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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Luftleiteinrichtung für
ein Kraftfahrzeug, insbesondere einen verstellbaren Heckspoiler,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung
betrifft außerdem ein mit einer derartigen Luftleiteinrichtung
ausgestattetes Kraftfahrzeug.
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Aus
der
DE 101 55 376
A1 ist eine gattungsgemäße Luftleiteinrichtung
mit einer Ausstelleinrichtung bekannt, wobei die Ausstelleinrichtung
wenigstens einen Aussteller mit einem in einem Führungsgehäuse
verschiebbar gelagerten Ausstellarm besitzt, an dessen Befestigungsende
ein verstellbares Luftleitelement angeordnet ist. Darüber
hinaus weist die Luftleiteinrichtung eine manuell betätigbare
Einstelleinrichtung auf, um das Luftleitelement in seiner Ruhestellung
relativ zur Karosserieaußenhaut auszurichten. Die Einstelleinrichtung
weist hierzu einen sich in Längsrichtung des Ausstellers
erstreckenden Innen- oder Außengewindeabschnitt, an dem
ein, einen Gegenwindeabschnitt aufweisendes Justiermittel der Einstelleinrichtung
aufgeschraubt ist. Das Justiermittel ist an seinem freien Ende mit
dem Luftleitelement verbunden, wodurch eine besonders exakte Ausrichtung
des Luftleitelementes in seiner Ruhestellung erreicht werden soll.
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Aus
der
DE 103 09 369
A1 ist ein Kraftfahrzeug mit zumindest einer, mittels eines
Antriebes ausfahrbaren Luftleiteinrichtung bekannt, welche eine
Luftleitfläche aufweist, die über eine beweglichen,
mehrere an der Fahrzeugkarosserie drehfest gelagerte Schwenklenker
umfassende Aufstellmechanik gehalten ist. In einer ausgefahrenen
Stellung der Luftleitfläche ist zumindest ein Schwenklenker der
Aufstellmechanik mittels zumindest eines Anschlages abgestützt,
woraus eine Entlastung einer Antriebswelle resultiert. Der Anschlag
ist dabei derart angeordnet, dass er bei Druckbeaufschlagung der Luftleitfläche
ein Rückschwenken der Aufstellmechanik im Sinne eines Einfahrens
der Luftleitfläche hemmt.
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Insbesondere
Sportwagen weisen zur Verbesserung des Abtriebes und damit der Straßenhaftung
ausfahrbare Luftleitelemente auf, welche üblicherweise
auch als Spoiler bezeichnet werden. Eine Ein- bzw. Ausfahrbewegung
der Luftleitelemente erfolgt dabei üblicherweise automatisch,
wozu im Bedarfsfall eine Antriebseinrichtung angesteuert wird. Da
eine Verbesserung der Aerodynamik insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten
wünschenswert ist, sind darüber hinaus Luftleitelemente
bekannt, welche geschwindigkeitsabhängig ausgefahren werden. Dabei
ist es eine Tatsache, dass bei zunehmender Fahrgeschwindigkeit ein
Ausfahren des Luftleitelementes aufgrund der Windbelastung zunehmend kraftaufwendiger
wird. Aus diesem Grunde muss die, das Luftleitelement ausfahrende
Antriebseinrichtung entsprechend groß dimensioniert werden,
um das Luftleitelement auch gegen den insbesondere bei höheren
Fahrgeschwindigkeiten größer werdenden Winddruck
aufstellen zu können. Größer dimensionierte
Antriebseinrichtungen erzeugen dabei üblicherweise auch
eine höhere Geräuschsemission während
des Betriebes, was insbesondere bei sehr hochwertigen Sportwagen
als störend empfunden wird.
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Die
vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
für eine Luftleiteinrichtung der gattungsgemäßen
Art eine verbesserte bzw. eine andere Ausführungsform anzugeben,
die sich insbesondere durch einen geräuscharmen Betrieb
auszeichnet.
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Dieses
Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände
der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte
Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Die
Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, eine Antriebseinrichtung
einer Luftleiteinrichtung nicht direkt an einer Fahrzeugkarosserie
zu befestigen, sondern indirekt über ein Montageelement,
wodurch die Antriebseinrichtung schwingungstechnisch und damit geräuschminimierend
von der Karosserie des Kraftfahrzeuges entkoppelt werden kann. Die
Antriebseinrichtung ist dabei mit zwei seitlich angeordneten Verstellkinematiken
wirkungsverbunden, welche das zwischen einer Gebrauchs- und einer
Nichtgebrauchsstellung verstellbare Luftleitelement verstellen.
Erfindungsgemäß weist nun die Luftleiteinrichtung
das Montageelement auf, welches beispielsweise als Montageplatte
ausgebildet sein kann, und an welchem sowohl die beiden seitlichen
Verstellkinematiken als auch die Antriebseinrichtung befestigt sind.
Eine Befestigung des Montageelementes an der Karosserie erfolgt
dabei jedoch ausschließlich im Bereich der seitlichen Verstellkinematiken
und nicht im Bereich der zwischen den beiden Verstellkinematiken
angeordneten Antriebseinrichtung. Die Antriebseinrichtung ist somit
im freischwingenden Bereich des Montageelementes angeordnet und
hat demnach keinerlei Kontakt zur Karosserie des Kraftfahrzeuges.
Aus diesem Grund ist auch eine Schwingungs- und damit eine Schallübertragung
minimiert, so dass ein äußerst geräuscharmer
Betrieb der Luftleiteinrichtung möglich ist. Bei einer
vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Lösung ist die Antriebseinrichtung indirekt über
eine Trägerplatte an dem Montageelement festgelegt. Eine
derartige Trägerplatte erlaubt eine weitere schwingungstechnische
Entkopplung zwischen der Antriebseinrichtung und dem Montageelement,
das heißt der Montageplatte, wodurch ebenso eine emissionsstarke
Geräuschübertragung von der Antriebseinrichtung
in die Karosserie des Kraftfahrzeuges mit den dabei entstehenden
Störgeräuschen wirkungsvoll unterbunden werden
kann.
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Zweckmäßig
ist die Antriebseinrichtung schallgedämpft. Eine derartige
Schalldämpfung kann beispielsweise in der Art eines schalldämpfenden Gehäuses
ausgebildet sein, welches die Antriebseinrichtung kapselartig umgibt
und welches eine direkte Schallabstrahlung zumindest reduziert.
Ein derartiges Schalldämpfergehäuse kann beispielsweise
in der Art eines Kunststoffgehäuses ausgebildet sein, wobei
auch denkbar ist, dass ein solches Gehäuse die Antriebseinrichtung
lediglich teilweise umgibt und zusammen mit der Trägerplatte
die Antriebseinrichtung einkapselt. Hierzu kann das schalldämpfende Gehäuse
beispielsweise einen schalldämpfenden Deckel aufweisen,
welcher bezüglich seiner Innenkontur an eine Außenkontur
der Antriebseinrichtung eingepasst ist und dadurch diese eng anliegend
umschließt. Eine Befestigung des schalldämpfenden Gehäusedeckels
an der Trägerplatte kann beispielsweise über Clipselemente
oder Rastverbindungen erfolgen, so dass im Montage- bzw. Wartungsfall
ein erleichterter Zugang zur Antriebseinrichtung möglich ist.
Ein derartiger schalldämpfender Gehäusedeckel bietet
darüber hinaus den Vorteil, dass die Antriebseinrichtung
schmutzgeschützt angeordnet und dadurch einer deutlich
geringeren Schmutzbelastung ausgesetzt ist.
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Weitere
wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen
Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
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Bevorzugte
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher
erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche
oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
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Es
zeigen, jeweils schematisch,
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1 eine
Ansicht auf eine erfindungsgemäße Luftleiteinrichtung,
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2 eine
Darstellung wie in 1, jedoch aus einer anderen
Ansicht und ohne Luftleitelement bzw. ohne zweite Verstellkinematik,
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3 eine
verkapselte Antriebseinrichtung der Luftleiteinrichtung in geöffnetem
Zustand, und
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4 eine
Darstellung wie in 3, jedoch bei geschlossenem
Gehäusedeckel.
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Entsprechend 1 weist
eine erfindungsgemäße Luftleiteinrichtung 1 ein
verstellbares Luftleitelement 2, insbesondere ein Spoilerblatt,
auf. Die Luftleiteinrichtung 1 kann beispielsweise als Heckspoiler
ausgebildet sein und demgemäß in einem Heckbereich
eines nicht näher bezeichneten Kraftfahrzeuges angeordnet
werden. Das Luftleitelement 2 der Luftleiteinrichtung 1 ist
zumindest zwischen einer Gebrauchsstellung und einer Nichtgebrauchsstellung
verstellbar, wobei eine Verstellbewegung von einer Antriebseinrichtung 3 bewirkt
wird. Die Antriebseinrichtung 3 ist beispielsweise als
Elektromotor ausgebildet und zwischen zwei seitlichen Verstellkinematiken 4 und 4' angeordnet.
Zur Verstellung der Verstellkinematiken 4 und 4',
welche beispielsweise als Hebelkinematiken mit einzelnen Verstellhebeln
ausgebildet sein können, ist zwischen den Verstellkinematiken 4 und 4' und
der Antriebseinrichtung 3 jeweils eine flexible Welle 5 bzw. 5' vorgesehen.
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Erfindungsgemäß ist
nun ein Montageelement 6, insbesondere eine Montageplatte,
vorgesehen, an welchem die beiden seitlichen Verstellkinematiken 4 und 4' und
dazwischen die Antriebseinrichtung 3 befestigt sind. Das
Montageelement 6 kann dabei beispielsweise als Montageblech
ausgebildet sein und entsprechende Anschlusseinrichtungen, wie beispielsweise
Durchgangsöffnungen, zur erleichterten Montage der Antriebseinrichtung 3 aufweisen.
Eine Befestigung der Luftleiteinrichtung 1 an einer nicht
gezeigten Fahrzeugkarosserie erfolgt dabei erfindungsgemäß ausschließlich
im Bereich der beiden seitlichen Verstellkinematiken 4 und 4',
so dass die Antriebseinrichtung 3 in einem frei schwingenden
und nicht direkt mit einem der Karosserie in Kontakt stehenden Bereich
des Montageelementes 6 liegt. Durch diese Tatsache können
die von der Antriebseinrichtung 3 erzeugten Schwingungen
nicht direkt an eine Karosserie übertragen werden, wodurch ein
besonders geräuscharmes Betreiben der Luftleiteinrichtung 1 möglich
ist.
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Wie
den 1 und 2 dabei zu entnehmen ist, ist
die Antriebseinrichtung 3 indirekt über eine Trägerplatte 7 an
dem Montageelement 6 festgelegt, wobei sowohl zwischen
dem Trägerelement 7 und dem Montageelement 6 als
auch zwischen der Antriebseinrichtung 3 und der Trägerplatte 7 Dämpfungselemente
vorgesehen sein können, welche eine optimale Schwingungsentkopplung
zwischen der Antriebseinrichtung 3 einerseits und dem Montageelement 6 andererseits
bewirken. Die zwischen der Antriebseinrichtung 3 und der
Trägerplatte 7 angeordneten Dämpfungselemente
können beispielsweise als Gummilager 8 ausgebildet
sein.
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Durch
die beiden flexiblen (Antriebs-)wellen 5 und 5',
welche die Antriebseinrichtung 3 mit den jeweils zugehörigen
Verstellkinematiken 4 und 4' wirkungsverbinden,
kann darüber hinaus eine Schwingungsentkopplung zwischen
der Antriebseinrichtung 3 und der zugehörigen
Verstellkinematik 4 bzw. 4' erreicht werden, so
dass eine Schwingungs- und damit eine Geräuschübertragung über
die Antriebswellen 5 bzw. 5' an die Verstellkinematiken 4, 4' und
damit an eine Karosserie ebenso minimiert werden können. Die
Verstellkinematiken 4, 4' können mehrere
miteinander zusammenwirkende Verstellhebel sowie einen Spindeltrieb
aufweisen, welcher einerseits eine besonders exakte Verstellbewegung
des Luftleitelementes 2 ermöglicht und andererseits
selbsthemmend ist, sodass das Luftleitelement 2 auch bei
hohem Winddruck allein durch die selbsthemmende Wirkung des Spindeltriebes
gehalten werden kann und die Antriebseinrichtung 3 lediglich
zum Verstellen des Luftleitelementes 2 bestromt das heißt
betrieben werden muss.
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Zur
weiteren Geräusch- bzw. Schwingungsdämpfung kann
vorgesehen sein, die Antriebseinrichtung 3, wie in den 3 und 4 gezeigt,
zusätzlich zu kapseln. Eine derartige Verkapselung kann
beispielsweise in der Art eines geräusch- bzw. schalldämpfenden
Gehäuses 9 erfolgen, wobei ein schalldämpfender
Gehäusedeckel 10 beispielsweise über
Rastverbindungen 11 und damit leicht lösbar, mit
einem Gehäuseboden 12 verbindbar ist. Der Gehäuseboden 12 kann
dabei in der Art einer Wanne ausgebildet sein und gleichzeitig ein
Lager 13 bzw. 13' für die Antriebseinrichtung
verlassenden Antriebswellen 5 und 5' bilden. Denkbar
ist hierbei insbesondere auch, dass zumindest der Gehäuseboden 12 Bestandteil
des Montageelementes 6 ist.
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Durch
die erfindungsgemäße Entkopplung der Antriebseinrichtung 3 schwingungs-
und damit schalltechnisch von der Karosserie des Kraftfahrzeuges,
kann eine besonders ruhige, das heißt geräuscharme
Betriebsweise der erfindungsgemäßen Luftleiteinrichtung 1 erreicht
werden, was als Zeichen hoher Qualität vom Kunden wahrgenommen
wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 10155376
A1 [0002]
- - DE 10309369 A1 [0003]