DE10201918A1 - Verfahren zur Bestimmung der Flächendeckung von Druckplatten - Google Patents
Verfahren zur Bestimmung der Flächendeckung von DruckplattenInfo
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Abstract
Es wird ein Verfahren zur Bestimmung der Flächendeckungen einer Druckplatte zur Steuerung der Farbmengen in den Farbzonen einer Druckmaschine beschrieben, wobei zur Herstellung der Druckplatte aus vorliegenden Druckbogendaten (3) auf der Basis eines Standard-Rastersystems Farbwerte-Druckdaten (5) erzeugt werden, die Farbwerte-Druckdaten (5) von einem Rastergenerator (6) in gerasterte Druckdaten (7) umgewandelt werden, die gerasterten Druckdaten (7) mit einem Belichter (8) auf Filmmaterial oder eine Druckplatte belichtet werden, auf der Druckplatte verschiedene Rastersysteme mit unterschiedlichen Punktzunahmen verwendet werden, im Rastergenerator (6) je nach dem verwendeten Rastersystem eine zugeordnete Punktzunahme-Korrekturkurve (21) und eine Linearisierungs-Korrekturkurve (25) auf die Farbwerte-Druckdaten (5) angewendet wird, und einer Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die folgenden Daten zugeführt werden: DOLLAR A - aus den Farbwerte-Druckdaten (5) abgeleitete Farbwerte-Grobbilddaten (10), DOLLAR A - für jedes verwendete Rastersystem eine Punktzunahme-Korrekturkurve (21) und DOLLAR A - Korrektur-Ortsdaten (22), die beschreiben, in welchen Bereichen der Druckplatte welches Rastersystem verwendet wird.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der elektronischen Reproduktionstechnik und betrifft ein Verfahren zur Bestimmung der Flächendeckung von Druckplatten. Die Flächendeckung ist der Flächenanteil auf einer Druckplatte, der beim Drucken mit Druckfarbe belegt wird, die dann auf den Bedruckstoff (z. B. Papier) übertragen wird. Für ein Bild ergibt sich die Flächendeckung aus dem Flächenanteil, der von den Rasterpunkten belegt ist, in Bezug auf die Gesamtfläche des Bildes. Für einen Text ergibt sich die Flächendeckung aus dem Flächenanteil, der von den Strichen und Bögen der Buchstaben belegt ist, im Verhältnis zur Gesamtfläche des Textblocks. Globale und lokale, streifenweise ermittelte Flächendeckungen werden zur Voreinstellung der Farbzonen im Farbwerk einer Offset-Druckmaschine benötigt. Für die über die Breite der Druckplatte aufgeteilten Farbzonen muss die zugeführte Druckfarbenmenge so eingestellt werden, dass sie der von dem entsprechenden Streifen auf der Druckplatte abgenommenen Druckfarbenmenge entspricht, die wiederum von der Flächendeckung der Druckplatte in dem betreffenden Streifen abhängt, d. h. von der Größe der Rasterpunkte, der Strichstärke des Textes usw.
- In der Reproduktionstechnik werden Druckvorlagen für Druckseiten erzeugt, die alle zu druckenden Elemente wie Texte, Grafiken und Bilder enthalten. Für den farbigen Druck wird für jede Druckfarbe eine separate Druckvorlage erzeugt, die alle Elemente enthält, die in der jeweiligen Farbe gedruckt werden. Für den Vierfarbdruck sind das die Druckfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK). Die nach Druckfarben separierten Druckvorlagen werden auch Farbauszüge genannt. Die Druckvorlagen werden in der Regel gerastert und mit einem Belichter auf Filme belichtet, die dann zur Herstellung von Druckplatten für das Drucken hoher Auflagen weiter verarbeitet werden. Alternativ können die Druckvorlagen in speziellen Recordern auch direkt auf Druckplatten belichtet werden oder sie werden als digitale Daten direkt an eine digitale Druckmaschine ausgegeben.
- Nach dem heutigen Stand der Technik werden die Druckvorlagen elektronisch reproduziert. Dabei werden Bilder in einem Farbscanner gescannt und in Form von digitalen Daten gespeichert. Texte werden von Textverarbeitungsprogrammen erzeugt und Grafiken von Zeichenprogrammen. Mit einem Layoutprogramm werden die Bild-, Text- und Grafik-Elemente zu einer Druckseite zusammengestellt. Nach der Separation in die Druckfarben liegen die Druckvorlagen dann in digitaler Form vor. Als Datenformate zur Beschreibung der Druckvorlagen werden heute weitgehend die Seitenbeschreibungssprachen Postscript und PDF (Portable Document Format) verwendet. Diese Beschreibung wird vor der Aufzeichnung der Druckvorlagen in eine Beschreibung umgewandelt, bei der den Bildpunkten jeweils ein Grauwert zugeordnet ist, wenn die Druckseite in Schwarzweiß gedruckt wird, bzw. für die Bildpunkte Farbwerte angegeben sind, wenn es sich um einen farbigen Druck handelt. Wird die Druckseite in den vier Druckfarben CMYK gedruckt, so werden die in jedem Bildpunkt zu druckenden Farbmengen durch vier Farbwerte beschrieben. Beispielsweise werden für jeden Bildpunkt vier Bytes entsprechend den vier Farbwerten erzeugt. Die Farbwerte haben dann eine von 256 möglichen Stufen zwischen 0 und 255. Die Druckvorlagendaten einer Druckfarbe können deshalb auch als "Schwarzweiß-Seite" aufgefasst werden, deren "Grauwerte" in jedem Bildpunkt die Menge der zugehörigen Druckfarbe angeben.
- In der Druckmaschine wird von den druckenden Stellen der Druckplatte Druckfarbe in Form einer dünnen Schicht auf den Bedruckstoff übertragen. Aufgabe des Farbwerkes ist es, die druckenden Stellen stets mit frischer Farbe zu versorgen, damit der Druckprozess aufrecht erhalten werden kann. Die Mengenbilanz zwischen Zufuhr und Abfuhr von Farbe muss ausgeglichen sein, wenn Farbdichteschwankungen im Druckbild vermieden werden sollen. Neben der ausgeglichenen Mengenbilanz ist für die Druckqualität auch die Konstanz der Farbschichtdicke auf den druckenden Stellen der Druckplatte bzw. den bedruckten Stellen auf dem Bedruckstoff von entscheidender Bedeutung. Um dies zu gewährleisten wird in einer Offset-Druckmaschine die Zufuhr der Druckfarbe Zonenweise mit einer Farbzonensteuerung eingestellt. Die druckbare Breite der Druckmaschine ist in Farbzonen unterteilt, für die die zugeführte Farbmenge separat gesteuert werden kann. Jede Farbzone ist beispielsweise 32,5 mm breit. Zur Steuerung der Farbmenge wird z. B. über Zonenschrauben ein elastisches Farbmesser auf unterschiedlichen Abstand zur Farbduktorwalze gebracht, die dadurch in den einzelnen Zonen eine unterschiedliche Farbmenge aus dem Farbkasten übernimmt. Nach einem anderen System ist in jeder Farbzone ein exzentrischer Stellzylinder vorhanden, dessen Abstand zur Farbduktorwalze in jeder Zone unterschiedlich eingestellt wird.
- Um die Stellvorrichtungen in den Farbzonen richtig einstellen zu können, muss bekannt sein, welche Farbmenge in den einzelnen Farbzonen durch die Druckplatte abgenommen wird und auf den Bedruckstoff übertragen wird. Diese Menge wird aus der Flächendeckung der Druckplatte in den Farbzonen berechnet. Durch die Farbzonen wird die Druckplatte in streifenförmige Bereiche unterteilt, d. h. die Flächendeckungen in diesen Streifen müssen ermittelt werden. Nach dem Stand der Technik wird die druckfertige Druckplatte vor dem Einspannen in die Druckmaschine in einem Druckplattenleser gescannt, um die Flächendeckungen in den Streifen, die den Farbzonen entsprechen, zu ermitteln. Die ermittelten Werte werden an den Steuerstand der Druckmaschine übertragen und die Stellvorrichtungen für die Zufuhr der Druckfarbe werden von dort für die Farbzonen entsprechend eingestellt. Als weiteres Verfahren ist bekannt, die Flächendeckungen der Farbzonen aus den Druckvorlagendaten, die bei der elektronischen Reproduktion entstehen, abzuleiten. Das erspart die Investitionskosten für einen Druckplattenleser und den Zeitaufwand für das Scannen der Druckplatten vor dem Beginn des Drucks.
- Nachfolgend werden der Stand der Technik und die Erfindung anhand der Figuren näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1 den Arbeitsablauf bei der Erzeugung von Druckvorlagendaten (Stand der Technik),
- Fig. 2 Punktzunahmekurven für verschiedene Rastersysteme,
- Fig. 3 Druckübertragungskurven für verschiedene Rastersysteme,
- Fig. 4 eine Punktzunahme-Korrekturkurve für das tatsächlich gedruckte Rastersystem,
- Fig. 5 den Arbeitsablauf zur Bestimmung der Flächendeckung nach einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
- Fig. 6 den Arbeitsablauf zur Bestimmung der Flächendeckung nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung, und
- Fig. 7 die Anwendung der Punktzunahme-Korrekturkurve und der Linearisierungs-Korrekturkurve.
- Fig. 1 zeigt den nach dem Stand der Technik überwiegend verwendeten Arbeitsablauf bei der Erzeugung und Aufzeichnung von Druckvorlagendaten. Die Druckseitendaten 1, die beispielsweise in der Seitenbeschreibungssprache PostScript bzw. PDF beschrieben sind, werden einem Bogenmontagesystem 2 zugeführt, das ein speziell für diese Aufgabe optimierter Rechner sein kann oder ein Programm auf einem Standardrechner. Die Druckseitendaten 1 beschreiben den Inhalt einer einzelnen Druckseite. Sie werden in einem Vorprozess von einem Anwendungsprogramm zur Zusammenstellung einer Druckseite (Layout-Programm) erzeugt. Das Bogenmontagesystem 2 fasst mehrere Druckseiten nach einem Ausschießschema zu einem Druckbogen zusammen und erzeugt die Druckbogendaten 3, die den Inhalt eines Druckbogens beschreiben, z. B. ebenfalls im PDF-Datenformat. Neben den Druckseiten enthalten die Druckbogendaten 3 noch Passkreuze, Schnitt- und Falzmarken und einen Druckkontrollstreifen am Rand des Druckbogens. Das Ausschießschema richtet sich danach, wie der Druckbogen nach dem Drucken gefaltet und geschnitten wird, um beispielsweise eine mehrseitige Broschüre oder ein Faltblatt herzustellen.
- In einem Interpretationssystem 4 werden die in einer Seitenbeschreibungssprache vorliegenden Druckbogendaten 3 analysiert und interpretiert und dabei in Farbwerte-Druckdaten 5 umgewandelt, d. h. in ein Datenformat, das für jeden Bildpunkt die Farbwerte der Farbauszüge entsprechend der Anzahl der verwendeten Druckfarben angibt. Für die vier Standard-Druckfarben CMYK enthalten die Farbwerte- Druckdaten 5 beispielsweise vier Bytes je Bildpunkt, die jeweils die Menge der zu druckenden Farbe angeben. Die Farbwerte-Druckdaten 5 werden deshalb auch als "Bytemap" bezeichnet. Die Auflösung der Farbwerte-Druckdaten 5 entspricht in der Regel der Auflösung, mit der die Druckvorlagen auf Filmmaterial oder direkt auf eine Druckplatte aufgezeichnet werden sollen, beispielsweise beträgt die Auflösung 100 Bildpunkte/mm. Die Daten der Farbwerte-Druckdaten 5 können jedoch auch in einer anderen, z. B. geringeren Auflösung erzeugt werden und erst vor der Aufzeichnung auf die Auflösung des Film- bzw. Plattenrekorders interpoliert werden. Weiterhin können die Daten der Farbwerte-Druckdaten 5 mit einer Datenkompression komprimiert werden, um Speicherplatz zu sparen, z. B. mit einer Lauflängencodierung oder mit dem bekannten JPEG-Verfahren.
- Die Daten der Farbwerte-Druckdaten 5 werden in einem weiteren Schritt einem Rastergenerator 6 zugeführt, der die Farbwerte in mit Rasterpunkten gefüllte Flächen umsetzt und als gerasterte Druckdaten 7 an den Belichter 8 übergibt, z. B. einen Plattenbelichter, der die gerasterten Druckdaten 7 direkt auf eine Druckplatte aufzeichnet. Die Erzeugung der Rasterpunkte geschieht z. B. in bekannter Weise durch den Vergleich der Farbauszugswerte mit einer Schwellwertmatrix, die die Anordnung und Größe der Rasterpunkte enthält. Die Rasterpunktgröße und/oder die Anzahl der Rasterpunkte je Flächeneinheit, je nach dem verwendeten Rastersystem, wird dabei entsprechend dem Farbauszugswert in den Farbwerte-Druckdaten 5 variiert. Die gerasterten Druckdaten 7 haben eine hohe Auflösung, z. B. 100 Punkte/mm (= 2540 dpi), und sind mit einem Bit je Bildpunkt und Farbauszug beschrieben. Das Bit gibt an, ob der entsprechende Punkt auf der Druckplatte belichtet wird oder nicht. Die gerasterten Druckdaten 7 werden deshalb auch als "Bitmap" bezeichnet.
- In einer Einheit zur Grobbilderzeugung 9 wird aus den Farbwerte-Druckdaten 5 ein Druckbild in reduzierter Auflösung erzeugt, wie es z. B. im CIP3 Standard festgelegt ist (CIP3 = International Cooperation for Integration of Prepress, Press, and Postpress; Specification of the CIP3 Print Production Format, Version 3.0, June 2, 1998). Das Ergebnis sind Farbwerte-Grobbilddaten 10 mit einer Auflösung von z. B. 50,8 dpi, die alle Elemente beinhalten, die später auf die Platte belichtet werden. Die Farbwerte-Grobbilddaten 10 haben zwei Funktionen. Zum einen werden in einer Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 aus den Farbwerte-Grobbilddaten 10 die Flächendeckungsdaten 12 berechnet, indem die Farbauszugswerte der Farbwerte-Grobbilddaten 10 in den Streifenbereichen, die den Farbzonen entsprechen, summiert und auf die Gesamtfläche des jeweiligen Streifens bezogen werden. Aus den Flächendeckungsdaten 12 werden dann in einer Einheit zur Farbzoneneinstellungsberechnung 13 die Farbzoneneinstelldaten 14 ermittelt und an die Druckmaschine 15 übertragen, wo die Stellvorrichtungen in den einzelnen Farbzonen danach eingestellt werden. Zum anderen dienen die Farbwerte-Grobbilddaten 10 als Vorgabewerte für die im Druck später zu erreichenden Farben. Dazu werden die Farbwerte-Grobbilddaten 10 an ein Messsystem 16 im Kontrollstand der Druckmaschine 15 übergeben, wo sie beispielsweise in das LAB-Farbsystem umgerechnet werden. Nach dem Ausmessen eines fertig gedruckten Druckbogens kann das Meßsystem 16 die Vorgabewerte mit den tatsächlich im Druck erreichten Farben vergleichen und gegebenenfalls Steuerparameter der Druckmaschine 15 verändern.
- Wie in der Drucktechnik üblich werden die Farbauszugswerte der Farbwerte- Druckdaten 5 als Rasterprozentwerte zwischen 0% und 100% angegeben, d. h. der Wert 0% bedeutet, dass keine Farbe gedruckt wird, und der Wert 100% bedeutet, dass die volle Farbmenge gedruckt wird. Wenn die Farbauszugswerte als Bytes gespeichert sind, entspricht 0% beispielsweise der Binärzahl 0 und 100% der Binärzahl 255. Falls der Rastergenerator 6 eine konventionelle Rasterung mit regelmäßig angeordneten Rasterpunkten erzeugt, deren Größe variiert wird, entspricht der Rasterprozentwert auch der Größe des im Belichter 8 auf der Druckplatte aufgezeichneten Rasterpunkts. Um dies zu erreichen werden die Farbwerte-Druckdaten 5 bei der Umwandlung in die gerasterten Druckdaten 7 in bekannter Weise linearisiert. Dazu werden die Farbauszugswerte im Rastergenerator 6 so verändert, dass die Nichtlinearität in der Übertragungscharakteristik des Belichters 8 kompensiert wird. Dann wird ein Farbauszugswert von R% auch als Rasterpunkt der Größe R% auf der Druckplatte aufgezeichnet, wenn der Belichter 8 ein Druckplattenbelichter ist, d. h. die Farbwerte-Druckdaten 5 und die daraus abgeleiteten Farbwerte-Grobbilddaten 10 geben die Rasterpunktgrößen auf der Druckplatte richtig wieder. In dem Fall entsprechen die aus den Farbwerte-Grobbilddaten 10 errechneten Flächendeckungsdaten 12 der tatsächlichen Flächendeckung auf der Druckplatte und sind das geeignete Maß für die in der Druckmaschine 15 aufgenommene Farbmenge.
- Die Rasterpunktgrößen auf der Druckplatte entsprechen jedoch nicht der Größe der gedruckten Rasterpunkte. Die gedruckten Rasterpunkte sind im allgemeinen größer als die Rasterpunkte auf der Druckplatte, was durch eine Punktzunahmekurve beschrieben wird. Fig. 2 zeigt die Punktzunahmekurve 17 für ein Standardraster der Rasterfrequenz 60 Rasterpunkte/cm, ein sogenanntes 60er Raster. Für verschiedene Rasterfrequenzen und verschiedene Rasterverfahren gelten unterschiedliche Punktzunahmekurven. Für die frequenzmodulierte Rasterung ist die Punktzunahme bedeutend höher als für die konventionelle amplitudenmodulierte Rasterung. In dem Standard ISO 12647-2 "Graphic technology - Process control for the manufacture of half-tone colour separations, proofand production prints - Part 2: Offset lithographic processes" sind Punktzunahmekurven für den Offsetdruck beschrieben. Die Punktzunahmekurve 17 gibt für eine Rasterpunktgröße von P% auf der Druckplatte an, dass der Rasterpunkt im Druck um Z% größer ist, d. h. eine Größe von D = (P + Z)% hat. Beispielsweise hat ein P = 40% großer Rasterpunkt auf der Druckplatte eine Punktzunahme von Z = 16%, wird also mit der Größe D = 56% gedruckt. Üblicherweise wird in der elektronischen Reproduktionstechnik die zu erwartende Punktzunahme für ein Standardraster bereits bei der Erzeugung der Druckseitendaten 1 berücksichtigt, d. h. wenn die im Druckergebnis gewünschte Farbe eine gedruckte Rasterpunktgröße von D = 56% erfordert, wird ein Rasterprozentwert von P = 40% reproduziert und auf die Druckplatte belichtet. Durch diese Standardisierung wird die Reproduktionsarbeit wesentlich vereinfacht. Wenn später in einem anderen Rastersystem, z. B. einem 80er Raster, gedruckt wird, wird die veränderte Punktzunahme bei der Belichtung der Druckplatten berücksichtigt.
- Fig. 2 zeigt auch die Punktzunahmekurve 18 für ein 80er Raster, das eine größere Punktzunahme als das 60er Raster hat. Für einen P = 40% großen Rasterpunkt auf der Druckplatte ergibt sich im 80er Raster eine Punktzunahme von Z = 19%, d. h. ein gedruckter Rasterpunkt von D = 59%. Da aber bei der Reproduktion eine gedruckte Rasterpunktgröße von D = 56% beabsichtigt war, muss die erhöhte Punktzunahme des 80er Rasters bei der Druckplattenbelichtung so kompensiert werden, dass sich im Druck wieder eine Rasterpunktgröße von D = 56% ergibt. Sonst hätte der fertige Druckbogen falsche Farben. Dazu wird nach dem Stand der Technik bei der Umwandlung der Farbwerte-Druckdaten 5 in die gerasterten Druckdaten 7 im Rastergenerator 6 eine entsprechend reduzierte Rasterpunktgröße für die Plattenbelichtung erzeugt.
- Fig. 3 veranschaulicht dies anhand der Druckübertragungskurve 19 für das 60er Raster und der Druckübertragungskurve 20 für das 80er Raster. Die Druckübertragungskurven beschreiben den Zusammenhang der gedruckten Rasterpunktgröße D mit der Rasterpunktgröße P auf der Druckplatte. Sie ergeben sich in einfacher Weise aus den Punktzunahmekurven durch die Addition der Rasterpunktgröße P auf der Druckplatte und der Punktzunahme Z, d. h. D = P + Z. Aus der Druckübertragungskurve 20 entnimmt man, dass zur Erzeugung einer gedruckten Rasterpunktgröße von D = 56% eine Rasterpunktgröße P = 38% auf der Platte erforderlich ist. Deshalb wird zur Kompensation der höheren Punktzunahme des 80er Rasters der im Reproduktionssystem auf der Basis des standardisierten 60er Rasters erzeugte Rasterprozentwert Ps = 40% im Rastergenerator 6 auf Pr = 38% reduziert. Eine entsprechende Korrektur wird aufgrund des Vergleichs der Druckübertragungskurve 20 des verwendeten Rasters mit der Druckübertragungskurve 19 des Standardrasters für alle vom Reproduktionssystem erzeugten Rasterprozentwerte vorgenommen. Zweckmäßigerweise wird aus dem Vergleich der Druckübertragungskurven 19 und 20 eine Punktzunahme-Korrekturkurve 21 abgeleitet, wie sie in Fig. 4 gezeigt ist. Die Punktzunahme-Korrekturkurve 21 beschreibt die Beziehung zwischen dem Rasterprozentwert Ps, wie er im Reproduktionssystem auf der Basis des Standardrasters erzeugt wird, und der belichteten Rasterpunktgröße Pr, zu der der Rasterprozentwert Ps im Rastergenerator 6 korrigiert wird, um trotz der veränderten Punktzunahme des tatsächlich gedruckten Rasters die gleichen Farben im fertigen Druckprodukt zu erreichen.
- Nun ergibt sich jedoch das Problem, dass die aus den Farbwerte-Druckdaten 5 abgeleiteten Farbwerte-Grobbilddaten 10 nicht die tatsächlich belichteten Rasterpunktgrößen wiedergeben und damit nicht mehr die richtigen Flächendeckungen für die Einstellung der Farbzonen ermittelt werden können. Um eine gute Voreinstellung für die Farbzonen zu erreichen, müssen die Flächendeckungsdaten 12 mit einer absoluten Genauigkeit von einem Rasterprozent bestimmt werden. Als Vorgabewerte für das Messsystem 16 im Kontrollstand der Druckmaschine 15 sind die Farbwerte-Grobbilddaten 10 aber weiterhin geeignet, da sie nach wie vor die im Druck zu erreichenden Farben angeben. Dieses Problem wird bisher dadurch gelöst, dass aus den Druckübertragungskurven 19 und 20 bzw. den Punktzunahmekurven 17 und 18 des der Reproduktion zugrunde liegenden Rastersystems und des tatsächlich gedruckten Rastersystems eine Punktzunahme-Korrekturkurve 21 bestimmt wird, die die vom Reproduktionssystem erzeugten Rasterprozentwerte und die tatsächlich belichteten Rasterpunktgrößen in Beziehung setzt. Die Punktzunahme-Korrekturkurve 21 wird z. B. nach dem im Zusammenhang mit Fig. 3 und Fig. 4 erläuterten Verfahren bestimmt. Die Punktzunahme-Korrekturkurve 21 wird zusammen mit den Farbwerte-Grobbilddaten 10 zusätzlich an die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 übertragen. Dort kann anhand der Punktzunahme-Korrekturkurve 21 die Punktzunahmekorrektur, die im Rastergenerator 6 vor der Belichtung vorgenommen wurde, nachvollzogen werden und somit aus den Farbwerte-Grobbilddaten 10 die tatsächlich belichteten Rasterpunktgrößen als Basis für die richtige Berechnung der Flächendeckungen ermittelt werden.
- Dieses bekannte Verfahren ist aber nur für den Fall eine Lösung, dass auf dem ganzen Druckbogen dasselbe Rastersystem verwendet wird. Für den zunehmend vorkommenden Fall, dass ein Druckbogen mit verschiedenen Rastersystemen gedruckt werden soll, beispielweise mit ganzen Druckseiten, die in unterschiedlichen Rastern gedruckt werden, oder auch mit unterschiedlichen Rastern innerhalb einer Druckseite, ist bisher keine Lösung bekannt, mit der die Farbwerte-Grobbilddaten 10 so erzeugt werden können, dass sie einerseits die Grundlage für die richtige Berechnung der Flächendeckungen bilden und andererseits als Vorgabewerte für die im fertigen Druckprodukt zu erreichenden Farben verwendet werden können.
- Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Erzeugung von Farbwerte-Grobbilddaten 10 anzugeben, mit denen die Flächendeckungen zur Farbzoneneinstellung auch für den Fall ermittelt werden können, dass auf einem Druckbogen verschiedene Rastersysteme verwendet werden. Die Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 5 und der Unteransprüche gelöst.
- Nach einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird für jedes Rastersystem, das auf dem Druckbogen verwendet wird, eine separate Punktzunahme-Korrekturkurve 21 erzeugt, die die Rasterprozentwerte Ps des im Reproduktionssystem zugrunde gelegten Standardrasters und die belichteten Rasterpunktgrößen Pr des tatsächlich gedruckten Rasters in Beziehung setzt. Diese Punktzunahme-Korrekturkurven 21 werden zusammen mit den Farbwerte-Grobbilddaten 10 an die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 übertragen. Damit die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 die Punktzunahme-Korrekturkurven 21 für die Korrektur der Farbwerte-Grobbilddaten 10 nutzen kann, muss zusätzlich die Information übertragen werden, in welchen Bereichen des Druckbogens welches Rastersystem gedruckt wird bzw. welche der Punktzunahme-Korrekturkurven 21 in den jeweiligen Bereichen gelten soll. Nach der vorliegenden Erfindung ist dazu vorgesehen, dass diese Information über die örtliche Zuordnung der Punktzunahme-Korrekturkurven 21 als separate Korrektur-Ortsdaten 22 an die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 übertragen wird. Das dafür verwendete Datenformat kann beliebig gewählt werden. Zum Beispiel kann das Datenformat eines "Grobbildes" mit einem Byte je Bildpunkt und mit der gleichen Auflösung wie die Farbwerte-Grobbilddaten 10 gewählt werden, bei dem die Bytes keine Farbwerte repräsentieren sondern eine Nummer zur Kennzeichnung des im jeweiligen Bildpunkt verwendeten Rastersystems bzw. zur Kennzeichnung der anzuwendenden Punktzunahme-Korrekturkurve 21. Wenn es auf dem Druckbogen maximal 16 verschiedene Rastersysteme gibt, genügt beispielsweise auch ein 4 Bit-Wert je Bildpunkt zur Kennzeichnung des Rastersystems. Die Korrektur-Ortsdaten 22 können auch in die Farbwerte-Grobbilddaten 10 eingebettet werden, z. B. durch eingefügte Kommandoworte, die einen Wechsel des Rastersystems in einer Bildzeile kennzeichnen. Diese eingebettete Form der Korrektur-Ortsdaten 22 ist besonders dann vorteilhaft, wenn die Farbwerte-Grobbilddaten 10 mit einer Lauflängencodierung komprimiert übertragen werden.
- Fig. 5 veranschaulicht die Übertragung der verschiedenen Informationen unabhängig von dem dafür verwendeten Datenformat von der Einheit zur Grobbilderzeugung 9 an die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11. Die drei Informationsteile, die nach der vorliegenden Erfindung für die Bestimmung der Flächendeckungen verwendet werden, sind durch unterschiedlich schraffierte Pfeile gekennzeichnet. Aus den vom Interpretationssystem 4 erzeugten Farbwerte-Druckdaten 5 werden die Farbwerte-Grobbilddaten 10 erzeugt, indem die Farbwerte-Druckdaten 5 durch Mittelwertbildung in der Auflösung reduziert werden. Wie bereits erläutert repräsentieren die Farbwerte-Grobbilddaten 10 die im fertigen Druckprodukt zu erreichenden Farben. Sie werden deshalb auch als Vorgabewerte für die Zielfarben an das Messsystem 16 im Kontrollstand der Druckmaschine 15 übergeben. Das Interpretationssystem 4 leitet aus den Druckbogendaten 3 außerdem Rastersystemdaten 23 ab, die beschreiben, welche Rastersysteme auf dem Druckbogen verwendet werden und wo auf dem Druckbogen welches Rastersystem verwendet wird. Die Eigenschaften dieser Rastersysteme, unter anderem auch die Punktzunahme der Rastersysteme im Druck, sind vorab in der Einheit zur Grobbilderzeugung 9 gespeichert worden. Aus dem Vergleich der Punktzunahme der für die Belichtung der Druckplatte verwendeten Rastersysteme mit der Punktzunahme des bei der Reproduktion zugrunde gelegten Standard-Rastersystems werden, wie bereits beschrieben, die Punktzunahme-Korrekturkurven 21 für die Rastersysteme erzeugt. Aus den Ortsinformationen in den Rastersystemdaten 23 werden die Korrektur-Ortsdaten 22 erzeugt und in das für die Übertragung an die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 gewählte Datenformat umgewandelt. Die Rastersystemdaten 23 werden ebenfalls an den Rastergenerator 6 geleitet, damit er bei der Erzeugung der gerasterten Druckdaten 7 in den verschiedenen Bereichen des Druckbogens die jeweils zum dort verwendeten Rastersystem gehörige Punktzunahmekorrektur berücksichtigen kann.
- Fig. 6 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Die aus den Farbwerte-Druckdaten 5 erzeugten Farbwerte-Grobbilddaten 10, die die im fertigen Druckprodukt zu erreichenden Farben repräsentieren, werden als Vorgabewerte für die Zielfarben nur noch an das Messsystem 16 im Kontrollstand der Druckmaschine 15 übergeben. Aus den gerasterten Druckdaten 7 werden durch Mittelwertbildung über die Bitmap Raster-Grobbilddaten 24 erzeugt, die an die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 übertragen werden. Wenn keine Linearisierung des Belichters 8 durchgeführt wird, repräsentieren die Raster-Grobbilddaten 24 für jeden Grobbildpunkt direkt die Größe der im zugehörigen Druckplattenbereich belichteten Rasterpunkte. Das bedeutet, dass man nicht die Zusatzinformation braucht, welches Rastersystem an welcher Stelle des Druckbogens verwendet wurde, und die Raster-Grobbilddaten 24 in der Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 direkt über die Farbzonenstreifen aufsummieren kann, um die Flächendeckungsdaten 12 abzuleiten.
- In der Praxis wird jedoch immer eine Linearisierung des Belichters 8 vorgenommen und muss deshalb bei der Auswertung der Raster-Grobbilddaten 24 berücksichtigt werden. Fig. 7 zeigt dazu die Punktzunahme-Korrekturkurve 21 und die Linearisierungs-Korrekturkurve 25, die im Rastergenerator 6 nacheinander auf die Farbwerte-Druckdaten 5 angewendet werden, um die gerasterten Druckdaten 7 so zu erhalten, dass die bezüglich der Punktzunahme korrigierten richtigen Rasterpunktgrößen belichtet werden. Mit Hilfe der Punktzunahme-Korrekturkurve 21 wird zunächst ein vom Reproduktionssystem auf der Basis des Standardrasters vorgegebener Rasterprozentwert von z. B. Ps = 40% auf die zu belichtende Rasterpunktgröße Pr = 38% korrigiert, um die im Druck erhöhte Punktzunahme des an der betreffenden Stelle des Druckbogens tatsächlich verwendeten Rastersystems zu kompensieren. Da der Belichter 8 eine nichtlineare Belichtungscharakteristik hat, wird die zu belichtende Rasterpunktgröße Pr = 38% mit Hilfe der Linearisierungs- Korrekturkurve 25 auf den Wert Plin = 35% korrigiert. Mit diesem Wert wird vom Rastergenerator 6 in der Bitmap der gerasterten Druckdaten 7 ein Rasterpunkt der Größe 35% erzeugt. Mit dieser Bitmap als Eingangsgröße für den Belichter 8 wird infolge der Nichtlinearität des Belichters 8 dann tatsächlich ein Rasterpunkt der gewünschten Größe Pr = 38% belichtet. In Fig. 7 ist zu beachten, dass in der Linearisierungs-Korrekturkurve 25 die senkrechte Achse den Eingangswert Pr und die waagerechte Achse den korrigierten Ausgangswert Plin darstellt.
- Wegen der Anwendung der Linearisierungs-Korrekturkurve 25 im Rastergenerator 6 geben die gerasterten Druckdaten 7 nicht die tatsächlich belichteten Rasterpunktgrößen Pr wieder. Deshalb ist bei dieser Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen, die Linearisierungs-Korrekturkurve 25 zusätzlich an die Einheit zur Flächendeckungsberechnung 11 zu übertragen (Fig. 6). Mit der Linearisierungs-Korrekturkurve 25 können die von den gerasterten Druckdaten 7 wiedergegebenen Rasterpunktgrößen Plin, aus denen die Raster-Grobbilddaten 24 abgeleitet sind, vor der Bestimmung der Flächendeckungsdaten 12 wieder in die tatsächlich belichteten Rasterpunktgrößen Pr zurückgerechnet werden.
- In einer alternativen Anwendungsform kann das erfindungsgemäße Verfahren auch in Verbindung mit einer digitalen Druckmaschine eingesetzt werden, bei der die Druckplattenbelichtung in die Druckmaschine 15 integriert ist. In einer solchen Druckmaschine 15 werden zur Vorbereitung des Druckens unbelichtete Druckplatten auf die Plattenzylinder gespannt und dann in der Druckmaschine 15 belichtet. In dem Fall werden die gerasterten Druckdaten 7 statt an den Belichter 8 direkt an die digitale Druckmaschine 15 übertragen. Da diese Form der digitalen Druckmaschine eine Offsetdruckmaschine ist und in Farbzonen eingeteilte Farbwerke enthält, kann das erfindungsgemäße Verfahren zur Ermittlung der Farbzonendaten 14 aus den Flächendeckungsdaten 12 verwendet werden. Bezugszeichenliste 1 Druckseitendaten
2 Bogenmontagesystem
3 Druckbogendaten
4 Interpretationssystem
5 Farbwerte-Druckdaten
6 Rastergenerator
7 gerasterte Druckdaten
8 Belichter
9 Einheit zur Grobbilderzeugung
10 Farbwerte-Grobbilddaten
11 Einheit zur Flächendeckungsberechnung
12 Flächendeckungsdaten
13 Farbzoneneinstellungsberechnung
14 Farbzoneneinstelldaten
15 Druckmaschine
16 Messsystem
17 Punktzunahmekurve (60er Raster)
18 Punktzunahmekurve (80er Raster)
19 Druckübertragungskurve (60er Raster)
20 Druckübertragungskurve (80er Raster)
21 Punktzunahme-Korrekturkurve
22 Korrektur-Ortsdaten
23 Rastersystemdaten
24 Raster-Grobbilddaten
25 Linearisierungs-Korrekturkurve
Claims (6)
1. Verfahren zur Bestimmung der Flächendeckungen einer Druckplatte zur Steuerung
der Farbmengen in den Farbzonen einer Druckmaschine, wobei zur Herstellung
der Druckplatte
aus vorliegenden Druckbogendaten (3) auf der Basis eines Standard-Raster systems Farbwerte-Druckdaten (5) erzeugt werden,
die Farbwerte-Druckdaten (5) von einem Rastergenerator (6) in gerasterte Druckdaten (7) umgewandelt werden,
die gerasterten Druckdaten (7) mit einem Belichter (8) auf Filmmaterial oder eine Druckplatte belichtet werden,
auf der Druckplatte verschiedene Rastersysteme mit unterschiedlichen Punktzunahmen verwendet werden,
im Rastergenerator (6) je nach dem verwendeten Rastersystem eine zugeordnete Punktzunahme-Korrekturkurve (21), die die Änderung der Punktzunahme zwischen dem Standard-Rastersystem und dem verwendeten Rastersystem beschreibt, und eine Linearisierungs-Korrekturkurve (25), die den Zusammenhang zwischen den Rasterpunktgrößen in den gerasterten Druckdaten (7) und den belichteten Rasterpunktgrößen beschreibt, auf die Farbwerte-Druckdaten (5) angewendet wird, und
in einer Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die Flächendeckungen der Druckplatte bestimmt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die folgenden Daten zugeführt werden:
aus den Farbwerte-Druckdaten (5) abgeleitete Farbwerte-Grobbilddaten (10),
für jedes verwendete Rastersystem eine Punktzunahme-Korrekturkurve (21), und
Korrektur-Ortsdaten (22), die beschreiben, in welchen Bereichen der Druckplatte welches Rastersystem verwendet wird.
aus vorliegenden Druckbogendaten (3) auf der Basis eines Standard-Raster systems Farbwerte-Druckdaten (5) erzeugt werden,
die Farbwerte-Druckdaten (5) von einem Rastergenerator (6) in gerasterte Druckdaten (7) umgewandelt werden,
die gerasterten Druckdaten (7) mit einem Belichter (8) auf Filmmaterial oder eine Druckplatte belichtet werden,
auf der Druckplatte verschiedene Rastersysteme mit unterschiedlichen Punktzunahmen verwendet werden,
im Rastergenerator (6) je nach dem verwendeten Rastersystem eine zugeordnete Punktzunahme-Korrekturkurve (21), die die Änderung der Punktzunahme zwischen dem Standard-Rastersystem und dem verwendeten Rastersystem beschreibt, und eine Linearisierungs-Korrekturkurve (25), die den Zusammenhang zwischen den Rasterpunktgrößen in den gerasterten Druckdaten (7) und den belichteten Rasterpunktgrößen beschreibt, auf die Farbwerte-Druckdaten (5) angewendet wird, und
in einer Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die Flächendeckungen der Druckplatte bestimmt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die folgenden Daten zugeführt werden:
aus den Farbwerte-Druckdaten (5) abgeleitete Farbwerte-Grobbilddaten (10),
für jedes verwendete Rastersystem eine Punktzunahme-Korrekturkurve (21), und
Korrektur-Ortsdaten (22), die beschreiben, in welchen Bereichen der Druckplatte welches Rastersystem verwendet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrektur-
Ortsdaten (22) für jeden Bildpunkt eine Kennzeichnung enthalten, welches
Rastersystem in dem Bildpunkt verwendet wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrektur-
Ortsdaten (22) in die Farbwerte-Grobbilddaten (10) eingebettet sind.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die
Farbwerte-Grobbilddaten (10) auch als Vorgabewerte für die im Druck zu
erreichenden Farben an ein Meßsystem (16) an der Druckmaschine (15) übertragen
werden.
5. Verfahren zur Bestimmung der Flächendeckungen einer Druckplatte zur Steuerung
der Farbmengen in den Farbzonen einer Druckmaschine, wobei zur Herstellung
der Druckplatte
aus vorliegenden Druckbogendaten (3) auf der Basis eines Standard-Rastersystems Farbwerte-Druckdaten (5) erzeugt werden,
die Farbwerte-Druckdaten (5) von einem Rastergenerator (6) in gerasterte Druckdaten (7) umgewandelt werden,
die gerasterten Druckdaten (7) mit einem Belichter (8) auf Filmmaterial oder eine Druckplatte belichtet werden,
auf der Druckplatte verschiedene Rastersysteme mit unterschiedlichen Punktzunahmen verwendet werden,
im Rastergenerator (6) je nach dem verwendeten Rastersystem eine zugeordnete Punktzunahme-Korrekturkurve (21), die die Änderung der Punktzunahme zwischen dem Standard-Rastersystem und dem verwendeten Rastersystem beschreibt, und eine Linearisierungs-Korrekturkurve (25), die den Zusammenhang zwischen den Rasterpunktgrößen in den gerasterten Druckdaten (7) und den belichteten Rasterpunktgrößen beschreibt, auf die Farbwerte-Druckdaten (5) angewendet wird, und
in einer Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die Flächendeckungen der Druckplatte bestimmt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die folgenden Daten zugeführt werden:
aus den gerasterten Druckdaten (7) abgeleitete Raster-Grobbilddaten (24), und
eine Linerarisierungs-Korrekturkurve (25).
aus vorliegenden Druckbogendaten (3) auf der Basis eines Standard-Rastersystems Farbwerte-Druckdaten (5) erzeugt werden,
die Farbwerte-Druckdaten (5) von einem Rastergenerator (6) in gerasterte Druckdaten (7) umgewandelt werden,
die gerasterten Druckdaten (7) mit einem Belichter (8) auf Filmmaterial oder eine Druckplatte belichtet werden,
auf der Druckplatte verschiedene Rastersysteme mit unterschiedlichen Punktzunahmen verwendet werden,
im Rastergenerator (6) je nach dem verwendeten Rastersystem eine zugeordnete Punktzunahme-Korrekturkurve (21), die die Änderung der Punktzunahme zwischen dem Standard-Rastersystem und dem verwendeten Rastersystem beschreibt, und eine Linearisierungs-Korrekturkurve (25), die den Zusammenhang zwischen den Rasterpunktgrößen in den gerasterten Druckdaten (7) und den belichteten Rasterpunktgrößen beschreibt, auf die Farbwerte-Druckdaten (5) angewendet wird, und
in einer Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die Flächendeckungen der Druckplatte bestimmt werden,
dadurch gekennzeichnet, dass der Einheit zur Flächendeckungsberechnung (11) die folgenden Daten zugeführt werden:
aus den gerasterten Druckdaten (7) abgeleitete Raster-Grobbilddaten (24), und
eine Linerarisierungs-Korrekturkurve (25).
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
Belichter (8) in die Druckmaschine (15) integriert ist.
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