DE102006020939A1 - Anordnung zur Lagerung einer Betankungskupplung - Google Patents

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Abstract

Es wird eine Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung, insbesondere eine Flüssigwasserstoff-Betankungskupplung, beschrieben.
Diese weist erfindungsgemäß ein die Betankungskupplung (1) aufnehmendes Tragegerüst (2) auf, wobei das Tragegerüst (2) derart ausgebildet ist, dass ein Verschieben der Betankungskupplung (1) in Höhe, Querrichtung und/oder Längsrichtung und/oder ein Verkippen und/oder Verdrehen der Betankungskupplung (1) möglich ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung, insbesondere eine Flüssigwasserstoff-Betankungskupplung.
  • Bisher gilt, dass manuell betätigbare Betankungskupplungen von dem jeweiligen Benutzer zum Betanken eines Fahrzeuges aus ihrer "Parkposition" entnommen, zum zu betankenden Fahrzeug geführt und an dieses "angeschlossen" werden müssen. Der Benutzer muss dabei das Gewicht der Betankungskupplung sowie der mit ihr verbundenen Versorgungs- bzw. Medienleitung selbst tragen. Flüssigwasserstoff-Betankungskupplungen, die sich gegenwärtig bereits im Probebetrieb befinden, weisen jedoch ein Gewicht von etwa zehn Kilo auf. Hinzu kommt das nicht unerhebliche Gewicht der isoliert ausgebildeten Flüssigwasserstoff-Leitung.
  • Es hat sich gezeigt, dass das Handling von Flüssigwasserstoff-Betankungskupplungen aus den vorgenannten Gründen vergleichsweise umständlich und unpraktisch ist, weswegen eine Lösung für dieses "Gewichtsproblem" erstrebenswert wäre.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung, insbesondere eine Flüssigwasserstoff-Betankungskupplung, vorgeschlagen, die ein die Betankungskupplung aufnehmendes Tragegerüst aufweist, wobei dieses derart ausgebildet ist, dass ein Verschieben der Betankungskupplung in ihrer Höhe, Querrichtung und/oder Längsrichtung und/oder ein Verkippen und/oder Verdrehen der Betankungskupplung möglich ist.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung, die Gegenstände der abhängigen Patentansprüche darstellen, sind dadurch gekennzeichnet, dass
    • – die Anordnung Mittel zum Rückführen der Betankungskupplung in eine definierte Null-Position aufweist, wobei die Mittel zum Rückführen der Betankungskupplung in eine definierte Null- bzw. Parkposition vorzugsweise als ein feder- und/oder Gewichtskraftbelastetes Seilzugsystem ausgebildet sind,
    • – die Anordnung Mittel zur Aufnahme der zu der Betankungskupplung führenden Versorgungsleitung aufweist und
    • – das Verschieben der Betankungskupplung in Höhe, Querrichtung und/oder Längsrichtung und/oder das Verkippen und/oder Verdrehen der Betankungskupplung mittels geeigneter Antriebe erfolgt,
    • – wobei vorzugsweise pneumatische Antriebe, insbesondere pneumatische Linearantriebe, und/oder E-Motoren zur Anwendung kommen und diese – sofern erforderlich – explosionsgeschützt ausgebildet sind.
  • Die erfindungsgemäße Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung sowie weitere Ausgestaltungen derselben, die Gegenstände der abhängigen Patentansprüche darstellen, seien im Folgenden anhand des in den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
  • Hierbei zeigt die 1 eine seitliche Darstellung des Ausführungsbeispieles, während die 2 eine Ansicht des identischen Ausführungsbeispieles von vorne zeigt. Die 3 und 4 zeigen jeweils Draufsichten des identischen Ausführungsbeispieles, wobei die Betankungskupplung 1 in der 3 in ihrer Null- bzw. Parkposition dargestellt ist, während sie in der 4 nach vorne, in Richtung des zu betankenden Fahrzeuges verfahren dargestellt ist.
  • Bei der in der 1 bis 4 dargestellten Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung 1 besteht das die Betankungskupplung 1 aufnehmende Tragegerüst 2 aus einem Standrahmen 3, auf dem zwei, vorzugsweise senkrecht angeordnete Träger 4 montiert sind. Diese dienen wiederum der Aufnahme eines Gestells 5, auf dem ein Schlittensystem 6 angeordnet ist; dieses Schlittensystem 6 ermöglicht ein Verschieben der Betankungskupplung 1 relativ zu ihrer Längsrichtung.
  • Da das Gestell 5 an den Trägern 4 höhenverstellbar angeordnet ist, kann folglich auch die Höhe der Betankungskupplung 1 gegenüber dem Standrahmen 3 bzw. der Bodenfläche variiert werden.
  • Mittels einer auf dem Schlittensystem 6 angeordneten Parallelogrammaufnahme 7 ist ein Verschieben der Betankungskupplung 1 relativ zu ihrer Querrichtung möglich.
  • Über eine drehbare Zapfenkonstruktion 8, die ein Kippen der Betankungskupplung 1 ermöglicht, sind die erforderlichen Freiheitsgrade zum Andocken der Betankungskupplung 1 an das zu betanke Fahrzeug gewährleistet. Hierbei sollte die Betankungskupplung 1 vorzugsweise – wie dies in den 1 und 2 dargestellt ist – von unten mittels der Zapfen- und Kippkonstruktion aufgenommen werden. Dadurch wird dem Benutzer ein Freiraum oberhalb der Betankungskupplung 1 zum Handeln der Betankungskupplung 1 zur Verfügung gestellt.
  • Zum Zwecke der Betankung eines Fahrzeuges muss der Benutzer zunächst die Betankungskupplung 1 über das Schlittensystem 6 aus ihrer Null- bzw. Parkposition – wie sie in der 3 dargestellt ist – nach vorne, in Richtung des in den 1 bis 4 nicht dargestellten, zu betankenden Fahrzeuges verschieben – siehe 4. Über eine Anpassung der Höhe, der Querrichtung sowie ein Drehen und/oder Verkippen erfolgt dann das Verbinden bzw. Andocken der Betankungskupplung 1 an das zu betankende Fahrzeug bzw. an dessen Kupplungsgegenstück.
  • Mittels der erfindungsgemäßen Anordnung zur beweglichen Lagerung der Betankungskupplung 1 wird nunmehr erreicht, dass der Benutzer weder das Gewicht der Betankungskupplung 1 noch der zu ihr führenden, in den 1 bis 4 der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellten Schlauchleitung tragen muss. Auch ein Zu-Boden-fallen der Betankungskupplung 1 kann mit der erfindungsgemäßen Anordnung wirkungsvoll verhindert werden, woraus – insbesondere im Praxisbetrieb – eine wesentliche Verlängerung der Lebensdauer von derart gelagerten Betankungskupplungen resultieren dürfte.
  • Des Weiteren kann ein in den 1 bis 4 nicht dargestelltes Seilzugsystem, das mit an den Trägern 4 geführten Gegengewichten 9 verbunden ist, vorgesehen werden. Über dieses Seilzugsystem kann das Gewicht der Betankungskupplung 1 sowie ggf. das zu tragende Gewicht der Medienleitung vollständig oder zumindest teilweise kompensiert werden.
  • Entsprechend einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung weist diese Mittel zur Aufnahme der zu der Betankungskupplung 1 führenden Medien- bzw. Versorgungsleitung aufweist.
  • In vorteilhafter Weise erfolgt das Verschieben der Betankungskupplung 1 in Höhe, Querrichtung und/oder Längsrichtung und/oder das Verkippen und/oder Verdrehen der Betankungskupplung 1 mittels geeigneter Antriebe. Hierbei kommen vorzugsweise pneumatische Antriebe, insbesondere pneumatische Linearantriebe, und/oder E-Motoren zur Anwendung, wobei diese explosionsgeschützt ausgebildet sein können. Insbesondere im Falle der Verwendung der erfindungsgemäßen Anordnung für Flüssigwasserstoff-Betankungskupplung wird die Verwendung explosionsgeschützter Antriebe im Regelfall zwingend erforderlich bzw. gesetzlich vorgeschrieben sein.
  • Die Ansteuerung der Antriebe kann durch den Benutzer selbst, bspw. über eine drahtlose Fernbedienung, erfolgen. Denkbar ist zudem, den Kupplungsvorgang zu automatisieren. Dazu bedarf es zumindest eines Systems, das die exakte Position des zu betankenden Fahrzeuges bzw. des Einfüll- bzw. Andockpunktes zu erkennen vermag und eine entsprechende Ausrichtung der Betankungskupplung 1 vornimmt.
  • Neben der in den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung sind selbstverständlich weitere Ausführungsformen denkbar. So kann bspw. auf die Realisierung eines oder mehrerer der vorgenannten Freiheitsgrade Höhe, Querrichtung, Längsrichtung, Verkippen und Verdrehen verzichtet werden. Dadurch würde zwar der konstruktive Aufwand der erfindungsgemäßen Anordnung verringert werden, jedoch müsste jeweils eine aufwendigere Plazierung des zu betankenden Fahrzeuges relativ zu der Betankungskupplung bzw. der erfindungsgemäßen Anordnung erfolgen.
  • Des Weiteren kann die Betankungskupplung bspw. an einen dreh- und/oder schwenkbaren Arm gelagert werden. Über eine Anordnung dieses Armes unter- oder oberhalb der Ebene der Betankungskupplung ist dann eine Wahlmöglichkeit zwischen einer Aufnahme der Betankungskupplung 1 von unten oder von oben gegeben.

Claims (7)

  1. Anordnung zur beweglichen Lagerung einer Betankungskupplung, insbesondere eine Flüssigwasserstoff-Betankungskupplung, aufweisend ein die Betankungskupplung (1) aufnehmendes Tragegerüst (2), wobei das Tragegerüst (2) derart ausgebildet ist, dass ein Verschieben der Betankungskupplung (1) in ihrer Höhe, Querrichtung und/oder Längsrichtung und/oder ein Verkippen und/oder Verdrehen der Betankungskupplung (1) möglich ist.
  2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung Mittel zum Rückführen der Betankungskupplung (1) in eine definierte Null-Position aufweist.
  3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Rückführen der Betankungskupplung (1) in eine definierte Null-Position als ein feder- und/oder gewichtskraftbelastetes Seilzugsystem (9) ausgebildet sind.
  4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung Mittel zur Aufnahme der zu der Betankungskupplung (1) führenden Versorgungsleitung aufweist.
  5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschieben der Betankungskupplung (1) in Höhe, Querrichtung und/oder Längsrichtung und/oder das Verkippen und/oder Verdrehen der Betankungskupplung (1) mittels geeigneter Antriebe erfolgt.
  6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe pneumatische Antriebe, vorzugsweise pneumatische Linearantriebe, und/oder E-Motoren sind.
  7. Anordnung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebe explosionsgeschützt ausgebildet sind.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007015489A1 (de) 2007-03-30 2008-10-02 Linde Ag Betankungsvorrichtung
CN105114807A (zh) * 2015-07-22 2015-12-02 上海卫星装备研究所 用于真空罐内气氦冷屏的调节装置

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE102007015489A1 (de) 2007-03-30 2008-10-02 Linde Ag Betankungsvorrichtung
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