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Die vorliegende Erfindung betrifft
eine Vorrichtung zum Auftragen eines Klebstoffs auf den Rücken oder
rückennahen
Bereichen der Seitenflächen eines
in einem Transportsystem mit Aushang vorbeigeführten Buchblocks mit wenigstens
einer rotierenden Auftragswalze oder -scheibe, die den Klebstoff aus
einer Wanne aufnimmt und durch Abwälzung an dem Buchblock auf
diesen überträgt, mit
einem im Abstand zur Auftragswalze einstellbaren Rakel zur Regulierung
der Auftragsstärke
des Klebstoffs und mit einer Betätigungseinrichtung
zur gesteuerten Bewegung des Rakels zwischen einer Auftrags- und
einer Nullauftragsposition.
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Für
das maschinelle Auftragen eines Klebstoffs auf den Rücken und
rückennahen
Bereichen der Seitenflächen
von Buchblocks in Klebebindern stehen verschiedene Auftragssysteme
zur Verfügung.
Sehr häufig
kommen Radauftragsleimwerke der oben beschriebenen Art zum Einsatz,
wobei die Ausführungen
für die
Rückenbeleimung
auch als Walzenleimwerke bezeichnet werden, während die Seitenbeleimung mit
Auftragsscheiben durchgeführt wird.
Die Walzenleimwerke bestehen überwiegend aus
einer ersten Walze zum Auftragen einer dünnen Klebstoffschicht und aus
einer zweiten Walze zum Auftragen einer dicken Klebstoffschicht.
Zum Egalisieren und Entfernen überschüssigen Klebstoffs
vom Rücken
des Buchblocks ist den beiden vorgenannten Walzen eine sogenannte
Spinnerwalze nachgeordnet, die in Gegenrichtung zur Förderrichtung
der Buchblocks rotiert. Zur Dosierung der Auftragsstärke des
Klebstoffs auf den Walzen sind zum Walzenmantel einstellbare Rakel
vorgesehen. Ein solches Walzenleimwerk für die Rückenbeleimung ist beispielsweise
in [Liebau; Heinze/Industrielle Buchbinderei/Verlag Beruf + Schule,
Itzehoe 2001/Kap. 4.2.3.3.6; S.: 284 ff] schematisch dargestellt.
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Ein Seitenleimwerk mit Auftragsscheiben
ist beispielhaft in der
DE
200 08 757 U1 beschrieben. Der Klebstoff befindet sich
in einer Wanne unterhalb der Förderebene
der Buchblocks und wird mit einem wendelförmig um die Auftragsscheiben
geführten Klebstoffschaber
nach oben in den Abwälzbereich gefördert. Hier
wird die Auftragsstärke
des Klebstoffs durch Rakel reguliert.
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Die Rakel werden taktgemäß zum Buchblocktransport
zwischen einer Auftrags- und einer Nullauftragsposition hin- und
hergeschaltet bzw. gesteuert. Der Klebstoffauftrag beginnt mit dem Überlauf
des Buchblocks über
die Walzen bzw. Scheiben und endet bevor das Ende des Buchblocks
den Annäherungsbereich
der Walzen verlässt.
Hierdurch wird vermieden, dass sich zu Beginn aufgestauter Klebstoff
an der Stirnseite des Buchblocks ab setzt und am Ende Klebstoff durch
Fädenziehen
am Buchblock hinausragt. Zudem muss der Klebstoffauftrag zurückversetzt
zum Anfang und Ende des Buchblocks erfolgen, damit nicht der Klebstoff
beim Anpressen des Umschlags herausgedrückt wird. Der zurückversetzte
Klebstoffauftrag minimiert zudem die Kontaminierung der Schneidabfälle mit
Klebstoff. Für eine
qualitativ hochwertige Klebebindung sind genau zum Anfang und Ende
des Buchblocks positionierte An- und Absetzpunkte des Klebstoftauftrags
erforderlich. Die Flanke am Anfang und Ende des Klebstoffauftrags
muss möglichst
steil sein. Dies bedingt insbesondere bei Klebebindern mit hohen Überlaufgeschwindigkeiten
eine sehr schnelle (dynamische) Rakelbewegung zwischen der Auftrags-
und der Nullauftragsposition.
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Bei bekannten Radauftragsleimwerken
werden die Rakel über
Kurvenscheiben gesteuert. Die An- und Absetzpunkte für den Klebstoffauftrag
sind in den Kurven fest eingeprägt.
Zur Verstellung der Auftragslänge
und -position sind aufwändige
Konstruktionen mit Überlagerungsgetrieben
erforderlich oder dies ist nur im Stillstand des Klebebinders durchführbar. Auftragsmuster
oder das Auslassen des Klebstoffauftrags an der Trennstelle eines
in Doppelnutzen gefertigten Buchblocks sind nur durch den Austausch
gegen speziell dafür
gestaltete Kurvenscheiben möglich.
Bei pneumatischer Betätigung
der Rakel kann die Verstellung elektrisch erfolgen und besondere
Auftragsmuster sind mit entsprechend ausgeführten Steuerungseinrichtungen
möglich.
Beispielhaft ist in der
JP 09-086070 ein
Radauftragsleimwerk für
die Seitenbeleimung mit pneumatisch betätigten Rakeln dargestellt.
Gewöhnliche
Pneumatikzylinder weisen jedoch eine ungenaue Schaltzeit auf, wodurch
insbesondere bei hohen Überlaufgeschwindigkeiten
der Buchblocks ein exakter Klebstoffauftrag nicht möglich ist.
Aufgrund der geringen Dynamik der Pneumatikzylinder sind die An-
und Absetzpunkte nicht scharf ausgebildet.
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Der vorliegenden Erfindung liegt
nun die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Auftragen eines Klebstoffs
auf den Rücken
oder rückennahen
Bereichen der Seitenflächen
eines Buchblocks gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 vorzuschlagen, mit der sich bei einfacher Konstruktion
die Rakel auch bei hohen Überlaufgeschwindigkeiten
des Buchblocks schnell und exakt zwischen der Auftrags- und der
Nullauftragsposition hin und her bewegen lassen zur Erzeugung eines
in Bezug auf den Anfang und das Ende des Buchblocks genau positionierten
Klebstoffauftrages.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Betätigungseinrichtung
wenigstens einen über
Druckluft steuerbaren und als Zugaktuator einfachwirkenden Kontraktionsschlauch umfasst.
Gegenüber
herkömmlichen
Pneumatikzylindern weist der Kontraktionsschlauch kein Slip-Stick-Verhalten
auf und erzeugt hochbeschleunigte Bewe gungen, wodurch sich beim
Klebstoffauftragen die An- und Absetzpunkte besonders schart ausbilden.
Bei gleicher Kraft weist der Kontraktionsschlauch einen wesentlich
geringeren Energieverbrauch auf. Er ist unempfindlich gegen Schmutz
und Staub und ist deshalb besonders geeignet für den Einsatz in Papierstaub
belasteten Druckweiterverarbeitungsmaschinen.
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Zweckmäßig ist eine Wirkanordnung
des Kontraktionsschlauches in Verbindung mit einer Feder, gegen
die der Kontraktionsschlauch arbeitet. Es hat sich bewährt, dass
dabei der Kontraktionsschlauch den Rakel in die Auftragsposition
zieht und die Feder die Nullauftragsposition bedingt, wenn der Kontraktionsschlauch
drucklos geschaltet ist. In alternativer Ausführungsform kommen zwei wechselseitig wirkende
Kontraktionsschläuche
zum Einsatz. Mit Vorteil werden die Auftrags- und die Nullauftragsposition
durch Anschläge
festgelegt, wobei die Anschläge
gleichzeitig als Dämpfer
ausgelegt sind. Vorteilhaft ist eine Vorsteuerung des dem Kontraktionsschlauch
zugeordneten Pneumatikventils in Abhängigkeit der Überlaufgeschwindigkeit
des Buchblocks, wodurch sich exakt zum Anfang und Ende des Buchblocks
positionierte Klebstoffaufträge
erzielen lassen.
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Mit Vorteil wird nach Anspruch 7
der Kontraktionsschlauch mit veränderbarem
Druck angesteuert, womit der zugeordnete Rakel in eine dem Druck
entsprechende Position zwischen der Nullauftrags- und der Auftragsposition
gezogen wird und eine bestimmte Auftragsstärke des Klebstoffs einstellbar
ist. Mit einer Abtastung des Reliefs des Buchblockrückens und
einer entsprechenden Druckluftansteuerung wird in vorteilhafter
Weise ein komplementär
zum Relief ausgebildeter Klebstoffauftrag auf den Rücken aufgetragen.
Vorzugsweise ist nach Anspruch 9 für jeden Rakel eine Betätigungseinrichtung
vorgesehen. Dadurch können
z.B. unterschiedliche Klebstoffauftragsmuster für die beiden Seitenflächen des
Buchblocks erzeugt werden. Weitere bevorzugte Weiterausgestaltungen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
sind in den weiteren abhängigen
Ansprüchen angegeben.
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Die Erfindung wird unter Bezugnahme
auf die Zeichnung anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert.
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1 zeigt
in perspektivischer Darstellung ein Seitenleimwerk
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2 zeigt
in einer Draufsicht den rechten Klebstoffförderer des Seitenleimwerks
mit dem darin geführten
Rakel
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3 zeigt
in perspektivischer Darstellung ein erfindungsgemäßes Rückenleimwerk Das
in 1 dargestellte Seitenleimwerk 1 dient
zum Auftragen eines Klebstoffs auf den rückennahen Seitenbereichen 2b eines
Buchblocks 2, der von einer Buchblockklammer 3 mit
Aushang eingespannt gehalten und mit dem Buchblockrücken 2a nach
unten weisend in Förderrichtung
T über
das Seitenleimwerk 1 transportiert wird. Der Klebstoff
befindet sich in einer Wanne 4 unterhalb der Bewegungsbahn
des Buchblocks 2 und wird mit einem linken und einem rechten
Klebstoffförderer 6a,b
nach oben gefördert. Der
jeweilige Klebstoffförderer 6a,b wird
gebildet aus einer in Förderrichtung
T rotierenden Auftragsscheibe 5 und einem nicht näher dargestellten
wendelförmig
um die Auftragsscheibe 5 geführten, in einem Klotz 16a bzw. 16b ausgebildeten
Klebstoffschaber, womit der Klebstoff in den Abwälzbereich 5a der Auftragsscheibe 5 gelangt.
Hier wird die Auftragsstärke des
Klebstoffs durch Rakel 7 reguliert.
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Mit dem Abwälzen der Auftragsscheibe 5 an dem
Buchblock 2 in rückennahen
Seitenbereichen 2b wird der Klebstoff auf diesen übertragen.
Blockführungsschienen 36 dienen
zum Führen
des Buchblocks 2, damit nicht die jeweils äußeren Blätter des Buchblocks 2 bei
der Wegbewegung der Auftragsscheibe 5 vom Buchblock 2 mit
nach außen
gezogen werden. Zum Beherrschen der durch die Klebstoffförderer 6a,b
hervorgerufenen Strömungen
in der Wanne sind den Klötzen 16a,b
Leitbleche 17 vorgeordnet. Weiterhin sind Schaber 37 vorgesehen,
die die Klebstoffförderer 6a,b
nach oben hin abschließen
und den auf der Oberseite der Auftragsscheiben 5 befindlichen
Klebstoff in die Wanne 4 zurückschaben.
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Der Rakel 7 ist austauschbar
an einem Ende eines Bolzens 8 befestigt, der über Buchsen 11 und einer
Führungsfläche 8a am
Bolzen 8 im Klotz 16a bzw. 16b geführt ist.
Eine Druckfeder 9, die sich über eine Scheibe gegen den
Klotz 16a bzw. 16b abstützt, treibt den Rakel 7 in
eine Nullauftragsposition. In dieser wird der Klebstoff vollständig von
der Auftragsscheibe 5 abgerakelt und somit nicht auf den
Buchblock 2 übertragen.
Zum Einstellen der Nullauftragsposition wird eine Einstellmutter 13 über Passscheiben 14 gegen
einen am anderen Ende des Bolzens 8 angebrachten Gabelkopf 15 verspannt.
Die Einstellmutter 13 stützt sich in der Nullauftragsposition
des Rakels 7 auf einem am Klotz 16a bzw. 16b befestigten
Anschlag 12 ab.
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Zur Betätigung eines Rakels 7 ist
gemäß der Erfindung
ein Kontraktionsschlauch 24a bzw. 24b vorgesehen,
der mit Druckluft angesteuert wird und sich dabei als einfachwirkender
Zugaktuator zusammenzieht. Der Kontraktionsschlauch 24a bzw. 24b ist derart
angeordnet, dass er den Rakel aus seiner Nullauftragsposition in
eine Auftragsposition zieht und zwar entgegen der Federkraft der
Druckfeder 9. Zur Erreichung einer kompak ten Bauweise ist
der Kontraktionsschlauch 24a bzw. 24b vertikal
neben der Wanne 4 angeordnet. Seine Zugbewegung wird über einen
Umlenkhebel 26 in eine horizontale Bewegung gewandelt.
Hierzu ist der drehbar in einem Halter 20a bzw. 20b gelagerte
Umlenkhebel 26 einerseits mit dem Gabelkopf 15 des
Bolzens 8 und andererseits mit einem an einem Ende des
Kontraktionsschlauches 24a bzw. 24b angebrachten
Gabelkopf 25 verbunden.
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Das zweite Ende des Kontraktionsschlauches 24a bzw. 24b ist
in einem gekröpft
ausgebildeten Halter 23 eingeschraubt und zugleich mit
einer Druckluftleitung 28 verbunden, wobei ein Schnellentlüftungsventil 27 zwischengeschaltet
ist. Der Halter 23 dient überdies als Schutzschild vor
der Wärmestrahlung
der Wanne 4, wenn diese zur Verarbeitung von Heißschmelzklebstoff
aufgewärmt
wird. Zur Begrenzung des Zugweges des Kontraktionsschlauches 24a bzw. 24b und
damit zur Festlegung der Auftragsposition des Rakels 7 für maximalen
Klebstoffauftrag ist am Halter 20a bzw. 20b ein
Anschlag 21 vorgesehen, auf dem sich eine im Umlenkhebel 26 befestigte
Einstellschraube 22 abstützt. Beide Anschläge 12 und 21 bestehen
aus Hartholz und wirken daher dämpfend.
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Die oben beschriebenen Mittel sind
für jede Auftragsseite
des Seitenleimwerks 1 zu einer Einheit zusammengefasst
durch Zuordnung zu Aufnahmen 18a,b. So ist in der Aufnahme 18b für die rechte
Auftragsseite die zugehörige
Auftragsscheibe 5 gelagert und es sind der Halter 20b und
der Klotz 16b daran befestigt, wobei letzterer durch Lösen der
Befestigungsschraube 38 aus dem Seitenleimwerk 1 entnehmbar
ist. Hierdurch wird die schnelle Zugänglichkeit zum Klebstoffförderer 6a ermöglicht.
Es muss nur noch die Gelenkverbindung von Gabelkopf 15 und
Umlenkhebel 26 geöffnet
werden. Beim Einbau wird die richtige Position über eine Anschlagscheibe 39 wiedergefunden.
Die rechte Einheit ist auf einer Stange 19 geführt und
wird mit bekannten Mitteln bezüglich
der Buchblockdicke D verstellt.
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Die Ansteuerung der Kontraktionsschläuche 24a,b erfolgt
für jede
Auftragsseite getrennt durch separate Pneumatikventile 29,
beispielsweise 3/2-Wegeventile, die elektromagnetisch betätigt in
die beiden Stellungen gesteuert werden. Die Pneumatikventile 29 sind
an einer Druckluftversorgung 31 angeschlossen, wobei ein
Präzisionsdruckregelventil 30 für konstant
anliegenden Druck sorgt. Der Druck zur Ansteuerung der Kontraktionsschläuche 24a,b
ist derart bemessen, dass im Zusammenspiel mit der jeweils entgegengesetzt
wirkenden Druckfeder 9, gleiche Schalt- bzw. Bewegungszeiten
für das
Bewegen des Rakels 7 in die Auftragsposition und das Bewegen
des Rakels 7 in die Nullauftragsposition erzielt werden.
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Die wesentliche Eigenschaft eines
Kontraktionsschlauches 24a,b ist seine totzeitarme
Aktivierung. Er weist kein Slip-Stick-Verhalten auf und erzeugt
zudem hochbeschleunigte Bewegungen. Die Schaltzeit ist sehr kurz
und unter nahezu allen Bedingungen konstant. Dadurch kann er als
kalkulierbare Größe von einer
programmierbaren Steuerung 33 geregelt werden, wobei Werte
für die
Vorsteuerung der Pneumatikventile 29 fest vorgebbar sind.
Diese Steuerung 33 ermittelt mit den Signalen eines mit
der Antriebswelle des Buchblocktransportsystems verbundenen Drehgebers 35 und
der Kenntnis der gewünschten
Auftragspositionen die genauen Schaltzeitpunkte zur Ansteuerung
der entsprechenden Ventilstellungen der Pneumatikventile 29 über Steuerleitungen 32.
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Die gewünschten Auftragspositionen
werden vom Bediener in einer übergeordneten
Zentralsteuerung festgelegt und stehen über eine Steuerleitung 34 der
Steuerung 33 zur Verfügung.
Eine manuelle Verstellung ist nicht mehr erforderlich. Außerdem lassen
sich Auftragsmuster in der Art von (beliebig) unterbrochenen Klebstoffaufträgen erzeugen.
So kann z.B. die Position des Trennsägenschnittes bei einem im Doppelnutzen
gefertigten Buchblock berücksichtigt
werden, indem an dieser Position kein Klebstoffauftrag erfolgt.
Die Schnittqualität
und -leistung der Trennsäge
wird dadurch erhöht.
Durch die getrennte Ansteuerung der beiden Rakel 7 für jede Auftragsseite
mit separaten Kontraktionsschläuchen 24a,b kann das
Klebstoffauftragsmuster für
die beiden Buchblockseiten unterschiedlich gewählt werden oder eine Seite
erhält
keinen Klebstoffauftrag.
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Das oben beschriebene Seitenleimwerk 1 stellt
ein Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
dar. Ein gleichartiges Ausführungsbeispiel
ist das in 3 gezeigte
Rückenleimwerk 51,
das in Klebebindern, in Förderrichtung
T betrachtet, hinter dem Seitenleimwerk 1 angeordnet ist
und von den Buchblocks zuerst durchlaufen wird. Wie beim Seitenleimwerk 1 befindet
sich der Klebstoff in einer Wanne 52 unterhalb der Bewegungsbahn
des Buchblocks 2 und wird mit in Förderrichtung T des Buchblocks 2 rotierenden
Auftragswalzen 53a,b aus dieser Wanne 52 geschöpft. Zur
Dosierung der jeweiligen Auftragsstärken des Klebstoffs auf den
beiden Auftragswalzen 53a,b sind zum Walzenmantel
einstellbare Rakel 54a,b vorgesehen. Mit der ersten
Auftragswalze 53a wird eine dünne Klebstoffschicht aufgetragen,
mit der zweiten Auftragswalze 53b eine dicke Klebstoffschicht.
Zum Egalisieren und Entfernen überschüssigen Klebstoffs
vom Buchblockrücken 2a ist
den beiden vorgenannten Auftragswalzen 53a,b eine sogenannte
Spinnerwalze 55 nachgeordnet, die in Gegenrichtung zur
Förderrichtung
T der Buchblocks 2 rotiert.
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Der Rakel 54a bzw. 54b ist über eine
Aufnahme 57a austauschbar an einem Hebel 57 befestigt. Der
Hebel wird durch eine Druckfeder 59, die sich gegen einen
Halter 58 ab stützt,
gegen einen einstellbaren Anschlag 61 gedrückt, womit
die Nullauftragsposition des Rakels 54a bzw. 54b bestimmt
ist. Am Hebel 57 wirkt zudem ein Kontraktionsschlauch 56a bzw. 56b,
der über
einen Gabelkopf 62 an einem Ende des Hebels 57 angelenkt
ist und der den Rakel 54a bzw. 54b in eine Auftragsposition
zieht. Der Kontraktionsschlauch 56a bzw. 56b ist
in einem Halter 63 befestigt und wird über eine Druckluftleitung 69 mit zwischengeschaltetem
Schnellentlüftungsventil 64 angesteuert.
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Die maximale Auftragsstärke in der
Auftragsposition des Rakels 54a bzw. 54b wird
durch einen Anschlag einstellbar begrenzt, indem eine Anschlagplatte 57b des
Hebels 57 gegen einen Exzenter 60 läuft. Der
Exzenter 60 kann mit einer nach außen gezogenen Verstellwelle 60a verdreht
werden zum Einstellen der maximalen Auftragsstärke. Die Ansteuerung der Kontraktionsschläuche 56a,b erfolgt
im Prinzip in der gleichen Art und Weise wie beim Seitenleimwerk 1.
Das Ausführungsbeispiel
zeigt jedoch eine Variante, mit der während eines Klebstoffauftrags
eines Buchblocks 2 unterschiedlich dicke Klebstoffaufträge aufgetragen
werden können.
Hierzu wird die Druckluftansteuerung eines Kontraktionsschlauches 56a durch
zwei Pneumatikventile 67a und 67b ausgeführt, wobei
das Pneumatikventil 67a die Druckluft ein- bzw. ausschaltet
und das Pneumatikventil 67b zwischen zwei Drücken hin-
und herschaltet, die durch die beiden Druckregelventile 66a,b einstellbar
sind.
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Hierbei wird ein weiteres Merkmal
des Kontraktionsschlauches 56a (56b, 24a,b)
ausgenutzt, nämlich
seine definierte Zuglänge,
die sich durch die Beaufschlagung mit Druckluft mit einem definierten Druck
einstellt. Durch Verändern
des Druckes der den Kontraktionsschlauch 56a bzw. 56b steuernden Druckluft
können
damit unterschiedliche Auftragsstärken eingestellt werden. Beim
Rückenleimwerk 51 kann
zwischen zwei Auftragsstärken
gewählt
werden. Mit einem, in Förderrichtung
T betrachtet, hinter dem Rückenleimwerk 51 angeordneten
Sensor 70 wird das Relief des Buchblockrückens 2a vor
dem Überlauf
abgetastet und über
Signalleitung 68 der Steuerung 65 mitgeteilt.
Diese steuert die Pneumatikventile 67a,b derart
an, dass z.B. Rillen oder Nuten im Buchblockrücken 2a durch einen
entsprechend höheren
Klebstoffauftrag ausreichend mit Klebstoff ausgefüllt werden.
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- 1
- Seitenleimwerk
- 2
- Buchblock
- 2a
- Buchblockrücken
- 2b
- rückennaher
Seitenbereich
- 3
- Buchblockklammer
- 4
- Wanne
- 5
- Auftragsscheibe
- 5a
- Abwälzbereich
- 6a,b
- linker,
rechter Klebstoffförderer
- 7
- Rakel
- 8
- Bolzen
- 8a
- Führungsfläche
- 9
- Druckfeder
- 10
- Scheibe
- 11
- Buchse
- 12
- Anschlag
- 13
- Einstellmutter
- 14
- Passscheiben
- 15
- Gabelkopf
- 16a,b
- linker,
rechter Klotz
- 17
- Leitblech
- 18a,b
- linke,
rechte Aufnahme
- 19
- Stange
- 20a,b
- linker,
rechter Halter
- 21
- Anschlag
- 22
- Einstellschraube
- 23
- Halter
- 24a,b
- linker,
rechter Kontraktionsschlauch
- 25
- Gabelkopf
- 26
- Umlenkhebel
- 27
- Schnellentlüftungsventil
- 28
- Druckluftleitung
- 29
- Pneumatikventil
- 30
- Druckluftregelventil
- 31
- Druckluftversorgung
- 32
- Steuerleitung
- 33
- Steuerung
- 34
- Steuerleitung
- 35
- Drehgeber
- 36
- Blockführungsschiene
- 37
- Schaber
- 38
- Befestigungsschraube
- 39
- Anschlagscheibe
- 51
- Rückenleimwerk
- 52
- Wanne
- 53a,b
- Auftragswalze
- 54a,b
- Rakel
- 55
- Spinnerwalze
- 56a,b
- Kontraktionsschlauch
- 57
- Hebel
- 57a
- Aufnahme
- 57b
- Anschlagplatte
- 58
- Halter
- 59
- Druckfeder
- 60
- Exzenter
- 60a
- Verstellwelle
- 61
- Anschlag
- 62
- Gabelkopf
- 63
- Halter
- 64
- Schnellentlüftungsventil
- 65
- Steuerung
- 66a,b
- Druckluftregelventil
- 67a,b
- Pneumatikventil
- 68
- Signalleitung
- 69
- Druckluftleitung
- 70
- Sensor
- D
- Verstellung
Buchblockdicke
- T
- Förderrichtung
- P
- Druckluft