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Die Erfindung betrifft eine Längsverstelleinrichtung zum Längsverstellen eines Fahrzeugsitzes nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Eine derartige Längsverstelleinrichtung umfasst eine längs entlang einer Längsrichtung erstreckte, erste Führungsschiene und eine längs entlang der Längsrichtung erstreckte, entlang der Längsrichtung relativ zu der ersten Führungsschiene verschiebbare, zweite Führungsschiene. Die zweite Führungsschiene weist zwei gegenüberliegende Schienenschenkel und eine die Schienenschenkel miteinander verbindende Schienenbasis auf. An der zweiten Führungsschiene ist eine Betätigungseinrichtung zum Verstellen der Führungsschiene relativ zueinander in einem betätigten Zustand und/oder zum Halten der Führungsschiene in Längsposition zueinander in einem nicht betätigten Zustand angeordnet. Die Betätigungseinrichtung ist über einen an der zweiten Führungsschiene angeordneten Haltewinkel an der zweiten Führungsschiene gehalten. Der Haltewinkel ist als U-förmiger Haltewinkel mit zwei Schenkeln und einer die Schenkel miteinander verbindenden Basis ausgebildet, wobei die Schenkel jeweils über eine erste Kante mit der Schienenbasis der zweiten Führungsschiene und über eine der ersten Kante gegenüberliegende zweite Kante mit der die Schenkel verbindenden Basis verbunden sind.
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Eine derartige Längsverstelleinrichtung ist beispielsweise aus der
DE 198 15 283 A1 bekannt. Bei dieser Längsverstelleinrichtung ist der Haltewinkel als U-förmiger Haltewinkel mit zwei Schenkeln und einer die Schenkel miteinander verbindenden Basis ausgestaltet, wobei an die Schenkel jeweils Anlageabschnitte anschließen, über die der Haltewinkel an der zugeordneten Führungsschiene befestigt, beispielsweise mit der Führungsschiene verschraubt ist.
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Bei derartigen Längsverstelleinrichtungen zum Längsverstellen eines Fahrzeugsitzes in einem Fahrzeug besteht das grundsätzliche Problem, dass solche Längsverstelleinrichtungen derart crashfest ausgelegt sein müssen, dass es insbesondere bei einem Frontalaufprall eines Fahrzeugs nicht zu einer (übermäßigen) Vorverlagerung des Fahrzeugsitzes oder gar einem Lösen des Fahrzeugsitzes von einem Fahrzeugboden kommt. Ist die Vorverlagerung des Fahrzeugsitzes zu groß oder löst sich der Fahrzeugsitz vom Fahrzeugboden, birgt dies eine erhebliche Verletzungsgefahr für einen Fahrzeuginsassen.
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Bei einer Längsverstelleinrichtung, wie sie beispielsweise aus der
DE 198 15 283 A1 bekannt ist, werden in einem Crashfall die wirkenden Kräfte über den Haltewinkel abgeleitet. Dies macht erforderlich, dass der Haltewinkel hinreichend stark ausgebildet ist, um die in einem Crashfall wirkenden Kräfte zuverlässig ableiten zu können und einen Fahrzeugsitz in einem Crashfall sicher in Position zu halten.
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Um die Crashfestigkeit zusätzlich zu erhöhen, ist herkömmlich beispielsweise vorgesehen worden, dass sich ein Haltewinkel in einem Crashfall soweit verformen kann, dass sich der Haltewinkel mit einer durch den Haltewinkel hindurchgeführten Spindel verhakt, so dass eine Spindelmutter eines von dem Haltewinkel eingefassten Verstellgetriebes entlastet ist und somit eine zusätzliche Kraftableitung über den Haltewinkel geschaffen wird.
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Bei einer aus der
WO 2011/098 161 A1 bekannten Längsverstelleinrichtung sind anstelle eines Haltewinkels Abstützteile vorgesehen, über die ein Verstellgetriebe an einer Führungsschiene in Längsrichtung abgestützt ist. Solche Abstützteile sind nicht über eine Basis miteinander verbunden und schaffen insofern keine umfängliche Einfassung für das Verstellgetriebe an der zugeordneten Führungsschiene.
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Andere Längsverstelleinrichtungen, die Abstützteile, nicht jedoch Haltewinkel der hier in Rede stehenden Art betreffen, sind beispielsweise aus der
FR 2 872 747 A1 , der
FR 2 882 975 A1 und der
WO 2009/092946 A2 bekannt. Aus diesen Dokumenten bekannte Abstützteile unterliegen, weil sie auf eine die Schenkel an ihren unteren Kanten verbindende Basis verzichten, anderen Kraftverhältnissen und haben andere Bauraumanforderungen, so dass solche Abstützteile ggf. abhängig vom zur Verfügung stehenden Bauraum nicht immer verwendbar sind.
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Durch einen Haltewinkel der hier in Rede stehenden Art kann generell eine gleichmäßige Kraftübertragung, zudem eine Verlustsicherung eines Getriebes in einer Montageposition und ein Schutz des Getriebes vor Staub und Verschmutzung ermöglicht werden.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Längsverstelleinrichtung mit einem Haltewinkel zur Verfügung zu stellen, der in vorteilhafter Weise gegenüber einer zugeordneten Führungsschiene abgestützt ist.
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Diese Aufgabe wird durch einen Gegenstand mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Demnach weist zumindest einer der Schenkel des Haltewinkels einen zwischen der ersten Kante und der zweiten Kante erstreckten, ersten Randabschnitt und einen gegenüberliegenden, zweiten Randabschnitt auf. Von diesen Randabschnitten greift zumindest einer mit einem Eingriffsabschnitt in eine Eingriffsöffnung an einem der Schienenschenkel der zweiten Führungsschiene ein.
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Die vorliegende Erfindung geht von dem Gedanken aus, bei einer Längsverstelleinrichtung über seitliche Randabschnitte der Schenkel des Haltewinkels eine zusätzliche Abstützung gegenüber der zugeordneten Führungsschiene zu schaffen. So greift ein seitlicher Randabschnitt zumindest eines Schenkels in eine zugeordnete Eingriffsöffnung in einem Schienenschenkel der zweiten Führungsschiene ein und ist auf diese Weise zumindest in einem Crashfall formschlüssig gegenüber der zweiten Führungsschiene abgestützt. Die Randabschnitte des Schenkels des Haltewinkels erstrecken sich hierbei zwischen Kanten des Schenkels, über die der Schenkel einerseits an der Schienenbasis der Führungsschiene befestigt und andererseits mit der Basis des Haltewinkels verbunden ist. Die Randabschnitte erstrecken sich somit zwischen der Basis des Haltewinkels einerseits und der Schienenbasis der zugeordneten Führungsschiene andererseits, wobei durch Eingriff eines oder beider dieser Randabschnitte in Eingriffsöffnungen an den Schienenschenkeln der Führungsschiene eine zusätzliche Abstützung gegenüber der Führungsschiene geschaffen wird.
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Jeder Schenkel des Haltewinkels weist eine erste Kante, die der Schienenbasis der zweiten Führungsschienen zugewandt ist, und eine zweite Kante, über die der Schenkel in die Basis des Haltewinkels übergeht, auf. Unter einer Kante ist in diesem Zusammenhang nicht notwendigerweise ein scharfer Abschluss zu verstehen, sondern die Kante kann beispielsweise auch als Biegekante mit einem Biegeradius (größer als Null) ausgebildet sein. So kann jeder Schenkel beispielsweise über eine erste (Biege-)Kante in einen Anlageabschnitt zur Anlage an der Schienenbasis und über eine zweite (Biege-)Kante in die Basis des Haltewinkels übergehen, wobei der Halteabschnitt mit seinen unterschiedlichen Abschnitten vorzugsweise aus einem Stück beispielsweise aus einem (mehrfach) gebogenen Stahl hergestellt ist.
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Vorzugsweise greifen beide Randabschnitte zumindest eines Schenkels jeweils über einen Eingriffsabschnitt in eine zugeordnete Eingriffsöffnung eines zugeordneten Schienenschenkels der zweiten Führungsschiene ein. Weiter vorzugsweise greifen beide Randabschnitte jedes Schenkels des Haltewinkels jeweils in eine zugeordnete Eingriffsöffnung an den Schienenschenkeln der zweiten Führungsschiene ein. Es wird somit eine beidseitige Abstützung der Schenkel des Haltewinkels gegenüber den Schienenschenkeln der Führungsschiene geschaffen, so dass der Haltewinkel auch bei großen, außergewöhnlichen Belastungen in einem Crashfall sich nicht über die Maßen verformen kann und somit sicher und zuverlässig an der Führungsschiene gehalten wird.
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Durch einen Eingriff der Randabschnitte der Schenkel in zugeordnete Eingriffsöffnungen an den Schienenschenkeln der Führungsschiene kann insbesondere die Vorverlagerung eines Fahrzeugsitzes in einem Crashfall weitestgehend reduziert werden. Denn dadurch, dass sich der Haltewinkel in einem Crashfall kaum gegenüber der Führungsschiene verformen kann, kann es in einem Crashfall nur zu einer vergleichsweise geringen Vorverlagerung des Fahrzeugsitzes kommen (vorausgesetzt, dass beispielsweise bei Ausgestaltung der Betätigungseinrichtung als Verstellgetriebe für einen Spindelantrieb eine Spindelmutter des Verstellgetriebes die in einem Crashfall auftretenden Kräfte auffangen und ableiten kann, ohne dass es zu einer Zerstörung der Spindelmutter kommt).
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Jeder Randabschnitt erstreckt sich hierbei zwischen den Kanten des zugeordneten Schenkels und entspricht einem seitlichen Rand des Schenkels. Ist eine Kante als Biegekante mit einem (nicht vernachlässigbar kleinen) Biegeradius ausgestaltet, kann der seitliche Rand der Kante hierbei auch Bestandteil des Randabschnitts sein, so dass ein Eingriff auch unmittelbar an der oberen, ersten oder unteren, zweiten Kante hergestellt sein kann.
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Greift ein Schenkel des Haltewinkels mit seinen gegenüberliegenden Randabschnitten jeweils in eine zugeordnete Eingriffsöffnung in gegenüberliegenden Schienenschenkeln der Führungsschiene ein, so kann in einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass die Eingriffsöffnungen in den gegenüberliegenden Schienenschenkeln der Führungsschiene nicht auf derselben, sondern auf unterschiedlichen Höhen angeordnet sind. Entsprechend sind auch die Eingriffsabschnitte an den Randabschnitten des Schenkels auf unterschiedlichen Höhen angeordnet, so dass durch den Eingriff der Eingriffsabschnitte in die Eingriffsöffnungen eine Abstützung des Schenkels auf unterschiedlichen Höhen bereitgestellt wird (bezuggenommen wird hier auf eine Vertikalrichtung vertikal zur Ebene, in der sich die Schienenbasis erstreckt).
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Ein Eingriffsabschnitt kann beispielsweise durch eine Schulter in Form einer Ecke an dem zugeordneten Randabschnitt gebildet sein. Eine solche Schulter kann beispielsweise beim Einsetzen des Haltewinkels in einen zwischen den Schienenschenkeln gebildeten Innenraum der Führungsschiene in die zugeordnete Eingriffsöffnung eingeschoben werden, so dass die Schulter in Eingriff mit der Eingriffsöffnung gelangt
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Alternativ kann ein Eingriffsabschnitt auch durch einen Vorsprung gebildet sein, der von dem zugeordneten Randabschnitt entlang einer quer zu den Schienenschenkeln gerichteten Querrichtung vorspringt. Der Vorsprung kann beispielsweise zapfenartig ausgestaltet sein und steht in Querrichtung von dem Randabschnitt vor.
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Denkbar ist in diesem Zusammenhang, dass die Eingriffsabschnitte an den gegenüberliegenden Randabschnitten unterschiedlich ausgestaltet sind. Beispielsweise kann an einem Randabschnitt eines Schenkels ein Eingriffsabschnitt in Form einer Schulter und an dem gegenüberliegenden, anderen Randabschnitt ein Eingriffsabschnitt in Form eines quer vorspringenden Vorsprungs vorgesehen sein.
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Vorzugsweise ist der Eingriffsabschnitt in einem Normalbetriebszustand nicht in Anlage mit dem Schienenschenkel, in dem die zugeordnete Eingriffsöffnung angeordnet ist. In einem Normalbetriebszustand liegt der Eingriffsabschnitt mit Spiel in der zugeordneten Eingriffsöffnung ein, so dass es zu keiner Berührung zwischen dem Eingriffsabschnitt und den Schienenschenkel der zugeordneten Eingriffsöffnung kommt. Erst wenn bei einer außergewöhnlichen Belastung es zu einer (geringfügigen) Verformung des Haltewinkels kommt, gelangt der Eingriffsabschnitt in Längsrichtung in Anlage mit dem die Eingriffsöffnung umgebenden Öffnungsrand, so dass in einem solchen Zustand außergewöhnlicher Belastung es zu einer zusätzlichen Abstützung zwischen dem Haltewinkel und der zugeordneten zweiten Führungsschiene kommt.
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Dadurch, dass der bzw. die Eingriffsabschnitte in einem Normalbetriebszustand mit Spiel in den zugeordneten Eingriffsöffnungen einliegen, wird im normalen Betrieb der Längsverstelleinrichtung eine Überbestimmung in der Abstützung des Haltewinkels gegenüber der zugeordneten Führungsschiene vermieden, was eine Verbesserung der Akustik der Verstellvorrichtung im normalen Betrieb der Verstelleinrichtung bewirken kann und dazu beiträgt, Verspannungen und daraus resultierende Schwergängigkeiten im Betrieb der Verstelleinrichtung zu vermeiden oder zumindest zu reduzieren. In dem Normalbetriebszustand übernehmen die Eingriffsabschnitte keine abstützende Funktion und liegen lose in den zugeordneten Eingriffsöffnungen der zweiten Führungsschiene ein. Erst bei außergewöhnlich hohen Belastungen in einem Crashfall und einer daraus resultierenden (elastischen oder plastischen) Deformation der Führungsschienenanordnung stützen sich die Eingriffsabschnitte an der zweiten Führungsschiene ab und verstärken somit den Halt des Haltewinkels und damit der Betätigungseinrichtung an der zweiten Führungsschiene.
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Der Haltewinkel ist vorzugsweise über mindestens einen, insbesondere zwei Anlageabschnitte mit der Schienenbasis der zweiten Führungsschiene verbunden, beispielsweise mit der Schienenbasis verschraubt, vernietet, verschweißt, verklebt oder verbördelt. Durch die Anlageabschnitte, die an die ersten Kanten der Schenkel des Haltewinkels anschließen und somit der Basis des Haltewinkels gegenüberliegen, kann somit eine sichere, zuverlässige Befestigung des Haltewinkels an der zweiten Führungsschiene erreicht werden. Die Anlageabschnitte erstrecken sich vorzugsweise unter einem Winkel, beispielsweise 90°, zu den Schenkeln des Haltewinkels.
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Grundsätzlich ist hierbei auch denkbar und möglich, dass ein oder beide Schenkel nicht in einen Anlageabschnitt übergehen, sondern an ihrer oberen, ersten Kante stumpf an der Schienenbasis anliegen und über diese an der Schienenbasis befestigt, beispielsweise mit der Schienenbasis verschweißt sind.
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Die Betätigungseinrichtung zum Verstellen der Längsverstelleinrichtung kann insbesondere elektromotorisch ausgebildet sein.
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Hierzu kann die Betätigungseinrichtung beispielsweise durch ein Verstellgetriebe verwirklicht sein, das ein zwischen den Schenkeln des Haltewinkels einliegendes Getriebegehäuse und eine drehbar in dem Getriebegehäuse eingefasste Spindelmutter aufweist. Die Spindelmutter steht mit einer an der ersten Führungsschiene drehfest angeordneten Spindel in Gewindeeingriff derart, dass bei einer Drehbewegung der Spindelmutter die Spindelmutter an der Spindel abrollt und so längs entlang der Spindel verstellt wird. Durch Verdrehen der Spindelmutter sind somit die Führungsschienen relativ zueinander verschiebbar.
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Um die Spindel hin zu der Spindelmutter zu führen, sind in den Schenkeln des Haltewinkels vorzugsweise Öffnungen vorgesehen, durch die hindurch sich die Spindel erstreckt. Die Spindel durchgreift somit an den Öffnungen den Haltewinkel.
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Denkbar ist auch, dass das Verstellgetriebe zur Verwirklichung einer sogenannten „Front-Drive-Unit“ eine Spindelmutter aufweist, die fest mit einer drehbar an der zweiten Führungsschiene gelagerten Spindel verbunden ist. In diesem Fall wird durch Verdrehen der Spindelmutter die Spindel bewegt. Das Verstellgetriebe ist wiederum über den Haltewinkel an der zugeordneten, zweiten Führungsschiene festgelegt. Die Spindel steht in diesem Fall mit einer an der ersten Führungsschiene festgelegten, weiteren Spindelmutter in Gewindeeingriff und rollt zum Verstellen der Führungsschienen zueinander an der weiteren Spindelmutter ab.
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Alternativ kann die Betätigungseinrichtung auch zu einem manuellen Verstellen der Längsverstelleinrichtung ausgebildet sein. In diesem Fall kann die Betätigungseinrichtung derart ausgebildet sein, dass sie in ihrem nicht betätigten Zustand die Führungsschienen miteinander verriegelt und zum Längsverstellen der Führungsschienen durch manuelle Betätigung entriegelt werden kann. Die Betätigungseinrichtung dient somit dazu, in ihrem nicht betätigten Zustand die Führungsschienen verriegelnd in Längsposition zueinander zu halten. Sollen die Führungsschienen verstellt werden, so kann die Betätigungseinrichtung manuell entriegelt werden, so dass ein Längsverstellen der Führungsschienen zueinander ermöglicht wird.
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Die Betätigungseinrichtung kann beispielsweise mindestens einen Verriegelungsstift aufweisen, der sich durch eine Öffnung an der Basis des Haltewinkels hindurch erstreckt und durch Betätigen der Betätigungseinrichtung in der Öffnung verschiebbar ist. In dem nichtbetätigten Zustand der Betätigungseinrichtung steht der Verriegelungsstift mit einer Öffnung der anderen, ersten Führungsschiene formschlüssig in Eingriff, so dass eine Verrieglung zwischen den Führungsschienen hergestellt ist. Zum Entriegeln kann der Verriegelungsstift in der Öffnung des Haltewinkels verschoben werden und somit außer Eingriff mit der Öffnung der anderen, ersten Führungsschiene gebracht werden, so dass die Verriegelung aufgehoben ist und die Führungsschienen längs relativ zueinander verstellt werden können.
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Der Haltewinkel kann hierbei nach dem Gleichteileprinzip sowohl zur Verwendung mit einem elektromotorisch betreibbaren Verstellgetriebe als auch mit einer manuell zu betätigenden Betätigungseinrichtung ausgestaltet sein. So kann ein Haltewinkel beispielsweise sowohl Öffnungen an seinen Schenkeln zum Durchführen einer Spindel als auch Öffnungen an seiner Basis zum Hindurchführen eines oder mehrerer Verriegelungsstifte aufweisen, so dass ein Haltewinkel entweder zusammen mit einem elektromotorisch betreibbaren Verstellgetriebe oder einer manuell zu betätigenden Betätigungseinrichtung verwendet werden kann. Es ist somit lediglich eine einzige Bauform eines Haltewinkels erforderlich, was die Herstellungskosten reduzieren kann.
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Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke soll nachfolgend anhand der in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert werden. Es zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht einer Längsverstelleinrichtung mit zwei Führungsschienen und einem daran angeordneten Spindelantrieb zum Längsverstellen der Führungsschienen zueinander;
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2 eine teilweise freigeschnittene Ansicht einer oberen, zweiten Führungsschiene der Längsverstelleinrichtung mit einem daran angeordneten Verstellgetriebe;
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3A eine gesonderte, perspektivische Ansicht der oberen, zweiten Führungsschiene;
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3B eine umgedrehte, perspektivische Ansicht der oberen, zweiten Führungsschiene;
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4 eine gesonderte Ansicht des in einem Haltewinkel eingefassten Verstellgetriebes;
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5 eine gesonderte Ansicht des Haltewinkels;
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6 eine Vorderansicht des Haltewinkels;
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7 eine Ansicht in die Längsverstelleinrichtung hinein, betrachtet entlang einer Längsachse, entlang derer sich die Führungsschienen erstrecken;
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8 eine Schnittansicht entlang der Linie A-A gemäß 1;
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9 eine Ansicht eines anderen Ausführungsbeispiels einer Betätigungseinrichtung zur Verwendung in einer Längsverstelleinrichtung; und
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10 eine Ansicht in eine eine Betätigungseinrichtung nach 9 verwendende Längsverstelleinrichtung hinein, betrachtet entlang der Längsachse.
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1 zeigt eine Längsverstelleinrichtung 1 zum Längsverstellen eines Fahrzeugsitzes in einem Fahrzeug. Die Längsverstelleinrichtung 1 weist eine untere, erste Führungsschiene 10, die beispielsweise mit einem Fahrzeugboden verbunden ist, und eine obere, zweite Führungsschiene 11, die mit einem Fahrzeugsitz verbunden ist, auf. Die Führungsschienen 10, 11 erstrecken sich entlang einer Längsachse L und sind längsverschieblich aneinander gelagert, so dass durch Verschieben der oberen, zweiten Führungsschiene 11 relativ zu der unteren, ersten Führungsschiene 10 die Längsposition eines Fahrzeugsitzes angepasst werden kann.
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Die Längsverstelleinrichtung 1 ist zum elektromotorischen Verstellen des Fahrzeugsitzes ausgebildet und weist hierzu einen Spindelantrieb mit einer über Halterungen 40 drehfest an der unteren, ersten Führungsschiene 10 angeordneten Spindel 4 und einem in 2 und 4 dargestellten Verstellgetriebe 2 auf. Das Verstellgetriebe 2 ist über einen Haltewinkel 3 an der oberen, zweiten Führungsschiene 11 festgelegt und umfasst ein Getriebegehäuse 20, in dem eine Spindelmutter um die Längsachse L drehbar gelagert ist. Die Spindelmutter 21 weist, wie aus 4 ersichtlich, eine Außenverzahnung 210 auf, die mit einem Schneckengewinde 220 einer Antriebsschnecke 22 in Eingriff steht derart, dass durch Verdrehen der Antriebsschnecke die Spindelmutter 21 um die Längsachse L verdreht werden kann. Die Spindelmutter 21 weist weiter ein Innengewinde 211 auf, das in Gewindeeingriff mit einem Außengewinde der Spindel 4 steht, so dass durch Verdrehen der Spindelmutter 21 relativ zu der Spindel 4 die Spindelmutter 21 an der Spindel 4 abrollt und auf diese Weise längs entlang der Spindel 4 verstellt wird. Auf diese Weise kann das Verstellgetriebe 2 insgesamt und darüber die obere, zweite Führungsschiene 11 relativ zur unteren, ersten Führungsschiene 10 längsverstellt werden.
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Die obere, zweite Führungsschiene 11 ist als im Querschnitt U-förmige Schiene mit einer horizontal erstreckten Schienenbasis 110 und vertikal dazu gerichteten Schienenschenkeln 111, 112 ausgebildet. Über die Schienenschenkel 111, 112 liegt die Führungsschiene 11 gleitend zwischen Schienenschenkel 101, 102 der ersten, unteren Führungsschiene 10 ein, so dass die obere, zweite Führungsschiene 11 längsverschieblich an der unteren, ersten Führungsschiene 10 gelagert ist. Die Schienenschenkel 101, 102 der unteren, ersten Führungsschiene 10 sind über eine Schienenbasis 100 miteinander verbunden, so dass auch die untere, erste Führungsschiene 10 als im Querschnitt im Wesentlichen U-förmige Führungsschiene ausgebildet ist.
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Die Spindel 4 ist über Halterungen 40 (von denen in 1 nur eine sichtbar ist) drehfest an der Schienenbasis 100 der unteren, ersten Führungsschiene 10 gehalten.
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Demgegenüber ist das Verstellgetriebe 2 über den Haltewinkel 3 an der Schienenbasis 110 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 festgelegt, wobei der Haltewinkel 3 das Getriebegehäuse 20 des Verstellgetriebes 2 umfänglich einfasst und darüber an der oberen, zweiten Führungsschiene 11 festlegt.
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Der Haltewinkel 3 ist als U-förmiger Haltewinkel mit einer Basis 30 und im Wesentlichen senkrecht dazu erstreckten Schenkeln 31, 32 ausgestaltet (siehe 4 und 5). Die Basis 30 erstreckt sich hierbei – Bezug genommen wird auf den bestimmungsgemäßen Einbau und die bestimmungsgemäße Verwendung der Längsverstelleinrichtung 1 in einem Fahrzeug – im Wesentlichen horizontal und schließt an Kanten 31B, 32B an die Schenkel 31, 32 an. An gegenüberliegenden Kanten 31A, 32A gehen die Schenkel 31, 32 in wiederum horizontal erstreckte Anlageabschnitte 33, 34 über, über die der Haltewinkel 3 an der Unterseite der Schienenbasis 110 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 anliegt und mit der Schienenbasis 110 verbunden ist.
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An den Anlageabschnitten 33, 34 sind Befestigungsstellen 330, 340 in Form von Durchzügen angebracht, über die der Haltewinkel 3 an Befestigungsstellen 113 an der Schienenbasis 110 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 festgelegt ist.
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Denkbar ist in diesem Zusammenhang, den Haltewinkel 3 mit der Schienenbasis 110 zu verschrauben oder zu vernieten. Denkbar ist aber auch, den Haltewinkel 3 über seine Anlageabschnitte 33, 34 mit der Schienenbasis 110 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 zu verschweißen oder zu verkleben und somit stoffschlüssig mit der oberen, zweiten Führungsschiene 11 zu verbinden.
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Durch Öffnungen 310, 320 in den Schenkeln 31, 32 wird die Spindel 4 durch den Haltewinkel 3 hindurch geführt, um den Gewindeeingriff der Spindelmutter 21 mit der Spindel 4 herzustellen.
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Wie aus den gesonderten Ansichten der oberen, zweiten Führungsschiene 11 gemäß 3A und 3B ersichtlich ist, weist die obere, zweite Führungsschiene 11 an ihren Schienenschenkeln 111, 112 jeweils zwei Eingriffsöffnungen 115–118 auf, die als vertikal erstreckte Öffnungen in den Schienenschenkeln 111, 112 ausgestaltet sind. In diese Eingriffsöffnungen 115–118 greifen Eingriffsabschnitte 313, 314, 323, 324 an seitlichen Randabschnitten 311, 312, 321, 322 der Schenkel 31, 32 des Haltewinkels 3 ein, so dass über die Randabschnitte 311, 312, 321, 322 der Schenkel 31, 32 eine zusätzliche Abstützung des Haltewinkels 3 gegenüber der oberen, zweiten Führungsschiene 11 geschaffen ist.
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Die Randabschnitte 311, 312, 321, 322 der Schenkel 31, 32 sind entlang einer Querrichtung Y voneinander beabstandet und jeweils einem Schienenschenkel 111, 112 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 zugeordnet.
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Der Haltewinkel 3 weist hierbei an den (in 4 vorderen) Randabschnitten 312, 322 Eingriffsabschnitte 313, 323 in Form von quer von den Randabschnitten 312, 322 vorspringenden Vorsprüngen auf, die nach Art von Zapfen in die Eingriffsöffnungen 115, 116 in dem Schienenschenkel 111 (der sich tiefer vertikal nach unten erstreckt als der gegenüberliegende, andere Schienenschenkel 112) eingreifen.
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An den gegenüberliegenden Randabschnitten 311, 321 sind demgegenüber Eingriffsabschnitte in Form zweier Schultern 314, 324 an einer oberen, dem Anlageabschnitt 33, 34 zugewandten Ecke eines jeden Schenkels 31, 32 ausgebildet. Diese Eingriffsabschnitte 314, 324 in Form der Schultern greifen in Eingriffsöffnungen 117, 118 des Schienenschenkels 112 ein.
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Wie aus den Vorderansichten gemäß 6 bis 8 ersichtlich, liegen die Eingriffsabschnitte 313, 314, 323, 324 an den beidseitigen Randabschnitten 311, 312, 321, 322 der Schenkel 31, 32 des Haltewinkels 3 – betrachtet entlang der Vertikalrichtung Z – auf unterschiedlichen Höhen. Entsprechend sind auch die Eingriffsöffnungen 115, 116 einerseits und 117, 118 andererseits auf unterschiedlichen Höhen ausgebildet. Zum einen wird hierbei den unterschiedlichen vertikalen Erstreckungslängen der Schienenschenkel 111, 112 Rechnung getragen. Zum zweiten wird hierüber eine Abstützung des Haltewinkels 3 gegenüber den Schienenschenkeln 111, 112 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 auf unterschiedlichen Höhen bereitgestellt.
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Die Eingriffsabschnitte 313, 314, 323, 324 liegen, wie gesagt, in den zugeordneten Eingriffsöffnungen 115–118 der Schienenschenkel 111, 112 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 ein. Vorzugsweise ist der Eingriff der Eingriffsabschnitte 313, 314, 323, 324 in die Eingriffsöffnungen 115–118 hierbei spielbehaftet derart, dass die Eingriffsabschnitte 313, 314, 323, 324 in einem Normalbetriebszustand die zugeordneten Schienenschenkel 111, 112 nicht berühren und der Haltewinkel 3 somit in dem Normalbetriebszustand über seine Schenkel 31, 32 nicht in Anlage mit den Schienenschenkeln 111, 112 der Führungsschiene 11 ist.
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Der Normalbetriebszustand entspricht hierbei einem Zustand, in dem der Fahrzeugsitz und damit auch die Längsverstelleinrichtung 1 normalen Belastungen ausgesetzt ist. Insbesondere führt auch eine Belastung des Fahrzeugsitzes durch einen Fahrzeuginsassen nicht zu einer Berührung der Eingriffsabschnitte 313, 314, 323, 324 mit den Schienenschenkeln 111, 112. Das Spiel zwischen den Eingriffsabschnitten 313, 314, 323, 324 und den Schienenschenkeln 111, 112 ist so bemessen, dass eine Verformung des Haltewinkels 3 bei Belastung des Fahrzeugsitzes durch einen Fahrzeuginsassen nicht zu einer Anlage führt, sondern vielmehr eine gewisse Relativbewegung zwischen dem Haltewinkel 3 und den Schienenschenkeln 111, 112 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 möglich ist (das sogenannte „Schienenatmen“).
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Dadurch, dass im Normalbetriebszustand keine Anlage zwischen den Schenkeln 31, 32 des Haltewinkels 3 und den Schienenschenkeln 111, 112 der oberen, zweiten Führungsschiene 11 besteht, ist die Akustik der Längsverstelleinrichtung 1 im Betrieb verbessert. Zudem können ungewollte Verspannungen und Verkantungen der Längsverstelleinrichtung 1 im Betrieb aufgrund einer (geringfügigen) Verformung der Führungsschiene 10, 11 aufgrund einer Belastung des Fahrzeugsitzes vermieden werden.
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Treten jedoch außergewöhnliche Belastungen beispielsweise in einem Crashfall auf, so gelangen die Eingriffsabschnitte 313, 314, 323, 324 gegebenenfalls in Anlage mit einer Umrandung einer jeweils zugeordneten Eingriffsöffnung 115, 116, 117, 118, so dass eine zuverlässige Abstützung des Haltewinkels 3 über seine Schenkel 31, 32 gegenüber der oberen, zweiten Führungsschiene 11 geschaffen wird. Aufgrund dieser Abstützung kann sich der Haltewinkel 3 bei außergewöhnlichen Belastungen insbesondere in einem Crashfall nicht übermäßig verformen, so dass eine ungewünschte Vorverlagerung eines über die Längsverstelleinrichtung 1 mit einem Fahrzeugboden verbundenen Fahrzeugsitzes in einem Crashfall zuverlässig vermieden werden kann. Der Fahrzeugsitz 1 wird somit über den Haltewinkel 3 in Position gehalten, so dass die Sicherheit der Längsverstelleinrichtung 1 erhöht ist.
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Das anhand von 1 bis 8 beschriebene Ausführungsbeispiel dient zum elektromotorischen Verstellen eines Fahrzeugsitzes. Insbesondere kann hierbei die Antriebsschnecke 22 des Verstellgetriebes 2 elektromotorisch angetrieben werden, um auf diese Weise die obere, zweite Führungsschiene 11 längs entlang der Längsachse L relativ zu der unteren, ersten Führungsschiene 10 zu verschieben.
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Ein Haltewinkel 3 sowie Führungsschienen 10, 11, wie sie vorangehend beschrieben worden sind, können jedoch auch bei einer manuell zu betätigenden Längsverstelleinrichtung 1 zum Einsatz kommen.
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Bei einer solchen manuell zu betätigenden Längsverstelleinrichtung 1 wird, wie in 9 und 10 dargestellt, anstelle des elektromotorisch anzutreibenden Verstellgetriebes eine manuell zu betätigende Betätigungseinrichtung 2 verwendet, die mindestens einen Verriegelungsstift 23 – in dem dargestellten Ausführungsbeispiel drei Verriegelungsstifte 23 – aufweist, die über eine Befestigungsplatte 24 sowie einen Haltewinkel 3 der vorangehend beschriebenen Art an der oberen, zweiten Führungsschiene 11 entlang der Vertikalrichtung Z beweglich gehalten sind. Die Halteplatte 25 kommt hierbei an einer Oberseite der Schienenbasis 110 der zweiten Führungsschiene 11 zu liegen, so dass die Halteplatte 25 und der Haltewinkel 3 die Schienenbasis 110 zwischen sich aufnehmen.
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Die Verriegelungsstifte 23 sind an Öffnungen 300 in der Basis 30 des Haltewinkels 3 verschieblich geführt.
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Die Betätigungseinrichtung 2 weist einen Betätigungshebel 24 auf, der mit einem gabelartigen Betätigungsabschnitt 241 mit Köpfen 230 der Verriegelungsstifte 23 in Wirkverbindung steht und über einen Hebelarm 240 manuell betätigt werden kann. Bei Verschwenken des Hebelarms 240 wird der Betätigungsabschnitt 241 angehoben, und darüber werden die Verriegelungsstifte 23 in Aufwärtsrichtung B‘ bewegt und auf diese Weise relativ zu dem Haltewinkel 3 verstellt.
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In an sich bekannter Weise stellen die Verriegelungsstifte 23, wie in 10 dargestellt, in einem nicht betätigten Zustand eine Verriegelung zwischen der oberen, zweiten Führungsschiene 11 und der unteren, ersten Führungsschiene 10 her, indem die Verriegelungsstifte 23 mit ihren Enden 231 Öffnungen 103 in der Schienenbasis 100 der unteren, ersten Führungsschiene 10 durchgreifen. Dadurch, dass die Verriegelungsstifte 23 über den Haltewinkel 3 an der oberen, zweiten Führungsschiene 10 entlang der Längsachse L festgelegt sind, ist somit die obere, zweite Führungsschiene 11 relativ zur unteren, ersten Führungsschiene 10 arretiert.
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Wird der Betätigungshebel 24 durch Verschwenken des Hebelarms 240 in die Betätigungsrichtung B betätigt und werden darüber die Verriegelungsstifte 23 in die Richtung B‘ angehoben, so wird der Eingriff der Verriegelungsstifte 23 in die Öffnungen 103 der Schienenbasis 100 der unteren, ersten Führungsschiene 10 aufgehoben, so dass eine Längsverschiebung der Führungsschienen 10, 11 relativ zueinander möglich ist. Die Längsposition des Fahrzeugsitzes 1 kann somit eingestellt werden, wobei nach erfolgter Längsverstellung die Betätigungseinrichtung 2 wiederum in ihren verriegelnden Zustand gelangt und somit wiederum eine Verrieglung der Führungsschienen 10, 11 miteinander hergestellt wird.
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Der Haltewinkel 3 kann zur Verwendung im Zusammenhang mit einer elektromotorisch betriebenen Längsverstelleinrichtung 1 oder einer manuell zu betätigenden Längsverstelleinrichtung 1 identisch ausgebildet sein. Auf diese Weise wird eine Herstellung des Haltewinkels 3 nach dem Gleichteileprinzip möglich, was die Herstellungskosten verringern kann.
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Wie aus 9 und 10 ersichtlich, bleiben beispielsweise bei Verwendung des Haltewinkels 3 für eine manuell zu betätigende Betätigungseinrichtung 2 die Öffnungen 310, 320 in den Schenkeln 31, 32 zum Durchführen der Spindel 4 ungenutzt. Demgegenüber würden die Öffnungen 300 in der Basis 30 des Haltewinkels 3 bei Verwendung des Haltewinkels 3 für ein elektromotorisch zu verstellendes Verstellgetriebe 2 ungenutzt bleiben.
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Der der Erfindung zugrunde liegende Gedanke ist nicht auf die vorangehend geschilderten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern lässt sich vielmehr auch bei gänzlich anders gearteten Ausführungsformen verwirklichen.
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Insbesondere ist grundsätzlich nicht erforderlich, dass der Haltewinkel über sämtliche Randabschnitte beider Schenkel in Eingriff mit zugeordneten Eingriffsöffnungen der Schienenschenkel steht. Grundsätzlich wäre auch ausreichend, lediglich an einem Randabschnitt eines oder beider Schenkel einen Eingriff herzustellen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Längsverstelleinrichtung
- 10, 11
- Führungsschiene
- 100, 110
- Basis
- 101, 102, 111, 112
- Schenkel
- 103
- Öffnung
- 113
- Befestigungsstellen
- 114
- Öffnung
- 115–118
- Eingriffsöffnung
- 2
- Betätigungseinrichtung
- 20
- Getriebegehäuse
- 21
- Spindelmutter
- 210
- Außenverzahnung
- 211
- Innengewinde
- 22
- Antriebsschnecke
- 220
- Schneckengewinde
- 23
- Verriegelungsstifte
- 230
- Kopf
- 231
- Ende
- 24
- Betätigungshebel
- 240
- Hebelarm
- 241
- Betätigungsabschnitt
- 25
- Befestigungsplatte
- 3
- Haltewinkel
- 30
- Basis
- 300
- Öffnungen
- 31, 32
- Schenkel
- 31A, 31B, 32A, 32B
- Kante
- 310, 320
- Öffnung
- 311, 312, 321, 322
- Randabschnitt
- 313, 323
- Vorsprung
- 314, 324
- Schulter
- 33, 34
- Anlageabschnitt
- 330, 340
- Befestigungsstelle
- 4
- Spindel
- 40
- Halterung
- B, B‘
- Betätigungsrichtung
- L
- Längsrichtung
- Y
- Querrichtung
- Z
- Vertikalrichtung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 19815283 A1 [0003, 0005]
- WO 2011/098161 A1 [0007]
- FR 2872747 A1 [0008]
- FR 2882975 A1 [0008]
- WO 2009/092946 A2 [0008]