DE1027124B - Verfahren zum Abteilen und Verschweissen von Einzelpackungen aus einem fluessigkeitsgefuellten thermoplastischen Schlauch - Google Patents
Verfahren zum Abteilen und Verschweissen von Einzelpackungen aus einem fluessigkeitsgefuellten thermoplastischen SchlauchInfo
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- B65B9/12—Subdividing filled tubes to form two or more packages by sealing or securing involving displacement of contents
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Description
- Verfahren zum Abteilen und Verschweißen von Einzelpackungen aus einem flüssigkeitsgefüllten thermoplastischen Schlauch Zum Einkapseln von flüssigen und brei artigen Stoffen unter Luftabschluß ist es bereits bekannt, ein längeres Stück Rohr dessen eines Ende vorher verschlossen und dessen anderes Ende an einen Vorratsbehälter angeschlossen ist, mittels verschiebbarer Preßbalken in entsprechende Einzelpackungen zu unterteilen. Da das Rohr aus einem verhältnismäßig steifen Material besteht, müssen die Preßbacken verschiebbar sein, wodurch die zur Verarbeitung kommunde Rohrlänge begrenzt ist.
- Es ist auch schon bekannt Einzelpackungen aus einem durch Verschweißen von thermoplastischen Bändern gebildeten Schlauch herzustellen. In den längs geschweißten Schlauch wird über ein Rohr die zu verpackende Flüssigkeit eingeführt, wobei dafür gesorgt ist, daß vor den die Querverschweißung ausführenden Schweißbacken eine konstant bleibende Flüssigkeitssäule steht. I)a die Querverschweißungen stets im gleichen Abstand erfolgen, wird immer ein gleiches Flüssigkeitsvolumen abgeteilt. und die Einzelpackungen sind gleichmäßig prall gefüllt.
- Nachteilig ist, daß diese Arbitsweise umständlich und eine komplizierte, daher teuereVorrichtung erfordert.
- Es ist auch schon bekanntgeworden, Einzelpackungen aus einem flüssigkeitsgefüllten thermoplastischen Schlauch herzustellen. Es wird von einem längeren Schlauchstück ausgegangen. das an einem Ende verschlossen wird und das dann mit der zu verpackenden Flüssigkeit gefüllt wird. Der gefüllte Schlauch wird durch ein feststehendes Schweißbackenpaar geführt, durch welches die die Einzelpackungen abteilenden Querverschweißungen ausgeführt werden. Nachteilig ist, daß die Flüssigkeitssäule vor der Schweißstelle nicht konstant Neilit. die Einzelpackungen also nicht ein konstantes Volumen der zu verpackenden Fliissigkeit einschließen.
- Die vorliegende Erfindung, die diese Nachteile vermeidet, betrifft ein Verfahren zum Abteilen und Verschweißen von Einzelpackungen aus einem flüssigkeitsgefüllten thermoplastischen Schlauch, das dadurch gekennzeichnet ist. daß der kontinuierlich oder absatzweise hewegte Schlauch vor der Schweißstelle über eine den Flüssigkeitsinhalt in zwei Säulen teilende. höher gelegene Auflage geführt wird.
- Die Füllung des Schlauches kann einerseits ohne Lufteinschluß erfolgen. so daß im Bereich der höher gelegenen Auflage der Schlauch unter der durch das Flüssigkeitsgewicht ausgeübten Zugwirkung abgeflacht wird.
- Die Füllung des Schlauches kann aber andererseits auch mit Einschluß von Luft erfolgen. wobei die eingeschlossene Luft in dem Bereich der höher gelegenen Auflage verdrängt und dort in Form einer Luftbllase gehalten wird.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht auf einfachste Weise ein gleichmäßiges Füllen der Einzelpackungen.
- Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 eine schematische Ansicht der zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendeten Vorrichtung, wobei der Schlauch mit Einschluß von Luft gefüllt ist, Fig. 2 eine schematische Ansicht, wobei der Schlauch ohne Lufteinschluß gefüllt ist.
- Der thermoplastische Schlauch 1 kann, wie üblich, entweder nahtlos oder durch Längsverschweißen von Bändern hergestellt sein. Er kann einen kreisförmigen oder andersförmigen Querschnitt besitzen.
- Der vorgefertigte Schlauch weist zur rationellen Fertigung eine größere Länge, z. B. mehrere Dutzend Steter, auf und wird nahezu in seiner ganzen Länge mit der zu verpackenden Flüssigkeit gefüllt.
- Das rückwärtige Schlauchende ist an einen Behälter 2 angeschlossen, welcher die Flüssigkeit enthält (Fig. 1), oder aber es ist mit einem Ventil 13 versehen, das den bei der Bildung der Einzelpackungen auftretenden Flüssigkeitsüberschuß in einen Behälter austreten läßt (Fig. 2).
- Das vordere Ende 3 des Schlauches 1 wird z. B. durch eine Querschweißung verschlossen. Der Schlauch kann vor oder nach der Füllung auf eine Trommel 4 aufgewickelt werden, von der er nach und nach abgewickelt wird.
- Der Schlauch 1 läuft vor der durch die Schweißmatrizen 5 gebildeten Schweißstelle über eine höher gelegene Auflage 11, die in senkrechter Richtung verstellbar ist. Die Auflage 11 wird vorteilhaft von einer Rolle 6 gebildet, die angetrieben wird, um den Schlauch 1 vorwärts zu bewegen. Die Rolle 6 kann gegebenenfalls auch frei drehbar angeordnet sein, wenn der Schlauch durch eine zusätzbiche Transport vorrichtung bewegt wird. Von der Auflage 11 verläuft der Schlauch 1 über eine Länge von mehreren Dezimetern abwärts, um waagerecht durch die Schweißmatrizen 5 geführt zu werden.
- Ist der Schlauch mit Einschluß von Luft gefüllt und in seine Ausgangslage gebracht, so steigt die eingeschlossene Luft, da sie leichter ist als die Flüssigkeit, zu dem über die Auflage 11 verlaufenden Schlauchteil 7 auf. Die Flüssigkeit in dem abwärts verlaufenden Schlauchteil 9 und dem ansteigenden Schlauchteil 8 wird durch die im Schlauchteil 7 eingeschlossene Luft getrennt.
- Nach jeder neuerlichen Querverschweißung des Schlauches 1 durch die Schweißmatrizen 5 wird der Schlauch vorwärts bewegt, wodurch eine geringe Flüssigkeitsmenge von dem aufsteigenden Schlauchteil 8 in den von der Auflage 11 nach abwärts verlaufenden Schlauchteil 9 herüberfließt. Die Flüssigkeitsmenge, die in der zuletzt abgeteilten Einzelpackung eingeschlossen ist, wird also immer wieder ersetzt. Durch Abstimmen der Höhe der Auflage 11 zur Geschwindigkeit der Schlauchbewegung kann der Flüssigkeitsspiegel im abwärts verlaufenden Schlauchteil 9 auf gleicher Höhe gehalten werden. Hierdurch wird es möglich, den Flüssigkeitsdruck vor der Schweißstelle konstant zu halten, so daß alle Einzelpackungen die gleiche Flüssigkeitsmenge einschließen, vorausgesetzt, daß der Schlauch nur immer um die gleiche Strecke vorwärts bewegt wird. Dadurch, daß die Auflage 11 in der Höhe verstellt wird, können die Einzelpackungen gleichmäßig prall gefüllt werden, bzw. der Flüssigkeitsdruck kann den verschiedenen Schlauchstärken angepaßt werden.
- Nach dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel wird der Schlauch 1 ohne Lufteinschluß gefüllt. Der Schlauch 1 wird dann im Bereich der höher gelegenen Auflage 11 unter der durch das Flüssigkeitsgewicht ausgeübten Zugwirkung abgeflacht. Auch hier sind die Flüssigkeitssäulen in den beiden Schlauchteilen 8 und 9 voneinander getrennt, und durch das Vorwärtsbewegen des Schlauches wird Flüssigkeit von dem Schlauchteil. 8 in den Schlauches teil 9 hinüberfließen.
- Sollen schäumende Flüssigkeiten wie Shampoo und seifenartige Lösungen verpackt werden, ist es vorteilhaft, den Schlauch ohne Lufteinschluß zu füllen, denn beim Hinüberfließen vom Schlauchteil 8 in den Schlauchteil 9 würde sich sonst störender Schaum entwickeln.
- Selbstverständlich ist es möglich, das Abteilen der Einzelpackungen durch Schweißen auf die verschiedenste Weise vorzunehmen. Man kann insbesondere kurz vor den Schweißbacken Preßbacken anordnen, welche die Schlauchwände kurzzeitig aneinanderpressen, ohne sie zusammenzuschweiflen. Diese Preßbalken schließen sich nach jedem Vorschub des Schlauches, um eine kurze Schlauchlänge abzuschnüren. Kommen die Schweißbacken zur Wirkung, so wird hierdurch ein Rückfließen der Flüssigkeit verhindert. Die Schweißmatrizen können außerdem so ausgebildet sein, daß aus dem Schlauch sowohl in seiner Längsrichtung als auch in seiner Querrichtung bei jeder Schweißung zwei oder mehrere nebeneinanderliegende Einzelpackungen abgeschweißt werden.
Claims (4)
- PATENTANSPRUCHE 1. Verfahren zum Abteilen und Verschweißen von Einzelpackungen aus einem flüssigkeitsgefüllten thermoplastischen Schlauch, dadurch gekennzeichnet, daß der kontinuierlich oder absatzweise bewegte Schlauch vor der Schweißstelle über eine den Flüssigkeitsinhalt in zwei Säulen teilende, höher gelegene Auflage geführt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung des Schlauches ohne Lufteinschluß erfolgt so daß im Bereich der höher gelegenen Auflage der Schlauch unter der durch das Flüssigkeitsgewicht ausgeübten Zugwirkung abgeflacht wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Füllung des Schlauches mit Einschluß von Luft erfolgt und die eingeschlossene Luft in den Bereich der höher gelegenen Auflage verdrängt und dort in Form einer Luftblase gehalten wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflage höhenverstellbar ist, wodurch sich ein jeweils gewünschter konstanter Flüssigkeitsdruck vor der Schweißstelle einstellen läßt.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 166 643, 2 420 983; schweizerische Patentschrift Nr. 17 078.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1027124X | 1952-05-26 |
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| DE1027124B true DE1027124B (de) | 1958-03-27 |
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| DEF11962A Pending DE1027124B (de) | 1952-05-26 | 1953-05-26 | Verfahren zum Abteilen und Verschweissen von Einzelpackungen aus einem fluessigkeitsgefuellten thermoplastischen Schlauch |
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|---|---|
| DE (1) | DE1027124B (de) |
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