DE102009021222A1 - Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches - Google Patents

Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches Download PDF

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Rupert Mayenberger
Johann Maliglowka
Thomas Beck
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    • AHUMAN NECESSITIES
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Abstract

Um bei einer Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken die Handhabbarkeit zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass die Klemmbacken in der Klemmstellung durch einen elastischen Kraftspeicher dauerhaft klemmend an der Halteschiene anliegen und dass eine Löseeinrichtung vorgesehen ist, die bei Aktivierung die beiden Klemmbacken entgegen der Wirkung des elastischen Kraftspeichers in eine Lösestellung bewegt und dadurch die Klemmwirkung aufhebt, so dass die Halteeinrichtung längs der Halteschiene verschiebbar ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken.
  • Derartige Halteeinrichtungen werden verwendet, um an einem Operationstisch Geräte und Instrumente zu positionieren. Dabei ist wichtig, dass normalerweise das Untergestell des Operationstisches unsteril ist und durch sterile Tücher abgedeckt wird, während der Bereich oberhalb der Abdecktücher steril ist. Herkömmliche Klemmeinrichtungen, die beispielsweise mittels Klemmschrauben bedient werden, sind normalerweise im unsterilen Bereich unterhalb der sterilen Abdecktücher angeordnet, während an der Halteeinrichtung gehaltene Teile durch die Tücher hindurch in den sterilen Bereich hineinragen. Zur Festlegung derartiger Halteeinrichtungen am Operationstisch wird daher meistens eine zusätzliche Person benötigt, die im unsterilen Bereich die Klemmeinrichtung bestätigt, während im sterilen Bereich lediglich die an der Halteeinrichtung gehaltenen Geräte und Instrumente positioniert werden.
  • Dies ist umständlich und schränkt die Anwendbarkeit der Halteeinrichtung, insbesondere deren Verstellbarkeit während einer Operation, deutlich ein.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Halteeinrichtung so auszubilden, dass ihre Handhabbarkeit verbessert wird, insbesondere im Hinblick auf eine Handhabbarkeit im sterilen Bereich.
  • Diese Aufgabe wird bei einer Halteeinrichtung der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Klemmbacken in der Klemmstellung durch einen elastischen Kraftspeicher dauerhaft klemmend an der Halteschiene anliegen und dass eine Löseeinrichtung vorgesehen ist, die bei Aktivierung die beiden Klemmbacken entgegen der Wirkung des elastischen Kraftspeichers in eine Lösestellung bewegt und dadurch die Klemmwirkung aufhebt, so dass die Halteeinrichtung längs der Halteschiene verschiebbar ist.
  • Die Halteeinrichtung ist also im nicht aktivierten Zustand der Löseeinrichtung dauerhaft klemmend an der Halteschiene festgelegt, und dies kann vor der Operation erfolgen. Durch Aktivierung der Löseeinrichtung jedoch kann die Verschiebbarkeit der Halteeinrichtung relativ zu der Halteschiene hergestellt werden, und diese Betätigung der Löseeinrichtung kann vom sterilen Bereich her erfolgen. Es ist daher nicht notwendig, bei einer Verstellung durch eine zweite Bedienungsperson die Klemmung der Halteeinrichtung an der Halteschiene zu lösen, sondern dies kann im sterilen Bereich einfach durch Betätigung der Löseeinrichtung erfolgen.
  • Der elastische Kraftspeicher kann insbesondere eine Feder sein.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Löseeinrichtung hydraulisch oder pneumatisch betätigbar ist. Es genügt dann im Prinzip ein Knopfdruck, um die Löseeinrichtung zu aktivieren und damit die Verschiebbarkeit der Halteeinrichtung relativ zu der Halteschiene herzustellen.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass ein Klemmbacken an der Halteeinrichtung feststehend angeordnet ist und der andere ge genüber dem feststehenden Klemmbacken beweglich und dass die Löseeinrichtung auf den beweglichen Klemmbacken einwirkt.
  • Insbesondere kann der bewegliche Klemmbacken relativ zu dem feststehenden Klemmbacken verschwenkbar sein.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Löseeinrichtung zumindest einen Klemmbacken von der Klemmstellung längs einer Bewegungsbahn in die Lösestellung verschiebt und dass der verschiebliche Klemmbacken eine Anlagefläche aufweist, die in der Klemmstellung an der Halteschiene anliegt und die relativ zu der Bewegungsbahn geneigt ist, so dass ihr Abstand von der Halteschiene bei der Bewegung von der Lösestellung in die Klemmstellung abnimmt. Durch diese Ausgestaltung wirkt die Anlagefläche wie ein Keil, der die Halteschiene gegen den anderen Klemmbacken drückt und dadurch die Klemmwirkung hervorruft. Insbesondere kann die Neigung der Anlagefläche gegenüber der Bewegungsbahn relativ gering sein, beispielsweise kann diese Neigung zwischen 1° und 50° liegen, insbesondere zwischen 3° und 40°. Dies führt dazu, dass die Kräfte zur Verschiebung des Klemmbackens relativ klein gehalten werden können, trotzdem werden durch die Keilwirkung sehr hohe Klemmkräfte erzeugt, die die Halteeinrichtung in der Klemmstellung sicher an der Halteschiene festlegen.
  • Insbesondere bei kleinen Winkeln tritt dabei eine Selbsthemmung ein, die zu einer Verstärkung der Klemmkräfte führt. Man erhält also auf diese Weise eine selbstverstärkende Klemmwirkung der Klemmbacken.
  • Besonders vorteilhaft ist es, wenn bei einem um eine Drehachse verschwenkbaren Klemmbacken der Abstand der Anlagefläche an der Halteschiene von der Drehachse kontinuierlich abnimmt.
  • Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Anlagefläche eine Ebene ist, die gegenüber einer Tangente an die kreisförmige Bewegungsbahn des Klemmbackens geneigt ist.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der verschwenkbare Klemmbacken L-förmig ausgebildet ist mit einem an einem Ende verschwenkbar gelagerten Lagerschenkel, einem quer davon abstehenden Querschenkel und mit einer in Richtung des Lagerschenkels verlaufenden Anlagefläche zur Anlage an der Halteschiene.
  • Es ist vorteilhaft, wenn die Feder in einem der Klemmbacken aufgenommen ist und sich an dem anderen Klemmbacken die Klemmbacken in die Klemmstellung bewegend abstützt.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Löseeinrichtung einen pneumatisch oder hydraulisch betätigbaren Kolben, der bei Aktivierung gegen einen Klemmbacken verschoben wird, sich an diesem anlegt und diesen in die Lösestellung bewegt.
  • Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Halteeinrichtung ist vorgesehen, dass diese ein Gehäuse umfasst, welches relativ zu den übrigen Teilen der Halteeinrichtung um eine Drehachse verdrehbar ist. Dadurch ist eine Justierung der an der Halteeinrichtung gehaltenen Instrumente und Geräte relativ zu der Halteschiene möglich.
  • Insbesondere kann die Drehachse in der Ebene der Lagerfläche des Operationstisches und quer zur Längsrichtung der Halteschiene verlaufen.
  • Es ist dabei günstig, wenn das Gehäuse bei einer Verschwenkung um die Drehachse in verschiedenen Winkelstellungen relativ zu den übrigen Teilen der Halteeinrichtung verriegelbar ist.
  • Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Löseeinrichtung bei ihrer Aktivierung die dauerhaft verriegelte Verriegelung entriegelt. Im Normalzustand ist also die Verriegelung verriegelt, so dass keine Verschwenkung des Gehäuses gegenüber den übrigen Teilen der Halteeinrichtung möglich ist, bei Betätigung der Löseeinrichtung jedoch, die eine Verschiebung der Halteeinrichtung längs der Halteschiene ermöglicht, wird auch die Verriegelung des Gehäuses entriegelt, so dass zusätzlich zur Verschiebung des Gehäuses auch eine Verschwenkung des Gehäuses relativ zu den übrigen Teilen der Halteeinrichtung möglich wird.
  • Insbesondere können zur Verriegelung des Gehäuses und der übrigen Teile der Halteeinrichtung zwei ineinander greifende Zahnkränze vorgesehen sein, die zur Verriegelung ineinander greifen und zur Entriegelung voneinander entfernbar sind.
  • Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
  • 1: eine perspektivische Teilansicht eines Operationstisches mit einer daran befestigten Halteschiene und mit einer daran festgelegten Halteeinrichtung, bei der an der Halteeinrichtung gehaltene Geräte und Instrumente zur Erhöhung der Übersichtlichkeit weggelassen worden sind;
  • 2: eine perspektivische Ansicht der Halteeinrichtung der 1;
  • 3: eine perspektivische Ansicht der längs Linie 3-3 in 2 geschnittenen Halteeinrichtung;
  • 4: eine Schnittansicht der Halteeinrichtung der 2 längs Linie 4-4 in 2;
  • 5: eine Schnittansicht der Halteeinrichtung der 2 längs Linie 3-3 mit den Klemmbacken in Klemmstellung;
  • 6: eine Schnittansicht der Halteeinrichtung ähnlich 5 mit den Klemmbacken in Lösestellung;
  • 7: eine schematische Darstellung eines verschwenkbaren Klemmbackens in der Klemmstellung und in der Lösestellung und
  • 8: eine perspektivische Ansicht der Halteeinrichtung der 2 ohne Gehäuse von der Rückseite her gesehen.
  • In 1 ist die Lagerfläche 1 eines Operationstisches teilweise dargestellt, an einer Längskante dieser Lagerfläche 1 ist eine parallel zu dieser Längskante verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Schiene 2 angeordnet, über die zur Abdeckung ein steriles Tuch 3 gelegt ist. In 1 ist von dem Tuch 3 nur ein schmaler Streifen dargestellt, tatsächlich erstreckt sich dieses Tuch über die gesamte Länge der Lagerfläche 1 und deckt die Schiene 2 vollständig ab.
  • An der Schiene 2 ist ein diese umgreifender Halter 4 festgelegt, und zwar unter Zwischenlage des Tuches 3, so dass sich dieser Halter 4 im sterilen Bereich des Operationsraumes befindet. Längs der Schiene 2 sind mindestens zwei derartige Halter 4 festgelegt, diese Halter 4 tragen gemeinsam eine parallel zu der Schiene 2 und im Abstand dazu verlaufende, im Querschnitt rechteckförmige Halteschiene 5, die sich vollständig im sterilen Bereich befindet.
  • Auf dieser Halteschiene 5 ist eine Halteeinrichtung 6 festgelegt, die auf der der Lagerfläche 1 gegenüber liegenden Seite der Halteschiene 5 von dieser absteht und an der für die Operation benötigte Instrumente, Geräte und andere Vorrichtungen festgelegt werden können. Diese Festlegung erfolgt beispielsweise über einen rohrförmigen Träger 7, der nach oben von der Halteeinrichtung 6 absteht. Dieser Träger 7 ist lediglich in 4 angedeutet, in allen übrigen Zeichnungen jedoch zur Erhöhung der Übersichtlichkeit weggelassen. An diesem Träger können über geeignete Klemmvorrichtungen die zu positionierenden Instrumente und Geräte befestigt werden.
  • Die Halteeinrichtung 6 umfasst ein zylindrisches Gehäuse 8, welches an seiner Oberseite einen kreisförmigen Sockel 9 trägt, der zur Verbindung mit dem Träger 7 dient. An der Unterseite weist das Gehäuse 8 einen Rohrstutzen 10 auf, an den in aus der Zeichnung nicht ersichtlicher Weise eine Zufuhrleitung für ein fließfähiges Medium angeschlossen werden kann, beispielsweise kann es sich dabei um Druckluft handeln.
  • Die Längsachse des zylindrischen Gehäuses verläuft in der Ebene der Lagerfläche 1, also horizontal, und senkrecht zur Halteschiene 5, der Innenraum ist zur Halteschiene 5 hin offen, auf der gegenüberliegenden Seite umgibt eine radial nach innen vorspringende Ringschulter 11 eine zentrale Öffnung 12 des Gehäuses 8. In diese Öffnung 12 ist ein diese vollständig verschließender Deckel 13 eingesetzt, der eine den Innenraum des zylindrischen Gehäuses 8 zentral durchsetzende Nabe 14 trägt, die auf der der Halteschiene 5 zugewandten Seite aus dem Gehäuse 8 hervorsteht (4). Diese Nabe 14 bildet zusammen mit dem zylindrischen Gehäuse 8 einen die Nabe 14 umgebenden, zur Halteschiene 5 offenen Ringraum 15 aus.
  • Auf das freie Ende der Nabe 14 ist ein erster Klemmbacken 16 aufgeschraubt, der mit seinem rückwärtigen Ende in den Ringraum 15 eintaucht und mit seinem vorderen Ende aus dem Gehäuse 8 hervorsteht. Dabei erstreckt sich der Klemmbacken 16 im Wesentlichen im oberen Teil des Gehäuses 8, er ist gegen eine Stufe 17 an der Nabe 14 angelegt und dadurch dauerhaft und fest mit der Nabe 14 verbunden. Der Klemmbacken 16 weist eine quer zur Längsachse des Gehäuses 8 verlaufende und mit der Stirnfläche 18 der Nabe 14 fluchtende senkrechte Anlagefläche 18 auf, an die sich eine parallel zur Längsachse des Gehäuses 8 verlaufende horizontale Anlagefläche 19 anschließt, die ihrerseits in eine schräg zur Längsachse des Gehäuses 8 verlaufende, sich nach unten von der senkrechten Anlagefläche 18 entfernende schräge Anlagefläche 20 übergeht. Alle diese Anlageflächen sind ebene Flächen. Der Abstand der schrägen Anlagefläche 20 von der senkrechten Anlagefläche 18 ist so gewählt, dass dieser Abstand nahe der horizontalen Anlagefläche 19 kleiner ist als die Breite der Halteschiene 5, und dass dieser Abstand am unteren Ende der schrägen Anlagefläche 20 größer ist als die Breite der Halteschiene 5, so dass die Halteschiene 5 bei Anlage an der senkrechten Anlagefläche 18 und der Stirnfläche der Nabe 14 im mittleren Bereich der schrägen Anlagefläche 20 anliegt, wenn der Klemmbacken 16 von oben her auf die Halteschiene 5 aufgesetzt wird.
  • An dem mit der Nabe 14 fest verbundenen und damit feststehenden Klemmbacken 16 ist ein zweiter Klemmbacken 21 um eine Drehachse verschwenkbar gelagert, die quer zur Längsachse der Nabe 14 und oberhalb dieser Längsachse verläuft, die Lagerung wird dabei über eine Lagerwelle 22 hergestellt. Dieser verschwenkbare Klemmbacken 21 ist im Wesentlichen L-förmig ausgebildet mit einem senkrechten Lagerschenkel 23, der an einem Ende mittels der Lagerwelle 22 schwenkbar am Klemmbacken 16 gelagert ist und am anderen Ende einen senkrecht davon abstehenden Querschenkel 24 trägt. Am freien Ende dieses Querschenkels 24 ist ein nach oben quer zur Längsrichtung des Querschenkels 24 vorspringender Vorsprung 25 angeordnet, der eine schräg verlaufende Klemmfläche 26 aufweist, die dem Lagerschenkel 23 zugewandt ist und deren Abstand vom Lagerschenkel zum freien Ende des Vorsprunges 25 hin zunimmt. Diese Klemmfläche 26 ist eine ebene Fläche, deren Abstand von der durch die Lagerwelle 22 definierten Drehachse vom unteren Ende der Klemmfläche 26 zum freien Ende des Vorsprunges 25 hin abnimmt. Die Nei gung gegenüber der bei der Verschwenkung des Klemmbackens 21 kreisbogenförmigen Bewegungsbahn 27 (7) dieser Klemmfläche 26 ist gering, der Winkel zwischen der Klemmfläche 26 und dieser kreisförmigen Bewegungsbahn 27 liegt in der Größenordnung zwischen 1° und 50°, vorzugsweise 3° und 40°, so dass sich die Klemmfläche 26 bei einer Verschwenkung des Klemmbackens 21 gegenüber der unteren, der Lagerfläche 1 zugewandten Kante 28 der Halteschiene 5 nur geringfügig nähert beziehungsweise sich von dieser entfernt. Die Dimensionierung ist dabei so gewählt, dass beim Auseinanderschwenken der beiden Klemmbacken 16 und 21 sich die Klemmfläche 26 an die untere Kante 28 der Halteschiene 5 anlegt und durch den geringer werdenden Abstand der Klemmfläche 26 zu der durch die Lagerwelle 22 definierten Drehachse zunehmend die Halteschiene 5 gegen die senkrechte Anlagefläche 18 und die schräge Anlagefläche 20 des Klemmbackens 16 drückt, bis die Halteschiene 5 zwischen diesen Anlage- und Klemmflächen fest eingespannt ist, so dass dadurch die gesamte Halteeinrichtung 6 an der Halteschiene 5 festgeklemmt wird.
  • Umgekehrt führt eine Verschwenkung des Klemmbackens 21 in Richtung auf den feststehenden Klemmbacken 16 zu einer Entfernung der Klemmfläche 26 von der unteren Kante 28, so dass die Klemmwirkung aufgehoben wird und die Halteeinrichtung 6 längs der Halteschiene 5 verschiebbar wird.
  • Der verschwenkbare Klemmbacken 21 ist im Bereich seiner Lagerschenkel 23, der Querschenkel 24 und des Vorsprunges 25 gabelförmig ausgebildet, das heißt Lagerschenkel 23, Querschenkel 24 und Vorsprung 25 bilden zwei nebeneinander liegende Zinken aus, die zu beiden Seiten der Nabe 14 angeordnet sind. Bei den Schnittansichten der 3 sowie 5 und 6 ist der Schnitt durch eine der beiden Zinken geführt in einer Ebene, die außermittig angeordnet ist.
  • Die beiden Klemmbacken 16 und 21 werden durch zwei Schraubenfedern 29 auseinander geschwenkt, die in einer Aufnahmekammer 30 des feststehenden Klemmbackens 16 angeordnet sind und die sich jeweils an einem Zinken des Querschenkels 24 des Klemmbackens 21 abstützen. Es handelt sich dabei um relativ starke Schraubenfedern 29, die aufgrund ihrer Federwirkung dazu führen, dass die beiden Klemmbacken 16 und 21 von beiden Seiten her mit großer Kraft an der Halteschiene 5 anliegen und diese zwischen sich einspannen, wie dies in 5 dargestellt ist. Es handelt sich dabei um einen Dauerzustand, der durch die Kraft der Schraubenfeder 29 aufrechterhalten wird.
  • Zur Lösung der Klemmwirkung ist in dem Gehäuse 8 ein die Nabe 14 umgebender Kolben 31 gelagert. Dieser weist eine die Nabe 14 dicht umgebende Führungshülse 32 auf sowie einen am hinteren Ende der Führungshülse 32 angeordneten, radial vorspringenden Ringflansch 33. Die Führungshülse 32 wird von einer Tellerfeder 34 umgeben, die sich einerseits am hinteren Ende des feststehenden Klemmbackens 16 abstützt und andererseits an dem Ringflansch 33, so dass der Kolben 31 unter der Wirkung der Tellerfeder 34 mit seinem Ringflansch 33 gegen den Deckel 13 der Nabe 14 verschoben wird.
  • Der Raum zwischen dem Ringflansch 33, dem Deckel 13 und der Ringschulter 11 des Gehäuses 8 bildet eine Kammer 35 aus, die gegenüber der Umgebung abgedichtet ist. Dazu sind in entsprechende Umfangsnuten 56, 57, 58 der Nabe 14, des Ringflansches 33 und des Deckels 13 Ringdichtungen eingelegt, die jeweils gegenüber der Führungshülse 32 beziehungsweise der Ringschulter 11 abdichten. In diese Kammer 35 mündet eine Zufuhrleitung 36 ein, die von der Oberseite des Sockels 9 bis in die Kammer 35 durch den Sockel 9 hindurch führt (4).
  • Der Innenraum des mit einem hydraulischen oder pneumatischen Versorgungssystem verbundenen Rohrstutzens 10 steht mit einer Umfangsnut 37 in Verbindung, die in der Innenwand des Gehäuses 8 verläuft und zum Innenraum des Gehäuses 8 hin offen ist. Diese Umfangsnut 37 ist auf beiden Seiten durch in parallel zu der Umfangsnut 37 verlaufende Umfangsnuten 38, 39 eingelegte Ringdichtungen abgedichtet, diese Ringdichtungen legen sich an die Außenwand eines ringförmigen Rastelementes 40 an, welches mit einer zylindrischen Außenwand an der Innenwand des Gehäuses 8 anliegt. Im Bereich des Sockels 9 steht die Umfangsnut 37 über einen den Sockel 9 durchsetzenden Strömungskanal 41 in Verbindung, der seinerseits über ein in der Zeichnung nur schematisch dargestelltes Schließventil 42 mit der Zufuhrleitung 36 verbunden ist. Auf diese Weise ist es bei geöffnetem Schließventil 42 möglich, der Halteeinrichtung zugeführtes fließfähiges Medium, beispielsweise Druckluft, in die Kammer 35 einzuleiten und dadurch den Kolben 31 entgegen der Wirkung der Tellerfeder 34 in Richtung auf die Halteschiene 5 zu verschieben.
  • Der Kolben 31 weist an seinem der Halteschiene 5 zugewandten Ende zwei Vorsprünge 43 auf, die jeweils an einem Lagerschenkel 23 des verschwenkbaren Klemmbackens 21 anliegen, wenn der Kolben 31 entgegen der Wirkung der Tellerfeder 34 verschoben wird. Bei dieser Verschiebebewegung verschwenken damit die Vorsprünge 43 den Klemmbacken 21 aus der Klemmstellung gegen die Wirkung der Schraubenfedern 29 in die Lösestellung.
  • In 5 ist der verschwenkbare Klemmbacken 21 in der Klemmstellung dargestellt, dabei wird kein fließfähiges Medium in die Kammer 35 eingeleitet und der Kolben 31 wird durch die Tellerfeder 34 gegen den Deckel 13 gedrückt, also in die zurückgezogene Stellung. In 6 ist eine Situation dargestellt, bei der die Kammer 35 mit fließfähigem Medium gefüllt ist, der Kolben 31 wird entgegen der Wirkung der Tellerfeder 34 verschoben und verschwenkt dabei den Klemmbacken 21 entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 29 in die Lösestellung.
  • Die Aktivierung der beschriebenen Löseeinrichtung erfolgt allein durch Öffnung des Schließventils 42, dies kann mit Hilfe eines entsprechenden Schalters an der Halteeinrichtung 6, der in der Zeichnung nicht dargestellt ist, erfolgen, und zwar aus dem sterilen Bereich heraus. Nur bei Betätigung dieses Schalters wird das Schließventil 42 geöffnet und gibt somit den Klemmbacken 21 frei. Sobald das Schließventil 42 wieder geschlossen ist, wird der Kolben 31 in die zurückgezogene Ausgangsstellung zurückgeschoben, gleichzeitig verschwenken die Schraubenfedern 29 den Klemmbacken 21 in die Klemmstellung, so dass die Halteeinrichtung 6 wieder sicher an der Halteschiene 5 gehalten wird.
  • Es ist vorteilhaft, dass die Klemmkräfte zum Halten der Halteschiene durch den im wesentlichen keilförmig ausgebildeten Klemmbacken 21 erzeugt werden, der mit seiner schrägen Anlagefläche 26 an der Halteschiene 5 anliegt. Diese Anlage kann bei Halteschienen unterschiedlicher Abmessungen in gleicher Weise erfolgen, außerdem werden beim Spannen des Klemmbackens alle Teile so gegeneinander gedrückt, dass eventuell vorhandenes Spiel beseitigt wird, man also eine spielfreie Festlegung an der Halteschiene erreichen kann. Die großen Haltekräfte werden dabei im wesentlichen von der Lagerwelle 22 aufgenommen, die Schraubenfedern 29 dienen lediglich dazu, den Klemmbacken 21 in der Spannstellung zu halten. Dadurch ergibt sich eine robuste und sehr anpassungsfähige Konstruktion, das heißt die Konstruktion passt sich an unterschiedliche Querschnittsformen und Größen der Halteschiene an und gleicht eventuelles Spiel der einzelnen beweglichen Teile zueinander aus.
  • Das Gehäuse 8 ist gegenüber allen übrigen Teilen der Halteeinrichtung um die Mittelachse der Nabe 14 verdrehbar auf den übrigen Teilen gelagert. Die Lagerung erfolgt einmal über den kreisförmigen Deckel 13 und zum anderen über den feststehenden Klemmbacken 16, der in seinem in das Gehäuse 8 eintauchenden Bereich ebenfalls einen kreisförmigen Querschnitt aufweist.
  • Um das Gehäuse 8 in einer bestimmten Winkelstellung gegenüber den übrigen Teilen der Halteeinrichtung festlegen zu können, ist eine Verriegelungseinrichtung vorgesehen. Diese umfasst einen drehfest mit dem Gehäuse 8 verbundenen und in eine Ringnut 44 der Ringschulter 11 des Gehäuses 8 eingesetzten Rastring 45, der auf seiner der Halteschiene 5 zugewandten Seite über den Umfang verteilt eine Vielzahl von im Querschnitt dreieckförmigen Zähnen 46 trägt.
  • Dieser Rastring 45 wirkt mit dem Rastelement 40 zusammen, welches an der Innenwand des Gehäuses 8 anliegend gegenüber diesem frei verdrehbar ist und auch in Längsrichtung des Gehäuses 8 verschiebbar in diesem gelagert ist. Dieses Rastelement 40 wird durch radial aus dem feststehenden Klemmbacken 16 hervorstehende Stifte 47, die in Ausnehmungen 48 des Rastelementes 40 eingreifen, mit dem Klemmbacken 21 drehfest verbunden, bleibt jedoch in Längsrichtung der Nabe 14 gegenüber dem Klemmbacken 21 ver schiebbar. Das Rastelement 40 trägt an seinem dem Rastring 45 zugewandten Ende einen nach innen vorspringenden Ringflansch 49, der ebenso wie der Rastring 45 mit einer Vielzahl von über den Umfang verteilten, im Querschnitt dreieckförmigen Zähnen 50 versehen ist. Diese Zähne 50 weisen in Richtung auf die Zähne 46 und greifen zwischen diese ein, wenn das Rastelement 40 in Richtung auf den Rastring 45 verschoben wird.
  • Eine derartige Verschiebung erfolgt durch eine Schraubenfeder 51, welche die Tellerfeder 34 außenseitig umgibt und welche sich einerseits an dem feststehenden Klemmbacken 16 und andererseits an dem Ringflansch 49 des Rastelementes 40 abstützt. Durch die Verschiebung der Schraubenfeder 51 werden somit die Zähne 50 und die Zähne 46 in Eingriff gebracht, und dies führt dazu, dass das Gehäuse 8 gegenüber einer Verdrehung gegenüber der Nabe 14 und den übrigen Teilen der Halteeinrichtung verriegelt ist. Diese Verriegelung kann nur gelöst werden, wenn das Rastelement 40 entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 51 verschoben wird. Eine solche Verschiebung ist ohne weiteres möglich, da die Zähne 46 und 50 durch die dreieckige Form seitliche Aufgleitflächen bilden, so dass beim Verdrehen des Gehäuses 8 gegenüber den übrigen Teilen das Rastelement 40 durch das Aufeinandergleiten der Zähne 46 und 50 gegen die Wirkung der Schraubenfeder 51 angehoben wird. Es ist also ohne weiteres möglich, das Gehäuse stufenweise gegenüber den übrigen Teilen zu verdrehen, am Ende der Verdrehung werden das Rastelement 40 und der Rastring 45 durch die Schraubenfeder 51 wieder in Eingriff gebracht, so dass eine Verdrehung nur erfolgen kann, wenn ein bestimmtes Drehmoment aufgewendet wird, welches die Schraubenfeder 51 verformt.
  • Um eine einmal erreichte Winkelstellung sicher zu verriegeln, ist jedoch zusätzlich vorgesehen, dass der Kolben 31 bei nicht aktivierter Löseeinrichtung, also ohne Zufuhr von fließfähigem Medium in die Kammer 35, mit dem äußeren Rand 52 des Ringflansches 33 an dem Ringflansch 49 des Rastelementes 40 anliegt und das Rastelement 40 dadurch in die dem Rastring 45 angenäherte Stellung verschiebt. Aus dieser Stellung heraus kann das Rastelement 40 nur verschoben werden, wenn auch der Kolben 31 in die Lösestellung verschoben wird, also entgegen der Wirkung der Tellerfeder 34.
  • Damit kann die Löseeinrichtung eine Doppelwirkung erzielen, nämlich einmal wird durch die Verschiebung des Kolbens 31 der verschwenkbare Klemmbacken 21 in die Lösestellung verschwenkt, zum anderen gibt der Kolben 31 das Rastelement 40 frei, das dann nur durch die Schraubenfeder 51 gegen den Rastring 45 gedrückt wird, so dass ein Benutzer das Gehäuse 8 gegenüber den übrigen Teilen verdrehen kann.

Claims (17)

  1. Halteeinrichtung zur Festlegung von Gegenständen an einer Halteschiene eines Operationstisches mit zwei in einer Klemmstellung an die Halteschiene anlegbaren und die Halteeinrichtung dabei klemmend an der Halteschiene festlegbaren Klemmbacken, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbacken (16, 21) in der Klemmstellung durch einen elastischen Kraftspeicher (29) dauerhaft klemmend an der Halteschiene (5) anliegen und dass eine Löseeinrichtung (31) vorgesehen ist, die bei Aktivierung die beiden Klemmbacken (6, 21) entgegen der Wirkung des elastischen Kraftspeichers (29) relativ zueinander bewegt und dadurch die Klemmwirkung aufhebt, so dass die Halteeinrichtung (6) längs der Halteschiene (5) verschiebbar ist.
  2. Halteeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Kraftspeicher (29) eine Feder ist.
  3. Halteeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Löseeinrichtung (31) hydraulisch oder pneumatisch betätigbar ist.
  4. Halteeinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Klemmbacken (16) an der Halteeinrichtung (6) feststehend angeordnet ist und der andere gegenüber dem feststehenden Klemmbacken (16) beweglich und dass die Löseeinrichtung (31) auf den beweglichen Klemmbacken (21) einwirkt.
  5. Halteeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der bewegliche Klemmbacken (21) relativ zu dem feststehenden Klemmbacken (16) verschwenkbar ist.
  6. Halteeinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Löseeinrichtung (31) zumindest einen Klemmbacken (21) von der Klemmstellung längs einer Bewegungsbahn (27) in die Lösestellung verschiebt und dass der verschiebliche Klemmbacken (21) eine Anlagefläche (26) aufweist, die in der Klemmstellung an der Halteschiene (5) anliegt und die relativ zu der Bewegungsbahn (27) geneigt ist, so dass ihr Abstand von der Halteschiene (5) bei der Bewegung von der Lösestellung in die Klemmstellung abnimmt.
  7. Halteeinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Neigung zwischen der Anlagefläche (26) und der Bewegungsbahn (27) zwischen 1° und 50°, vorzugsweise 3° und 40° liegt.
  8. Halteeinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem um eine Drehachse verschwenkbaren Klemmbacken (21) der Abstand des Anlagepunktes der Anlagefläche (26) an der Halteschiene (5) von der Drehachse (22) kontinuierlich abnimmt.
  9. Halteeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (26) eine Ebene ist, die gegenüber einer Tangente an die kreisförmige Bewegungsbahn (27) des Klemmbackens (21) geneigt ist.
  10. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der verschwenkbare Klemmbacken (21) L-förmig ausgebildet ist mit einem an einem Ende verschwenkbar gelagerten Lagerschenkel (23), einem quer davon abstehenden Querschenkel (24) und mit einer in Richtung des Lagerschenkels (23) verlaufenden Anlagefläche (26) zur Anlage an der Halteschiene (5).
  11. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (29) in einem der Klemmbacken (16) aufgenommen ist und sich an dem anderen Klemmbacken (21) die Klemmbacken (16, 21) in die Klemmstellung bewegend abstützt.
  12. Halteeinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Löseeinrichtung eine pneumatisch oder hydraulisch betätigbaren Kolben (31) umfasst, der bei Aktivierung gegen einen Klemmbacken (21) verschoben wird, sich an diesen anlegt und diesen in die Lösestellung bewegt.
  13. Halteeinrichtung nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Gehäuse (8) umfasst, welches relativ zu den übrigen Teilen der Halteeinrichtung (6) um eine Drehachse verdrehbar ist.
  14. Halteeinrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse in der Ebene der Lagerfläche (1) des Operationstisches und quer zur Längsrichtung der Halteschiene (5) verläuft.
  15. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) bei einer Verschwenkung um die Drehachse in verschiedenen Winkelstellungen relativ zu den übrigen Teilen der Halteeinrichtung (6) verriegelbar ist.
  16. Halteeinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Löseeinrichtung (31) bei ihrer Aktivierung die dauerhaft verriegelte Verriegelung (40, 45) entriegelt.
  17. Halteeinrichtung nach einem der Ansprüche 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verriegelung des Gehäuses (8) und der übrigen Teile der Halteeinrichtung (6) zwei ineinander greifende Zahnkränze (40, 45) vorgesehen sind, die zur Verriegelung ineinander greifen und zur Entriegelung von einander entfernbar sind.
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