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Die Erfindung betrifft Kunststoffschaum
für eine
Wärmeisolierung.
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Kunststoffschaum ist als Wärmeisolierung seit
langem bekannt. Es gibt Wärmeisolierung
in Form von Platten oder als Formteile oder in Form von Bahnen
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Zumeist findet für Platten Polystyrol als Kunststoff
Verwendung. Für
Rohrisolierungen findet überwiegend
Polyethylen Verwendung
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Der Kunststoff kann durch Extrudieren
in die Schaumform gebracht werden. Dabei entstehen Extrusionsstränge in der
gewünschten
Dicke, die zu Platten auf ein gewünschtes Maß abgelängt werden. Übliche Längenmaße für bekannte
Polystyrolplatten sind 1250mm, 2500 mm, 2600mm.
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Ein übliches Breitenmaß für bekannte
Polystyrolplatten ist 600 mm.
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Die Dicke der durch Ablängen entstehenden Platten
orientiert sich an der gewünschten
Isolierungswirkung. Üblich
sind Dicken bis 150 mm. Es können
aber auch größere Dicken
erzeugt werden.
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Die häufigst vorkommenden Dicken
sind 40mm, 60mm, 80mm, 120mm.
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Es ist auch bekannt, mehrere Platten
aufeinanderzuschichten und miteinander zu einer neuen Platte zu
verbinden.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe
gestellt, die Wärmeisolierung
zu verbessern. Nach der Erfindung wird das dadurch erreicht, daß der Kunststoffschaum
mit wärmereflektierenden
Plättchen
oder Flocken, insbesondere mit Metallfolienflocken und noch weiter
bevorzugt mit Aluminiumflocken versehen ist.
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Von Vorteil kann es dabei sein, die
Wärmeisolierung
mehrschichtig oder einschichtig auszubilden.
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Darüber hinaus kann es von Vorteil
sein, Polyethylen und Polypropylen als Kunststoff für plattenförmige Wärmeisolierung
aus Schaum zu verwenden.
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Die erfindungsgemäßen Schaumstoffmaterialien
werden wahlweise auf Tunnelisolierungen angewendet.
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Die Tunnelisolierung ist in nördlichen
Regionen und Gebirgsregionen wichtig.
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Der Grund ist das aus dem Gebirge
austretende Wasser. Selbst im Winter tritt aufgrund der Erdwärme Wasser
aus dem Gebirge aus. Das austretende Wasser gefriert, wenn die Lufttemperatur
entsprechend niedrig ist. Es kommt leicht zu einer gefährlichen
Eisbildung. Das Eis kann Unfälle,
auch tödliche Unfälle verursachen.
Besonders gefährlich
sind Eiszapfen, die sich lösen
und auf die Fahrzeuge fallen. Eine ähnliche Verkehrsgefährdung geht
von vereisten Fahrbahnen aus.
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Das austretende Wasser ist dann kein
Problem, wenn der für
den Tunnel in das Gebirge gebrochene Hohlraum mit einem Ausbau versehen
ist. Der Ausbau sichert die Tunnelöffnung. Mit dem Ausbau wird
zugleich auch das Wasserproblem gelöst.
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Das Wasserproblem ist bei Tunneln
ohne Ausbau ungelöst.
Tunnel ohne Ausbau kommen in festen Gebirgsformationen vor. Das
Gebirge besitzt eine ausreichend Eigenfestigkeit. Man spricht vom standfesten
Gebirge.
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In derartigen Tunneln tritt das Wasser
aus Spalten und Klüften.
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Es ist deshalb bekannt, dem Wasserproblem mit
einer Folienabdichtung und Drainage zu begegnen. Die Folienabdichtung
wird im Tunnel montiert und leitet das Wasser vom Tunnelfirst am
Gebirgsausbruch entlang zur Tunnelsohle. Dort fließt das Wasser
bei entsprechender Neigung ab.
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Die Folienabdichtung kann das Eisproblem allerdings
nicht allein lösen.
Es ist zusätzlich
eine Wärmeisolierung
vorgesehen. Die Wärmeisolierung kann
zugleich eine Abdichtungswirkung besitzen, die einen besondere Folienabdichtung
entbehrlich macht.
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Die Wärmeisolierung wird so ausgelegt,
daß das
austretende Wasser nicht gefrieren kann.
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Es ist bekannt, die Wärmedämmung aus Kunststoffschaumsegmenten
zusammenzusetzen. Die Kunststoffschaumsegmente können aus unterschiedlichen
Schäumen
bestehen. Die Eigenschaften der Schäume sind von der Beschaffenheit
abhängig
und demzufolge unterschiedlich.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe
gestellt, einen Kunststoffschaum auszuwählen, der besonders wirtschaftlich
ist und dessen Beschaffenheit der Situation im Tunnel vorteilhaft
angepaßt
ist.
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Die Erfindung hat für die Segmente
Polyethylen (PE) als Kunststoff ausgewählt und in besonderer Weise
wärmeisolierend
ausgebildet.
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Das PE wird zum Schäumen in
einem Extruder plastifiziert und mit Treibmittel vermischt. Anschließend wird
die entstandene Schmelze durch ein Extrusionswerkzeug/Düse ausgetragen.
Eine Aufgabe des Extrusionswerkzeuges/Düse ist der Aufbau eines ausreichenden
Druckes. Mit Austreten der Schmelze aus dem Extrusionswerkzeug/Düse fällt der
Druck und das Treibmittel in der Schmelze schäumt auf. Durch fortlaufendes
Austreten von Schmelze entsteht ein Schaumstrang..
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Das PE wird granulatförmig und
in Mischung mit Zuschlägen
in den Extruder aufgegeben. Darüber hinaus
kann das zur Schaumherstellung erforderliche Treibmittel als chemisches
Treibmittel ganz oder teilweise mit dem Kunststoff-Rohstoff aufgegeben werden.
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Das Treibmittel kann auch ganz oder
teilweise im Wege der Direktbegasung aufgegeben werden.
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Als Treibmittel kommen vorzugsweise
physikalische Treibmittel, auch Treibmittelmischungen, in Betracht.
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Zu den Zuschlägen gehören wahlweise Stabilisatoren,
Nukleierungsmittel, Farben, Gleitmittel, Flammschutzmittel, Alterungsschutzmittel,
Antistatika, Trennmittel, Tenside und Füllstoffe.
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Die Schaumbildung wird auch beeinflußt von der
Homogenisierung des Materials, von der Dispergierung, von der Temperaturführung im
Extruder und im Werkzeug und von den Druckverhältnissen im Extruder und im
Werkzeug bzw. vor dem Werkzeug.
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Wahlweise wird ein Schaum mit einer
durchschnittlichen Zellgröße erzeugt.
Die durchschnittliche Zellgröße(Durchmesser)
liegt zwischen 0,5 und 0,8 mm. Große Zellen können auch 1mm bis 2 mm Durchmesser
aufweisen.
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Vorzugsweise hat der Schaum eine
Geschlossenzelligkeit von mindestens 90% aus. Die Geschlossenzelligkeit
wird nach DIN gemessen.
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Der gewünschte Schaum aus Polyethylen oder
Polypropylen läßt sich
sowohl mit Propan als auch mit Butan und mit Isobutan oder Pentan
oder Mischungen davon erreichen. Es kann aber auch Kohlendioxid
als Treibmittel für
das Schäumen
von Polypropylen verwendet werden.
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Die besondere Wärmeisolierung wird mit Aluminiumplättchen/Flocken
kleiner Abmessungen erreicht, die mit dem PE in den Extruder aufgegeben werden.
Die Abmessungen der Aluminiumplattchen sind so gewählt, daß sie in
den Zellwänden
bleiben und dort eine Reflektion der Wärmestrahlung verursachen. Die
Aluminiumplättchen
besitzten vorzugsweise einen Durchmesser der kleiner als der Zelldurchmesser
ist. Auch bei Plättchen,
deren Fläche von
einer Kreisfläche
abweicht, wird von einem Durchmesser gesprochen. Dann kann die tatsächliche
Fläche
ermittelt werden und bezieht sich die Durchmesserangabe auf eine
gleich große
Kreisfläche
wie die Plättfläche. Wahlweise
kann der Durchmesser auch geringer als der Zelldurchmesser sein, z.B.
50 % oder 25% vom Zelldurchmesser.
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Je nach Zelldurchmesser können die
Plättchen
z.B. einen Durchmesser bis 0,15 mm oder bis zu 0,1 mm oder bis zu
0,08 mm oder bis zu 0,05 mm oder bis zu 0,03 mm oder bis zu 0,02
mm aufweisen.
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Als Zelldurchmesser wird ein mittlerer
Durchmesser aller Zellen angesehen. Der mittlere Durchmesser berücksichtigt
sowohl Zellen unterschiedlicher Größe als auch Zellen, die nicht
genau kugelförmig
sind.
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Die Dicke bzw. der Durchmesser der
Aluminiumplättchen/Flocken
ist vorzugsweise geringer als die Dicke der Zellwand bzw. als der
Durchmesser der Zellen im Kunststoffschaum. Bei geringerem Durchmesser
können
die Plättchen
ganz vom Kunststoff eingeschlossen werden. Wahlweise ist die Dicke bzw.
der Durchmesser der Plättchen/Flocken
mindestens 10% oder mindestens 30% oder mindestens 50% geringer
als die Dicke der Zellwand bzw. als der Durchmesser der Zellen im
Schaum.
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Die Plättchen/Flocken werden wahlweise
als Zuschlag in den Extruder aufgegeben oder es wird ein Kunststoff-Compound,
insbesondere ein PE- oder PP-Compound, mit den gewünschten
Plättchen/Flocken
bezogen und in den Extruder eingesetzt. Das Compound erleichtert
die Verarbeitung der Plättchen/Flocken.
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Die Tunnelisolierung wird vorzugsweise
aus Einzelteilen/Elementen zusammengesetzt. Diese Teile werden Paneele
oder Segmente genannt. Im folgenden wird von Segmenten gesprochen.
Das schließt
alles ein.
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Obwohl die gewünschte Segmentdicke zumeist
zwischen 30 und 70 mm liegt wird, wird vorzugsweise eine maximal
Dicke des bahnenförmigen Schaumstranges
von höchstens
30 mm oder höchstens
20 eingehalten. Vorzugsweise liegt die Dicke zwischen 10 und 15
mm. Mit der erfindungsgemäßen Schaumstrangdicke
wird ein mehrschichtiger Aufbau der Segmente erforderlich. Das erscheint
rückschrittlich,
weil der mehrschichtige Aufbau einen zusätzlichen Fertigungsaufwand
beinhaltet. Die Erfindung hat erkannt, daß die Extrusion eines einschichtigen Materials
leicht zu einer ungünstigen,
insbesondere zu große,
Zellbildung führt.
Die Isolierungswirkung verringert sich. Die Erfindung kontrolliert
bei schwierigen Kunststoffen die Zellbildung durch Reduzierung der
Schichtdicke. Zur Erreichung der gewünschten Enddicke werden mehrere
Schichten miteinander verbunden. Dadurch entsteht der mehrschichtige Aufbau.
Dieser Aufwand kompensiert die Nachteile schlechter Zellbildung.
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Die erfindungsgemäß hergestellten Schichten werden
vorzugsweise aufeinander kaschiert. Die Kaschierung erfolgt durch
Erwärmung
der Schichten auf Schweißtemperatur.
Wahlweise dient zur Erwärmung
ein Heißluftgebläse. Günstig ist
es, die Kaschierung durch Aufextrudieren einer Zwischenschicht zu
bewirken. Dabei wird gleichartiges Material mittels eines geeigneten
Extruders dünn
auf eine der Schichten aufgetragen, um anschließend die nächste Schicht darüber zu legen.
Der Wärmeinhalt und
das Temperaturniveau des aufextrudierten Materials ist zumeist ausreichend,
um eine die Schweißflächen anzuschmelzen.
Wo der Wärmeinhalt
bzw. das Temperaturniveau für
ein Anschmelzen nicht ausreicht, wirkt die aufextrudierte Schmelze
als Kleber. Dabei kann die aufextrudierte Schmelze als sogenannter
Hot-Melt-Kleber angesehen werden.
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Vorteilhafterweise können die
Berührungsfllächen der
miteinander zu verbindenden Schichten beim Aufextrudieren der Zwischenschicht
besonders schonend behandelt werden. Überraschenderweise beeinträchtigt die
Kaschierung die Qualität
der Segmente nicht. Vielmehr entsteht an den Kaschierflächen eine
Materialverfestigung. Die Segmente werden verstärkt.
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Bei der Kaschierung mit Heißluft liegt
die Temperatur des Heizmediums zum Teil erheblich höher als
die Schweißtemperatur
des Schaumes, um trotz der Bewegung des Schaumes gegenüber der Heizeinrichtung
einen ausreichenden Wärmefluß zu sichern.
Zum Beispiel kann die Heißluft
eine Temperatur von etwa 350 Grad Celsius besitzen, wenn der Schaum
gegenüber
dem ortsfesten Heißluftgerät mit einer
Geschwindigkeit von 10 m pro Minute bewegt wird. Bei höherer Geschwindigkeit
muß die
Temperatur erhöht
werden. Bei geringerer Geschwindigkeit kann die Temperatur verringert
werden.
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Die Kaschierung kann dadurch erfolgen,
daß ein
oder mehrere bahnenförmige
Schaumstränge
erzeugt und zu Rollen aufgewickelt werden. Anschließend werden
die Schaumstränge
von den Rollen abgezogen und nach der oben beschriebenen Erwärmung ihrer
Berührungsflächen aufeinandergedrückt. Je
nach Dicke der Stränge
werden 4 bis 5 Stränge miteinander
durch Kaschierung verbunden. Je nach dieser Strangzahl sind bei
Verwendung von Heißluft 3
bis 4 Blasköpfe
erforderlich, die in geringem Abstand die Heißluft gegen den sich bewegenden Schaum
blasen.
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Die Schaumstränge können einzeln oder gemeinsam
mit einem Rollenpaar von den Vorratsrollen abgezogen werden. Die
Blasköpfe
ragen dabei zwischen die Schaumstränge, möglichst dicht bis an das Rollenpaar.
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Alternativ oder zusätzlich wird
das Raumgewicht des Kunststoffschaumes in bestimmten Grenzen gehalten,
vorzugsweise unter 40 kg pro Kubikmeter und noch weiter bevorzugt
unter 30 kg pro Kubikmeter. Je geringer das Raumgewicht des Schaumes
bei gleichbleibender Zellqualität
ist, desto besser ist die Isolierungswirkung des Schaumes.
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Das erfindungsgemäße Schaummaterial ist flexibel
und hat mit den allen oben beschriebenen Maßnahmen einen überraschend
geringen Wärmeleitfaktor
von 0,031 bis 0,036 W/mK. Gemessen wird dabei an der mittleren Temperatur
zwischen minus 5 Grad Celsius und plus 40 Grad Celsius. Minus 5
Grad Celsius und plus 40 Grad Celsius sind die an Tunneln im Mittel
vorkommenden Temperaturen.
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Die Isolierungswirkung des erfindungsgemäßen Schaummaterials
ist damit um einiges besser als die Isolierungswirkung aller anderen
bekannten Schaummaterialien für
die Tunnelisolierung, die durch Extrudieren hergestellt werden.
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Aus dem erfindungsgemäßen Material
werden Segmente hergestellt, die wahlweise für die Firstisolierung in einem
Tunnel vorgesehen sind. Dabei sind beliebige Längen herstellbar. Die Länge hat
jedoch aus praktischen Gründen
Handhabungsgrenzen. Das gleiche gilt für die Breite der Segmente.
Von Hand handhabbar sind Längen
bis maximal 20 m, vorzugsweise bis maximal 15m und noch weiter bevorzugt
7m vorgesehen. Von Hand handhabbar sind Breiten von 5 m oder 3 m
oder 2 m oder 1,5 m oder kleiner bzw. gleich 1,1 m oder 0,6 m.
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Übliche
Polystyrolschaumplatten für
den Hochbau besitzen dagegen eine an anderer Stelle beschriebene
Länge und
Breite. Diese Platten entstehen durch Extrudieren von Schaumsträngen, deren
Breite (abgesehen von einem notwendigen Übermaß für eine Konfektionierung) 0,6
m beträgt.
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Wahlweise können mehrere einschichtige oder
mehrschichtige Platten bzw. Ausgangs-Segmente für die Tunnelisolierung zu einem
großformatigen,
erfindungsgemäßen Segment
zusammen gesetzt werden. Das geschieht dann vorzugsweise dadurch,
daß Ausgangs-Segmente an den Rändern aneinandergesetzt
und miteinander verschweißt
werden. Das Verschweißen
erfolgt unter Erwärmung
und anschließendem
Aneinanderdrücken
der Schweißflächen. Die
Erwärmung
erfolgt mittels Heißluft
oder mittels aufextruderter Zwischenschichten wie bei dem oben beschriebenen
Kaschieren. Es kann aber auch Wärmestrahlung
oder Kontaktwärme
eingesetzt werden. Die Kontaktwärme
wird mittels eines Heizschwertes oder eines Heizschuhes oder einer Heißrolle oder
eines Heizkeiles oder dergleichen erzeugt. Durch das Verschweißen entstehen
die erfindungsgemäß vorgesehenen
größeren Formate. Überraschenderweise
bewirken die entstehenden Schweißnähte eine wesentliche Verstärkung der Konstruktion.
Je schmaler die Ausgangssegmente sind, desto mehr Schweißnähte entstehen
und desto größer wird
die Verstärkung.
Besonders vorteilhafte Eigenschaften entstehen bei einer Breite
der Ausgangssegmente von höchstens
1,1 m.
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Wahlweise kann auch eine Klebung
an die Stelle der Schweißung
treten. Geeignete Kleber sind Hot-Melt-Kleber.
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Vorzugsweise werden die Ausgangssegmente
für die
erfindungsgemäß vorgesehenen
großen
Formate an den Längsseiten
aneinander gesetzt. Die Ausgangssegmente liegen dabei mit ihrer Längsachse
quer zur Längsachse
der entstehenden großen
Formate.
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Die Breite der erfindungsgemäß vorgesehenen
großen
Formate wird vorzugsweise allein durch die Länge der Ausgangssegmente bestimmt.
Zur Änderung
der Breite erfolgt deshalb vorzugweise eine Änderung der Länge der
Ausgangssegmente. Das geschieht nach dem Extrudieren durch entsprechendes
Ablängen
der extrudierten Schaumstränge.
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Die erfindungsgemäßen flexiblen Segmente werden
für den
Tunnelbau vorzugsweise so gefertigt, daß sie noch von Hand verformbar
sind. Infolgedessen können
die Segmente flach liegend und günstig transportiert
werden und beim Einbau von Hand in die gewünschte Form gebracht/gebogen
werden. Die einem Monteuren bei der Verformung von Hand zumutbare
Belastung ist beschränkt
und liegt derzeit bei 30 kg. Bei größeren und dickeren Segmenten kann
zumutbare Belastung für
jeden Monteur dadurch eingehalten werden, daß mehrere Monteure tätig werden.
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Die erfindungsgemäßen großformatigen Segmente werden
wahlweise mittels Schrauben, Bolzen oder Ankern innen am Tunnelausbau
befestigt. Der Tunnelausbau wird zumeist durch eine in dem Gebirgsausbruch
gegossene Betonschale gebildet.
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Wahlweise findet eine Befestigung
der erfindungsgemäßen Segmente
an einer vorher fertig gestellten Betonschale statt. Dazu eignen
sich die oben beschriebenen Befestigungsmittel.
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Wahlweise werden die erfindungsgemäßen Segmente
bei der Herstellung der Betonschale angegossen. Das geschieht dadurch,
daß die
Segmente in die Schalung für
die Betonschale eingelegt werden. Als Schalung dient in der Regel
im Tunnel ein Schalungswagen. Zu der Schalung gehört eine
Innenschalung, die dem gewünschten
freien Tunnelquerschnitt angepaßt
ist. Aufgrund der Ausbildung als Wagen ist die Schalung in Längsrichtung
des Tunnels verfahrbar und muß nicht
immer neu aufgebaut werden.
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Für
die Montage werden die erfindungsgemäßen Segmente wahlweise auf
den Schalungswagen aufgelegt. Dann wird der Beton ein den verbliebenen
Formhohlraum der Schalung gepumpt. Der eingefüllte Beton legt sich an die
Segmente an. Eine Verbindung zwischen den Segmenten und dem Beton
entsteht durch die oben beschriebenen Befestigungsmittel und/oder
durch einen aufgebrachten Haftvermittler und/oder durch eine behandelte
Oberfläche
der Segmente.
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Auf die Befestigungsmittel wird unten
im Zusammenhang mit einer anderen Anwendung der Segmente noch eingegangen.
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Die Anzahl der Befestigungsstellen
kann schwanken. Die notwendige Anzahl hängt von verschiedenen Faktoren
ab. Zumeist ist eine einzige Befestigungsstelle pro Quadratmeter ausreichend.
Die Anzahl der Befestigungsstellen kann aber auch auf 2 oder auf
3 pro Quadratmeter erhöht
werden.
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Der erwähnte Haftvermittler wird wahlweise in
Form eines Anstriches aufgebracht. Der Haftvermittler kann seinerseits
ganz oder teilweise aus Kunststoff bestehen. Von Vorteil können reaktive Kunststoffe
sein, die nach dem Anstrich aushärten.
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Im weitesten Sinne gehören auch
zusätzliche
Schichten, z.B. Textilschichten, zu den Haftvermittlern. Insbesondere
Textilschichten besitzen eine große Haftung für Beton.
Zumindest die flüssigen
Anteile des Betons dringen in die Textilschichten, dicken dort ein
und verfestigen sich, so daß der
Beton in der Textilschicht verkrallt.
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Wahlweise finden darüber hinaus
Textilien in Form von grobmaschigen Matten Anwendung. In die groben
Maschen können
auch Feststoffe eindringen, so daß noch eine stärke Verbindung
entsteht.
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Die Oberflächenbehandlung des Kunststoffschaumes
der Segmente soll die Haftung zwischen Schaum und Beton erhöhen. Dabei
kann bereits ein Abtragen entstandener Extrusionshaut oder anderer Häute ausreichen,
die sich je nach Herstellungsverfahren für den Schaum mehr oder weniger
stark bilden. Eine ausreichende Haftung besteht bei ausreichend
großen
Zellen, in denen sich der Beton verkrallen kann.
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Die Oberflächenbehandlung kann auch durch
Aufrauhen erfolgen.
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Dabei kann ein Entfernen der oben
angesprochen Extrusionshaut oder vergleichbarer Häute entbehrlich
sein, wenn ein Aufrauhen durch Behandeln mit einer Stahlbürste erfolgt.
Mit einer geeigneten Bürste,
vorzugsweise einer rotierenden Bürste und
mit geeigneter Bürstengeschwindigkeit
kann eine sehr rauhe Oberfläche
erzeugt werden. Durch Steigerung bzw. Reduzierung der Aufrauhungswirkung
kann mit wenigen Versuchen die richtige Rauhigkeit festgestellt
werden. Dabei läßt sich
die Aufrauhungswirkung durch Änderung
der Bürstengeschwindigkeit
und durch Bürstenwechsel
beeinflussen.
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Für
die Befestigung der Segmente ist von Vorteil, daß die Segmente eine besondere
Festigkeit aufweisen. Die Festigkeit entsteht durch die Kaschierflächen bzw.
Schweißflächen. Dort
ist durch Aufschmelzen bzw. Aufchmelzen von Schaumflächen und
anschließendes
Zusammendrücken
eine Materialverdichtung entstanden. Durch zunehmende Verdichtung
erhöht
sich die Materialfestigkeit. Das verdichtete Material bildet Schichten,
die sich in mehrschichtigen Segmenten parallel zur Segmentoberfläche durch
die Segmente erstrecken und die an den Stoßflächen der Ausgangssegmente quer
zur Oberfläche
der erfindungsgemäßen großformatigen Segmente
verlaufen.
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Wahlweise sind die erfindungsgemäßen Segmente
mit zusätzlichen
Armierungen versehen. Die Armierungen können als Materialschichten
innen liegen und oder außen
liegen. Als Armierungen kommen auch Textilien in Betracht. Auch
großmaschige Gewebe
aus anderem Material als der Kunststoffschaum läßt sich problemlos in den Kunststoffschaum
einbinden.
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Die außen liegende Schaumbeschichtung
ist für
die Tunnelisolierung insbesondere dann sehr vorteilhaft, wenn die
Tunnelisolierung hohen Belastungen ausgesetzt ist. Das gilt z.B.
für die
Belastung aus dem Luftdruck von Zügen, die mit hoher Geschwindigkeit
fahren.
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Die außen liegende Schaumbeschichtung kann
sich ganzflächig über das
Segment erstrecken. Die Schaumbeschichtung kann sich auch auf den Rand
des Segmentes beschränken.
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Von Vorteil ist die Verwendung einer Schaumfolie
als Beschichtung für
erfindungsgemäße Segmente,
die aus gleichem Kunststoff wie die Segmente bestehen, aber weniger
geschäumt
als die Segmente sind. Bereits ein Unterschied von mindestens 10
kg im Raumgewicht pro Kubikmeter kann ausreichend sein. Der Unterschied
ist vorzugsweise jedoch mindestens 20 kg pro Kubikmeter.
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Zugleich kann die Foliendicke im
Verhältnis zur
Dicke des Segmentes gering sein, z.B 2 bis 5 mm, vorzugsweise 3
bis 4 mm sein.
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Vorteilhafterweise können die
erfindungsgemäßen Segmente
im Tunnelausbau sicher und relativ einfach auch an der Tunnelinnenseite
beschichtet werden. Die Beschichtung ist zum Teil durch gewünschten,
zusätzlichen
Brandschutz motiviert. Die Beschichtung erhöht die Wärmebelastbarkeit des Tunnelausbaus
ganz wesentlich.
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Zum Beschichten kann die oben beschriebene
Aufrauhtechnik genutzt werden, um eine Grundlage zu schaffen, auf
der ein Anspritzen von Mörtel oder
Spritzbeton möglich
ist.
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Zum Anspritzen von Mörtel oder
Beton, aber auch zum herkömmlichen
Putzen kann auch ein Haftvermittler eingesetzt werden, wie das oben
beschrieben ist.
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Wahlweise finden die erfindungsgemäßen Segmente
auch für
die Isolierung von Fahrbahnen für Kraftfahrzeuge
und Schienenstrecken für
Eisenbahnen Anwendung.
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Fahrbahnen können Straßen, Parkhäuser, Landebahnen an Flughäfen sein.
Fahrbahnen besitzen einen Aufbau mit Tragschichten und einer oben aufliegenden
Verschleißschicht.
An frostgefährdeten Fahrbahnen
soll durch die Wärmeisolierung
ein Frostaufbruch verhindert werden. Die bekannte Wärmeisolierung
besteht aus Polystyrolschaumplatten. Die Wärmeisolierung besitzt eine
Dicke von 40 bis 60 mm und eine Gesamtbreite von 600 oder 1200 mm. Die
Polystyrolschaumplatten werden in der bekannten Anwendung lose aneinander
gelegt. Der dabei verwendete Fahrbahnaufbau besteht aus einer grobkörnigen unten
liegenden Schicht, der darüber
liegenden Wärmeisolierung,
der darüber
liegenden Tragschicht und der oben liegenden Verschleißschicht,
z.B. einer Asphaltschicht. Die bekannte Wärmeisolierung wird in einer
Tiefe von 300 bis 500 mm eingebaut. Die bekannte Wärmeisolierung
ist steif und kann unter Punktlast brechen. Ferner neigen die verlegten
Kunststoffschaumplatten dazu, bei einer Punktlast im Bereich der
Kanten zu kippen. Beim Verlegen kommt es unter Windlast zu erheblichen
Störungen,
weil die leichten Polystyrolschaumplatten leicht wegwehen. Unter
Last kann sich auch eine Verschiebung der Platten und dadurch eine
Beschädigung
der Fahrbahn oder Schienenstrecke ergeben.
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Die Anwendung der erfindungsgemäßen Wärmeisolierung
führt zu
wesentlichen Vorteilen: Es entsteht eine einheitliche und großflächige Wärmeisolierung
mit einer wesentlich höheren
Bruchsicherheit bzw. Festigkeit, ohne daß ein Kippen oder ein Verschieben
zu befürchten
ist. Zu der Festigkeit tragen die Schweißstöße zusätzlich bei. Die Schweißstöße wirken
als Armierung.
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Mit den oben beschriebenen Plättchen bzw. Flocken
kann ein Polyethylen-Schaum, der einem vergleichbaren extrudierten
Polystyrolschaum wärmtechnisch
unterlegen ist, die gleiche Wärmeisolierung
erreichen. Zur Verbesserung der Wärmeisolierung von Polyethylenschaum
trägt auch
der Schichtenaufbau mit der kontrollierten Zellbildung bei. Das gilt
auch für
die geringere Zahl von offenen Fugen in der Wärmeisolierung. Es ist sogar
ein fugenloser Aufbau der Wärmeisolierung
möglich
durch Verbinden bzw. Aneinanderschweißen der großformatigen Segmente.
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Zugleich ergeben sich durch die erfindungsgemäße Bauweise
der großformatigen
Segmente sehr viel bessere mechanische Eigenschaften. Die besseren
mechanischen Eigenschaften erlauben auch eine deutlich geringer
Einbautiefe als die herkömmlichen
Polystyrolschaumplatten bzw. eine sehr viel schwächere Tragschicht über der
Wärmeisolierung
als bei herkömmlichen
Polystyrolschaumplatten.
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Vorzugsweise besitzen die erfindungsgemäßen Segmente
großen
Formates eine Breite von 2750 mm, wahlweise kann die Breite auch
wie bei den Ausgangs-Segmenten für
den Tunnelbau gewählt
werden. Das gleiche gilt für
die Länge.
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Die Dicke der Segmente kann z.B.
40 bis 120 mm betragen, vorzugsweise 60 bis 80 mm. Die Schaumschichten,
aus denen sich die Segmente zusammen setzen, haben wahlweise die
gleiche Dicke wie im Falle der Tunnelisolierung, vorzugsweise eine Dicke
zwischen 10 und 20mm, noch weiter bevorzugt 12 bis 14 mm. Das Raumgewicht
kann z.B. 25 bis 40 kg pro Kubikmeter betragen, vorzugsweise 30
bis 35 kg pro Kubikmeter.
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Die mechanischen Eigenschaften der
Wärmeisolierung
können
durch eine außen
liegende Beschichtung wesentlich beeinflußt werden. Das gilt insbesondere
für die
Festigkeit wie auch für
die Rauhigkeit. Außen
kann eine Folie aus ungeschäumtem oder
weniger geschäumtem
Kunststoff aufkaschiert sein. Die Folie bewirkt eine Sandwichkonstruktion und
eine Vervielfachung der Festigkeit. Anstelle der Folie kann auch
eine andere Armierung vorgesehen sein, z.B. ein Textil. Geeignete
Textilien sind Gewebe und Vliese. Vorzugsweise finden Gittergewebe
mit großer
Maschenweite Anwendung.
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Die Folien und Textilien können auch
innen liegend in der Wärmeisolierung
angeordnet werden. Dem kommt der mehrschichtige Aufbau der erfindungsgemäßen Segmente
entgegen. Zwischen den Schichten kann eine Armierungsschicht angeordnet werden.
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Die Folien und Textilien werden in
der erfindungsgemäßen Anwendung
großer
Formate vorzugsweise in ihren Abmessungen so gewählt, daß sie mehrere Ausgangsmaterialen/Ausgangssegmente überdecken.
Vorzugsweise sind einstückige Schichten
aus Folien oder Textilien vorgesehen.
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Bei außen liegender Anordnung können die Folien
und Textilien auf die entstandenen großformatigen Segmente aufkaschiert
werden. Regelmäßig wird
das am Ende der Fertigung sein.
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Bei innen liegender Anordnung der
Folien und Textilien erfolgt das Aufkaschieren auf eine untere Schicht
vor dem Aufbringen der zugehörigen
oberen Schicht.
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Bei der aufgebrachten Folie kann
es sich auch um eine armierte Folie handeln. Solche Folien sind
am Hochbau an sich bekannt und bestehen regelmäßig aus Polyethylen (PE). Die
Armierung ist eine Glasfasergittergewebe oder ein Kunststoffgittergewebe.
Für Wärmeisolierungen
aus PE eignet sich solche Folie sehr vorteilhaft.
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Die Anwendung der erfindungsgemäßen Segmente
für die
Tunnelisolierung kann noch als Innenanwendung bezeichnet werden.
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Eine große Bedeutung der erfindungsgemäßen Segmente
wird auch für
die Außenanwendung gesehen.
Das gilt besonders für
die Anwendung in der Fassage bzw. an der Fassade. Dort ergeben sich erhebliche
Montagevorteile durch das große
Format der erfindungsgemäßen Segmente.
Desgleichen ergeben sich Systemvorteile gegenüber herkömmlichen kleinformatigen Isolierungen,
weil
sehr viel weniger Fugen entstehen
weil eine sehr hohe Dehnungsfähigkeit
gegeben ist
weil sehr viel weniger Risse in der Bauwerksfassade zu
befürchten
sind
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An der Fassade können die erfindungsgemäßen Segmente
zur nachträglichen
Isolierung an vorhandene Bauwerksaußenflächen angebracht werden. Es
ist aber auch möglich,
die erfindungsgemäßen Segmente
bei der Herstellung von Bauwerkswänden aus Beton anzubringen.
Wahlweise ist vorgesehen, die Segmente vor dem Gießen des
Betons in der Schalung für
den Beton zu positionieren.
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Bei der nachträglichen Anbringung der Segmente
an eine Bauwerksfassade wie auch bei Anbringung der Segmente bei
der Herstellung der Bauwerkswände
kann in gleicher Weise wie bei der oben beschriebenen Tunnelisolierung
eine Verbindung zwischen Beton und den erfindungsgemäßen Segmenten
hergestellt werden.
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Desgleichen kann eine Anwendung der
erfindungsgemäßen Segmente
auf Baufertigteile erfolgen. Baufertigteile aus Beton werden in
Formen erzeugt. Zumeist werden mehrteilige Formen angewendet. In
die zusammengesetzten Formen wird der Beton eingefüllt. Nach
ausreichender Verfestigung werden die Fertigteile ausgeformt. Die
Form wird dazu zerlegt bzw. auseinander gebaut.
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Zur Herstellung von Bauwerkswänden aus Beton
mit erfindungsgemäßen Segmenten
als Baufertigteile sind vorzugsweise horizontale Tische vorgesehen.
Die Tische sind für
die Herstellung von Baufertigteilen aus Beton bekannt. Die Tische
bilden den Boden der Form. Auf den Tischen werden Wände montiert,
welche seitliche Formwände
bilden. In Anwendung auf die Erfindung werden höhere Wände verwendet. Die Wände sollen
in einer Variante das unten auf dem Tisch aufliegende erfindungsgemäße Segment
umfassen und darüber
hinaus eine seitliche Begrenzung für einen Formhohlraum bilden,
welcher zunächst
die Betonbewehrung und anschließend
den Beton aufnimmt.
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Es kann auch umgekehrt, erst der
Beton gegossen und darauf das Segment aufgebracht werden.
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Die Verbindung von Beton und erfindungsgemäßen Segmenten
kann wie bei der Tunnelisolierung und der vorbeschriebenen Fassadentechnik
durch Angießen
des Betons und/oder mit mechanischen Befestigern erfolgen.
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Die mechanischen Befestiger sind
Schrauben, Bolzen und Anker oder dergleichen.
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Von Vorteil ist die Verwendung von
Schrauben, die teilweise in die erfindungsgemäßen Segmente geschraubt werden
und im übrigen
von dem angegossenen Beton umfaßt
werden. Die Schrauben müssen
dabei in dem Kunststoffschaum der erfindungsgemäßen Segmente Halt finden. Das
wird durch verhältnismäßig großen Schraubendurchmesser,
große
Ganghöhe
der Schrauben bei geringem Kerndurchmesser erreicht.
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Mit Schraubendurchmesser ist der
Außendurchmesser
bezeichnet. Der Schraubendurchmesser beträgt mindestens 1 cm, vorzugsweise
mindestens 3 cm, wahlweise vier bis 6 cm.
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Mit Ganghöhe ist der Abstand zwischen
zwei benachbarten Schraubengängen
in Schraubenlängsrichtung
bezeichnet. Die Ganghöhe
beträgt
mindestens 0,5 cm, vorzugsweise mindestens 1 cm, wahlweise 2 bis
4 cm.
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Mit Kerndurchmesser ist der Durchmesser des
Schraubenkerns bezeichnet, der die Schraubengänge trägt. Der Kerndurchmesser ist
mindestens 30% kleiner als der Schraubendurchmesser, vorzugsweise
mindestens 50% kleiner und noch weiter bevorzugt mindestens 70%
kleiner.
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Die oben beschriebene Schraubenausbildung
kann sich auf den Schraubenteil beschränken, der in die Segmente dringt.
Der übrige
Teil der Schraube kann auch als Anker ausgebildet sein. Die Ausbildung
als Anker führt
zu einer Vereinfachung der Verbindung und zum Teil zu einem besseren
Halt in dem Beton. Die Ausbildung als Anker wird z.B. dadurch erreicht,
daß die
Schrauben an dem betonseitigen Ende verkröpft sind. Darüber hinaus
können auch
andere Ausbildungen als Anker an dem betonseitigen Schraubenende
Anwendung finden. Yorzugsweise ist die Schraube darüber hinaus
mit einem Anschlag versehen, der eine gleichmäßige Eindringtiefe in die erfindungsgemäßen Schaum
sicherstellt.
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Wahlweise ist nicht nur betonseitig
ein Anker vorgesehen sondern auch segmentseitig. Das kann z.B. in
der Form erfolgen, daß der
Anker einer Pfeilspitze nachgebildet ist und nicht geschraubt werden muß sondern
lediglich in die Segmente gedrückt
werden muß.
Mit den Widerhaken der Pfeilspitze hält der Anker dann in dem Segment.
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Mit Befestigungselement, die als
Anker in das Segment gedrückt
werden können,
eröffnet
sich zugleich die Möglichkeit
zu einer nachträglichen
Anbringung der Segmente ohne Schrauben durch einfaches Andrück an die
jeweilige Bauwerkswand.
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Dieses Verfahren ist nicht an das
Vorhandensein einer Betonwand gebunden, in welche die Befestigungselemente
eingegossen worden sind. Dieses Verfahren ist auf alle Bauwerkswände anwendbar,
in den Befestigungselemente angebracht werden können. Das schließt gemauerte
Bauwerkswände
ebenso ein wie Wände
aus Paneelen wie auch Holzwände
oder Metallwände.
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Je nach Beschaffenheit der Bauwerkswände eignen
sich Befestigungselement, die wandseitig als Schrauben oder als
Anker oder als Bolzen oder anders ausgebildet sind, um in der betreffenden
Bauwerkswand Halt zu finden.
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Die Fassadenanwendung der erfindungsgemäßen Segmente
schließt
ein, daß die
Segmente außenseitig
mit einer Putzschicht versehen sind oder anders beschichtet sind.
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Insbesondere kann es zweckmäßig sein,
die Segmente zumindest an den Rändern
zu armieren, um sie auf die vorkommenden Windlasten an den Fassaden
auszulegen.
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Wahlweise sind die erfindungsgemäßen Segmente
auch nur außenseitig
verdichtet, so daß eine
widerstandsfähige
Außenschicht
entsteht. Bei Verwendung vernetzten Kunststoffes für die erfindungsgemäßen Segmente
bietet eine verdichtete Außenschicht
sehr vorteilhafte Bearbeitungsmöglichkeiten,
z.B. durch Prägung.
Zudem haben solche verdichteten Schichten eine sehr vorteilhafte
Anmutung.
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Die erfindungsgemäßen Segmente sind praktisch
wasserfest. Die Wasseraufnahme der Segmente ist vernachlässigbar.
Gleichwohl kann es auch in der Fassadenanwendung zweckmäßig sein,
eine unerwünschte
Hinterfeuchtung der Segmente zu berücksichtigen. Zur Beseitigung
solcher Hinterfeuchtung und der damit verbundenen Gefahr eines Auffrierens
der Segmente sind die erfindungsgemäßen Segmente wahlweise wandseitig
mit einer Drainung versehen. Die Drainung kann z.B. durch Rillen
oder Kanäle
gebildet werden, die zumindest nach unten geneigt an den Segmenten
und vorzugsweise vertikal verlaufen. Die Rillen oder Kanäle können verhältnismäßig kleinen
Querschnitt besitzen, z.B. mit einem Durchmesser von 1 bis 10 mm,
vorzugsweise mit einem Durchmesser von 2 bis 4 mm.
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Die Rillen und Kanäle werden
beim Extrudieren des Kunststoffschaumes in den Schaum eingearbeitet
oder anschließend
eingearbeitet. Das Einarbeiten beim Extrudieren kann dadurch erfolgen,
daß die
zum Extruder gehörende
Extrusionsdüse
entsprechend geformt ist. Vorzugsweise werden die Rillen anschließend in
den noch nicht verfestigten oder an dieser Stelle wieder erwärmten Schaum
gedrückt. Zum
Eindrücken
eignen sich beheizte Profilwerkzeuge. Das können z.B. Kufen und Keile oder
Walzen sein.
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Die Rillen können auch aus dem Schaum herausgeschnitten
werden. Das Schneiden kann rein mechanisch mittels eines Fräsers oder
thermisch mittels eines beheizten Schneiddrahtes erfolgen.
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Wahlweise sind in der Fassadenanwendung zusätzlich zu
den Rillen und/oder Kanälen
Drainlöcher
in dem erfindungsgemäßen Segment
vorgesehen. Ausreichend sind verhältnismäßig kleine Löcher, z.B.
mit einem Durchmesser von 1 mm bis 10 mm, vorzugsweise von 2 mm
bis 4 mm.
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Auch die Anwendung der erfindungsgemäßen Wärmeisolierung
auf Parkhäuser
ist von Vorteil. Dort stellt sich das Problem des aus Abdichtungsgründen und/oder
Gründen
der Egalisierung des Untergrundes angewendeten Heißasphalts
oder Asphaltmastix. Der Wärmebelastung
des Asphalts kann nach der Erfindung dadurch begegnet werden, daß die Wärmeisolierung
außenseitig
mit einer vernetzten Kunststoffschicht, vorzugsweise mit einer vernetzten
Polypropylen-Schicht versehen ist. Vernetzte Kunststoffe sind besonders
warmfest. Das gilt für
Polypropylen in besonderem Maß.
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Die anderen Schichten bleiben vorzugsweise
unvernetzt.
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Die Verbindung nicht kaschierbarer
Schichten erfolgt vorzugsweise mit einem Hot-melt-Kleber Wahlweise
ist die vernetzte Schicht auch lose verlegt.
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In weiterer Ausbildung der Wärmeisolierung sind
an der Oberfläche,
vorzugsweise an der Oberseite Drainrillen und/oder Drainkanäle vorgesehen. Die
Drainrillen und/oder Drainkanäle
sollen das in den Fahrbahnaufbau dringende Wasser abführen.
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Die Dranrillen und Drainkanäle werden
vorzugsweise in die Wärmeisolierung
eingearbeitet. Das kann durch Einformung oder thermische oder mechanische
Einarbeitung erfolgen. Bei der thermischen Einarbeitung wird der
Kunststoff im Bereich der Rillen und Kanäle abgeschmolzen, bis das gewünschte Querschnittsformat
entsteht. Zur thermischen Einarbeitung können sogenannte Heißmesser eingesetzt
werden. Dabei handelt es sich um beheizte Messer, die der Kontur
der gewünschten
Drainrillen oder Drainkanäle
nachgebildet sind und durch den Schaum schneiden. Bei der mechanischen
Einarbeitung werden die Rillen und Kanäle spanabhebend herausgearbeitet.
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Darüber hinaus lassen sich die
Rillen und Kanäle
auch beim Extrudieren in den Schaum einformen.
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Dazu kann in der Schlitzdüse ein Finger
vorgesehen sein, der in den freien Querschnitt ragt. Oder es kann
dem Extruder ein formgebender Kalibrator nachgeschaltet werden,
der dem gewünschten Schaumprofil
einschließlich
der Rillen und Kanäle genau
nachgebildet ist. Oder es können
die Rillen und Kanäle
mit einer Heißwalze
oder geeigneten beheizten Kufen eingeformt werden.
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Die Drainrillen besitzen vorzugsweise
eine Tiefe bis 15mm, vorzugsweise bis 10mm. Die Breite der Rillen
und Kanäle
ist vorzugsweise gleich der Tiefe bzw. weicht vorzugsweise nicht
mehr als 50% nach oben oder unten von Tiefenmaß ab.
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Die erfindungsgemäße Herstellung von großformatigen
Segmenten hat auch unabhängig von
reflektierenden Plättchen/Flocken
im Kunststoffschaum sowie unabhängig
von dem schichtenweisen Aufbau selbständige Bedeutung.
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Wahlweise sind die Ausgangssegmente und/oder
die zusammengesetzten größer formatigen Segmente
auch mit Drainlöchern
versehen. Die Löcher
sollen Stauwasser/Staufeuchtigkeit verhindern. Dies Problem kann
sich in Niederungen einstellen, in denen sich abfließendes Wasser
sammelt und nur langsam abfließt.
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Die Drainlöcher besitzen einen Durchmesser von
0,5cm bis 10cm, vorzugsweise bis max 5cm und noch weiter bevorzugt
bis 1 cm. Der Abstand der Drainlöcher
beträgt
vorzugsweise 10 cm bis 200 cm.
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Die Löcher werden vorzugsweise in
den Schaum geschnitten oder gestanzt.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der
Erfindung beschrieben.
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1 zeigt
verschiedene Vorratsrollen 1, 2 und 3,
von denen Polyethylenschaumbahnen 4,5 und 6 abgezogen
werden. Die Schaumbahnen 4 bis 6 besitzen im Ausführungsbeispiel
eine Dicke von 20 mm bei einer Breite von 600 mm und einem Raumgewicht von
30 kg pro Kubikmeter. Der Schaum ist geschlossenzellig. Zum Abziehen
dienen zwei Walzen 7 und B. Im Zwickelraum 9 zwischen
den Schaumbahnen 4 und 5 und im Zwickelraum 10 zwischen
den Schaumbahnen 5 und 6 befinden sich nicht dargestellte
Heißgasgeräte, aus
denen die Berührungsflächen der Schaumbahnen 4 bis 6 mit
Heißgas
so beaufschlagt werden, daß die
Berührungsflächen auf
Schweißtemperatur
erwärmt
werden. Für
die Schaumbahnen ist das im wesentlichen unschädlich, weil die Erwärmung an
der Oberfläche
stattfindet und nur eine minimale Eindringtiefe hat. Zwischen den
Walzen 7 und 8 werden die Schaumbahnen aneinander
gedrückt, so
daß die
Schaumbahnen verschweißen.
Es entsteht eine mehrschichtige neue Schaumbahn 11. Im Ausführungsbeispiel
hat die mehrschichtige neue Schaumbahn 11 eine Dicke von
rund 60 mm. Die Breite von 600 mm ist unverändert.
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In einer nicht dargestellten weiteren
Arbeitsstation wird die entstandene neue mehrschichtige Schaumbahn 11 zu
Ausgangssegmenten 15 von 2750mm Länge abgelängt. Diese Länge entspricht an
einer einspurigen Fahrbahn hier der Fahrbahnbreite. Bei anderer
Fahrbahnbreite wird in anderen Ausführungsbeispielen die Länge der
Ausgangssegmente dem angepaßt,
so daß jeweils
die Fahrbahnbreite eingehalten ist.
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Bei mehrspurigen Straßen und
Autobahnen gilt obiges entsprechend für jede Spur. Dadurch können Segmente
zu einer Wärmeisolierung
zusammen gesetzt werden, die sich lückenlos über die gesamte Straßenbreite
erstreckt.
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Nach dem Ablängen werden die Ausgangssegmente 15 in
einer Schweißstation
an den Längsrändern 18 miteinander
verschweißt.
Im Unterschied zum Verschweißen
nach 1 werden beim Verschweißen an den
Längsrändern sogenannte
Heizschwerter angewendet. Die Heizschwerter werden zwischen die
Schweißflächen gebracht.
Die zu verschweißenden
Ausgangssegmente 15 werden gegen das Heizschwert gedrückt, bis
die notwendige Erwärmung
der Schweißtemperatur
erfolgt ist. Danach wird das Heizschwert herausgezogen und werden
die Ausgangssegmente 15 wieder gegeneinander gedrückt.
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Durch Aneinanderschweißen der
Ausgangssegmente 15 entsteht eine Wärmeisolierung 19 mit einer
Breite, welche durch die Länge
der Ausgangssegmente 1S bestimmt ist und 2750 mm beträgt. Die Länge der
Wärmeisolierung
beträgt
im Ausführungsbeispiel
15 m.
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2 zeigt
die Anwendung der Wärmeisolierung
auf eine frostgefährdete
Straße.
Dabei ist auf dem planierten Erdreich 17 eine grobkörnige Schicht 16 aufgebracht
worden. Darüber
ist die Wärmeisolierung 19 gelegt
worden. Auf der Wärmeisolierung 19 wird
die weitere Tragschicht der Straße aufgebaut, zuletzt die Verschleißschicht
der Straße.
Im Ausführungsbeispiel
beträgt
die Dicke des Schichtenaufbaus über
der Wärmeisolierung
350 mm.
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3 zeigt
einen Tunnel im Ausschnitt.
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Der Gebirgsausbruch ist mit 25 bezeichnet. In
dem Gebirgsausbruch steht eine Betonschale 26. Die Betonschale
ist abschnittsweise hergestellt worden. Dabei hat ein Schalungswagen
Verwendung gefunden, der eine Schalung trägt, deren äußere Abmessungen gleich der
gewünschten
Tunnelöffnung ist.
Im Ausführungsbeispiel
ist der Schalungswagen an einem Tunnelende positioniert worden,
um dort mit dem Gießen
der Betonschale zu beginnen. In der Position trägt der Schalungswagen ein erfindungsgemäßes mehrere
erfindungsgemäße Segemente 27, die
sich über
dem Umfang der Tunnelwandung zu einer geschlossenen Wärmeisolierung
ergänzen.
Die Breite bzw. Höhe
der erfindungsgemäßen Segemente
ist dabei gleich gewählt.
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In anderen Ausführungsbeispielen sind unterschiedliche
Breiten bzw. Höhen
für die
Segmente gewählt.
Die erfindungsgemäßen Segemente
können
auch mit ihrer Längsachse
in Umfangsrichtung des Tunnels verlegt werden. Dabei kann die Länge leicht
so gestaltet werden, daß ein
einziges Segment den ganzen Tunnelumfang abdeckt.
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In anderen Ausführungsbeispielen kann sich die
Wärmeisolierung
z.B. auf den Firstbereich des Tunnels beschränken.
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Die Länge der erfindungsgemäßen Segmente 27 ist
der Länge
des Schalungswagens angepaßt.
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In den erfindungsgemäßen Segmenten
finden sich Schrauben 28, die durch die Segmente hindurch
in den Spalt zum Gebirgsausbruch ragen. Es ist eine Schraube pro
Quadratmeter Segmentfläche vorgesehen.
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Der Schalungswagen trägt darüber hinaus die
Stahlarmierung für
die Betonschale 26. In der beschriebenen Position wird
der Spalt zum Gebirgsausbruch abgedichtet und der Beton in den Spalt
gepumpt.
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Nach ausreichender Verfestigung umschließt die Betonschale
die Schrauben 28, so daß die Schrauben 28 eine
feste Verbindung zwischen den Segmenten 27 und der Betonschale
bilden. Nach ausreichender Verfestigung der Betonschale wird der Schalungswagen
in Tunnellängsrichtung
verfahren und ein nächster
Abschnitt der Betonschale 26 gegossen, der sich an den
vorher gegossenen Abschnitt anschließt.
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Vorteilhafterweise besitzt das dargestellte Segment
allein schon aufgrund der erfindungsgemäßen Fertigung in seiner mehrschichtigen
Ausbildung mit den zwischenliegenden verdichteten Schichten eine
hohe Festigkeit.
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Im Ausführungsbeispiel nach 4 sind die mit 30 bezeichneten
Segmente am Rand zusätzlich mit
einer Schaumschicht höheren
Raumgewichtes umkleidet. Diese Umkleidung 31 umschließt zugleich das
Segment 30 an der Ober- und Unterseite geringfügig. Die
Umkleidung verstärkt
den Segmentrand.
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Das Ausführungsbeispiel nach 5 werden die mit 32 bezeichneten
Segmente allein am Rand mit einer Schaumschicht 33 höheren Raumgewichtes
umkleidet. Ferner ist in 5 eine
Alternative strichpunktiert dargestellt. Dabei ist nur an der Oberseite
eine Schaumschicht 34 vorgesehen.
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6 zeigt
eine Gebäudefassade
im Ausschnitt.
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Sowohl im Ausführungsbeispiel nach 5 als auch im Ausführungsbeispiel
nach 6 ist dem erfindungsgemäßen Segment
eine Höhe
gegeben worden, die gleich der Geschoßhöhe am Bauwerk ist. In anderen
Ausführungsbeispielen
ist die Höhe
des Segmentes geringer gewählt
worden, jedoch so, daß gleiche
Segmente sich zur Geschoßhöhe addieren, wenn
sie aufeinander gesetzt werden.
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Das Einhalten der Geschoßhöhe erleichtert das
Einhalten gleicher Fugenlagen in allen Geschossen. Damit vereinfachen
sich die Anschlüsse.
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Auf einer Gebäudewand 36 sind erfindungsgemäße Segmente 35 als
Wärmeisolierung
montiert. Das erfindungsgemäße Segment 3S ist
mit Schrauben 37 an der Gebäudewand 36 gehalten.
Auch hier ist die Festigkeit des erfindungsgemäßen Segments von Vorteil.
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In anderen Ausführungsbeispielen wird einer z.B.
für höhere Bauwerke
gewünschten
weiteren Festigkeit durch zusätzliche
innen liegende und/oder außen
liegende Armierungsschichten Rechnung getragen.
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Auch das Ausführungsbeispiel nach 7 zeigt eine Fassadenanwendung.
Dabei ist das Segment mit 40 bezeichnet. Außenseitig
ist an dem Segment 40 eine Putzschicht oder Mörtelschicht 41 vorgesehen.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel
ist an der gegenüberliegenden
Segmentseite eine gleiche Mörtelschicht 42 vorgesehen.
Außerdem
zeigt das Ausführungsbeispiel
nach 7 rückseitige Drainrillen 43.
Die Drainrillen dienen der Hinterlüftung des Segmentes.
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In anderen Ausführungsbeispielen ist anstelle
der Putzschicht 40 eine Kunststoffbeschichtung z.B. aus
vernetztem Kunststoffschaum oder ungeschäumtem Kunststoff vorgesehen,
der besonders wärmebelastbar
ist und an der Oberfläche
wahlweise besonders gestaltet ist.
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In dem Ausführungsbeispiel nach 7 sind die Befestigungsstellen
verdeckt.
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8 zeigt
die Fertigung von Bauwerkswänden
aus Beton als Baufertigteil in schematischer Ansicht. Dabei ist
das erfindungsgemäße Segment
mit 46 bezeichnet. Die darüber
liegende Betonschicht ist mit 47 bezeichnet. Das Segment 46 besitzt
die gleiche Breite und Länge
wie das gewünschte
Baufertigteil.
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Ferner sind Schrauben 48 dargestellt,
die mit der unteren Hälfte
in dem Segment 46 sitzen und mit der oberen Hälfte in
die Betonschicht 47 ragen.
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Zur Herstellung des Baufertigteils
wird das Segment 46 mit den vorbereiteten Schrauben 48 auf einen
Tisch 45 gelegt. Dort wird das Segment 46 an den
Rändern
allseitig mit nicht dargestellten Formwänden umfaßt. Die Formwände besitzen
eine Höhe, die
gleich der Dicke des Baufertigteiles ist. Zur Fertigstellung des
Baufertigteiles wird zunächst
die Betonarmierung in dem von den Formwänden umschlossenen Hohlraum
verlegt und anschließend
der Formhohlraum mit Beton vergossen. Der Beton wird an der Oberkante
der Formwände
abgezogen.
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Nach der Verfestigung des Betons
werden die Formwände
abgebaut und kann das Betonfertigteil zur weiteren Aushärtung/Abbindung
des Betons einem Lager zugeführt
werden.
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In dem Ausführungsbespiel nach 8 sind die Schrauben 48 zur
Verbindung von Beton und Segment verdeckt angeordnet. Auch verschiedene andere
oben beschriebene Schrauben, Bolzen und Anker eignen sich zu einer
verdeckten Anordnung der Befestigungsmittel.