-
Gebiet der Erfindung
-
Die Erfindung betrifft ein Planetengetriebe, wie ein Differenzialgetriebe, mit einem Planetenträger, an dem Planetenräder drehbar angebunden sind, welche mit zumindest einem Sonnenrad in kämmendem Eingriff befindlich stehen, wobei der Planetenträger mit einem Antriebsrad, wie einem Stirnrad verbindbar ist, wobei ferner ein Wälzlager mit einem Lagerinnenring und einem Lageraußenring, den Planetenträger an einem ortsfesten Gehäuse, wie einem Getriebegehäuse, axial und/oder radial positionsbestimmt drehbar lagert.
-
Der Planetenträger kann auch als Korb bezeichnet werden, insbesondere kann er als Differenzialkorb ausgebildet sein.
-
Aus dem Stand der Technik sind bereits unterschiedliche Planetengetriebe bekannt, so bspw. aus der
EP 0156067.
-
Grundsätzlich sind auch Ausgleichsgetriebe für Kraftfahrzeuge aus der
DE 10156890 C1 bekannt. Dort wird ein Ausgleichgetriebe für ein Kraftfahrzeug mit einem in einer Gehäusewand gelagerten, einen Antriebszahnkranz aufweisenden Ausgleichsgehäuse offenbart, in dem ein Ausgleichsbolzen mit mindestens einem drehbar gelagerten Ausgleichskegelrad angeordnet ist, das mit einem Antriebswellenrad einer im Ausgleichsgehäuse gelagerten Antriebswelle in Eingriff steht. Die Antriebswelle ist mittels mindestens eines ersten Lagers in der Gehäusewand des Ausgleichsgetriebes und/oder des Ausgleichsgehäuses mittels mindestens eines zweiten Lagers auf der Antriebswelle gelagert und die Antriebswelle weist eine gemeinsame Lagerbuchse für das als Wellenlager ausgebildete erste Lager der Antriebswelle und das Gehäuselager des Ausgleichsgehäuses auf.
-
Eine auf Kegelräder zurückgreifende Differenzialordnung ist auch aus der Druckschrift
US 7775928 B2 gekannt.
-
Ferner ist aus der
DE 10 2009 017 397 A1 eine Getriebeanordnung bekannt, die auf Planetenräder zurückgreift. Die dort vorgestellte Getriebeanordnung betrifft ein Differenzialgetriebe, mit einem antriebsseitigen Scheibenteil, einem ersten Antriebsteil, das drehfest mit einer ersten angetriebenen Achse in Verbindung steht, und einem zweiten Antriebsteil, das drehfest mit einer zweiten angetriebenen Achse in Verbindung steht, wobei zwischen dem ersten Antriebsteil und dem zweiten Antriebsteil eine Zahnradanordnung zur Drehmomentübertragung von dem antriebsseitigen Scheibenteil auf das erste Antriebsteil und das zweite Antriebsteil vorgesehen ist. Das erste Antriebsteil weist dabei die Form einer ersten Antriebsscheibe auf und besitzt radial von der ersten angetriebenen Achse beabstandet eine Auswölbung. Das zweite Antriebsteil weist ferner die Form einer von der zweiten angetriebenen Achse aus radial nach außen verlaufenden zweiten Antriebsscheibe auf. Die Auswölbung weist ferner von der zweiten Antriebsscheibe weg. Die Zahnradanordnung ist in einem durch die Auswölbung der ersten Antriebsscheibe und dem gegenüberliegenden Bereich der zweiten Antriebsscheibe gebildeten Raum angeordnet. Solche Planetengetriebe, die als Differenzialgetriebe ausgebildet sind, können als Stirnraddifferenzialgetriebe ausgebildet sein, wie sie bspw. aus der
WO2010/112366 A1 bekannt sind. Die dort vorgestellte Stirnraddifferenzialgetriebeanordnung offenbart die Einsatzfähigkeit in einem Kraftfahrzeug. Dabei werden jeweils schräg verzahnte Sonnenräder, Planetenräder und ein Hohlrad so von einem umgebenden Gehäuse mit abgestützten Lagerungen verwendet, dass die parallel angeordneten Sonnenräder jeweils mit parallel angeordneten Abtriebswellen gekoppelt sind. Es ist in dieser Druckschrift vorgesehen, dass zwischen den parallel angeordneten Sonnenrädern und/oder zwischen den Sonnenrädern und dem umgebenden Gehäuse jeweils Reibflächen angeordnet sind.
-
Die bekannten Planetengetriebe weisen jedoch den Nachteil auf, dass sie sehr viel Axialbauraum benötigen. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung hier Abhilfe zu schaffen und eine bauraumsparende, insbesondere axialbauraumsparende Verbesserung zu schaffen, die gleichzeitig langlebig ist und zumindest kostenneutral ausführbar ist oder im Optimalfall sogar kostensenkend wirkt.
-
Offenbarung der Erfindung
-
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Wälzlager einen Lagerring aufweist, der einerseits integral eine Laufbahn für einen Wälzkörper des Wälzlagers ausbildet und andererseits einen Sitz für den Planetenträger bildet. Mit anderen Worten ist daher der Lagerring fest mit dem Planetenträger verbunden, nämlich im Bereich des Sitzes und andererseits bildet er eine Laufbahn oder Lauffläche aus, auf der die Wälzkörper, wie Kugeln, Kegelrollen oder ähnliche Elemente abrollen können.
-
Vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen beansprucht und werden nachfolgend näher erläutert.
-
So ist es von Vorteil, wenn der Lagerring als Lagerinnenring oder als Lageraußenring ausgebildet ist. Besonders optimal ist der Kraftschluss, bei Ausbilden des Lagerrings als Lagerinnenring, wohingegen sich die Montage vereinfachen lässt, wenn der Lagerring als Lageraußenring ausgebildet ist.
-
Um die Langlebigkeit des Planetengetriebes zu erhöhen, aber gleichzeitig die Kosten zu senken, ist es von Vorteil, wenn der Lageraußenring gezogen ausgeführt ist, ergo zwischen Lagerinnenring und Planetenträger hindurchgezogen wird und/oder der Lagerinnenring fließgepresst ausgeführt ist.
-
Es hat sich auch als zweckmäßig herausgestellt, wenn sich der Lagerring in einem Drehmomentübertragungsbereich, also im Bereich des Sitzes bspw., im Bereich des Planetenträgers radial innerhalb des Planetenträgers befindet. Zwei unterschiedliche Radialabmessungen, gesehen von einer Rotationsachse des Planetenträgers aus, welche natürlich auch die Symmetrieachse des Planetengetriebes darstellt, zu einer Innenringfläche des Lagerinnenrings im Bereich des Wälzkörpers einerseits und im Bereich des Planetenträgers andererseits stellt sich ein. Die erstgenannte Abmessung ist größer als eine Radialbeabstandung des mit dem Planetenträger fest verbundenen Lagerrings auf der Innenseite des Sitzes.
-
Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel ist dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerring einen axial abstehenden Bundabschnitt aufweist, der in abstützendem Kontakt mit dem Sonnenrad befindlich ist. Insbesondere bei einer gehärteten Ausführung dieses Bundabschnittes, lässt sich der Lagerring auch zum Zentrieren des Sonnenrades bzw. der Sonnenräder einsetzen.
-
Wenn der Planetenträger einen axial abstehenden Bundabschnitt aufweist, der in abstützendem Kontakt mit dem Sonnenrad befindlich ist, so lässt sich bspw. durch den Lagerring und den Planetenträger ein sich aus beiden Elementen zusammensetzender Bund darstellen, der eine größere in einer Radialebene liegende Fläche aufweist, wodurch sich die Kräfte besser verteilen. Allerdings ist es auch möglich, dass eine der beiden Bundabschnitte über den anderen axial in Richtung des Sonnenrades übersteht, vorzugsweise der Bundabschnitt des Lagerrings, und somit nur in einem Teilbereich eine abstützende Wirkung mit dem Sonnenrad erzielt wird.
-
Um vorteilhafte Abstützwirkungen und Dichtwirkungen zu erreichen, ist es von Vorteil, wenn in Radiallage des Planetenträgers und/oder des Lagerinnenrings ein Deckel angeordnet ist, der vorzugsweise ein um ein Loch umlaufendes U-Profil aufweist. Es ist ferner von Vorteil, wenn das Planetengetriebe als Stirnraddifferenzial ausgebildet ist, das zwei Sonnenräder aufweist, die je mit einem Planetenrad zumindest eines Planetenradsatzes in kämmendem Eingriff befindlich sind. So lässt sich dann eine besonders kompakt bauende Planetengetriebeausgestaltung realisieren, die gleichzeitig hochbelastbar und kostengünstig ist. Ferner sei erwähnt, dass die beiden Planetenräder eines Planetenradsatzes miteinander in kämmenden Eingriff verbringbar sind.
-
Um positive Selbsthemmeffekte realisieren zu können, ist es auch von Vorteil, wenn zwischen den Sonnenrädern eine Reibscheibe befindlich ist. Ferner ist es von Vorteil, wenn der Lagerring form-, kraft- und/oder stoffschlüssig mit dem Planetenträger verbunden ist. Eine dauerhafte drehmomentübertragende sowie kraftübertragende Verbindung lässt sich dann wirkungsvoll realisieren.
-
Die Erfindung wird auch mit unterschiedlichen Zeichnungen näher erläutert, wobei einige unterschiedliche Ausführungsbeispiele darin erklärt werden.
-
Es zeigen:
-
1 ein Planetengetriebe in einer Längsschnittdarstellung,
-
2 eine weitere Planetengetriebedarstellung im Längsschnitt,
-
3 ein erstes Ausführungsbeispiel eines Planetengetriebes im Längsschnitt,
-
4 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Planetengetriebes im Längsschnitt,
-
5 ein weiteres Ausführungsbeispiel im Längsschnitt,
-
6 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Planetengetriebes im Längsschnitt,
-
7 ein spezielles Planetengetriebe,
-
8 ein weiteres Planetengetriebe, was ebenso wie in den Varianten der 6 und 7 im Längsschnitt dargestellt ist,
-
9 ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Planetengetriebes,
-
10 eine Verstemmung einsetzende Planetengetriebeausgestaltung, und
-
11 eine im Bereich des Lagers schräg ausgebildete Verbindungsteilkonstruktion mit Lauffläche eines weiteren Ausführungsbeispiel eines Planetengetriebes.
-
Die Figuren sind lediglich schematischer Natur und dienen nur dem Verständnis der Erfindung. Die gleichen Elemente werden mit denselben Bezugszeichen versehen. Einzelne Aspekte der unterschiedlichen Varianten lassen sich auch auf die Ausführungsbeispiele anwenden.
-
In 1 ist eine erste spezielle Form eines Planetengetriebes 1 dargestellt. Das Planetengetriebe 1 ist als Differenzialgetriebe, insbesondere als Stirnraddifferenzialgetriebe 2 ausgebildet. Es weist einen Planetenträger 3 auf, der als Korb, insbesondere als Differenzialkorb bezeichnet werden kann. Der Planetenträger 3 kann ferner auch als Planetenradträger bezeichnet werden.
-
An dem Planetenträger 3 sind Planetenradsätze 4 mit je einem ersten Planetenrad 5 und einem zweiten Planetenrad 6 über je einen Bolzen 7, der in einer Lagerungshülse 8 befindlich ist, gelagert. Die Planetenräder 5 und 6 sind mit einem Sonnenrad 9 in Wirkkontakt. Dabei ist das erste Planetenrad 5 mit einem ersten Sonnenrad 10 in kämmenden Wirkeingriff und das zweite Planetenrad 6 mit einem zweiten Sonnenrad 11 in kämmenden Wirkkontakt. Der Bolzen 7 ist als Hohlbolzen ausgebildet. Die beiden Planetenräder 5 und 6 eines Planetenradsatzes 4 können miteinander in kämmenden Wirkeingriff verbracht werden.
-
Es werden vorteilhafterweise drei, vier, fünf, sechs oder sieben Planetenradsätze 4 mit je einem ersten Planetenrad 5 und einem zweiten Planetenrad 6 verwendet.
-
Der Planetenträger 3 weist eine erste Hälfte 12 und eine zweite Hälfte 13 auf, die über ein Verbindungselement 14, wie einen Niet an einem Antriebsrad 15, das als Stirnrad 16 ausgebildet ist, verbunden sind. Das Stirnrad 16 weist eine Außenschrägverzahnung 17 auf.
-
Der Planetenträger 3 ist über ein separates Verbindungsteil 18 mit einem Lager 19, das als Wälzlager 20 ausgebildet ist, verbunden. Das Wälzlager 20 ist als Schrägkugellager ausgebildet. An sowohl der ersten Hälfte 12 des Planetenträgers 3, als auch der zweiten Hälfte 13 des Planetenträgers 3 ist jeweils ein Schrägkugellager befindlich. Auch Kegelrollenlager sind möglich.
-
Das Verbindungsteil 18 weist dabei einen ersten Flanschabschnitt 21 auf, der über einen Verbindungsabschnitt 22 mit einem zweiten Flanschabschnitt 23 verbunden ist. Der erste Flanschabschnitt 21 bildet dabei eine erste Grenzfläche 24 aus, die in Anlage mit einer Innenfläche 25 des Planetenträgers 3 befindlich ist. Der zweite Flanschabschnitt 23 bildet ferner eine zweite Grenzfläche 26 aus, die mit einer Außenfläche 27 des Lagers 19 in Anlage befindlich ist. Dabei liegt die zweite Grenzfläche 26 an einem Außenring 28 des Wälzlagers 20 an.
-
Es ist jedoch möglich, dass wie in 2 dargestellt, ein Innenring 29 des Wälzlagers 20 mit einer nach innen weisenden Innenringfläche 30 an der zweiten Grenzfläche 26 anliegt.
-
Während in der Version gemäß 1 nur ein bestimmter Bereich des Verbindungsabschnittes 25 radial am Planetenträger 3 anliegt, liegt in der Version gemäß 2 der gesamte oder nahezu der gesamte Verbindungsabschnitt 22 axial, sich in Radialrichtung erstreckend, am Planetenträger 3 an. Das Verbindungsteil 18 ist dabei als Blechteil, insbesondere als Blechhülse ausgebildet.
-
Während in der Version gemäß 1 sowohl der Planetenträger 3, als auch das Verbindungsteil 18 einen Bund 31 ausbilden und in der Version gemäß 1 sowohl der Planetenträger 3 mit einem Bundabschnitt 32 an dem ersten Sonnenrad 10 anliegt und das Verbindungsteil 18 mit einem Bundabschnitt 33 an dem ersten Sonnenrad 10 anliegt, liegt in der Version gemäß 2 nur der Bundabschnitt 33 des Verbindungsteils 18 an dem Sonnenrad 9 an.
-
Wie in 2 auch dargestellt, ist an zumindest einem der Sonnenräder 9 eine Außenverzahnung, etwa über einen Zahnkranz 34 vorhanden.
-
In dem Getriebe gemäß 7 ist das Verbindungsteil 18 als topfartiger Deckel 35 ausgebildet, der verglichen mit dem Planetenträger dünnwandig konfiguriert ist, insbesondere nur die Hälfte der Wanddicke oder vorteilhafterweise nur ein Drittel bis ein Viertel der Wanddicke des Planetenträgers 3 aufweist. Es liegt in einer dort vorhandenen Ausnehmung 36 eine Reibscheibe 37 an, die in Anlage mit dem Sonnenrad 9, insbesondere dem ersten Sonnenrad 10 oder dem zweiten Sonnenrad 11 befindlich ist.
-
Der Deckel 35 weist eine sich in Axialrichtung erstreckende Außenfläche 38 auf, die auf derselben in Radialrichtung gemessenen Höhe in Anlage mit sowohl dem Planetenträger 3, als auch dem Innenring 29, insbesondere der Innenfläche 30 des Innenrings 29 befindlich ist.
-
Wie in 10 zu erkennen ist, ist in einem axial von den Sonnenrädern 9 beabstandeten Bereich des Lagers eine Verstemmung 39 angebracht. Auf der linken Seite des Stirnraddifferenzialgetriebes 2 ist auch zu erkennen, dass am Außenring 28 des als Kegelrollenlager ausgebildeten Wälzlagers 20 der zweite Flanschabschnitt 23 schräg bzw. quer zur Radialrichtung als auch schräg bzw. quer zur Axialrichtung ausgerichtet ist.
-
In der Version gemäß 4 ist der Innenring 29 als fließgepresster Innenring 29 ausgebildet, wohingegen der Außenring 28 als gezogener Lageraußenring ausgebildet ist. Dadurch werden die Laufbahneigenschaften verbessert und die Zentrierung des Stirnraddifferenzials gewährleistet.
-
Zurückkommend zu 1 sei noch einmal betont, dass der Bund 31 in Axialrichtung ausgerichtet ist und die beiden Bundabschnitte 32 und 33 orthogonal abgewinkelt zu dem Planetenträger 3 bzw. dem Verbindungsteil 18 mit seinem Verbindungsabschnitt 22 gestaltet sind. In dem Getriebe gemäß 1 weisen die Bundabschnitte 32 und 33 dieselbe axiale Erstreckung bzw. axiale Länge auf und sind beide in Anschlag mit dem jeweiligen Sonnenrad 10 oder 11 befindlich. Die Bundabschnitte 32 und 33 sind gehärtet, insbesondere durchgehärtet ausgeführt. Es ist jedoch möglich, dass anstelle des separaten Verbindungsteils 18 einer der beiden Lagerringe, also der Lageraußenring 28 oder der Lagerinnenring 29 so umgeformt ist, dass er sowohl den ersten Flanschabschnitt 21 als auch die jeweilige Lauffläche für einen Wälzkörper 40 ausformt.
-
In dem Getriebe gemäß 2 ist, anders als in dem Getriebe gemäß 1, der Lagerinnenring 29 über das davon separate Verbindungsteil 18 mit der ersten Hälfte 12 des Planetenträgers 3 verbunden. Das Verbindungsteil 18 liegt dann an zwei Flächen an der Planetenträgerhälfte 12 an. Der Bundabschnitt 33 des Verbindungsteils 18 steht axial jedoch über dem Bundabschnitt 32 des Planetenträgers 3 über und ist, anders als der Bundabschnitt 32 in Anlage mit dem ersten Sonnenrad 10 befindlich.
-
In dem Getriebe gemäß der 3 bis 5 wird auf ein separates Verbindungsteil 18 verzichtet und der Lagerinnenring 29 selbst weist den Bundabschnitt 33 auf. Während der Planetenträger 3 in der 3 selber auch einen Bundabschnitt 32 aufweist, fehlt dieser in den Getrieben der 4 und 5. Allerdings ist in dem Getriebe gemäß 4 eine Reibscheibe 37 zwischen dem Lagerinnenring 29 und dem Sonnenrad 10 vorhanden. Ferner ist in dem Getriebe gemäß 5 an der dem Sonnenrad 10 zugewandten Seite des Planetenträgers 3 ein Vorsprung 41 ausgebildet, der auf der Lager zugewandten Seite eine Ausnehmung 42 definiert, in der der Bundabschnitt 33 des Lagerinnenrings 29 diese Ausnehmung 42 zumindest teilweise ausfüllend vorhanden ist. Der Vorsprung 41 bildet dann einen axialen Anschlag für den Lagerinnenring 29. Grundsätzlich kann der Lagerinnenring 29 über eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung, insbesondere unter Nutzung eines Pressverbandes, mit dem Planetenträger 3 verbunden sein. Eine Rotationsachse 43 des Planetenträgers 3 ist gleichzeitig auch die Rotationsachse der Sonnenräder 9 und ist die Symmetrieachse dieser Bauteile.
-
In dem Ausführungsbeispiel gemäß 6 ist der Deckel dünnwandig ausgebildet und als Ring mit U-förmigem Querschnitt ausgeformt. Anders als in dem Ausführungsbeispiel gemäß 7 ist keine Ausnehmung extra für die Reibscheibe 37 vorgesehen. An dieser Stelle sei bemerkt, dass die in dem Lager 19 verwendeten Wälzkörper, mit dem Bezugszeichen 40 versehen sind und grundsätzlich als Kugeln, Kegelrollen, Nadeln oder ähnliche Bauteile ausgebildet sein können. Insbesondere haben sich Schrägkugellager und Kegelrollenlager als langlebig und kostengünstig genug herausgestellt.
-
Das Getriebe gemäß 8 unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel gemäß 7 grundsätzlich vor allem darin, dass der Lagerinnenring 29 nicht bis in Anlage mit dem Planetenträger 3 gebracht ist, sondern der Deckel 35 als kraftübertragendes Element dazwischengeschaltet ist. Auf der Außenfläche 38 des Deckels 35 sitzt somit sowohl der Planetenträger 3 mit einer oder beiden Hälften 10 und 11 kraft- und/oder formschlüssig auf, als auch der Lagerinnenring 29. Eine Abwandlung ist denkbar, in der statt dem Lagerinnenring 29 der Lageraußenring 28 auf der Außenfläche des Deckels 35 aufsitzt.
-
In 9 ist wiederum auf ein separates Verbindungsteil 18 verzichtet worden und, in Abwandlung des ersten Getriebes, der Lageraußenring, welcher als gezogener Lageraußenring ausgebildet ist, mit einer welligen Außenform versehen.
-
Während, wie bereits bzgl. des Getriebes gemäß 10 ausgeführt, das Verbindungsteil 18 gerade, d.h. axial ausgerichtete erste und zweite Flanschabschnitte 21 und 23 aufweist, kann, wie in dem Getriebe gemäß 11 dargestellt, der zweite Flanschabschnitt auch schräg zur Rotationsachse 43 und zu einem dort zur orthogonalen abstehenden Radialrichtung ausgerichtet sein. Der Lagerinnenring 29 kann fließgepresst sein.
-
Das durch das umlaufende Profil ausgesparte Loch beinhaltet die Rotationsachse 43.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Planetengetriebe
- 2
- Stirnraddifferenzialgetriebe
- 3
- Planetenträger
- 4
- Planetenradsatz
- 5
- erstes Planetenrad
- 6
- zweites Planetenrad
- 7
- Bolzen
- 8
- Lagerungsringe
- 9
- Sonnenrad
- 10
- erstes Sonnenrad
- 11
- zweites Sonnenrad
- 12
- erste Hälfte
- 13
- zweite Hälfte
- 14
- Verbindungselement
- 15
- Antriebsrad
- 16
- Stirnrad
- 17
- Außenschrägverzahnung
- 18
- Verbindungsteil
- 19
- Lager
- 20
- Wälzlager
- 21
- erster Flanschabschnitt
- 22
- Verbindungsabschnitt
- 23
- zweiter Flanschabschnitt
- 24
- erste Grenzfläche
- 25
- Innenfläche
- 26
- zweite Grenzfläche
- 27
- Außenfläche
- 28
- Lageraußenring
- 29
- Lagerinnenring
- 30
- Innenringfläche
- 31
- Bund
- 32
- Bundabschnitt des Planetenträgers
- 33
- Bundabschnitt des Verbindungsteils
- 34
- Zahnkranz
- 35
- Deckel
- 36
- Ausnehmung
- 37
- Reibscheibe
- 38
- Außenfläche
- 39
- Verstemmung
- 40
- Wälzkörper
- 41
- Vorsprung
- 42
- Ausnehmung
- 43
- Rotationsachse
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- EP 0156067 [0003]
- DE 10156890 C1 [0004]
- US 7775928 B2 [0005]
- DE 102009017397 A1 [0006]
- WO 2010/112366 A1 [0006]