-
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Befestigung mindestens einer Leiterplatte an einem Aufnahmeelement zur Aufnahme der mindestens einen Leiterplatte, wobei die Befestigung mittels mindestens eines Befestigungselementes erfolgt.
-
Ein derartiges Aufnahmeelement ist beispielsweise in Form eines wannenförmigen Trägerelements ausgebildet, innerhalb welchem ein oder mehrere Leiterplatten in an dem Aufnahmeelement vorgesehenen Halterungselementen eingeschoben werden können. Um die Leiterplatten in dem Aufnahmeelement zu fixieren, sind die Halterungselemente meist derart geformt, dass die eingeschobenen Leiterplatten an zwei in Richtung der Längsachse der Leiterplatte verlaufenden Seitenbereichen der Leiterplatte von den Halterungselementen U-förmig umgeben sind, so dass die Seitenbereich in einer Art Nut innerhalb der Halterungselemente geführt sind. Eine derartige Fixierung der Leiterplatten an dem Aufnahmeelement ist äußerst instabil, so dass die Leiterplatten leicht innerhalb des Aufnahmeelements ungewollt verrutschen oder gar herausfallen können.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zur Befestigung mindestens einer Leiterplatte an einem Aufnahmeelement zur Verfügung zu stellen, welche sich durch eine verbesserte Fixierung mindestens einer Leiterplatte an einem Aufnahmeelement auszeichnet.
-
Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruch 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
-
Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Befestigung mindestens einer Leiterplatte an einem Aufnahmeelement zur Aufnahme der mindestens einen Leiterplatte weist ein Befestigungselement auf. Das Befestigungselement ist erfindungsgemäß zumindest teilweise durch eine in der mindestens einen Leiterplatte vorgesehenen Durchgangsöffnung geführt, wobei das Befestigungselement ein erstes Halteelement aufweist, welches durch eine Drehbewegung des Befestigungselements auf einer Oberfläche der mindestens einen Leiterplatte befestigbar ist.
-
Das Befestigungselement weist vorzugsweise einen länglichen Schaft auf, welcher im befestigten Zustand des Befestigungselements durch die Durchgangsöffnung geführt ist und sich von der zu befestigenden Leiterplatte bis hin zu dem Aufnahmeelement erstreckt. Die Durchgangsöffnung kann beispielsweise rund oder eckig in Form eines Kreises, eines Quadrats oder aber auch in Form eines Langlochs ausgebildet sein. An dem Schaft des Befestigungselements ist ein erstes Halteelement vorgesehen, mittels welchem das Befestigungselement durch eine Drehbewegung des Befestigungselements auf einer Oberfläche der mindestens einen Leiterplatte befestigbar, vorzugsweise aufklemmbar, ist. Das erste Halteelement ist dabei auf der von dem Aufnahmeelement wegzeigenden Oberfläche der Leiterplatte befestigbar, so dass die Leiterplatte zwischen dem Aufnahmeelement und dem Halteelement vorzugsweise geklemmt gehalten werden kann, so dass ein Verrutschen der Leiterplatte aus ihrer gewünschten Position verhindert werden kann. Durch das Aufklemmen des Halteelements erfolgt eine Fixierung der Leiterplatte in der gewünschten Position an dem Aufnahmeelement. Das Befestigungselement kann dabei als zusätzliche Befestigung neben der Befestigung der Leiterplatte in den nutförmigen Ausnehmungen der Halterungselemente des Aufnahmeelements dienen. Ist das Aufnahmeelement derart gestaltet, dass es einen Abschnitt an dem Halterungselement aufweist, in welchen die Leiterplatte lediglich aufgelegt wird und nicht in einer Nut geführt ist, so wird die Leiterplatte im wesentlichen durch ein solches Befestigungselement an dem Aufnahmeelement fixiert. Das Befestigungselement kann in eine geöffnete und in eine geschlossene Position gedreht werden, wobei in der geöffneten Position das Befestigungselement zumindest teilweise durch die in der Leiterplatte vorgesehene Durchgangsöffnung hindurchführbar ist und die Leiterplatte in einem unbefestigten Zustand vorliegt. In dieser Position ist das erste Halteelement nicht auf der Oberfläche der Leiterplatte befestigt. In der geschlossenen Position ist das erste Halteelement vorzugsweise um einen Winkel von 90° zu der geöffneten Position verdreht, so dass das Halteelement auf der Oberfläche der Leiterplatte aufliegt. In dieser Position befindet sich das Befestigungselement in dem befestigten Zustand und die Leiterplatte ist in der gewünschten Position fixiert. Mittels der erfindungsmäßen Befestigungsvorrichtung ist somit eine besonders sichere und schnelle Fixierung mindestens einer Leiterplatte an einem Aufnahmeelement ermöglicht, wobei das Befestigungselement insbesondere als eine Verdreh-/Losdrehsicherung in Form einer Rüttelsicherung ausgebildet ist.
-
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das erste Halteelement eine Umfangsfläche auf, welche größer ist als die Umfangsfläche der Durchgangsöffnung. Demnach ist hierbei das erste Halteelement derart groß ausgebildet, dass es nicht durch die Durchgangsöffnung hindurchführbar ist, sondern lediglich der Schaft des Befestigungselement und etwaige sonst an dem Befestigungselement vorgesehene Elemente durch die Durchgangsöffnung hindurch geführt werden können. Ist das Befestigungselement im befestigten Zustand durch mehr als eine Leiterplatte hindurchgeführt, kommt das erste Halteelement demnach im befestigten Zustand des Befestigungselements vorzugsweise auf der Oberfläche der obersten Leiterplatte zum Aufliegen und fixiert diese.
-
Bevorzugt ist es vorgesehen, dass das Befestigungselement ein zweites Halteelement aufweist, welches durch eine Drehbewegung des Befestigungselements auf einer Oberfläche einer zweiten Leiterplatte befestigbar ist. Durch das Vorsehen eines zweiten Halteelements zusätzlich zu dem ersten Halteelement ist es möglich zwei Leiterplatten gleichzeitig mit einem Befestigungselement zu fixieren. Das erste Halteelement ist vorzugsweise an einem freien Ende des Schafts des Befestigungselements angeordnet, wobei das zweite Halteelement vorzugsweise unterhalb des ersten Halteelements an dem Schaft vorgesehen ist, so dass mittels des zweiten Halteelements eine unterhalb der ersten Leiterplatte in dem Aufnahmeelement vorgesehene zweite Leiterplatte mit dem zweiten Halteelement fixierbar ist. Das Befestigungselement ist dabei derart ausgebildet, dass durch eine Drehbewegung des Befestigungselements sowohl das erste Halteelement auf der Oberfläche der ersten Leiterplatte befestigbar, vorzugsweise aufklemmbar, ist als auch das zweite Halteelement auf der Oberfläche der zweiten Leiterplatte befestigbar, vorzugsweise aufklemmbar, ist.
-
Das zweite Halteelement weist dabei vorzugsweise eine Umfangsfläche auf, welche kleiner ist als die Umfangsfläche der Durchgangsöffnung. Dadurch ist es möglich beim Befestigen des Befestigungselements, wobei das Befestigungselement von oben auf den Leiterplatten, d. h. auf der Seite der Leiterplatte, welche von dem Aufnahmeelement wegzeigt, befestigt wird, das zweite Halteelement durch die Durchgangsöffnung der ersten Leiterplatte hindurchzuführen, so dass das zweite Halteelement auf der Oberfläche der zweiten Leiterplatte, welche unterhalb der ersten Leiterplatte angeordnet ist, befestigt, vorzugsweise aufgeklemmt, werden kann.
-
Bevorzugt ist es vorgesehen, dass das erste Halteelement mit einem Winkel von im Wesentlichen 90° versetzt zu dem zweiten Halteelement an dem Befestigungselement vorgesehen ist. Beim Einführen des Befestigungselements durch die Durchgangsöffnungen der Leiterplatten ist dabei das Befestigungselement derart gedreht, dass das zweite Halteelement durch die Durchgangsöffnung der ersten Leiterplatte hindurchgeführt werden kann. Das erste Halteelement ist dabei vorzugsweise derart gedreht, dass seine Längsachse quer zur Längsachse der vorzugsweise als Langloch ausgebildeten Durchgangsöffnungen ausgerichtet ist. Hat das Befestigungselement die gewünschte Endposition zum Befestigen der Leiterplatten erreicht, so kann das Befestigungselement um einen Winkel von im Wesentlichen 90° gedreht werden, so dass die Längsachse des zweiten Halteelements nunmehr quer zur Längsachse der als beispielsweise Langloch ausgebildeten Durchgangsöffnungen ausgebildet ist und dadurch nun nicht mehr über die Durchgangsöffnungen aus der Befestigung herausrutschen kann. Dadurch, dass die Umfangsfläche des ersten Halteelements vorzugsweise größer ausgebildet ist als die Umfangsfläche der Durchgangsöffnung, liegt das erste Halteelement auf der Durchgangsöffnung in dem befestigten Zustand des Befestigungselements derart auf, dass die Längsachse des ersten Halteelements parallel zu der Längsachse der Durchgangsöffnung angeordnet ist ohne, dass das erste Halteelement durch die Durchgangsöffnung hindurchrutschen könnte.
-
Gemäß einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist das Befestigungselement mehr als ein zweites Halteelement auf, wobei die mehreren zweiten Halteelement parallel zueinander an dem Befestigungselement ausgerichtet sind. Die mehreren zweiten Halteelement dienen vorzugsweise dazu, mehrere unterhalb der ersten Leiterplatte vorgesehene Leiterplatten mittels eines Befestigungselements zu fixieren. Die Leiterplatten weisen dafür jeweils Durchgangsöffnungen auf, welche fluchtend zueinander an den jeweiligen Leiterplatten angeordnet sind. Dadurch, dass die zweiten Halteelemente parallel zueinander an dem Befestigungselement angeordnet sind, können die an einem Schaft des Befestigungselements angeordneten zweiten Halteelemente zur gleichen Zeit eine geöffnete Position, in welcher die zweiten Halteelemente durch die Durchgangsöffnungen in den Leiterplatten hindurchgeführt werden können, und eine geschlossene Position, in welcher die zweiten Halteelemente auf den Oberflächen der jeweiligen Leiterplatten aufliegen und diese festklemmen, aufweisen. Die Drehbewegung der an dem Befestigungselement vorgesehenen zweiten Halteelemente findet dadurch gleichzeitig statt. Damit ist es möglich mehrere in dem Aufnahmeelement vorgesehene Leiterplatten, welche unterhalb der ersten Leiterplatte vorgesehen sind, gleichzeitig sicher und schnell in ihrer gewünschten Position an dem Aufnahmeelement zu fixieren.
-
Weiter ist es bevorzugt vorgesehen, dass das Befestigungselement ein Rastelement aufweist, mittels welchem das Befestigungselement an dem Aufnahmeelement befestigbar ist. Das Rastelement ist vorzugsweise an einem Ende des Schafts des Befestigungselements angeordnet, welcher dem Ende des Schafts, an welchem das erste Halteelement angeordnet ist gegenüberliegt. Das Rastelement ist vorzugsweise als ein Rasthaken ausgebildet, mittels welchem das Befestigungselement an dem Aufnahmeelement durch Einhaken, vorzugsweise durch Einhaken in eine an dem Aufnahmeelement vorgesehene Hinterschneidung, befestigbar ist. Im Bereich des Rastelements ist der Schaft des Befestigungselements vorzugsweise als Vierkant ausgebildet. Die Verdrehsicherung des Befestigungselements wird vorzugsweise dadurch erreicht, dass das Diagonalmaß des Vierkants am Schaft des Befestigungselements größer ist als das Breitenmaß des Aufnahmeelements im Bereich der Befestigung des Rastelements. Beim Drehen des Befestigungselements verformt sich somit das Aufnahmeelement im Bereich des Übermaßes elastisch und bewirkt so die Verdrehsicherung, was dadurch möglich ist, dass das Aufnahmeelement vorzugsweise aus einem elastischen Kunststoffmaterial hergestellt ist. Dieses Prinzip der Verdrehsicherung kann vorzugsweise auch bei den an dem Schaft des Befestigungselements vorgesehenen Halteelementen angewendet werden.
-
Das Rastelement ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung mit einem Winkel von im Wesentlichen 90° versetzt zu dem ersten Halteelement an dem Befestigungselement angeordnet, so dass das Rastmittel beim Befestigen des Befestigungselements durch die Durchgangsöffnungen in den Leiterplatten hindurchgeführt werden kann und anschließend bei der Drehbewegung des Befestigungselement derart verdreht wird, dass es in die Hinterschneidung an dem Aufnahmeelement eingreifen kann und in dieser Position nicht mehr durch die Durchgangsöffnungen hindurchgeführt werden kann.
-
Um eine einfache Handhabung des Befestigungselements für einen Benutzer zu ermöglichen, weist das Befestigungselement vorzugsweise eine Betätigungsfläche auf. Die Betätigungsfläche kann beispielsweise per Hand oder mittels eines Werkzeugs von einem Benutzer betätigt werden, wobei das Befestigungselement über die Betätigungsfläche positionierbar ist, insbesondere die Drehbewegung des Befestigungselements ausgeübt werden kann. Die Betätigungsfläche ist dabei vorzugsweise an dem ersten Halteelement ausgebildet, wobei die Betätigungsfläche in Form eines Schlitzes, in welchen beispielsweise ein Schraubendreher eingreifen kann, an dem ersten Halteelement ausgebildet sein kann.
-
Ferner betrifft die Erfindung ein Aufnahmeelement zur Aufnahme mindestens einer Leiterplatte und einer wie vorstehend aus- und weitergebildeten Vorrichtung zur Befestigung der mindestens einen Leiterplatte an dem Aufnahmeelement.
-
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert.
-
Es zeigen:
-
1 eine schematische Darstellung einer auf einer Tragschiene befestigten erfindungsgemäßen Moduleinheit;
-
2 eine schematische Darstellung von mehreren erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtungen zur Befestigung mehrerer Leiterplatten an einem Aufnahmeelement einer Moduleinheit;
-
3 eine weitere schematische Darstellung der an den Leiterplatten vorgesehenen erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung.
-
1 zeigt eine erfindungsgemäße Moduleinheit, welche an einer Tragschiene 10 befestigt ist. Es ist jedoch auch möglich die Moduleinheit an einem Befestigungsflansch, hier nicht gezeigt, zu befestigen. Die Moduleinheit weist ein, wie in 2 erkennbares, wannenförmiges Aufnahmeelement 12 zur Aufnahme von mindestens einer Leiterplatte 14, 16, 18 auf, wobei das Aufnahmeelement 12 aus einem Extrusionsprofil geformt ist. Das Aufnahmeelement 12 wird an seinen beiden Längsseiten von jeweils einem Halterungselement 24 begrenzt bzw. verschlossen, welches mehrere Einschubbereiche bzw. Abschnitte aufweist, in welche die Leiterplatten 14, 16, 18 zur Befestigung an dem Aufnahmeelement 12 eingeschoben werden können.
-
Die in 1 gezeigte Moduleinheit weist drei Leiterplatten 14, 16, 18 auf, welche, wie in 2 zu erkennen, übereinander in das Aufnahmeelement 12 eingeschoben sind. In 1 ist lediglich die zweite Leiterplatte 14 zu sehen, welche die oberste Leiterplatte darstellt, und somit das Aufnahmeelement 12 bzw. die Moduleinheit nach oben hin abschließt. Diese zweite Leiterplatte 14 liegt auf den Halterungselementen 24 auf und ist mittels drei Befestigungselementen 20 an dem Aufnahmeelement 12 befestigt. In dem hier gezeigten Beispiel sind Befestigungselemente 20 an den Seitenbereichen 22 der Leiterplatten 14, 16, 18 und mittig von den Leiterplatten 14, 16, 18 vorgesehen.
-
Um ein Herausrutschen der Leiterplatten 14, 16, 18 aus dem Aufnahmeelement 12 zu verhindern, ist an den beiden Querseiten des Aufnahmeelements 12 jeweils ein Seitenelement 26 vorgesehen. Die Seitenelemente 26 können auf das Aufnahmeelement 12 aufgeschoben werden und dort einrastend an dem Aufnahmeelement 12 befestigt werden. Die Seitenelemente 26 sind derart ausgebildet, dass sie die zweite Leiterplatte 14 teilweise übergreifen und dadurch die Leiterplatte 14 gegen ein ungewolltes Herausfallen aus dem Aufnahmeelement 12 schützen können.
-
In 2 ist das Aufnahmeelement 12 mit den darin angeordneten Leiterplatten 14, 16, 18 gezeigt, welche mittels an den Halterungselementen 24 vorgesehenen Abschnitten 28, 30, wobei die Abschnitte 28 vorzugsweise U-förmig und der Abschnitt 30 L-förmig ausgebildet ist, in dem Aufnahmeelement 12 gehalten werden. Zusätzlich hierzu sind die Leiterplatten 14, 16, 18 mit Befestigungselementen 20 an dem Aufnahmeelement 12 fixiert. Zur Montage der Befestigungselemente 20 weisen die Leiterplatten 14, 16, 18 Durchgangsöffnungen 32 auf, welche, wie in 4 erkennbar, als Langloch ausgebildet sind.
-
Das Befestigungselement 20 weist einen länglichen Schaft 34 auf, an welchem ein erstes Haltelement 36 angeordnet ist und zusätzlich ein oder mehrere zweite Halteelemente 38 angeordnet sein können. Das erste Halteelement 36 weist eine Umfangsfläche auf, welcher größer ist als die Umfangsfläche der Durchgangsöffnung 32, so dass das erste Halteelement 36 derart groß ausgebildet, dass es nicht durch die Durchgangsöffnungen 32 hindurchführbar ist, sondern lediglich der Schaft 34 des Befestigungselement 20 und etwaige sonst an dem Befestigungselement 20 vorgesehene Elemente durch die Durchgangsöffnungen 32 hindurchführbar sind, wie dies bei dem an dem Seitenbereich 22 vorgesehenen Befestigungselement 20 erkennbar ist. Ist das Befestigungselement 20 durch mehr als eine Leiterplatte 14, 16, 18 hindurchgeführt, liegt das erste Halteelement 36 demnach im befestigten Zustand des Befestigungselements 20, wie in 2 zu erkennen, vorzugsweise auf der Oberfläche der Leiterplatte 14 auf, welche in dem Aufnahmeelement 12 als oberste Leiterplatte 14 vorgesehen ist.
-
Das erste Halteelement 36 ist an einem freien Ende des Schafts 34 des Befestigungselements 20 angeordnet, wobei das zweite Halteelement 38 unterhalb des ersten Halteelements 36 an dem Schaft 34 vorgesehen ist, so dass mittels des zweiten Halteelements 38 eine unterhalb der ersten Leiterplatte 14 in dem Aufnahmeelement 12 vorgesehene zweite Leiterplatte 16 mit dem zweiten Halteelement 38 fixierbar ist, wie dies bei dem mittig angeordneten Befestigungselement 20 zu erkennen ist. Das Befestigungselement 20 ist dabei derart ausgebildet, dass durch eine Drehbewegung des Befestigungselements 20 sowohl das erste Halteelement 36 auf der Oberfläche der ersten Leiterplatte 14 aufklemmbar ist als auch das zweite Halteelement 38 auf der Oberfläche der zweiten Leiterplatte 16 aufklemmbar ist.
-
Das zweite Halteelement 38 weist dabei eine Umfangsfläche auf, welche kleiner ist als die Umfangsfläche der Durchgangsöffnung 32. Dadurch ist es möglich, beim Befestigen des Befestigungselements 20, wobei das Befestigungselement 20 von oben auf den Leiterplatten 14, 16, 18 befestigt wird, das zweite Halteelement 38 durch die Durchgangsöffnung 32 der ersten Leiterplatte 14 hindurchzuführen, so dass das zweite Halteelement 38 auf der Oberfläche der zweiten Leiterplatte 16, welche unterhalb der ersten Leiterplatte 14 angeordnet ist, aufzuklemmen.
-
Das erste Halteelement 38 ist dabei mit einem Winkel von im Wesentlichen 90° versetzt zu dem zweiten Halteelement 38 an dem Befestigungselement 20 vorgesehen. Beim Einführen des Befestigungselements 20 in die Leiterplatten 14, 16, 18 ist dabei das Befestigungselement 20 derart gedreht, dass das zweite Halteelement 38 durch die Durchgangsöffnung 32 der ersten Leiterplatte 14 hindurchgeführt werden kann. Das erste Halteelement 38 ist dabei vorzugsweise derart gedreht, dass seine Längsachse quer zur Längsachse der vorzugsweise als Langloch ausgebildeten Durchgangsöffnung 32 ausgerichtet ist. Hat das Befestigungselement 20 die gewünschte Endposition zum Befestigen der Leiterplatten 14, 16, 18 erreicht, so kann das Befestigungselement 20 um einen Winkel von im Wesentlichen 90° gedreht werden, so dass die Längsachse des zweiten Halteelements 38 nunmehr quer zur Längsachse der als Langloch ausgebildeten Durchgangsöffnung 32 ausgebildet ist und dadurch nun nicht mehr über die Durchgangsöffnung 32 aus der Befestigung herausrutschen kann. Dadurch, dass die Umfangsfläche des ersten Halteelements 36 größer ausgebildet ist als die Umfangsfläche der Durchgangsöffnung 32, liegt das erste Halteelement 36 auf der Durchgangsöffnung 32 in diesem Zustand des Befestigungselements 20 derart auf, dass die Längsachse des ersten Halteelements 36 parallel zu der Längsachse der Durchgangsöffnung 32 angeordnet ist ohne, dass das erste Halteelement 36 durch die Durchgangsöffnung 32 hindurchrutschen könnte.
-
Sind mehrere Leiterplatten 14, 16, 18, wie dies hier gezeigt ist, in dem Aufnahmeelement 12 angeordnet, so weisen die Leiterplatten 14, 16, 18 jeweils pro Befestigungselement 20 eine Durchgangsöffnung 32 auf, welche fluchtend zueinander, übereinander angeordnet sind, wie in 4 gezeigt, so dass das Befestigungselement 20 mit seinem Schaft 34 durch die übereinander angeordneten Durchgangslöcher 32 geführt werden kann. Pro Leiterplatte 14, 16, 18 kann das Befestigungselement 20 dabei jeweils ein erstes Halteelement 36 bzw. ein zweites Halteelement 38 aufweisen, wie dies hier bei dem mittig angeordneten Befestigungselement 20 der Fall ist. Die einzelnen Halteelemente 36, 38 sind dabei vorzugsweise in einem bestimmten Abstand zueinander an dem Schaft 32 angeordnet, wobei der Abstand vorzugsweise dem Abstand der zu befestigenden Leiterplatten 14, 16, 18 zueinander entspricht.
-
Im Bereich der Befestigung des Befestigungselements 20 an dem Aufnahmeelement 12 weist das Befestigungselement 20 ein Rastelement 40 auf, welches im Bereich des Aufnahmeelements 12, beispielsweise in eine Hinterschneidung 42 an einer Bodenplatte 44 des Aufnahmeelements 12, einhaken kann. Das Rastelement 40 ist mit einem Winkel von im Wesentlichen 90° versetzt zu dem ersten Halteelement 36 an dem Befestigungselement 20 angeordnet, wie in 4 zu erkennen ist, so dass das Rastelement 40 beim Befestigen des Befestigungselements 20 durch die Durchgangsöffnung 32 in den Leiterplatten 14, 16, 18 hindurchgeführt werden kann und anschließend bei der Drehbewegung des Befestigungselement 20 derart verdreht wird, dass es in die Hinterschneidung 42 an dem Aufnahmeelement 12 eingreifen kann und dadurch nicht mehr durch die Durchgangsöffnungen 32 hindurchgeführt werden kann.
-
Bei dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ist jeweils ein Befestigungselement 20 an den Seitenbereichen 22 der Leiterplatten 14, 16, 18 vorgesehen, wobei diese Befestigungselemente 20 lediglich die erste Leiterplatte 14 durch ein erstes Halteelement 36 festklemmen, da die zweite Leiterplatte 16 und die dritte Leiterplatte 18 durch die U-förmigen Abschnitte 28 der Halterungselemente 24 in ihrer Position in dem Aufnahmeelement 12 gehalten werden und die erste Leiterplatte 14 lediglich auf einem L-förmigen Abschnitt 30 aufliegt, welche die erste Leiterplatte 14 nicht nach oben hin übergreift. Das in der Mitte der Leiterplatten 14, 16, 18 vorgesehene Befestigungselement 20 weist hingegen für die erste Leiterplatte 14, ein erstes Halteelement 36 und für die zweite Leiterplatte 16 und die dritte Leiterplatte 18 jeweils ein zweites Halteelement 38 auf, so dass alle drei Leiterplatten 14, 16, 18 mittels der Halteelemente 36, 38 mittig an dem Aufnahmeelement 12 fixiert werden können, wodurch durch die Leiterplatten verursachte Klappergeräusche verhindert werden können.
-
3 zeigt eine Detaildarstellung eines an den Seitenbereichen 22 der Leiterplatten 14, 16, 18 vorgesehenen Befestigungselements 20, wobei dieses Befestigungselement 20 lediglich ein erstes Halteelement 36 aufweist, welches im gezeigten befestigten Zustand auf der ersten Leiterplatte 14 aufliegt. Das Rastelement 40, welches in einer Hinterschneidung 42 des Aufnahmeelements 12 eingreifen kann, ist um einen Winkel von 90° versetzt zu dem ersten Halteelement 36 an dem Schaft 34 angeordnet.
-
Insbesondere um die Drehbewegung des Befestigungselements 20 realisieren zu können, weist das Befestigungselement 20 eine Betätigungsfläche 46 auf, welche hier in Form eines Schlitzes dargestellt ist. Die Betätigungsfläche 46 ist dabei an der Oberseite des ersten Halteelements 36 ausgebildet, so dass ein Benutzer, beispielsweise mittels eines Schraubendrehers, in die schlitzförmige Betätigungsfläche 46 eingreifen kann, um das Betätigungselement 20 drehen zu können.
-
Bezugszeichenliste
-
- 10
- Tragschiene
- 12
- Aufnahmeelement
- 14
- Erste Leiterplatte
- 16
- Zweite Leiterplatte
- 18
- Dritte Leiterplatte
- 20
- Befestigungselement
- 22
- Seitenbereich
- 24
- Halterungselement
- 26
- Seitenelement
- 28
- Abschnitt
- 30
- Abschnitt
- 32
- Durchgangsöffnung
- 34
- Schaft
- 36
- Erstes Halteelement
- 38
- Zweites Halteelement
- 40
- Rastelement
- 42
- Hinterschneidung
- 44
- Bodenplatte
- 46
- Betätigungsfläche