-
Die Erfindung betrifft einen Abfallbehälter mit einer Behältniswand und ggf. einem Behältnisboden, wobei zugeordnet einem oberen Rand der Behältniswand ein Aufsetzrahmen vorgesehen ist und vermittels des Aufsetzrahmens ein Müllbeutel halterbar ist.
-
Ein derartiger Abfallbehälter ist bspw. aus der
EP 1 348 645 A1 bekannt. Die Halterung des Müllbeutels ist durch eine Einklemmung zwischen der Behältniswand im Bereich des oberen Randes der Behältniswand, unter Übergriff auf diesen oberen Rand durch den Müllbeutel, und einer in den Abfallbehälter eingreifenden Wand des Aufsetzrahmens erreicht.
-
Ausgehend von dem genannten Stand der Technik beschäftigt sich die Erfindung mit der Aufgabe, einen Abfallbehälter mit einem Aufsetzrahmen anzugeben, bei welchem eine insbesondere vorteilhafte Halterung eines Müllbeutels erreichbar ist.
-
Eine mögliche Lösung der Aufgabe ist nach einem ersten Erfindungsgedanken bei einem Abfallbehälter gegeben, bei welchem der Aufsetzrahmen einen Halterungsabschnitt aufweist, der sich innerhalb und mit seitlichem Abstand zu der Behältniswand erstreckt und Halterungsmittel aufweist zur möglichen Halterung des Müllbeutels allein an dem Halterungsabschnitt. Eine Zusammenwirkung des mit dem Aufsetzrahmen verbundenen Halterungsabschnitts mit der Behältniswand ist zur Halterung des Müllbeutels nicht erforderlich. Bei einem Anheben des Aufsetzrahmens kann der Müllbeutel an dem Aufsetzrahmen gehaltert bleiben. Er kann bspw. mit dem Aufsetzrahmen zusammen aus dem Behälter entnommen werden oder zufolge des Anhebens des Aufsetzrahmens in eine günstige Greifposition versetzt werden. Die an dem Halterungsabschnitt vorgesehenen Halterungsmittel für den Müllbeutel können in verschiedenster Hinsicht gestaltet sein. In einfacher Weise kann bspw. eine konkave Gestaltung des Halterungsabschnitts gegeben sein, an welcher der zugeordnete Bereich des Müllbeutels mittels eines elastischen Ringes, bspw. eines Gummiringes, der zufolge der Konkavität nicht nach unten abgleiten kann, gehaltert ist. Alternativ oder ergänzend kann der Halterungsabschnitt auch Einklemmvorsprünge aufweisen, in welche man Bereiche des oberen Bereichs des Müllbeutels einklemmt. Es kann sich auch um Durchstechabschnitte handeln, in welchen man durch entsprechendes Durchstechen des oberen Randbereichs des Müllbeutels diesen haltert. Es kann sich auch um klammerartige Teile handeln, mit welchen der obere Bereich des Müllbeutels bspw. zur Halterung an dem Halterungsabschnitt geklammert wird.
-
Weitere Merkmale der Erfindung sind nachstehend, auch in der Figurenbeschreibung und der Zeichnung, oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zu dem bereits vorstehend erläuterten Konzept beschrieben bzw. dargestellt, sie können aber auch in einer Zuordnung zu nur einem oder mehreren einzelnen Merkmalen, die hier beschrieben oder zeichnerisch dargestellt sind, oder unabhängig oder in einem anderen Gesamtkonzept, von Bedeutung sein.
-
So ist es bevorzugt, dass der Aufsetzrahmen ein Deckelteil aufweist, das relativ zu dem Aufsetzrahmen beweglich ist. Der Aufsetzrahmen ist so nach oben im Nichtbenutzungszustand bevorzugt durch das Deckelteil geschlossen. Das Deckelteil ist bevorzugt nicht bzw. nicht ohne Zerstörung oder Werkzeug lösbar an dem Aufsetzrahmen befestigt. Es ist somit bevorzugt auch im Hinblick auf eine Einheit von Aufsetzrahmen und Deckelteil unverlierbar.
-
Der Halterungsabschnitt bildet innenseitig zugleich auch eine vorzugsweise umlaufend und geschlossen ausgebildete Wandung aus, die hinsichtlich in den Abfallsammer einzulegender oder einzuwerfender Gegenstände jedenfalls eine Randbegrenzung schafft. Sie kann zugleich einen Einwurftrichter darstellen. Dadurch, dass der Müllbeutel außenseitig zu dieser Einwurfbegrenzung angeordnet ist, kann er durch in den Abfallsammler eingebrachte Teile auch nicht in seinem oberen Bereich hinsichtlich der Halterung gelockert oder hinsichtlich seines Zusammenhaltes geschädigt werden.
-
Der Aufsetzrahmen ist weiterhin bevorzugt frei von der Behältniswand abnehmbar. Eine Clipsverbindung mit der Behältniswand ist bspw. insofern bevorzugt nicht vorgesehen. Einfaches übliches Anheben von Hand des Aufsetzrahmens lässt diesen von der Stirnseite der Wandungen des Behältnisses abnehmen.
-
Weiter ist bevorzugt, dass an der Behältniswand, zugeordnet deren oberem Rand, ein oder mehrere verschwenkbare Tragbügel angeordnet sind. Hiermit kann der Abfallbehälter insgesamt bspw. aus einer Aufnahme herausgenommen werden. Da ein solcher Tragbügel nicht an dem Aufsetzrahmen, sondern an der Behältniswand angebracht ist, bleibt bei einem Herausnehmen des Abfallsammlers insgesamt aus einer Aufnahme oder bei einem Verbringen des Abfallsammlers als solchen an einen anderen Ort der Aufsetzrahmen und, soweit vorgesehen, damit auch der Deckel an seinem Ort.
-
Insbesondere ist bevorzugt, dass der Aufsetzrahmen den oberen Rand der Behältniswand lediglich innen- und oberseitig überdeckt.
-
Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die jedoch lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
-
1 eine perspektivische Darstellung eines Schrankes mit Auszug und darin aufgenommenem Abfallsammler;
-
2 einen Abfallbehälter mit aufgesetztem Aufsatzrahmen in perspektivischer Darstellung;
-
3 den oberen Bereich des Abfallbehälters gemäß 2 mit Aufsetzrahmen in Explosionsdarstellung;
-
4 den Abfallbehälter gemäß 2 bzw. 3 in einer Ansicht von schräg oben, bei aufgesetztem Aufsetzrahmen und geöffnetem Deckel;
-
5 eine Darstellung gemäß 4, in einer Ansicht von schräg unten, bei von dem Abfallbehälter entferntem Aufsetzrahmen;
-
6 eine Draufsicht auf den Abfallbehälter gemäß 2;
-
7 einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß 6 entlang der Linie VII-VII in 6; und
-
8 einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß 6 entlang der Linie VIII-VIII in 8.
-
Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu 1, ein Schrank 1 mit einem Auszug 2, in welchem ein Abfallbehälter 3 einhängend aufgenommen ist.
-
In 2 ist der Abfallbehälter 3 in weiterer Einzelheit dargestellt. Der Abfallbehälter 3 weist einen Behältnisboden 4 und hiervon vertikal aufragende Behältniswände 5, 6, 7 und 8 auf. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Abfallbehältnis 3 mit einem rechteckigen Grundriss gebildet, so dass sich zwei Längs-Behältniswände 5, 7 ergeben und zwei quer- bzw. schmalseitige Behältniswände 6, 8.
-
Oberseitig, zugeordnet einem oberen Rand 9, vgl. 3, des Abfallbehälters 3 ist ein Aufsetzrahmen 10 angeordnet. Der Aufsetzrahmen 10 weist im Einzelnen, vgl. auch 4 und 5, einen Deckel 11 auf. Der Deckel 11 ist beim Ausführungsbeispiel und bevorzugt auch mit einem rechteckigen Grundriss ausgebildet, entsprechend zwei Längsrandseiten und zwei Schmalrandseiten, wobei der Deckel 11 weiterhin an einer Schmalrandseite 12 schwenkbeweglich in dem Aufsetzrahmen 10 gehaltert ist.
-
Der Aufsetzrahmen 10 weist weiter einen Halterungsabschnitt 13 auf, der sich im eingesetzten Zustand, vgl. etwa 7 und 8, innerhalb und mit seitlichem Abstand zu den Behältniswänden 5, 7 und 6, 8 erstreckt. Der Halterungsabschnitt 13 weist weiter Halterungsmittel auf, zur Halterung eines Müllbeutels 14. Der Müllbeutel 14 erstreckt sich entsprechend im zusammengesetzten Zustand, vgl. hierzu 7 und 8, im Inneren des Abfallbehälters 3. Der Müllbeutel 14 kann hierbei so angeordnet sein, dass er sich nur im Inneren des Abfallbehälters 3 erstreckt.
-
Die Halterungsmittel bestehen beim Ausführungsbeispiel aus einem Gummiband 15, mit welchem ein oberer Randbereich 16 des Müllbeutels an dem Halterungsabschnitt 13 gehaltert ist. Der Halterungsabschnitt 13 ist weiter ersichtlich konkav gestaltet, so dass sich eine Einziehung 17, vgl. etwa 5, ergibt, in welcher beim Ausführungsbeispiel das als Gummiband 15 gebildete Halterungsmittel sich im Nutzungszustand befindet. Ein Herabrutschen nach unten ist durch diesen Einzugsbereich 17 verhindert.
-
Eine Halterungsebene E, vgl. etwa 7, 8, des Müllbeutels 14 ist gegenüber dem oberen Rand 9 des Abfallbehälters nach unten versetzt. Ein Versetzmaß v entspricht bevorzugt etwa 1 cm bis 5 cm.
-
Der Aufsetzrahmen 10 weist einen Aufsetzabschnitt 18 auf, mit welchem er auf einer Stirnfläche des Behälterrandes 9 übergreifend aufsitzt. Weiter weist der Aufsetzrahmen 10 einen Anliegeabschnitt 19 auf, mit welchem er an einer Innenseite einer Behältniswand 5, 6, 7, 8 in Anlage kommen kann, und zwar zugeordnet dem oberen Bereich bzw. dem Rand 9 des Abfallbehälters. Der Anliegeabschnitt 19 befindet sich oberhalb des Halterungsabschnittes 13.
-
Ausgehend von dem Anlagebereich 19 erstreckt sich der Aufsetzrahmen 10 sodann im Querschnitt, wie in den 7 und 8 dargestellt, nach innen und unten bzgl. des Behälters. Erst anschließend, in Vertikalrichtung von oben nach unten gesehen, an den Anlagebereich 19 ist der Halterungsbereich 13 gebildet.
-
Bevorzugt ist der Aufsetzrahmen 10 wie ersichtlich mit Ausnahme des Deckels 11 einteilig gebildet.
-
Der Deckel 11 ist weiter bevorzugt mit von einer im Aufsetzzustand obersten Ebene E1 nach unten sich erstreckenden, von außen zugänglichen Vertiefungsbereichen 20 gebildet. Zwischen beim Ausführungsbeispiel vorgesehenen zwei Vertiefungsbereichen 20, die sich in Längsrichtung des Grundrisses des Abfallbehälters 3 aneinander anschließen, ist ein Stegbereich 21 belassen. Hierdurch kann der Deckel leicht gehandhabt werden.
-
Ein Vertiefungsbereich 20 weist eine freie Tiefe t auf, die an der vertikalen Erstreckung des Anlagebereiches 19 orientiert ist. Bevorzugt beträgt sie 60 bis 99 Hundertstel der Vertikalerstreckung des Anlagebereiches 19.
-
An zwei Behältniswänden, bevorzugt den Längs-Behältniswänden 5 und 7 des Abfallbehälters 3 sind schwenkbeweglich Tragbügel 22 gelagert. Diese Tragbügel 22 können relativ zu dem aufgesetzten Aufsetzrahmen 10 verschwenken. Eine seitliche Randkante 23 eines Aufsetzbereiches 18 verläuft innenseitig bzgl. einer im Ruhezustand im Querschnitt sich darstellenden inneren Vertikalkante 24 eines Tragbügels 22.
-
Der Deckel 11 ist, beim Ausführungsbeispiel zugeordnet einer seiner Schmalrandkanten, seitlich mittels einer nicht dargestellten Schwenkachse verschwenkbar und bevorzugt nicht ohne Zerstörung entfernbar an dem Aufsetzrahmen 10 gehaltert.
-
Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige erfinderische Weiterbildungen des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen vorzunehmen.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Schrank
- 2
- Auszug
- 3
- Abfallbehälter
- 4
- Behältnisboden
- 5
- Behältniswand
- 6
- Behältniswand
- 7
- Behältniswand
- 8
- Behältniswand
- 9
- Rand
- 10
- Aufsetzrahmen
- 11
- Deckel
- 12
- Schmalrandseite
- 13
- Halterungsbereich
- 14
- Müllbeutel
- 15
- Gummiband
- 16
- Randbereich
- 17
- Einziehbereich
- 18
- Aufsetzbereich
- 19
- Anlagebereich
- 20
- Vertiefungsbereich
- 21
- Stegbereich
- 22
- Tragbügel
- 23
- Randkante
- 24
- Vertikalkante
- E
- Halterungsebene
- E1
- Ebene
- v
- Vertikalmaß
- t
- Tiefe
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-