DE102014103601A1 - Vorrichtung zur Reduktion der effektiven Radarrückstrahlfläche - Google Patents
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Abstract
Description
- Stand der Technik
- Die vorliegende Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zur Reduktion der effektiven Radarrückstrahlfläche eines Marineschiffes aus, welches ein Reflexionsmittel zur Reflexion von Radarstrahlen aufweist.
- Bei Marineschiffen, welche insbesondere einer militärischen Nutzung unterliegen, ist man bestrebt, die effektive Radarrückstrahlfläche (RCS – Radar Cross Section) zu minimieren, um die Ortung des Marineschiffes zu erschweren. Die Radarortung basiert auf dem Prinzip, wonach Radarwellen als Primärwellen von einem Radargerät ausgestrahlt werden und von dem zu ortenden Objekt reflektiert, sowie als Sekundärwellen in Form von Radarechos zurückgestrahlt werden. Die Sekundärwellen werden von dem Radargerät detektiert und hieraus Informationen über die Entfernung des Objekts, die Richtung zum Objekt und ggf. über die Größe und Kontur des Objekts gewonnen werden. Die Radarortung wird nun dadurch erschwert, dass weniger Radarechos in Richtung des ortenden Radargeräts reflektiert werden. Man spricht dann davon, dass die effektive Rückstrahlfläche (RCS) oder die Radarsignatur verringert wird. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Oberflächen des Marineschiffes, d.h. insbesondere des Rumpfes, der Aufbauten und etwaiger auf Deck befindlicher Transportgüter, sphärisch und ohne rechten Winkel ausgebildet sind, um isotrope Reflexionen zu begünstigen. Diese Designvorgaben lassen sich jedoch nicht immer erfüllen. Auf heutigen Marineschiffen wird beispielsweise Transportgut häufig in auf Deck festgelaschten standardisierten ISO-Containern transportiert, welche gemäß ihrer Norm stets quaderförmig ausgebildet sind, so dass ein strikter Verzicht auf rechte Winkel und die Realisierung von sphärischen Oberflächen nicht praktikabel ist.
- Zur Lösung dieses Problems sind aus dem Stand der Technik beispielsweise Verkleidungselemente zur Verkleidung von Schiffsteilen bekannt, wobei die Verkleidungselemente derart aufgebaut sind, dass sie einfallende Radarwellen absorbieren und somit die Erzeugung von Radarechos unterdrückt wird. Solche Verkleidungselemente sind vergleichsweise kostenintensiv und aufwändig.
- Aus der Druckschrift
geht ferner ein Verkleidungselement zur Reduktion der Radarrückstrahlfläche hervor, welches aus einem unregelmäßigen Raster aus einzelnen radarreflektierenden Elementen besteht, die winklig angeordnet sind, um die einfallenden Radarwellen in verschiedenste Raumrichtungen zu reflektieren und somit ein eindeutiges Radarecho zu unterbinden. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass keine glatte Oberfläche realisierbar ist und ein erheblicher Platzbedarf besteht.WO 2005 / 020 373 A1 - Offenbarung der Erfindung
- Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung bereitzustellen, welche einerseits die effektive Radarrückstrahlfläche (RCS) eines Marineschiffes reduziert und andererseits einen geringen Platzbedarf und ein geringes Gewicht aufweist, sowie flexibel nachrüstbar und kostengünstig ist. Zudem soll trotz der Vorrichtung ein im Wesentlichen neutrales bzw. übliches äußeres Erscheinungsbild des Marineschiffes ermöglicht werden.
- Gelöst wird diese Aufgabe mit einer Vorrichtung zur Reduktion der effektiven Radarrückstrahlfläche (RCS) eines Marineschiffes aufweisend eine Verkleidungsplatte, welche an Schiffsaufbauten oder Transportgut des Marineschiffes montierbar ist, wobei die Verkleidungsplatte für Radarstrahlen durchlässig ist, wobei die Vorrichtung ferner ein Reflexionsmittel aufweist, welches Radarstrahlen reflektiert, und wobei das Reflexionsmittel in die Verkleidungsplatte eingebettet ist und zumindest teilweise gegenüber einer Haupterstreckungsebene der Verkleidungsplatte geneigt ausgerichtet ist.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat gegenüber dem Stand der Technik den Vorteil, dass das Reflexionsmittel in die Verkleidungsplatte integriert ist, so dass die Oberfläche der Verkleidungsplatte keine Bereiche mit gegenüber der Haupterstreckungsebene geneigter Ausrichtung umfasst. Auf diese Weise kann ein neutrales bzw. übliches äußeres Erscheinungsbild des Marineschiffes hinsichtlich Form und Farbgebung beibehalten werden und gleichzeitig die Radarrückstrahlfläche (RCS = Radar Cross Section) verringert werden, da der radarreflektierende Teil gegenüber der Haupterstreckungsebene teilweise geneigt ist und somit die einfallenden Radarstrahlen nicht unmittelbar zurück zum Sender der Radarwellen reflektiert werden. Mit anderen Worten: Das Reflexionsmittel insbesondere derart ausgebildet, dass entlang einer zur Haupterstreckungsebene im Wesentlichen senkrechten Einfallsrichtung auf das Reflexionsmittel einfallende Radarstrahlen von dem Reflexionsmittel in eine von der antiparallelen Einfallsrichtung abweichende Ausfallsrichtung reflektiert werden. Die Integration des Reflexionsmittels in die Verkleidungsplatte hat zudem den Vorteil, dass die Vorrichtung in einfacher und flexibler Weise nachgerüstet werden kann, da die Verkleidungsplatte hierfür lediglich an den entsprechenden Schiffsaufbauten und/oder Transportgütern montiert werden muss. Auch für Transportgüter in Form von standardisierten ISO-Containern lässt sich das Radarecho durch die Verkleidung mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung als Tarnkappe verringern. Eine kostenintensive Umgestaltung der Schiffsgeometrie oder Transportgutgeometrie, beispielsweise in Objekte mit ausschließlich sphärischen Oberflächen, kann somit vorteilhafterweise entfallen.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen, sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen entnehmbar.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Reflexionsmittel ein Sägezahnprofil aufweist. Durch das Sägezahnprofil kann in besonders effizienter Weise ein Reflexionsmittel bereitgestellt werden, bei welchem die Reflexionsflächen stets gegenüber der Haupterstreckungsebene geneigt sind und somit eine Reflexion von einfallenden Radarstrahlen direkt zurück zum Sender unterdrückt wird. Gleichzeitig wird durch das Sägezahnprofil verhindert, dass die Dicke des Reflexionsmittels senkrecht zur Haupterstreckungsebene zu groß wird und somit die Montage erschwert wird. Das Sägezahnprofil wird vorzugsweise dadurch realisiert, dass das Reflexionsmittel aus einer Mehrzahl von ersten und zweiten Reflexionsschrägen aufgebaut ist, welche abwechselnd entlang einer Haupterstreckungsrichtung des Reflexionsmittels angeordnet sind.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass jeweils zwischen der Haupterstreckungsebene und der ersten Reflexionsschräge ein erster Winkel und wobei jeweils zwischen der Haupterstreckungsebene und der zweiten Reflexionsschräge ein zweiter Winkel ausgebildet ist, wobei der erste Winkel und der zweite Winkel ungleich sind und wobei insbesondere der erste Winkel kleiner als der zweite Winkel ist. In vorteilhafter Weise sind die ersten und zweiten Reflexionsschrägen somit unterschiedlich relativ zur Haupterstreckungsebene geneigt. Denkbar ist, dass der erste Winkel zwischen 5 und 60 Grad und besonders bevorzugt zwischen 10 und 30 ganz besonders bevorzugt zwischen 15 und 25 Grad liegt und/oder dass der zweite Winkel zwischen 60 und 100 Grad und besonders bevorzugt zwischen 70 und 90 ganz besonders bevorzugt bei im Wesentlichen 85 Grad liegt.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass die Verkleidungsplatte eine im Wesentlichen starre Sandwichplatte umfasst. In vorteilhafter Weise ist die Verkleidungsplatte somit vergleichsweise leicht und kann kostengünstig hergestellt werden. Die Sandwichplatte weist vorzugsweise zwei Deckschichten und einen zwischen den beiden Deckschichten angeordneten Kern auf. Die Deckschichten umfassen vorzugsweise jeweils glasfaserverstärkten Kunststoff, während der Kern vorzugsweise einen Schaumkern umfasst. Das Reflexionsmittel ist insbesondere in den Kern eingebettet. Die Oberfläche der Verkleidungsplatte kann somit an die übliche optische Erscheinung des Marineschiffes angepasst werden. Durch die Leichtbauweise der Verkleidungsplatte kann die Verkleidungsplatte auch an beweglichen Teilen, wie beispielsweise Luken oder Klappen, montiert werden.
- Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass das Reflexionsmittel eine leitfähige Folie umfasst. Denkbar ist beispielsweise, dass das Reflexionsmittel eine Metalleinlage, ein Gewebe und/oder eine kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffeinlage umfasst. In vorteilhafter Weise wird somit einerseits ein hoher Reflexionsgrad des Reflexionsmittels erreicht und andererseits eine kostengünstige und einfache Fertigung.
- Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Marineschiff aufweisend einen Schiffsaufbau oder Transportgut, an welchem die erfindungsgemäße Vorrichtung montiert ist. In vorteilhafter Weise sind die Schiffsaufbauten und/oder auf dem Schiff angeordneten Transportgüter mit der erfindungsgemäße Vorrichtung verkleidet, so dass das Radarecho des Marineschiffs reduziert ist und das Marineschiff somit wesentlich schlechter mittels Radar zu orten ist.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Zeichnungen, sowie aus der nachfolgenden Beschreibung von bevorzugten Ausführungsformen anhand der Zeichnungen. Die Zeichnungen illustrieren dabei lediglich beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung, welche den wesentlichen Erfindungsgedanken nicht einschränken.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
1 zeigt eine schematische Schnittbildansicht einer Vorrichtung gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. -
2 zeigt eine schematische Teilansicht eines Marineschiffes mit einer Vorrichtung gemäß der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. - Ausführungsformen der Erfindung
- In den verschiedenen Figuren sind gleiche Teile stets mit den gleichen Bezugszeichen versehen und werden daher in der Regel auch jeweils nur einmal benannt bzw. erwähnt.
- In
1 ist eine schematische Schnittbildansicht einer Vorrichtung1 zur Reduktion der effektiven Radarrückstrahlfläche (RCS) eines Marineschiffes14 gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. - Die Vorrichtung
1 weist eine Verkleidungsplatte2 auf, welche in Form einer starren oder halbstarren Sandwichplatte ausgebildet ist. Die Verkleidungsplatte2 umfasst hierfür zwei Deckschichten3 aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und einem Kern4 , der zwischen den beiden Deckschichten3 angeordnet ist. Der Kern4 umfasst einen Schaumkern, vorzugsweise einen Polyurethanschaum (PUR). Durch den Verbund der Deckschichten3 mit dem Schaumkern ergibt sich für die Verkleidungsplatte2 eine hohe Tragfähigkeit und eine große Steifigkeit bei gleichzeitig sehr geringem Gewicht. Zudem ist die Verkleidungsplatte2 für Radarstrahlen6 durchlässig, so dass von der planen Oberfläche der Verkleidungsplatte2 , die sich entlang einer Haupterstreckungsebene7 erstreckt, kein nennenswertes Radarecho ausgeht. - Die Verkleidungsplatte
2 ist dazu vorgesehen, an Schiffsaufbauten (17 ) des Marineschiffs14 oder an Transportgütern (18 ), welche auf Deck des Marineschiffs14 transportiert werden, zu montieren, um deren effektive Radarrückstrahlfläche (RCS – Radar Cross Section) zu reduzieren (siehe2 ). Durch das geringe Gewicht der Verkleidungsplatte2 wird die Montage erheblich vereinfacht. Die plattenförmige Ausformung ermöglicht zudem eine einfache Montage oder Nachrüstung an planen Oberflächen. Auch eine Befestigung an Montageöffnungen, Klappen oder in Nischen ist realisierbar. Die glatte Oberfläche der Verkleidungsplatte2 ermöglicht zudem, eine Beschichtung oder Farbgebung der Verkleidungsplatte2 , die an das übliche optische Erscheinungsbild eines Marineschiffs14 angepasst ist. Auf diese Weise kann die Verkleidungsplatte2 beispielsweise in Marinegrau ausgeführt werden. - Die Verkleidungsplatte
2 weist ferner ein Reflexionsmittel5 auf, welches in den Schaumkern4 integriert bzw. eingeklebt ist. Das Reflexionsmittel5 ist in Form einer Metalleinlage ausgebildet, wodurch Radarstrahlen6 von dem Reflexionsmittel5 reflektiert werden. Das Reflexionsmittel5 ist in Form eines Sägezahnprofils bzw. gestuft ausgebildet, so dass die Oberflächenteilbereiche des Reflexionsmittels5 stets gegenüber der Haupterstreckungsebene7 der Verkleidungsplatte2 geneigt sind. Alternativ umfasst das Reflexionsmittel5 ein Gewebe (Gaze) und/oder eine kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffeinlage (CFK). - Damit die Verkleidungsplatte
2 trotzdem entlang einer zur Haupterstreckungsebene7 senkrechten Richtung möglichst dünn ausgebildet werden kann, ist das Reflexionsmittel5 aus einer Mehrzahl von ersten und zweiten Reflexionsschrägen8 ,9 aufgebaut, welche abwechselnd entlang einer zur Haupterstreckungsebene7 parallelen Haupterstreckungsrichtung10 des Reflexionsmittels5 angeordnet sind. Dabei ist jeweils zwischen der Haupterstreckungsebene7 und der ersten Reflexionsschräge8 ein erster Winkel11 und wobei jeweils zwischen der Haupterstreckungsebene7 und der zweiten Reflexionsschräge9 ein zweiter Winkel12 ausgebildet ist, wobei der erste Winkel11 stets kleiner als der zweite Winkel12 ist. Ferner ist die Fläche der zweiten Reflexionsschräge9 stets kleiner als die Fläche der ersten Reflexionsschräge8 . - Die gegenüber der Haupterstreckungsebene
7 geneigten Reflexionsschrägen8 ,9 sorgen dafür, dass entlang einer zur Haupterstreckungsebene7 im Wesentlichen senkrechten Einfallsrichtung auf das Reflexionsmittel5 einfallende Radarstrahlen6 von dem Reflexionsmittel5 in eine von der antiparallelen Einfallsrichtung abweichende Ausfallsrichtung reflektiert werden. Mit anderen Worten: Radarstrahlen6 , welche von einer Radarquelle13 ausgesendet und senkrecht auf die Verkleidungsplatte2 eintreffen, werden nicht frontal zurück zur Radarquelle13 reflektiert, sondern von dem Reflexionsmittel5 in andere Raumrichtungen mit zur Haupterstreckungsebene7 parallelen Richtungsanteilen gelenkt. Die hat den Vorteil, dass ein mit der Radarquellen13 verbundenes Radargerät ein geringeres Radarecho erhält und die Radarortung des mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung1 versehenen Marineschiffes14 erschwert wird. Die effektive Radarrückstrahlfläche (RCS) des Marineschiffes14 wird also erheblich reduziert. - In
2 ist eine schematische Teilansicht eines Marineschiffes14 mit einer Vorrichtung1 gemäß der beispielhaften Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dargestellt. Die Vorrichtung1 entspricht der anhand von1 vorstehend erläuterten Vorrichtung1 zur Reduktion der effektiven Radarrückstrahlfläche (RCS) eines Marineschiffes14 . - Im vorliegenden Beispiel ist ein Teil des Schiffsrumpfes
15 , sowie das Deck16 des Marineschiffes14 gezeigt. Die Verkleidungsplatten2 sind dabei an vertikalen Flächen von Schiffsaubauten17 und auf Deck16 befestigten Transportgütern18 montiert, um die einfallenden Radarstrahlen von Radarquellen13 anderer Schiffe nicht zurück in Richtung dieser Radarquellen13 zu reflektieren, sondern in andere Raumrichtungen zu werfen und somit die Radarortung des Marineschiffes14 zu erschweren. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Vorrichtung
- 2
- Verkleidungsplatte
- 3
- Deckschicht
- 4
- Kern
- 5
- Reflexionsmittel
- 6
- Radarstrahlen
- 7
- Haupterstreckungsebene
- 8
- Erste Reflexionsschräge
- 9
- Zweite Reflexionsschräge
- 10
- Haupterstreckungsrichtung
- 11
- Erster Winkel
- 12
- Zweiter Winkel
- 13
- Radarquelle
- 14
- Marineschiff
- 15
- Schiffsrumpf
- 16
- Deck
- 17
- Aufbauten
- 18
- Transportgut
- 19
- Wasserlinie
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- WO 2005/020373 A1 [0004]
Claims (12)
- Vorrichtung (
1 ) zur Reduktion der effektiven Radarrückstrahlfläche (RCS) eines Marineschiffes (14 ) aufweisend eine Verkleidungsplatte (2 ), welche an Schiffsaufbauten (17 ) oder Transportgut (18 ) des Marineschiffes (14 ) montierbar ist, wobei die Verkleidungsplatte (2 ) für Radarstrahlen (6 ) durchlässig ist, wobei die Vorrichtung (1 ) ferner ein Reflexionsmittel (5 ) aufweist, welches Radarstrahlen (6 ) reflektiert, dadurch gekennzeichnet, dass das Reflexionsmittel (5 ) in die Verkleidungsplatte (2 ) eingebettet ist und zumindest teilweise gegenüber einer Haupterstreckungsebene (7 ) der Verkleidungsplatte (2 ) geneigt ausgerichtet ist. - Vorrichtung (
1 ) nach Anspruch 1, wobei das Reflexionsmittel (5 ) derart ausgebildet ist, dass entlang einer zur Haupterstreckungsebene (7 ) im Wesentlichen senkrechten Einfallsrichtung auf das Reflexionsmittel (5 ) einfallende Radarstrahlen (6 ) von dem Reflexionsmittel (5 ) in eine von der antiparallelen Einfallsrichtung abweichende Ausfallsrichtung reflektiert werden. - Vorrichtung (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Reflexionsmittel (5 ) ein Sägezahnprofil aufweist. - Vorrichtung (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Reflexionsmittel (5 ) aus einer Mehrzahl von ersten und zweiten Reflexionsschrägen (8 ,9 ) aufgebaut ist, welche abwechselnd entlang der Haupterstreckungsrichtung (10 ) des Reflexionsmittels (5 ) angeordnet sind. - Vorrichtung (
1 ) nach Anspruch 3, wobei jeweils zwischen der Haupterstreckungsebene (7 ) und der ersten Reflexionsschräge (8 ) ein erster Winkel (11 ) und wobei jeweils zwischen der Haupterstreckungsebene (7 ) und der zweiten Reflexionsschräge (5 ) ein zweiter Winkel (12 ) ausgebildet ist, wobei der erste Winkel (11 ) und der zweite Winkel (12 ) ungleich sind und wobei insbesondere der erste Winkel (11 ) kleiner als der zweite Winkel (12 ) ist. - Vorrichtung (
1 ) nach Anspruch 4, wobei der erste Winkel (11 ) zwischen 5 und 60 Grad und besonders bevorzugt zwischen 10 und 30 ganz besonders bevorzugt zwischen 15 und 25 Grad liegt und/oder wobei der zweite Winkel (12 ) zwischen 60 und 100 Grad und besonders bevorzugt zwischen 70 und 90 ganz besonders bevorzugt bei im Wesentlichen 85 Grad liegt. - Vorrichtung (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Verkleidungsplatte (2 ) eine im Wesentlichen starre Sandwichplatte umfasst. - Vorrichtung (
1 ) nach Anspruch 6, wobei die Sandwichplatte zwei Deckschichten (3 ) und einen zwischen den beiden Deckschichten (3 ) angeordneten Kern (4 ) aufweist, wobei die Deckschichten (3 ) vorzugsweise jeweils glasfaserverstärkten Kunststoff umfassen und/oder wobei der Kern (4 ) vorzugsweise einen Schaumkern umfasst. - Vorrichtung (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Reflexionsmittel (5 ) eine leitfähige Folie umfasst. - Vorrichtung (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Reflexionsmittel (5 ) eine Metalleinlage, ein Gewebe und/oder eine kohlenstofffaserverstärkte Kunststoff-einlage umfasst. - Vorrichtung (
1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Reflexionsmittel (5 ) innerhalb des Kerns (4 ) angeordnet ist. - Marineschiff (
14 ) aufweisend einen Schiffsaufbau (17 ) oder Transportgut (18 ), an welchem eine Vorrichtung (1 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche montiert ist.
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