-
Die Erfindung betrifft eine Dachantenne sowie ein Verfahren zur Montage einer solchen Dachantenne auf einer Fahrzeugkarosserie eines Fahrzeuges gemäß den Merkmalen der jeweiligen Oberbegriffe der unabhängigen Patentansprüche.
-
Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl von Dachantennen bekannt, die auf einer Fahrzeugkarosserie, insbesondere einem Dach eines Fahrzeuges, montiert werden sollen. Hierzu weist die Fahrzeugkarosserie, insbesondere das Fahrzeugdach, eine Öffnung auf, wobei die Dachantenne von oben (das heißt außerhalb des Fahrzeuges) in Richtung der Öffnung bewegt wird. Danach wird die Dachantenne mit Befestigungsmitteln (Verbindungsmittel) auf der Fahrzeugkarosserie festgelegt. Bei dem bekannten Stand der Technik sind diese Verbindungsmittel derart ausgestaltet, dass es möglich ist, dass die Dachantenne mit nur einer Handbewegung auf die Fahrzeugkarosserie aufgesetzt werden muss. Danach erfolgt die Betätigung der Verbindungsmittel, um die Dachantenne in ihrer endgültigen Position auf der Fahrzeugkarosserie festzulegen. Hierbei ist es jedoch erforderlich, aufgrund der geometrischen Gestaltung und der Funktionsweise der Verbindungsmittel die Dachantenne nicht nur in eine Richtung zu bewegen (lineare Zufuhr der Dachantenne in Richtung der Fahrzeugkarosserie), sondern es muss mindestens eine weitere Bewegung, wie zum Beispiel ein Drehvorgang, ausgeführt werden. Darüber hinaus sind Verbindungsmittel bekannt, die als Bajonett ausgestaltet sind, wodurch diese zwar den Befestigungsvorgang vereinfachen, jedoch geometrisch kompliziert und damit nur kostenintensiv herzustellen sind.
-
Stellvertretend für den vorstehend geschilderten Stand der Technik wird auf die
DE 10 2005 044 618 A1 verwiesen. Aus diesem Stand der Technik ist eine Dachantenne bekannt, aufweisend eine Bodenplatte zur Aufnahme von Antennenelementen, die von einer mit der Bodenplatte verbindbaren Abdeckhaube abgedeckt sind, wobei die Dachantenne auf einer eine Öffnung aufweisenden Fahrzeugkarosserie mittels Verbindungsmitteln montiert wird, wobei die Verbindungsmittel als eine Klemmplatte ausgebildet sind. Dabei ist die Klemmplatte an der Bodenplatte der Dachantenne in einer Vormontagestellung angeordnet. In dieser Vormontagestellung ist es erforderlich, die Klemmplatte durch eine entsprechend geformte Öffnung in der Fahrzeugkarosserie durchzuführen und danach die gesamte Dachantenne einer Drehbewegung zu unterziehen. Das heißt, dass bei diesem Stand der Technik auch wieder zwei Bewegungen zur Montage der Dachantenne auf der Fahrzeugkarosserie erforderlich sind. Hierzu ist zur Festlegung der Dachantenne auf der Fahrzeugkarosserie die Kontur der Öffnung der Kontur der Klemmplatte angepasst. Dies ermöglicht es, dass die Klemmplatte nach einer vorgegebenen Drehbewegung die Fahrzeugkarosserie mit ihren Teilbereichen hintergreift, um die Dachantenne dauerhaft auf der Fahrzeugkarosserie festzulegen. Dabei ist es jedoch erforderlich, dass die Klemmplatte bzw. die gesamte Dachantenne mit ihrer Klemmplatte um einen vorgebbaren Bereich verdreht wird, damit die Klemmplatte im Bereich der Öffnung der Fahrzeugkarosserie in der gewünschten Stellung zur Anlage kommt. in ihrer Endmontagestellung liegt die Klemmplatte unterhalb der Fahrzeugkarosserie nur mit ihren Eckbereichen an, so dass die Gefahr besteht, dass bei entsprechender Krafteinwirkung auf die Dachantenne von außen diese aus ihrer Halterung auf der Fahrzeugkarosserie gerissen wird. Außerdem hat die Klemmplatte eine aufwendige Geometrie, insbesondere entspricht die Gesamtfläche der Klemmplatte der Gesamtfläche der Öffnung, um es zu ermöglichen, dass die Klemmplatte durch die Öffnung in der Fahrzeugkarosserie durchgeführt werden kann. Damit besteht die Gefahr, dass die Klemmplatte, wenn sie nicht einem Drehvorgang unterzogen worden ist, nicht die Fahrzeugkarosserie von unten hintergreifen kann. Damit kann die Dachantenne in nachteiliger Weise nicht dauerhaft an der Fahrzeugkarosserie festgelegt werden.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Dachantenne sowie ein Verfahren zur Montage einer solchen Dachantenne anzugeben, mit dem die Montage weiter vereinfacht und montagesicher gemacht werden kann und darüber hinaus die eingangs geschilderten Nachteile vermieden werden.
-
Diese Aufgabe ist durch die Merkmale der unabhängigen Patenansprüche gelöst.
-
Hinsichtlich der Dachantenne ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Fläche der Klemmplatte größer ist als die Fläche der Öffnung und die Bodenplatte Vorverrastmittel, insbesondere zumindest zwei gegenüberliegend angeordnete und die Fahrzeugkarosserie hintergreifende Rasthaken, aufweist, mit denen die Dachantenne in ihrer Vormontageposition auf der Fahrzeugkarosserie gehalten wird, bevor die Dachantenne in ihrer Endmontageposition mittels der Klemmplatte auf der Fahrzeugkarosserie festgelegt wird. Durch die Vorverrastmittel ist es in vorteilhafter Weise möglich, dass die Dachantenne in einer Linearbewegung von oben auf die Fahrzeugkarosserie aufgesetzt wird und nach Erreichen ihrer Sollposition auf der Fahrzeugkarosserie in der Vormontagestellung gehalten wird. Da für den Regelbetrieb einer solchen Dachantenne die Vorverrastmittel für eine dauerhafte Festlegung der Dachantenne nicht ausreichend sind, ist es erforderlich, weitere Verbindungsmittel zu montieren. Hierzu wird eine Klemmplatte verwendet, die von unten mit der Bodenplatte in Wirkverbindung gebracht wird. Diese Verbindung zwischen der Bodenplatte und der Klemmplatte ist beispielsweise eine Schraubverbindung, damit die hierbei aufgebrachten Kräfte genau dimensioniert werden können, damit die Dachantenne wirksam in ihrer Endmontageposition dauerhaft auf der Fahrzeugkarosserie festgelegt wird. Außerdem hat eine solche Schraubverbindung den Vorteil, dass Toleranzen und verschiedene Dicken der Fahrzeugkarosserie schnell und einfach ausgeglichen werden können. Damit die Klemmplatte ihre gewünschte Funktion ausführen kann, ist es erforderlich, dass deren Fläche größer ist als die Fläche der Öffnung in der Fahrzeugkarosserie. In besonders vorteilhafter Weise sind die Fläche der Klemmplatte und die Fläche der Öffnung in der Fahrzeugkarosserie derart voneinander abweichend, dass die Klemmplatte mit ihrem äußeren umlaufenden Rand einen korrespondierenden Rand der Fahrzeugkarosserie um die Öffnung herum hintergreifen kann bzw. dort zur Anlage kommt. Dadurch kommt es zu einer flächigen und vor allen Dingen auch gleichmäßigen Druckverteilung auf dem gesamten Klemmbereich. Dadurch wird die Dachantenne in vorteilhafter Weise dauerhaft in ihrer Fahrzeugkarosserie festgelegt. Diese gleichmäßige Druckverteilung hat vor allen Dingen dann einen ganz besonderen Vorteil, wenn die Fahrzeugkarosserie aus einem nicht metallischen Werkstoff, wie zum Beispiel Kunststoff, Kohlefaserplatte (CFK) oder dergleichen besteht.
-
In Weiterbildung der Erfindung weist die Klemmplatte jeweils einen mit den zumindest beiden Rasthaken korrespondierenden Ausschnitt auf. Dadurch ist zum einen gewährleistet, dass die Rasthaken wirksam die Fahrzeugkarosserie im Randbereich der Öffnung hintergreifen können und andererseits die Klemmplatte mit ihrem äußeren umlaufenden Rand den korrespondierenden Rand um die Öffnung herum zur Anlage kommen kann, um die gleichmäßige Druckverteilung zu realisieren.
-
In Weiterbildung der Erfindung ist zumindest ein von der Bodenplatte ausgehender durch die Öffnung ragender Steckverbinder vorgesehen, wobei die Klemmplatte einen mit dem zumindest einem Steckverbinder korrespondierenden Ausschnitt aufweist. Mit dem in der Klemmplatte vorgesehenen korrespondierenden Ausschnitt ist es möglich, dass durch diesen der Steckverbinder ragen kann, damit nach der Montage der Dachantenne ein entsprechender Gegensteckverbinder (oder mehrere Gegensteckverbinder) dort aufgesteckt werden kann. Damit entfallen bei der Montage störende von der Unterseite der Bodenplatte der Dachantenne ausgehende Kabelschwänze, da in erfindungsgemäßer Weise die Dachantenne nach unten weisende Steckverbinder aufweist, auf die nach ihrer Montage der zumindest eine entsprechende Gegensteckverbinder aufgesteckt werden kann. Auch dadurch erhöhen sich die Montagefreundlichkeit und auch die Montagegeschwindigkeit.
-
In Weiterbildung der Erfindung ist zumindest ein von der Bodenplatte ausgehendes durch die Öffnung ragendes zentrales Befestigungselement vorgesehen, das mit einem an der Klemmplatte angeordneten Sicherungselement zusammen wirkt. Hierdurch wird es in einfacher Art und Weise möglich, dass die Dachantenne auf der Fahrzeugkarosserie festgelegt wird, nachdem diese in ihre Vorverraststellung gebracht worden ist. Mit Zuordnung der Klemmplatte von der Unterseite der Fahrzeugkarosserie aus in Bezug auf die Bodenplatte ist es jetzt nur noch erforderlich, das an der Klemmplatte angeordnete Sicherungselement mit dem zentralen Befestigungselement der Bodenplatte in Wirkverbindung zusammenzubringen, um die Dachantenne dauerhaft in ihrer Endmontageposition auf der Fahrzeugkarosserie festzulegen. Bei dem zentralen Befestigungselement der Bodenplatte und dem an der Klemmplatte angeordneten Sicherungselement handelt es sich in besonders vorteilhafter Weise um Schrauben- bzw. Mutternelemente mit korrespondierenden Außen- und Innengewinden. Dadurch kann mittels eines einfachen Schraubvorganges die Dachantenne in ihrer Montageposition dauerhaft auf der Fahrzeugkarosserie festgelegt werden. Außerdem lassen sich durch solche Schraubverbindungen die gewünschten Anzugskräfte drehmomentgenau einstellen und dadurch lässt sich auch die gewünschte gleichmäßige Druckverteilung der Klemmplatte auf die Fahrzeugkarosserie realisieren. Dies ist insbesondere dann von besonderer Wichtigkeit, wenn die Fahrzeugkarosserie aus einem Kunststoffmaterial, insbesondere aus einer Kohlefaserplatte, besteht. Denn wird die Klemmplatte mit zu hohen Kräften befestigt, besteht die Gefahr, dass eine solche Kohlefaserplatte splittert.
-
In Weiterbildung der Erfindung weist die Klemmplatte Mittel auf, die eine elektrische Kontaktierung zwischen der Klemmplatte und der Fahrzeugkarosserie in der Endmontageposition bewirken. Für die Funktion der Antennenelemente, die in der Dachantenne angeordnet sind, ist es erforderlich, eine elektrische Anbindung (insbesondere Masseverbindung) zwischen der Dachantenne und der Fahrzeugkarosserie herzustellen. Zur Vermeidung zusätzlicher Steckverbinder bzw. Kabel für eine solche Anbindung ist es vorgesehen, dass mit Montage der Klemmplatte die elektrische Kontaktierung zwischen der Klemmplatte und der Fahrzeugkarosserie bewirkt wird. Dies setzt voraus, dass die Fahrzeugkarosserie aus einem metallischen Werkstoff besteht. Eine solche sichere Masseanbindung wird zum Beispiel durch kleine Spitzen, Schneidkanten oder dergleichen, die von der Klemmplatte in Richtung der Unterseite der Fahrzeugkarosserie abstehen, bewirkt. Während es zum einen denkbar ist, dass durch bloße Anlage eines elektrisch leitfähigen Bereiches der Klemmplatte in Bezug auf einen elektrisch leitfähigen Bereich der Fahrzeugkarosserie diese Masseanbindung hergestellt wird, sind die zusätzlichen Mittel (wie zum Beispiel die erwähnten kleinen Spitzen, Schneidkanten oder dergleichen) von besonderem Vorteil. Denn diese zusätzlichen Mittel bewirken zum einen, dass bei blanken metallischen Oberflächen eine sich zwischenzeitlich gebildete Korrosionsschicht durchstoßen wird. Sie sind aber auch dann von Vorteil, wenn zum Beispiel die Unterseite der Fahrzeugkarosserie mit einer Lackschicht versehen ist. Diese wird dann von diesen zusätzlichen Mitteln an der Klemmplatte bei der Montage der Klemmplatte durchstoßen, so dass dadurch sicher und dauerhaft eine elektrische Verbindung zwischen Klemmplatte und Fahrzeugkarosserie aus metallischem Werkstoff hergestellt wird. Sollte die Fahrzeugkarosserie aus einem nicht-metallischen Werkstoff bestehen, sind zusätzliche Mittel für eine solche Masseanbindung vorzusehen.
-
In Weiterbildung der Erfindung ist um die Öffnung der Fahrzeugkarosserie umlaufend eine Dichtung vorgesehen. Diese Dichtung bewirkt in vorteilhafter Weise eine Abdichtung zwischen dem Innenbereich und dem Außenbereich, die von der Fahrzeugkarosserie getrennt sind. Dabei kann die Dichtung zum Beispiel umlaufend um die Öffnung herum zwischen der Unterseite der Bodenplatte und der Oberseite der Fahrzeugkarosserie angeordnet sein. Alternativ oder ergänzend dazu kann die Dichtung auch zwischen der umlaufenden unteren Kante der Abdeckhaube und der Oberfläche der Fahrzeugkarosserie vorgesehen werden. in besonders vorteilhafter Weise wirkt die Dichtung derart mit der Klemmplatte zusammen, dass die Dichtung in ihrem Anlagebereich auf der Fahrzeugkarosserie von der Klemmplatte, insbesondere dem korrespondierenden umlaufenden Randbereich mit der Dichtung zusammen wirkt. Dabei sollte die Klemmplatte derart mit der Bodenplatte in Wirkverbindung gebracht werden, dass nach Erreichen der Endmontageposition der Klemmplatte die Dichtung unter einer vorgebbaren Vorspannung steht, um die gewünschte Dichtwirkung zwischen Außenbereich und Innenbereich zu realisieren.
-
In Weiterbildung der Erfindung weist die Klemmplatte eine umlaufende Wulst auf, wobei die äußere umlaufende Kontur der Wulst der Kontur der Öffnung nahezu entspricht. Dadurch wird sichergestellt, dass die Klemmplatte in einer genau vorgegebenen Position auf der Unterseite der Fahrzeugkarosserie festgelegt wird. Der Querschnitt der umlaufenden Wulst ist dabei leicht schräg ausgerichtet, damit eine Führung der Klemmplatte beim Einsetzen auf die Fahrzeugkarosserie bzw. beim geringfügigen Durchführen durch die Öffnung gegeben ist.
-
In Weiterbildung der Erfindung sind die Bodenplatte und die Vorverrastmittel, insbesondere die zumindest zwei Rasthaken, einstückig oder als voneinander separate Teile ausgebildet. Sind Bodenplatte und die Vorverrastmittel einstückig, lässt sich eine solche Bodenplatte sehr einfach herstellen, zum Beispiel in einem Kunststoffspritzgussverfahren. Alternativ dazu können Bodenplatte und Vorverrastmittel auch als voneinander separate Teile ausgebildet sein, wobei sich dies anbietet, wenn die Bodenplatte aus einem metallischen Werkstoff (zum Beispiel dann, wenn die Bodenplatte in einem Druckgussverfahren hergestellt wird) und die Vorverrastmittel als einem anderen Werkstoff, zum Beispiel Kunststoff, bestehen. In einem solchen Fall ist es denkbar, dass die Rasthaken ebenfalls in einem Kunststoffspritzgussverfahren hergestellt werden und an der Bodenplatte aus einem metallischen Werkstoff angebracht, insbesondere verrastet werden. Eine solche Anordnung ist dann von besonderem Vorteil, wenn die Bodenplatte aus einem metallischen Werkstoff als Massepunkt bzw. Fußpunkt der Antennenelemente der Dachantenne genutzt wird.
-
Hinsichtlich des erfindungsgemäßen Verfahrens ist vorgesehen, dass die Fläche der Klemmplatte größer ist als die Fläche der Öffnung und die Bodenplatte Vorverrastmittel, insbesondere zumindest zwei gegenüberliegend angeordnete und die Fahrzeugkarosserie hintergreifende Rasthaken, aufweist, mit denen die Dachantenne in einer Vormontageposition auf der Fahrzeugkarosserie gehalten wird, nachdem die Dachantenne auf die Fahrzeugkarosserie aufgesetzt und bevor die Dachantenne in ihrer Endposition mittels der Klemmplatte auf der Fahrzeugkarosserie festgelegt wird. Durch eine einzige Bewegung, nämlich eine Linearbewegung, wird die Dachantenne auf die Fahrzeugkarosserie zubewegt und mittels der Vorverrastmittel dort in ihrer Vormontageposition gehalten. Eine weitere Bewegung, wie zum Beispiel eine Drehbewegung, eine Schiebebewegung oder dergleichen, ist nicht erforderlich. Zur dauerhaften Festlegung der Dachantenne auf der Fahrzeugkarosserie kann nun die Klemmplatte von unterhalb der Bodenplatte mit dieser in Wirkverbindung gebracht werden. Dies ist in vorteilhafter Weise schnell und einfach möglich, da die Dachantenne schon in ihrer Vormontageposition auf der Fahrzeugkarosserie gehalten ist. Da die Fläche der Klemmplatte größer ist als die Fläche der Öffnung in der Fahrzeugkarosserie kann der äußere umlaufende Randbereich der Klemmplatte die Unterseite der Fahrzeugkarosserie hintergreifen, wodurch die Dachantenne sicher und dauerhaft auf der Fahrzeugkarosserie festgelegt ist, nachdem die Klemmplatte in ihrer Sollposition in Wirkverbindung mit der Bodenplatte gebracht worden ist. Dies kann in besonders vorteilhafter Weise durch eine Schraubverbindung erfolgen, wobei jedoch andere Arten einer Verbindung, wie zum Beispiel eine Rastverbindung oder dergleichen, nicht ausgeschlossen sind.
-
Das erfindungsgemäße Verfahren lässt sich in vorteilhafter Weise schnell und unkompliziert durchführen, wenn die Klemmplatte mittels eines von der Bodenplatte ausgehenden durch die Öffnung ragenden zentralen Befestigungselement, das mit einem an der Klemmplatte angeordneten Sicherungselement zusammen wirkt, in ihrer Endmontageposition an der Fahrzeugkarosserie dauerhaft festgelegt wird. So kann durch eine lineare Bewegung (Aufsetzen der Dachantenne von oben auf die Fahrzeugkarosserie, insbesondere das Fahrzeugdach) und Festlegen der Dachantenne in ihrer Vormontageposition, die Klemmplatte mit der Bodenplatte von unten (insbesondere vom inneren Fahrzeugraum des Fahrzeuges) schnell und einfach durch einen Schraubvorgang (andere Festlegungsverfahren sind nicht ausgeschlossen) dauerhaft festgelegt werden.
-
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Dachantenne ist, auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Montage einer solchen Dachantenne, im Folgenden beschrieben.
-
1 zeigt prinzipiell eine Dachantenne 1, die auf einer Fahrzeugkarosserie 2 montiert werden soll. Hierfür steht prinzipiell eine Öffnung 3 in der Fahrzeugkarosserie 2 zur Verfügung, wobei die Dachantenne 1 von oben auf die Fahrzeugkarosserie 2 aufgesetzt wird und die Befestigung der Dachantenne 1 mittels einer Klemmplatte 4, deren Gesamtfläche größer ist als die Gesamtfläche der Öffnung 3, in ihrer Endmontageposition festgelegt wird. Die Antennenelemente, mit denen die Dachantenne 1 versehen ist, wie zum Beispiel Antennenelemente für Telefon-, Rundfunk-, Fernseh- bzw. GPS-Funktionen, sind der Einfachheit halber hier nicht dargestellt. Diese Antennenelemente sind nach Festlegung der Dachantenne 1 auf der Fahrzeugkarosserie 2 von einer Abdeckhaube 5 vor äußeren Einflüssen wie zum Beispiel Feuchtigkeit, Wasser, mechanische Einwirkungen und dergleichen, geschützt untergebracht.
-
Unter dem bisher und im Folgenden verwendeten Begriff „Dachantenne” wird vorzugsweise eine Antennenanordnung verstanden, die auf einem Fahrzeugdach eines Fahrzeuges montiert wird. Dabei ist dieser Begriff aber nicht einschränkend zu verstehen, so dass jegliche Antennenanordnungen auch an anderen Stellen, als auf dem Fahrzeugdach, montiert werden können. Das bedeutet, dass in diesem Kontext eine Dachantenne nicht zwangsweise auf einem Fahrzeugdach, sondern auch an anderer Stelle der Fahrzeugkarosserie, wie zum Beispiel Kofferraumdeckel oder dergleichen, montiert werden kann. Auch ist eine horizontale Montage nicht zwangsweise erforderlich, sondern es kann auch eine vertikale oder allgemein von einer horizontalen Montage abweichende Montage bzw. Montageort denkbar sein.
-
In 2 ist in der linken Darstellung die Bodenplatte 4, einmal von oben und einmal von unten, dargestellt. Auf der rechten Seite der 2 ist eine Bodenplatte der Dachantenne 1 gezeigt, die im endmontierten Zustand mit der Fahrzeugkarosserie 2 und der Klemmplatte 4 zusammen wirkt. Die Bodenplatte 6 kann an ihrem äußeren umlaufenden Rand eine Dichtung 7 aufweisen. Diese Dichtung 7 wirkt entweder alleine mit der Oberfläche der Fahrzeugkarosserie 2 zusammen, oder sie wirkt mit der umlaufenden unteren Kante der Abdeckhaube 5 zusammen. Als Verbindungsmittel, mit denen die Klemmplatte 4 an der Bodenplatte 6 unter Zwischenlegung der Fahrzeugkarosserie 2 befestigt wird, ist zumindest ein Verbindungsmittel vorgesehen. In diesem Fall ist das zumindest eine Befestigungsmittel als ein nach unten von der Bodenplatte 6 abstehendes zentrales Befestigungselement 8 ausgebildet. Dieses Befestigungselement 8 wirkt mit einem Sicherungselement 9 zusammen. Dieses Sicherungselement 9 ist in besonders vorteilhafter Weise verliersicher an der Klemmplatte 4 angeordnet, muss es aber nicht sein. Um die nicht dargestellten Antennenelemente der Dachantenne 1 mit nachgeschalteten elektronischen Geräten zu verbinden, stehen von der Bodenplatte 6 nach unten zumindest ein Steckverbinder 10, hier zwei Gruppen von Steckverbindern 10, ab. Die Anordnung der Steckverbinder 10 in 2 ist beispielhaft und kann je nach gewünschter Geometrie auch anders ausgestaltet sein.
-
Zur Festlegung der Dachantenne 1 in ihrer Vormontageposition auf der Fahrzeugkarosserie 2 sind Vorverrastmittel vorhanden. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Vorverrastmittel als Rasthaken 11 ausgestaltet. Diese Rasthaken 11 sind entweder einstückiger Bestandteil der Bodenplatte 6 oder davon separat ausgebildete Teile, die an der Bodenplatte 6 befestigt sind. Die Rasthaken 11, in diesem Ausführungsbeispiel zwei Rasthaken 11, sind gegenüberliegend angeordnet und vorzugsweise an den Stirnseiten der Bodenplatte vorhanden. Es können auch mehr als zwei Rasthaken 11 vorhanden sein, wobei zum Beispiel auch an den Längsseiten der Bodenplatte 6 zwei gegenüberliegend angeordnete Rasthaken 11 vorhanden sein können. Damit die Klemmplatte 4 in Wirkverbindung mit der Fahrzeugkarosserie 2 und der Bodenplatte 6 gebracht werden kann, nachdem die Dachantenne 1 in ihrer Vormontageposition auf der Fahrzeugkarosserie 2 festgelegt worden ist, weist die Klemmplatte 4 der Position des zumindest einen Steckverbinders 10 und der Vorverrastmittel, insbesondere der Rasthaken 11, korrespondierende Ausschnitte 12, 13 auf. Diese Ausschnitte 12, 13 bewirken, dass durch diese die Steckverbinder 10 bzw. die Rasthaken 11 nach unten durchragen können, damit die nach oben weisende Oberfläche der Bodenplatte 6 an der Unterseite der Fahrzeugkarosserie 2 im Anlagebereich flächig zur Anlage kommen kann, um die gewünschte gleichmäßige Druckverteilung zu erzielen.
-
Mit Blick auf die 3, untere Darstellung, ist erkennbar, wie die Dachantenne 1 mit ihrer Abdeckhaube 5 und der Bodenplatte 6 auf die Fahrzeugkarosserie 2 in deren Außenbereich aufgesetzt worden ist. Dabei ist auch erkennbar, dass die Rasthaken 11 im Randbereich der Öffnung 3 in der Fahrzeugkarosserie 2 diese von unten im Innenbereich hintergreifen. In der unteren Darstellung der 3 ist erkennbar, dass die Bodenplatte 6 von unten mit einer linearen Bewegung in Richtung der vormontierten Dachantenne 1 aufgesetzt wird, wobei die Steckverbinder 10 und die Rasthaken 11 die korrespondierenden Ausschnitte 12, 13 in der Bodenplatte 6 durchragen können. Ebenfalls in der unteren Darstellung ist erkennbar, dass nach unten in den Innenbereich das zentrale Befestigungselement 3 ragt und dann in Wirkverbindung mit dem Sicherungselement 9, das verliersicher an der Klemmplatte 4 angeordnet ist, in Wirkverbindung gebracht werden kann, wenn die Bodenplatte 6 weiter in Richtung der Unterseite der Fahrzeugkarosserie 2 bewegt wird und dort zur Anlage kommt. In besonders vorteilhafter Weise ist das Befestigungselement 8 ein zylindrischer nach unten weisender Vorsprung, der auf seiner Außenseite ein Außengewinde aufweist. Mit diesem Außengewinde korrespondiert ein Innengewinde des Sicherungselementes 9, das in einfacher Ausgestaltung als Mutter ausgebildet ist. Ein solches Befestigungselement 8 kann entweder auf das zentrale Befestigungselement 8 aufgeschraubt werden, nachdem die Klemmplatte dort aufgesetzt worden ist, wobei in diesem Fall das Sicherungselement 9 nicht als verliersicherer Bestandteil der Klemmplatte 4 ausgebildet ist. In besonders vorteilhafter Weise ist jedoch das Sicherungselement 9 verliersicher und drehbar an der Klemmplatte 4 angeordnet, so dass mit Bewegung der Klemmplatte 4 in Richtung der vormontierten Dachantenne 1 das Sicherungselement 9 mit dem Befestigungselement 8 in Wirkverbindung gebracht werden kann, indem zum Beispiel die Mutter auf den Gewindedorn aufgeschraubt wird. Durch diesen einfachen Schraubvorgang kann die Befestigungsplatte 4 flächig mit der Unterseite der Fahrzeugkarosserie verbunden werden, wodurch auch die Dachantenne 1 auf der Fahrzeugkarosserie 2 dauerhaft mit den gewünschten Kräften festgelegt wird.
-
In 3 in der oberen Darstellung ist noch zu erkennen, dass auf einen der Steckverbinder 10 ein korrespondierender Gegensteckverbinder 14, der am Ende eines Kabels 15 angeordnet ist, aufgesteckt worden ist, nachdem die Dachantenne 1 in ihrer Endmontageposition auf der Fahrzeugkarosserie 2 festgelegt worden ist. Der Steckverbinder 10 und sein korrespondierender Gegensteckverbinder 14 sind in besonders vorteilhafter Weise als standardisierte FAKRA-Steckverbinder ausgebildet. Diese FAKRA-Steckverbinder erfüllen alle Erfordernisse der Automobiltechnik, so dass dadurch auch die einfache und schnelle Montage und elektrische Anbindung gewährleistet ist.
-
Schließlich ist mit Blick auf die 2, die beiden unteren Darstellungen, erkennbar, dass die Klemmplatte 4 eine umlaufende Wulst 16 aufweist. Der Querschnitt dieser Wulst ist in Bezug auf die Gesamtfläche der Klemmplatte 4 schrägverlaufend angeordnet, so dass mittels dieses Wulstes 16 die Klemmplatte 4 beim Einsetzen in die Öffnung 3 bzw. auf die Unterseite der Fahrzeugkarosserie 2 geführt wird. Der nach außen ausgehend von der Wulst 16 abstehende Bereich der Klemmplatte 4 kommt in Überdeckung mit der Unterseite der Fahrzeugkarosserie 2, das heißt mit dem umlaufenden Bereich um die Öffnung 3 herum. Durch diese flächige Anlage des Anlagebereiches der Klemmplatte 4 mit dem korrespondierenden Anlagebereich der Unterseite der Fahrzeugkarosserie 2 wird eine gleichmäßige und flächige Druckverteilung auf die Fahrzeugkarosserie 2 ausgeübt, wenn die Verbindungsmittel, insbesondere das Befestigungselement 8 und das Sicherungselement 9, in ihrer Endlage zusammen wirken. Dadurch lassen sich in vorteilhafter Weise nicht nur Toleranzen ausgleichen, sondern auch die erforderlichen Anlagekräfte einstellen. Dies hat insbesondere dann den Vorteil, wenn durch die Verbindungsmittel zwischen der Dachantenne 1, genauer deren Bodenplatte 6, und der Klemmplatte 4 bzw. der Fahrzeugkarosserie 2 Dichtmittel, insbesondere die Dichtung 7, angeordnet sind. Dadurch lässt sich die durch die Dichtmittel erzielbare Vorspannung zur Abdichtwirkung exakt einstellen.
-
Mit Blick auf die 3 sei noch erwähnt, dass zum Beispiel die Fahrzeugkarosserie 2 ein Fahrzeugdach ist. Dann handelt es sich bei dem Außenbereich um den Bereich, in dem sich das Fahrzeug bewegt, wobei der Innenbereich der Fahrgastraum des Fahrzeuges ist. Wie aber schon erwähnt, muss es sich bei der Fahrzeugkarosserie 2 nicht um das Fahrzeugdach handeln, sondern es können auch andere Bestandteile der Fahrzeugkarosserie wie zum Beispiel Kofferraumdeckel oder andere, nicht zwangsweise horizontal ausgerichtete Bereiche der Fahrzeugkarosserie sein.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Dachantenne
- 2
- Fahrzeugkarosserie
- 3
- Öffnung
- 4
- Klemmplatte
- 5
- Abdeckhaube
- 6
- Bodenplatte
- 7
- Dichtung
- 8
- Befestigungselement
- 9
- Sicherungselement
- 10
- Steckverbinder
- 11
- Rasthaken
- 12
- Ausschnitt
- 13
- Ausschnitt
- 14
- Gegensteckverbinder
- 15
- Kabel
- 16
- Wulst
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102005044618 A1 [0003]