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Die
Erfindung betrifft einen Projektionsscheinwerfer für ein
Kraftfahrzeug, mit einem Reflektor, wenigstens einer im Reflektor
angeordneten Lichtquelle, einer vor dem Reflektor angeordneten Projektionslinse
sowie wenigstens einer zwischen Reflektor und Projektionslinse angeordneten
Blendeneinrichtung zur Abschattung eines Teils der von der Lichtquelle
ausgesandten und vom Reflektor reflektierten Lichtstrahlen, wobei
die Blendeneinrichtung wenigstens ein um eine Längsachse
drehbares, längliches Bauteil umfasst, welche Längsachse
quer zur Lichtabstrahlrichtung des Projektionsscheinwerfers ausgerichtet
ist. Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Scheinwerferanordnung
für ein Kraftfahrzeug mit wenigstens zwei beabstandeten
Projektionsscheinwerfern.
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Derartige
Projektionsscheinwerfer werden für Kraftfahrzeuge eingesetzt,
um unterschiedliche, den jeweiligen Fahrsituationen bzw. Fahrzeugumgebungen
angepasste Gesamtlichtverteilungen zu realisieren. Eine Gesamtlichtverteilung
(Verlauf horizontaler und vertikaler Hell/Dunkelgrenzen) ergibt
sich dabei aus einem Abschattungslinien-Muster, welches sich aus
den optisch wirksamen Konturen der Blendeneinrichtung bzw. den Blendeneinrichtungen
eines jeden Scheinwerfers gebildet wird. Zusätzlich kann die
Gesamtlichtverteilung noch durch eine Verdrehstellung der optischen
Achsen der Scheinwerfer um eine horizontale und/oder vertikale Achse
beeinflusst werden. Dabei sind selbstverständlich geeignete Systeme
zur Erfassung der Fahrzeug(umgebungs)daten, zur entsprechenden Weiterverarbeitung
der aufgenommenen Signale und zur funktionsgerechten Ansteuerung
und Bewegung der Scheinwerferkomponenten vorgesehen.
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Im
Stand der Technik werden entsprechende Scheinwerfersysteme eingesetzt,
um Gesamtlichtverteilungen zu erzeugen, welche bereichsweise die Leuchtweite
eines herkömmlichen Fernlichts aufweisen, jedoch so gestaltet
und über eine Ansteuerung der Scheinwerferkomponenten ständig
derart angepasst werden, dass andere Verkehrsteilnehmer (bspw. entgegenkommende,
vorausfahrende oder zu überholende Fahrzeuge) nicht geblendet
werden. Konkret weisen diese Gesamtlichtverteilungen abgeschattete
Korridore, in denen die anderen Verkehrsteilnehmer ständig
gehalten werden. Ein derartiges Fernlicht soll in vorliegender Anmeldung
als „maskiertes Dauerfernlicht” (MDF) bezeichnet
werden.
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In
der
WO 2008/037388
A2 ist beispielsweise ein entsprechendes Verfahren zum
Steuern einer Scheinwerferanordnung und eine solche beschrieben.
Die unterschiedlichen Abschattungslinien-Muster werden hierbei durch
Blendeneinrichtungen bewerkstelligt, welche mehrere flächige
Bauteile enthalten, deren Flächennormale in etwa parallel
zur Abstrahlrichtung der Scheinwerfer steht. Die Bauteile werden
getrennt angesteuert (bzw. es sind geeignete Koppelelemente vorgesehen)
und senkrecht zur Abstrahlrichtung bewegt.
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Auch
die
DE 10 2006
043 281 A1 beschreibt eine Projektionsscheinwerferanordnung,
die zur Erzeugung unterschiedlicher Gesamtlichtverteilungen dient,
bei denen andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden. Zur
Erhöhung der Flexibilität bei der Erzeugung unterschiedlicher
Gesamtlichtverteilungen ist insbesondere vorgesehen, dass die Blendeneinrichtung
aus mehreren wellenförmigen Blenden besteht, die segmentförmig
nebeneinander angeordnet sind.
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Es
können aber auch Situationen auftreten, bei denen ein Fahrerassistenzsystem
im Grunde genommen „umgekehrt” arbeiten muss.
Dieser Fall trifft beispielsweise dann zu, wenn im Umfeld des Fahrzeugs
Objekte detektiert werden, die eine Kollisionsgefahr für
das Fahrzeug darstellen. In einem solchen Fall muss eine Gesamtlichtverteilung
mit einer solchen Lichtemission erzeugt werden können,
die dem Fahrer eine Fahrtrichtung zur Verringerung der Kollisionsgefahr
weist (sogenanntes Fluchtlicht) oder den Fahrer zumindest durch
einen entsprechenden Lichtstrahl auf die Kollisionsgefahr bzw. den
Kollisionsgegenstand aufmerksam macht (sogenanntes Markierungslicht).
Sowohl Fluchtlicht als auch Markierungslicht erfordern einen Lichtstrahl,
der im Vergleich zum Abblend- oder Fernlicht deutlich schmaler ist.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen Projektionsscheinwerfer
der genannten Art bereitzustellen, mit dem auf einfache Weise ein
Markierungs- bzw. Fluchtlicht realisiert werden kann.
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Diese
Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen von Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungen beziehungsweise Weiterbildungen
der Erfindung sind den jeweiligen Unteransprüchen entnehmbar.
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Die
Erfindung geht daher aus von einem Projektionsscheinwerfer für
ein Kraftfahrzeug, mit einem Reflektor, wenigstens einer im Reflektor
angeordneten Lichtquelle, einer vor dem Reflektor angeordneten Projektionslinse
sowie wenigstens einer zwischen Reflektor und Projektionslinse angeordneten Blendeneinrichtung
zur Abschattung eines Teils der von der Lichtquelle ausgesandten
und vom Reflektor reflektierten Lichtstrahlen, wobei die Blendeneinrichtung
wenigstens ein um eine Längsachse drehbares, längliches
Bauteil umfasst, welche Längsachse quer zur Lichtabstrahlrichtung
des Projektionsscheinwerfers ausgerichtet ist Erfindungsgemäß ist
vorgesehen, dass das Bauteil wenigstens zwei Abschattungslinien
aufweist, die zwischen sich einen lichten Zwischenraum ausbilden
und das Bauteil durch Drehung um seine Längsachse in eine
solche Position bring bar ist, dass die Abschattungslinien im Wesentlichen
vertikal verlaufen. Durch diese technische Maßnahme wird
auf konstruktiv einfache Weise mit nur einem Bauteil die Realisierung
eines Markierungs- bzw. Fluchtlichtes möglich. Das Bauteil
der Blendeneinrichtung braucht somit lediglich in die optisch wirksame
Position gedreht zu werden, bei der die Abschattungslinien vertikal
verlaufen, so dass die Lichtstrahlen des Projektionsscheinwerfers
durch den lichten Zwischenraum hindurchtreten können. Die
erforderliche Breite des Lichtstrahls kann durch geeignete Wahl
des lichten Zwischenraums bzw. des Abstandes der Abschattungslinien
beeinflusst werden. Durch entsprechende Drehung der Scheinwerfer
in horizontaler bzw. vertikaler Richtung ggf. unter Nutzung bereits
vorhandener Vorrichtungen bzw. Stellmotoren von Leuchtweitenregulierung
und Kurvenlicht kann der Lichtstrahl des Markierungs- bzw. Fluchtlichts überdies
beliebig ausgerichtet werden.
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Gemäß einer
ersten Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass
die Abschattungslinien derart beabstandet sind, dass sich ein spaltförmiger,
lichter Zwischenraum ergibt. Dies ermöglicht ein sehr schmales
Markierungs- bzw. Fluchtlicht, was durchaus gewünscht ist.
Zweckmäßigerweise werden dabei die Abschattungslinien
durch zwei aufeinander zugerichtete Kanten gebildet. Dies trägt
dazu bei, den Lichtstrahl scharf abzugrenzen.
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Um
die Ausleuchtung des Markierungs- bzw. Fluchtlichts farbig zu gestalten,
sieht eine weitere vorteilhafte Ausbildung des Erfindungsgedankens vor,
dass der lichte Zwischenraum mit einem Farbfilter versehen ist.
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Es
ist überaus von Vorteil, wenn sich in Abhängigkeit
der Drehstellung des Bauteils mehrere Lichtfunktionen, insbesondere
ein Abblendlicht, ein maskiertes Dauerfernlicht oder ein Markierungs- bzw.
Fluchtlicht realisieren lassen. Dies führt zu einer Vereinfachung
und auch zu einer Beschleunigung der Ansteuerung des Projektionsscheinwerfers,
weil durch nur eine Drehung eine durch ein Abschattungslinien-Muster
vordefinierte Grund-Lichtfunktion ausgewählt werden kann.
Eine gegebenenfalls notwendige ”Justierung” kann
durch eine bereits erwähnte Drehung der Scheinwerfer um
eine horizontale bzw. vertikale Achse erfolgen.
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Es
hat sich dabei als zweckmäßig erwiesen, wenn das
Bauteil derart ausgelegt ist, dass der Wechsel von einer Lichtfunktion
zu einer anderen durch eine Drehung des Bauteils um etwa 90° oder eine
mehrfaches davon erfolgt.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass
das Bauteil in etwa zylinderförmig ausgebildet ist, so
dass sich im Querschnitt in etwa eine kreisförmige Erscheinung
ergibt mit einem ersten Halbzylinder und einem zweiten Halbzylinder, wobei
zumindest jedem Halbzylinder ein Abschattungslinien-Muster für
die Realisierung einer bestimmten Lichtfunktion zugeordnet ist.
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Alternativ
kann in höchst zweckmäßiger Weise jedoch
auch vorgesehen sein, dass das Bauteil wenigstens zwei, in etwa
senkrecht zueinander stehende und von der Drehachse abstehende flügelartige
Teile aufweist, wobei jedes flügelartige Teil ein Abschattungslinien-Muster
aufweist, welches zur Realisierung einer bestimmten Lichtfunktion
beiträgt. Eine solche Bauart des Bauteils ermöglicht
besonders elegant die Realisierung mehrerer Lichtfunktionen. Beispielsweise
kann das Bauteil dabei in vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung
im Querschnitt vier, in etwa senkrecht zueinander stehende Flügel
aufweisen.
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Eine
Scheinwerferanordnung für ein Kraftfahrzeug mit wenigstens
zwei beabstandeten erfindungsgemäßen Projektionsscheinwerfern
kann in ihrer Flexibilität hinsichtlich der erzeugbaren
unterschiedlichen bzw. gemeinsamen Lichtfunktionen noch verbessert
werden, wenn der durch die Abschattungslinien gebildete lichte Zwischenraum
bei dem Bauteil wenigstens zweier Projektionsscheinwerfer jeweils
an unterschiedlichen Stellen angeordnet ist und/oder unterschiedliche
Dimensionen aufweist.
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Weitere
Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung werden anhand von bevorzugten
Ausführungsbeispielen deutlich, was mit Hilfe der beiliegenden
Figuren näher erläutert werden soll. Dabei bedeuten
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1 einen
prinziphaften Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen
Scheinwerfer,
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2 eine
Prinzipdarstellung eines ersten Ausführungsbeispiels für
eine verwendete Blendeneinrichtung (beste Ausführungsform)
in mehreren Ansichten,
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3 eine
Prinzipdarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels für
eine verwendete Blendeneinrichtung in mehreren Ansichten und
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4 eine
Prinzipskizze eines Kraftfahrzeugs, welches mit einer Scheinwerferanordnung ausgerüstet
ist, welche die erfindungsgemäßen Scheinwerfer
aufweist.
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Zunächst
wird auf 1 Bezug genommen. Darin ist
ein Projektionsscheinwerfer 1 lediglich prinziphaft im
Längsschnitt dargestellt, der einen vorzugsweise als Rotationsellipsoid
ausgebildeten Reflektor 2, eine in dessen ersten Brennpunkt
angeordnete Lichtquelle 3 und eine in einer Abstrahlrichtung L
gesehen vor der Lichtquelle 3 angeordnete Projektionslinse 4 umfasst.
Ferner ist zwischen der Lichtquelle 3 und der Projektionslinse 4,
und zwar an deren Brennposition und nahe dem zweiten Brennpunkt des
Reflektors 2 eine Blendeneinrichtung 6 vorgesehen,
die ein längliches Bauteil aufweist bzw. in diesem Fall
als solches ausgebildet und um eine Längsachse A drehbar
ist. Die Blendeneinrichtung 6 ist lediglich mit ihrem Hüllkreis 60 angedeutet,
der sich durch eine Rotation der Blendeneinrichtung 6 um
die Drehachse A ergibt. Die genannten Bauteile des Projektionsscheinwerfers 1 sind
in einem Gehäuse 70 gehalten, welches von einer
Lichtscheibe 5 in Abstrahlrichtung L abgedeckt wird. Zusätzlich
kann die Abstrahlrichtung L verändert werden, indem der
Projektionsscheinwerfer 1 bzw. Teile davon (vorzugsweise
ein Schwenkmodul) um eine Vertikal-(V) bzw. Horizontalachse H geschwenkt
wird.
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In
den 2a bis c ist nunmehr die Blendeneinrichtung 6 im
Einzelnen dargestellt. Sie weist vier Flügel 7, 8, 9, 10 auf,
welche senkrecht zueinanderstehen, derart, dass sich im Querschnitt
in etwa eine kreuzförmige Gestalt ergibt (vgl. 2c).
Der Flügel 7 ist in etwa in der Mitte seiner Längserstreckung
mit einem lichten, spaltförmigen Zwischenraum 11 versehen,
der durch zwei aufeinander zugerichtete spitze Kanten 12 gebildet
wird. Die Kanten 12 bilden in der dargestellten Position
der Blendeneinrichtung 6 gleichzeitig vertikal verlaufende
Abschattungslinien aus, durch die das von der Lichtquelle 3 ausgestrahlte
und am Reflektor 2 reflektierte Licht abgeschattet wird
und nur noch ein schmaler Lichtstrahl durch den lichten Zwischenraum 11 hindurch
treten kann, welcher hervorragend als Markierungslicht ML oder Fluchtlicht
FL (vgl. 4) dienen kann. Gleichermaßen
stellt natürlich die horizontal verlaufende Oberkante des
Flügels 7 eine horizontal verlaufende Abschattungslinie
dar, wobei diese vorteilhaft durch ein gestrichelt angedeutetes
Abschattungslinien-Muster 19 (welches dem zur Erzeugung
eines üblichen Abblendlichts entspricht) modifiziert bzw. überlagert werden
kann. Selbstverständlich ist es denkbar, die Breite des
lichten Zwischenraums 11 nach Bedarf zu variieren oder
u. U. auch mehrere derartige lichte Zwischenräume vorzusehen.
Auch kann es durchaus zweckmäßig sein, den lichten
Zwischenraum 11 mit einem Farbfilter (nicht gezeigt) auszufüllen.
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Der
Flügel 8 hingegen weist zwei horizontal verlaufende
Abschattungslinien 16 und 17 sowie eine schräg
verlaufende, diese verbindende Abschattungslinie 18 auf,
so dass sich insgesamt ein Abschattungslinien-Muster ergibt, welches
dem zur Erzeugung eines herkömmlichen Abblendlichts entspricht.
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Der
Flügel 9 weist ebenfalls zwei horizontale Abschattungslinien 14 und 15 auf,
wobei die Abschattungslinie 14 in ihrem Abstand zum Hüllkreis 60 deutlich
zurückversetzt ist. Die Abschattungslinien 14, 15 sind
durch eine vertikal verlaufende Abschattungslinie 13 miteinander
verbunden sind, derart, dass sich ein Abschattungslinien-Muster
ergibt, welches zur Erzeugung eines maskierten Dauerfernlichts geeignet
ist.
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Schließlich
sei der Flügel 10 erwähnt, dessen in
der dargestellten Position verlaufende Unterkante, welche ebenfalls
vom Hüllkreis 60 deutlich zurückversetzt
ist, die Abschattungslinie zur Erzeugung eines unmaskierten Fernlichts
ausbildet, also eines Fernlichts, welches keine vertikal verlaufende,
sondern nur eine horizontal verlaufende Hell-Dunkel Grenze aufweist.
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Es
ist ohne weiteres für den Fachmann ersichtlich, dass bei
Einsatz der Blendenvorrichtung 6 im Projektionsscheinwerfer 1 auf
einfache Weise, durch Drehung der Blendenvorrichtung 6 um
ihre Drehachse A mehrere Lichtfunktionen realisiert werden können.
So kann in der in 2a gezeigten Position
der Blendeneinrichtung 6, bei der der Flügel 7 nach
oben, also abgewandt vom Straßenboden ausgerichtet ist,
ein Markierungs- bzw. Fluchtlicht (ggf. mit überlagertem
Abblendlicht) erzeugt werden. Eine weitere Drehung der Blendenvorrichtung 6 um
etwa 90° (2b) würde
zur Realisierung ausschließlich einer Abblendlichtfunktion
führen. Von dieser Position ausgehend wird eine Drehung
der Blendenvorrichtung 6 wiederum um etwa 180° die
Lichtfunktion eines maskierten Dauerfernlichts ermöglichen.
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In
den 3a bis c ist nun eine alternative Ausführungsform 6' für
eine Blendeneinrichtung dargestellt. Die Blendeneinrichtung 6' ist
dabei in etwa zylinderförmig ausgebildet und weist einen
oberen Halbzylinder 20 und einen unteren Halbzylinder 21 auf,
welche durch die Achse A voneinander gedanklich unterteilt sind.
Der obere Halbzylinder 20 ist mit einem lichten, spaltförmigen
Zwischenraum 22 versehen, welche durch zwei aufeinander
zugerichtete Kanten 23 gebildet wird und etwa in der Mitte
der Längserstreckung der Blendeneinrichtung 6' befindet.
Die Kanten 23 bilden in der dargestellten Position (3a) der Blendeneinrichtung 6' gleichzeitig vertikal
verlaufende Abschattungslinien aus, durch die das von der Lichtquelle 3 ausgestrahlte
und am Reflektor 2 reflektierte Licht abgeschattet wird
und nur noch ein schmaler Lichtstrahl durch den lichten Zwischenraum 22 hindurch
treten kann, welcher hervorragend als Markierungslicht ML oder Fluchtlicht FL
(vgl. 4) dienen kann. Gleichermaßen stellt
natürlich die horizontal verlaufende Oberseite des Halbzylinders 20 eine
horizontal verlaufende Abschattungslinie dar, wobei diese vorteilhaft
durch ein gestrichelt angedeutetes Abschattungslinien-Muster 28 (welches
dem zur Erzeugung eines üblichen Abblendlichts entspricht)
modifiziert bzw. überlagert werden kann. Auch für
dieses Ausführungsbeispiel sei erwähnt, dass die
Breite des lichten Zwischenraums 22, ebenso wie seine Position
variiert werden kann. Ebenso sind Anwendungsfälle denkbar,
in denen mehrere lichte Zwischenräume vorteilhaft sind. Auch
bei diesem Ausführungsbeispiel kann der Zwischenraum mit
einem nicht gezeigten Farbfilter ausgefüllt sein.
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Der
unteren Halbzylinder 21 hingegen bildet zwei horizontale
Abschattungslinien 29 und 31 aus, die durch eine
vertikale Abschattungslinie 30 miteinander verbunden sind,
wodurch ein vergleichbares Abschattungslinien-Muster erzeugt wird,
wie es dem Flügel 9 aus 2b entnommen
werden kann. Es ist also auch hierdurch die Lichtfunktion eines
maskierten Dauerfernlichts realisierbar.
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Auch
bei dieser Ausführungsform ist ohne weiteres ersichtlich,
dass bei Einsatz der Blendenvorrichtung 6' im Projektionsscheinwerfer 1 auf
einfache Weise, durch Drehung der Blendenvorrichtung 6' um
ihre Drehachse A mehrere Lichtfunktionen realisiert werden können.
So kann in der in 3a gezeigten Positionen
der Blendeneinrichtung 6', bei der der Halbzylinder 20 nach
oben, also abgewandt vom Straßenboden ausgerichtet ist,
ein Markierungs- bzw. Fluchtlicht (ggf. mit überlagertem
Abblendlicht) erzeugt werden. Eine weitere Drehung der Blendenvorrichtung 6' um
etwa 180° (Position nicht gezeigt) würde zur Realisierung
eines maskierten Dauerfernlichtes führen.
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Unter
Bezugnahme auf die 3b sei noch angemerkt,
dass der obere Halbzylinder 20 eine Quersymmetrieachse
S aufweist, durch die der obere Halbzylinder 20 in einen
rechten (24) und einen linken Teil 25 unterteilt
wird. Dabei weist jeder Teil 24 und 25 einen dreieckförmigen
Endbereich 26 bzw. 27 auf, dessen Dreieckspitze
eine Kante 23 ausbildet.
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Schließlich
wird auf die 4 Bezug genommen. In dieser
ist ein fahrendes Kraftfahrzeug 71 dargestellt, welches
mit einer Scheinwerferanordnung ausgestattet ist, welche zwei erfindungsgemäße,
beabstandete Projektionsscheinwerfer aufweist (rechte Fahrzeugseite,
linke Fahrzeugseite). Ferner ist ein am rechten Straßenrand
befindliches stehendes Hindernis 72 dargestellt, welches
beispielsweise ein stehengebliebenes Kraftfahrzeug sein kann. Weiterhin ist
am rechten Straßenrand ein Fußgänger 73 angedeutet.
Das Kraftfahrzeug 71 fährt zunächst mit
einer Lichtverteilung LV (gestrichelt angedeutet), die der eines
normalen Abblendlichts entspricht. Hierbei könnte eine
in den Projektionsscheinwerfern eingesetzte Blendeneinrichtung 6 eine
Position einnehmen, in der der Flügel 8 senkrecht
nach oben, also vom Fahrbahnboden abgewandt steht (2b).
Entdeckt nun das Fahrerassistenzsystem des Kraftfahrzeugs 71 (mit
entsprechenden Erfassung- und Auswerteeinrichtungen, nicht dargestellt)
beispielsweise den Fußgänger 73, so kann
durch entsprechende Steuersignale die Blendeneinrichtung 6 in
den Projektionsscheinwerfern jeweils so angesteuert werden, dass diese
(6) um 90° um die Achse A nach oben gedreht wird,
so dass die Kanten 12 vertikal verlaufende Abschattungslinien
bilden (vgl. 2a) und somit ein schmaler
Lichtstrahl erzeugbar ist. Des Weiteren wird das Schwenkmodul des
oder der Projektionsscheinwerfer(s) derart in Richtung des Fußgängers 73 geschwenkt,
dass der Lichtstrahl als Markierungslicht ML den Fußgänger 73 möglichst
genau markiert. Die Breite des Lichtstrahls vom Markierungslicht
ML kann dabei auch über die Positionierung der beiden Projektionsscheinwerfer
relativ zueinander beeinflusst werden. Gleichermaßen ist
es auch möglich, dass mit der erwähnten Position
der Blendeneinrichtung 6 ein schmales Fluchtlicht FL erzeugt
wird, welches dem Fahrer einen „Fluchtweg” weist,
mit welchem er dem Hindernis ausweichen und eine Kollision verhindern
kann.
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Die
Scheinwerferanordnung des Kraftfahrzeugs 71 kann in ihrer
Flexibilität hinsichtlich der erzeugbaren unterschiedlichen
bzw. gemeinsamen Lichtfunktionen noch verbessert werden, wenn der durch
die Abschattungslinien 12 bzw. 23 gebildete lichte
Zwischenraum 11 bzw. 22 bei der Blendeneinrichtung 6 bzw. 6' der
Projektionsscheinwerfer jeweils an unterschiedlichen Stellen angeordnet
ist und/oder unterschiedliche Dimensionen aufweist.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Projektionsscheinwerfer
- 2
- Reflektor
- 3
- Lichtquelle
- 4
- Projektionslinse
- 5
- Lichtscheibe
- 6,
6'
- Blendeneinrichtung
- 7
- Flügel
der Blendeneinrichtung 6
- 8
- Flügel
der Blendeneinrichtung 6
- 9
- Flügel
der Blendeneinrichtung 6
- 10
- Flügel
der Blendeneinrichtung 6
- 11
- lichter
Zwischenraum in Flügel 7
- 12
- aufeinander
zu gerichtete Kanten
- 13
- vertikaler
Abschattungslinie von Flügel 9
- 14
- horizontale
Abschattungslinie von Flügel 9
- 15
- horizontale
Abschattungslinie von Flügel 9
- 16
- horizontale
Abschattungslinie von Flügel 8
- 17
- horizontale
Abschattungslinie von Flügel 8
- 18
- schräge
Abschattungslinie von Flügel 8
- 19
- überlagerbare
Abschattungslinie für Flügel 7
- 20
- oberer
Halbzylinder der Blendeneinrichtung 6'
- 21
- unterer
Halbzylinder der Blendeneinrichtung 6'
- 22
- lichter
Zwischenraum im oberen Halbzylinder 20
- 23
- aufeinander
zu gerichtete Kanten
- 24
- rechte
Seite des oberen Halbzylinders 20
- 25
- linke
Seite des oberen Halbzylinders 20
- 26
- dreieckförmiger
Endbereich
- 27
- dreieckförmiger
Endbereich
- 28
- überlagerbare
Abschattungslinie für den oberen Halbzylinder 20
- 29
- horizontale
Abschattungslinie vom unteren Halbzylinder 21
- 30
- vertikale
Abschattungslinie vom unteren Halbzylinder 21
- 31
- horizontale
Abschattungslinie vom unteren Halbzylinder 21
- 60,
60'
- Hüllkreis
der Blendeneinrichtungen 6, 6'
- 70
- Gehäuse
- 71
- fahrendes
Kraftfahrzeug
- 72
- stehendes
Hindernis
- 73
- Fußgänger
- A
- Drehachse
der Blendeneinrichtung 6
- FL
- Fluchtlicht
- H
- horizontale
Achse
- L
- Abstrahlrichtung
- LV
- Lichtverteilung
- ML
- Markierungslicht
- S
- Symmetrieebene
- V
- Vertikalachse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - WO 2008/037388
A2 [0004]
- - DE 102006043281 A1 [0005]