DE102015011324B3 - Augenblicklich schaltender Datumsschaltmechanismus - Google Patents

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    • G04B19/00Indicating the time by visual means
    • G04B19/24Clocks or watches with date or week-day indicators, i.e. calendar clocks or watches; Clockwork calendars
    • G04B19/243Clocks or watches with date or week-day indicators, i.e. calendar clocks or watches; Clockwork calendars characterised by the shape of the date indicator
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    • G04B19/25333Driving or releasing mechanisms wherein the date indicators are driven or released mechanically by a clockwork movement
    • G04B19/25373Driving or releasing mechanisms wherein the date indicators are driven or released mechanically by a clockwork movement driven or released stepwise by an energy source which is released at determined moments by the clockwork movement

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Abstract

Ein Datumsschaltmechanismus (1) umfasst eine Datumsschalteinrichtung (2), die in und außer Schalteingriff mit einer Datumsscheibe (3) bringbar ist. Ein erstes und zweites Positionierrad (101, 102) dienen zum Positionieren der Datumsschalteinrichtung (2). Eine Kurvenscheibe (11) ist relativ zum ersten Positionierrad (101) begrenzt drehbar und mit diesem zeitweise drehgekoppelt und umfasst einen ersten und einen zweiten Umfangsbereich (121, 122). Ein Tastfinger (14) der Datumsschalteinrichtung (2) steht in Kontakt mit dem Umfang der Kurvenscheibe (11), wobei die Datumsschalteinrichtung (2) mittels einer ersten Kulissenführung (20) am zweiten Positionierrad (102) verschiebbar geführt ist. Eine Feder (30) übt auf die Datumsschalteinrichtung (2) eine Federkraft aus, wodurch der Tastfinger (14) gegen den Umfang der Kurvenscheibe (11) gedrückt wird. Die Kurvenscheibe (11) ist derart ausgebildet, dass die Feder (30) vorgespannt wird, wenn der Tastfinger (14) am ersten Umfangsbereich (121) anliegt und entspannt wird, wenn der Tastfinger (14) am zweiten Umfangsbereich (122) anliegt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen augenblicklich schaltenden Datumsschaltmechanismus, wie er insbesondere in einer mechanischen Uhr eingesetzt werden kann, sowie eine entsprechende Uhr mit einem solchen augenblicklich schaltenden Datumsschaltmechanismus.
  • Als weitere Funktion einer Uhr, neben der reinen Zeitanzeige, wird häufig noch eine Anzeige des aktuellen Datums, insbesondere des aktuellen Tages, gewünscht. Hierzu umfasst die mechanische Uhr eine Datumsscheibe, auf der die Zahlen 1 bis 31 aufgebracht sind. Diese Datumscheibe wird durch das Uhrwerk täglich um eine Teilung weiterbewegt und zeigt somit das aktuelle Datum an.
  • Der Datumswechsel kann dabei je nach Uhr unterschiedlich erfolgen. Bei einem ”schleichenden Datumswechsel” wird die Datumsscheibe mittels eines Nockens oder eines Fingers, der fest in Eingriff zum Zeigerwerk steht, weiterbewegt. Der eigentliche Datumswechsel erfolgt hier am langsamsten und ist deutlich wahrnehmbar.
  • Dies wird beim ”langsam schaltenden Datumswechsel” umgangen. Das Datumsschaltrad ist hier fest mit dem Zeigerwerk verbunden, wobei der darauf befindliche Schaltfinger jedoch federnd ausgelegt ist. Bei beginnendem Datumswechsel legt sich der Schaltfinger an die Datumsscheibe an. Das Datumsschaltrad bewegt sich unterdies ungehindert weiter und spannt somit die Datumsschaltfeder immer weiter. Die Datumsscheibe wird langsam von der Datumsraste gelöst, liegt aber immer noch an dieser an. Zu dem Zeitpunkt, zu welchem die Kraft der gespannten Datumsfeder größer geworden ist als die Haltekraft der Datumsraste, wird die Datumsscheibe schlagartig freigegeben und durch die Datumsfeder eine Zahnteilung weiter geschleudert. Der Datumswechsel erfolgt dabei schneller als beim ”schleichenden Datumswechsel”, jedoch kann der Schaltzeitpunkt in einem gewissen Zeitfenster schwanken.
  • Bei der ”augenblicklichen Datumsschaltung” wird durch einen speziellen Mechanismus am Schaltfinger langsam eine Kraft aufgebaut. Exakt um Mitternacht wird der Datumsschaltmechanismus freigegeben und die Datumsscheibe innerhalb von Sekundenbruchteilen weiter geschalten. Der Datumswechsel wird dabei rasch vollzogen und der Schaltzeitpunkt kann genau definiert werden.
  • In der DE 1 673 663 C ist eine Kalenderuhr mit einer Verstelleinrichtung für einen Datumring gezeigt. Die Verstelleinrichtung umfasst einen durch eine Feder vorgespannten Schalthebel, der an einer durch ein Antriebsrad antreibbaren Kurvenscheibe angreift, sowie ein Verstellglied für den Datumring. Das Verstellglied ist als Verstellhebel mit einer Kulissenführung ausgebildet, in die ein ortsfester Stift ragt. Die Kurvenscheibe ist frei drehbar an dem Lagerzapfen des Antriebsrads gelagert. Ein an der Kurvenscheibe und an dem Verstellhebel befestigter Stift ragt in ein Langloch in dem Antriebsrad. Bei Abfall des Schalthebels sind die Kurvenscheibe und damit der Verstellhebel drehbar.
  • Aus der DE 202 08 525 U1 ist ein Uhrantrieb für eine mechanische Uhr bekannt, die eine zumindest weitgehende springende Weiterschaltung der Datumsscheibe ermöglicht. Dies gelingt dadurch, dass die Datumsscheibe von einem Datumantrieb in Fortschaltrichtung fortschaltbar ist, der über einen Getriebezug von einem Federantrieb antreibbar ist.
  • Problematisch kann es allerdings sein, wenn das Datum manuell korrigiert werden soll. Hierzu ist ein Mechanismus nötig, um die Datumsscheibe von außerhalb des Gehäuses zu bewegen. Im Normalfall wird durch eine manuell betätigbare Krone ein Zahnrad in Bewegung versetzt, welches die Datumsscheibe in eine definierte Richtung bewegt (einseitig).
  • Des Öfteren bestehen jedoch je nach Kaliber sogenannte Sperrzeiten, also Zeitfenster, in denen das Datum nicht manuell korrigiert werden darf. Dies ist dadurch begründet, dass sich in diesen Zeiträumen das Datumsschaltrad in Eingriff zur Datumsscheibe befindet, um den nächsten Datumswechsel vorzubereiten.
  • Wird das Datum in diesem Zeitraum trotzdem manuell korrigiert, so besteht, je nach konstruktiven Aufbau, das Risiko einer dauerhaften Beschädigung des Datumsschaltmechanismus. Der Schaden kann sich auf das zeitliche Verschieben des Datumsschaltzeitpunktes bis hin zum Totalausfall der Datumsfunktion erstrecken.
  • Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, einen Datumsschaltmechanismus für eine Uhr zu schaffen, der einerseits das Datum in Bruchteilen einer Sekunde um Mitternacht weiterschaltet und andererseits dennoch ein manuelles Verstellen in beiden Richtungen außerhalb der sehr kurzen Schaltzeit mittels einer manuellen Datumsschnellkorrektur erlaubt. Weiterhin soll eine Uhr geschaffen werden, die über einen solchen Datumsschaltmechanismus verfügt.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Datumsschaltmechanismus gemäß Anspruch 1 und durch eine Uhr mit einem derartigen Datumsschaltmechanismus gemäß Anspruch 19 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Der Datumsschaltmechanismus umfasst dabei eine Datumsschalteinrichtung, die einen Datumsauslösehebel und einen Datumsschalthebel aufweist, wobei der Datumsschalthebel in und außer Schalteingriff mit einer Datumsscheibe bringbar ist. Ein erstes und ein zweites Positionierrad dienen zum Positionieren des Datumsauslösehebels und Datumsschalthebels, wobei das erste Positionierrad mit dem zweiten Positionierrad drehgekoppelt ist. Eine Kurvenscheibe wird eingesetzt, die relativ zum ersten Positionierrad begrenzt drehbar und mit diesem zeitweise drehgekoppelt ist. Ein Umfang dieser Kurvenscheibe weist einen ersten und einen zweiten Umfangsbereich auf. Der Datumsauslösehebel umfasst einen Tastfinger, der in Kontakt mit dem Umfang der Kurvenscheibe gehalten wird. Der Datumsschalthebel ist mittels einer ersten Kulissenführung am zweiten Positionierrad verschiebbar geführt und mittels einer Gelenkverbindung mit dem Datumsauslösehebel gelenkig verbunden. Eine Feder, die auf die Datumsschalteinrichtung eine Federkraft ausübt, wird verwendet, wodurch der Tastfinger gegen den Umfang der Kurvenscheibe gedrückt wird. Der erste Umfangsbereich der Kurvenscheibe ist derart ausgebildet, dass er beim Drehen der Kurvenscheibe in eine bestimmte Drehrichtung die Feder spannt, wobei in diesem Zustand der Datumsschalthebel außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe gehalten wird. Dagegen ist der zweite Umfangsbereich der Kurvenscheibe derart ausgebildet, dass er eine durch die Federkraft verursachte Bewegung des Datumsauslösehebels in Datumsschaltrichtung zulässt, wodurch der Datumsschalthebel kurzzeitig mit der Datumsscheibe in Schalteingriff gebracht und dabei relativ zum zweiten Positionierrad derart bewegt wird, dass er nach einer Datumsweiterschaltung sofort wieder außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe gebracht wird. Der Datumsschalthebel ist beim Zurückdrehen von Uhrzeigern entgegen dem Uhrzeigersinn ausschließlich außer Eingriff mit der Datumsscheibe.
  • Dies hat den Vorteil, dass eine Datumsschnellkorrektur jederzeit in beide Richtungen durchgeführt werden kann. Das automatische Schalten des Datums geschieht dabei augenblicklich innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde. Vor bzw. nach diesem Schaltvorgang befindet sich der Datumsschalthebel jederzeit außerhalb des Eingriffes mit der Datumsscheibe. Durch dieses neuartige Funktionsprinzip entstehen keine Sperrfristen für den Träger der Uhr. Eine manuelle Datumskorrektur kann auch dann durchgeführt werden, wenn die Zeiger über Mitternacht zurück gedreht werden, da der Schalthebel nicht in Eingriff mit der Datumsscheibe gelangt. Beim Zurückdrehen des zumindest einen Uhrzeigers wird der Datumsschalthebel zu keinem Zeitpunkt in den Eingriff zur Datumsscheibe gebracht (auch nicht zum Zeitpunkt des Datumswechsels). Es sind somit keinerlei Sperrzeiten vorhanden, in denen das Datum nicht korrigiert werden könnte.
  • Vorzugsweise ist die Kurvenscheibe über eine zweite Kulissenführung, die von der Drehachse der Kurvenscheibe und/oder von der Drehachse des ersten Positionierrads beabstandet ist, begrenzt drehbar relativ zum ersten Positionierrad geführt. Die zweite Kulissenführung besteht hierzu aus einem Langloch, in welchem ein Stift anschlagsbegrenzt geführt ist. Das Langloch ist dabei entweder in der Kurvenscheibe oder in dem ersten Positionierrad angeordnet. Der Stift ist dagegen ortsfest an dem jeweiligen anderen Element angeordnet und vorzugsweise einteilig mit diesem ausgebildet. Dadurch wird erreicht, dass die Kurvenscheibe relativ zum ersten Positionierrad begrenzt gegenüber diesem verdrehbar ist. Gleichzeitig wird, bei einer anderen Positionierung, also Anordnung des Stifts innerhalb des Langlochs eine Drehkopplung erreicht, was bedeutet, dass sich die Kurvenscheibe synchron zum ersten Positionierrad bewegt.
  • Wenn der Tastfinger, der vorzugsweise einteilig mit dem Datumsauslösehebel verbunden ist, in Kontakt mit dem ersten Umfangsbereich steht, ist die Kurvenscheibe in Drehrichtung mit dem ersten Positionierrad drehgekoppelt. Der Stift der zweiten Kulissenführung befindet sich in diesem Fall an einem ersten Ende des Langlochs. Für den Fall, dass der Tastfinger in Kontakt mit dem zweiten Umfangsbereich steht und der Datumsschalthebel kurzzeitig mit der Datumsscheibe in Schalteingriff gelangt, befindet sich der Stift näher an einem zweiten Ende des Langlochs, als an dem ersten Ende des Langlochs. In diesem Fall kann sich die Feder entspannen, wobei die Kurvenscheibe relativ zum ersten Positionierrad verdreht, also um einen ersten Winkelbereich gegenüber diesem verschwenkt wird. Dieser erste Winkelbereich ist vorzugsweise kleiner als 120°, aber größer als 30°. Die Datumsschalteinrichtung bewegt sich dadurch, wobei diese Bewegung durch die erste und zweite Kulissenführung begrenzt ist. Es handelt sich dabei um eine translatorische Bewegung mit vorzugsweise zwei Freiheitsgraden.
  • In einem weiteren Ausführungsbeispiel nimmt ein Abstand des ersten Umfangsbereichs der Kurvenscheibe hin zur Drehachse der Kurvenscheibe in Drehrichtung der Kurvenscheibe zumindest abschnittsweise zu. Damit kann sich die Feder, die vorzugsweise an dem Datumsauslösehebel anliegt, spannen. In diesem Fall ist die Kurvenscheibe mit dem ersten Positionierrad drehgekoppelt. Dadurch wird der Tastfinger weiter in Richtung der Feder gedrückt, wodurch diese gespannt wird. Beim Übergang vom ersten auf den zweiten Umfangsbereich führt eine Kraft der Feder über den Tastfinger, welcher am zweiten Umfangsbereich anliegt, dazu, dass sich die Kurvenscheibe gegenüber dem ersten Positionierrad verdrehen kann. Der zweite Umfangsbereich ist vorzugsweise gerade ausgestaltet. Der Abstand vom zweiten Umfangsbereich zur Drehachse ist im Mittel geringer als vom ersten Umfangsbereich zur Drehachse.
  • In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Datumsschalthebel über die Gelenkverbindung, bei der es sich vorzugsweise um ein Kugelgelenk handelt, mit dem Datumsauslösehebel verbunden. Die Gelenkverbindung kann sowohl auf Zug, als auch auf Druck belastet werden. Dies bedeutet, dass der Datumsschalthebel permanent mit dem Datumsauslösehebel verbunden ist.
  • In einem anderen Ausführungsbeispiel ist das zweite Positionierrad näher als das erste Positionierrad an der Stelle der Datumsscheibe angebracht, an der der Datumsschalthebel in und außer Schalteingriff mit dieser gelangt. Dies erlaubt, dass der Datumsschalthebel durch die erste Kulissenführung präzise in seiner Position geführt werden kann, wobei die zweite Kulissenführung an dem ersten Positionierrad das Spannen und Entspannen der Feder sicherstellt. Vorzugsweise besteht die erste Kulissenführung ebenfalls aus einem Langloch, in welchem ein weiterer Stift anschlagsbegrenzt geführt ist. Bevorzugt ist das Langloch der ersten Kulissenführung gebogen ausgeführt, wobei die beiden Enden des Langlochs näher an der Datumsscheibe angeordnet sind, als ein Bereich zwischen beiden Enden, also ein Bereich, der sich vorzugsweise in der Mitte des Langlochs befindet. Die durch die Federkraft verursachte Bewegung des Datumsauslösehebels in Datumsschaltrichtung bewirkt in diesem Fall eine Bewegung des Datumsschalthebels, sodass der Stift des Langlochs der ersten Kulissenführung von dem ersten Ende in Richtung des zweiten Endes wandert, wobei der Datumsschalthebel in Schalteingriff mit der Datumsscheibe gebracht wird, wenn sich der Stift zwischen beiden Enden, vorzugsweise in der Mitte des Langlochs befindet. Befindet sich der Stift näher an einem Ende, als in der Mitte des Langlochs, dann ist der Datumsschalthebel außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe verschwenkt. Dadurch ist sichergestellt, dass der Datumsschalthebel in Schalteingriff mit der Datumsscheibe bringbar ist und er diese um eine Stellung, also um eine Raste weiter drücken kann, um im Anschluss sofort die Schalteingriffsposition wieder zu verlassen.
  • Der Begriff ”Rad” wird vorzugsweise derart verstanden, dass es sich um ein ”Zahnrad” handelt. Bei dem ersten und zweiten Positionierrad handelt es sich daher um Zahnräder, die vorzugsweise miteinander in Eingriff stehen und sich daher gegenläufig drehen. Das erste Positionierrad kann dabei entweder ”mittelbar” oder ”unmittelbar” von einem Stundenrad angetrieben werden. Bei einem ”unmittelbaren” Antrieb steht das erste Positionierrad in Eingriff mit dem Stundenrad. Beide Räder berühren sich. Bei einem ”mittelbaren” Antrieb können zwischen dem ersten Positionierrad und dem Stundenrad noch ein oder mehrere weitere Zahnräder, wie beispielsweise ein Reduktionsrad, geschaltet, also angeordnet sein.
  • Verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Gleiche Gegenstände weisen dieselben Bezugszeichen auf. Die entsprechenden Figuren der Zeichnungen zeigen im Einzelnen:
  • 1: eine Darstellung des erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus mit einer Datumsschalteinrichtung, die nicht in Schalteingriff mit der Datumsscheibe steht;
  • 2A, 2B: verschiedene Darstellungen des erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus, der eine Datumsschalteinrichtung umfasst, die sich in Richtung des Schalteingriffs mit der Datumsscheibe bewegt;
  • 3A, 3B: verschiedene Darstellungen des erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus, der eine Datumsschalteinrichtung umfasst, die in Schalteingriff mit der Datumsscheibe steht; und
  • 4: eine Darstellung des erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus, der eine Datumsschalteinrichtung umfasst, die sich aus dem Schalteingriff mit der Datumsscheibe herausbewegt hat.
  • 1 zeigt eine Darstellung eines erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus 1, der eine Datumsschalteinrichtung 2 aufweist, die nicht in Kontakt mit der Datumsscheibe 3 steht. Der Datumsschaltmechanismus 1 findet in mechanischen Uhren Verwendung, die vorzugsweise von einem Schwingsystem angetrieben werden. Die Datumsschalteinrichtung 2 umfasst einen Datumsauslösehebel 4 und einen Datumsschalthebel 5. Der Datumsschalthebel 5 ist, wie später noch erläutert wird, in und außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 bringbar. Der Datumsschalthebel 5 und der Datumsauslösehebel 4 sind über eine Gelenkverbindung 6 gelenkig miteinander verbunden. Diese Gelenkverbindung 6 kann sowohl auf Druck als auch auf Zug belastet werden.
  • Der Datumsschaltmechanismus 1 erhält seine Kraft von einem Räderwerk, genauer dem Minutenrohr, welches ein Wechselrad 7 und demnach ein Stundenrad 8 und dieses wiederum ein Reduktionsrad 9 antreibt.
  • Der Datumsschaltmechanismus 1 verfügt außerdem über ein erstes und ein zweites Positionierrad 10 1, 10 2, die zum Positionieren des Datumsauslösehebels 4 und des Datumsschalthebels 5 dienen. Das erste Positionierrad 10 1 ist dabei mit dem zweiten Positionierrad 10 2 drehgekoppelt. Eine Drehung des ersten Positionierrads 10 1 bewirkt daher eine Drehung, vorzugsweise in entgegengesetzter Richtung, des zweiten Positionierrads 10 2.
  • Der Datumsschaltmechanismus 1 umfasst außerdem eine Kurvenscheibe 11, die relativ zum ersten Positionierrad 10 1 begrenzt drehbar und mit diesem zeitweise drehgekoppelt ist. Die Kurvenscheibe 11 umfasst außerdem einen Umfang, also eine Seitenumfangsfläche, die sich vorzugsweise in einen ersten und einen zweiten Umfangsbereich 12 1, 12 2 aufteilt. Der erste Umfangsbereich 12 1 ist vorzugsweise länger als der zweite Umfangsbereich 12 2. Der erste Umfangsbereich 12 1 kann dabei mehr als eineinhalb Mal so lang, weiter bevorzugt mehr als doppelt so lang, weiter bevorzugt mehr als dreimal so lang sein, als der zweite Umfangsbereich 12 2. Der erste Umfangsbereich 12 1 ist außerdem zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig gebogen. Dagegen ist der zweite Umfangsbereich 12 2 vorzugsweise gerade ausgebildet. Der zweite Umfangsbereich 12 2 kann am Übergang zum ersten Umfangsbereich 12 1 in Drehrichtung der Kurvenscheibe 11 auch eine Einbuchtung aufweisen, die derart gestaltet ist, dass der Abstand des zweiten Umfangsbereich 12 2 an dieser Einbuchtung einen geringeren Abstand zur Drehachse 13 der Kurvenscheibe 11 aufweist, als der erste Umfangsbereich 12 1 am Übergang zum zweiten Umfangsbereich 12 2.
  • Ein Abstand des ersten Umfangsbereichs 12 1 der Kurvenscheibe 11 hin zur Drehachse 13 der Kurvenscheibe 11 nimmt in Drehrichtung der Kurvenscheibe 11 zumindest abschnittsweise zu. Die Drehrichtung der Kurvenscheibe 11 und die Drehrichtung des ersten und zweiten Positionierrads 10 1, 10 2 sind durch einen Pfeil eingezeichnet. Hierbei handelt es sich um die primäre Drehrichtung des ersten und zweiten Positionierrads 10 1, 10 2 des Datumsschaltmechanismus 1, wenn dieser in einer Uhr eingebaut ist. Die Uhrzeiger der Uhr drehen sich dann im Uhrzeigersinn. Werden die Uhrzeiger mittels einer Krone entgegen des Uhrzeigersinnes zurück gedreht, so drehen sich das erste und das zweite Positionierrad 10 1, 10 2 und damit auch die Kurvenscheibe 11 entsprechend anders herum.
  • Die Kurvenscheibe 11 ist vorzugsweise auf einer Seite des ersten Positionierrads 10 1 angeordnet. Die Drehachse 13 der Kurvenscheibe 11 fällt vorzugsweise mit der Drehachse 13 des ersten Positionierrads 10 1 zusammen.
  • Die Kurvenscheibe 11 ist, wie später noch erläutert wird, relativ zum ersten Positionierrad 10 1 begrenzt verdrehbar und mit diesem zweitweise drehgekoppelt.
  • Der Datumsauslösehebel 4 umfasst einen Tastfinger 14, der in Kontakt mit dem Umfang, also mit dem ersten oder zweiten Umfangsbereich 12 1, 12 2 der Kurvenscheibe 11 gehalten ist. Dieser Tastfinger 14 steht vorzugsweise ständig in Kontakt mit der Kurvenscheibe 11. Dies bedeutet, dass der Tastfinger 14 die Kurvenscheibe 11 sowohl dann berührt, wenn der Datumsschalthebel 5 in Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 steht, als auch dann, wenn der Datumsschalthebel 5 außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 steht. Beim Zurückdrehen der Uhrzeiger (sie bewegen sich entgegen des Uhrzeigersinnes), also wenn das erste und das zweite Positionierrad 10 1, 10 2 entgegen der primären Drehrichtung gedreht werden, liegt der Tastfinger 14 nicht an der Kurvenscheibe 11 an.
  • Der Datumsauslösehebel 4 weist eine Form auf, die einem ”E” angenähert ist. Der Tastfinger 14 zweigt in diesem Fall von dem Rumpf 15 des Datumsauslösehebels 4 in der Mitte ab. Beabstandet von dem Tastfinger 14 umfasst der Datumsauslösehebel 4 noch einen ersten Befestigungsarm 16, an dessen Ende der Datumsauslösehebel 4 schwenkbar gelagert ist. Ein zweiter Befestigungsarm 17 ist an seinem Ende über die Gelenkverbindung 6 mit dem Datumsschalthebel 5 gelenkig verbunden. Beide, der erste und der zweite Befestigungsarm 16, 17, sind an unterschiedlichen Stellen mit dem Rumpf 15 des Datumsauslösehebels 4 verbunden und verlaufen in die gleiche Richtung.
  • Der Datumsauslösehebel 4 ist mit seinem Rumpf 15, seinem Tastfinger 14, seinem ersten Befestigungsarm 16 und seinem zweiten Befestigungsarm 17 vorzugsweise einteilig ausgebildet. Er kann daher um die Schwenkachse 18, welche sich am Ende des ersten Befestigungsarms 16 befindet verschwenkt werden.
  • Der Tastfinger 14 verjüngt sich in Richtung des Endes, welches in Kontakt mit der Kurvenscheibe 11 steht. Der Tastfinger 14 kann ebenfalls leicht, vorzugsweise abschnittsweise, in Richtung der Schwenkachse 18 gebogen sein.
  • Die Schwenkachse 18 des Datumsauslösehebels 4 ist von dem Tastfinger 14 und von der Gelenkverbindung 6 beabstandet.
  • Das Ende des zweiten Befestigungsarms 17, welches Teil der Gelenkverbindung 6 ist, weist einen größeren Durchmesser auf, als der Rumpf 15 und/oder der Tastfinger 14 oder der erste Befestigungsarm 16.
  • Bei der Gelenkverbindung 6 handelt es sich vorzugsweise um ein Kugelgelenk.
  • Der Datumsschalthebel 5 liegt vorzugsweise auf einer Seitenfläche des zweiten Positionierrads 10 2 auf. Der Datumsschalthebel 5 ist dabei mittels einer ersten Kulissenführung 20 am zweiten Positionierrad 10 2 verschiebbar geführt. Die erste Kulissenführung 20 besteht vorzugsweise aus einem Langloch 21, in welchem ein Stift 22 anschlagsbegrenzt geführt ist. Das Langloch 21 umschließt den Stift 22 derart, dass sich dieser stets innerhalb des Langlochs 21 befindet. Das Langloch 21 der ersten Kulissenführung 20 ist zumindest abschnittsweise gebogen ausgeführt. Dies bedeutet, dass zwei Enden des Langlochs 21 der ersten Kulissenführung 20 näher an der Datumsscheibe 3 angeordnet sind, als ein Bereich des Langlochs 21, der sich zwischen beiden Enden, vorzugsweise in der Mitte des Langlochs 21 befindet. Dadurch wird, wie später noch ausführlich erläutert, erreicht, dass der Datumsschalthebel 5 sehr schnell in und außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 bringbar ist.
  • Das Langloch 21 der ersten Kulissenführung 20 ist in diesem Ausführungsbeispiel in dem Datumsschalthebel 5 ausgebildet. Der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 ist fest, und vorzugsweise einteilig an dem zweiten Positionierrad 10 2 ausgebildet. Der umgekehrte Fall wäre allerdings auch denkbar, also dass das Langloch 21 der ersten Kulissenführung 20 an dem zweiten Positionierrad 10 2 ausgebildet ist, wobei der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 fest, vorzugsweise einteilig an dem Datumsschalthebel 5 ausgebildet ist.
  • Der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 ist von der Drehachse des zweiten Positionierrads 10 2 beabstandet. Dies gilt vorzugsweise auch für die erste Kulissenführung 20 und damit für das Langloch 21.
  • Der Datumsschalthebel 5 verjüngt sich zu dem Ende hin, welches von der Gelenkverbindung 6 am weitesten beabstandet ist.
  • Die Kurvenscheibe 11 ist über eine zweite Kulissenführung 25, die von Drehachse 13 der Kurvenscheibe 11 und/oder von der Drehachse 13 des Positionierrads 10 1 beabstandet ist, begrenzt drehbar relativ zum ersten Positionierrad 10 1 geführt. Die zweite Kulissenführung 25 besteht ebenfalls aus einem Langloch 26, in welchem ein Stift 27 anschlagsbegrenzt geführt ist. Das Langloch 26 der zweiten Kulissenführung 25 ist gebogen ausgeführt. Ein Biegeradius des Langlochs 26 ist vorzugsweise an einen Biegeradius des Umfangsbereichs 12 1 angepasst. Das Langloch 26 erstreckt sich nicht entlang des gesamten ersten Umfangsbereichs 12 1, sondern über bevorzugt weniger als 70% der Länge des ersten Umfangsbereichs 12 1, weiter bevorzugt über weniger als 60% der Länge weiter bevorzugt über weniger als 50% der Länge, weiter bevorzugt über weniger als 40% der Länge. Das Langloch 26 der zweiten Kulissenführung 25 ist näher an dem ersten Umfangsbereich 12 1 angeordnet, als an dem zweiten Umfangsbereich 12 2.
  • Das Langloch 26 der zweiten Kulissenführung 25 ist in der Kurvenscheibe 11 ausgebildet, wobei der Stift 27 der zweiten Kulissenführung 25 fest mit dem ersten Positionierrad 10 1 verbunden ist. Der Stift 27 und das erste Positionierrad 10 1 sind vorzugsweise einteilig ausgebildet. Eine Drehung des ersten Positionierrads 10 1 bewirkt ebenfalls eine Bewegung des Stifts 27. Es wäre allerdings auch möglich, dass das Langloch 26 in dem ersten Positionierrad 10 1 ausgebildet ist und dass der Stift 27 fest mit der Kurvenscheibe 11 verbunden ist. Der Stift 27, ist, wie das Langloch 26 und damit die zweite Kulissenführung 25 von der Drehachse 13 der Kurvenscheibe 11 und des ersten Positionierrads 10 1 beabstandet.
  • Wie später erläutert wird, befindet sich der Stift 27 der ersten Kulissenführung 25 an einem ersten Ende des Langlochs 26, wenn der Tastfinger 14 in Kontakt mit dem ersten Umfangsbereich 12 1 steht. In diesem Fall ist die Kurvenscheibe 11 in der Drehrichtung mit dem ersten Positionierrad 10 1 drehgekoppelt.
  • Wie später ebenfalls noch erläutert wird, befindet sich der Stift 27 der zweiten Kulissenführung 25 näher an einem zweiten Ende des Langlochs 26, als an dem ersten Ende des Langlochs 26, wenn der Datumsschalthebel 5 kurzzeitig mit der Datumsscheibe 3 in Schalteingriff gebracht wird. In diesem Fall wird die Kurvenscheibe 11 relativ zum ersten Positionierrad 10 1 verdreht.
  • Hierzu wird eine Feder 30 benötigt, die auf die Datumsschalteinrichtung 2 eine Federkraft ausübt, wodurch der Tastfinger 14 gegen den Umfang der Kurvenscheibe 11 gedrückt wird. Bei der Feder 30 handelt es sich bevorzugt um eine Schenkelfeder, wobei sich ein erster Schenkel fest an einem Teil der Uhr, bzw. an einem Teil des Datumsschaltmechanismus 1 abstützt und ortsfest angeordnet ist. Ein zweiter Schenkel der Feder 30 liegt vorzugsweise an dem Datumsauslösehebel 4 an. Die Feder 30 wird gespannt, wenn die Kurvenscheibe 11 in die primäre Drehrichtung gedreht wird. In diesem Fall ist die Kurvenscheibe 11 mit dem ersten Positionierrad 10 1 drehgekoppelt. Der Tastfinger 14 bewegt sich in diesem Fall entlang des ersten Umfangsbereichs 12 1. Aufgrund der Tatsache, dass sich der Abstand des ersten Umfangsbereichs 12 1 hin zur Drehachse 13 der Kurvenscheibe 11 in Drehrichtung vergrößert, wird dadurch ein Verschwenken der Datumsschalteinrichtung 2 um die Schwenkachse 18 des ersten Befestigungsarms 16 in Richtung der Feder 30 ausgelöst. Dadurch wird die Feder 30, welche an der Seite des Rumpfes 15 des Datumsauslösehebels 4 anliegt, die von dem Tastfinger 14 beabstandet ist, zusammengedrückt. Die Feder 30 wird vorgespannt. Das Vorspannen der Feder 30 dauert mehrere Stunden. Der Tastfinger 14 bewegt sich vorzugsweise länger als 10 Stunden, weiter bevorzugt länger als 12 Stunden, weiter bevorzugt länger als 14 Stunden, weiter bevorzugt länger als 16 Stunden, weiter bevorzugt länger als 18 Stunden, allerdings vorzugsweise kürzer als 23 Stunden entlang des ersten Umfangsbereichs 12 1. Die Kurvenscheibe 11 ist auf einer Seite des ersten Positionierrads 10 1 angeordnet.
  • Das zweite Positionierrad 10 2 ist näher an der Stelle der Datumsscheibe 3 angebracht, an der der Datumsschalthebel 5 in und außer Schalteingriff mit dieser gelangt, als das erste Positionierrad 10 1. Beide Positionierräder 10 1, 10 2 sind vorzugsweise gleich groß, sodass eine Umdrehung des ersten Positionierrads 10 1 genau eine Umdrehung des zweiten Positionierrads 10 2 zu Folge hat. Das erste Positionierrad 10 1 könnte allerdings auch kleiner oder größer sein als das zweite Positionierrad 10 2.
  • Das erste und das zweite Positionierrad 10 1, 10 2 sind vorzugsweise kleiner als das Stundenrad 8 und vorzugsweise ebenfalls kleiner als das Wechselrad 7. Das erste und das zweite Positionierrad 10 1, 10 2 könnten allerdings auch größer sein. Gleiches gilt für einen Vergleich des ersten und zweiten Positionierrads 10 1, 10 2 mit dem Reduktionsrad 9.
  • Die 2A und 2B zeigen die verschiedenen Darstellungen des erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus 1, wobei sich die Datumsschalteinrichtung 2 in Richtung eines Schalteingriffs mit der Datumsscheibe 3 bewegt. Innerhalb der 2A und 2B ist die Kurvenscheibe 11 drehgekoppelt mit dem ersten Positionierrad 10 1. Dies bedeutet, dass der Stift 27 der zweiten Kulissenführung 25 an dem ersten Ende des Langlochs 26 der zweiten Kulissenführung 25 angeordnet ist. Die Kurvenscheibe 11 dreht sich daher synchron zu dem ersten Positionierrad 10 1, weil sie von dem am ersten Positionierrad 10 1 fest angeordneten Stift 27 mitgenommen wird. Der Tastfinger 14 bewegt daher entlang des ersten Umfangsbereichs 12 1 der Kurvenscheibe 11. Innerhalb von 2B befindet sich der Tastfinger 14 am Übergang zwischen dem ersten und dem zweiten Umfangsbereich 12 1, 12 2. Die Feder 30 ist an diesem Punkt am stärksten gespannt.
  • Der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 befindet sich in der Nähe des ersten Endes des Langlochs 21. Der Stift 22 befindet sich auf der linken Hälfte des zweiten Positionierrads 10 2. Unter der ”linken Hälfte” ist die Hälfte des zweiten Positionierrads 10 2 zu verstehen, welche das Positionierrad 10 2 in Draufsicht vertikal durchschneidet und näher an der Datumsscheibe 3 angeordnet ist, als die rechte Hälfte. Aufgrund der Tatsache, dass der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 drehfest an dem zweiten Positionierrad 10 2 angeordnet ist, erfolgt in dem in 2A und 2B gezeigten Zustand ein Verschwenken des Datumsschalthebels gegenüber dem Datumsauslösehebels 4 mittels der Gelenkverbindung 6 in Richtung der Schalteingriffsstelle innerhalb der Datumsscheibe 3. Die Datumsscheibe 3 umfasst in den Ausführungsbeispielen Eingriffsstellen 32, die an ihrer Innenseite angeordnet sind. Bei diesen Eingriffsstellen 32 handelt es sich bevorzugt um Zacken, die weiter bevorzugt trapezförmig ausgestaltet sind. Trotz dass innerhalb von 2B die Feder 30 am stärksten gespannt ist und eine Weiterschaltung des Datums unmittelbar bevorsteht, befindet sich der Datumsschalthebel 5 dennoch außerhalb des Eingriffs mit der Datumsscheibe 3. Die Datumsscheibe 3 könnte nach wie vor manuell vor und zurück verstellt werden, ohne dass der erfindungsgemäße Datumsschaltmechanismus 1 beschädigt würde.
  • Die 3A und 3B zeigen verschiedene Darstellungen des erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus 1, wobei die Datumsschalteinrichtung 2 in Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 steht. Der Tastfinger 14 befindet sich in Kontakt mit dem zweiten Umfangsbereich 12 2 der Kurvenscheibe 11. Der zweite Umfangsbereich 12 2 der Kurvenscheibe 11 ist derart ausgebildet, dass er eine durch die Federkraft verursachte Bewegung des Datumsauslösehebels 4 in Datumsschaltrichtung zulässt, wodurch der Datumsschalthebel 5 kurzzeitig mit der Datumsscheibe 3 in Schalteingriff gebracht und dabei relativ zum zweiten Positionierrad 10 2 derart bewegt wird, dass er nach einer Datumsweiterschaltung wieder außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 gebracht wird. Unter dem Wortlaut ”kurzzeitig” ist zu verstehen, dass der Datumsschalthebel 5 nur solange mit der Datumsscheibe 3 in Schalteingriff steht, wie die Feder 30 benötigt, um vom gespannten Zustand in den ungespannten Zustand überzugehen. Dieser Zeitpunkt dauert weniger als eine Sekunde, bevorzugt weniger als 800 ms, weiter bevorzugt weniger als 600 ms, weiter bevorzugt weniger als 500 ms, weiter bevorzugt weniger als 400 ms, weiter bevorzugt weniger als 300 ms.
  • Die Kurvenscheibe 11 ist dabei über das Langloch 26 in einem bestimmten Winkelbetrag lose mit dem ersten Positionierrad 10 1 verbunden. Dies bedeutet, dass durch die Kraft der Feder 30 der Datumsauslösehebel 4 die Kurvenscheibe 11 antreibt, welche sich aufgrund des Langlochs 26 um einen festgelegten Winkelbetrag auf dem ersten Positionierrad 10 1 drehen kann.
  • Dies bedeutet, dass sich der Stift 27 der zweiten Kulissenführung näher an dem zweiten Ende des Langlochs 26 befindet, als an dem ersten Ende des Langlochs 26.
  • Gleichzeitigt bewirkt die durch die Federkraft verursachte Bewegung des Datumsauslösehebels 4 in Datumsschaltrichtung eine Bewegung des Datumsschalthebels 5, so dass der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 von dem ersten Ende zu dem zweiten Ende des Langlochs 21 wandert, wobei der Datumsschalthebel 5 in Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 gebracht wird, wenn sich der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 zwischen beiden Enden, vorzugsweise in der Mitte des Langlochs 21 befindet, wie dies in den 3A und 3B dargestellt ist.
  • Innerhalb von 3A befindet sich der Datumsschalthebel 5 gerade in Eingriff mit der Datumsscheibe 3, wobei das Datum noch nicht um einen Tag weitergestellt worden ist. Dies ist erst innerhalb von 3B passiert.
  • In dem Moment, in welchem der Datumsschalthebel 5 in Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 gebracht ist, ist die Kurvenscheibe 11 nicht mit dem ersten Positionierrad 10 1 drehgekoppelt. Die Kurvenscheibe 11 ist aufgrund des Langlochs 26 der zweiten Kulissenführung 25 begrenzt gegenüber der ersten Positionierrad 10 1 verdreht.
  • Aufgrund der Tatsache, dass der Bereich des gebogenen Langlochs 21 der ersten Kulissenführung 20, welcher sich zwischen den beiden Enden des Langlochs 21 befindet, weiter von der Datumsscheibe 3 entfernt ist, als die beiden Enden des Langlochs 21, wird der Datumsschalthebel 5 beim Entspannen der Feder 30 in Richtung der Datumsscheibe 3 gedrückt, sobald der Stift 22 diesen Bereich in der Mitte durchläuft.
  • 4 zeigt eine Darstellung des erfindungsgemäßen Datumsschaltmechanismus 1, wobei sich die Datumsschalteinrichtung 2 gerade aus dem Schalteingriff mit der Datumsscheibe 3 herausbewegt. Die Feder 30 ist zu diesem Zeitpunkt vollständig entspannt. Die Kurvenscheibe 11 ist zu diesem Zeitpunkt nicht mit dem ersten Positionierrad 10 1 drehgekoppelt. Der Stift 27 der zweiten Kulissenführung 25 ist nicht anschlagsbegrenzt an dem ersten Ende des Langlochs 26 der zweiten Kulissenführung 25 angeordnet. Er befindet sich stattdessen näher an dem zweiten Ende des Langlochs 26, als an dem ersten Ende des Langlochs 26. Der Tastfinger 14 wandert entlang des zweiten Umfangsbereichs 12 2 und befindet sich näher an der Drehachse 13 der Kurvenscheibe 11, bzw. näher an der Drehachse 13 des ersten Positionierrads 10 1, als er dies zu dem Zeitpunkt war, als er in Kontakt mit dem ersten Umfangsbereich 12 1 gestanden hat.
  • Der Stift 22 der ersten Kulissenführung 20 befindet sich ebenfalls näher am zweiten Ende des Langlochs 21 der ersten Kulissenführung 20, als an dem zweiten Ende des Langlochs 21.
  • Eine weitere Drehbewegung des zweiten Positionierrads 10 2 bewirkt, dass der Stift 22, welcher drehfest mit dem zweiten Positionierrad 10 2 verbunden ist, sich in Richtung des ersten Positionierrads 10 1 bewegt, wodurch der Datumsschalthebel 5 noch weiter von der Datumsscheibe 3 entfernt verschwenkt wird. Eine manuelle Verstellung des Datums ist wieder möglich, ohne dass der erfindungsgemäße Datumsschaltmechanismus 1 beschädigt werden würde.
  • Je weiter sich das erste Positionierrad 10 1 dreht, je weiter bewegt sich der Stift 27 der ersten Kulissenführung 25 auf das erste Ende des Langlochs 26 zu. Sobald er wieder in Eingriff mit dem ersten Ende des Langlochs 26 steht, ist die Kurvenscheibe 11 wieder mit dem ersten Positionierrad 10 1 drehgekoppelt. Der Tastfinger 14 bewegt sich dann wieder vom zweiten Umfangsbereich 12 2 in Richtung des ersten Umfangsbereichs 12 1. Sobald er den ersten Umfangsbereich 12 1 wieder kontaktiert, beginnt das Spiel von neuem.
  • Der Datumsschaltmechanismus 1 wird in einer Uhr eingesetzt. Eine solche Uhr ist vorzugsweise als Taschenuhr oder Armbanduhr ausgebildet. Der Datumsschaltmechanismus 1 ist Bestandteil eines vorzugsweise rein mechanischen Uhrwerks, der bevorzugt über ein Schwingsystem angetrieben wird.
  • Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt. Im Rahmen der Erfindung sind alle beschriebenen und/oder gezeichneten Merkmale beliebig miteinander kombinierbar.

Claims (19)

  1. Datumsschaltmechanismus (1) für eine Uhr mit den folgenden Merkmalen: – einer Datumsschalteinrichtung (2), die einen Datumsauslösehebel (4) und einen Datumsschalthebel (5) umfasst, wobei der Datumsschalthebel (5) in und außer Schalteingriff mit einer Datumsscheibe (3) bringbar ist; – einem ersten und zweiten Positionierrad (10 1, 10 2) zum Positionieren des Datumsauslösehebels (4) und Datumsschalthebels (5), wobei das erste Positionierrad (10 1) mit dem zweiten Positionierrad (10 2) drehgekoppelt ist; – einer Kurvenscheibe (11), die relativ zum ersten Positionierrad (10 1) begrenzt drehbar und mit diesem zeitweise drehgekoppelt ist, sowie einen Umfang aufweist, der einen ersten und einen zweiten Umfangsbereich (12 1, 12 2) aufweist; – der Datumsauslösehebel (4) umfasst einen Tastfinger (14), der in Kontakt mit dem Umfang der Kurvenscheibe (11) gehalten wird; – der Datumsschalthebel (5) ist mittels einer ersten Kulissenführung (20) am zweiten Positionierrad (10 2) verschiebbar geführt und ist mittels einer Gelenkverbindung (6) mit dem Datumsauslösehebel (4) gelenkig verbunden; – einer Feder (30), die auf die Datumsschalteinrichtung (2) eine Federkraft ausübt, wodurch der Tastfinger (14) gegen den Umfang der Kurvenscheibe (11) gedrückt wird; – der erste Umfangsbereich (12 1) der Kurvenscheibe (11) ist derart ausgebildet, dass er beim Drehen der Kurvenscheibe (11) in eine bestimmte Drehrichtung die Feder (30) spannt, wobei der Datumsschalthebel (5) außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe (3) gehalten wird; – der zweite Umfangsbereich (12 2) der Kurvenscheibe (11) ist derart ausgebildet, dass er eine durch die Federkraft verursachte Bewegung des Datumsauslösehebels (4) in Datumsschaltrichtung zulässt, wodurch der Datumsschalthebel (5) kurzzeitig mit der Datumsscheibe (3) in Schalteingriff gebracht und dabei relativ zum zweiten Positionierrad (10 2) derart bewegt wird, dass er nach einer Datumsweiterschaltung wieder außer Schalteingriff mit der Datumsscheibe (3) gebracht wird; – der Datumsschalthebel (5) ist beim Zurückdrehen von Uhrzeigern entgegen dem Uhrzeigersinn ausschließlich außer Eingriff mit der Datumsscheibe (3).
  2. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – die Kurvenscheibe (11) ist über eine zweite Kulissenführung (25), die von der Drehachse (13) der Kurvenscheibe und/oder von der Drehachse (13) des ersten Positionierrads (10 1) beabstandet ist, begrenzt drehbar relativ zum ersten Positionierrad (10 1) geführt; – die zweite Kulissenführung (25) besteht aus einem Langloch (26), in welchem ein Stift (27) anschlagsbegrenzt geführt ist.
  3. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß Anspruch 2, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: – das Langloch (26) der zweiten Kulissenführung (25) ist gebogen ausgeführt.
  4. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß Anspruch 2 oder 3, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: a) das Langloch (26) der zweiten Kulissenführung (25) ist in der Kurvenscheibe (11) ausgebildet und der Stift (27) der zweiten Kulissenführung (25) ist fest mit dem ersten Positionierrad (10 1) verbunden; oder b) das Langloch (26) der zweiten Kulissenführung (25) ist in dem ersten Positionierrad (10 1) ausgebildet und der Stift (27) der zweiten Kulissenführung (25) ist fest mit der Kurvenscheibe (11) verbunden.
  5. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß Anspruch 4, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – der Stift (27) der zweiten Kulissenführung (25) befindet sich an einem ersten Ende des Langlochs (26), wenn der Tastfinger (14) in Kontakt mit dem ersten Umfangsbereich (12 1) steht, wodurch die Kurvenscheibe (11) in der Drehrichtung drehgekoppelt mit dem ersten Positionierrad (10 1) ist; und/oder – der Stift (27) der zweiten Kulissenführung (25) befindet sich näher an einem zweiten Ende des Langlochs (26), als an dem ersten Ende des Langlochs (26), wenn der Datumsschalthebel (5) kurzzeitig mit der Datumsscheibe (3) in Schalteingriff gebracht wird; und/oder – wenn der Datumsschalthebel (5) kurzzeitig mit der Datumsscheibe (3) in Schalteingriff gebracht wird, wird die Kurvenscheibe (11) relativ zum ersten Positionierrad (10 1) verdreht.
  6. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – der erste Umfangsbereich (12 1) ist länger als der zweite Umfangsbereich (12 2), insbesondere mehr als eineinhalb Mal so lang, weiter bevorzugt mehr als doppelt so lang; und/oder – der erste Umfangsbereich (12 1) ist zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig gebogen; und/oder – der zweite Umfangsbereich (12 2) ist gerade.
  7. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: – ein Abstand des ersten Umfangsbereichs (12 1) der Kurvenscheibe (11) hin zur Drehachse (13) der Kurvenscheibe (11) nimmt in Drehrichtung der Kurvenscheibe (11) zumindest abschnittsweise zu.
  8. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – die Kurvenscheibe (11) ist mit dem ersten Positionierrad (10 1) drehgekoppelt, wenn der Tastfinger (14) in Kontakt mit dem ersten Umfangsbereich (12 1) steht; und/oder – die Kurvenscheibe (11) ist auf einer Seite des ersten Positionierrads (10 1) angeordnet.
  9. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: – eine Schwenkachse (18) des Datumsauslösehebels (4) ist von dem Tastfinger (14) und von der Gelenkverbindung (6) beabstandet.
  10. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – die Feder (30) liegt an dem Datumsauslösehebel (4) an; und/oder – bei der Feder (30) handelt es sich um eine Schenkelfeder.
  11. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: – bei der Gelenkverbindung (6) handelt es sich um ein Kugelgelenk, das den Datumsschalthebel (5) permanent mit dem Datumsauslösehebel (4) verbindet.
  12. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: – das zweite Positionierrad (10 2) ist näher als das erste Positionierrad (10 1) an der Stelle der Datumsscheibe (3) angebracht, an der der Datumsschalthebel (5) in und außer Schalteingriff mit dieser gelangt.
  13. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: – die erste Kulissenführung (20) besteht aus einem Langloch (21), in welchem ein Stift (22) anschlagsbegrenzt geführt ist.
  14. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß Anspruch 13, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – das Langloch (21) der ersten Kulissenführung (20) ist zumindest abschnittsweise gebogen ausgeführt; und/oder – das Langloch (21) der ersten Kulissenführung (20) ist in dem Datumsschalthebel (5) ausgebildet und der Stift ist (22) fest mit dem zweiten Positionierrad (10 2) verbunden; oder das Langloch (21) der ersten Kulissenführung (20) ist in dem zweiten Positionierrad (10 2) ausgebildet und der Stift (22) ist fest mit dem Datumsschalthebel (5) verbunden
  15. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß Anspruch 14, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – zwei Enden des Langlochs (21) der ersten Kulissenführung (20) sind näher an der Datumsscheibe (3) angeordnet, als ein Bereich des Langlochs (21), der sich zwischen beiden Enden, vorzugsweise in der Mitte des Langlochs (21) befindet; und – die durch die Federkraft verursachte Bewegung des Datumsauslösehebels (4) in Datumsschaltrichtung bewirkt eine Bewegung des Datumsschalthebels (5), sodass der Stift (22) der ersten Kulissenführung (20) von dem ersten Ende zu dem zweiten Ende des Langlochs (21) wandert, wobei der Datumsschalthebel (5) in Schalteingriff mit der Datumsscheibe (3) gebracht wird, wenn sich der Stift zwischen beiden Enden, vorzugsweise in der Mitte des Langlochs (21) befindet.
  16. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – die erste Kulissenführung (20) ist beabstandet von der Drehachse des zweiten Positionierrads (10 2) angeordnet; und/oder – der Datumsschalthebel (5) liegt auf einer Seitenfläche des zweiten Positionierrads (10 2) auf.
  17. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale: – das erste und das zweite Positionierrad (10 1, 10 2) drehen gegenläufig; und/oder – das erste Positionierrad (10 1) wird angetrieben von: a) einem Stundenrad (8); oder b) einem Reduktionsrad (9), das wiederum von dem Stundenrad (8) angetrieben wird.
  18. Datumsschaltmechanismus für eine Uhr gemäß einem der vorherigen Ansprüche, gekennzeichnet durch das folgende Merkmal: – der Tastfinger (14) und der Datumsauslösehebel (4) sind einteilig ausgebildet.
  19. Uhr mit einem Datumsschaltmechanismus (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 18.
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