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Die Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, umfassend ein Lehnenteil und ein Sitzteil, wobei im Lehnenteil und/oder im Sitzteil zur Beheizung wenigstens ein Heizleiter verlegt ist und zur Erzielung einer Massagewirkung ein oder mehrere in Richtung der Lehnenfläche oder der Sitzfläche bewegbare Massageelemente vorgesehen sind.
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In modernen Kraftfahrzeugen werden auf Wunsch insbesondere als Fahrer- und Beifahrersitz Fahrzeugsitze verbaut, die neben der Möglichkeit der Sitzbeheizung auch die Möglichkeit einer Massage des Benutzers bieten. Hierzu sind, neben wenigstens einem Heizleiter, der der Sitzbeheizung dient, ein oder mehrere Massageelemente vorgesehen, die im Sitz entweder im Lehnenteil, im Sitzteil oder in beiden verbaut sind. Diese Massageelemente sind mit einem entsprechenden Abschnitt in Richtung der Sitz- oder Lehnenfläche beweglich, so dass über die Lehnenfläche lokal Druck auf den Rücken oder den Gesäß- oder Beinbereich des Nutzers ausgeübt werden kann. Für den Nutzer besteht mit einem solchen Sitz die Möglichkeit, je nach Bedarf die Sitzheizung zuzuschalten, die eine mehr oder weniger flächige Temperierung des Lehnen- und/oder Sitzteils ermöglichen, und alternativ oder zusätzlich die Massagefunktion zuzuschalten, indem die Massageelemente entsprechend angesteuert werden.
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Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Fahrzeugsitz der eingangs genannten Art anzugeben, der hinsichtlich des Funktionsumfangs verbessert ist.
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Zur Lösung dieses Problems ist bei einem Fahrzeugsitz der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass wenigstens der eine Heizleiter derart verlegt ist, dass er mit einem Leiterabschnitt oberhalb des Massageelements oder der Massageelemente verläuft, derart, dass der Leiterabschnitt bei einer Bewegung des jeweiligen Massageelements ebenfalls in Richtung der Lehnenfläche oder der Sitzfläche bewegt wird.
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Erfindungsgemäß ist bei dem vorgeschlagenen Fahrzeugsitz der Heizleiter derart verlegt, dass er jeweils mit einem Leiterabschnitt oberhalb der sitzseitig verbauten Massageelemente verläuft. Oberhalb bedeutet in diesem Fall, dass er letztlich zwischen dem Massageelement und der Sitz- oder Lehnenfläche, definiert über den jeweiligen Bezug, angeordnet ist. Dies ermöglicht es, dass der Leiterabschnitt bei einer Bewegung des Massageelements in Richtung der Lehnenfläche oder der Sitzfläche, wenn also die Massagefunktion zugeschaltet ist, ebenfalls in Richtung der Sitz- oder Lehnenfläche bewegt wird. Ist nun zusätzlich zur Massagefunktion auch die Sitzheizungsfunktion zugeschaltet, so führt dies dazu, dass der Heizleiter mit seinem Leiterabschnitt, der ja ebenfalls erwärmt ist, näher in Richtung der Sitz- oder Lehnenfläche bewegt wird, als die übrigen Heizleiterabschnitte, die quasi tiefer im Inneren des Lehnen- oder Sitzteils verlaufen. Zwangsläufig befinden sich die erwärmten Leiterabschnitte dann näher zum Rücken respektive dem Gesäß oder Oberschenkelbereich des Nutzers, so dass dieser lokal einen höheren Druck- und gleichzeitig auch einen höheren Wärmeeintrag im Bereich dieser Druckstelle verspürt. Hierüber wird folglich eine „Hot-Stone-Massage” nachgebildet, indem gleichzeitig eine lokale Druckerhöhung und eine lokale Temperaturerhöhung realisiert wird.
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Das heißt, dass beim erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz bei Zuschaltung der Sitzheizung und der Massagefunktion einerseits eine übliche, großflächige und quasi homogene Sitz- oder Lehnenflächenerwärmung über den Heizleiter erfolgt, und andererseits lokale Wärmezentren, die mit lokalen Druckzentren zusammenfallen, infolge der Kopplung der Massageelemente mit den Leiterabschnitten gegeben sind, die als solche wahrgenommen werden. Dies aber nur, wenn die Massageelemente zugeschaltet sind, da sie nur dann in Richtung der Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche bewegt werden. Sind die Massageelemente nicht zugeschaltet, liegen die Leiterabschnitte letztlich in der gleichen Ebene wie die sonstigen, außerhalb der Massageelemente verlaufenden Leiterabschnitte des Heizleiters, so dass sich bei alleinigem Betrieb der Sitzheizung die homogene Flächenerwärmung einstellt. Dieser definierte Temperaturzustand wird vom Nutzer auch großflächig wahrgenommen. Erst bei Zuschalten der Massagefunktion, also der Massageelemente, wird ein lokaler Druck oder Massagepunkt erreicht, verbunden mit einer Annäherung des beziehungsweise der Heizleiterabschnitte an die Sitz- oder Lehnenfläche und damit die Erzeugung eines lokalen Wärmepunktes. Die Sitzheizung respektive die geometrische Verlegung des Heizleiters ist infolgedessen an die Anordnung der Massageelemente insofern angepasst, als der Heizleiter mit seinen Leiterabschnitten so zu führen ist, dass diese oberhalb der Massageelemente liegen. Ansonsten jedoch ist eine zonenmäßige Unterteilung oder Ähnliches des Heizleiters nicht erforderlich.
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Vorteilhaft ist es, wenn in einem Leiterabschnitt, der oberhalb eines Massageelements verläuft und mit diesem in Richtung der Sitz- oder Lehnenfläche bewegt wird, eine höhere Leiterdichte pro Flächeneinheit als im übrigen Bereich außerhalb dieses Leiterabschnitts gegeben ist. Das heißt, dass der Heizleiter respektive der Leiterabschnitt beispielsweise mäanderförmig oder spiralförmig oder Ähnliches verlegt ist, so dass sich mithin eine höhere Leiterdichte pro Flächeneinheit oberhalb eines Massageelements ergibt.
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Im Lehnenteil oder im Sitzteil sind bevorzugt mehrere, z. B. sechs, acht oder zehn verteilt angeordnete Massageelemente vorgesehen, wobei oberhalb jedes Massageelements ein Leiterabschnitt vorgesehen ist. Selbstverständlich können, je nach Größe des entsprechenden Lehnen- oder Sitzteils respektive der gewünschten Anzahl an zu realisierenden Massagepunkten auch mehr oder weniger Massagelemente mit entsprechenden Leiterabschnitten vorgesehen werden.
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Das Lehnenteil und/oder das Sitzteil weist zweckmäßigerweise einen Schaumkörper auf, in dem das Massageelement oder die Massageelemente angeordnet sind, und auf welchen Schaumkörper ein flächiges Trägerelement, an dem der verlegte Heizleiter angeordnet ist, aufgebracht ist. In einen solchen Schaumkörper können ohne weiteres entsprechende Ausnehmungen eingebracht werden, in die ein Massageelement gesetzt werden kann. Das Massageelement kann insofern positionsfest angeordnet werden, dass der entsprechende am Massageelement vorgesehene, bewegliche Massageabschnitt abgestützt in Richtung der Sitz- oder Lehnenfläche bewegt werden kann, wobei der Schaumkörper komprimiert wird. Der Heizleiter, z. B. ein Heizdraht, selbst ist auf einem Trägerelement vorkonfiguriert verlegt, das flächige Trägerelement wird im Rahmen der Sitzherstellung auf den Schaumkörper aufgelegt. Die Dicke des Schaumkörpers zwischen Massageelement und Trägerelement, also Heizleiter beziehungsweise Leiterabschnitt, ist relativ gering, um sicherzustellen, dass eine Bewegung des Massageelements auch in einer unmittelbaren Bewegung des Leiterabschnitts resultiert. Die Anordnung respektive Vorkonfektionierung des Heizleiters bzw. des Heizdrahts auf einem flächigen Trägerelement, vorzugsweise einem Vlies, ist auch für eine einfache Montage des Heizleiters von Vorteil. Anstelle eines Heizdrahts kann die Wärmeerzeugung z. B. auch mit flächigen Heiztextilien, die eine Vielzahl einzelner verlegter Heizleiter aufweisen, erfolgen, das Funktionsprinzip ist bei Verwendung solcher Heiztextilien das gleiche.
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In Weiterbildung der Erfindung kann zwischen dem Trägerelement und einem Lehnenbezug oder einem Sitzbezug ein weiteres Schaumelement vorgesehen sein, das der Vergleichmäßigung der vom Heizleiter emittierten Wärme und einem weicheren Sitzkomfort dient. Auch dieses flächige Schaumelement ist relativ dünn, um sicherzustellen, dass eine Bewegung des Massageelements respektive seines Massageabschnitts zu einer mittelbaren spürbaren Druckerzeugung und simultanen Bewegung des Leiterabschnitts führt.
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Weiterhin ist für eine Klimatisierung des Sitzes zweckmäßig, wenn ein oder mehrere Lüfterelement vorgesehen sind, mittels dem oder denen Luft durch das Lehnenteil und/oder das Sitzteil förderbar ist. Hierüber kann einerseits eine gute Sitzklimatisierung respektive -lüftung erreicht werden, wie auch eine homogene Kühlung insbesondere bei warmer Umgebungstemperatur. Zweckmäßig wird das oder werden die Lüfterelement aber auch dann betrieben, wenn die Massageelemente und die Heizleiter zur Wirkung einer „Hot-Stone-Massage” zugeschaltet sind. Denn über das oder die Lüfterelemente ist es möglich, die sonstigen Sitz- oder Lehnenbereiche, die außerhalb des Bewegungsbereichs der Massageelemente und auch der Leiterabschnitte liegen, zu kühlen. Hieraus resultiert ein größerer Temperaturunterschied zwischen dem erwärmten Druckpunkt und den benachbarten Bereichen, so dass das Wärmeerlebnis für den Nutzer noch intensiver ist.
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Um eine gute Durchlüftung des Sitz- beziehungsweise Lehnenteils zu ermöglichen ist das Lüfterelement unterhalb des Schaumkörpers angeordnet, wobei zumindest der Schaumkörper und das Trägerelement, gegebenenfalls auch das Schaumelement, sofern vorgesehen, luftdurchlässig ist. Dies ist letztlich gegeben, als es sich bei dem Schaumkörper ohnehin um eine relativ offenzellige Schaumstruktur handelt, gleichermaßen bei dem gegebenenfalls vorgesehenen Schaumelement, während das Trägerelement beispielsweise als luftdurchlässiges Vlies ausgeführt ist oder entsprechend perforiert sein kann. Zur Erhöhung der Luftdurchlässigkeit können im Schaumkörper ein oder mehrere in Richtung der Lehnen- oder Sitzfläche durchlaufende Luftkanäle vorgesehen sein. Das unterhalb des Schaumkörpers angeordnete Lüfterelement saugt oder bläst Luft durch oder in die Luftkanäle, so dass sie in Richtung der Lehnen- beziehungsweise Sitzfläche strömt oder von dort angesaugt wird, sich aber auch anderweitig im Schaumkörper etc. verteilt. Eine gute Klimatisierung kann hierüber erreicht werden.
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Das Massageelement oder die Massageelemente können pneumatisch aufblasbare Massageabschnitte aufweisen, oder einen Elektromotor oder einen über diesen bewegbaren Massageabschnitt aufweisen. Kommen pneumatische Massageelemente zum Einsatz, so sind diese mit entsprechenden Luftzufuhrleitungen versehen, über die der entsprechende Massageabschnitt pneumatisch aufgeblasen werden kann, so dass er sich in Richtung der Sitz- oder Lehnenfläche ausdehnt, dabei den Leiterabschnitt mitnehmend und den Schaumkörper etc. komprimierend. Werden elektromotorisch gestellte Massageelemente verwendet, so weist jedes Massageelement einen kleinen Elektromotor auf, der individuell über eine entsprechende Steuerungsleitung von einem Steuergerät angesteuert werden kann, und der einen entsprechende Massageabschnitt bewegt.
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Neben dem Fahrzeugsitz selbst betrifft die Erfindung ferner ein Kraftfahrzeug, umfassend wenigstens einen Fahrzeugsitz der beschriebenen Art. Natürlich können auch zwei solche Fahrzeugsitze als Fahrer- und Beifahrersitz verbaut werden, wie auch die hinteren Fahrzeugsitze erfindungsgemäß ausgelegt werden können.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus dem im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiel sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
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1 eine Explosionsansicht eines Sitzteils,
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2 eine Prinzipdarstellung eines erfindungsgemäßen Fahrzeugsitzes mit im Sitzteil und im Lehnenteil verbauten Massageelementen, in Ruhestellung, und
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3 den Fahrzeugsitz aus 2 mit zugeschalteten Massageelementen.
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1 zeigt in Form einer Prinzipdarstellung einen Sitzteil 1 eines Fahrzeugsitzes, wobei es sich hierbei auch um ein Lehnenteil handeln könnte, nachdem letztlich der Aufbau von Sitzteil und Lehnenteil, sofern in beiden entsprechende Massageelemente integriert sind, nahezu gleich ist.
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Das Sitzteil 1 umfasste einen Schaumkörper 2, in dem im gezeigten Beispiel vier Massageelemente 3 integriert respektive eingesetzt sind. Die Massageelemente 3 sind beispielsweise Pneumatikelemente, die pneumatisch aufblasbare Massageabschnitte aufweisen, worauf nachfolgend noch eingegangen wird. Jedes Massageelement 3 ist über eine Druckluftleitung 4 mit einer entsprechenden Pumpe respektive Steuerung gekoppelt.
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Im Schaumkörper 2 sind des Weiteren mehrere ihn durchsetzende Luftkanäle 5 ausgebildet. Über diese in Verbindung mit der mehr oder weniger offenzelligen Schaumstruktur kann zur Klimatisierung Luft gezogen oder geblasen werden, was mittels eines an einem Träger 6 angeordneten Lüfterelements 7, beispielsweise einem kleinen, ansteuerbaren Ventilator, erfolgt. Der Träger 6 befindet sich in der Montagestellung unterhalb des Schaumkörpers 2.
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Auf den Schaumkörper 2 aufgelegt ist ein Trägerelement 8, an dem ein Heizleiter 9 verlegt ist, der natürlich mit einer entsprechenden Steuerungseinrichtung gekoppelt ist respektive über diese mit einer Stromquelle verbunden werden kann. Es handelt sich um einen Widerstandsheizleiter. Dieser ist nun so geführt, dass korrespondierend mit der Anzahl an Massageelementen 3 auch hier insgesamt vier Leiterabschnitte 10 gebildet werden, die, da im gezeigten Beispiel mäanderförmig ausgeführt, eine höhere Leiterdichte aufweisen als die übrigen Abschnitte des Heizleiters 9. Diese vier Leiterabschnitte 10 liegen in der Montagestellung genau oberhalb der Massageelemente 3, so dass sie letztlich mit diesen respektive deren Massageabschnitten bewegt werden können. Das Trägerelement 8 ist bevorzugt ein Vlies oder Schnittschaum, mithin also ebenfalls luftdurchlässig, was der Durchdringung der Klimatisierungsluft zuträglich ist.
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Zwischen Trägerschicht 8 und Schaumkörper 2 kann bei Bedarf eine weitere Zwischenschicht bevorzugt aus Schnittschaum oder Vlies eingebracht werden.
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Vorgesehen ist des Weiteren ein Schaumelement 11, das auf das Trägerelement 8 mit dem Heizleiter 9 aufgelegt wird, wonach ein perforierter Sitzbezug 12 folgt, mit dem das gesamte Sitzteil verkleidet ist.
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Ein dementsprechend aufgebauter Sitz 13 ist in 2 gezeigt. Er umfasst einerseits das Sitzteil 1, zum anderen ein Lehnenteil 14, das vom Aufbau her dem Sitzteil 1 entspricht. Infolgedessen werden nachfolgend für gleiche Bauteile gleiche Bezugszeichen verwendet.
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Sitzteil 1 und Lehnenteil 14 umfassen jeweils einen Träger 6 mit einem Lüfter 7, die unterhalb (im Falle des Sitzteils 1) respektive hinter (im Falle des Lehnenteils 14) des Schaumkörpers 2 angeordnet sind. Im Schaumkörper 2 sind jeweils mehrere (im Falle des Sitzteils 1 beispielsweise vier, im Falle des Lehnenteils 14 beispielsweise sechs) Massageelemente 3 vorgesehen, jeweils umfassend eine Art Gehäuse 15 mit einem daran oder darin angeordneten Massageabschnitt 16, der pneumatisch aufgeblasen werden kann, so dass er sich in Richtung der Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche bewegt, worauf nachfolgend noch eingegangen wird. Die entsprechenden Druckluftleitungen sind hier nicht näher gezeigt.
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Der Schaumkörper 2 weist auch die mehreren Luftkanäle 5 auf, die der Belüftung dienen.
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Auf den Schaumkörper 2 aufgelegt ist das Trägerelement 8 mit dem daran angeordneten Heizleitern 9, wobei hier ersichtlich ist, dass die entsprechenden Leiterabschnitte 10 genau oberhalb der entsprechenden Massageelemente 3 respektive der Massageabschnitte 16 positioniert sind. Zur Unterscheidung ist der Heizleiter 9 in den übrigen Abschnitten gestrichelt gezeigt.
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Auf den Träger 8 ist so dann das Schaumelement 11 aufgelegt, wonach der jeweilige Bezug 12 des Sitzteils oder des Lehnenteils folgt.
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Lediglich exemplarisch dargestellt sind drei Steuerungseinrichtungen 17, 18, 19. Es sei angenommen, dass die Steuerungseinrichtung 17 den Betrieb der Massageelemente 3 steuert, während die Steuerungseinrichtung 18 den Betrieb des Heizleiters 9 zur Sitzerwärmung steuert, und während schließlich die Steuerungseinrichtung 19 den Betrieb des Lüfterelements 7 steuert.
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Wünscht der Benutzer nun eine Massage, so wird über die Steuerungseinrichtung 17 die Ansteuerung der einzelnen Massageelemente 3 entweder nur des Sitzteils 1, nur des Lehnenteils 14 oder sowohl des Sitzteils als auch des Lehnenteils 1, 14 angesteuert. Dies führt dazu, dass über eine entsprechende Pumpe über die Luftkanäle die einzelnen pneumatisch aufblasbaren Massageabschnitte 16 aufgeblasen werden, wie deutlich in 3 gezeigt ist. Da die Gehäuse 15 positionsfest bzw. im Schaumkörper 2 abgestützt sind, wölben sich die Massageabschnitte 16 in Richtung der jeweiligen Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche und komprimieren einerseits den Schaumkörper, andererseits aber auch das Schaumelement 11. Wie die 3 deutlich zeigt, werden hierbei auch die Leiterabschnitte 10 mitgenommen und in Richtung der Sitz- oder Lehnenfläche bewegt. Sie liegen folglich in diesem Moment deutlich näher zur Sitz- beziehungsweise Lehnen- oder Kontaktfläche als die übrigen Abschnitte des Heizleiters 9. Die Massageelemente 3 werden, je nach gewünschtem Massageprogramm, alternierend aufgeblasen und wieder entlastet, so dass sich eine variierende Druckpunktmassage ergibt, denn die Massageabschnitte 16 drücken gegen den Rücken oder das Gesäß respektive die Oberschenkel des Benutzers.
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Wünscht der Anwender gleichzeitig auch einen lokalen Wärmeeintrag, also eine simulierte „Hot-Stone-Massage”, so schaltet er über die Steuerungseinrichtung 18 gleichzeitig auch den Heizleiter 9 zu, so dass quasi die Sitzheizung angesteuert wird und es zu einer Erwärmung des Heizleiters 9 kommt. Nachdem wie ausgeführt durch das Bewegen der Massageabschnitte 16 in Richtung der Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche auch die Leiterabschnitte 10 in Richtung der Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche bewegt werden, befinden sich diese folglich näher zur Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche und damit zum Nutzer als die übrigen Heizleiterbereiche. Dies führt dazu, dass der Ort der Wärmeabgabe folglich näher am Nutzer ist, mithin also auch der Ort des Wärmeeintrags. Der Nutzer spürt folglich nicht nur einen lokalen Druckpunkt, sondern auch einen lokalen Wärmepunkt, der zusammen mit dem Druckpunkt gleichermaßen variiert, nachdem der jeweilige Leiterabschnitt beim Entlasten eines Massageabschnitts zwangsläufig auch wieder in die Gegenrichtung mitgenommen wird. Der lokale Druck- beziehungsweise Wärmepunkt alterniert folglich.
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Um im Bedarfsfall sicherzustellen, dass sich die gesamte Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche infolge der zugeschalteten Sitzheizung nicht großflächig erwärmt, was mitunter je nach Umgebungstemperatur nicht gewünscht wird, besteht nun des Weiteren die Möglichkeit, das Lüfterelement 7 über die Steuerungseinrichtung 19 zuzuschalten. Dies führt dazu, dass es zu einer Sitz- oder Lehnenklimatisierung kommt, mithin also Luft angesaugt oder eingeblasen wird, so dass eine gewisse Kühlung in den Bereichen außerhalb der aktiven Druckpunkte erzielt wird. Das heißt, dass für den Nutzer lokale Druck- beziehungsweise Wärmepumpe erfahrbar sind, während gleichzeitig die sonstige Sitz- beziehungsweise Lehnenfläche nach wie vor wohltemperiert ist respektive keine Erwärmung erfährt, wenngleich die Sitzheizung zugeschaltet ist.
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Selbstverständlich kann die Sitzheizung auch in Alleinstellung betrieben werden. Es kommt hierbei trotz Ausbildung der Leiterabschnitte 10 mit höherer Leiterdichte pro Flächeneinheit nicht zu einer lokalen übermäßigen Erwärmung in diesen Bereichen, nachdem durch Zwischenschaltung des Schaumelements 11 für eine Vergleichmäßigung der Wärme trotz der quasi gegebenen „Wärmezentren” im Bereich der Leiterabschnitte 10 gesorgt wird.
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Insgesamt kann mit dem erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz eine simultane Druck- und Wärmewirkung erreicht werden, wobei dies allein durch intelligente Leiterführung des Heizleiters und gegebenenfalls des Lüfterelements bezogen auf die Anordnungsgeometrie der Massageelemente erreicht wird. Gleichzeitig kann in den übrigen Bereichen ein Gleichgewicht zwischen Aufheizung und Klimatisierung erzielt werden.