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Die
Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an
einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung
an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend
an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken.
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Derartige
Halteeinrichtungen werden verwendet, um an einem Operationstisch
Geräte
und Instrumente zu positionieren. Dabei ist wichtig, dass normalerweise
das Untergestell des Operationstisches unsteril ist und durch sterile
Tücher
abgedeckt wird, während
der Bereich oberhalb der Abdecktücher
steril ist. Herkömmliche
Klemmeinrichtungen, die beispielsweise mittels Klemmschrauben bedient werden,
sind normalerweise im unsterilen Bereich unterhalb der sterilen
Abdecktücher
angeordnet, während
an der Halteeinrichtung gehaltene Teile durch die Tücher hindurch
in den sterilen Bereich hineinragen. Zur Festlegung derartiger Halteeinrichtungen
am Operationstisch wird daher meistens eine zusätzliche Person benötigt, die
im unsterilen Bereich die Klemmeinrichtung bestätigt, während im sterilen Bereich lediglich
die an der Halteeinrichtung gehaltenen Geräte und Instrumente positioniert
werden.
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Dies
ist umständlich
und schränkt
die Anwendbarkeit der Halteeinrichtung, insbesondere deren Verstellbarkeit
während
einer Operation, deutlich ein.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Halteeinrichtung so auszubilden,
dass ihre Handhabbarkeit verbessert wird, insbesondere im Hinblick
auf eine Handhabbarkeit im sterilen Bereich.
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Diese
Aufgabe wird bei einer Halteeinrichtung der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Klemmbacken in der Klemmstellung durch einen elastischen
Kraftspeicher dauerhaft klemmend an der Halteschiene anliegen und
dass eine Löseeinrichtung
vorgesehen ist, die bei Aktivierung die beiden Klemmbacken entgegen der
Wirkung des elastischen Kraftspeichers in eine Lösestellung bewegt und dadurch
die Klemmwirkung aufhebt, so dass die Halteeinrichtung längs der
Halteschiene verschiebbar ist.
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Die
Halteeinrichtung ist also im nicht aktivierten Zustand der Löseeinrichtung
dauerhaft klemmend an der Halteschiene festgelegt, und dies kann vor
der Operation erfolgen. Durch Aktivierung der Löseeinrichtung jedoch kann die
Verschiebbarkeit der Halteeinrichtung relativ zu der Halteschiene
hergestellt werden, und diese Betätigung der Löseeinrichtung
kann vom sterilen Bereich her erfolgen. Es ist daher nicht notwendig,
bei einer Verstellung durch eine zweite Bedienungsperson die Klemmung
der Halteeinrichtung an der Halteschiene zu lösen, sondern dies kann im sterilen
Bereich einfach durch Betätigung
der Löseeinrichtung
erfolgen.
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Der
elastische Kraftspeicher kann insbesondere eine Feder sein.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Löseeinrichtung
hydraulisch oder pneumatisch betätigbar ist.
Es genügt
dann im Prinzip ein Knopfdruck, um die Löseeinrichtung zu aktivieren
und damit die Verschiebbarkeit der Halteeinrichtung relativ zu der
Halteschiene herzustellen.
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Bei
einer bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass ein Klemmbacken an der Halteeinrichtung feststehend
angeordnet ist und der andere ge genüber dem feststehenden Klemmbacken
beweglich und dass die Löseeinrichtung
auf den beweglichen Klemmbacken einwirkt.
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Insbesondere
kann der bewegliche Klemmbacken relativ zu dem feststehenden Klemmbacken verschwenkbar
sein.
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Löseeinrichtung zumindest
einen Klemmbacken von der Klemmstellung längs einer Bewegungsbahn in
die Lösestellung verschiebt
und dass der verschiebliche Klemmbacken eine Anlagefläche aufweist,
die in der Klemmstellung an der Halteschiene anliegt und die relativ
zu der Bewegungsbahn geneigt ist, so dass ihr Abstand von der Halteschiene
bei der Bewegung von der Lösestellung
in die Klemmstellung abnimmt. Durch diese Ausgestaltung wirkt die
Anlagefläche
wie ein Keil, der die Halteschiene gegen den anderen Klemmbacken
drückt
und dadurch die Klemmwirkung hervorruft. Insbesondere kann die Neigung
der Anlagefläche
gegenüber
der Bewegungsbahn relativ gering sein, beispielsweise kann diese
Neigung zwischen 1° und
50° liegen,
insbesondere zwischen 3° und
40°. Dies
führt dazu,
dass die Kräfte
zur Verschiebung des Klemmbackens relativ klein gehalten werden können, trotzdem
werden durch die Keilwirkung sehr hohe Klemmkräfte erzeugt, die die Halteeinrichtung in
der Klemmstellung sicher an der Halteschiene festlegen.
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Insbesondere
bei kleinen Winkeln tritt dabei eine Selbsthemmung ein, die zu einer
Verstärkung der
Klemmkräfte
führt.
Man erhält
also auf diese Weise eine selbstverstärkende Klemmwirkung der Klemmbacken.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn bei einem um eine Drehachse verschwenkbaren
Klemmbacken der Abstand der Anlagefläche an der Halteschiene von
der Drehachse kontinuierlich abnimmt.
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Beispielsweise
kann vorgesehen sein, dass die Anlagefläche eine Ebene ist, die gegenüber einer Tangente
an die kreisförmige
Bewegungsbahn des Klemmbackens geneigt ist.
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Bei
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
ist vorgesehen, dass der verschwenkbare Klemmbacken L-förmig ausgebildet
ist mit einem an einem Ende verschwenkbar gelagerten Lagerschenkel,
einem quer davon abstehenden Querschenkel und mit einer in Richtung
des Lagerschenkels verlaufenden Anlagefläche zur Anlage an der Halteschiene.
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Es
ist vorteilhaft, wenn die Feder in einem der Klemmbacken aufgenommen
ist und sich an dem anderen Klemmbacken die Klemmbacken in die Klemmstellung
bewegend abstützt.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform umfasst
die Löseeinrichtung
einen pneumatisch oder hydraulisch betätigbaren Kolben, der bei Aktivierung gegen
einen Klemmbacken verschoben wird, sich an diesem anlegt und diesen
in die Lösestellung
bewegt.
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Bei
einer bevorzugten Weiterbildung der Halteeinrichtung ist vorgesehen,
dass diese ein Gehäuse
umfasst, welches relativ zu den übrigen
Teilen der Halteeinrichtung um eine Drehachse verdrehbar ist. Dadurch
ist eine Justierung der an der Halteeinrichtung gehaltenen Instrumente
und Geräte
relativ zu der Halteschiene möglich.
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Insbesondere
kann die Drehachse in der Ebene der Lagerfläche des Operationstisches und quer
zur Längsrichtung
der Halteschiene verlaufen.
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Es
ist dabei günstig,
wenn das Gehäuse
bei einer Verschwenkung um die Drehachse in verschiedenen Winkelstellungen
relativ zu den übrigen
Teilen der Halteeinrichtung verriegelbar ist.
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Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass die Löseeinrichtung
bei ihrer Aktivierung die dauerhaft verriegelte Verriegelung entriegelt.
Im Normalzustand ist also die Verriegelung verriegelt, so dass keine
Verschwenkung des Gehäuses
gegenüber
den übrigen
Teilen der Halteeinrichtung möglich
ist, bei Betätigung
der Löseeinrichtung
jedoch, die eine Verschiebung der Halteeinrichtung längs der
Halteschiene ermöglicht,
wird auch die Verriegelung des Gehäuses entriegelt, so dass zusätzlich zur
Verschiebung des Gehäuses
auch eine Verschwenkung des Gehäuses
relativ zu den übrigen
Teilen der Halteeinrichtung möglich
wird.
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Insbesondere
können
zur Verriegelung des Gehäuses
und der übrigen
Teile der Halteeinrichtung zwei ineinander greifende Zahnkränze vorgesehen sein,
die zur Verriegelung ineinander greifen und zur Entriegelung voneinander
entfernbar sind.
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Die
nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung
dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
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1:
eine perspektivische Teilansicht eines Operationstisches mit einer
daran befestigten Halteschiene und mit einer daran festgelegten
Halteeinrichtung, bei der an der Halteeinrichtung gehaltene Geräte und Instrumente
zur Erhöhung
der Übersichtlichkeit
weggelassen worden sind;
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2:
eine perspektivische Ansicht der Halteeinrichtung der 1;
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3:
eine perspektivische Ansicht der längs Linie 3-3 in 2 geschnittenen
Halteeinrichtung;
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4:
eine Schnittansicht der Halteeinrichtung der 2 längs Linie
4-4 in 2;
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5:
eine Schnittansicht der Halteeinrichtung der 2 längs Linie
3-3 mit den Klemmbacken in
Klemmstellung;
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6:
eine Schnittansicht der Halteeinrichtung ähnlich 5 mit den
Klemmbacken in Lösestellung;
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7:
eine schematische Darstellung eines verschwenkbaren Klemmbackens
in der Klemmstellung und in der Lösestellung und
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8:
eine perspektivische Ansicht der Halteeinrichtung der 2 ohne
Gehäuse
von der Rückseite
her gesehen.
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In 1 ist
die Lagerfläche 1 eines
Operationstisches teilweise dargestellt, an einer Längskante dieser
Lagerfläche 1 ist
eine parallel zu dieser Längskante
verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Schiene 2 angeordnet, über die
zur Abdeckung ein steriles Tuch 3 gelegt ist. In 1 ist
von dem Tuch 3 nur ein schmaler Streifen dargestellt, tatsächlich erstreckt
sich dieses Tuch über
die gesamte Länge
der Lagerfläche 1 und
deckt die Schiene 2 vollständig ab.
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An
der Schiene 2 ist ein diese umgreifender Halter 4 festgelegt,
und zwar unter Zwischenlage des Tuches 3, so dass sich
dieser Halter 4 im sterilen Bereich des Operationsraumes
befindet. Längs
der Schiene 2 sind mindestens zwei derartige Halter 4 festgelegt,
diese Halter 4 tragen gemeinsam eine parallel zu der Schiene 2 und
im Abstand dazu verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Halteschiene 5,
die sich vollständig
im sterilen Bereich befindet.
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Auf
dieser Halteschiene 5 ist eine Halteeinrichtung 6 festgelegt,
die auf der der Lagerfläche 1 gegenüber liegenden
Seite der Halteschiene 5 von dieser absteht und an der
für die
Operation benötigte Instrumente,
Geräte
und andere Vorrichtungen festgelegt werden können. Diese Festlegung erfolgt
beispielsweise über
einen rohrförmigen
Träger 7,
der nach oben von der Halteeinrichtung 6 absteht. Dieser Träger 7 ist
lediglich in 4 angedeutet, in allen übrigen Zeichnungen
jedoch zur Erhöhung
der Übersichtlichkeit
weggelassen. An diesem Träger
können über geeignete
Klemmvorrichtungen die zu positionierenden Instrumente und Geräte befestigt
werden.
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Die
Halteeinrichtung 6 umfasst ein zylindrisches Gehäuse 8,
welches an seiner Oberseite einen kreisförmigen Sockel 9 trägt, der
zur Verbindung mit dem Träger 7 dient.
An der Unterseite weist das Gehäuse 8 einen
Rohrstutzen 10 auf, an den in aus der Zeichnung nicht ersichtlicher
Weise eine Zufuhrleitung für
ein fließfähiges Medium
angeschlossen werden kann, beispielsweise kann es sich dabei um Druckluft
handeln.
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Die
Längsachse
des zylindrischen Gehäuses
verläuft
in der Ebene der Lagerfläche 1,
also horizontal, und senkrecht zur Halteschiene 5, der
Innenraum ist zur Halteschiene 5 hin offen, auf der gegenüberliegenden
Seite umgibt eine radial nach innen vorspringende Ringschulter 11 eine
zentrale Öffnung 12 des
Gehäuses 8.
In diese Öffnung 12 ist
ein diese vollständig
verschließender
Deckel 13 eingesetzt, der eine den Innenraum des zylindrischen
Gehäuses 8 zentral
durchsetzende Nabe 14 trägt, die auf der der Halteschiene 5 zugewandten
Seite aus dem Gehäuse 8 hervorsteht
(4). Diese Nabe 14 bildet zusammen mit
dem zylindrischen Gehäuse 8 einen die
Nabe 14 umgebenden, zur Halteschiene 5 offenen
Ringraum 15 aus.
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Auf
das freie Ende der Nabe 14 ist ein erster Klemmbacken 16 aufgeschraubt,
der mit seinem rückwärtigen Ende
in den Ringraum 15 eintaucht und mit seinem vorderen Ende
aus dem Gehäuse 8 hervorsteht.
Dabei erstreckt sich der Klemmbacken 16 im Wesentlichen
im oberen Teil des Gehäuses 8,
er ist gegen eine Stufe 17 an der Nabe 14 angelegt
und dadurch dauerhaft und fest mit der Nabe 14 verbunden.
Der Klemmbacken 16 weist eine quer zur Längsachse
des Gehäuses 8 verlaufende
und mit der Stirnfläche 18 der
Nabe 14 fluchtende senkrechte Anlagefläche 18 auf, an die
sich eine parallel zur Längsachse
des Gehäuses 8 verlaufende
horizontale Anlagefläche 19 anschließt, die
ihrerseits in eine schräg
zur Längsachse
des Gehäuses 8 verlaufende,
sich nach unten von der senkrechten Anlagefläche 18 entfernende
schräge
Anlagefläche 20 übergeht.
Alle diese Anlageflächen
sind ebene Flächen. Der
Abstand der schrägen
Anlagefläche 20 von
der senkrechten Anlagefläche 18 ist
so gewählt,
dass dieser Abstand nahe der horizontalen Anlagefläche 19 kleiner
ist als die Breite der Halteschiene 5, und dass dieser
Abstand am unteren Ende der schrägen Anlagefläche 20 größer ist
als die Breite der Halteschiene 5, so dass die Halteschiene 5 bei
Anlage an der senkrechten Anlagefläche 18 und der Stirnfläche der
Nabe 14 im mittleren Bereich der schrägen Anlagefläche 20 anliegt,
wenn der Klemmbacken 16 von oben her auf die Halteschiene 5 aufgesetzt
wird.
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An
dem mit der Nabe 14 fest verbundenen und damit feststehenden
Klemmbacken 16 ist ein zweiter Klemmbacken 21 um
eine Drehachse verschwenkbar gelagert, die quer zur Längsachse
der Nabe 14 und oberhalb dieser Längsachse verläuft, die
Lagerung wird dabei über
eine Lagerwelle 22 hergestellt. Dieser verschwenkbare Klemmbacken 21 ist im
Wesentlichen L-förmig
ausgebildet mit einem senkrechten Lagerschenkel 23, der
an einem Ende mittels der Lagerwelle 22 schwenkbar am Klemmbacken 16 gelagert
ist und am anderen Ende einen senkrecht davon abstehenden Querschenkel 24 trägt. Am freien
Ende dieses Querschenkels 24 ist ein nach oben quer zur
Längsrichtung
des Querschenkels 24 vorspringender Vorsprung 25 angeordnet,
der eine schräg
verlaufende Klemmfläche 26 aufweist,
die dem Lagerschenkel 23 zugewandt ist und deren Abstand
vom Lagerschenkel zum freien Ende des Vorsprunges 25 hin
zunimmt. Diese Klemmfläche 26 ist
eine ebene Fläche,
deren Abstand von der durch die Lagerwelle 22 definierten Drehachse
vom unteren Ende der Klemmfläche 26 zum
freien Ende des Vorsprunges 25 hin abnimmt. Die Nei gung
gegenüber
der bei der Verschwenkung des Klemmbackens 21 kreisbogenförmigen Bewegungsbahn 27 (7)
dieser Klemmfläche 26 ist
gering, der Winkel zwischen der Klemmfläche 26 und dieser
kreisförmigen
Bewegungsbahn 27 liegt in der Größenordnung zwischen 1° und 50°, vorzugsweise 3° und 40°, so dass
sich die Klemmfläche 26 bei
einer Verschwenkung des Klemmbackens 21 gegenüber der
unteren, der Lagerfläche 1 zugewandten
Kante 28 der Halteschiene 5 nur geringfügig nähert beziehungsweise
sich von dieser entfernt. Die Dimensionierung ist dabei so gewählt, dass
beim Auseinanderschwenken der beiden Klemmbacken 16 und 21 sich die
Klemmfläche 26 an
die untere Kante 28 der Halteschiene 5 anlegt
und durch den geringer werdenden Abstand der Klemmfläche 26 zu
der durch die Lagerwelle 22 definierten Drehachse zunehmend
die Halteschiene 5 gegen die senkrechte Anlagefläche 18 und
die schräge
Anlagefläche 20 des
Klemmbackens 16 drückt,
bis die Halteschiene 5 zwischen diesen Anlage- und Klemmflächen fest
eingespannt ist, so dass dadurch die gesamte Halteeinrichtung 6 an der
Halteschiene 5 festgeklemmt wird.
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Umgekehrt
führt eine
Verschwenkung des Klemmbackens 21 in Richtung auf den feststehenden
Klemmbacken 16 zu einer Entfernung der Klemmfläche 26 von
der unteren Kante 28, so dass die Klemmwirkung aufgehoben
wird und die Halteeinrichtung 6 längs der Halteschiene 5 verschiebbar wird.
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Der
verschwenkbare Klemmbacken 21 ist im Bereich seiner Lagerschenkel 23,
der Querschenkel 24 und des Vorsprunges 25 gabelförmig ausgebildet, das
heißt
Lagerschenkel 23, Querschenkel 24 und Vorsprung 25 bilden
zwei nebeneinander liegende Zinken aus, die zu beiden Seiten der
Nabe 14 angeordnet sind. Bei den Schnittansichten der 3 sowie 5 und 6 ist
der Schnitt durch eine der beiden Zinken geführt in einer Ebene, die außermittig angeordnet
ist.
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Die
beiden Klemmbacken 16 und 21 werden durch zwei
Schraubenfedern 29 auseinander geschwenkt, die in einer
Aufnahmekammer 30 des feststehenden Klemmbackens 16 angeordnet
sind und die sich jeweils an einem Zinken des Querschenkels 24 des
Klemmbackens 21 abstützen.
Es handelt sich dabei um relativ starke Schraubenfedern 29,
die aufgrund ihrer Federwirkung dazu führen, dass die beiden Klemmbacken 16 und 21 von
beiden Seiten her mit großer
Kraft an der Halteschiene 5 anliegen und diese zwischen
sich einspannen, wie dies in 5 dargestellt
ist. Es handelt sich dabei um einen Dauerzustand, der durch die
Kraft der Schraubenfeder 29 aufrechterhalten wird.
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Zur
Lösung
der Klemmwirkung ist in dem Gehäuse 8 ein
die Nabe 14 umgebender Kolben 31 gelagert. Dieser
weist eine die Nabe 14 dicht umgebende Führungshülse 32 auf
sowie einen am hinteren Ende der Führungshülse 32 angeordneten,
radial vorspringenden Ringflansch 33. Die Führungshülse 32 wird
von einer Tellerfeder 34 umgeben, die sich einerseits am
hinteren Ende des feststehenden Klemmbackens 16 abstützt und
andererseits an dem Ringflansch 33, so dass der Kolben 31 unter
der Wirkung der Tellerfeder 34 mit seinem Ringflansch 33 gegen
den Deckel 13 der Nabe 14 verschoben wird.
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Der
Raum zwischen dem Ringflansch 33, dem Deckel 13 und
der Ringschulter 11 des Gehäuses 8 bildet eine
Kammer 35 aus, die gegenüber der Umgebung abgedichtet
ist. Dazu sind in entsprechende Umfangsnuten 56, 57, 58 der
Nabe 14, des Ringflansches 33 und des Deckels 13 Ringdichtungen
eingelegt, die jeweils gegenüber
der Führungshülse 32 beziehungsweise
der Ringschulter 11 abdichten. In diese Kammer 35 mündet eine
Zufuhrleitung 36 ein, die von der Oberseite des Sockels 9 bis in
die Kammer 35 durch den Sockel 9 hindurch führt (4).
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Der
Innenraum des mit einem hydraulischen oder pneumatischen Versorgungssystem
verbundenen Rohrstutzens 10 steht mit einer Umfangsnut 37 in
Verbindung, die in der Innenwand des Gehäuses 8 verläuft und
zum Innenraum des Gehäuses 8 hin
offen ist. Diese Umfangsnut 37 ist auf beiden Seiten durch
in parallel zu der Umfangsnut 37 verlaufende Umfangsnuten 38, 39 eingelegte
Ringdichtungen abgedichtet, diese Ringdichtungen legen sich an die Außenwand
eines ringförmigen
Rastelementes 40 an, welches mit einer zylindrischen Außenwand
an der Innenwand des Gehäuses 8 anliegt.
Im Bereich des Sockels 9 steht die Umfangsnut 37 über einen den
Sockel 9 durchsetzenden Strömungskanal 41 in Verbindung,
der seinerseits über
ein in der Zeichnung nur schematisch dargestelltes Schließventil 42 mit der
Zufuhrleitung 36 verbunden ist. Auf diese Weise ist es
bei geöffnetem
Schließventil 42 möglich, der Halteeinrichtung
zugeführtes
fließfähiges Medium, beispielsweise
Druckluft, in die Kammer 35 einzuleiten und dadurch den
Kolben 31 entgegen der Wirkung der Tellerfeder 34 in
Richtung auf die Halteschiene 5 zu verschieben.
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Der
Kolben 31 weist an seinem der Halteschiene 5 zugewandten
Ende zwei Vorsprünge 43 auf,
die jeweils an einem Lagerschenkel 23 des verschwenkbaren
Klemmbackens 21 anliegen, wenn der Kolben 31 entgegen
der Wirkung der Tellerfeder 34 verschoben wird. Bei dieser
Verschiebebewegung verschwenken damit die Vorsprünge 43 den Klemmbacken 21 aus
der Klemmstellung gegen die Wirkung der Schraubenfedern 29 in
die Lösestellung.
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In 5 ist
der verschwenkbare Klemmbacken 21 in der Klemmstellung
dargestellt, dabei wird kein fließfähiges Medium in die Kammer 35 eingeleitet
und der Kolben 31 wird durch die Tellerfeder 34 gegen
den Deckel 13 gedrückt,
also in die zurückgezogene
Stellung. In 6 ist eine Situation dargestellt,
bei der die Kammer 35 mit fließfähigem Medium gefüllt ist,
der Kolben 31 wird entgegen der Wirkung der Tellerfeder 34 verschoben
und verschwenkt dabei den Klemmbacken 21 entgegen der Wirkung der
Schraubenfeder 29 in die Lösestellung.
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Die
Aktivierung der beschriebenen Löseeinrichtung
erfolgt allein durch Öffnung
des Schließventils 42,
dies kann mit Hilfe eines entsprechenden Schalters an der Halteeinrichtung 6,
der in der Zeichnung nicht dargestellt ist, erfolgen, und zwar aus
dem sterilen Bereich heraus. Nur bei Betätigung dieses Schalters wird
das Schließventil 42 geöffnet und
gibt somit den Klemmbacken 21 frei. Sobald das Schließventil 42 wieder
geschlossen ist, wird der Kolben 31 in die zurückgezogene
Ausgangsstellung zurückgeschoben,
gleichzeitig verschwenken die Schraubenfedern 29 den Klemmbacken 21 in
die Klemmstellung, so dass die Halteeinrichtung 6 wieder
sicher an der Halteschiene 5 gehalten wird.
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Es
ist vorteilhaft, dass die Klemmkräfte zum Halten der Halteschiene
durch den im wesentlichen keilförmig
ausgebildeten Klemmbacken 21 erzeugt werden, der mit seiner
schrägen
Anlagefläche 26 an der
Halteschiene 5 anliegt. Diese Anlage kann bei Halteschienen
unterschiedlicher Abmessungen in gleicher Weise erfolgen, außerdem werden
beim Spannen des Klemmbackens alle Teile so gegeneinander gedrückt, dass
eventuell vorhandenes Spiel beseitigt wird, man also eine spielfreie
Festlegung an der Halteschiene erreichen kann. Die großen Haltekräfte werden
dabei im wesentlichen von der Lagerwelle 22 aufgenommen,
die Schraubenfedern 29 dienen lediglich dazu, den Klemmbacken 21 in
der Spannstellung zu halten. Dadurch ergibt sich eine robuste und
sehr anpassungsfähige
Konstruktion, das heißt
die Konstruktion passt sich an unterschiedliche Querschnittsformen
und Größen der
Halteschiene an und gleicht eventuelles Spiel der einzelnen beweglichen
Teile zueinander aus.
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Das
Gehäuse 8 ist
gegenüber
allen übrigen Teilen
der Halteeinrichtung um die Mittelachse der Nabe 14 verdrehbar
auf den übrigen
Teilen gelagert. Die Lagerung erfolgt einmal über den kreisförmigen Deckel 13 und
zum anderen über
den feststehenden Klemmbacken 16, der in seinem in das
Gehäuse 8 eintauchenden
Bereich ebenfalls einen kreisförmigen Querschnitt
aufweist.
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Um
das Gehäuse 8 in
einer bestimmten Winkelstellung gegenüber den übrigen Teilen der Halteeinrichtung
festlegen zu können,
ist eine Verriegelungseinrichtung vorgesehen. Diese umfasst einen drehfest
mit dem Gehäuse 8 verbundenen
und in eine Ringnut 44 der Ringschulter 11 des
Gehäuses 8 eingesetzten
Rastring 45, der auf seiner der Halteschiene 5 zugewandten
Seite über
den Umfang verteilt eine Vielzahl von im Querschnitt dreieckförmigen Zähnen 46 trägt.
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Dieser
Rastring 45 wirkt mit dem Rastelement 40 zusammen,
welches an der Innenwand des Gehäuses 8 anliegend
gegenüber
diesem frei verdrehbar ist und auch in Längsrichtung des Gehäuses 8 verschiebbar
in diesem gelagert ist. Dieses Rastelement 40 wird durch
radial aus dem feststehenden Klemmbacken 16 hervorstehende
Stifte 47, die in Ausnehmungen 48 des Rastelementes 40 eingreifen, mit
dem Klemmbacken 21 drehfest verbunden, bleibt jedoch in
Längsrichtung
der Nabe 14 gegenüber
dem Klemmbacken 21 ver schiebbar. Das Rastelement 40 trägt an seinem
dem Rastring 45 zugewandten Ende einen nach innen vorspringenden
Ringflansch 49, der ebenso wie der Rastring 45 mit
einer Vielzahl von über
den Umfang verteilten, im Querschnitt dreieckförmigen Zähnen 50 versehen ist.
Diese Zähne 50 weisen
in Richtung auf die Zähne 46 und
greifen zwischen diese ein, wenn das Rastelement 40 in
Richtung auf den Rastring 45 verschoben wird.
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Eine
derartige Verschiebung erfolgt durch eine Schraubenfeder 51,
welche die Tellerfeder 34 außenseitig umgibt und welche
sich einerseits an dem feststehenden Klemmbacken 16 und
andererseits an dem Ringflansch 49 des Rastelementes 40 abstützt. Durch
die Verschiebung der Schraubenfeder 51 werden somit die
Zähne 50 und
die Zähne 46 in
Eingriff gebracht, und dies führt
dazu, dass das Gehäuse 8 gegenüber einer
Verdrehung gegenüber der
Nabe 14 und den übrigen
Teilen der Halteeinrichtung verriegelt ist. Diese Verriegelung kann
nur gelöst werden,
wenn das Rastelement 40 entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 51 verschoben
wird. Eine solche Verschiebung ist ohne weiteres möglich, da die
Zähne 46 und 50 durch
die dreieckige Form seitliche Aufgleitflächen bilden, so dass beim Verdrehen des
Gehäuses 8 gegenüber den übrigen Teilen
das Rastelement 40 durch das Aufeinandergleiten der Zähne 46 und 50 gegen
die Wirkung der Schraubenfeder 51 angehoben wird. Es ist
also ohne weiteres möglich,
das Gehäuse
stufenweise gegenüber
den übrigen
Teilen zu verdrehen, am Ende der Verdrehung werden das Rastelement 40 und
der Rastring 45 durch die Schraubenfeder 51 wieder
in Eingriff gebracht, so dass eine Verdrehung nur erfolgen kann, wenn
ein bestimmtes Drehmoment aufgewendet wird, welches die Schraubenfeder 51 verformt.
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Um
eine einmal erreichte Winkelstellung sicher zu verriegeln, ist jedoch
zusätzlich
vorgesehen, dass der Kolben 31 bei nicht aktivierter Löseeinrichtung,
also ohne Zufuhr von fließfähigem Medium
in die Kammer 35, mit dem äußeren Rand 52 des
Ringflansches 33 an dem Ringflansch 49 des Rastelementes 40 anliegt
und das Rastelement 40 dadurch in die dem Rastring 45 angenäherte Stellung
verschiebt. Aus dieser Stellung heraus kann das Rastelement 40 nur
verschoben werden, wenn auch der Kolben 31 in die Lösestellung
verschoben wird, also entgegen der Wirkung der Tellerfeder 34.
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Damit
kann die Löseeinrichtung
eine Doppelwirkung erzielen, nämlich
einmal wird durch die Verschiebung des Kolbens 31 der verschwenkbare Klemmbacken 21 in
die Lösestellung
verschwenkt, zum anderen gibt der Kolben 31 das Rastelement 40 frei,
das dann nur durch die Schraubenfeder 51 gegen den Rastring 45 gedrückt wird,
so dass ein Benutzer das Gehäuse 8 gegenüber den übrigen Teilen verdrehen
kann.