DE102006025809A1 - Verfahren und Vorrichtung zur atemzugsweisen kontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik mittels gleitender multipler Regressionsanalyse - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur atemzugsweisen kontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik mittels gleitender multipler Regressionsanalyse Download PDF

Info

Publication number
DE102006025809A1
DE102006025809A1 DE102006025809A DE102006025809A DE102006025809A1 DE 102006025809 A1 DE102006025809 A1 DE 102006025809A1 DE 102006025809 A DE102006025809 A DE 102006025809A DE 102006025809 A DE102006025809 A DE 102006025809A DE 102006025809 A1 DE102006025809 A1 DE 102006025809A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
respiratory
parameters
determination
continuous
quasi
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102006025809A
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Universitaetsklinikum Freiburg
Original Assignee
Universitaetsklinikum Freiburg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Universitaetsklinikum Freiburg filed Critical Universitaetsklinikum Freiburg
Priority to DE102006025809A priority Critical patent/DE102006025809A1/de
Priority to PCT/EP2007/004755 priority patent/WO2007137825A2/de
Publication of DE102006025809A1 publication Critical patent/DE102006025809A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M16/00Devices for influencing the respiratory system of patients by gas treatment, e.g. ventilators; Tracheal tubes
    • A61M16/021Devices for influencing the respiratory system of patients by gas treatment, e.g. ventilators; Tracheal tubes operated by electrical means

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Emergency Medicine (AREA)
  • Pulmonology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Measurement Of The Respiration, Hearing Ability, Form, And Blood Characteristics Of Living Organisms (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur quasikontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik in ihren Parametern dynamische Druckbasis P0, Strömungswiderstand R, die Volumendehnbarkeit C, die trägheitsbedingte Kenngröße I sowie den tatsächlich herrschenden Druck in den Alveolen P<SUB>alv</SUB>. Dazu wird ein gleitendes Analysefenster über den Datensatz verschoben, so das mittels multipler Regressionsanalyse die Parameterbestimmung quasi mit beliebiger Auflösung ermöglicht wird. Auf diese Weise kann unabhängig von der Beatmungsform die Bestimmung der intratidalen Verläufe dieser atemmechanischen Parameter quasikontinuierlich durchgeführt werden, wobei respiratorische Messdaten aus einem in seinem Umfang frei wählbaren gleitenden "Fensterbereich" derart bestimmt werden, dass sie durch einen Abschnitt der Volumenachse oder der Druckachse oder der Flussachse definiert sind und dass diese dem Fensterbereich zugeordneten Daten zur "lokalen" Berechnung von P0, R, C, I und/oder P<SUB>alv</SUB> herangezogen werden, wobei zu diesem Zweck lineare oder nichtlineare Funktionsverläufe für die betroffenen Parameter bestimmt werden, so dass sich durch die Verschiebung (gleiten) des Fensters entlang der jeweiligen Achse ein quasikontinuierlicher Verlauf der Parameter der Atemmechanik ergibt. Weiterhin können aus den quasikontinuielichen Parameterwerten kontinuierliche (stufenlose) Approximationen mathematischer Funktionen bestimmt werden.

Description

  • Problemstellung aus klinischer und physiologischer Sicht Künstliche oder mechanische Beatmung erfolgt entweder kontrolliert oder in Form von unterstützter Spontanatmung. Im Hinblick auf das Ziel einer lungenschonenden/lungenprotektiven Beatmung kündigt sich bereits seit einiger Zeit ein Paradigmenwechsel an, von der statischen Betrachtung der Mechanik anhand flussloser Messungen hin zur Bewertung der Atemmechanik unter dynamischen Bedingungen. Bisherige Versuche, auf der Basis der statischen Atemmechanik die Beatmung zu optimieren, konnten die Bedingungen der Beatmung für Patienten nicht entscheidend verbessern. Aus diesem Grund konnten sich in der klinischen Praxis individuell an der Atemmechanik des Patienten orientierte Beatmungseinstellungen nicht gegen sehr allgemein gehaltene Richtlinien zur Beatmungseinstellung durchsetzen.
  • Hingegen erwiesen sich erste Schritte in Richtung der dynamischen Betrachtung der Atemmechanik als hilfreich bei der Einstellung der Beatmung. Beispielsweise konnten im Tierversuch die Reduktion von Inflammationsmarkern bei individualisierter Beatmungseinstellung anhand dynamischer Betrachtung nachgewiesen werden [1, 2].
  • Da die Krankheitsbilder, welche die künstliche Beatmung erforderlich machen, unterschiedlichste Ursachen haben und damit der mechanische Zustand des respiratorischen Systems individuell verschiedenste Ansprüche an eine adäquate Beatmungstherapie stellt, wäre aus diagnostischer Sicht eine kontinuierliche individuelle Bestimmung der Atemmechanik unter Bedingungen der fortlaufenden Beatmung sinnvoll und wünschenswert, um daraus die optimal abgestimmte Beatmungstherapie abzuleiten.
  • Hierzu exemplarisch einige Erläuterungen:
  • Das schwere Lungenversagen (ARDS) ist definiert durch eine Kombination klinischer Symptome. Das bedeutet in der Praxis, dass das Krankheitsbild des ARDS sowohl Patienten mit schweren Schädigungen des Lungengewebes (Ödeme, Atelektasen – pulmonales ARDS) als auch z.B. Patienten mit Schwellungen des Unterleibs, die das Diaphragma und damit die spontane Atmung blockieren, bei ansonsten völlig gesundem Lungengewebe (extrapulmonales ARDS), einschließt.
  • Bei Patienten mit akutem oder chronischen Lungenversagen kann die Überdruckbeatmung mechanisch zur zusätzlichen Schädigung der bereits erkrankten Lunge (beatmungsassoziierter Lungenschaden) führen. Vor allem die in der Lunge auftretenden Scherkräfte durch das zyklische Verschließen von Lungenbläschen am Ende der Exspiration und durch deren Wiedereröffnen am Beginn der Inspiration werden für den beatmungsassoziierten Lungenschaden (Atelekttrauma) verantwortlich gemacht. Bisher wird nur durch Einstellung des positiven endexsopiratorischen Druckniveaus (PEEP) versucht, den globalen Dehnungszustand der Lunge zu beeinflussen. Durch eine individuelle Bestimmung der Atemmechanik kann die Beatmung im Hinblick auf die Vermeidung von beatmungsassoziierten Lungenschäden optimiert werden.
  • Es gibt Hinweise, dass insbesondere beim ARDS das respiratorische System in Exspiration andere mechanischen Eigenschaften hat als in Inspiration. Es besteht daher seitens der Intensivmediziner ein erhebliches Interesse, die atemmechanischen Eigenschaften der schwerkranken Lunge getrennt nach In- und Exspiration zu analysieren (respiratorisches Monitoring).
  • Die stufenlose Analyse der Atemmechanik unter Trennung von Inspiration und Exspiration wäre mit Hilfe der aktiven Beeinflussung des exspiratorischen Flussmusters (Patentantrag DE 10 2004 019 122 A1 ) sehr elegant realisierbar.
  • Problemstellung aus medizintechnischer Sicht
  • Die klassische Bestimmung der Atemmechanik findet unter statischen Bedingungen statt. Aus heutiger Sichtweise können aus diesen Daten keine Rückschlüsse auf das mechanische Verhalten des respiratorischen Systems unter dynamischen Bedingungen gezogen werden.
  • Messtechnik und Technologie moderner Beatmungsgeräte erlauben im Grundsatz die Bestimmung der dynamischen Atemmechanik während der Beatmung.
  • Da bisher jedoch die wissenschaftlichen Grundlagen für die kontinuierliche Bestimmung der dynamischen Atemmechanik weitestgehend fehlen, gibt es nach Erkenntnis der Autoren bisher auch keine technische Realisierung. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die technische Realisierung der kontinuierliche Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik.
  • Zum bisherigen Stand der Technik
  • Nach Kenntnis der Autoren gibt es bisher zwei verschiedene Verfahren zur Bestimmung der dynamischen Atemmechanik (SLICE-Methode und Dynostat-Methode), sowie ein Verfahren, welches dynamische Parameter zur Einstellung der Therapie vorschlägt (Stress-Index).
  • Die SLICE-Methode bildet die Grundlage für das hier vorgeschlagene Gerät. Bei dieser Methode wird der Atemzug in sechs gleich große Volumenabschnitte unterteilt. Aus den gemessenen Größen, Druck, Gasfluss, Volumen und Volumenbeschleunigung können die Modell-basierten Kenngrößen dynamische Druckbasis PO, der Strömungswiderstand R (Resistance), die Volumendehnbarkeit C (Compliance), diese Größe entspricht dem Kehrwert der Elastizität E (Elastance) und die trägheitsbedingte Kenngröße I (Inertance) des respiratorischen Systems in ihrem intratidalen Verlauf abschnittsweise bestimmt werden. Aus diesen Kenngrößen kann schließlich der Alveolardruck Palv berechnet werden. Die SLICE-Methode ist in ihrer bisherigen Form wissenschaftlich publiziert.
  • Die SLICE-Methode in ihrer bisherigen Form liefert durch ihre fixe Aufteilung in sechs aneinandergrenzende Volumenbereiche (SLICES) zu jedem Atemzug sechs Einzelwerte für die volumenabhängigen Parameter PO, R, C und/oder I. Im besonderen Interesse steht üblicherweise C. Dadurch entstehen insbesondere zwei Nachteile:
    • 1. Für die klinische Praxis ist die Bewertung von sechs Datenwerten schwierig, so lange der beurteilende Arzt die Methode nicht vollkommen verstanden hat. Die diagnostische Einschätzung der Datenpunkte ist nicht intuitiv und könnte zu Fehlinterpretationen führen.
    • 2. Die Wahl der sechs fixen Volumenbereiche ist willkürlich.
  • Volumendehnbarkeits – oder Strömungswiderstandsverläufe könnten durch die grobe Aufteilung ohne Überlappungsbereiche verdeckt werden, oder „Ausreißer" könnten bei ungünstiger Wahl der Grenzen unbegründet hohes Gewicht gewinnen.
  • Mit der Dynostatic-Methode versuchte man von dynamisch gemessenen Druck- und Volumenwerten auf die quasi-statische Druck-Volumen-Kurve zu schließen. Dabei wird angenommen, dass die quasi-statische Druck-Volumenkurve die tatsächliche Druck-Volumen Beziehung auf alveolärer Ebene wiedergibt, die dynamisch gemessene Druck-Volumen Schleife stets die statische umschließt, und dass inspiratorischer und exspiratorischer Strömungswiderstand gleich sind.
  • Der Stress-Index gibt die Kenngröße b wieder, die bestimmt werden kann, wenn unter exakt vorgeschriebenen Bedingungen, namentlich der flusskonstanten Inspiration, die mathematische Funktion p = a·tb + c mathematisch an den inspiratorischen Druckverlauf nach der Methode der kleinsten Fehlerquadrate approximiert wird. Dabei wird vereinfachend angenommen, dass der Widerstand des respiratorischen Systems unabhängig vom Volumen ist und dass der resistive Druckabfall aufgrund des konstanten Flusses während der Inspiration konstant bleibt. Eine Krümmung der Druck-Zeit-Kurve würde zu b ≠ 1 führen und muss dann eine Veränderung der Volumendehnbarkeit als Ursache haben.
  • Erfinderische Lösung der Problemstellung
  • Die Dynostatic Methode versucht lediglich von der dynamisch gemessenen Druck-Volumen Kurve auf die statische zu schließen. Dabei werden mehrere Annahmen zu Grunde gelegt:
    • 1. Die statische Druck-Volumenkurve gibt die tatsächliche Druck-Volumen Beziehung auf alveolärer Ebene wieder.
    • 2. Die dynamisch gemessene Druck-Volumen Schleife umschließt stets die statische pV-Schleife.
    • 3. Die Strömungswiderstände in In- und Exspiration sind identisch.
  • Dieser Ansatz der Dynostatic Methode schließt die getrennte Analyse von In- und Exspiration prinzipiell aus. Eine Abschätzung der Parameter der Atemmechanik PO, R, C oder I findet nicht statt. Weiterhin zeigt schon der Widerstand des Endotrachealtubus unterschiedliche Strömungswiderstände für In- und Exspiration. Die Annahmen 1 und 2 sind im Wesentlichen spätestens mit [3] widerlegt. Annahme 3 ist zumindest für den Fall von obstruktiven Lungenerkrankungen unzutreffend.
  • Der Stress-Index ist ein Parameter, dessen mathematische Bedeutung nicht eineindeutig ist. Hinweise auf den Zustand der mechanischen Parameter des respiratorischen Systems gibt der Stress-Index lediglich unter der hypothetischen Annahme, dass R konstant und unabhängig vom Volumen ist. Ein volumenabhängiger Widerstand könnte also eine Veränderung der Volumendehnbarkeit C maskieren oder suggerieren. Ebenso führt eine (typischerweise) ansteigende Volumendehnbarkeit C in der frühen Inspirationsphase in Kombination mit einer abfallenden Volumendehnbarkeit C in der späten Inspirationsphase zu einem stress index der eine konstante Volumendehnbarkeit C vortäuscht. Bei ungünstiger Konstellationen kann b also fälschlicherweise optimale Beatmung suggerieren. Die Methode erfordert einen nahezu konstanten Inspirationsfluss, der in der Praxis kaum realisierbar ist. Bei druckkontrollierter Beatmung ist diese Methode prinzipiell nicht anwendbar.
  • Die Erfindung löst die Problemstellung dadurch, dass das Fenster aus dem die lokalen Parameter bestimmt werden, über den Datensatz „gleitet". Damit wird die kontinuierliche Bestimmung der Parameter der Atemmechanik möglich. Kleinere Abweichungen in den Verlaufstendenzen werden sichtbar und ihrer korrekten Position zugeordnet. Durch die Überlappung der Fensterbereiche wird die zufällige „Herausmittelung" von Tendenzen vermieden, und gleichzeitig werden „Ausreißer" herausgefiltert. Die kontinuierliche Darstellung der Parameter in ihrer Abhängigkeit z.B. vom Volumen macht die Interpretation der Verläufe intuitiv. Prinzipielle Einschränkungen im Hinblick auf das Atemmuster sind nicht gegeben; wie bereits beschrieben, erlaubt die Methode die getrennte Analyse der dynamischen Atemmechanik für Inspiration und Exspiration.
  • Mit dem erfinderischen Verfahren wird die Analyse der atemmechanischen Eigenschaften der schwerkranken Lunge getrennt nach In- und Exspiration (respiratorisches Monitoring) einschließlich der Analyse der mechanischen Inhomogenität und Nichtlinearität unter den dynamischen Bedingungen der laufenden Beatmung erzielt. Daraus abgeleitet erfolgt die individuell optimierte Einstellung der Parameter am Beatmungsgerät mit dem Ziel der Verbesserung der Überlebensrate (Outcome), bzw. der Reduktion der beatmungspflichtigen Zeit.
  • Für den Anwender ergeben sich durch die Erfindung folgende Vorteile:
    • 1. Verbesserung der Diagnostik der mechanischen Eigenschaften des respiratorischen Systems.
    • 2. Umfangreichere Informationen über die Erkrankung des Patienten verbunden mit einer höheren diagnostischen Sicherheit.
    • 3. Damit verbunden, die individualisierte Bestimmung optimaler Beatmungsparameter.
  • 1 Verdeutlichung der gleitenden MRA
  • Links: Volumen-Druck Diagramm eines Atemzugs (gestrichelte Kurve: Atemwegsdruck, schwarze Kurve: Trachealdruck). Das Berechnungsfenster (schwarze Rechtecke, das „aktuelle" Berechnungsfenster und die zugehörig verwendeten Datenpunkte sind hervorgehoben) gleitet (hier entlang der Volumenachse) über den Datensatz. Kleine Quadrate: im Berechnungsfenster bestimmter Alveolardruck. Durch geeignete Wahl der Schrittweite und Fensterweite (und/oder mit Hilfe von Interpolation von Datenpunkten) können intratidal quasikontinuierlich die Parameter der Atemmechanik bestimmt werden. Rechts: Der Vergleich zur herkömmlichen diskontinuierlichen Messung (schraffierte Kästchen) zeigt einige Vorteile: Einschneidende Veränderungen im Verlauf werden mit der kontinuierlichen Berechnung nicht übersehen (Strömungswiderstand R (Resistance)), Ausreißer, z.T. verursacht durch inhomogene Datenpunktverteilung werden im tatsächlichen Verlauf besser angezeigt (PO).
  • Literatur:
    • 1. Ranieri VM, Zhang H, Mascia L, et al. Pressure-time curve predicts minimally injurious ventilatory strategy in an isolated rat lung model. Anesthesiology 2000;93:1320-1328.
    • 2. Kirchner EA, Mols G, Hermle G, et al. Reduced activation of immunomodulatory transcription factors during positive end-expiratory pressure adjustment based on volume-dependent compliance in isolated perfused rabbit lungs. Br J Anaesth 2005;94:530-535.
    • 3. Stahl, C. A., K. Möller, S. Schumann, R. Kuhlen, M. Sydow, C. Putensen, and J. Guttmann. Dynamic versus Static Respiratory Mechanics in Acute Lung Injury. 2006. CCM (in press).

Claims (1)

  1. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Messeinrichtung zur atemzugsweisen kontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik, die dadurch gekennzeichnet ist, (1) dass unabhängig von der Beatmungsform die Bestimmung der intratidalen Verläufe der atemmechanischen Parametern (Kenngrößen) dynamische Druckbasis PO und/oder Strömungswiderstand R und/oder die Volumendehnbarkeit C und/oder die trägheitsbedingte Kenngröße I durchgeführt werden und aus diesen atemmechanischen Parametern sowie aus den respiratorischen Messdaten der tatsächlich herrschende Druck in den Alveolen Palv kontinuierlich bestimmt wird, wobei respiratorische Messdaten aus einem in seinem Umfang frei wählbaren gleitenden „Fensterbereich" derart bestimmt werden, dass sie durch einen Abschnitt der Volumenachse und/oder der Flussachse definiert sind und dass diese dem Fensterbereich zugeordneten Daten zur „lokalen" Berechnung von PO, R, C, I und/oder Palv herangezogen werden, wobei zu diesem Zweck lineare oder nichtlineare Funktionsverläufe für die betroffenen Parameter bestimmt werden, so dass sich durch die Verschiebung (gleiten) des Fensters entlang der jeweiligen Achse ein quasikontinuierlicher Verlauf der Parameter der Atemmechanik ergibt. (2) dass aus dem quasikontinuierlichen Parameterwerten kontinuierliche (stufenlose) Approximationen mathematischer Funktionen bestimmt werden, (3) dass die Bestimmung der Parameter gemeinsam für in- und exspiratorische Datensätze durchgeführt wird, (4) dass die Bestimmung der Parameterwerte getrennt für in- und exspiratorische Datensätze durchgeführt wird, (5) dass die Bestimmung der Parameterwerte unter der Auswertung mehrerer verschiedener Atemzüge durchgeführt wird, (6) dass die Bestimmung der Parameterwerte unter der Auswertung mehrerer verschiedener Atemzüge mit unterschiedlichen Beatmungseinstellungen durchgeführt wird.
DE102006025809A 2006-05-31 2006-05-31 Verfahren und Vorrichtung zur atemzugsweisen kontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik mittels gleitender multipler Regressionsanalyse Ceased DE102006025809A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102006025809A DE102006025809A1 (de) 2006-05-31 2006-05-31 Verfahren und Vorrichtung zur atemzugsweisen kontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik mittels gleitender multipler Regressionsanalyse
PCT/EP2007/004755 WO2007137825A2 (de) 2006-05-31 2007-05-30 Verfahren zur atemzugsweisen kontinuierlichen bestimmung der intratidalen dynamischen atemmechanik mittels gleitender multipler regressionsanalyse

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102006025809A DE102006025809A1 (de) 2006-05-31 2006-05-31 Verfahren und Vorrichtung zur atemzugsweisen kontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik mittels gleitender multipler Regressionsanalyse

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102006025809A1 true DE102006025809A1 (de) 2007-12-06

Family

ID=38481231

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102006025809A Ceased DE102006025809A1 (de) 2006-05-31 2006-05-31 Verfahren und Vorrichtung zur atemzugsweisen kontinuierlichen Bestimmung der intratidalen dynamischen Atemmechanik mittels gleitender multipler Regressionsanalyse

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE102006025809A1 (de)
WO (1) WO2007137825A2 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102020114209B3 (de) 2020-05-27 2021-07-29 Ventinova Technologies B.V. Beatmungsvorrichtung und Verfahren zur Bestimmung zumindest der gewebsrelatierten Resistance im Atemweg

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
RU2414170C1 (ru) * 2009-11-02 2011-03-20 Учреждение Российской академии медицинских наук Дальневосточный научный центр физиологии и патологии дыхания Сибирского отделения РАМН Способ исследования механики дыхания

Family Cites Families (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6622726B1 (en) * 2000-10-17 2003-09-23 Newport Medical Instruments, Inc. Breathing apparatus and method

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102020114209B3 (de) 2020-05-27 2021-07-29 Ventinova Technologies B.V. Beatmungsvorrichtung und Verfahren zur Bestimmung zumindest der gewebsrelatierten Resistance im Atemweg
WO2021239484A1 (de) 2020-05-27 2021-12-02 Ventinova Technologies B.V. Beatmungsvorrichtung und verfahren zur bestimmung zumindest der gewebsrelatierten resistance im atemweg

Also Published As

Publication number Publication date
WO2007137825A3 (de) 2008-01-24
WO2007137825A2 (de) 2007-12-06

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE60224964T2 (de) Beatmungsgerät zur Verwendung in der Untersuchung der Atmungsmechanik eines respiratorischen Systems
EP1558185B1 (de) Verfahren und vorrichtung zur durchführung einer signalverarbeitenden betrachtung eines mit der atmungstätigkeit einer person im zusammenhang stehenden messsignales
DE69636501T2 (de) Einrichtung zur messung von mindestens zwei pneumatischen lungenparametern und messverfahren dazu
EP3862040B1 (de) Beatmungsgerät zur künstlichen beatmung eines patienten
CH701124B1 (de) Beatmungsgerät und Einstellverfahren hierfür.
DE102009023965A1 (de) Beatmungsvorrichtung mit einer selbsttätig gesteuerten druckunterstützenden Beatmung
DE102012215662A1 (de) System zur automatisierten Einstellung eines durch eine Beatmungseinrichtung vorgegebenen Drucks
EP3423136B1 (de) Vorrichtung zur beatmung eines patienten
EP4181991B1 (de) Beatmungsvorrichtung zur bestimmung zumindest eines alveolären druckes bzw. eines verlaufs eines alveolären druckes in einem atemweg eines patienten
DE102021000312A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bestimmung einer regionalen Compliance einer Lunge bei Spontanatmung
DE102010010248A1 (de) Beatmungsverfahren und Beatmungsgerät
DE102019001926A1 (de) Vorrichutung, Verfahren und Computerprogramm zur Atmungsbeeinflussung einer Person
DE102016013140A1 (de) Beatmungsvorrichtung und Betriebsverfahren für eine Beatmungsvorrichtung mit einer Bestimmung von Hustenattacken
EP4157408B1 (de) Beatmungsvorrichtung zur bestimmung zumindest der gewebsrelatierten resistance im atemweg
EP1735036A1 (de) Beatmungseinrichtung sowie damit durchführbares verfahren zur beatmung eines patienten
DE102007012330B4 (de) Verfahren zum Klassifizieren von Messergebnissen einer Lungenfunktionsprüfung, digitales Speichermedium und Spirometer
DE102019007717B3 (de) Verfahren und Signalverarbeitungseinheit zum Ermitteln der Atmungsaktivität eines Patienten
EP1985326B9 (de) Beatmungsgerät mit Ermittlung der alveolären Ventilation (a.V.)
WO2007137825A2 (de) Verfahren zur atemzugsweisen kontinuierlichen bestimmung der intratidalen dynamischen atemmechanik mittels gleitender multipler regressionsanalyse
DE102006002551A1 (de) Automatische Kalibrierung von Blutvolumenstatusindikatoren
DE102014119374B4 (de) Beatmungssystem
DE102020123138B3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur automatischen Festlegung der Sollfrequenz eines Beatmungsgeräts
EP4079358A1 (de) Beatmungsgerät zur maschinellen beatmung eines patienten
EP4288133B1 (de) Verfahren und beatmungsvorrichtung zur bestimmung eines atemtraktinhalts an atemgas während einer künstlichen beatmung
DE102024107611A1 (de) Medizingerät zu einer Beatmung eines Lebewesens, Verfahren und Computerprogramm zum Betrieb eines Medizingerätes

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection