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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung von Polyvinylalkohol mittels katalytischer Umsetzung
einer alkoholischen Polyvinylesterlösung in schweren Mischaggregaten
wie Knetern oder Planetenzwangsmischern.
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Die Herstellung von Polyvinylalkohol
(PVAL) durch Umesterung von Polyvinylestern, welche durch radikalische
Polymerisation von Vinylestern erhalten werden, ist seit langem
bekannt. Als Vinylester können
Ester aliphatischer Carbonsäuren,
wie beispielsweise Vinylacetat oder Vinylpropionat, eingesetzt werden.
Die Umesterung erfolgt üblicherweise
in Gegenwart einwertiger aliphatischer Alkohole, wie Methanol oder
Ethanol. Die Reaktion kann entweder basisch oder sauer katalysiert
erfolgen. Die erhaltenen Polyvinylalkohole werden hauptsächlich durch
ihren Hydrolysegrad und ihre Viskosität in einer 4 Gew.- %-igen wässrigen
Lösung
beschrieben.
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Anstelle des Hydrolysegrades findet
man häufig
auch die Angabe der sogenannten Verseifungszahl, welche die Menge
an KOH in Milligramm pro Gramm PVAL wiedergibt, die für eine vollständige Spaltung
aller übrigen
Estergruppen nötig
ist. Die Verseifungszahl gibt aber nur den Mittelwert des KOH-Verbrauches
zur vollständigen
Esterspaltung an. Es können
bei gleichen gefundenen makroskopischen Verseifungszahlen deutlich unterschiedliche
Verteilungen der Verseifungszahlen über die Anzahl der Polymermoleküle auftreten.
Die verschiedenen Polymermoleküle
können
annähernd
die gleichen Hydrolysegrade aufweisen (enge Verseifungszahlverteilung)
oder können
durch sehr unterschiedliche Hydrolysegrade charakterisiert sein
(breite Verseifungszahlverteilung).
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Außerdem gibt es bei teilverseiften
Polyvinylalkoholen gleicher Verseifungszahl und Viskosität noch andere
deutliche Unterschiede im Aufbau der Polymermoleküle. Die
verbliebenen Estergruppierungen können in größeren Blöcken zusammengefasst auftreten
oder können
eher statistisch verteilt sein. Die Art der Verteilung der verbliebenen
Estergruppierungen wird durch die sogenannte Blockigkeit beschrieben.
Diese Blockigkeit kann am besten aus 13C-NMR-Spektren
bestimmt werden. Dazu werden die Resonanzen in der Methylen-Region
des Spektrums ausgewertet. Man findet 3 getrennte Resonanzen für die folgenden
Methylengruppierungen -CHOR-CH2-CHOH- (ca.
45-ppm vom TMS-Signal), -CHOAc-CH2-CHOH-
(ca. 42,5 ppm) und -CHOAc-CH2-CHOAc- (ca.
39 ppm). Aus den Integralen dieser Resonanzen können die Molfraktionen der
Hydroxylgruppierung (OH) und der Acetylgruppierung (OAc) und die
Molfraktion der heterogenen Dyaden (OH-OAc) bestimmt werden. Über die
folgenden Formeln können
damit die durchschnittlichen Sequenzlängen der Hydroxylgruppierungen
nOH bzw. der Acetylgruppierungen nOAc berechnet werden.
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Der Wert η wird als Blockigkeits Index
bezeichnet. n = 1 wird für
statistische Verteilung der Hydroxyl- und Acetylgruppen gefunden. η > 1 beschreibt alternierende, η < 1 blockige Strukturen.
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Beim Einsatz von basischen Katalysatoren
werden eher blockige Polyvinylalkohole, beim Einsatz von sauren
Katalysatoren werden Polyvinylalkohole mit eher statistischer Verteilung
der verbliebenen Estergruppen erhalten. Eine statistische Verteilung
der Estergruppierungen wird durch Reacetylierung von vollverseiften Polyvinylalkoholen
bewirkt. Auch Zusätze
von verschiedenen Lösemitteln
während
der Herstellung von teilverseiften Polyvinylalkohol, beispielsweise
Benzol oder auch Was ser, haben einen starken Einfluss auf die Verteilung
der Estergruppen im Polyvinylalkohol. Sowohl die Breite der Verseifungszahlverteilung,
als auch die Blockigkeit haben einen großen Einfluß auf die Qualität des PVAL,
vor allem für
den Einsatz als Schutzkolloid in Emulsions- und Suspensionspolymerisationen.
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Ein etabliertes Verfahren zur Herstellung
von Polyvinylalkohol ist das sogenannte Band-Verfahren, welches
beispielsweise in der
US-A 3,278,505 und
der
DE-A 2251603 beschrieben
wird. Hierbei wird Lauge mit der im allgemeinen methanolischen Polyvinylacetat-Lösung schnell
und intensiv gemischt und auf ein fortlaufendes Band aufgetragen.
Die Mischung erstarrt zu einem Gel, welches am Ende des Bandes gebrochen und
geschnitten wird. Dieses Granulat wird im allgemeinen mit Essigsäure neutralisiert
und mit Methanol gewaschen. Dieses kontinuierliche Verfahren eignet
sich besonders zur Herstellung von Polyvinylalkohol in großen Mengen.
Von Vorteil ist die sehr wirtschaftliche Herstellung großer Mengen
Polyvinylalkohol in konstanter Produktqualität. Nachteilig ist, dass das
granulierte Gel schlecht neutralisierbar ist. Durch die erschwerte
Diffusion des Neutralisationsagens in die granularen Polyvinylalkohol-Teilchen ist der
Reaktionsabbruch inhomogen, und damit verbunden ist eine geringfügige Verbreiterung
der Verseifungszahlverteilung. Darüber hinaus ist das Verfahren
nur bei der Produktion von großen
Mengen wirtschaftlich und somit prohibitiv bei der Einführung innovativer,
neuer und am Anfang der Produktion mengenmäßig kleiner Produkte. Nachteilig
sind außerdem
die hohen Anschaffungskosten und der große Platzbedarf der Anlage.
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Ein dem Bandverfahren sehr ähnliches
Verfahren ist das Extruderverfahren, welches beispielsweise in der
EP-B 54716 und der
EP-A 942008 beschrieben
wird, und bei dem das Band durch einen geeigneten Extruder ersetzt
wird. Dabei wird das Gel während
der Reaktion im Extruder zerkleinert. Im Vergleich zum Bandverfahren
können
mit dem Extruder-Verfahren noch höher konzentrierte Polyvinylacetat-Lösungen verarbeitet
werden.
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Nachteilig sind die bei gleichen
Kapazitäten
noch höheren
Anschaffungskosten im Vergleich zum Bandverfahren.
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Ein weiteres beschriebenes kontinuierliches
Verfahren ist die Suspensionsumesterung von Polyvinylacetat, beispielsweise
in der
US-A 3,487,060 .
Hierbei wird die Polyvinylacetat- und die Katalysatorlösung kontinuierlich
zu einem bewegten Alkoholysegemisch gegeben und eine Aufschlämmung von
Polyvinylalkohol in Methanol und Methylacetat kontinuierlich aus
diesem Alkoholysegemisch entfernt. Durch geeignete Prozessführung lässt sich
dabei die Gelbildung weitestgehend vermeiden. Im Vergleich zu den
anderen kontinuierlichen Verfahren sind die Anschaffungskosten hier
sehr gering. Allerdings ist die Einhaltung eines bestimmten Hydrolysegrades
sehr schwierig und es werden meist sehr breite Verseifungszahlverteilungen
erhalten.
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Als nicht kontinuierliches Verfahren
hat sich die Umesterung von Polyvinylacetat zu Polyvinylalkohol in
einem normalen Rührkessel
etabliert, wie dies beispielsweise in der
DE-A 2304684 beschrieben
wird. Hierbei werden verdünnte,
im allgemeinen methanolische Polyvinylacetatlösungen mit dem Katalysator
vermischt. Durch fortwährendes
Rühren
wird das Gel zerkleinert und es wird eine sehr feinteilige Suspension
von Polyvinylalkohol in Methanol/Methylacetat erhalten. Durch die
schnelle Verteilung des Katalysators in der alkoholischen Lösung und
den gleichmäßigen Abbruch
der Reaktion mit einem Neutralisationsreagens in der feinteiligen
Suspension können
Polyvinylalkohole mit sehr guter Qualität für die Emulsions- und Suspensionsherstellung
und mit einer engen Verseifungszahlverteilung erhalten werden. Neben
dem, durch Abtrennung des Lösungsmittelgemisches,
festen Polyvinylalkohol, kann durch Abdestillieren von Methylacetat/Methanol
und gleichzeitiger Zugabe von Wasser, vorzugsweise durch direkte
Einspeisung von überhitztem
Wasserdampf, eine wässrige
Polyvinylalkohol-Lösung
erhalten werden (
DE-A
10105656 ).
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Als weiteres nicht kontinuierliches
Verfahren wird die Umesterung von Polyvinylacetat zu Polyvinylalkohol
in schweren Mischaggregaten wie Knetern oder Planetenzwangsmischern
durchgeführt,
wie dies beispielsweise in der
DE-A 3000750 beschrieben ist. Hierbei wird
eine hochkonzentrierte, im allgemeinen methanolische Polyvinylacetat-Lösung mit
dem Umesterungskatalysator gemischt. Das entstehende Gel wird während der
Reaktion fortwährend
zerkleinert. Nach dem Abbruch der Reaktion mit Neutralisationsreagens
wird das gebildete Methylacetat und Reste des Methanol im Kneter
abdestilliert. Der Kneter ist sehr gut geeignet zur Produktion von
mengenmäßig kleinen
Polyvinylalkohol-Spezialitäten.
Da diese schweren Mischaggregate mit den langsam laufenden Mischorganen
(z.B. Schaufeln) nur sehr langsam mischen können, erfolgt sowohl das Einmischen
des Umesterungs-Katalysators als auch das Einmischen des Neutralisationsmittels
ebenfalls nur sehr langsam. Dadurch ist der Fortschritt der schnellen
Umesterungs- bzw. Neutralisationsreaktion über das gesamte Volumen des
schweren Mischaggregats inhomogen verteilt. Deshalb werden meist
Polyvinylalkohole mit sehr breiten Verseifungszahlverteilungen erhalten.
Darüber
hinaus werden durch die ungenügend schnelle
Durchmischung der Polyvinylacetat- und Katalysatorlösung auch
deutlich blockigere Polyvinylalkohole erhalten als dies beim Bandverfahren
oder bei der Umesterung im Rührkessel
der Fall ist. Dies gilt vor allem für die teilverseiften Polyvinylalkohol-Typen
mit Hydrolysegraden im Bereich von 65 bis 95 Mol-%. Gerade diese
teilverseiften Typen werden aber bevorzugt in Emulsions- und Suspensionspolymerisationen
eingesetzt und die Breite der Verseifungszahlverteilung und die
Blockigkeit haben einen großen
Einfluss auf die Eigenschaften des Polyvinylalkohols als Schutzkolloid.
Dadurch ist z.B. ein Austausch von Polyvinylalkoholen, welche nach
dem Bandverfahren hergestellt wurden gegen Polyvinylalkohole aus
schweren Mischaggregaten aber auch umgekehrt nicht ohne weiteres
möglich.
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Aufgabe der Erfindung war deshalb
die Entwicklung eines Verfahrens zur Herstellung von Polyvinylalkohol
in schweren Mischaggregaten wie Knetern oder Planetenzwangsmischern,
bei dem die Verseifungszahlverteilung und die Blockigkeit des erhaltenen
Polyvinylalkohols gezielt gesteuert werden kann.
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Gegenstand der Erfindung ist ein
Verfahren zur Herstellung von Polyvinylalkohol mittels katalytischer Umsetzung
einer alkoholischen Polyvinylesterlösung in schweren Mischaggregaten,
dadurch gekennzeichnet, dass die alkoholische Polyvinylesterlösung und
der Katalysator vor dem Eintritt in das schwere Mischaggregat in
einer vorgeschalteten Mischeinheit vorgemischt werden.
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Als schwere Mischaggregate sind Kneter
oder Planetenzwangsmischer geeignet.
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Geeignete Polyvinylester sind die
Homo- und Misch-Polymerisate mit Vinylestern von aliphatischen Carbonsäuren mit
1 bis 13 C-Atomen
wie Vinylformiat, Vinylacetat, Vinylpropionat, Vinyllaurat sowie
Vinylester von alpha-verzweigten Carbonsäuren mit 9 bis 13 C-Atomen
(VeoVa 9 oder VeoVa 10, Handelsnamen der Firma
Shell). Gegebenenfalls können
die Polymerisate auch noch bis zu 50 Gew.-% Comonomereinheiten enthalten,
welche sich von weiteren, mit Vinylestern copolymerisierbaren, ethylenisch
ungesättigten
Comonomeren ableiten. Beispielsweise Olefine wie Ethylen und Propylen,
oder ethylenisch ungesättigten
Comonomere wie Isopropenylacetat, N-Vinylpyrrolidon, N-Vinylcaprolactam,
Vinylformamid sowie ethylenisch ungesättigte Mono- und Dicarbonsäuren wie
Acrylsäure,
Methacrylsäure
oder Crotonsäure,
ethylenisch ungesättigte
Carbonsäureamide
wie Acrylamid und N-Methylolacrylamid. Am meisten bevorzugt wird
Polyvinylacetat.
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Geeignete alkoholische Lösungsmittel
für die
Polyvinylester sind einwertige, aliphatische Alkohole mit 1 bis
4 C-Atomen oder deren Gemische, vorzugsweise Methanol oder Ethanol,
besonders bevorzugt Methanol. Der Gehalt an Polyvinylester in der
Lösung
wird dabei bevorzugt so gewählt,
dass die Viskosität
der eingesetzten Polyvinylesterlösung
vor der Vermischung mit der Katalysatorlösung ≤ 20000 mPas, besonders bevorzugt ≤ 10000 mPas
ist. In Abhängigkeit
der Polyvinylesterzusammensetzung und vom Molekulargewicht des eingesetzten
Polyvinylesters ergeben sich damit unterschiedliche Gehalte an Polyvinylester
in der Lösung. Beispielsweise
wird bei vorliegendem Verfahren für ein Polyvinylacetat mit einem
gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von etwa 800 bis 850 Einheiten
ein Gehalt von 62 Gew.-% in Methanol eingesetzt, damit diese methanolische
Polyvinylacetatlösung
eine Viskosität
von etwa 10000 mPas aufweist. Für
eine Ausgewogenheit von Polyvinylalkoholqualität und Raum-Zeit-Leistung der
Umesterungsreaktion wird der. Gehalt an Polyvinylester in der Reaktionslösung auf
20 bis 80 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 70 Gew.-%, eingestellt.
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Zur Initiierung der Umesterung werden
die dabei üblichen
sauren oder alkalischen Katalysatoren eingesetzt. Saure Katalysatoren
sind beispielweise starke Mineralsäuren, wie Salzsäure oder
Schwefelsäure, oder
starke organische Säuren,
wie aliphatische oder aromatische Sulphonsäuren. Bevorzugt werden alkalische
Katalysatoren eingesetzt. Dies sind beispielweise die Hydroxide,
Alkoholate und Carbonate von Alkali- oder Drdalkalimetallen. Bevorzugt
werden die Hydroxide und Alkoholate von Lithium, Natrium und Kalium;
besonders bevorzugt werden Natriumhydroxid und Natriummethanolat.
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Die alkalischen Katalysatoren werden
in Form deren wässrigen
oder alkoholischen Lösungen
eingesetzt, vorzugsweise in alkoholischer Lösung, und besonders bevorzugt
im gleichen Alkohol gelöst,
welcher zur Lösung
des Polyvinylesters eingesetzt wird. Werden wässrige Lösungen des Katalysators eingesetzt,
so werden diese bevorzugt mit Alkohol, besonders bevorzugt mit dem
gleichen Alkohol, welcher zur Lösung
des Polyvinylesters eingesetzt wird, verdünnt. Der Gehalt an Katalysator
in der eingesetzten alkoholischen oder alkoholisch-wässrigen
Lösung
beträgt
0.2 bis 20 Gew.-%, bevorzugt 0.3 bis 15 Gew.-%. Die eingesetzten
Mengen an alkalischem Katalysator betragen im allgemeinen 0.05 bis
10.0 Mol-%, bevorzugt 0.2 bis 7 Mol-%, besonders bevorzugt 0.5 bis
4 Mol-% bezogen auf Polyvinylester. Durch die Verwendung alkoholischer,
verdünnter Katalysatorlösungen wird
die Viskosität
der endgültigen
Reaktionsmischung nach der Vermischung mit der Polyvinylesterlösung auf vorzugsweise ≤ 7000 mPas,
besonders bevorzugt auf ≤ 5000
mPas, am meisten bevorzugt auf ≤ 3000
mPas reduziert.
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Die Umesterung des Polyvinylesters
zum Polyvinylalkohol in den schweren Mischaggregaten wird bei Temperaturen
unterhalb des Siedepunkts des eingesetzen Lösemittels bzw. Lösemittelgemisches
durchgeführt.
Je niedriger die Temperatur liegt, desto langsamer verläuft die
Umesterungsreaktion und desto homogener können Polyvinylester- und Katalysatorlösung vermischt
werden, bevor ein merklicher Fortschritt der Reaktion erfolgt. Dadurch
kann die Reaktion homogener über
das Reaktionsvolumen verteilt ablaufen und es werden engere Verseifungszahlverteilungen
erhalten. Dennoch muss die Temperatur hoch genug gewählt werden,
um für
genügend
Raum-Zeit Leistungen bei der Umesterung zu sorgen und damit die
Viskosität
der Polyvinylesterlösung
den bevorzugten Bereich nicht übersteigt.
Bevorzugt werden für
die Umesterung Temperaturen von 10°C bis 50°C, besonders bevorzugt 15°C bis 40°C eingestellt.
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Die Vormischung der Polyvinylester-
und Katalysatorlösung
kann in diskontinuierlicher oder bevorzugt in kontinuierlicher Weise
erfolgen.
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Bei der diskontinuierlichen Vormischung
wird die Polyvinylesterlösung
in der vorgeschalteten Mischeinheit, vorzugsweise in einem Reaktor,
vorgelegt und mit einer wässrigen,
mit einer mit Alkohol verdünnten
wässrigen
oder mit einer alkoholischen Lösung
des Katalysators, stark und innig vermischt, bis eine homogene Mischung
vorliegt. Die dafür
nötige
Mischzeit wird durch die Mischzeitcharakteristik des verwendeten
Rühr- bzw.
Mischorgans im Reaktor bestimmt. In Frage kommen dem Fachmann bekannte
Rührorgane, wie
Anker-, Finger-, Propeller-, Impeller-, MIG-, Schrägblatt-,
Alpha- (Fa. Stelzer) und Sigma-Rührer (Fa.
Stelzer). Darüber
hinaus kann der Reaktor auch mit Mischern nach dem Rotor-Statorprinzip
oder mit Leitstrahlmischern ausgerüstet sein.
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Das Mischungsverhältnis aus Polyvinylester- und
Katalysatorlösung
ergibt sich aus den Gehalten der Lösungen an Polyvinylester bzw.
Katalysator, den Molgewichten der Reaktanden und aus dem molaren
Einsatzverhältnis
von Polyvinylester zu Katalysator. Vorzugsweise beträgt das molare
Verhältnis
von Polyvinylester zu alkalischem Katalysator zwischen 2000 / 1
und 10 / 1. Zur Verbesserung der Homogenisierung der Mischung kann
die Einstellung der bevorzugten Viskosität der endgültigen Reaktionsmischung vorteilhafterweise wie
im folgenden beschrieben durchgeführt werden. Die ursprüngliche
Polyvinylesterlösung
wird im vorher beschriebenen Reaktor bei stehendem Rührorgan
mit einer solchen Menge des Alkohols überschichtet, dass beim Vermischen
dieser beiden Phasen und nach Zugabe der Katalysatorlösung die
Viskosität
der resultierenden Reaktionsmischung ≤ 7000 mPas, bevorzugt ≤ 5000 mPas,
besonders bevorzugt < 3000
mPas ist. Die Zugabe der Katalysatorlösung erfolgt dabei vorteilhafterweise
sofort nach der Überschichtung
bei weiterhin stehendem Rührorgan
, so dass sich die Lösung
des Katalysators zunächst
in der oberen alkoholischen Schicht weiter verdünnen kann, bevor durch Zuschalten
des Rührorgans
die Vermischung mit der Polyvinylesterlösung erfolgt.
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Dadurch wird eine deutlich homogenere
Mischung der beiden Lösungen
erreicht und die Breite der Verseifungszahlverteilung nimmt weiter
ab. Die fertige Polyvinylester-Katalysator-Mischung wird nach einer aus der Mischzeitcharakteristik
des Rührorgans
für eine
möglichst
homogene Vermischung ableitbaren Mischzeit in das schwere Mischaggregat,
vorzugsweise einen Kneter, überführt, in
dem die Reaktion fortgesetzt wird.
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Bei der kontinuierlichen Vormischung
wird der Polyvinylesterlösung
während
des Befüllens
des schweren Mischaggregats kontinuierlich die Katalysatorlösung außerhalb
des schweren Mischaggregats in einer vorgeschalteten Mischeinheit
zugemischt. Bevorzugt werden als vorgeschaltete Mischeinheit Statik-Mischer
(Mischrohr) und Rotor-Stator-Mischer oder Kombinationen aus beidem.
Die Mischung der beiden Lösungen
kann in einem Statikmischer oder bevorzugt in einem schnell laufenden Mischer
vom Rotor-Stator Prinzip, oder besonders bevorzugt in einer Kombination
aus Rotor-Stator- und nachfolgendem Statikmischer erfolgen. Dabei
werden die beiden Lösungen
erst kurz vor dem Mischer (Mischstrecke im Statikmischer oder Rotor
im Rotor-Stator-Mischer) zusammengeführt, um Reaktionen an den Grenzflächen der
beiden Lösungen ohne
eine ausreichende Vermischung der beiden Lösungen zu unterbinden. Die
Mengenverhältnisse
von Polyvinylester und Katalysator liegen im selben Bereich wie
bei der Vormischung im diskontinuierlichen Betrieb. Dabei werden
die Durchflussmengen der beiden Lösungen so gewählt, dass
während
des Befüllens
immer Polyvinylester- und Katalysatorlösung vermischt wird. So wird
verhindert, dass Katalysator- oder Polyvinylesterlösung alleine
in das schwere Mischaggregat gefördert
wird. Dabei kann das Verhältnis
der Durchflussmengen der beiden Lösungen während des Befüllens konstant
gehalten werden, oder die Durchflussmenge an Katalysatorlösung wird
bevorzugterweise im Verhältnis
zur konstanten Durchflußmenge
an Polyvinylesterlösung ständig gesteigert.
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Diese Steigerung der Durchflussmenge
an Katalysatorlösung
wiederum kann in mehreren diskreten Stufen oder besonders bevorzugt
in einem linear ansteigenden Gradienten erfolgen. Die Einstellung
der Steigerung der Durchflussmenge an Katalysatorlösung im
Bezug auf die Polyvinylesterlösung
erfolgt vorzugsweise derart, dass der Zeitraum der Befüllung des
schweren Mischaggregats (im folgenden Befüllzeit genannt) ausgeglichen
wird. Die geringere Katalysatormenge bezogen auf Polyvinylestermenge
zu Beginn der Befüllung
des schweren Mischaggregats bewirkt nämlich ein langsameres Fortschreiten
der Umesterungsreaktion. Die höhere
Katalysatormenge bezogen auf Polyvinylestermenge am Ende der Befüllung des
schweren Mischaggregats dagegen bewirkt einen schnelleren Reaktionsfortschritt.
Damit wird erreicht, dass nach der Befüllung des schweren Mischaggregats
jedes Volumenelement der gesamten Mischung nahezu denselben Reaktionszustand
erreicht hat.
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Die molaren Verhältnisse von Katalysator- zu
Polyvinylestermengen zu Beginn und am Ende der Befüllzeit des
schweren Mischaggregats, zur Erreichung dieser in jedem Volumenelement
der gesamten Mischung nahezu identischen Reaktionszustände, hängen dabei
von der Reaktionsgeschwindigkeitskonstante der Umesterung und von
der Befüllzeit
des schweren Mischaggregats ab. Die Mischorgane des schweren Mischaggregats
(z.B. Schaufeln des Kneters) können
während
der Befüllzeit
in Bewegung sein oder auch still stehen. Die Befüllung des schweren Mischaggregats
bei still stehenden Mischorganen des schweren Mischaggregats begünstigt den
gleichmäßigen Reaktionszustand
nach der Befüllung
des schweren Mischaggregats und wird deshalb bevorzugt.
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Die Befüllzeit des schweren Mischaggregats
hängt,
wie dem Fachmann bekannt, vor allem von der Förderleistung der verwendeten
Pumpen ab. Für
die Förderleistung
spielen natürlich
die in den Lösungen
vorliegenden Viskositäten,
welche durch das Lösemittel,
die Polymerzusammensetzung, die Molekulargewichte, die Gehalte an
Polymer bzw. Katalysator und die Temperatur der Lösungen beeinflusst
werden, eine bedeutende Rolle. Die Reaktionsgeschwindigkeitskonstante
der Umesterung ist abhängig
von der Art und der Zusammensetzung des verwendeten homo- oder copolymeren
Polyvinylesters, vom eingesetzten Alkohol und vom verwendeten Katalysator.
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Vorzugsweise erfolgt bei der kontinuierlichen
Vormischung die Steigerung der Durchflussmenge an Katalysatorlösung, ob
stufenweise oder linear, in der Weise, dass die molaren Verhältnisse
von Polyvinylester zu Katalysator zu Beginn der Befüllung des
schweren Mischaggregats vorzugsweise zwischen 300 / 1 und 100 /
1 liegen, und am Ende der Befüllung
vorzugsweise zwischen 150 / 1 und 55 / 1 liegen.
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Während
beim klassischen Kneter-Verfahren durch die langsame Einmischung
des Umesterungskatalysators sehr breite Verseifungszahlverteilungen
und stark blockige Produkte erhalten werden (siehe Vergleichsbeispiel
1 und Vergleichsbeispiel 2), wird durch die Vorvermischung der Polyvinylester-
und Katalysatorlösungen
eine engere Verseifungsverteilung und weniger blockiger Polyvinylalkohol
erhalten (siehe Beispiele 3 bis 8). Durch die Wahl der Vorvermischungsbedingungen
(diskontinuierlich, kontinuierlich mit statischem Verhältnis, kontinuierlich
mit stufenweise geändertem
Verhältnis,
kontinuierlich mit linear geändertem
Verhältnis
von Polyvinylester zu Katalysator, Viskositäten der Lösungen) kann die Breite der
Verseifungszahlverteilung und die Blockigkeit des erhaltenen Polyvinylalkohols
eingestellt werden (siehe Beispiele 3 bis 8)
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Im schweren Mischaggregat, vorzugsweise
dem Kneter, wird die Reaktion unter weiterem langsamen Mischen fortgesetzt.
Mit fortschreitendem Umsatz beginnt der Polyvinylalkohol üblicherweise
aus dem Reaktionsmedium auszufallen. Es gibt aber je nach Polymerzusammensetzung
oder Wahl des Reaktionsmediums auch die Möglichkeit, dass der gebildete
(co)polymere Polyvinylalkohol im Reaktionsmedium, welches für die Umesterung
gewählt
wurde, gelöst
bleibt. Üblicherweise
aber wird im Zuge des Ausfällens
des Polyvinylalkohols eine Phase mit Viskositätsanstieg durchlaufen. Die
Kneterschaufeln verreiben das gebildete Gel und es entsteht eine
feinteilige Polyvinylalkohol-Suspension
in einem Alkohol-Alkoholacetat-Gemisch.
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Ist der gewünschte Hydrolysegrad erreicht,
wird die Reaktion durch Zugabe eines Neutralisationsreagens beendet
und das Alkohol-Alkoholacetat-Gemisch wird entweder durch Destillation
aus dem Kneter entfernt und es wird fester, zumeist pulvriger Polyvinylalkohol
erhalten, oder die Suspension wird aus dem Kneter entfernt und ausserhalb
des Kneters weiter aufgearbeitet. Diese Polyvinylalkoholsuspension
kann auch durch Filtration weiter auf konzentriert werden. Zum einen
kann die ursprüngliche,
oder die durch Filtration auf konzentrierte Polyvinylalkoholsuspension
einem geeigneten Trockner zugeführt
werden. Solche Trockner können beispielsweise
Kontakttrockner, wie Dünnschicht-,
Konus-, oder Schaufeltrockner, die vorteilhafterweise im Vakuum
betrieben werden, oder konvektive Trockner, wie Stromrohr-, Zyklon-,
Konvex- , Wirbelschicht-, oder Drehrohrtrockner sein. Zum anderen
kann die ursprüngliche,
oder die durch Filtration aufkonzentrierte Polyvinylalkoholsus pension
einem weiteren Reaktor, beispielsweise einem Rührkessel, zugeführt werden,
in der durch direkte Dampfeinspeisung die restlichen Lösemittel
ausgetrieben werden. Dabei wird durch Kondensation des eingespeisten
Dampfs eine wässrige
Polyvinylalkohollösung
erhalten. Diese Vorgehensweise ist besonders für eine interne Verwendung der
Polyvinylalkohollösung
von Vorteil.
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Die nachfolgenden Beispiele dienen
der weiteren Erläuterung
der Erfindung.
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Die Bestimmung der Verseifungszahlbreite
der Polyvinylalkohole erfolgte in Anlehnung an Publikationen der
Loughborough Universität
in Zusammenarbeit mit der Fa. Polymer Laboratories (E.Meehan, S.P.Reid, E.Samios,
J.V.Dawkins, Macromol. Symp. 110, 65-80 (1996) und J.V.Dawkins,
T.A.Nicholson, A.J.Handley, E.Meehan, A.Nevin,P.L.Shaw, Polymer
40, 7331-7339 (1999)) durch Reversed Phase Gradienten HPLC. Als Trägermaterial
wurde hierbei ein großporiges,
polymeres Reversed Phase Material auf Basis Styrol/p-Divinylbenzol
der Fa. Polymer Laboratorien (PLRP-S 4000 Å, 8 μm, 50 x 4.6 mm Säule) verwendet.
Als Laufmittel diente ein Methanol/Wasser Gradient mit steigendem
Methanolgehalt. Zur Detektion wurde ein evaporativer Lichtstreudetektor
eingesetzt. Als erstes werden die Anteile mit hohem Hydrolysegrad
eluiert, nach und nach folgen die Polymeranteile mit sinkenden Hydrolysegraden.
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Die Bestimmung des Blockigkeits Index η und der
mittleren Sequenzlängen
nOH und nOAC der
erhaltenen Polyvinylalkohole erfolgte in Anlehnung an Moritani und
Fujiwara (T.Moritani und Y.Fujiwara, Macromolecules 10, 532ff (1977)) über 13C-NMR-Spektroskopie
durch Auswertung der drei Methylen-Resonanzen bei ca. 39 ppm, ca.
42.5 ppm und ca. 45 ppm Verschiebung vom TMS-Signal.
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Vergleichsbeispiel 1:
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(Umesterung im Kneter
ohne Vorvermischung, hohe Viskosität, 1)
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Als schweres Mischaggregat wird ein
Kneter der Fa. Werner & Pfleiderer
mit zwei gegenläufigen
Knetschaufeln und einem volumen von ca. 4 m3 eingesetzt.
Im Kneter werden 2700 kg methanolische Polyvinylacetatlösung bei
20°C vorgelegt.
Die Lösung
weist eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 5, 20 Upm) von 10000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von 820 und eine Viskosität von 4.1
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler an
einer 10 Gew.-%-igen Lösung
in Ethylacetat.
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Bei laufenden Knetschaufeln wird
langsam eine verdünnte,
methanolische Natriumhydroxidlösung
zugegeben, so dass das molare Verhältnis Polyvinylacetat / Natriumhydroxid
100 zu 1 beträgt.
Die so erhaltene gemischte Lösung
weist schließlich
eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 4, 20 Upm) von 3400 mPas auf. Während der Zugabe der Natriumhydroxidlösung erfolgt
ein starker Viskositätsanstieg
und der Polyvinylalkohol beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden. Der Kneter
wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat wird
von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 240 Minuten nach dem
Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
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Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 142 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 87.5 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.25 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist sehr breit (siehe 1).
Die mittlere Sequenzlänge
nOH beträgt
22.4 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 3.15. Der Blockigkeits Index n beträgt 0.39.
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Das Produkt aus Vergleichsbeispiel
1 kann einen nach dem Bandverfahren oder nach dem Rührkesselverfahren
hergestellten Polyvinylalkohol als Schutzkolloid in der Emulsionspolymerisation
nicht ersetzten. Die stabilisierende Wirkung des Polyvinylalkohols
ist ungenügend,
es bildet sich sehr viel Koagulat.
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Vergleichsbeispiel 2:
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(Umesterung im Kneter
ohne Vorvermischung, niedrigere Viskosität, schnellere Katalysatorzugabe, 2)
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Als schweres Mischaggregat wird ein
Kneter der Fa. Werner & Pfleiderer
mit zwei gegenläufigen
Knetschaufeln und einem Volumen von ca. 4 m3 eingesetzt.
Im Kneter werden 2700 kg methanolische Polyvinylacetatlösung bei
20°C vorgelegt.
Die Lösung
weist eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 5, 20 Upm) von 6000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad-von 815 und eine Viskosität von 4.08
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler an
einer 10 Gew.-%-igen Lösung
in Ethylacetat.
-
Bei stehenden Knetschaufeln wird
eine verdünnte,
methanolische Natriumhydroxidlösung
zugegeben, so dass das molare Verhältnis Polyvinylacetat / Natriumhydroxid
125 zu 1 beträgt.
Nach der Zugabe der Natriumhydroxidlösung werden die Schaufeln zur
Vermischung der beiden Lösungen
in Gang gesetzt, die so erhaltene gemischte Lösung weist eine Brookfield-Viskosität (Spindel
4, 20 Upm) von 1400 mPas auf, nach 11 Minuten erfolgt ein starker
Viskositätsanstieg
und der Polyvinylalkohol beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden. Der Kneter
wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat wird
von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 90 Minuten nach dem
Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
-
Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 133 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 88.4 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.18 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist sehr breit, vergleichbar mit Vergleichsbeispiel
1 (siehe 2). Die mittlere
Sequenzlänge
nOH beträgt
22.3 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 3.18. Der Blockigkeits Index n beträgt 0.39.
Das Produkt aus Vergleichsbeispiel 2 kann einen nach dem Bandverfahren
oder nach dem Rührkesselverfahren
hergestellten Po lyvinylalkohol als Schutzkolloid in der Emulsionspolymerisation
nicht ersetzten. Die stabilisierende Wirkung des Polyvinylalkohols
ist ungenügend,
es bildet sich sehr viel Koagulat.
-
Beispiel 3:
-
(Diskontinuierliche Vorvermischung
ohne Überschichten, 3)
-
In einem Rührkessel mit Ankerrührer werden
1500 kg einer Polyvinylacetatlösung
bei 20°C
vorgelegt. Die Lösung
weist eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 5, 20 Upm) von 10000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von 835 und eine Viskosität von 4.2
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler an
einer 10 Gew.- %-igen
Lösung
in Ethylacetat. Bei laufendem Rührer
wird eine verdünnte,
methanolische Natriumhydroxidlösung
zugegeben, so dass das molare Verhältnis Polyvinylacetat / Natriumhydroxid
200 zu 1 beträgt.
Nun wird 10 Minuten bis zur vollständigen Durchmischung gerührt und
die erhaltene Lösung
weist eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 3, 20 Upm) von 4100 mPas auf. Die Mischung wird bei laufenden
Knetschaufeln in den Kneter aus Vergleichsbeispiel 1 überführt und
18 Minuten nach der Zugabe der Natriumhydroxidlösung erfolgt ein starker Viskositätsanstieg
und der Polyvinylalkohol beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden. Der Kneter
wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat wird
von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 145 Minuten nach dem
Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
-
Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 138 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 87.9 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.35 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist weniger breit als bei Vergleichsbeispiel 1 (siehe 3). Die mittlere Sequenzlänge nOH beträgt
20.3 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 2.79. Der Blockigkeits Index n beträgt 0.42.
-
Der Polyvinylalkohol aus Beispiel
3 eignet sich bereits als teilweiser Ersatz von nach dem Bandverfahren
oder nach dem Rührkesselverfahren
hergestellten Polyvinylalkohol bei der Verwendung als Schutzkolloid in
der Emulsionspolymerisation.
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Beispiel 4:
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(Diskontinuierliche Vorvermischung
mit Überschichten, 4)
-
In einem Rührkessel mit Ankerrührer werden
1500 kg einer Polyvinylacetatlösung
bei 20°C
vorgelegt. Die Lösung
weist eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 5, 20 Upm) von 10000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von 825 und eine Viskosität von 4.15
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler an
einer 10 Gew.- %-igen
Lösung
in Ethylacetat. Bei stehendem Rührer
werden 240. kg Methanol über
die hochviskose Polyvinylacetatlösung überschichtet.
Bei weiterhin stehendem Rührer
wird eine verdünnte,
methanolische Natriumhydroxidlösung
zugegeben, so daß das
molare Verhältnis
Polyvinylacetat / Natriumhydroxid 245 zu 1 beträgt. Nun wird 10 Minuten bis
zur vollständigen
Durchmischung gerührt
und die erhaltene Lösung
weist eine Brookfield-Viskosität (Spindel
3, 20 Upm) von 1500 mPas auf. Die Mischung wird bei laufenden Knetschaufeln
in den Kneter aus Vergleichsbeispiel 1 überführt und 25 Minuten nach der
Zugabe der Natriumhydroxidlösung
erfolgt ein starker Viskositätsanstieg
und der Polyvinylalkohol beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden. Der Kneter
wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat wird
von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 160 Minuten nach dem
Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
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Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 140 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 86,7 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.26 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist deutlich weniger breit als bei Vergleichsbeispiel
1 (siehe Abbil dung 4). Die mittlere Sequenzlänge nOH beträgt 15.3
und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 2.56. Der Blockigkeits Index η beträgt 0.44.
-
Der Polyvinylalkohol aus Beispiel
4 eignet sich sehr gut als Ersatz von nach dem Bandverfahren oder nach
dem Rührkesselverfahren
hergestellten Polyvinylalkohol bei der Verwendung als Schutzkolloid
in der Emulsionspolymerisation. Die erhaltenen Dispersionen weisen
geringe Koagluatmengen und eine hervoragende Stabilität auf.
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Beispiel 5:
-
(Kontinuierliche Vorvermischung
mit Statikmischer und Stufengradient, 5)
-
Als vorgeschaltete Mischeinheit zur
kontinuierlichen Vorvermischung der methanolischen Polyvinylacetat-
und Natriumhydroxidlösung
wird in diesem Beispiel ein Statikmischer der Fa. Fluitec CH-Winterthur
mit Mischelementen des Typs CSE-X verwendet. Zur Einspeisung der
Natriumhydroxidlösung
wird vor dem Statikmischer eine Fluitec Impfstelle montiert. Zur
Befüllung
des Kneters aus Vergleichsbeispiel 1 werden 2700 kg einer methanolischen
Polyvinylacetatlösung
bei 20°C
durch den Statikmischer gefördert.
Die Lösung
weist eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 4, 20 Upm) von 5000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von 830 und eine Viskosität von 4.18
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler an
einer 10 Gew.-%-igen Lösung
in Ethylacetat. Während
der Befüllung
des Kneters wird über
die Impfstelle vor dem Statikmischer eine verdünnte, methanolische Natriumhydroxidlösung zugemischt,
so dass zu Beginn der Befüllung
das molare Verhältnis
Polyvinylacetat / Natriumhydroxid 150 zu 1 beträgt. Das Verhältnis wird
in 3 diskreten Stufen über
135 zu 1 und 120 zu 1 auf 105 zu 1 zum Ende der Befüllung hin
variiert. Die erhaltene Mischung weist eine Brookfield-Viskosität (Spindel
3, 20 Upm) von 1400 mPas auf. 5 Minuten nach dem Ende des Befüllvorgangs
tritt ein starker Viskositätsanstieg
auf und der Polyvinylalkohol beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden.
Der Kneter wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat
wird von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 60 Minuten nach
dem Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
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Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 148 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 86.9 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.48 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist deutlich weniger breit als bei Vergleichsbeispiel
1 (siehe 5). Die mittlere
Sequenzlänge
nOH beträgt
19.9 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 2.75. Der Blockigkeits Index n beträgt 0.42.
-
Der Polyvinylalkohol aus Beispiel 5 eignet
sich wie das Produkt aus Beispiel 3 als teilweiser Ersatz
von nach dem Bandverfahren oder nach dem Rührkesselverfahren hergestellten
Polyvinylalkohol bei der Verwendung als Schutzkolloid in der Emulsionspolymerisation.
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Beispiel 6: (Kontinuierliche
Vorvermischung mit Rotor-Stator- und Statikmischer und konstantem
Verhältnis, 6)
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Als vorgeschaltete Mischeinheit zur
kontinuierlichen Vorvermischung der methanolischen Polyvinylacetat-
und Natriumhydroxidlösung
wird in diesem Beispiel ein Rotor-Stator-Mischer der Fa. IKA-Werke,
Staufen vom Typ Dispax-Reactor DR 2000/30 und nachfolgend ein Statikmischer
der Fa. Fluitec CH-Winterthur mit Mischelementen des Typs CSE-X
verwendet. Zur Einspeisung der Natriumhydroxidlösung wird vor dem Dispax-Reactor
eine Impfstelle montiert. Zur Befüllung des Kneters aus Vergleichsbeispiel
1 werden 2700 kg einer methanolischen Polyvinylacetatlösung bei
20°C durch
die vorgeschalteten Mischeinheiten gefördert. Die Lösung weist
eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 4, 20 Upm) von 6000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von 825 und eine Viskosität von 4.12
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler an
einer 10 Gew.-%-igen Lösung
in Ethylacetat. Während
der Befüllung
des Kneters wird über
die Impfstel le vor dem Dispax-Reactor eine verdünnte, methanolische Natriumhydroxidlösung zugemischt,
so dass während
der Befüllung
das molare Verhältnis
Polyvinylacetat / Natriumhydroxid immer 105 zu 1 beträgt. Die
erhaltene Mischung weist eine Brookfield-Viskosität (Spindel 3, 20 Upm) von 1700 mPas
auf. 5 Minuten nach dem Ende des Befüllvorgangs tritt ein starker
Viskositätsanstieg
auf und der Polyvinylalkohol-beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden.
Der Kneter wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat
wird von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 60 Minuten nach
dem Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
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Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 132 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 88.2 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.25 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist vergleichbar mit der im Beispiel 5. (siehe 6) Die mittlere Sequenzlänge nOH beträgt
20.2 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 2.79. Der Blockigkeits Index n beträgt 0.42.
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Der Polyvinylalkohol aus Beispiel
6 eignet sich wie die Produkte aus Beispiel 3 und Beispiel 5 als
teilweiser Ersatz von nach dem Bandverfahren oder nach dem Rührkesselverfahren
hergestellten Polyvinylalkohol bei der Verwendung als Schutzkolloid
in der Emulsionspolymerisation.
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Beispiel 7:
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(Kontinuierliche Vorvermischung
mit Rotor-Stator- und Statikmischer und Stufengradient, 7)
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Als vorgeschaltete Mischeinheit wird
das zum Beispiel 6 analoge System verwendet. Zur Befüllung des
Kneters aus Vergleichsbeispiel 1 werden 2700 kg einer methanolischen
Polyvinylacetatlösung
bei 20°C durch
die vorgeschalteten Mischeinheiten gefördert. Die Lösung weist
eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 4, 20 Upm) von 6000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von 825 und eine Viskosität von 4.12
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosi meter nach Höppler an
einer 10 Gew.-%-igen Lösung
in Ethylacetat. Während
der Befüllung
des Kneters wird über
die Impfstelle vor dem Dispax-Reactor eine verdünnte, methanolische Natriumhydroxidlösung zugemischt,
so dass zu Beginn der Befüllung
das molare Verhältnis
Polyvinylacetat / Natriumhydroxid 135 zu 1 beträgt. Das Verhältnis wird
in 3 diskreten Stufen über
120 zu 1 und 105 zu 1 auf 90 zu 1 zum Ende der Befüllung hin
variiert. Die erhaltene Mischung weist eine Brookfield-Viskosität (Spindel
3, 20 Upm) von 1500 mPas auf. 5 Minuten nach dem Ende des Befüllvorgangs
tritt ein starker Viskositätsanstieg
auf und der Polyvinylalkohol beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden.
Der Kneter wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat
wird von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 60 Minuten nach
dem Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
-
Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 135 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 88,2 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.23 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist enger als bei Vergleichsbeispiel 1, aber doch
noch breiter als bei Beispiel 4 (siehe 7). Die mittlere Sequenzlänge nOH beträgt
18.5 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 2.61. Der Blockigkeits Index n beträgt 0.44.
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Der Polyvinylalkohol aus Beispiel
7 eignet sich gut als Ersatz von nach dem Bandverfahren oder nach dem
Rührkesselverfahren
hergestellten Polyvinylalkohol bei der Verwendung als Schutzkolloid
in der Emulsionspolymerisation. Die erhaltenen Dispersionen haben
aber noch eine geringfügig
schlechtere Stabilität,
was sich in einem höheren
Koagulatanteil bemerkbar macht.
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Beispiel 8: (Kontinuierliche
Vorvermischung mit Rotor-Stator- und Statikmischer und stufenlosem
Gradienten, 8)
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Als vorgeschaltete Mischeinheit wird
das zum Beispiel 6 analoge System verwendet. Zur Befüllung des
Kneters aus Vergleichs beispiel 1 werden 2700 kg einer methanolischen
Polyvinylacetatlösung
bei 20°C durch
die vorgeschalteten Mischeinheiten gefördert. Die Lösung weist
eine Brookfield-Viskosität
(Spindel 4, 20 Upm) von 6000 mPas auf. Das Polyvinylacetat hatte
einen gewichtsmittleren Polymerisationsgrad von 825 und eine Viskosität von 4.12
mPas gemessen mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler an
einer 10 Gew.-%-igen Lösung
in Ethylacetat. Während
der Befüllung
des Kneters wird über
die Impfstelle vor dem Dispax-Reactor eine verdünnte, methanolische Natriumhydroxidlösung zugemischt,
so dass zu Beginn der Befüllung
das molare Verhältnis
Polyvinylacetat / Natriumhydroxid 135 zu 1 beträgt. Das Verhältnis wird
stufenlos auf 100 zu 1 zum Ende der Befüllung hin variiert. Die erhaltene
Mischung weist eine Brookfield-Viskosität (Spindel 3, 20 Upm) von 1600
mPas auf. 5 Minuten nach dem Ende des Befüllvorgangs tritt ein starker
Viskositätsanstieg
auf und der Polyvinylalkohol beginnt sich aus der Lösung abzuscheiden.
Der Kneter wird aufgeheizt und ein Gemisch aus Methanol und Methylacetat
wird von der erhaltenen Suspension abdestilliert. 60 Minuten nach
dem Viskositätsanstieg
wird mit methanolischer Essigsäure
neutralisiert und der Ansatz schließlich bis zur Trockne destilliert.
-
Es wird ein Polyvinylalkohol erhalten,
der eine Verseifungszahl von 145 mg KOH /g Polymer aufweist, was
einem Hydrolysegrad von 87.2 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.22 mPas auf, gemessen
mit einem Kugelfallviskosimeter nach Höppler. Die Verseifungszahlverteilung
des Produktes ist sehr eng (siehe 8).
Die mittlere Sequenzlänge
nOH beträgt
16.2 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 2.57. Der Blockigkeits Index n beträgt 0.44.
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Der Polyvinylalkohol aus Beispiel
8 eignet sich hervorragend als Ersatz von nach dem Bandverfahren oder
nach dem Rührkesselverfahren
hergestellten Polyvinylalkohol bei der Verwendung als Schutzkolloid
in der Emulsionspolymerisation. Die erhaltenen Dispersionen weisen
geringe Koagluatmengen und eine hervorragende Stabilität auf.
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Vergleichsbeispiel 9:
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Bei Vergleichsbeispiel 9 handelt
es sich um einen teilweise hydrolysierten Polyvinylalkohol, der
nach dem Rührkesselverfahren
hergestellt wurde, welches beispielsweise in der
DE-A 2304684 beschrieben
wird. Das Produkt weist eine Verseifungszahl von 138 mg KOH /g Polymer,
was einem Hydrolysegrad von 87.9 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige
Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.27 mPas auf. Die Verseifungszahlverteilung
dieses Polyvinylalkohols ist sehr eng (siehe
9). Die mittlere Sequenzlänge n
OH beträgt
15.8 und die mittlere Sequenzlänge
n
OAC 2.72. Der Blockigkeits Index η beträgt 0.43.
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Der Polyvinylalkohol aus Vergleichsbeispiel
9 eignet sich hervorragend als Ersatz von nach dem Bandverfahren
hergestellten Polyvinylalkohol bei der Verwendung als Schutzkolloid
in der Emulsionspolymerisation. Die erhaltenen Dispersionen weisen
geringe Koagluatmengen und eine hervorragende Stabilität auf.
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Vergleichsbeispiel 10:
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Bei Vergleichsbeispiel 10 handelt
es sich um einen handelsüblichen
teilweise hydrolysierten Polyvinylalkohol (Mowiol 4-88 von Kuraray
Specialities Europe) mit einer Verseifungszahl von 142 mg KOH /g
Polymer, was einem Hydrolysegrad von 87.5 % entspricht. Eine 4 Gew.-%-ige
Prüflösung des
Polyvinylalkohols in Wasser weist eine Viskosität von 4.15 mPas auf. Die Verseifungszahlverteilung
dieses Polyvinylalkohols ist sehr eng (siehe 10). Die mittlere Sequenzlänge nOH beträgt
16.8 und die mittlere Sequenzlänge
nOAC 2.54. Der Blockigkeits Index η beträgt 0.45.
-
Der Polyvinylalkohol aus Vergleichsbeispiel
10 eignet sich hervorragend als Schutzkolloid in der Emulsionspolymerisation.
Die erhaltenen Dispersionen weisen geringe Koagluatmengen und eine
hervorragende Stabilität
auf.