DE102012108384A1 - Fahrzeugluftreifen - Google Patents
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Abstract
Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifenprofil, welches durch Umfangsrillen (2, 3, 3') in in Umfangsrichtung umlaufende Profilpositive, wie Profilbänder (1) und/oder Profilblockreihen gegliedert ist, wobei zumindest ein Profilpositiv (1) vorgesehen ist, in welchem Rillen (4) ausgebildet sind, welche sich jeweils aus zwei unter einem stumpfen Winkel zueinander und jeweils im Wesentlichen gerade verlaufenden Rillenabschnitten (5, 6) zusammensetzen, von welchen der eine, erste Rillenabschnitt (5) in eine das Profilpositiv (1) begrenzende Umfangsrille (2, 3, 3') mündet und unter einem Winkel von höchstens 15° zur axialen Richtung verläuft und wobei sich der zweite Rillenabschnitt (6) zumindest im Wesentlichen in Umfangsrichtung erstreckt, Der in Umfangsrichtung verlaufende zweite Rillenabschnitt (6) weist eine geringere Tiefe auf als der erste Rillenabschnitt (5) und ist im Querschnitt von zwei zueinander V-förmig verlaufenden Rillenflanken (6a, 6b) begrenzt, wobei jene Rillenflanke (6a), welche der Umfangsrille (2, 3, 3'), in welche der erste Rillenabschnitt (5) mündet, näher liegt, im Querschnitt zumindest im Wesentlichen in radialer Richtung verläuft, und wobei die von Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt (6) unmittelbar angeströmte Rillenwand des ersten Rillenabschnittes (5) eine über die Längserstreckung des Rillenabschnittes (5) ausgebildete Fase (7) ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifenprofil, welches durch Umfangsrillen in in Umfangsrichtung umlaufende Profilpositive, wie Profilbänder und/oder Profilblockreihen gegliedert ist, wobei zumindest ein Profilpositiv vorgesehen ist, in welchem Rillen ausgebildet sind, welche sich jeweils aus zwei unter einem stumpfen Winkel zueinander und jeweils im Wesentlichen gerade verlaufenden Rillenabschnitten zusammensetzen, von welchen der eine, erste Rillenabschnitt in eine das Profilpositiv begrenzende Umfangsrille mündet und unter einem Winkel von höchstens 45° zur axialen Richtung verläuft und wobei sich der zweite Rillenabschnitt zumindest im Wesentlichen in Umfangsrichtung erstreckt.
- Ein Fahrzeugluftreifen der eingangs genannten Art ist beispielsweise aus der
EP 2 444 257 A1 bekannt. Der für Schwerlastfahrzeuge geeignete Reifen weist ein Laufstreifenprofil auf, welches sich aus einer Anzahl von Profilrippen zusammensetzt, die durch Umfangsrillen voneinander getrennt sind, wobei eine Profilrippe entlang des Reifenäquators verläuft. In dieser zentralen Profilrippe sind Rillen vorgesehen, welche sich aus zwei Rillenabschnitten, die unter einem stumpfen Winkel zueinander verlaufen, zusammensetzen, wobei der eine Rillenabschnitt jeweils in eine Umfangsrille mündet und der zweite Rillenabschnitt innerhalb der Profilrippe endet. Aus derEP 2 457 745 A1 ist ein Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifenprofil bekannt, welches neben zwei schulterseitig verlaufenden Profilblockreihen eine zentrale Profilrippe aufweist, in welcher mehrere über den Umfang des Laufstreifenprofils verteilt angeordnete und voneinander beabstandete Paare von axial nebeneinander angeordneten, in Umfangsrichtung ausgerichteten Rillen ausgebildet sind, die jeweils in eine quer oder schräg zur Umfangsrichtung verlaufende Rille münden, welche in eine benachbarte Umfangsrille mündet. Diese Rillen sollen der Profilrippe sowohl eine hohe Umfangs- als auch Quersteifigkeit verleihen und die Ableitung von Wasser in die Umfangsrillen unterstützen. - Es ist bekannt, dass vor allem in Umfangsrichtung des Laufstreifenprofils orientierte Rillenabschnitte zu einer Verbesserung des Wasserableitvermögens aus dem mittleren Bereich eines Profilpositives beitragen. Speziell bei für hohe Fahrgeschwindigkeiten vorgesehenen Sportreifen, die meist relativ breite Profilbänder oder Profilblockreihen aufweisen, ist mit den bekannten, sich aus zwei Rillenabschnitten zusammengesetzten Rillen nur ein unzureichendes Wasserableitvermögen erzielbar. Wasser kann aus den Profilpositiven nicht schnell genug abgeleitet werden, sodass solche Reifen hinsichtlich Nasshandling, beispielsweise Nassbremsen und Aquaplaning, den an sie gestellten Anforderungen nicht ausreichend genügen.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die wasserableitende Wirkung solcher Rillen in Profilpositiven, insbesondere in Profilbändern, deutlich zu verbessern.
- Gelöst wird die gestellte Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass der in Umfangsrichtung verlaufende zweite Rillenabschnitt eine geringere Tiefe aufweist als der erste Rillenabschnitt und im Querschnitt von zwei zueinander V-förmig verlaufenden Rillenflanken begrenzt ist, wobei jene Rillenflanke, welche der Umfangsrille, in welche der erste Rillenabschnitt mündet, näher liegt, im Querschnitt zumindest im Wesentlichen in radialer Richtung verläuft, und wobei die von Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt unmittelbar angeströmte Rillenwand des ersten Rillenabschnittes eine über die Längserstreckung des Rillenabschnittes ausgebildete Fase ist.
- Die erfindungsgemäß im Querschnitt asymmetrische Ausführung des in Umfangsrichtung verlaufenden zweiten Rillenabschnittes bewirkt gemeinsam mit der Fase entlang des angeströmten Bereiches des in die Umfangsrille mündenden ersten Rillenabschnittes eine optimale Ableitung von Wasser aus dem mittleren Bereich des Profilpositives.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der in Umfangsrichtung verlaufende zweite Rillenabschnitt eine maximale Tiefe von 2 mm auf, welche über den Verlauf des Rillenabschnittes in Richtung erstem Rillenabschnitt kontinuierlich zunimmt. Diese Maßnahme begünstigt das Einströmen von Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt in den ersten Rillenabschnitt.
- Eine weitere, das Einströmen von Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt in den ersten Rillenabschnitt optimierende Maßnahme besteht darin, dass der zweite Rillenabschnitt eine breite von höchstens 2 mm aufweist, welche über den Verlauf dieses Rillenabschnittes in Richtung erstem Rillenabschnitt kontinuierlich zunimmt.
- Von besonderem Vorteil ist die spezielle asymmetrische Ausgestaltung des zweiten Rillenabschnittes. Die an die in radialer Richtung verlaufende Rillenflanke angrenzende zweite Rillenflanke sollte mit der in radialer Richtung verlaufenden Rillenflanke einen Winkel einschließen, welcher zwischen 30° und 45° gewählt wird. Die derart gebildete trichterartige Öffnung des zweiten Rillenabschnittes zur Oberfläche der Profilpositives erleichtert einerseits das Einströmen des Wassers in diesen Rillenabschnitt und stabilisiert gleichzeitig die Rillenflanken beim Auftreten von Querkräften.
- Auch der in die Umfangsrille mündende erste Rillenabschnitt ist auf besondere Weise strukturiert. So weist dieser Rillenabschnitt eine Basisrille auf, an welche zur Oberfläche des Profilpositives als Fasen ausgebildete Rillenwände anschließen, die diesen Rillenabschnitt zur Oberfläche des Profilpositives verbreitern. Die Fasen verhindern ein Einrollen der an der Oberfläche des Profilpositives vorliegenden Kanten dieses Rillenabschnittes und tragen zu einer Verbesserung des Wasseraufnahmevermögens des ersten Rillenabschnittes bei.
- Besonders vorteilhaft ist der besondere Verlauf der vom Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt anströmbaren Fase des ersten Rillenabschnittes. Diese Fase läuft erfindungsgemäß bei der Umfangsrille an oder nahe der Oberfläche des Profilpositives aus, ihre radiale Erstreckung an ihrem im Profilpositiv befindlichen Ende ist am größten und entspricht hier der radialen Erstreckung der Rillenflanken des zweiten Rillenabschnittes zumindest im Wesentlichen.
- Die Basisrille ist von zwei in radialer Richtung verlaufenden Rillenwänden begrenzt, weist eine Breite von 0,8 mm bis 1,5 mm auf und besitzt einen Rillengrund, welcher in einer Tiefe verläuft, die mindestens 70% der vorgesehenen Profiltiefe beträgt und höchstens der Profiltiefe entspricht. Diese Ausführung der Basisrille hat den Vorteil, dass dieser Rillenabschnitt eine „Gelenkfunktion” übernehmen kann, um beim Abrollen des Reifens ein Abplatten des Reifens im Footprint zu erleichtern.
- Die vom Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt anströmbare Fase des ersten Rillenabschnittes verläuft gegenüber der radialen Richtung unter Winkeln von 5° bis 45° geneigt. Dieser sich über die Erstreckung der Fase ändernde Winkel ist günstig für die Geräuschentwicklung des Reifens beim Abrollen.
- Die zweite Fase des ersten Rillenabschnittes ist erfindungsgemäß mit einer im Wesentlichen konstanten radialen Erstreckung ausgebildet. Diese Maßnahme stabilisiert die an der Oberfläche des Profilpositives verlaufende Kante dieser Fase.
- Günstig ist es ferner, wenn die zweite Fase des ersten Rillenabschnittes gegenüber der radialen Richtung unter Winkeln von 30° bis 70° geneigt verläuft. Auch diese Maßnahme trägt zur Verringerung des Abrollgeräusches bei.
- Eine weitere das Profilpositiv stabilisierende Maßnahme besteht darin, dass die Fasen des ersten Rillenabschnittes eine radiale Erstreckung von höchstens 2 mm aufweisen.
- Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nun anhand der schematischen Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung darstellt, näher beschrieben. Dabei zeigen
-
1 eine Draufsicht auf einen Umfangsabschnitt eines Profilbandes eines Laufstreifenprofils eines Fahrzeugluftreifens, -
2 eine Schrägansicht des Profilbandes aus1 , -
3 eine Schnittdarstellung gemäß der Schnittansicht der Linie III-III der1 , -
4 eine Schnittdarstellung gemäß der Schnittlinie IV-IV der1 , -
5 eine Schnittdarstellung gemäß der Schnittlinie V-V der1 und -
6 eine Draufsicht zweier Profilbänder in einem Umfangsabschnitt eines Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens. -
1 zeigt eine Draufsicht auf einen Umfangsabschnitt eines Profilbandes1 eines Laufstreifens eines Fahrzeugluftreifens, insbesondere eines Reifens für einen Personenkraftwagen. Laufstreifen von Fahrzeugluftreifen setzen sich üblicherweise aus einer Anzahl von durch Umfangsrillen voneinander getrennten Profilpositiven zusammen, welche entweder als Profilbänder bzw. Umfangsrippen oder als Profilblockreihen ausgeführt sind, wobei letztere aus in Umfangsrichtung aneinandergereihten und durch Querrillen voneinander getrennten Profilblöcken bestehen. Das in1 gezeigte Profilband1 ist durch je eine den Laufstreifen in Umfangsrichtung umlaufende Umfangsrille2 ,3 begrenzt, wobei seitlich der Umfangsrillen2 ,3 weitere strukturierte Laufstreifenbereiche, beispielsweise ebenfalls Profilbänder, anschließen können. Wie insbesondere die Schnittdarstellung in2 zeigt, ist jede Umfangsrille2 ,3 durch einen Rillengrund2a ,3a und zwei Rillenwände2b ,3b begrenzt. Die Übergänge zwischen den in bzw. im Wesentlichen in radialer Richtung R orientierten Rillenwänden2b und dem Rillengrund2a sind gerundet, jene zwischen den Rillenwänden3b und dem Rillengrund3a sind von gegenüber der radialen Richtung R geneigt verlaufenden Verbindungsflanken3c gebildet. Die Umfangsrillen2 ,3 weisen in radialer Richtung R eine Tiefe TP auf, welche dem in radialer Richtung R gemessenen Abstand zwischen der tiefsten Stelle des Rillengrundes2a ,3a zur Oberfläche des Profilbandes1 entspricht. Üblicherweise entspricht die Tiefe TP der Umfangsrillen2 ,3 der maximal vorgesehenen Profiltiefe, welche für PKW-Reifen in der Größenordnung von 6,0 mm bis 8,5 mm beträgt. Die Umfangsrillen2 ,3 weisen an der Profiloberfläche eine Breite b1 auf, welche zwischen 6 mm und 16 mm beträgt, die in axialer Richtung gemessene Breite b2 des Profilbandes1 an seiner Oberfläche beträgt üblicherweise zwischen 16 mm und 36 mm. - Das Profilband
1 ist über seinen Umfang mit einer Vielzahl von Rillen4 strukturiert, welche sich jeweils aus einem ersten und einem zweiten Rillenabschnitt5 ,6 zusammensetzen und in Umfangsrichtung abwechselnd mit ihrem ersten Rillenabschnitt5 in die eine und in die andere Umfangsrille2 ,3 münden. Der erste Rillenabschnitt5 mündet daher entweder an der Rillenwand2b oder der Rillenwand3b nach außen und erstreckt sich unter einem spitzen Winkel α, welcher bis zu 45°, vorzugsweise zwischen 15° und 35° beträgt, zur axialen Richtung. Die Anordnung der Rillen4 im Profilband1 ist dabei beispielhaft derart, dass die ersten Rillenabschnitte5 der in die eine Umfangsrille2 mündenden Rillen4 gegenüber den in die andere Umfangsrille3 mündenden ersten Rillenabschnitten5 gegensinnig geneigt sind. Das im Profilband1 befindliche Ende jedes Rillenabschnittes5 reicht bis zu einem in axialer Richtung ermittelten Abstand a von 40% bis 60% der Breite b2 in das Profilband1 . Bevorzugt endet der Rillenabschnitt5 etwa in der Mitte des Profilbandes1 . Der an den ersten Rillenabschnitt5 anschließende zweite Rillenabschnitt6 verläuft in Umfangsrichtung bzw. im Wesentlichen in Umfangsrichtung, wobei der zwischen den Rillenabschnitten5 ,6 gebildete Winkel β mindestens 90°, vorzugsweise zwischen 100° und 150° beträgt. Der zweite Rillenabschnitt6 weist eine Erstreckungslänge von 5 mm bis 40 mm auf. Der gegenseitige Abstand von im Profilband1 in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Rillen4 wird vom Fachmann, insbesondere in Abstimmung mit der gewählten Pitchfolge und der Pitchlängenvariation des Laufstreifenprofils, entsprechend gewählt. - Der erste Rillenabschnitt
5 weist, wie es insbesondere die Schnittdarstellung in4 zeigt, eine Basisrille5' mit einem Rillengrund5a und zwei sich von diesem in radialer Richtung erstreckenden Rillenwänden5b ,5c auf, deren gegenseitiger Abstand die Breite der Basisrille5' bestimmt und 0,8 mm bis 1,5 mm, insbesondere in der Größenordnung von 1,2 mm, beträgt. Der Rillengrund5a der Basisrille5' verläuft in einer Mindesttiefe von 70% der Tiefe TP, vorzugsweise in der Profiltiefe TP. Die die Übergangsbereiche zwischen den beiden Rillenwänden5b ,5c und der Oberfläche des Profilbandes1 bildenden Rillenwände sind als Fasen7 ,8 ausgebildet, durch welche die Rille4 zur Oberfläche des Profilbandes1 verbreitert ist. Die Fasen7 ,8 sind in Draufsicht langgestreckte Schrägflächen, welche in radialer Richtung R bis in eine Tiefe von maximal 2 mm reichen. Die Fase7 läuft bei der Umfangsrille2 an oder nahe der Oberfläche des Profilbandes1 aus, an ihrem laufstreifeninnenseitigen Ende reicht die Fase7 höchstens bis in die erwähnte maximale Tiefe von 2 mm. Zwischen ihren Enden ändert sich die Tiefe der Fase7 kontinuierlich. - Die Begrenzungskanten k1, k2 der Fasen
7 ,8 an der Oberfläche des Profilbandes1 verlaufen parallel zueinander, zur Basisrille5' jedoch unter einem kleinen spitzen Winkel von 2° bis 5°. - Die Fase
7 verläuft unter Winkeln γ gegenüber der radialen Richtung R von 0° bis 30°. Die Fase8 weist eine größere Neigung zur radialen Richtung R auf, die mit der radialen Richtung R gebildeten Winkel γ' betragen in der Größenordnung von 30° bis 70°. - Der zweite Rillenabschnitt
6 ist im Profilband1 lediglich oberflächlich ausgebildet und reicht in radialer Richtung auf eine maximale Tiefe von bis zu 2 mm. Dabei weist, wie die Schnittdarstellung in5 zeigt, der zweite Rillenabschnitt6 an seinem geschlossenen Ende eine geringere Tiefe auf als an seinem Anschlussbereich an den Rillenabschnitt5 . Die Mindesttiefe am geschlossenen Ende des Rillenabschnittes6 beträgt 1 mm. Der Rillenabschnitt6 ist ferner bevorzugt derart ausgeführt, dass seine Breite an der Oberfläche des Profilbandes1 im Anschlussbereich zum Rillenabschnitt5 zwischen 1,5 mm bis 2 mm beträgt und hier am größten ist und in Richtung des geschlossenen Endes kontinuierlich geringer wird und hier mindestens 1 mm beträgt. Der Rillenabschnitt6 besitzt einen besonderen Rillenquerschnitt, welcher3 zu entnehmen ist. Der Rillenabschnitt6 ist mit zwei zueinander V-förmig angeordneten Rillenflanken6a ,6b ausgeführt, die miteinander einen spitzen Winkel δ in der Größenordnung von etwa 30° bis 45° einschließen, wobei die Rillenflanke6a in radialer bzw. im Wesentlichen in radialer Richtung R verläuft und jene ist, die jener Umfangsrille2 näher liegt, in welche der erste Rillenabschnitt5 mündet. Die die Rillenflanke6b an der Oberfläche des Profilbandes1 begrenzende Kante verläuft, vom ersten Rillenabschnitt5 aus betrachtet, vorzugsweise nicht über die Mittes des Profilbandes1 hinaus. Der Anschlussbereich zwischen dem ersten Rillenabschnitt5 und dem zweiten Rillenabschnitt6 kann unterschiedlich ausgeführt werden. Bei einer möglichen, in1 mit Var-1 bezeichneten, mit einem Kreis gekennzeichneten Ausführungsform schließt die Rillenflanke6b des Rillenabschnittes6 unmittelbar an die Fase7 an, bei einer anderen, in1 mit Var-2 bezeichneten und ebenfalls mit einem Kreis gekennzeichneten Ausführungsform schließt die Rillenflanke6b unmittelbar an die Fase8 an. - Der zweite Rillenabschnitt
6 weist einen besonderen asymmetrischen Querschnitt auf, wobei die geneigte Rillenflanke6b dafür sorgt, dass Wasser aus dem Rillenabschnitt6 die Fase7 im ersten Rillenabschnitt5 anströmt, wodurch eine optimale Ableitung von Wasser aus dem mittleren Bereich des Profilbandes1 in die Umfangsrille2 bzw. die Umfangsrille3 sichergestellt ist. -
6 zeigt eine Ausführungsvariante der Anordnung erfindungsgemäß ausgeführter Rillen4 in zwei zueinander benachbart verlaufenden Profilbändern1 . Die gemäß1 ausgeführten Profilbänder1 sind voneinander durch eine breite Umfangsrille3' , die analog zu den bereits beschriebenen Umfangsrillen ausgeführt sein kann, getrennt. Die Anordnung der Rillen4 in den Profilbändern1 ist derart, dass die Rillenabschnitte6 in dem einen Profilband in die eine der beiden möglichen Umfangsrichtungen weisen und die Rillenabschnitte6 in dem zweiten Profilband1 in die andere, entgegengesetzte Umfangsrichtung weisen. Grundsätzlich entspricht jedoch die Anordnung der Rillen4 in den beiden Profilbändern jener gemäß1 . - Die Erfindung ist auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen nicht beschränkt. Insbesondere können sämtliche in einem Profilband
1 vorgesehene Rillen4 in die gleiche Umfangsrille münden. Erfindungsgemäß ausgeführte Rillen können ferner in Profilblöcken von Profilblockreihen angeordnet werden. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Profilband
- 2
- Umfangsrille
- 2a
- Rillengrund
- 2b
- Rillenwand
- 2c
- Verbindungsflanke
- 3
- Umfangsrille
- 3'
- Umfangsrille
- 3a
- Rillengrund
- 3b
- Rillenwand
- 3c
- Verbindungsflanke
- 4
- Rille
- 5
- Rillenabschnitt
- 5'
- Basisrille
- 5a
- Rillengrund
- 5b
- Rillenwand
- 5c
- Rillenwand
- 6
- Rillenabschnitt
- 6a
- Rillenflanke
- 6b
- Rillenflanke
- 7
- Fase
- 8
- Fase
- TP
- Tiefe
- b1
- Breite
- b2
- Breite
- k1
- Begrenzungskanten
- k2
- Begrenzungskanten
- α
- Winkel
- β
- Winkel Winkel Winkel Winkel
- a
- Abstand
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- EP 2444257 A1 [0002]
- EP 2457745 A1 [0002]
Claims (13)
- Fahrzeugluftreifen mit einem Laufstreifenprofil, welches durch Umfangsrillen (
2 ,3 ,3' ) in in Umfangsrichtung umlaufende Profilpositive, wie Profilbänder (1 ) und/oder Profilblockreihen gegliedert ist, wobei zumindest ein Profilpositiv (1 ) vorgesehen ist, in welchem Rillen (4 ) ausgebildet sind, welche sich jeweils aus zwei unter einem stumpfen Winkel zueinander und jeweils im Wesentlichen gerade verlaufenden Rillenabschnitten (5 ,6 ) zusammensetzen, von welchen der eine, erste Rillenabschnitt (5 ) in eine das Profilpositiv (1 ) begrenzende Umfangsrille (2 ,3 ,3' ) mündet und unter einem Winkel von höchstens 15° zur axialen Richtung verläuft und wobei sich der zweite Rillenabschnitt (6 ) zumindest im Wesentlichen in Umfangsrichtung erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass der in Umfangsrichtung verlaufende zweite Rillenabschnitt (6 ) eine geringere Tiefe aufweist als der erste Rillenabschnitt (5 ) und im Querschnitt von zwei zueinander V-förmig verlaufenden Rillenflanken (6a ,6b ) begrenzt ist, wobei jene Rillenflanke (6a ), welche der Umfangsrille (2 ,3 ,3' ), in welche der erste Rillenabschnitt (5 ) mündet, näher liegt, im Querschnitt zumindest im Wesentlichen in radialer Richtung verläuft, und wobei die von Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt (6 ) unmittelbar angeströmte Rillenwand des ersten Rillenabschnittes (5 ) eine über die Längserstreckung des Rillenabschnittes (5 ) ausgebildete Fase (7 ) ist. - Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in Umfangsrichtung verlaufende zweite Rillenabschnitt (
6 ) eine maximale Tiefe von 2 mm aufweist, welche über den Verlauf des Rillenabschnittes (6 ) in Richtung erstem Rillenabschnitt (5 ) kontinuierlich zunimmt. - Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in Umfangsrichtung verlaufende zweite Rillenabschnitt (
6 ) eine Breite von höchstens 2 mm aufweist, welche über den Verlauf des Rillenabschnittes (6 ) in Richtung erstem Rillenabschnitt (5 ) kontinuierlich zunimmt. - Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die an die in radialer Richtung verlaufende Rillenflanke (
6a ) angrenzende zweite Rillenflanke (6b ) des zweiten Rillenabschnittes (6 ) einen Winkel mit der anderen Rillenflanke (6a ) einschließt, welcher zwischen 30° und 45° beträgt. - Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in die Umfangsrille (
2 ,3 ,3' ) mündende erste Rillenabschnitt (5 ) eine Basisrille (5' ) aufweist, an welche zur Oberfläche des Profilpositives (1 ) als Fasen (7 ,8 ) ausgebildete Rillenwände anschließen, welche den Rillenabschnitt (5 ) zur Oberfläche des Profilpositives (1 ) verbreitern. - Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Basisrille (
5' ) von zwei in radialer Richtung verlaufenden Rillenwänden (5a ,5b ) begrenzt ist, eine Breite von 0,8 mm bis 1,5 mm aufweist und einen Rillengrund (5c ) besitzt, welcher in einer Tiefe verläuft, die mindestens 70% der vorgesehenen Profiltiefe (PT) und höchstens der Profiltiefe (PT) entspricht. - Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1, 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die von Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt (
6 ) anströmbare Fase (7 ) des ersten Rillenabschnittes (5 ) bei der Umfangsrille (2 ) an oder nahe der Oberfläche des Profilpositives (1 ) ausläuft, wobei ihre radiale Erstreckung an ihrem im Profilpositiv (1 ) befindlichen Ende am größten ist und hier der radialen Erstreckung der Rillenflanken (6a ,6b ) des zweiten Rillenabschnittes (6 ) zumindest im Wesentlichen entspricht. - Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 oder 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die von Wasser aus dem zweiten Rillenabschnitt (
6 ) anströmbare Fase (7 ) des ersten Rillenabschnittes (5 ) gegenüber der radialen Richtung unter Winkeln von 5° bis 45° geneigt verläuft. - Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Fase (
8 ) des ersten Rillenabschnittes (5 ) mit einer im Wesentlichen konstanten radialen Erstreckung ausgebildet ist. - Fahrzeugluftreifen nach Anspruch 1, 6 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Fase (
8 ) des ersten Rillenabschnittes (5 ) gegenüber der radialen Richtung unter Winkeln von 30° bis 70° geneigt verläuft. - Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fase(n) (
7 ,8 ) des ersten Rillenabschnittes (5 ) eine radiale Erstreckung von höchstens 2 mm aufweist bzw. aufweisen. - Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die gegenüber der radialen Richtung geneigt verlaufende Rillenflanke (
6b ) an der Oberfläche des Profilpositives (1 ) begrenzende Kante des Rillenabschnittes (6 ), vom ersten Rillenabschnitt (5 ) aus betrachtet, nicht über die Mitte des Profilpositives hinaus verläuft. - Fahrzeugluftreifen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Rillenabschnitt (
6 ) eine Erstreckungslänge von 5 mm bis 40 mm aufweist.
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