DE10254159A1 - Trockeneisstrahlen mit Mantelstrom - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Strahlvorrichtung und ein entsprechendes Verfahren zum Strahlreinigen mit Hilfe eines Treibgas und Strahlgut umfassenden Strahlmittels. Ein Teil (5) des Treibgases wird vor der Beschleunigung des Strahlmittels (6) abgezweigt und nach der Beschleunigung des Strahlmittels dem Strahlmittel (14) wieder zugeführt.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Strahlvorrichtung zur Abstrahlung eines Strahlmittels, welches Treibgas und Strahlgut umfasst, wobei die Strahlvorrichtung eine erste Zuführung besitzt und einen sich verjüngenden Abschnitt aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung bis auf einen minimalen Düsenquerschnitt abnimmt, und einen sich stromabwärts anschließenden, sich erweiternden Abschnitt aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung zunimmt. Ferner bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Strahlreinigen mit Hilfe eines Treibgas und Strahlgut umfassenden Strahlmittels, wobei zumindest ein Teil des Strahlmittels beschleunigt wird.
  • Beim Strahlreinigen mit Trockeneis wird Trockeneisgranulat in Reiskorngröße, sogenannte Pellets, in einen Druckluftstrom eindosiert, in einer Strahldüse beschleunigt und dann auf das abzustrahlende Objekt gerichtet. Die Pellets kühlen beim Auftreffen auf das Objekt die Oberfläche punktuell ab und verspröden diese. Die versprödeten Oberflächenschichten werden durch nachfolgende Pellets abgetragen.
  • Bei sogenannten Ein-Schlauch-Anlagen wird das Strahlgut, beispielsweise das Trockeneisgranulat, gemeinsam mit einem Luftstrom einer Strahldüse zugeführt und beschleunigt. Die Strahldüse ist so ausgeführt, dass in einem ersten Abschnitt die freie Querschnittsfläche zunächst allmählich abnimmt, bis das sogenannte Laval-Verhältnis erreicht ist. In diesem Punkt reduziert sich der statische Druck auf die Hälfte, während die Luftströmung Schallgeschwindigkeit erreicht. Bei der anschließenden Erweiterung des Strömungsquerschnittes beschleunigt die Luftströmung theoretisch bis etwa zur zweifachen Schallgeschwindigkeit.
  • Das eigentliche Ziel ist aber nicht die Luftströmung, sondern das Strahlgut, d.h. das Trockeneisgranulat, möglichst stark zu beschleunigen. Aufgrund der Massenträgheit des Strahlguts bleibt dessen Geschwindigkeit jedoch deutlich hinter der Strömungsgeschwindigkeit der Luft zurück. So haben Untersuchungen gezeigt, dass beim Trockeneisstrahlen die Geschwindigkeit der Partikel in der Regel die Schallgeschwindigkeit nicht überschreitet.
  • Aufgabe vorliegender Erfindung ist es daher, eine Strahlvorrichtung und ein entsprechendes Verfahren zum Abstrahlen eines Strahlmittels zu entwickeln, die größere Geschwindigkeiten des Strahlmittels ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Strahlvorrichtung der eingangs genannten Art gelöst, bei der ein Bypass zur Führung eines Teils des Gasstromes um den minimalen Düsenquerschnitt vorgesehen ist.
  • Die Strahlvorrichtung umfasst eine Strahldüse, die einen sich verjüngenden Abschnitt aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung bis auf einen minimalen Düsenquerschnitt abnimmt, und die einen sich stromabwärts anschließenden, sich erweiternden Abschnitt aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung zunimmt. Erfindungsgemäß ist ein Bypass zumindest um den minimalen Düsenquerschnitt vorgesehen, so dass der abgezweigte Treibgasstrom in der Strahldüse nicht die maximal mögliche Beschleunigung erfährt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zum Strahlreinigen mit Hilfe eines Treibgas und partikelförmiges Strahlgut umfassenden Strahlmittels zeichnet sich dadurch aus, dass zumindest ein Teil des Strahlmittels beschleunigt wird, wobei ein Teil des Treibgases vor der Beschleunigung des Strahlmittels abgezweigt und nach der Beschleunigung des Strahlmittels dem Strahlmittelstrom zugeführt wird.
  • Durch die Zumischung des abgezeigten Treibgasstromes in den beschleunigten Strahlmittelstrom wird die Strahlleistung deutlich gesteigert, ohne dass zusätzliches Treibgas zugeführt werden muss.
  • Im Rahmen der vorliegenden Erfindung durchgeführte Untersuchungen haben ergeben, dass sich bei der herkömmlichen Beschleunigung des Strahlmittelstromes in einer Düse an den Düsenwandungen eine Randschicht ausbildet, in der die Geschwindigkeit des Strahlmittelstromes stark reduziert ist. Die Geschwindigkeitsverteilung im Strahlmittelstrom wird hierdurch negativ beeinflusst.
  • Es hat sich daher als besonders günstig erwiesen, den abgezweigten Treibgasstrom dem Strahlmittelstrom so zuzuführen, dass der Strahlmittelstrom von dem Treibgasstrom umhüllt wird. Vorrichtungsseitig wird dies bevorzugt dadurch realisiert, dass zumindest der Bereich des minimalen Düsenquerschnitts von einem Ringkanal umgeben ist, der als Bypass dient. Der Treibgas und partikelförmiges Strahlgut enthaltende Strahlmittelstrom wird von einem im Wesentlichen von Partikeln freien Mantelstrom eingehüllt. Auf diese Weise werden zum einen Beschädigungen an der Strahlvorrichtung durch auftreffende Partikel verringert, zum anderen wird das Geschwindigkeitsprofil des Strahlmittelstromes deutlich verbessert.
  • Vorzugsweise wird der Treibgasstrom in einem Bereich mit sich in Strömungsrichtung verringerndem Querschnitt, insbesondere in dem sich verjüngenden Abschnitt der Strahldüse abgezweigt. Durch den abnehmenden Querschnitt im Bereich der Treibgasabzweigung verursacht die Treibgasentnahme keine Verringerung der Strömungsgeschwindigkeit des in der Strahldüse weiter strömenden Strahlmittels.
  • Die Eintrittsöffnungen in den Bypass sind bevorzugt so ausgeführt, dass im wesentlichen nur Treibgas und keine Strahlgutpartikel in den Bypass geführt werden. Hierbei ist es besonders günstig, wenn die Eintrittsöffnungen so ausgelegt sind, dass zum einen kein Strahlgut in den Bypass eindringen kann, zum anderen aber eine ausreichende Treibgasmenge abgezweigt wird.
  • In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine Abzweigung von 5 bis 50% des Treibgases vorteilhaft ist. Besonders vorteilhaft werden zwischen 10 und 30% des Treibgases abgezweigt.
  • Die Strömungsgeschwindigkeit des Strahlmittelstromes und damit auch die Strahlleistung werden insbesondere dann verbessert, wenn der abgezweigte Treibgasstrom ebenfalls beschleunigt wird. Hierzu ist es günstig, auch in dem Bypass einen Abschnitt mit sich in Strömungsrichtung verringerndem Querschnitt vorzusehen. Auf diese Weise wird dem Strahlmittelstrom ein Treibgasstrom mit hoher Geschwindigkeit zugemischt, was sich positiv auf die Fokussierbarkeit und Reichweite des Strahlmittelstromes auswirkt.
  • Die für eine Beschleunigung des Strahlmittelstromes und des abgezweigten Treibgasstromes erforderlichen Druckverhältnisse lassen sich bei einer bevorzugten Ausführungsform dadurch einstellen, dass der Querschnitt des Bypasses, insbesondere die minimale Querschnittsfläche des Bypasses, veränderbar ist. Über die Anpassung der Geometrie des Bypasses regelt sich der Treibgasdurchsatz selbst. Die Strömungsverhältnisse in der Strahlvorrichtung lassen sich zudem durch entsprechende Einstellung der geometrischen Verhältnisse im Bypass mit hoher Genauigkeit reproduzierbar wiederholen.
  • Die Strömungsverhältnisse in dem Bereich, in dem der abgezweigte Treibgasstrom in den Strahlmittelstrom zurückgeführt wird, werden bevorzugt so eingestellt, dass der statische Druck nach der Beschleunigung des Strahlmittelstromes 25 bis 75 % des statischen Druckes vor der Beschleunigung beträgt.
  • Von Vorteil schließt sich an den sich erweiternden Abschnitt der Strahldüse, stromabwärts der Stelle an der der abgezweigte Treibgasstrom in den Strahlmittelstrom rückgeführt wird, eine weitere Strahldüse an, die zur Nachbeschleunigung dient. Durch Kombination mit der erfindungsgemäßen Strahlvorrichtung ist es möglich, Düsen auf unterschiedlichste Umstände und Einsatzbedingungen einzustellen, obwohl sie ursprünglich für andere Drücke und Volumenströme ausgelegt waren.
  • Die Erfindung hat sich insbesondere zum Strahlreinigen mit Kohlendioxid-Pellets bewährt, wobei vorzugsweise Luft als Treibgas zugegeben wird. Als Strahlgut kommen ferner Kohlendioxid-Schnee, aber auch Sand und sonstiges Granulat in Betracht.
  • Die Erfindung ist sowohl bei sogenannten Ein-Schlauch-Anlagen als auch bei Zwei-Schlauch-Anlagen mit Vorteil einsetzbar. Bei einer Ein-Schlauch-Anlage wird das Strahlmittel als Gemisch aus Treibgas und Strahlgut über eine Zuführung zur Strahlvorrichtung geleitet. Ein Teil des Treibgases wird erfindungsgemäß aus diesem Gemisch abgezogen und nach Beschleunigung des verbleibenden Strahlmittelstromes letzterem wieder zugeführt.
  • Bei einer Zwei-Schlauch-Anlage wird über eine erste Zuführung nur Treibgas und über eine zweite Zuführung ein Gemisch aus Treibgas und Strahlgut zur Strahlvorrichtung geleitet. In der Strahlvorrichtung werden diese beiden Ströme zusammengeführt, gemeinsam beschleunigt und schließlich abgestrahlt. Erfindungsgemäß wird aus dem Treibgasstrom, vorzugsweise vor der Zusammenführung mit dem Treibgas-Strahlgut- Strom, ein Teilstrom abgezweigt und stromabwärts des minimalen Düsenquerschnitts wieder zurückgeführt.
  • Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile gegenüber dem Stand der Technik. So ist die erfindungsgemäße Strahlvorrichtung sehr einfach handhabbar und kann durch Verstellen des Ringspaltes bzw. des Bypass-Querschnitts leicht an unterschiedliche Druckverhältnisse und Durchsätze angepasst werden. Die Strahlleistung wird ohne zusätzlichen Treibgasverbrauch gesteigert. Die Strahlvorrichtung ist ferner mit nahezu allen Druckstrahldüsen kombinierbar und sowohl für abrasives als auch für nichtabrasives Strahlgut geeignet. Der Strahl ist gut fokussierbar und erlaubt größere Abstände zwischen der Strahlvorrichtung und dem zu reinigenden Objekt. Schließlich werden durch den im wesentlichen Strahlgut-freien Mantelstrom Abrasionsschäden im Expansionsteil der Düse reduziert.
  • Die Erfindung sowie weitere Einzelheiten der Erfindung werden im Folgenden anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Hierbei zeigen:
  • 1 eine erfindungsgemäße Ausführungsform für eine Ein-Schlauch-Anlage und
  • 2 eine erfindungsgemäße Strahlvorrichtung für eine Zwei-Schlauch-Anlage.
  • In 1 ist eine erfindungsgemäße Ein-Schlauch-Anlage dargestellt, wie sie zum Strahlreinigen mit Kohlendioxid-Pellets eingesetzt wird. Die Strahlvorrichtung besitzt eine Strahlmittelzuführung 1, über die ein Luftstrom zugeführt wird, dem Kohlendioxid-Pellets zugemischt wurden. Der Strahlmittelstrom 2 aus Luft und Pellets tritt in einen Bereich 3 ein, in dem ein Teil des Luftstromes abgezweigt wird. Hierzu sind in den Wandungen Öffnungen 4 mit einem Durchmesser von etwa 1 mm vorgesehen, die so klein sind, dass Kohlendioxid-Pellets die Öffnungen 4 nicht passieren können. Andererseits wird über die Anzahl der Öffnungen 4 deren Gesamtquerschnitt so bestimmt, dass eine Luftmenge 5 zwischen 20 und 30% des Gesamtluftstromes durch die Öffnungen 4 tritt.
  • Die Abzweigung des Teils 5 des Luftstromes beeinflusst die Strömungsgeschwindigkeit des verbleibenden Strahlmittelstromes 6. In dem Bereich 3 wird deshalb der Querschnitt für den Strahlmittelstrom 6 so verengt, dass dessen Strömungsgeschwindigkeit nicht abnimmt.
  • An den Bereich 3 zur Abtrennung des Teilluftstromes 5 schließt sich eine Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 an, die einen Abschnitt 7 aufweist, dessen Querschnitt sich in Strömungsrichtung bis auf einen minimalen Querschnitt 8 verjüngt, und auf den stromabwärts ein sich in Strömungsrichtung erweiterender Abschnitt 9 folgt. Die Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 dient zur Vorbeschleunigung des Strahlmittelstromes 6. Der Strahlmittelstrom 6 tritt in die Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 ein, wird beschleunigt und verlässt die Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 mit höherer Geschwindigkeit 14.
  • Der abgezweigte Teilluftstrom 5 strömt in einem die gesamte Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 umgebenden Ringkanal 21 und wird dann über einen Ringspalt 12 wieder als Hüllstrom 13 mit dem zentral durch die Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 strömenden Strahlmittelstrom 14 zusammengeführt. Beim Übergang vom Ringkanal 21 in den Ringspalt 12 nimmt der für den abgezweigten Teilluftstrom 5 vorhandene Querschnitt stetig ab, so dass eine Beschleunigung dieses Stromes hervorgerufen wird. Der beschleunigte Teilluftstrom 13 tritt aus dem Ringspalt 12 aus und wird mit dem in der Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 ebenfalls beschleunigten Strahlmittelstrom 14 so zusammengeführt, dass der Teilluftstrom 13 den Strahlmittelstrom 14 mantelförmig umgibt. Nach der Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 liegt so ein zentraler aus Luft und Kohlendioxid-Pellets bestehender Strahlmittelstrom 14 vor, der von einem hoch beschleunigten, im wesentlichen aus Luft bestehenden Mantelstrom 13 umgeben wird.
  • Um die für eine optimale Vorbeschleunigung erforderlichen Druckverhältnisse einstellen zu können, ist der Ringspalt 12 veränderbar. Hierzu erstreckt sich der Außenkörper 22 über die gesamte Länge der Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9. Die Verstellbarkeit des Außenkörpers 22 wird durch ein Feingewinde erreicht, über welches der Außenkörper 22 mit der Strahlmittelzuführung 1 verbunden ist und welches eine Bewegung des Außenkörpers 22 in axialer Richtung ermöglicht. Je nach Länge des Ringkanals 21 ist es sinnvoll, Zentrierstifte 23 vorzusehen, die den Außenkörper 22 in radialer Richtung positionieren, aber Bewegungen in axialer Richtung zulassen.
  • Durch entsprechende Positionierung des Außenkörpers 22 werden der Querschnitt des Ringspaltes 12 und damit der Volumenstrom beziehungsweise Durchsatz durch die Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 und den Ringspalt 12 und die Druckverhältnisse im Ringspalt 12 und im sich erweiternden Abschnitt 9 der Vorbeschleunigerdüse so abgestimmt, dass eine optimale Beschleunigung des Mantelstromes 13 erzielt wird.
  • Die Einstellung des Ringspaltes 12 über das Feingewinde hat den weiteren Vorteil, dass bei bekannten Bedingungen frühere Einstellungen reproduzierbar wieder hergestellt werden können. Es ist möglich, bestimmte Strahlparameter, wie Strahlgeschwindigkeit oder Intensität, definiert einzustellen. Dies ist insbesondere beim Abstrahlen empfindlicher Objekte von Vorteil, bei denen beispielsweise zu hohe Strahlgeschwindigkeiten zu Beschädigungen der Objekte führen würden.
  • Die Breite des Ringspalts 12 beträgt günstigerweise zwischen 0,15 und 1,5 mm. Entsprechend haben sich Querschnittsflächen des Ringspalts 12 von 10 bis 100 mm2 bewährt. Bei diesen Dimensionierungen ist eine genaue Einstellmöglichkeit, wie sie durch die Erfindung bereit gestellt wird, unumgänglich.
  • Am stromabwärtigen Ende der Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 befindet sich ein Schraubanschluss 24, an den eine Düse 15 zur Endbeschleunigung des Strahls angeschlossen werden kann. Vorzugsweise wird hierfür ebenfalls eine Lavaldüse verwendet, es ist aber durchaus auch möglich, Düsen anderen Typs einzusetzen. In der Lavaldüse 15 wird der Strom 13, 14 auf Endgeschwindigkeiten beschleunigt, die deutlich im Überschallbereich liegen, was sich durch die Ausprägung von mehreren Mach'schen Knoten zeigt.
  • Schließlich ist es unter Umständen auch günstig, die Vorbeschleunigerdüse 7, 8, 9 mit einem Handgriff zu versehen, so dass die Strahlvorrichtung selbst als Strahlpistole verwendet werden kann.
  • 2 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführung für Zwei-Schlauch-Anlagen. Über eine erste Zuführung 31 wird einer Mischkammer 32 Druckluft 33 zugeführt. Vor dem Eintritt in die Mischkammer 32 weist die Zuführung 31 mehrere Öffnungen 34 auf, über die ein Teilstrom der Druckluft abgezogen und in den Bypass 35 geleitet wird. Der verbleibende Hauptluftstrom wird in einer Düse 36, vorzugsweise einer Lavaldüse, beschleunigt und in die Mischkammer 32 geleitet. Der beschleunigte Hauptluftstrom 33 erzeugt in der Mischkammer 32 einen Unterdruck, wodurch Strahlgut, insbesondere Kohlendioxid-Granulat, über eine zweite Leitung 37 in die Mischkammer 32 gesaugt werden kann.
  • In der Mischkammer 32 werden die beiden Ströme 33 und 38 zusammengeführt und bilden einen Strahlmittelstrom 39. Der Strahlmittelstrom 39 wird dann mittels einer Strahldüse 40, die einen sich verjüngenden Abschnitt 41 und einen sich stromabwärts anschließenden sich erweiternden Abschnitt 42 aufweist, beschleunigt und abgestrahlt.
  • Der in den Bypass 35 abgetrennte Teilluftstrom wird stromabwärts des minimalen Querschnitts 43 der Strahldüse 40 dem Strahlmittelstrom 39 wieder als Hüllstrom zugeführt und in der Strahldüse 40 ebenfalls beschleunigt.

Claims (15)

  1. Strahlvorrichtung zur Abstrahlung eines Strahlmittels, welches Treibgas und Strahlgut umfasst, wobei die Strahlvorrichtung eine erste Zuführung besitzt und einen sich verjüngenden Abschnitt aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung bis auf einen minimalen Düsenquerschnitt abnimmt, und einen sich stromabwärts anschließenden, sich erweiternden Abschnitt aufweist, in dem der Strömungsquerschnitt in Strömungsrichtung zunimmt, dadurch gekennzeichnet, dass ein Bypass (21,35) zur Führung eines Teils des Treibgases um den minimalen Düsenquerschnitt (8, 43) vorgesehen ist.
  2. Strahlvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Einlass (4) in den Bypass (21, 35) in dem sich verjüngenden Abschnitt (7) befindet.
  3. Strahlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass (21, 35) einen Abschnitt (12) mit sich in Strömungsrichtung verringerndem Querschnitt aufweist.
  4. Strahlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Bypass als Ringspalt (12) ausgeführt ist, der zumindest den Bereich des minimalen Strömungsquerschnitts (8) umschließt.
  5. Strahlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass in den Bypass (21, 35) Öffnungen (4) mit einem maximalen freien Durchmesser von 1 mm besitzt.
  6. Strahlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die minimale Querschnittsfläche (12) des Bypasses veränderbar ist.
  7. Strahlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass stromabwärts des sich erweiternden Abschnitts (9) eine Düse (15) zur Beschleunigung des Strahlmittels vorgesehen ist.
  8. Strahlvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine zweite Zuführung (37) für ein Gemisch aus Treibgas und Strahlgut vorgesehen ist.
  9. Strahlvorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die erste (31) und die zweite Zuführung (37) in eine stromaufwärts des sich verjüngenden Abschnitts (41) angeordnete Mischkammer (32) münden.
  10. Verfahren zum Strahlreinigen mit Hilfe eines Treibgas und Strahlgut umfassenden Strahlmittels, wobei zumindest ein Teil des Strahlmittels beschleunigt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil (5) des Treibgases vor der Beschleunigung des Strahlmittels (6) abgezweigt und nach der Beschleunigung des Strahlmittels dem Strahlmittel (14) zugeführt wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen 5 und 50 %, vorzugsweise zwischen 10 und 30%, des Treibgases abgezeigt wird.
  12. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der abgezweigte Treibgasstrom (5) vor der Rückführung in den Strahlmittelstrom (14) beschleunigt wird.
  13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der statische Druck nach der Beschleunigung des Strahlmittelstromes 25 bis 75 % des statischen Druckes vor der Beschleunigung beträgt.
  14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der abgezweigte Treibgasstrom (5, 13) dem Strahlmittelstrom (14) so zugeführt wird, dass der Strahlmittelstrom (14) von dem Treibgasstrom (13) umhüllt wird.
  15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass Kohlendioxid-Pellets als Strahlmittel verwendet werden.
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