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Die Erfindung betrifft die Steuerung einer Enteisungsvorrichtung. Insbesondere betrifft die Erfindung die Steuerung einer an einem abgestellten Kraftfahrzeug installierten Vorrichtung zur Entfernung von Eis.
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Stand der Technik
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Ein Kraftfahrzeug, das bei niedrigen Temperaturen außerhalb eines geschlossenen Raums abgestellt wird, kann vereisen, so dass Teile oder Einrichtungen des Kraftfahrzeugs für den Betrieb zunächst nicht zur Verfügung stehen. Ein Benutzer muss vor Fahrtantritt das Eis manuell entfernen oder eine Enteisungsvorrichtung aktivieren, die das Eis zumindest an bestimmten, neuralgischen Punkten, entfernt. Eine Enteisungsanlage kann beispielsweise eine Sichtscheibe des Kraftfahrzeugs betreffen und in Form einer auf die Sichtscheibe aufgebrachten elektrischen Heizung oder in Form eines Gebläses für erwärmte Luft implementiert sein. Die Enteisungsvorrichtung kann auch beispielsweise eine Spritzwasserdüse zur Reinigung der Sichtscheibe oder eine Beleuchtungseinrichtung umfassen. Eine weitere Variante einer Enteisungsvorrichtung kann einen Außenspiegel betreffen. Auch ein Sensor, beispielsweise ein Radarsensor oder eine Navigationsantenne, kann mit einer Enteisungseinrichtung ausgestattet sein. Die Enteisungseinrichtung kann auch nach Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs verwendbar sein.
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Bekannt ist eine brennstoffbetriebene Innenraumheizung für das Kraftfahrzeug. Die Luft des Innenraums wird dabei mittelbar oder unmittelbar erwärmt, so dass eines oder mehrere zu enteisende Objekte erwärmt und schließlich von Eis oder Schnee befreit werden. Die Enteisungsanlage kann auch unbeaufsichtigt betrieben werden, insbesondere mittels einer Zeitsteuerung, die eine Enteisung zu einem vorbestimmten Zeitpunkt ermöglicht.
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Die Programmierung der Zeitsteuerung kann aufwendig sein und muss üblicherweise durchgeführt werden, bevor das Kraftfahrzeug abgestellt bzw. verlassen wird. Auch hat eine Zeitsteuerung den Nachteil, dass unter Umständen eine programmierte Enteisung veranlasst wird, obwohl eine zu enteisende Partie des Kraftfahrzeugs gar nicht von Eis überzogen ist. Ebenfalls bekannt ist eine drahtlose Fernsteuerung einer Enteisungsanlage, die vom Benutzer des Kraftfahrzeugs verwendet werden kann, um den Enteisungsvorgang aufgrund der Einschätzung des Benutzers einzuleiten.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Technik zur Steuerung einer Enteisungseinrichtung an einem abgestellten Kraftfahrzeug anzugeben, die leichter bedienbar ist und einen Enteisungsvorgang nur dann veranlasst, wenn er auch erforderlich ist. Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren und eine Vorrichtung mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Ferner ist ein Computerprogrammprodukt zur Lösung der Aufgabe angegeben. Unteransprüche geben bevorzugte Ausführungsformen wieder.
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Offenbarung der Erfindung
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Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Steuerung einer Enteisungseinrichtung an einem abgestellten Kraftfahrzeug umfasst Schritte des Erfassens eines geplanten Benutzungsbeginns des Kraftfahrzeugs, des Erfassens von meteorologischen Informationen am Standort des Kraftfahrzeugs, des Bestimmens einer Notwendigkeit zur Enteisung und der Veranlassung der Enteisung so, dass die Enteisung zum geplanten Benutzungsbeginn abgeschlossen ist.
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Durch die Berücksichtigung von meteorologischen Informationen kann die Enteisung nur dann durchgeführt werden, wenn sie für die Erhaltung der Funktionalität des Kraftfahrzeugs auch erforderlich ist. Beispielsweise kann in einer Übergangsphase zwischen einer warmen und einer kalten Jahreszeit ein unnötiger Betrieb der Enteisungseinrichtung vermieden werden, wenn das abgestellte Kraftfahrzeug vor dem Benutzungsbeginn einem ausreichend warmen Klima ausgesetzt war, so dass die Benutzung des Kraftfahrzeugs auch ohne Enteisung gefahrlos möglich ist. Ein durchschnittlicher Energieaufwand für Enteisungen kann somit verringert sein. Abnutzungserscheinungen der Enteisungseinrichtung und der enteisten Abschnitte bzw. Elemente des Kraftfahrzeugs können ferner verringert sein.
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In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst das Erfassen der meteorologischen Informationen ein Bestimmen des Standorts des Kraftfahrzeugs und eine Abfrage eines meteorologischen Informationsdiensts für den bestimmten Standort. Ein vernetztes Kraftfahrzeug kann beispielsweise einen Wettervorhersagedienst oder einen Auskunftsdienst für Wetterbeobachtungen zur Bestimmung der meteorologischen Informationen bemühen. Der Standort kann beispielsweise mittels eines Navigationssystems bestimmbar sein, der im Kraftfahrzeug bereits verbaut sein kann.
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In einer anderen Ausführungsform, die mit der vorgenannten Ausführungsform kombinierbar ist, umfasst das Erfassen der meteorologische Informationen ein Abtasten einer Umgebung des Kraftfahrzeugs.
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Ein lokaler Messwert kann mit verbesserter Genauigkeit eine Basis für die Bestimmung der Notwendigkeit zur Enteisung darstellen. Außerdem kann ein lokaler Messwert die Trennschärfe der Bestimmung der Notwendigkeit zur Enteisung erhöhen, wenn beispielsweise die von dem meteorologischen Informationsdienst bezogenen Daten keinen eindeutigen Schluss auf die Notwendigkeit der Enteisung zulassen. Extern und intern erfasste Daten können miteinander abgeglichen bzw. plausibilisiert werden.
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In einer Ausführungsform wird die Enteisung nicht veranlasst, falls zuvor bestimmt wurde, dass sich das Kraftfahrzeug in einem geschlossenen Raum befindet. Dies kann insbesondere dann erforderlich sein, wenn die Enteisungseinrichtung mit einem Brennstoff betreibbar ist, dessen bei der Verbrennung entstehende Abgase ein Unfall- oder Gesundheitsrisiko in dem geschlossenen Raum darstellen können. Die Bestimmung, dass sich das Kraftfahrzeug in einem geschlossenen Raum befindet, kann beispielsweise darauf basieren, dass in diesem Fall eine Standortbestimmung mittels eines satellitengestützten Navigationssystems nicht möglich ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das Erfassen des geplanten Benutzungsbeginns auf der Basis eines Kalendereintrags eines Benutzers des Kraftfahrzeugs. Der Kalender kann insbesondere elektronisch geführt werden, beispielsweise auf einem elektronischen Gerät wie einem tragbaren Computer oder einem Mobiltelefon mit Zusatzfunktionen (Smartphone), das temporär oder dauerhaft mit einem Verarbeitungssystem an Bord des Kraftfahrzeugs verbindbar ist. In einer anderen Ausführungsform können Informationen des Kalenders mittels eines drahtlosen Datennetzwerks vom Kraftfahrzeug aus zugreifbar sein. In diesem Fall kann der Kalendereintrag auf elektronische Weise auch auf einem entfernten Computer vorliegen, wobei der Standort des Computers nicht notwendigerweise bekannt sein muss (Cloud).
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform umfasst der Kalendereintrag einen Ort und einen Zeitpunkt. Dabei kann der geplante Benutzungsbeginn des Kraftfahrzeugs auf der Basis des Zeitpunkts des Kalendereintrags und einer voraussichtlichen Reisezeit vom Standort des Kraftfahrzeugs zum Ort des Kalendereintrags bestimmt werden. Die Bestimmung des geplanten Benutzungsbeginns des Kraftfahrzeugs kann so mit verbesserter Genauigkeit bestimmbar sein, ohne dass der Benutzer der Enteisungseinrichtung eine zusätzliche Information bereitstellen müsste. Durch das genauere Bestimmen des geplanten Benutzungsbeginns kann ein erneutes Vereisen zwischen dem Ende des Enteisungsvorgangs und dem tatsächlichen Benutzungsbeginn vermieden werden. Für den Benutzer kann das Kraftfahrzeug dadurch schneller verfügbar sein und ein zusätzlicher Energieaufwand für ein wiederholtes Betreiben der Enteisungseinrichtung kann eingespart werden.
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In einer Ausführungsform wird eine Wahrscheinlichkeit bestimmt, mit der eine Enteisung notwendig ist, wobei die Enteisung veranlasst wird, falls die Wahrscheinlichkeit einen vorbestimmten Schwellenwert übersteigt. Der Schwellenwert kann durch den Benutzer beeinflussbar sein. Auf diese Weise kann auch bei unklarer oder widersprüchlicher Informationslage bezüglich der meteorologischen Informationen am Standort des Kraftfahrzeugs eine Entscheidung getroffen werden, die im Sinne des Benutzers ist.
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In einer weiteren Ausführungsform kann die Enteisung dann nicht veranlasst werden, wenn ein für die Enteisung erforderlicher Energiespeicher nicht ausreichend belastbar ist. Dazu kann überprüft werden, ob das Kraftfahrzeug mit einer externen Energieversorgung verbunden ist. In diesem Fall ist ein Erschöpfen eines Energievorrats durch das Betreiben der Enteisungseinrichtung nicht zu befürchten. Ist zum Betrieb der Enteisungseinrichtung jedoch Energie aus einem bordeigenen Energiespeicher erforderlich, beispielsweise flüssiger Brennstoff, der in einem Tank aufgenommen, und/oder elektrische Energie, die in einer Batterie gespeichert ist, so wird die Enteisung vorzugsweise nur dann durchgeführt, wenn die in dem jeweiligen Energiespeicher verbleibende Energie für ein Ingangsetzen des Kraftfahrzeugs ausreichend ist.
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In noch einer weiteren Ausführungsform umfasst das Erfassen des geplanten Benutzungsbeginns des Kraftfahrzeugs ein Bestimmen, dass sich ein Benutzer des Kraftfahrzeugs auf das Kraftfahrzeug zu bewegt. Beispielsweise kann eine Position des Benutzers mittels eines Navigationssystems bestimmt werden, das Teil eines Smartphones oder tragbaren Computers ist. So kann eine genauere Bestimmung des Benutzungsbeginns erfolgen.
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Ein erfindungsgemäßes Computerprogrammprodukt umfasst Programmcodemittel zur Durchführung des beschriebenen Verfahrens, wenn das Computerprogrammprodukt auf einer Verarbeitungseinrichtung abläuft oder auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert ist.
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Eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Steuerung einer Enteisungseinrichtung an einem abgestellten Kraftfahrzeug umfasst eine Bestimmungseinrichtung zur Erfassung eines geplanten Benutzungsbeginns des Kraftfahrzeugs, eine Abtasteinrichtung zur Erfassung von meteorologischen Informationen am Standort des Kraftfahrzeugs, eine Verarbeitungseinrichtung zur Bestimmung einer Notwendigkeit zur Enteisung des Kraftfahrzeugs und eine Schnittstelle zur Verbindung mit der Enteisungseinrichtung und zur Veranlassung der Enteisung so, dass die Enteisung zum geplanten Benutzungsbeginn abgeschlossen ist.
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Die Vorrichtung kann zur Steuerung einer bestehenden Enteisungseinrichtung an einem bekannten Kraftfahrzeug mit den oben bezüglich des Verfahrens genannten Vorteilen verwendet werden. In einer bevorzugten Ausführungsform kann eine vorhandene Steuereinrichtung für die Enteisungseinrichtung mittels des beschriebenen Computerprogrammprodukts zu der erfindungsgemäßen Vorrichtung ausgebaut werden.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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Die Erfindung wird nun mit Bezug auf die beigefügten Figuren genauer beschrieben, in denen:
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1 ein Enteisungssystem an Bord eines Kraftfahrzeugs, und
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2 ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens zur Steuerung einer Enteisungseinrichtung im Kraftfahrzeug aus 1 darstellt.
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Genaue Beschreibung von Ausführungsformen
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1 zeigt ein Enteisungssystem 100 eines Kraftfahrzeugs 105. Das Enteisungssystem 100 ist dazu eingerichtet, eines oder mehrere Elemente oder Partien des Kraftfahrzeugs 105 von Eis oder Schnee zu befreien. Dazu können eine Front- oder Seitenscheibe 110, eine Heckscheibe 115, eine Spritzdüse 120 zur Reinigung einer der Scheiben 110, 115, eine Spritzdüse 125 zur Reinigung einer Beleuchtungseinrichtung oder ein Sensor 130, insbesondere ein Radarsensor, zählen.
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Zur Befreiung der Elemente 110 bis 130 von Eis oder Schnee kann das Enteisungssystem 100 insbesondere dazu eingerichtet sein, das entsprechende Element zu erwärmen. In einer Ausführungsform kann hierfür eine Verbrennungseinrichtung 135 vorgesehen sein, die einen Brennstoff, vorzugsweise einen flüssigen Brennstoff, der auch zum Betrieb eines Verbrennungsmotors zum Antrieb des Kraftfahrzeugs 105 geeignet sein kann, katalytisch oder mit offener Flamme verbrennt, um die dabei entstehende Wärme im Kraftfahrzeug 105 entsprechend zu verteilen. Die Verbrennungseinrichtung 135 kann zum Betrieb Energie aus unterschiedlichen Energiespeichern erfordern. In der geschilderten Ausführungsform kann ein in einem Vorratsbehälter 140 gespeicherter Brennstoff ebenso erforderlich sein wie eine in einer nicht dargestellten Batterie gespeicherte elektrische Energie. Ist die Batterie oder der Vorratsbehälter 140 erschöpft, so kann die Verbrennungseinrichtung 135 nicht weiter betrieben werden. Energie aus dem Vorratsbehälter 140 oder der Batterie kann auch zur Inbetriebnahme des Kraftfahrzeugs 105 erforderlich sein, so dass darauf zu achten ist, dass nach dem Betrieb der Verbrennungseinrichtung 135 noch ausreichend Energie in der Batterie bzw. dem Vorratsbehälter 140 gespeichert ist.
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Zur Steuerung der einzelnen Einrichtungen des Enteisungssystems 100 ist eine Steuereinrichtung 145 vorgesehen. Die Steuereinrichtung 145 kann optional eine Zeitsteuerung sowie Bedienelemente für einen Benutzer, insbesondere einen Fahrer, des Kraftfahrzeugs 105 umfassen.
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Integriert in das Enteisungssystem 100 oder separat davon ist eine Verarbeitungseinrichtung 150 vorgesehen, die mittels einer ersten Schnittstelle 155 mit der Steuereinrichtung 145 verbindbar ist. Mittels über die erste Schnittstelle 155 ausgetauschten Informationen kann die Verarbeitungseinrichtung 150 einen Enteisungsvorgang des Kraftfahrzeugs 105 mittels des Enteisungssystems 100 veranlassen bzw. steuern.
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Die Verarbeitungseinrichtung 150 verfügt vorzugsweise noch über eine zweite Schnittstelle 160, die insbesondere drahtlos ausgeführt sein kann und über die eine Datenverbindung zu einem Datenverarbeitungsgerät 165 herstellbar sein kann. Das Datenverarbeitungsgerät 165 kann dazu eingerichtet sein, Kalenderinformationen eines Benutzers des Kraftfahrzeugs 105 bereitzustellen. Hierzu kann das Datenverarbeitungsgerät 165 beispielsweise einen tragbaren oder fest installierten Computer oder ein Smartphone umfassen. Der Computer kann außerhalb des Kraftfahrzeugs 105 angeordnet sein, wobei der physikalische Ort des Computers nicht bekannt sein muss (Cloud). Das Datenverarbeitungsgerät 165 kann auch zur Beschaffung meteorologischer Informationen im Bereich des Kraftfahrzeugs 105 eingerichtet sein. Dazu kann das Datenverarbeitungsgerät 165 beispielsweise einen außerhalb des Kraftfahrzeugs 105 abgeordneten Computer umfassen, der mit einem meteorologischen Informationsdienst oder Wettervorhersagedienst verbunden ist (siehe oben). Die Informationen können insbesondere bezüglich eines vorbestimmten Orts bereitgestellt werden.
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Zur Bestimmung eines Standorts des Kraftfahrzeugs 105 kann die Verarbeitungseinrichtung 150 mit einem Navigationssystem 170 verbunden sein. Das Navigationssystem 170 kann insbesondere ein satellitengestütztes Navigationssystem umfassen.
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Ferner kann die Verarbeitungseinrichtung 150 mit einer Abtasteinrichtung 175 verbunden sein, die einen oder mehrere Sensoren zur Bestimmung von meteorologischen Informationen im Bereich des Kraftfahrzeugs 105 umfasst. Beispielsweise kann die Abtasteinrichtung 175 einen Temperatursensor oder einen optischen Sensor zur Bestimmung einer Vereisung im Bereich des Kraftfahrzeugs 105 umfassen. Der optische Sensor kann beispielsweise dazu eingerichtet sein, zu bestimmen, ob eine Frontpartie des Kraftfahrzeugs 105 von einer Eis-, Schnee- oder Reifschicht bedeckt ist. Es kann auch ein Sensor umfasst sein, der erfasst, ob ein Dach des Kraftfahrzeugs 105 von Eis, Schnee oder Reif überzogen ist.
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Die Verarbeitungseinrichtung 150 ist dazu eingerichtet, meteorologische Informationen im Bereich des Kraftfahrzeugs 105 abzutasten und das Enteisungssystem 100 zu aktivieren, falls die abgetasteten Informationen die Notwendigkeit einer Enteisung des Kraftfahrzeugs 105 nahelegen. Dabei wird das Enteisungssystem 100 derart gesteuert, dass die Enteisung unmittelbar vor oder zu einem Zeitpunkt abgeschlossen ist, an dem das Kraftfahrzeug 105 voraussichtlich benutzt wird.
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2 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Verfahrens 200 zur Steuerung des Enteisungssystems 100 an Bord des Kraftfahrzeugs 105 aus 1. Das Verfahren 200 kann in unterschiedlichen Ausführungsformen durchgeführt werden, von denen im Folgenden mehrere erläutert werden sollen. Wie einem Fachmann unmittelbar klar ist, sind die Reihenfolgen der angegebenen Schritte nicht notwendigerweise zwingend und unterschiedliche Teile des Verfahrens 200 sind miteinander kombinierbar.
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In einem ersten Schritt 205 erfolgt eine lokale Bestimmung meteorologischer Daten im Bereich des Kraftfahrzeugs 150. Die meteorologischen Daten können insbesondere durch die Abtasteinrichtung 175 bestimmt werden, die beispielsweise eine Temperatur oder einen Niederschlag im Bereich des Kraftfahrzeugs 105 bestimmt.
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Alternativ dazu oder zusätzlich kann in einem Schritt 210 ein Standort des Kraftfahrzeugs 105 bestimmt werden, insbesondere mittels des Navigationssystems 170, um in einem weiteren Schritt 215 auf der Basis des bestimmten Standorts meteorologische Informationen über die zweite Schnittstelle 160 abzufragen. Die meteorologischen Informationen können insbesondere eine Wettervorhersage am zuvor bestimmten Standort des Kraftfahrzeugs 105 umfassen. Die in den Schritten 205 und 215 bestimmten meteorologischen Informationen können miteinander korreliert bzw. abgeglichen werden.
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In einem Schritt 220 kann ein Termin eines Benutzers des Kraftfahrzeugs 105 erfasst werden. In einer bevorzugten Ausführungsform kann ein Termin aus einem elektronisch geführten Kalender abgefragt werden, wobei der Termin Bevorzugterweise einen Zeitpunkt des Beginns und einen Ort umfasst. In einer weiteren Ausführungsform kann der Termin auch beispielsweise mittels intelligenter Texterkennung in Verarbeitungs- und Kommunikationsdaten des Benutzers des Kraftfahrzeugs 105 gesucht und verarbeitet werden.
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Weiter wird in einem Schritt 225 der Standort des Kraftfahrzeugs 105 bestimmt. Der Schritt 225 kann mit dem Schritt 210 identisch sein. In einem Schritt 230 wird eine voraussichtliche Fahrzeit vom bestimmten Standort des Kraftfahrzeugs 105 zum Ort des im Schritt 220 erfassten Termins bestimmt. Dazu kann insbesondere den Zeitpunkt des bestimmten Termins berücksichtigt werden, um etwa ein Verkehrsaufkommen auf der Strecke einzubeziehen.
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Auf der Basis der bestimmten Fahrzeit wird in einem Schritt 235 ein geplanter Benutzungsbeginn des Kraftfahrzeugs 105 bestimmt, wenn das Kraftfahrzeug 105 dafür verwendet werden soll, den Benutzer, dessen Termin im Schritt 220 erfasst wurde, rechtzeitig zum Zeitpunkt des Termins an den Ort des Termins zu befördern.
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In einer anderen Ausführungsform kann auf der Basis einer Bewegung eines Benutzers auf das Kraftfahrzeug 105 zu bestimmt werden, dass der Benutzungsbeginn bevorsteht. Der geplante Benutzungsbeginn kann anhand der Geschwindigkeit und Entfernung des Benutzers bestimmt werden. Dazu kann der Benutzer eine Einrichtung zur Positionsbestimmung bei sich tragen, etwa in Form eines Smartphones oder eines tragbaren Computers. Die Einrichtung kann mit dem Kraftfahrzeug 105 vernetzt sein, insbesondere mittels einer drahtlosen Datenschnittstelle, so dass die Bestimmung der Bewegung bzw. des Abstands zwischen dem Benutzer und dem Kraftfahrzeug 105 alternativ seitens der Einrichtung oder seitens des Kraftfahrzeugs 105 durchgeführt werden kann.
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In einer Variante kann die relative Positionsbestimmung dazu verwendet werden, zu erkennen, ob der Benutzer vor hat, den über den Kalendereintrag bestimmten Termin mit dem Kraftfahrzeug 105 wahrzunehmen. In noch einer Variante kann der Benutzer auch mittels der mit dem Kraftfahrzeug 105 vernetzten Einrichtung eine gewünschte Innenraumtemperatur des Kraftfahrzeugs 105 aktiv beeinflussen.
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Nach dem Bestimmen des Benutzungsbeginns wird in einem Schritt 240 bestimmt, wann eine Enteisung begonnen werden muss, damit das Kraftfahrzeug 105 vollständig enteist ist, wenn der geplante Benutzungsbeginn erreicht ist.
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Ist der Zeitpunkt eingetreten, zu dem die Enteisung eingeleitet werden soll, wird in einem Schritt 245 überprüft, ob das Enteisen erforderlich ist. Beispielsweise kann eine Enteisung erforderlich sein, falls der Sensor 175 eine Vereisung der Scheibe 110 bestimmt oder wenn der meteorologische Informationsdienst Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Niederschläge am Standort des Kraftfahrzeugs 105 berichtet.
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Zur Bestimmung der Notwendigkeit kann zunächst eine Wahrscheinlichkeit bestimmt werden, mit der die Enteisung erforderlich ist. Die Bestimmung der Wahrscheinlichkeit kann insbesondere bei einer uneindeutigen Datenlage bezüglich der meteorologischen Informationen sinnvoll sein. Wurde beispielsweise bestimmt, dass eine Außentemperatur um 0°C liegt, so kann das tatsächliche Erfordernis einer Enteisung davon abhängen, ob das Kraftfahrzeug 105 in einer dem Wetter exponierten Lage abgestellt ist oder nicht. Die Exponiertheit des Kraftfahrzeugs 105 kann nicht oder nicht unmittelbar erlangbar sein, während die Wahrscheinlichkeit auch ohne diese Information bestimmt werden kann.
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Die bestimmte Wahrscheinlichkeit kann in einem Schritt 250 mit einem Schwellenwert verglichen werden, wobei der Schwellenwert durch den Benutzer des Kraftfahrzeugs 105 beeinflussbar bzw. vorgebbar sein kann.
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Liegt die bestimmte Wahrscheinlichkeit unterhalb des Schwellenwerts, so wird das Enteisen mittels des Enteisungssystems 100 in einem Schritt 255 unterdrückt. Andernfalls wird in einem optionalen Schritt 260 überprüft, ob sich das Kraftfahrzeug 105 in einem geschlossenen Raum befindet. Ein geschlossener Raum kann insbesondere eine Garage, Tiefgarage oder Halle umfassen. In einer Ausführungsform wird bestimmt, dass sich das Kraftfahrzeug 105 in einem geschlossenen Raum befindet, falls keine Satellitensignale durch das Navigationssystem 170 empfangbar sind. Das Enteisen wird im Schritt 255 unterdrückt, falls bestimmt wurde, dass sich das Kraftfahrzeug 105 in einem geschlossenen Raum befindet.
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Andernfalls wird optional in einem Schritt 265 überprüft, ob eine Energiemenge in einem Energiespeicher, der zum Betreiben des Enteisungssystems 100 erforderlich ist, für den Enteisungsvorgang ausreicht. Dabei kann berücksichtigt werden, dass eine nach dem Enteisungsvorgang im Energiespeicher verbleibende Energie auch noch für einen Betrieb des Kraftfahrzeugs 105 reichen muss.
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Sind auch die Energiereserven ausreichend, so wird in einem Schritt 270 das Enteisen mittels des Enteisungssystems 100 veranlasst bzw. gesteuert.