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Die Erfindung betrifft ein Signalkabel, insbesondere ein Koaxialkabel oder ein symmetrisches Signalkabel. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur hochfrequenten Signalübertragung mit einem solchen Signalkabel.
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Als Signalkabel zur Übertragung von hochfrequenten Signalen, beispielsweise im GHz-Bereich werden häufig Koaxialkabel eingesetzt. Durch deren speziellen Aufbau mit einem zentralen als Signalleiter ausgebildeten Innenleiter, mit dem Dielektrikum sowie mit einem durch eine oder mehrere Schirmlagen gebildeten hohlzylindrischen Außenleiter ist die störungsfreie Übertragung auch von hochfrequenten, breitbandigen Signalen ermöglicht. Im Falle von äußeren Störfeldern werden diese nämlich von der Schirmlage abgeschirmt und beeinflussen die Signalübertragung beim Innenleiter nicht.
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Der Innenleiter besteht oftmals aus einer Litze, also aus einer Vielzahl von einzeln miteinander verseilten Litzendrähten. Bei derartigen Koaxialleitern mit einer Litze als Innenleiter treten bei höher frequenten Signalen beispielsweise im GHz Bereich vermehrt Störungen auf, die die Signalqualität beeinflussen.
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Neben Koaxialkabel werden zur Signalübertragung auch sogenannte symmetrische Signalkabel eingesetzt. Diese bestehen aus zumindest einem Paar von miteinander verseilten, isolierten Signalleitern, die einen Verseilverbund bilden. Dieser ist üblicherweise von einer Abschirmung umgeben. Die beiden Signalleiter des Paares werden symmetrisch mit dem zu übertragenden Signal angesteuert, wobei in den einen Signalleiter das Ursprungssignal und in den anderen Signalleiter ein invertiertes (um 180° phasenverschoben) Signal eingespeist wird. Ausgewertet wird die Pegeldifferenz zwischen den beiden Signalleitern. Im Falle eines äußeren Störpegels wirkt dieser gleichermaßen auf die beiden Signalpegel in den Signalleitern ein, so dass das Differenzsignal unberührt bleibt. Auch bei diesen Signalkabeln treten insbesondere auch bei der Verwendung von Litzenleitern als Signalleiter Störungen bei hochfrequenten Signalen auf.
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Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Signalkabel, insbesondere ein Koaxialkabel oder ein symmetrisches Kabel mit, verbesserten Eigenschaften, insbesondere bei der Übertragung von hochfrequenten Datensignalen anzugeben.
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Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung gelöst durch ein Signalkabel, insbesondere Koaxialkabel oder ein symmetrisches Kabel, bei dem zur Verringerung der sogenannten Rückflussdämpfung wahlweise oder in Kombination
– der Signalleiter als ein Litzenleiter mit einer variierenden Schlaglänge ausgebildet ist
– bei einem symmetrischen Kabel die einen Verseilverbund bildenden isolierten Signalleiter miteinander unter einer variierenden Schlaglänge verseilt sind.
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Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 14.
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Unter Schlaglänge eines Litzenleiters wird allgemein die Länge verstanden, die ein einzelner Litzendraht aufgrund der Verseilung benötigt, um eine vollständige Umwicklung (360 Grad) in longitudinaler Richtung um ein Litzenzentrum auszuführen. Unter variierende Schlaglänge wird daher verstanden, dass der Längenabstand, den ein jeweiliger einzelner Litzendraht für eine 360 Grad-Umdrehung benötigt über die Länge des Litzenleiters sich verändert. Entsprechend wird unter Schlaglänge des Verseilverbunds auch die Länge verstanden, die der einzelne isolierte Signalleiter für eine vollständige Umwicklung benötigt.
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Unter Litzenleiter werden vorliegend bevorzugt sogenannte konzentrische Litzenleiter verstanden, bei denen die einzelnen Litzendrähte eine genau definierte Lage aufweisen, so dass ein regelmäßiger Aufbau gewährleistet ist. Bei diesen sind allgemein ein oder mehrere Lagen von einzelnen Litzendrähten um ein Litzenzentrum herum verseilt. Das Litzenzentrum selbst ist üblicherweise auch ein Litzendraht. Bei einem einlagigen Litzenleiter ist der zentrale Litzendraht von sechs weiteren Litzendrähte umgeben. Bei einem zweilagigen Litzenleiter sind diese wiederum von 12 Einzeldrähten in der zweiten Lage, bei einem dreilagigen Litzenleiter sind diese wiederum von 18 Einzeldrähten in der dritten Lage umgeben. Daneben können die Litzenleiter alternativ auch als sogenannte Bündellitzen ausgebildet sein. Bei diesen werden mehrere Einzeldrähte oder Drahtbündel verwürgt. Im Unterschied zu konzentrischen Litzen nehmen die Einzeldrähte keine genau definierte Lage innerhalb der Litze ein und es gibt keine feste Ordnung in der Stellung der Einzeldrähte zueinander.
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Unter symmetrische Signalkabel werden Kabel mit zumindest einem Leiterpaar aus isolierten Signalleitern verstanden, die gemeinsam zur Übertragung eines Signals durch Einspeisen eines Ursprungssignals und eines hierzu invertierten Signals vorgesehen sind. Bei einer sogenannten Paarverseilung bildet das Leiterpaar den Verseilverbund, der von der Abschirmung umgeben ist. Neben der Paarverseilung ist auch eine sogenannte Viererverseilung, insbesondere der Sternvierer bekannt, bei dem jeweils zwei Adern (isolierte Signalleiter), beim Sternvierer die diagonal gegenüberliegenden Signalleiter, das jeweilige Leiterpaar bilden. Die bei der Viererverseilung vier miteinander verseilten Signalleiter bilden den Verseilverbund, der von der Abschirmung umgeben ist. Das Signalkabel weist in einer bevorzugten Variante mehrere von einer Abschirmung umgebene Verseilverbünde, also beispielsweise mehrere abgeschirmte Paarverseilungen oder Sternvierer oder Kombinationen hiervon auf, die insbesondere von einer weiteren Gesamtabschirmung umgeben sind.
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Diese Ausgestaltung mit der variierenden Schlaglänge geht dabei von der Erkenntnis aus, dass aufgrund des herkömmlichen Verseil- oder Verlitzprozesses periodische Strukturen eingebracht werden, die für eine hochfrequente Datenübertragung eine periodisch wiederkehrende regelmäßige Störung darstellt. Diese Störungen führen zu einer Erhöhung der sogenannten Rückflussdämpfung, d. h. zumindest ein frequenzfester Signalanteil wird vermehrt reflektiert und zurückgeworfen und mindert somit die übertragene Signalleistung. Unter Rückflussdämpfung wird allgemein das Verhältnis von gesendeter zu reflektierter Leistung bzw. von eingespeister Energie zu rückgestreuter Energie verstanden. Die Rückflussdämpfung ist daher ein Maß für Rückstreueffekte bei der Signalausbreitung im Signalkabel. Die Rückstreueffekte treten dabei an Störstellen in der Übertragungsstrecke auf.
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Aufgrund der periodischen durch eine feste Schlaglänge eingebrachten Störungen wirken sich diese selektiv auf bestimmte Wellenlängen aus. Insbesondere sind derartige Signalanteile betroffen, deren Wellenlängen im Bereich der halben Schlaglänge oder einem ganzzahligen Vielfachen der halben Schlaglänge liegen. Die Rückflussdämpfung zeigt daher Störpeaks, wenn n·λ/2 = s, wobei n eine ganze Zahl ist, λ die Wellenlänge des Datensignals und s die Schlaglänge. Bei Doppelverseilmaschinen ist der die Störung bedingende periodische Abstand die doppelte Schlaglänge, so dass bei mit einer Doppelschlagmaschine hergestellten Kabel bzw. Litzen die Störpeaks auftreten wenn n·λ/2 = 2s. Dieses Problem der Störpeaks in der Rückflussdämpfung tritt insbesondere bei hochfrequenten Signalen im oberen Megahertz und im Gigahertz Bereich auf, da in diesem Fall die typischen Schlaglängen von Litzenleitern im Bereich eines Vielfaches von λ/2 bzw. λ/4 liegt. Bei einer Einfachschlagverseilmaschine und einer Schlaglänge s von 10mm entstehen die Störpeaks bei 10GHz (λ/2 = s), 20GHz (2·λ/2 = s), 30GHz (3·λ/2 = s) usw.. Bei einer Doppelschlagverseilmaschine entstehen die Störpeaks bei 5GHz (λ/2 = 2s), 10GHz (2·λ/2 = 2s), 15GHz (3·λ/2 = 2s) usw.
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Die durch die Schlaglänge eingebrachte periodische Struktur führt daher innerhalb des Signals selektiv zu einer hohen, peakartigen Rückflussdämpfung bei einer definierten Frequenz (Wellenlänge). Durch die variierende Schlaglänge wird nun in besonders vorteilhafter Weise dieser Peak bei einer definierten Frequenz reduziert, so dass insgesamt bei dieser kritischen Frequenz die Rückflussdämpfung verringert wird. Durch die Variation der Schlaglänge wird insgesamt die Rückflussdämpfung infolge der durch die Verseilung eingebrachten Störungen auf ein breiteres Frequenzbanz verteilt. Damit besteht die Möglichkeit, insgesamt für die einzelnen Frequenzen die maximal zulässige Rückflussdämpfung selbst bei hochfrequenten Datensignalen einzuhalten.
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Die Rückstreueffekte sind – betrachtet man Litzenleiter – insbesondere bei den konzentrischen Litzenleitern aufgrund deren hochgenauen Aufbaus beachtlich. Daher ist die variierende Schlaglänge insbesondere bei den konzentrischen Litzenleiter relevant.
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Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung variiert dabei die Schlaglänge mit einem vorgegebenen Differenzwert um eine mittlere Schlaglänge. Die Schlaglänge variiert daher innerhalb einer durch den Differenzwert gebildeten Bandbreite um einen mittleren Wert nach oben und nach unten. Die mittlere Schlaglänge zuzüglich des Differenzwertes gibt daher eine maximale Schlaglänge und die mittlere Schlaglänge abzüglich des Differenzwertes gibt die minimale Schlaglänge an. Zwischen der maximalen und der minimalen Schlaglänge werden Zwischenwerte eingenommen.
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In zweckdienlicher Ausgestaltung oszilliert dabei die Schlaglänge um die mittlere Schlaglänge, nimmt also abwechselnd kontinuierlich bis zu einer maximalen Schlaglänge zu und bis zu einer minimalen Schlaglänge ab. Die Änderung der Schlaglänge ist dabei kontinuierlich und stetig. Die Zu- und Abnahme folgt dabei insbesondere einer beispielsweise sinusförmigen Wellenbewegung.
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Die Variation der Schlaglänge lässt sich herstellungstechnisch besonders einfach verwirklichen. Bei elektronisch gesteuerten Verlitz- oder Verseilmaschinen erfolgt dies bspw. durch eine Variation der Drehgeschwindigkeit des sogenannten Schlagbügels bei der Verseilung und/oder eine Variation der Abzugsgeschwindigkeit in Längsrichtung. Bei mechanisch verkoppelten Verseil- oder Verlitzmaschinen kann eine variierende Schlaglänge über exzentrisch gelagerte Räder innerhalb eines Antriebsgetriebes realisiert werden.
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Alternativ zu einer gleichmäßigen beispielsweise sinusförmigen Veränderung der Schlaglänge ist in bevorzugter Ausgestaltung eine ungleichmäßige Variation vorgesehen. Die Schlaglänge verändert sich daher insbesondere willkürlich, vorzugsweise zufällig. Dies wird insbesondere bei elektronisch geregelten Verseilmaschinen vorzugsweise durch eine entsprechende ungleichmäßige Ansteuerung der Verseilmaschine erreicht. Insbesondere wird beispielsweise die Schlaglänge über einen Zufallsgenerator vorgegeben.
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Zweckdienlicherweise werden dabei auch unterschiedliche Werte für die maximale bzw. minimale Schlaglänge vorgegeben und eingestellt. Dies bedeutet, dass aufeinander folgende Maxima bzw. Minima der Schlaglängen unterschiedliche Werte einnehmen.
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Weiterhin ist zweckdienlicherweise vorgesehen, dass auch der Grad des Anstiegs bzw. der Abnahme der Schlaglänge ungleichmäßig und eben nicht kontinuierlich ist. Dies bedeutet, dass die Zunahme der Schlaglänge (bzw. die Abnahme) zwischen zwei Maxima variiert.
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Durch diese insgesamt ungleichmäßige, zufällige oder auch chaotische Variation der Schlaglänge wird im Vergleich zu einer gleichmäßig variierenden Schlaglänge eine noch verbesserte Rückflussdämpfung erreicht, da hierbei keinerlei periodische Strukturen innerhalb des Verseilverbundes enthalten sind.
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Insgesamt ist dadurch bei vergleichsweise geringem Fertigungsaufwand ein im Hinblick auf die Rückflussdämpfung deutlich verbessertes Signalkabel bereitgestellt.
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Vorzugsweise liegt der Differenzwert dabei im Bereich von 5 bis 25 Prozent und insbesondere im Bereich von 10 bis 20 Prozent der mittleren Schlaglänge. Die sich einstellende Schlaglänge variiert daher zwischen 80 und 90 Prozent der mittleren Schlaglänge als minimale Schlaglänge bis hin zu 110 bis 120 Prozent der mittleren Schlaglänge als maximale Schlaglänge.
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Zweckdienlicherweise beträgt die mittlere Schlaglänge weiterhin etwa das 5 bis 20-fache des Durchmessers des Signalleiters.
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Für typische Anwendungen liegt dabei die mittlere Schlaglänge bevorzugt im Bereich von 1 bis 40 mm, insbesondere im Bereich von 5 bis 40 mm.
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Durch diese gewählte Bandbreite der mittleren Schlaglänge in Kombination mit den gewählten mittleren Schlaglängen ist ausgehend von den gegenwärtig üblichen Litzenleitern mit den üblichen Schlaglängen ein Litzenleiter mit guten Rückflussdämpfungseigenschaften auch bei hohen Frequenzen erzielt.
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Grundsätzlich ist die Verwendung eines derartigen Litzenleiters nicht auf die Anwendung bei Koaxialkabeln beschränkt, sondern wird bevorzugt auch bei anderen hochfrequenten Signalkabeln mit Litzenleitern eingesetzt insbesondere bei symmetrischen Signalkabeln. Bei diesen sind isolierte Signalleiter paarweise oder als Sternvierer zu einem Verseilverbund miteinander verseilt, der von einer Abschirmung umgeben ist, und zwar üblicherweise unmittelbar, also ohne dass weitere Leiter neben dem Verseilverbund von der Abschirmung umgeben sind. Zwischen dem Verseilverbund und der Abschirmung können noch weitere Zwischenfolien oder Innenmäntel angeordnet sein.
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Die hier bezüglich der Verseilung angegebenen bevorzugten Ausgestaltungen gelten sinngemäß auch für die verseilten Signalleiter eines Verseilverbundes bei einem symmetrischen Signalkabel. Die Signalleiter sind bevorzugt durch Litzenleiter mit variierender Schlaglänge gebildet, so dass zur Reduzierung der Rückflussdämpfung eine doppelte Verseiloptimierung vorliegt.
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Die Abschirmung sowohl bei einem Koaxialkabel als auch bei einem symmetrischen Signalkabel ist üblicherweise als ein Abschirmgeflecht ausgebildet. Bei einem Koaxialkabel bildet dieses zugleich den Außenleiter. Bei einem Geflecht handelt es sich allgemein um einen sich in Längsrichtung erstreckenden Hohlkörper der durch das regelmäßige Ineinanderschlingen einer Mehrzahl von Geflechtsträngen gebildet ist. Die Geflechtstränge selbst bestehen wiederrum aus einer Vielzahl von einzelnen feinen Einzeldrähten. Üblicherweise sind die einzelnen Geflechtstränge dabei ebenfalls unter einer festen Schlaglänge miteinander verflochten.
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Zweckdienlicherweise ist in einer bevorzugten Weiterbildung vorgesehen, dass nunmehr auch die Schlaglänge der einzelnen Geflechtstränge des Abschirmgeflechts über die Länge des Abschirmgeflechts variiert. Wie bei der variierenden Schlaglänge der Einzeldrähte des Litzenleiters ist auch hier vorzugsweise eine ungleichmäßige Variation vorgesehen. Daneben besteht auch die Möglichkeit einer gleichmäßigen Variation. Grundsätzlich ist die Ausgestaltung des Abschirmgeflechts mit variierender Schlaglänge auch unabhängig von der Ausgestaltung des Litzenleiters und / oder des Verseilverbundes mit variierender Schlaglänge möglich und vorgesehen.
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Insgesamt ist das Signalkabel in zweckdienlicher Ausgestaltung daher als Hochfrequenzkabel für die Übertragung von Daten mit einer Frequenz im Gigahertzbereich ausgelegt, insbesondere bis etwa 100 Gigahertz.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Diese zeigen in schematischen Darstellungen:
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1 eine Schnittansicht durch ein Koaxialkabel,
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2 eine Seitenansicht eines Litzenleiters,
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3 eine Schnittansicht durch ein symmetrisches Signalkabel mit einem paarverseilten Leiterpaar,
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4 eine stark vereinfachte Darstellung einer Vorrichtung zur Datenübertragung mit einem symmetrischen Signalkabel
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5 eine Seitenansicht eines Abschirmgeflechts des Koaxialkabels
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6 einen gleichmäßig variierenden Verlauf der Schlaglänge
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7 einen ungleichmäßig variierenden Verlauf der Schlaglänge
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8A eine qualitative Darstellung des Verlaufs der Rückflussdämpfung gegenüber der Frequenz eines Signals bei einem Litzenleiter mit konstanter Schlaglänge sowie
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8B den qualitativen Verlauf der Rückflussdämpfung gegenüber der Frequenz eines Signals bei einem Litzenleiter mit variabler Schlaglänge.
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In den Figuren sind gleichwirkende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.
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Das Koaxialkabel 2a gemäß 1 weist einen zentralen als Litzenleiter 4a ausgebildeten Innen- und Signalleiter auf, der konzentrisch von einem Dielektrikum 6 und anschließend von einem Außenleiter umgeben ist, der durch eine durch ein Abschirmgeflecht gebildeten Abschirmung 8 gebildet ist. Diese ist wiederum von einem Kabelmantel 9 umgeben. Der Litzenleiter 4a weist eine Vielzahl von einzelnen miteinander verseilten Litzendrähten 10 auf.
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Die einzelnen Litzendrähte 10 sind dabei derart miteinander verseilt, dass sie jeweils entlang einer Schraubenlinie in Längsrichtung 12 des Litzenleiters 4a verlaufen. Allgemein wird eine Schlaglänge s durch die Länge in Längsrichtung 12 definiert, die ein Litzendraht 10 für eine vollständige 360 Grad Umdrehung benötigt.
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In der 3 sind schematisch verschiedene Schlaglängen s des Litzenleiters 4a eingezeichnet. Hervorgehoben ist dabei eine maximale Schlaglänge smax sowie eine minimale Schlaglänge smin. Wie anhand der Seitenansicht der 2 zu erkennen ist, verändert sich die Schlaglänge s über die Länge des Litzenleiters 4a hinweg.
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Das symmetrische Signalkabel 2b gemäß 4 weist im Ausführungsbeispiel ein Leiterpaar bestehend aus zwei isolierten Signalleitern 4b auf. Die Signalleiter 4a sind gebildet aus einem Leitungskern 14 und einer diesen umgebenden Isolierung 16. Der Leitungskern 14 ist bevorzugt ein als Draht ausgebildeter Vollleiter, alternativ ein Litzenleiter wahlweise mit konstanter oder variabler Schlaglänge. Das Leiterpaar ist von einer Abschirmung 8 und diese wiederum von einem Kabelmantel 9 umgeben. Das Leiterpaar bildet einen Verseilverbund aus. Im Ausführungsbeispiel ist ergänzend noch ein sogenannter Beilaufdraht 18 angeordnet, der nicht zwingend erforderlich ist. Das Signalkabel 2b besteht im Ausführungsbeispiel aus dem abgeschirmten und vom Kabelmantel 9 umgebenen Verseilverbund. In alternativen Ausgestaltungen sind mehrere derartige Einheiten zu einem Gesamtkabel zusammengefasst und insbesondere von einer Gesamtabschirmung und einem Gesamtkabelmantel umgeben.
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Ähnlich wie die einzelnen Litzendrähte 10 beim Litzenleiter 4a, so sind die Signalleiter 4b des Verseilverbundes miteinander unter einer variierenden Schlaglänge s verseilt. Die in 2 dargestellte Situation gilt daher gleichermaßen für den Verseilverbund.
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Bei der Signalübertragung über ein symmetrisches Kabel wird gemäß der 4 ein zu übertragendes Signal mit Hilfe einer Einspeisevorrichtung 20 in das Signalkabel 2b eingespeist und mit Hilfe einer Auswertevorrichtung 22 wieder ausgekoppelt und ausgewertet. Wie durch die gestrichelten Linien schematisch angedeutet ist, wird dabei in den einen Signalleiter 4b ein Ursprungssignal D und in den anderen Signalleiter ein invertiertes, also um 180° phasenverschobenes Signal D‘ eingespeist. Durch die Auswertevorrichtung wird die Pegeldifferenz zwischen den Signalpegeln dieser Signale D, D‘ ausgewertet.
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In 5 ist schematisch eine Seitenansicht der durch ein Abschirmgeflecht gebildeten Abschirmung 8 dargestellt. Die Abschirmung 8 besteht hierbei aus einer Vielzahl von miteinander verflochtenen Geflechtsträngen 24. Diese sind ebenfalls wiederrum unter einer Schlaglänge s miteinander verflochten, wie dies schematisch in 3 dargestellt ist. Auch hier wird unter Schlaglänge s die Länge verstanden, die ein jeweiliger Geflechtstrang 24 benötigt, um eine vollständige Umwicklung (360°) auszuführen.
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In den 6 und 7 sind unterschiedliche Verläufe der variierenden Schlaglänge s dargestellt. Diese gelten gleichermaßen für die Verseilung des Litzenleiters 4a, des Verseilverbundes als auch des Abschirmgeflechts. In 6 ist zunächst eine gleichmäßige Variation der Schlaglänge s illustriert. Diese zeigt auf der X-Achse die Schlaglänge s, die gegenüber der Ausbreitung in x-Richtung und damit in Richtung der Längsrichtung 12 aufgetragen ist. Wie zu erkennen ist, oszilliert die Schlaglänge s um eine mittlere Schlaglänge s0 und zwar jeweils um einen Differenzwert ∆s. Und zwar nimmt ausgehend von der maximalen Schlaglänge smax die Schlaglänge s kontinuierlich bis zur minimalen Schlaglänge smin ab, um anschließend wieder bis zur maximalen Schlaglänge smax zuzunehmen. Die Schlaglänge s oszilliert daher um die mittlere Schlaglänge s0 insbesondere gleichmäßig und wellenförmig wie dies beispielhaft in der 4 dargestellt ist. Die Frequenz dieser oszillierenden Variation ist dabei bevorzugt kein Vielfaches der Verseil-Drehzahl. Unter Verseil-Drehzahl wird hierbei insbesondere die Anzahl der Umdrehungen pro Zeiteinheit des zu verseilenden Drahtes oder Leiters beim Verseilprozess verstanden.
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Vorzugsweise ist jedoch eine ungleichmäßige Variation der Schlaglänge s vorgesehen, wie dies beispielhaft in 5 dargestellt ist. Hieraus ist zu entnehmen, dass die Schlaglänge s vorzugsweise zufällig oder auch chaotisch variiert. Zum Einen verändert sich über die Länge x des Signalleiters 2 in Längsrichtung 12 der Grad der Zu- bzw. Abnahme der Schlaglänge s. In der Darstellung gemäß 5 entspricht dies der Steigung der die Schlaglänge s repräsentierenden Kurve. Pro definierter Längeneinheit des Signalleiters 2 variiert also die Zu- bzw. Abnahmen der Schlaglänge s und zwar insbesondere bezogen jeweils auf einen vorgegebenen definierten Absolutwert der Schlaglänge s. Verglichen werden daher immer die zunehmenden bzw. abnehmenden Bereiche zwischen zwei Wendepunkten.
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Neben der Variation des Grads der Zu- oder Abnahme variiert auch die Intensität des dargestellten Verlaufs der Schlaglänge s, also die jeweils eingenommenen Maximalwerte smax sowie Minimalwerte smin. Im Unterschied zu der gleichmäßigen Variation wie sie in 6 dargestellt ist, ist die gestrichelt dargestellte Einhüllende der Maximalwerte daher keine Gerade sondern ein Kurvenverlauf, der insbesondere keiner vorgegebenen Funktion folgt.
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Der Litzenleiter 4a weist dabei einen Durchmesser d auf. Die mittlere Schlaglänge s0 liegt typischerweise etwa im Bereich des 5 bis 20 fachen des Litzendurchmessers d. Bei typischen Litzendurchmessern d liegt daher die Schlaglänge im Bereich von etwa 5 mm bis 40 mm. Die gleichen Kennzahlen gelten vorzugsweise auch für den Verseilverbund beim symmetrischen Signalkabel 2b. Die mittlere Schlaglänge s0 liegt daher ebenfalls bevorzugt etwa im Bereich des 5 bis 20 fachen des Durchmessers des jeweiligen Signalleiters 4b.
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Mit einer derartigen variierenden Schlaglänge s lässt sich die sogenannte Rückflussdämpfung R verbessern. Dies wird anhand der 8A, 8B illustriert. 8A zeigt die Situation beispielhaft bei einem Litzenleiter 4a (bzw. Verseilverbund) mit konstanter, gleichmäßiger Schlaglänge s. Wie zu erkennen ist, zeigt der Verlauf der Rückflussdämpfung bei einer Frequenz f0 einen Peak, der einen erlaubten Wert für die Rückflussdämpfung überschreitet.
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Demgegenüber ist der Peak bei der kritischen Frequenz f0 deutlich reduziert und über ein breites Frequenzband verteilt, für den Fall dass die Schlaglänge s beim Litzenleiter 4a bzw. bei dem Verseilverbund variiert ist. Diese Situation ist qualitativ in 8B dargestellt.
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Durch diese Maßnahme der variierenden Schlaglänge s eignet sich das Signalkabel 4a, 4b insbesondere für hochfrequente Datenübertragungen insbesondere auch im Gigahertzbereich und vorzugsweise bis zu etwa 100 Gigahertz.