie Temperaturen, Art und Menge der Initiatoren als auch der Reaktionslösung zu
entnehmen. Typische Verfahren sind in den folgenden Patentschriften
beschrieben:
US 4,286,082 ,
DE 27 06 135 ,
US 4,076,663 ,
DE 35 03 458 ,
DE 40 20 780 ,
DE 42 44 548 ,
DE 43 23 001 ,
DE 43 33 056 ,
DE 44 18 818 . Die Offenbarungen werden
hiermit als Referenz eingeführt und
gelten somit als Teil der Offenbarung.
Die
Polymerisation wird wie allgemein üblich durch einen Initiator
ausgelöst.
Als Initiatoren zur Initiierung der Polymerisation können alle
unter den Polymerisationsbedingungen Radikale bildende Initiatoren
verwendet werden, die üblicherweise
bei der Herstellung von Superabsorbern eingesetzt werden. Auch eine
Initiierung der Polymerisation durch Einwirkung von Elektronenstrahlen
auf die polymerisierbare, wässrige
Mischung ist möglich.
Die Polymerisation kann aller dings auch in Abwesenheit von Initiatoren
der oben genannten Art durch Einwirkung energiereicher Strahlung
in Gegenwart von Photoinitiatoren ausgelöst werden. Polymerisationsinitiatoren
können
in einer Lösung
erfindungsgemäßer Monomere
gelöst
oder dispergiert enthalten sein. Als Initiatoren kommen sämtliche
dem Fachmann bekannte in Radikale zerfallende Verbindungen in Betracht.
Hierunter fallen insbesondere diejenigen Initiatoren, die bereits
in der WO 2004/037903 A2 als mögliche Initiatoren
genannt werden.
Besonders
bevorzugt wird zur Herstellung der wasserabsorbierenden Polymergebilde
ein Redoxsystem bestehend aus Wasserstoffperoxid, Natriumperoxodisulfat
und Ascorbinsäure
eingesetzt.
Auch
die inverse Suspensions- und Emulsionspolymerisation kann zur Herstellung
der Polymergebilde angewendet werden. Gemäß diesen Prozessen wird eine
wässrige,
teilneutralisierte Lösung
der Monomeren (α1),
und (α2),
gegebenenfalls beinhaltend wasserlösliche Polymere und Hilfsstoffe,
mit Hilfe von Schutzkolloiden und/oder Emulgatoren in einem hydrophoben,
organischen Lösungsmittel
dispergiert und durch Radikalinitiatoren die Polymerisation gestartet.
Die Vernetzer sind entweder in der Monomerlösung gelöst und werden mit dieser zusammen
dosiert oder aber separat und gegebenenfalls während der Polymerisation zugefügt. Gegebenenfalls
erfolgt die Zugabe eines wasserlöslichen
Polymeren (α4)
als Pfropfgrundlage über
die Monomerlösung
oder durch direkte Vorlage in die Ölphase. Anschließend wird
das Wasser azeotrop aus dem Gemisch entfernt und das Polymerisat
abfiltriert.
Weiterhin
kann sowohl bei der Lösungspolymerisation
als auch bei der inversen Suspensions- und Emulsionspolymerisation
die Vernetzung durch Einpolymerisation des in der Monomerlösung gelösten polyfunktionellen
Vernetzers und/oder durch Reaktion geeigneter Vernetzer mit funktionellen
Gruppen des Polymeren während
der Polymerisationsschritte erfolgen. Die Verfahren sind beispielsweise
in den Veröffentlichungen
US 43 40 706 ,
DE 37 13 601 ,
DE 28 40 010 und WO 96/05234 A1 beschrieben,
deren entsprechende Offenbarung hiermit als Referenz eingeführt wird.
Die
bei der Lösungspolymerisation
oder der inversen Suspensions- und Emulsionspolymerisation im Verfahrensschritt
a) erhaltenen Hydrogele werden im Verfahrensschritt c) zumindest
teilweise getrocknet.
Insbesondere
im Falle der Lösungspolymerisation
ist es jedoch bevorzugt, dass die Hydrogele vor der Trocknung zunächst in
einem zusätzlichen
Verfahrensschritt b) zerkleinert werden. Dieses Zerkleinern erfolgt durch
dem Fachmann bekannte Zerkleinerungsvorrichtungen, wie etwa einem
Fleischwolf.
Die
Trocknung des Hydrogels erfolgt vorzugsweise in geeigneten Trocknern
oder Öfen.
Beispielhaft seien Drehrohröfen,
Wirbelbetttrockner, Tellertrockner, Paddeltrockner oder Infrarottrockner
genannt. Weiterhin ist es erfindungsgemäß bevorzugt, dass die Trocknung
des Hydrogels im Verfahrensschritt c) bis zu einem Wassergehalt
von 0,5 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 25 Gew.-%, besonders
bevorzugt 2 bis 10 Gew.-% erfolgt, wobei die Trocknungstemperaturen üblicherweise
in einem Bereich von 100 bis 200°C
liegen.
Die
im Verfahrensschritt c) erhaltenen, zumindest teilweise getrockneten
wasserabsorbierenden Polymergebilde können, insbesondere dann, wenn
sie durch Lösungspolymerisation
erhalten wurden, in einem weiteren Verfahrensschritt d) noch zermahlen
und auf die eingangs genannte Wunschkorngröße abgesiebt werden. Das Zermahlen
der getrockneten, wasserabsorbierenden Polymergebilde erfolgt vorzugsweise
in geeigneten, mechanischen Zerkleinerungsvorrichtungen, wie etwa
einer Kugelmühle.
Im
Anschluss an die Trocknung der Hydrogele und der gegebenenfalls
erfolgten weiteren Konfektionierung der getrockneten wasserabsorbierenden
Polymergebilde können
diese in einem weiteren Verfahrenschritt e) im Oberflachenbereich
modifiziert werden (ausgenommen von der im Verfahrensschritt e)
durchgeführten
Oberflächenmodifizierung
ist die im nachfolgenden noch eingehender beschriebene Modifizierung
mit der Verbindung umfassend mindesten ein Anion und ein Polykation
und sowie die Oberflächennachvernetzung).
Als
bevorzugte Modifizierungsmaßnahme
sei hier das in Kontakt bringen des Aussenbereiches der Polymergebilde
mit einer Verbindung enthaltend Al3+-Ionen
vor, während
oder nach, vorzugsweise nach, dem in Kontakt bringen mit dem Nachvernetzer
bzw. dem Fluid beinhaltend den Nachvernetzer zu nennen. Dabei ist
es bevorzugt, dass die Verbindung enthaltend Al3+-Ionen
in einer Menge in einem Bereich von 0,01 bis 30 Gew.-%, besonders
bevorzugt in einer Menge in einem Bereich von 0,1 bis 20 Gew.-%
und darüber
hinaus bevorzugt in einer Menge in einem Bereich von 0,3 bis 5 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Gewicht der Polymergebilde, mit den Polymergebilden
in Kontakt gebracht wird.
Das
in Kontakt bringen des Aussenbereiches der Polymergebilde mit der
Al3+-Ionen
enthaltenden Verbindung erfolgt vorzugsweise dadurch, dass das Polymergebilde
mit der Verbindung unter trockenen Bedingungen vermischt wird oder
aber dadurch, dass die Polymergebilde mit einem Fluid F1 umfassend
ein Lösemittel,
vorzugsweise Wasser, mit Wasser mischbare organische Lösemittel
wie etwa Methanol oder Ethanol oder Mischungen aus mindestens zwei
davon, sowie die Al3+-Ionen enthaltende
Verbindung in Kontakt gebracht werden, wobei das in Kontakt bringen
vorzugsweise durch Besprühen
der Polymerteilchen mit dem Fluid F1 und
Vermischen erfolgt. In diesem Zusammenhang ist es weiterhin bevorzugt,
dass das in Kontakt bringen der Polymergebilde mit dem Fluid F1 enthal tend die Al3+-Ionen
enthaltende Verbindung in einem zweistufigen Verfahren erfolgt.
Dabei umfasst das zweistufige Verfahren einen ersten Mischvorgang,
bei dem eine Vielzahl von Polymergebilden mit dem Fluid F1 vermischt wird, und einem zweiten Mischvorgang,
bei dem das Fluid F1 im Inneren der Polymergebilde
homogenisiert wird, wobei die Polymergebilde in dem ersten Mischvorgang
mit einer Geschwindigkeit gemischt werden, dass die Bewegungsenergie
der einzelnen Polymergebilde im Mittel größer ist als die Haftungsenergie
zwischen den einzelnen Polymergebilden, und die Polymergebilde in
dem zweiten Mischvorgang mit einer geringeren Geschwindigkeit als
im ersten Mischvorgang durchmischt werden.
Durch
die Behandlung der Polymergebilde mit dem Fluid F1 beinhaltend
die Al3+-Ionen
enthaltende Verbindung durch das vorstehend beschriebene, zweistufige
Verfahren können
Polymergebilde mit verbesserten Absorptionseigenschaften erhalten
werden.
Vorzugsweise
ist dabei die Al3+-Ionen enthaltende Verbindung
ohne Berücksichtigung
von Kristallwasser in einer Menge in einem Bereich von 0,1 bis 50
Gew.-%, besonders
bevorzugt in einer Menge in einem Bereich von 1 bis 30 Gew.-%, jeweils
bezogen auf das Gesamtgewicht des Fluids F1,
in dem Fluid F1 enthalten. Es ist weiterhin
bevorzugt, dass das Fluid F1 in einer Menge
in einem Bereich von 0,01 bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt in
einer Menge in einem Bereich von 0,05 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Gewicht der Polymergebilde, mit den Polymergebilden in Kontakt
gebracht wird.
Bevorzugte
Al3+-Ionen enthaltenden Verbindungen sind
AlCl3 × 6H20, NaAl(S04)2 × 12
H2O, KA1(S04)2 × 12
H20 oder Al2(SO4)3 × 14–18 H2O.
Als
weitere Oberflächenmodifizierungsmaßnahme sei
an dieser Stelle das in Kontakt bringen der wasserabsorbierenden
Polymergebilde mit anorganischen Partikeln, beispielsweise mit feinteiligem
Siliziumdioxid, welches vorzugsweise in wässriger Suspension appliziert
wird, oder mit Kieselsäuresol
erwähnt.
Die
vorstehend im Verfahrensschritt e) erfolgenden Modifizierungsmaßnahmen,
insbesondere die Behandlung mit einer Al3+-Ionen
enthaltenden Verbindung, können
grundsätzlich
auch während
der Verfahrensschritte ii) und iii) oder auch nach Durchführung der
Verfahrensschritte ii) oder iii) erfolgen, wobei die Anwendung dieser
Modifizierungsmaßnahmen
nach Durchführung
der Verfahrensschritte ii) und iii) besonders bevorzugt ist.
Im
Verfahrensschritt ii) des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die unbehandelten,
wasserabsorbierenden Polymergebilde mit einer Verbindung beinhaltend
mindestens ein Anion und ein Polykation in Kontakt gebracht. Dabei
ist es erfindungsgemäß bevorzugt,
dass es sich bei dem Polykation um ein Polykation der Struktur I
Struktur
I handelt, in der
R
1 und
R
2 gleich oder verschieden sein können und
ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
1 bis 7 Kohlenstoff atomen, besonders bevorzugt 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
darüber
hinaus bevorzugt 1 bis 2 Kohlenstoffatomen und am meisten bevorzugt
eine Methylgruppe darstellen und
n einen Wert von mindestens
25, vorzugsweise mindestens 31, besonders bevorzugt mindestens 100,
darüber hinaus
bevorzugt mindestens 1.000, darüber
hinaus noch mehr bevorzugt mindestens 2.500 und am meisten bevorzugt
mindestens 5.000 hat.
Vorzugsweise
weist die Verbindung beinhaltend mindestens ein Anion und ein Polykation
ein Molekulargewicht von mehr als 3.000 g/mol, vorzugsweise mehr
als 4.000 g/mol, noch mehr bevorzugt mehr als 5.000 g/mol, darüber hinaus
noch mehr bevorzugt mehr als 7.000 g/mol und am meisten bevorzugt
mehr als 10.000 g/mol auf.
Besonders
bevorzugt handelt es sich bei dem Polykation um ein Polydiallyldimethylamoniumchlorid mit
einem Wert für
n von mindestens 25, vorzugsweise mindestens 31, darüber hinaus
bevorzugt mindestens 100, noch mehr bevorzugt mindestens 1.000,
weiter bevorzugt mindestens 2.500 und am meisten bevorzugt mindestens
5.000.
Weiterhin
kann gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
im Verfahrensschritt ii) die Verbindung beinhaltend das mindestens
eine Anion und das Polykation direkt oder aber mittels eines weiteren
Fluids F2 umfassend ein Lösungsmittel,
vorzugsweise Wasser, mit Wasser mischbare organische Lösemittel
wie etwa Methanol oder Ethanol oder Mischungen aus mindestens zwei
davon sowie diese Verbindung mit dem unbehandelten wasserabsorbierenden
Polymergebilde in Kontakt gebracht werden.
Weiterhin
ist es erfindungsgemäß bevorzugt,
dass das unbehandelte wasserabsorbierende Polymergebilde mit dieser
Verbindung in einer Menge in einem Bereich von 0,001 bis 10 Gew.-%,
vorzugsweise 0,01 bis 7,5 Gew.-% und noch mehr bevorzugt mindestens
0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gewicht des wasserabsorbierenden
Polymergebildes, in Kontakt gebracht wird. Sofern diese Verbindung
in Form eines Fluids F2 eingesetzt wird,
ist es weiterhin bevorzugt, dass Verbindung in dem Fluid F2 in Form einer 10 bis 80 gew.-%igen, vorzugsweise
einer 20 bis 70 gew.-%igen, ganz besonders bevorzugt einer 30 bis
60 gew.-%igen Lösung,
vorzugsweise wässrigen
Lösung,
mit dem unbehandelten wasserabsorbierenden Polymergebilde in Kontakt
gebracht wird.
Geeignete
Mischaggregate zum Aufbringen des Fluids F2 sind
wiederum der Patterson-Kelley-Mischer, DRAIS-Turbulenzmischer, Lödigemischer,
Ruberg-Mischer,
Schneckenmischer, Tellermischer und Wirbelschichtmischer sowie kontinuierlich
arbeitende senkrechte Mischer, in denen das Polymergebilde mittels
rotierender Messer in schneller Frequenz gemischt wird (Schugi-Mischer).
Im
Verfahrensschritten iii) erfolgt gegebenenfalls die Oberflächennachvernetzung
des wasserabsorbierenden Polymergebildes, bei der die Polymergebilde
zunächst
mit einem Oberflächennachvernetzer
in Kontakt gebracht und erhitzt werden. Dabei wird der Nachvernetzer
insbesondere dann, wenn er unter den Nachvernetzungsbedingungen
nicht flüssig
ist, vorzugsweise in Form eines Fluids F3 umfassend
den Nachvernetzer sowie ein Lösungsmittel
mit den Polymerteilchen in Kontakt gebracht. Als Lösungsmittel
werden dabei vorzugsweise Wasser, mit Wasser mischbare organische
Lösungsmittel
wie etwa Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 2-Propanol oder 1-Butanol oder Mischungen
aus mindestens zwei dieser Lösungsmittel
eingesetzt, wobei Wasser als Lösungsmittel
am meisten bevorzugt ist. Weiterhin ist es bevorzugt, dass der Nachvernetzer
in dem Fluid F3 in einer Menge in einem
Bereich von 5 bis 75 Gew.-%, besonders bevorzugt 10 bis 50 Gew.-%
und am meisten bevorzugt 15 bis 40 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht
des Fluids F3, enthalten ist.
Das
in Kontakt bringen des Polymergebildes mit dem Fluid F3 beinhaltend
den Nachvernetzer erfolgt im erfindungsgemäßen Verfahren vorzugsweise
durch gutes Vermischen des Fluids F3 mit
dem Polymergebilde.
Geeignete
Mischaggregate zum Aufbringen des Fluids F3 sind
wiederum z. B. der Patterson-Kelley-Mischer, DRAIS-Turbulenzmischer,
Lödigemischer,
Ruberg-Mischer,
Schneckenmischer, Tellermischer und Wirbelschichtmischer sowie kontinuierlich
arbeitende senkrechte Mischer, in denen das Polymergebilde mittels
rotierender Messer in schneller Frequenz gemischt wird (Schugi-Mischer).
Das
Polymergebilde wird in dem erfindungsgemäßen Verfahren bei der Nachvernetzung
vorzugsweise mit höchstens
20 Gew.-%, besonders bevorzugt mit höchstens 15 Gew.-%, darüber hinaus
bevorzugt mit höchstens
10 Gew.-%, darüber
hinaus noch mehr bevorzugt mit höchstens
5 Gew.-% an Lösungsmittel,
vorzugsweise Wasser, in Kontakt gebracht. und am allermeisten bevorzugt
mit weniger als 3 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des Polymergebildes,
in Kontakt gebracht.
Bei
Polymergebilden in der Form von vorzugsweise kugelförmigen Teilchen
ist es erfindungsgemäß weiterhin
bevorzugt, dass das in Kontakt bringen derart erfolgt, dass lediglich
der Aussenbereich, nicht jedoch der innere Bereich der teilchenförmigen Polymergebilde
mit dem Fluid F3 und somit dem Nachvernetzer
in Kontakt gebracht werden.
Als
Nachvernetzer, die im erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt werden,
werden vorzugsweise Verbindungen verstanden, die mindestens zwei
funktionelle Gruppen aufweisen, die mit funktionellen Gruppen eines
Polymergebildes in einer Kondensationsreaktion (=Kondensationsvernetzer),
in einer Additionsreaktion oder in einer Ringöffnungsreaktion reagieren können oder
aber polyvalente Metallkationen, die mittels elektrostatischer Wechselwirkung
zwischen dem polyvalenten Metallkation und den funktionellen Gruppen
eines Polymergebildes eine Vernetzung des Polymergebildes ermöglichen.
Als Nachvernetzer sind im erfindungsgemäßen Verfahren diejenigen bevorzugt,
die in WO 2004/037903 A2 als Vernetzer der Vernetzerklassen II und
IV genannt wurden.
Unter
diesen Verbindungen sind als Nachvernetzer besonders bevorzugt Kondensationsvemetzer
wie beispielsweise Diethylenglykol, Triethylenglykol, Polyethylenglykol,
Glyzerin, Polyglyzerin, Propylenglykol, Diethanolamin, Triethanolamin,
Polyoxypropylen, Oxyethylen-Oxypropylen-Blockcopolymere, Sorbitanfettsäureester,
Polyoxyethylensorbitanfettsäureester,
Trimethylolpropan, Pentaerytrit, Polyvinylalkohol, Sorbitol, 1,3-Dioxolan-2-on
(Ethylencarbonat), 4-Methyl-1,3-dioxolan-2-on
(Propylencarbonat), 4,5-Dimethyl-1,3-dioxolan-2-on, 4,4-Dimethyl-1,3-dioxolan-2-on,
4-Ethyl-1,3-dioxolan-2-on, 4-Hydroxymethyl-1,3-dioxolan-2-on, 1,3-Dioxan-2-on, 4-Methyl-1,3-dioxan-2-on,
4,6-Dimethyl-1,3-dioxan-2-on
sowie 1,3-Dioxolan-2-on.
Nachdem
die Polymergebilde mit dem Nachvernetzer bzw. mit dem Fluid beinhaltend
den Nachvernetzer in Kontakt gebracht wurden, werden sie auf eine
Temperatur im Bereich von 50 bis 300°C, vorzugsweise 75 bis 275°C und besonders
bevorzugt 150 bis 250°C
erhitzt, so dass, vorzugsweise wodurch, der Aussenbereich der Polymergebilde
im Vergleich zum Innenbereich stärker
vernetzt wird (=Nachvernetzung). Die Zeitdauer der Wärmebehandlung
wird durch die Gefahr, dass das gewünschte Eigenschaftsprofil der
Polymergebilde infolge von Hitzeeinwirkung zerstört wird, begrenzt.
Das
in Kontakt bringen der unbehandelten wasserabsorbierenden Polymergebilde
mit der Verbindung umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation
bzw. mit dem Fluid F2 beinhaltend diese
Verbindung im Verfahrensschritt ii) zu verschiedenen Zeitpunkten
des erfindungsgemäßen Verfahrens
erfolgen:
- 1. Die Verbindung umfassend mindestens
ein Anion und ein Polykation bzw. das Fluid F2 können mit
dem im Verfahrensschritt b) erhaltenen Polymergel in Kontakt gebracht
werden, welches vorzugsweise noch einen Wassergehalt von mindestens
10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 20 Gew.-% und am meisten bevorzugt
mindestens 30 Gew.-% aufweist und erst anschließend erfolgt eines Oberflächennachvernetzung gemäß dem Verfahrensschritt
iii).
- 2. Die Verbindung umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation
bzw. das Fluid F2 können mit dem im Verfahrensschritt
b) gegebenenfalls zerkleinerten Polymergel in Kontakt gebracht werden,
wobei auch dieses vorzugsweise noch einen Wassergehalt von mindestens
10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 20 Gew.-% und am meisten bevorzugt
mindestens 30 Gew.-% aufweist. Vor, während oder nach dem in Kontakt
bringen mit der Verbindung erfolgt die Oberflächennachvernetzung gemäß dem Verfahrensschritt
iii).
- 3. Die Verbindung umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation
bzw. das Fluid F2 können mit dem im Verfahrensschritt
c) erhaltenen getrockneten wasserabsorbierenden Polymergebilden
in Kontakt gebracht werden. Vor, während oder nach dem in Kontakt
bringen mit der Verbindung erfolgt die Oberflächennachvernetzung gemäß dem Verfahrensschritt
iii).
- 4. Die Verbindung umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation
bzw. das Fluid F2 können mit dem im Verfahrensschritt
d) erhaltenen, zermahlenen wasserabsorbierenden Polymergebilden
in Kontakt gebracht werden. Vor, während oder nach dem in Kontakt
bringen mit der Verbindung erfolgt die Oberflächennachvernetzung gemäß dem Verfahrensschritt
iii).
- 5. Die Verbindung umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation
bzw. das Fluid F2 können mit dem im Verfahrensschritt
e) erhaltenen, oberflächenmodifizierten
wasserabsorbierenden Polymergebilden in Kontakt gebracht werden.
Vor, während
oder nach dem in Kontakt bringen mit der Verbindung erfolgt die Oberflächennachvernetzung
gemäß dem Verfahrensschritt
iii).
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden die Verfahrensschritte ii) und iii) zeitgleich durchgeführt. In
diesem Fall wird die Verbindung umfassend mindestens ein Anion und
ein Polykation bzw. das Fluid F2 in Kombination
mit dem F3 eingesetzt, wobei auch ein gemeinsames
Fluid beinhaltend die Verbindung umfassend mindestens ein Anion
und ein Polykation sowie einen Nachvernetzer eingesetzt werden kann.
Nachdem die Polymergebilde mit dem Nachvernetzer und mit der Verbindung
umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation zeitgleich in
den Verfahrensschritten ii) und iii) in Kontakt gebracht worden
ist, erfolgt die Nachvernetzung durch Erhitzen der Polymergebilde
auf die vorstehend genannten Nachvernetzungstemperaturen.
Jede
dieser Varianten 1. bis 5. stellt eine besondere Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens
dar, wobei die Variante 4. am meisten bevorzugt ist. Hierbei ist
es weiterhin bevorzugt, dass bei der Variante 4. im Anschluss an
die Oberflächennachvernetzung
noch eine Modifizierung mittels einer Al3+-Ionen enthaltenden
Verbindung gemäß dem vorstehend
beschriebenen Verfahrensschritt e) erfolgt.
Einen
weiteren Beitrag zur Lösung
der eingangs beschriebenen Aufgaben liefern die durch das erfindungsgemäße Verfahren
erhältlichen,
oberflächenbehandelten
wasserabsorbierenden Polymergebilde.
Dabei
ist es bevorzugt, dass die eingangs beschriebenen wasserabsorbierenden
Polymergebilde die gleichen Eigenschaften aufweisen wie die durch
das erfindungsgemäßen Verfahren
erhältlichen
oberflächenbehandelten
wasserabsorbierenden Polymergebilde. Es ist auch erfindungsgemäß bevorzugt,
dass diejenigen Werte, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
und den erfindungsgemäßen Polymergebilden
als Untergrenzen von erfindungsgemäßen Merkmalen ohne Obergrenzen
angegeben wurden, das 20-fache, vorzugsweise das 10-fache und besonders
bevorzugt das 5-fache des am meisten bevorzugten Wertes der Untergrenze
besitzen.
Einen
weiteren zur Lösung
der eingangs beschriebenen Aufgaben liefert ein Verbund, beinhaltend
die erfindungsgemäßen oberflächenbehandelten
wasserabsorbierenden Polymergebilde bzw. die durch das erfindungsgemäße Verfahren
erhältlichen
oberflächenbehandelten
wasserabsorbierenden Polymergebilde und ein Substrat. Es ist dabei
bevorzugt, dass die erfindungsgemäßen Polymergebilde und das
Substrat miteinander fest verbunden sind. Als Substrate sind Folien
aus Polymeren, wie beispielsweise aus Polyethylen, Polypropylen
oder Polyamid, Metalle, Vliese, Fluff, Tissues, Gewebe, natürliche oder
synthetische Fasern, oder andere Schäume bevorzugt. Weiterhin ist
es erfindungsgemäß bevorzugt,
dass der Verbund mindestens einen Bereich umfasst, welcher das erfindungsgemäße wasserabsorbierende
Polymergebilde in einer Menge im Bereich von etwa 15 bis 100 Gew.-%,
vorzugsweise etwa 30 bis 100 Gew.-%, besonders bevorzugt von etwa
50 bis 99,99 Gew.-%, ferner bevorzugt von etwa 60 bis 99,99 Gew.-%
und darüber
hinaus bevorzugt von etwa 70 bis 99 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das Gesamtgewicht des betreffenden Bereichs des Verbundes, beinhaltet, wobei
dieser Bereich vorzugsweise eine Größe von mindestens 0,01 cm3, vorzugsweise mindestens 0,1 cm3 und am meisten bevorzugt mindestens 0,5
cm3 aufweist.
In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verbundes
handelt es sich um einen flächenförmigen Verbund,
wie er in der WO-A-02/056812
als „absorbent
material" beschrieben
ist. Der Offenbarungsgehalt der WO-A-02/056812, insbesondere hinsichtlich
des genauen Aufbaus des Verbundes, des Flächengewichtes seiner Bestandteile
sowie seiner Dicke wird hiermit als Referenz eingeführt und stellt
einen Teil der Offenbarung der vorliegenden Erfindung dar.
Einen
weiteren Beitrag zur Lösung
der Eingangs genannten Aufgaben liefert ein Verfahren zur Herstellung
eines Verbundes, wobei die erfindungsgemäßen wasserabsorbierenden Polymergebilde
bzw. die durch das erfindungsgemäße Verfahren
erhältlichen
oberflächenbehandelten
wasserabsorbierenden Polymergebilde und ein Substrat und gegebenenfalls
ein Zusatzstoff miteinander in Kontakt gebracht werden. Als Substrate
werden vorzugsweise diejenigen Substrate eingesetzt, die bereits
vorstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verbund genannt wurden.
Einen
Beitrag zur Lösung
der Eingangs genannten Aufgaben liefert auch ein Verbund erhältlich nach dem
vorstehend beschriebenen Verfahren, wobei dieser Verbund vorzugsweise
die gleichen Eigenschaften aufweist wie der vorstehend beschriebene,
erfindungsgemäße Verbund.
Einen
weiteren Beitrag zur Lösung
der Eingangs genannten Aufgaben liefern chemische Produkte beinhaltend
die erfindungsgemäßen wasserabsorbierenden
Polymergebilde oder einen erfindungsgemäßen Verbund. Bevorzugte chemische
Produkte sind insbesondere Schäume,
Formkörper,
Fasern, Folien, Filme, Kabel, Dichtungsmaterialien, flüssigkeitsaufnehmenden
Hygieneartikel, insbesondere Windeln und Damenbinden, Träger für pflanzen-
oder pilzwachstumsregulierende Mittel oder Pflanzenschutzwirkstoffe,
Zusätze
für Baustoffe,
Verpackungsmaterialien oder Bodenzusätze.
Auch
die Verwendung der erfindungsgemäßen wasserabsorbierenden
Polymergebilde oder des erfindungsgemäßen Verbundes in chemischen
Produkten, vorzugsweise in den vorstehend genannten chemischen Produkten,
insbesondere in Hygieneartikeln wie Windeln oder Damenbinden, sowie
die Verwendung der Superabsorberpartikel als Träger für pflanzen- oder pilzwachstumsregulierende
Mittel oder Pflanzenschutzwirkstoffe liefern einen Beitrag zur Lösung der
eingangs genannten Aufgaben. Bei der Verwendung als Träger für pflanzen-
oder pilzwachstumsregulierende Mittel oder Pflanzenschutzwirkstoffe
ist es bevorzugt, dass die pflanzen- oder pilzwachstumsregulierende
Mittel oder Pflanzenschutzwirkstoffe über einen durch den Träger kontrollierten
Zeitraum abgegeben werden können.
Einen
weiteren Beitrag zur Lösung
der Eingangs genannten Aufgabe liefert die Verwendung einer Verbindung
umfassend mindestens ein Anion und ein Polykation der Struktur I
Struktur
I in der
R
1 und R
2 gleich oder verschieden sein können und
ein Kohlenwasserstoffrest mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise
1 bis 7 Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt 1 bis 4 Kohlenstoffatomen,
darüber
hinaus bevorzugt 1 bis 2 Kohlenstoffatomen und am meisten bevorzugt
eine Methylgruppe darstellen und
n einen Wert von mindestens
25, vorzugsweise mindestens 31, besonders bevorzugt mindestens 100,
noch mehr bevorzugt mindestens 1.000, darüber hinaus bevorzugt mindestens
2.500 und am meisten bevorzugt mindestens 5.000 hat,
- – zur
Behandlung der Oberfläche
wasserabsorbierender Polymergebilde, und/oder
- – zur
Verbesserung der Permeabilität
von Verbunden umfassend diese Polymergebilde und ein Substrat, wobei
die Polymergebilde in dem Verbund in einer Menge von mindestens
50 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 70 Gew.-% und am meisten bevorzugt
mindestens 90 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht aus Polymergebilde
und Substrat, in dem Verbund enthalten sind.