DE10303349A1 - Türaußengriffeinrichtung - Google Patents

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türaußengriffeinrichtung (1) für eine Tür eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, umfassend einen Träger (2) und einen Ziehgriff (3), der an einem Lagerende (4) mittels eines Schwenklagers (6) um eine Schwenkachse (5) am Träger (2) gelagert ist. DOLLAR A Um ein Axialspiel im Schwenklager (6) zu reduzieren, ist eine am Träger (2) festgelegte Lagerwelle (10) vorgesehen, auf der eine Lagerhülse (12) drehverstellbar gelagert ist. Das Lagerende (4) ist auf die Lagerhülse (12) aufgesteckt.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türaußengriffeinrichtung für eine Tür eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
  • Eine derartige Türaußengriffeinrichtung ist aus der DE 195 37 984 C2 bekannt und umfasst einen Träger, der an einer Innenseite einer Außenhaut der Tür angeordnet ist. Desweiteren besitzt die Türaußengriffeinrichtung einen Ziehgriff, der an einer Außenseite der Außenhaut angeordnet und an einem Lagerende mittels eines Schwenklagers um eine im wesentlichen stehende Schwenkachse schwenkverstellbar am Träger gelagert ist. Bei der bekannten Türaußengriffeinrichtung umfasst das Schwenklager am Träger zwei Lagerwangen, zwischen denen sich eine Lagerwelle erstreckt, an deren Umfang ein Ausziehsicherungselement ausgeformt ist. Die bekannte Lagerwelle ist somit bezüglich der Schwenkachse nicht rotationssymmetrisch. Das Lagerende des Ziehgriffs umfasst eine U-förmige Aufnahme, die quer zur Schwenkachse auf die Lagerwelle aufgesteckt ist, wobei in einer Auflagerflanke der Aufnahme ein Ausziehsicherungsgegenelement ausgeformt ist, das mit dem Ausziehsicherungselement der Lagerwelle zusammenwirkt.
  • Aufgrund von Fertigungstoleranzen ist ein axialer, also in der Längsrichtung der Schwenkachse gemessener Abstand zwischen den beiden Lagerwangen des Trägers stets größer als die axiale Erstreckung des auf die Lagerwelle aufgesteckten Lage rendes des Ziehgriffs. Ein derartiges axiales Spiel kann auch für die Montage der Türaußengriffeinrichtung vorteilhaft sein, da der Ziehgriff nachträglich von außen durch eine entsprechende Öffnung in der Außenhaut der Tür eingebaut werden kann. Dieses herstellungsbedingte axiale Spiel bleibt im fertig montierten Zustand der Türaußengriffeinrichtung erhalten und ist bei einer Betätigung des Ziehgriffs fühlbar. Zumindest bei höherwertigen Kraftfahrzeugen kann dieses axiale Spiel des Ziehgriffs vom jeweiligen Verwender als Komforteinbuße empfunden werden.
  • Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Türaußengriffeinrichtung der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die insbesondere einen erhöhten Komfort bietet.
  • Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
  • Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, das Lagerende des Ziehgriffs an einer Lagerhülse anzubringen, die ihrerseits an der Lagerwelle drehbar gelagert ist. Hierdurch kann das erforderliche oder das auftretende Axialspiel reduziert werden.
  • Bei einer Weiterbildung wird versucht, das gegebenenfalls vorhandene axiale Spiel im montierten Zustand mit Hilfe von axial wirkenden Vorspannmitteln zu eliminieren. Diese Vorspannmittel spannen das Lagerende des Ziehgriffs in eine solche spielfreie Position vor und behindern mittels der aufgebrachten Vorspannkräfte eine axiale Verstellung des Ziehgriffs im Bereich seines Lageendes relativ zum Träger. Im Rahmen zulässiger Mißbrauchskräfte ist somit vom jeweiligen Verwender des Ziehgriffs kein axiales Spiel fühlbar, was als Komfortgewinn empfunden wird. Um dies zu erreichen, ist bei der Erfindung das Lagerende des Ziehgriffs auf eine zylindri sche Lagerhülse aufgesteckt, die an einer zylindrisch ausgebildeten Lagerwelle um die Schwenkachse gelagert ist, wobei eine Vorspanneinrichtung, die sich insbesondere an der Lagerhülse abstützt, das Lagerende axial gegen einen Bund der Lagerhülse spannt. Das Lagerende des Ziehgriffs ist somit nicht mehr direkt an der Lagerwelle gelagert, sondern an der Lagerhülse festgelegt und über die Lagerhülse indirekt an der Lagerwelle gelagert. Sofern die Vorspanneinrichtung die Reaktionskräfte an der Lagerhülse abstützt, ergibt sich innerhalb der Lagerhülse ein geschlossener Kraftfluß, wodurch sich in der Lagerhülse Vorspannkräfte und Reaktionskräfte gegenseitig aufheben. Dementsprechend ist die Lagerhülse in axialer Richtung nach außen kraftfrei, so dass die axiale Vorspannung des Lagerendes keine nachteiligen Reibungseffekte für die Drehbeweglichkeit der Lagerhülse auf der Drehwelle erzeugt.
  • Von besonderem Vorteil ist eine Weiterbildung, bei welcher die Vorspanneinrichtung einen Schieber aufweist, der zwischen einer Montagestellung und einer Betriebsstellung verschiebbar am Träger gehalten ist. In seiner Betriebsstellung spannt der Schieber das auf die Lagerhülse aufgesteckte Lagerende des Ziehgriffs axial gegen den Bund der Lagerhülse vor. In seiner Montagestellung ermöglicht der Schieber eine axiale Verstellung des Lagerendes auf der Lagerhülse. Durch diese Bauweise kann in der Montagestellung des Schiebers axiales Spiel für das Lagerende bereitgestellt werden, wodurch sich die Montage des Ziehgriffs vereinfacht. Mit Hilfe eines solchen Schiebers kann somit die axiale Vorspannung aktiviert bzw. deaktiviert werden, was das Einbauen und Ausbauen des Ziehgriffs erleichtert.
  • Gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung kann sich der Schieber am Träger bis zu einem vom Lagerende entfernten Ausziehende des Ziehgriffs erstrecken und dort ein Betätigungsende aufweisen, an dem der Schieber zum Verschieben zwischen seiner Montagestellung und seiner Betriebsstellung betätigbar ist. Durch diese Bauweise läßt sich eine weitere erhebliche Ver einfachung der Montage erzielen, da sich das Betätigungsende bei dieser Weiterbildung in einem relativ gut zugänglichen Abschnitt der Türaußengriffeinrichtung befindet, wodurch der Schieber, insbesondere von außen betätigt werden kann.
  • Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
  • Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.
  • Es zeigen, jeweils schematisch,
  • 1 eine perspektivische Ansicht auf eine Türaußengriffeinrichtung nach der Erfindung;
  • 2 eine Schnittansicht durch ein Schwenklager entsprechend den Schnittlinien II in 1.
  • Entsprechend 1 weist eine Türaußengriffeinrichtung 1 einer hier nicht gezeigten Tür eines Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Personenkraftwagens, einen hier nur teilweise dargestellten Träger 2 sowie einen Ziehgriff 3 auf. Im Einbauzustand ist der Träger 2 in bekannter Weise an einer Innenseite einer Außenhaut der Tür angeordnet, während der Ziehgriff 3 in bekannter Weise an einer Außenseite der Außenhaut angeordnet ist. Im Bereich der Türaußengriffeinrichtung 1 besitzt die Außenhaut der Tür üblicherweise eine Montageöffnung, die mit einem hier nicht gezeigten Abdeckelement der Türaußengriffeinrichtung 1 nach der Montage verschlossen bzw. verblendet ist. Durch diese Montageöffnung hindurch kann der Ziehgriff 3 am Träger 2 angebracht werden.
  • Der Ziehgriff 3 weist ein Lagerende 4 auf, mit dem der Ziehgriff 3 am Träger 2 um eine Schwenkachse 5 schwenkverstellbar gelagert ist. Im Einbauzustand der Türaußengriffeinrichtung 1 ist diese Schwenkachse 5 im wesentlichen stehend angeordnet, d.h. die Schwenkachse 5 erstreckt sich dann mehr oder weniger vertikal. Für die Lagerung des Lagerendes 4 am Träger 2 weist die Türaußengriffeinrichtung 1 ein Schwenklager 6 auf, dessen Aufbau weiter unten mit Bezug auf 2 näher erläutert wird.
  • Der Ziehgriff 3 weist außerdem ein Ausziehende 7 auf, das vom Lagerende 4 entfernt ist und bezüglich einer in 1 durch einen Doppelpfeil symbolisierten Ausziehrichtung 8 am Träger 2 ausziehbar gelagert ist. Die Ausziehrichtung 8 erstreckt sich dabei bezüglich der Schwenkachse 5 in Umfangsrichtung. Das bedeutet, dass der Ziehgriff 3 bei seiner Betätigung an seinem Ausziehende 7 in der Ausziehrichtung 8 bewegt wird, wobei der Ziehgriff 3 insgesamt an seinem Lagerende 4 um die Schwenkachse 5 verschwenkt.
  • Die Türaußengriffeinrichtung 1 weist außerdem eine Vorspanneinrichtung 9 auf, die weiter unten, insbesondere mit Bezug auf 2 näher erläutert wird.
  • Entsprechend 2 besitzt das Schwenklager 6 eine zylindrisch ausgebildete Lagerwelle 10, die am Träger 2 befestigt ist. Beispielsweise ist die Lagerwelle 10 wie hier in zwei einander gegenüberliegende, am Träger 2 ausgebildete Lagerwangen 11 eingepreßt. Die Lagerwelle 10 erstreckt sich dabei koaxial zur Schwenkachse 5 bzw. wird die Schwenkachse 5 durch die Position der Lagerwelle 10 definiert. Das Schwenklager 6 besitzt außerdem eine Lagerhülse 12, die koaxial auf die Lagerwelle 10 aufgesteckt ist. Die Lagerhülse 12 ist hier zwischen den beiden Lagerwangen 11 angeordnet. Die Dimensionierungen der Lagerwelle 10 und der Lagerhülse 12 sind dabei zweckmäßig so aufeinander abgestimmt, dass die Lagerhülse 12 mit vergleichsweise geringem Radialspiel auf der Lagerwelle um die Schwenkachse 5 drehbar gelagert ist. Desweiteren ist die Dimensionierung der Lagerhülse 12 zweckmäßig auf den Abstand der beiden Lagerwangen 11 so abgestimmt, dass sich für die Lagerhülse 12 ein geringes Axialspiel ergibt. Die axialen Stirnseiten der Lagerhülse 12 und die einander zugewandten Innenseiten der Lagerwangen 11 sind hinsichtlich Oberflächenbeschaffenheit und/oder Materialauswahl so aufeinander abgestimmt, dass sich ein vergleichsweise kleiner Reibungskoeffizient zwischen der Lagerhülse 12 und den Lagerwangen 11 ergibt.
  • Auf die Lagerhülse 12 ist nun das Lagerende 4 des Ziehgriffs 3 aufgesteckt. Zu diesem Zweck ist das Lagerende 4 hier mit einer U-förmigen Aufnahme 13 ausgestattet, die zwei zueinander parallele Auflagerflanken 14 besitzt. Für die Montage ist der Ziehgriff 3 mit dem offenen Ende der Aufnahme 13 vorausgehend auf die Lagerhülse 12 radial aufsteckbar, wobei dann die Lagerhülse 12 zwischen den Auflagerflanken 14 in die Aufnahme 13 eindringt. Zweckmäßig sind hier relativ enge Toleranzen gewählt, so dass die Lagerhülse 12 die beiden Auflagerflanken 14 gleichzeitig berühren kann.
  • Die Lagerhülse 12 ist mit einem festen Bund 15 ausgestattet, der radial von der Lagerhülse 12 absteht. Im vorliegenden Fall ist der Bund 15 an einem axialen Ende der Lagerhülse ausgebildet, so dass der Bund 15 axial außen an einer der Lagerwangen 11 anliegt. Im vorliegenden Fall ist die Lagerhülse 12 außerdem beabstandet vom Bund 15 mit einem Kragen 16 versehen, der ebenfalls radial von der Lagerhülse 12 absteht.
  • Zweckmäßig ist auch der Kragen 16 an einem axialen Ende der Lagerhülse 12 ausgebildet, so dass er hier axial außen der anderen Lagerwange 11 benachbart ist.
  • Die oben erwähnte Vorspanneinrichtung 9 ist nun so ausgebildet, dass sie im montierten und betriebsbereiten Zustand der Türaußengriffeinrichtung 1 das Lagerende 4 des Ziehgriffs 3 axial gegen den Bund 15 vorspannt. Entsprechende Vorspannkräfte sind in 2 durch Pfeile 17 angedeutet. Das Lagerende 4 wird somit gegen die axial innen liegende Seite des Bunds 15 axial angepreßt, wodurch jegliches Axialspiel des Lagerendes 4 relativ zur Lagerhülse 12 eliminiert wird.
  • Bei der hier gezeigten Ausführungsform stützt die Vorspanneinrichtung 9 die Reaktionskräfte am Kragen 16 ab, wodurch sich innerhalb der Lagerhülse 12 die von der Vorspanneinrichtung 9 erzeugten axialen Vorspannkräfte 17 und die zugehörigen Reaktionskräfte gegenseitig aufheben. Die Lagerhülse 12 ist somit nach außen kraftfrei.
  • Die Vorspanneinrichtung 9 umfasst einen Schieber 18, der entsprechend einem in 1 eingetragenen Doppelpfeil 19 zwischen einer Montagestellung und einer Betriebsstellung verschiebbar am Träger 2 gelagert ist. In der Betriebsstellung des Schiebers 18 erzeugt die Vorspanneinrichtung 9 die gewünschten Vorspannkräfte 17, d.h. in der Betriebsstellung des Schiebers 18 ist die Vorspanneinrichtung 9 aktiviert. Im Unterschied dazu ist in der Montagestellung des Schiebers 18 die Vorspanneinrichtung 9 deaktiviert, d.h. die Vorspanneinrichtung 9 erzeugt dann keine oder nur erheblich reduzierte Vorspannkräfte, wodurch eine axiale Verstellung des Lagerendes 4 auf der Lagerhülse 12 ermöglicht wird. Mit anderen Worten, in der Montagestellung des Schiebers 18 besitzt das Lagerende 4 wieder mehr oder weniger axiales Spiel gegenüber der Lagerhülse 12. Dieses Axialspiel kann für die Montage und für die Demontage des Ziehgriffs 3 von Vorteil sein. Desweiteren kann ein derartiges Axialspiel aufgrund von Herstel lungstoleranzen vorgesehen sein. In 2 befindet sich der Schieber 18 in seiner Montagestellung, so dass das Lagerende 4 das genannte Axialspiel besitzt, das in 2 durch einen entsprechenden Spalt 20 repräsentiert ist.
  • Zweckmäßig ist der Schieber 18 mit wenigstens einem, hier mit zwei Federelementen 21 ausgestattet (vergleiche auch 1). Die Federelemente 21 sind beispielsweise als Blattfedern ausgebildet, die so geformt sind, dass sie sich in der Betriebsstellung des Schiebers 18 einerseits am Kragen 16 und andererseits (hier indirekt) am Lagerende 4 abstützen und dadurch die axialen Vorspannkräfte 17 erzeugen. In der Montagestellung des Schiebers 18 sind die Federelemente 21 bezüglich der Schwenkachse 9 in radialer Richtung so weit von der Lagerhülse 12 entfernt, dass sie ihre Vorspannwirkung nicht mehr entfalten können. Die Federelemente 21 geben dann das Lagerende 4 in axialer Richtung frei.
  • Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform bilden die Federelemente 21 einen integralen Bestandteil des Schiebers 18, d.h. der Schieber 18 ist einstückig mit den Federelementen 21 hergestellt.
  • Entsprechend 1 besitzt der Schieber 18 eine vergleichsweise langgestreckte Form und kann sich dadurch am Träger 2 etwa bis zum Ausziehende 7 des Ziehgriffs 3 erstrecken. Ein vom Schwenklager 6 entferntes Ende des Schiebers 18 ist dann zweckmäßig als Betätigungsende 22 ausgestaltet, derart, dass der Schieber 18 an seinem Betätigungsende 22 zum Verschieben zwischen seiner Montagestellung und seiner Betriebsstellung manuell oder mittels eines entsprechenden Werkzeugs betätigt werden kann. Im Bereich des Ausziehendes 7 besitzt die Türaußengriffeinrichtung 1 eine erhöhte Zugänglichkeit für die an der Innenseite der Außenhaut der Tür angeordneten Bestandteile, wodurch eine Betätigung des Schiebers 18 zum Montieren oder Demontieren des Ziehgriffs 3 erleichtert wird.
  • Entsprechend 2 umfasst die Vorspanneinrichtung 9 eine Gleitscheibe 23 sowie eine Druckscheibe 24, die beide auf die Lagerhülse 12 aufgesteckt sind. Die Gleitscheibe 23 ist dabei so positioniert, dass sie im Betriebszustand der Türaußengriffeinrichtung 1 am Lagerende 4 des Ziehgriffs 3 anliegt, und zwar an einer vom Bund 15 abgewandten Seite. Im Unterschied dazu ist die Druckscheibe 24 so positioniert, dass sich an der Druckscheibe 24 die Vorspanneinrichtung 9 abstützt, um die axialen Vorspannkräfte indirekt auf das Lagerende 4 zu übertragen. Im vorliegenden Fall ist die Druckscheibe 24 axial zwischen der Gleitscheibe 23 und den Federelementen 21 angeordnet. Dementsprechend stützen sich die Federelemente 21 bzw. die Vorspanneinrichtung 9 einerseits direkt am Kragen 16 und andererseits über die Druckscheibe 24 und über die Gleitscheibe 23 indirekt am Lagerende 4 ab.
  • Sowohl die Gleitscheibe 23 als auch die Druckscheibe 24 sind in axialer Richtung entlang der Lagerhülse 12 verschiebbar angeordnet.
  • Zweckmäßig werden Bund 15, Lagerende 4 und Gleitscheibe 23 hinsichtlich Materialauswahl und/oder Oberflächenbeschaffenheit so aufeinander abgestimmt, dass sich zwischen den aneinander anliegenden Bestandteilen ein vorbestimmter Reibungskoeffizient ergibt bzw. vorbestimmte Reibungskoeffizienten ergeben. Der oder die Reibungskoeffizienten sind dabei so gewählt, dass das mit Hilfe der Vorspanneinrichtung 9 axial eingespannte Lagerende 4 noch mit hinreichend kleinen Kräften radial bezüglich der Schwenkachse 5 und parallel zu den Auflagerflanken 14 auf der Lagerhülse 12 verschiebbar ist. Eine derartige radiale Verschiebbarkeit des Lagerendes 4 bzw. des Ziehgriffs 3 kann für eine ordnungsgemäße Funktion der Türaußengriffeinrichtung 1 von Bedeutung sein. Beispielsweise kann die Kinematik des Ziehgriffs eine derartige radiale Beweglichkeit des Lagerendes 4 benötigen.
  • Entsprechend der in 2 gezeigten besonderen Ausführungsform weist die Lagerhülse 12 zwei Axialabschnitte auf, nämlich einen Lagerabschnitt 25 und einen Vorspannabschnitt 26. Der Lagerabschnitt 25 ist dem Lagerende 4 des Ziehgriffs 3 zugeordnet und besitzt einen größeren Durchmesser als der Vorspannabschnitt 26, welcher der Vorspanneinrichtung 9 zugeordnet ist. Das Lagerende 4 ist auf den Lagerabschnitt 25 aufgesteckt, wobei die Dimensionierungen des Lagerendes 4 und des Lagerabschnitts 25 bezüglich der axialen Erstreckung so aufeinander abgestimmt sind, dass das Lagerende 4, wenn es am Bund 15 axial anliegt, axial über das vom Bund 15 entfernte Ende des Lagerabschnitts 25 axial übersteht, d. h. die axiale Erstreckung des Lagerabschnitts 25 ist kleiner als die axiale Erstreckung des Lagerendes 4. Im Bereich des Vorspannabschnitts 26 ist die Vorspanneinrichtung 9 angeordnet. Dementsprechend können – je nach Ausführungsform der Vorspanneinrichtung 9 – Federelemente 21 und/oder Gleitscheibe 23 und/oder Druckscheibe 24 auf dem Lagerabschnitt 26 angeordnet sein.
  • Durch den kleineren Durchmesser des Vorspannabschnitts 26 ist die axiale Verschiebbarkeit der Gleitscheibe 23 und/oder der Druckscheibe 24 in axialer Richtung durch das vom Bund 15 entfernte Ende des Lagerabschnitts 25 begrenzt. Dies hat den Vorteil, dass bei entferntem oder noch nicht montiertem Ziehgriff 3 die axial beweglichen Bestandteil der Vorspanneinrichtung 9, also hier Federelemente 21, Gleitscheibe 23 und Druckscheibe 24, auf dem Vorspannabschnitt 26 vorpositioniert sind, wodurch das Einführen bzw. Aufstecken des Lagerendes 4 auf die Lagerhülse 12 vereinfacht ist.

Claims (10)

  1. Türaußengriffeinrichtung für eine Tür eines Kraftfahrzeuges, insbesondere eines Personenkraftwagens, – mit einem Träger (2), der an einer Innenseite einer Außenhaut der Tür angeordnet ist, und – mit einem Ziehgriff (3), der an einer Außenseite der Außenhaut angeordnet und an einem Lagerende (4) mittels eines Schwenklagers (6) um eine im wesentlichen stehende Schwenkachse (5) schwenkverstellbar am Träger (2) gelagert ist, dadurch gekennzeichnet , – dass das Schwenklager (6) eine zylindrische Lagerwelle (10) aufweist, die koaxial zur Schwenkachse (5) angeordnet und am Träger (2) festgelegt ist, – dass das Schwenklager (6) eine Lagerhülse (12) aufweist, die koaxial auf die Lagerwelle (10) aufgesteckt und an dieser um die Schwenkachse (5) drehverstellbar gelagert ist, – dass das Lagerende (4) des Ziehgriffs (3) auf die Lagerhülse (12) aufgesteckt ist.
  2. Türaußengriffeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorspanneinrichtung (9) vorgesehen ist, die das Lagerende (4) axial gegen einen radial abstehenden Bund (15) der Lagerhülse (12) vorspannt.
  3. Türaußengriffeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, – dass die Vorspanneinrichtung (9) einen Schieber (18) aufweist, der zwischen einer Montagestellung und einer Betriebsstellung verschiebbar am Träger (2) gehaltert ist, – dass die Vorspanneinrichtung (9) in der Betriebsstellung des Schiebers (18) das auf die Lagerhülse (12) aufgesteckte Lagerende (4) des Ziehgriffs (3) axial gegen den Bund (15) der Lagerhülse (12) vorspannt, – dass die Vorspanneinrichtung (9) in der Montagestellung des Schiebers (18) eine axiale Verstellung des Lagerendes (4) auf der Lagerhülse (12) ermöglicht oder vereinfacht.
  4. Türaußengriffeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieber (18) wenigstens ein axial wirkendes Federelement (21) aufweist, das in der Betriebsstellung des Schiebers (18) aktiviert ist und das Lagerende (4) des Ziehgriffs (3) gegen den Bund (15) der Lagerhülse (12) axial vorspannt und das in der Montagestellung des Schiebers (18) deaktiviert ist.
  5. Türaußengriffeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich das wenigstens eine Federelement (21) in der Betriebsstellung des Schiebers (18) an einer dem Bund (15) zugewandten Seite an einem radial abstehenden Kragen (16) der Lagerhülse (12) abstützt.
  6. Türaußengriffeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Federelement (21) integral am Schieber (18) ausgebildet ist.
  7. Türaußengriffeinrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Schieber (18) am Träger (2) bis zu einem vom Lagerende (4) entfernten Ausziehende (7) des Ziehgriffs (3) erstreckt und dort ein Betätigungsende (22) aufweist, an dem der Schieber (18) zum Verschieben zwischen seiner Montagestellung und seiner Betriebsstellung betätigbar ist.
  8. Türaußengriffeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7 dadurch gekennzeichnet, – dass das Lagerende (4) eine U-förmige Aufnahme (13) mit zwei parallelen Auflagerflanken (14) aufweist, zwischen denen die Lagerhülse (12) angeordnet ist, – dass die Vorspanneinrichtung (9) eine Gleitscheibe (23) aufweist, die auf die Lagerhülse (12) aufgesteckt ist und am Lagerende (4) des Ziehgriffs (3) an einer vom Bund (15) der Lagerhülse (12) abgewandten Seite axial anliegt, – dass der Bund (15), die Gleitscheibe (23) und das Lagerende (4) hinsichtlich Materialauswahl und/oder Oberflächenbeschaffenheit so aufeinander abgestimmt sind, dass das axial gegen den Bund (15) vorgespannte Lagerende (4) radial zur Lagerhülse (12) und parallel zu den Auflagerflanken (14) verstellbar ist.
  9. Türaußengriffeinrichtung nach den Ansprüchen 4 und 8, dadurch gekennzeichnet, – dass die Vorspanneinrichtung (9) eine Druckscheibe (24) aufweist, die auf die Lagerhülse (12) aufgesteckt ist und an einer vom Bund (15) abgewandten Seite an der Gleitscheibe (23) axial anliegt, – dass sich das wenigstens eine Federelement (21) in der Betriebsstellung des Schiebers (18) an einer vom Bund (15) abgewandten Seite der Druckscheibe (24) abstützt.
  10. Türaußengriffeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, – dass die Lagerhülse (12) zwei Axialabschnitte aufweist, nämlich einen Lagerabschnitt (25) und einen Vorspannabschnitt (26) , – dass der Lagerabschnitt (25) einen größeren Durchmesser aufweist als der Vorspannabschnitt (26), – dass das Lagerende (4) des Ziehgriffs (3) auf den Lagerabschnitt (25) aufgesteckt ist, – dass die axiale Erstreckung des Lagerabschnitts (25) kleiner ist als die axiale Erstreckung des darauf aufgesteckten Lagerendes (4), – dass die Vorspanneinrichtung (9) am Vorspannabschnitt (26) angeordnet ist.
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