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Die Erfindung betrifft eine Weiche
für Fahrschienen
verfahrbarer Trennwände,
mit einem gemeinsamen Zweig, einem ersten Abzweig, mindestens einem
zweiten Abzweig und einem als drehbare Scheibe ausgebildeten Umschaltelement
zur wahlweisen Verbindung des gemeinsamen Zweiges mit dem ersten
Abzweig in einer ersten Schaltstellung und mit dem zweiten Abzweig
in einer zweiten Schaltstellung.
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Eine solche Weiche ist bekannt und
wird unter anderem in einer Fahrschienenanordnung eingesetzt, in
der entlang Trennwandelemente einer verfahrbaren Trennwand bewegt
werden. Bei verfahrbaren Trennwänden
wird eine solche Weiche hauptsächlich
für Parkmagazine
verwendet, wo die Trennwandelemente von einer gemeinsamen Fahrschiene in
zwei winkelig hierzu verlaufende und voneinander beabstandete Parkschienen überführt werden.
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Vielfach besteht bei herkömmlichen
Weichen dieser Art das Umschaltelement aus einer oder mehreren Zungen.
Da die Zunge wegen ihrer schwenkbaren Lagerung gegenüber der übrigen Lauffläche bewegbar
angeordnet ist, entsteht gewöhnlich
zwischen dem die Schwenkachse umgehenden Endabschnitt der Zunge
und der übrigen
Laufflächen
ein Spalt. Ein solcher Spalt bildet jedoch für die Rollen der Rollenwagen
ein Hindernis, wodurch die Bewegung der Trennwandelemente gestört und erschwert wird,
wenn deren Rollenwagen die Weiche durchfahren. Außerdem verändert bei
solchen herkömmlichen Weichen
der Spalt seine Breite in Abhängigkeit
von der Stellung der Zunge, was sich ebenfalls auf den Betrieb hinderlich
auswirkt. Die vorgenannten Nachteile erweisen sich als besonders
störend
bei doppelspuriger Ausbildung der Fahrschienenanordnung.
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Die
DE-PS 1 957 004 beschreibt eine Vorrichtung
zum abschnittsweisen Bewegen von auf einer Drehweiche angeordneten
Schienenstücken
zum wahlweisen Verbinden von sich schneidenden oder kreuzenden Laufschienenabschnitten,
insbesondere für
Teilstücke
von Faltwänden,
-türen
oder dergleichen. Mit der vorbekannten Vorrichtung soll ein automatisches
Umschalten einer Drehweiche durch die Laufrollen der Teilstücke der
Faltwand erfolgen, wozu neben den Laufschienenabschnitten schwenkbare, von
den Laufrollen betätigbare
Schaltlaschen drehbar gelagert sind. Die Schaltlaschen wirken über ein Gestänge auf
eine Zahnstange, welche ein im Bereich des Drehtellers der Drehweiche
angeordnetes Ritzel antreibt, das seinerseits mittels eines Schaltzapfens über eine
Scheibe den Drehteller in die eine oder andere Richtung antreibt.
Für die
Anordnung der gesamten Antriebs- und Steuerungsmechanik wird etwa
die halbe Fläche
des Drehtellers benötigt, d.
h. die Vorrichtung lässt
aus Platzgründen
nur die Anordnung eines einspurigen gemeinsamen Zweiges sowie eines
ersten einspurigen und eines zweiten einspurigen Abzweiges zu.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, bei
einer Weiche der eingangs genannten Art, jedoch mit doppelspuriger
Ausbildung der Fahrschienenanordnung, die Konstruktion zu vereinfachen
und gleichzeitig die Betriebssicherheit zu erhöhen.
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Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe mit den
Merkmalen des Anspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet. Mit der
erfindungsgemäßen Verschachtelung
der zweispurigen Fahrspuren des ersten und des zweiten Abzweiges
kann bei Verzicht auf umschaltbare Zungen eine Umlenkung der einzelnen
Trennwandelemente auf kleinstem Raum erfolgen, d. h. die Dreh weiche
benötigt
nur einen kleinen Durchmesser, was neben der Kostenersparnis die
Installation auch unter beengten Raumverhältnissen ermöglicht.
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Zweckmäßigerweise weist die Weiche
einen Körper
auf, an oder in dem Fahrspuren des gemeinsamen Zweiges und der ersten
und zweiten Abzweige ausgebildet sind und ferner das Umschaltelement drehbar
angeordnet ist. Bei einer Weiterbildung dieser Ausführung ist
im Körper
eine Aussparung zur Aufnahme des Umschaltelementes ausgebildet. Zweckmäßigerweise
sollten die Fahrspuren am Körper
einstückig
ausgebildet sein.
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Ebenfalls sollten die Fahrspuren
zweckmäßigerweise
am Umschaltelement einstückig
ausgebildet sein.
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Bei Ausbildung des Umschaltelementes
als drehbare Scheibe sollte vorzugsweise die Aussparung eine Kreisform
besitzen, deren Durchmesser etwa dem Durchmesser der drehbaren Scheibe
entspricht. Auf diese Weise lässt
sich bei genauerer Einpassung des kreisscheibenförmigen Umschaltelementes in
die Aussparung der Spalt zwischen dem Umschaltelement und dem übrigen Körper der
Weiche so minimieren, dass der Spalt praktisch nicht mehr in Erscheinung
tritt.
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Nachfolgend wird ein bevorzugtes
Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
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Es zeigen:
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1:
Schematisch ein Trennwandelement,
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2a:
eine perspektivische Draufsicht auf eine Weiche in einer ersten
Schaltstellung und
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2b:
eine perspektivische Draufsicht auf eine Weiche in einer zweiten
Schaltstellung.
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In 1 ist
schematisch ein Trennwandelement 1 dargestellt, das ein
Trennwandelementblatt 2 aufweist, welches gewöhnlich aus
einem Metallrahmen und zwei beidseitig an diesem befestigten Deckplatten
oder aus Glas besteht. An einer Oberseite 4 des Trennwandelementblattes 2 sind
Tragbolzen befestigt, die an Rollenwagen 10 gelagert sind.
Die Rollenwagen 10 laufen in einer Fahrschiene 20.
Die Fahrschiene 20 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine untere Fläche 20a und
eine von dieser beabstandete obere Fläche 20b auf. Die untere
Fläche 20a der
Fahrschiene 20 dient als Lauffläche für am Rollenwagen 10 vorgesehene
Stützrollen
und weist einen in Längsrichtung
und somit in Bewegungsrichtung des Trennwandelementes 1 verlaufenden
(in den Figuren nicht dargestellten) Mittelschlitz auf, durch den
die Tragbolzen 6 hindurchgeführt sind. Demgegenüber bildet
im dargestellten Ausführungsbeispiel
die obere Fläche 20b der
Fahrschiene 20 eine Führungsfläche, in
der Fahrspuren in Form von Führungsnuten
ausgebildet sind, in denen zusätzlich
an den Rollenwagen 10 vorgesehene Führungsrollen laufen, um die
Rollenwagen 10 entlang der Fahrschiene 20 entsprechend
zu führen.
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In den 2a und 2b ist der Aufbau einer umschaltbaren
Weiche 30 im Einzelnen dargestellt, die zusammen mit Fahrschienen
der in 1 gezeigten Art
(vgl. dort die Fahrschiene 20) eine Fahrschienenanordnung
bildet, entlang derer die Trennwandelemente 1 verfahrbar
sind. Gewöhnlich
werden zwei der in den 2a und 2b dargestellten Weichen 30 verwendet,
um die Trennwandelemente 1 von der Fahrschiene 20,
in der sie in Längsrichtung
verfahrbar sind, in ein in den Figuren nicht darge stelltes Parkmagazin
zu überführen, das
zwei Querschienen aufweist, in denen die Trennwandelemente 1 in Querrichtung
verschiebbar und nebeneinander einparkbar sind.
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Die in den 2a und 2b dargestellte
Weiche 30 weist einen im Wesentlichen flachen Körper 32,
einen darin ausgebildeten gemeinsamen Zweig 34 mit zwei
voneinander beabstandeten und parallelen geraden Fahrspuren 34a, 34b,
einen im Körper 32 ausgebildeten
ersten Abzweig 36 mit zwei voneinander beabstandeten und
parallelen geraden Fahrspuren 36a, 36b und einen
ebenfalls im Körper 32 ausgebildeten
zweiten Abzweig 38 mit zwei voneinander beabstandeten und
parallelen gekrümmten Fahrspuren 38a, 38b auf.
Demnach ist die dargestellte Weiche 30 für eine Fahrschienenanordnung
geeignet, die aus zwei voneinander beabstandeten Fahrspuren besteht,
die in einer sich in Bewegungsrichtung erstrekkenden Ebene liegen.
Ferner handelt es sich bei der dargestellten Weiche 30 um
eine so genannte Y- oder Gabel-Weiche, deren erster Abzweig 36 mit
dem gemeinsamen Zweig 34 fluchtet und einen geraden Abzweig
bildet und deren zweiter Abzweig 38 eine seitliche Kurve
beschreibt. Demnach fluchten auch jeweils die ersten Fahrspuren 34a und 36a sowie
die zweiten Fahrspuren 34b und 36b des gemeinsamen
Zweiges 34 und des ersten Abzweiges 36, wie 2a erkennen lässt.
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Die in den 2a und 2b dargestellte
Weiche 30 wird beispielsweise über Kopf in die obere Fläche 20b bzw.
Führungsfläche der
in 1 gezeigten Fahrschiene 20 eingebaut,
wobei die Fahrspuren als Führungsnuten
für an
den Rollenwagen 10 vorgesehene Führungsrollen dienen.
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Im Körper 32 ist eine kreisförmige Aussparung 40 ausgebildet,
welche eine Drehscheibe 42 aufnimmt. Die Drehscheibe 42 ist
um ein im Körper 32 angeordnetes
Scharnier 43 drehbar gelagert. Der Durchmesser der Drehscheibe 42 entspricht
etwa dem lichten Durchmesser der Aussparung 40.
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Damit sich die Drehscheibe 42 in
der Aussparung 40 frei drehen kann, muss ein geringes Spiel zwischen
der Drehscheibe 42 und der Aussparung 40 vorhanden
sein. Allerdings sollte dieses Spiel möglichst klein gehalten und
die Drehscheibe 42 in die Aussparung 40 möglichst
genau eingepasst sein, um einen dazwischen entstehenden Spalt möglichst weitgehend
zu minimieren.
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Gedreht wird die Drehscheibe 42 von
einer Antriebseinrichtung 44, die in den 2a und 2b nur schematisch
dargestellt ist.
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Auf einer Oberfläche der Drehscheibe 42 sind
im dargestellten Ausführungsbeispiel
vier nebeneinander liegende Fahrspuren ausgebildet, nämlich eine
erste Fahrspur 46a, eine erste gekrümmte Fahrspur 48a,
eine zweite gerade Fahrspur 46b und eine zweite gekrümmte Fahrspur 48b.
Die ersten und zweiten geraden Fahrspuren 46a, 46b verlaufen
parallel zueinander. Ebenfalls sind die ersten und zweiten gekrümmten Fahrspuren 48a, 48b so
gebogen, dass sie im dargestellten Ausführungsbeispiel Kreisabschnitte
bilden, deren Mittelpunkte zusammenfallen, so dass insoweit die
ersten und zweiten gekrümmten
Fahrspuren 48a, 48b ebenfalls parallel zueinander
verlaufen.
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Die in den 2a und 2b dargestellte
Weiche 30 ist in einem ersten Schaltzustand (2a) und einem zweiten Schaltzustand
(2b) dargestellt. Dabei
sind die Fahrspuren 46a, 46b, 48a, 48b auf
der Drehscheibe 42 so angeordnet, dass im ersten Schaltzustand
der Weiche 30 gemäß 2a die erste gerade Fahrspur 46a die
ersten Fahrspuren 34a und 36a des gemeinsamen
Zweiges 34 und des ersten Abzweiges 36 sowie die
zweite gerade Fahrspur 46b die zweiten Fahrspuren 34b und 36b des gemeinsamen
Zweiges 34 und des ersten Abzweiges 36 miteinander
verbindet. Demnach werden in der in 2a gezeigten
Drehstellung der Drehscheibe 42 und somit im ersten Schaltzustand
der Weiche 30 der gemeinsame Zweig 34 und der
erste Abzweig 36 durch die Drehscheibe 42 miteinander
verbunden. Dabei bleiben die ersten und zweiten gekrümmten Fahrspuren 48a, 48b der
Drehscheibe 42 ohne Funktion.
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Wird nun die Drehscheibe 42 von
der in 2a gezeigten
ersten Drehstellung in die in 2b gezeigte
zweite Drehstellung verdreht und somit die Weiche 30 in
den zweiten Schaltzustand verbracht, werden die ersten Fahrspuren 34a und 38a des
gemeinsamen Zweiges 34 und des zweiten Abzweiges 38 sowie
die zweiten Fahrspuren 34b und 38b des gemeinsamen
Zweiges 34 und des zweiten Abzweiges 38 miteinander
verbunden. Somit werden in dieser Stellung der gemeinsame Zweig 34 und
der zweite Abzweig 38 miteinander verbunden. Demgegenüber bleiben
nun die ersten und zweiten geraden Fahrspuren 46a, 46b der
Drehscheibe 42 ohne Funktion, wie 2b erkennen lässt.
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Wie ferner die 2a und 2b erkennen
lassen, sind nicht zuletzt aus Platzgründen die Fahrspuren 46a, 46b, 48a, 48b in
der Drehscheibe 42 so zueinander angeordnet, dass jeweils
eine gerade Fahrspur 46a bzw. 46b neben einer
gekrümmten
Fahrspur 48a bzw. 48b liegt, wobei die erste gekrümmte Fahrspur 48a von
den ersten und zweiten geraden Fahrspuren 46a, 46b eingerahmt
wird. Demnach sind der von den ersten und zweiten geraden Fahrspuren 46a, 46b gebildete
erste gerade Zweig und der von den ersten und zweiten gekrümmten Fahrspuren 48a, 48b gebildete
zweite gekrümmte
Zweig verschachtelt ineinander auf der Drehscheibe 42 angeordnet.
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Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass
im dargestellten Ausführungsbeispiel
die Fahrspuren als Nuten ausgebildet sind. Es ist aber auch beispielsweise
denkbar, die Fahrspuren als Schienenstränge oder dergleichen vorzusehen.
Ferner versteht es sich in diesem Zusammenhang von selbst, dass
die Abstände
der ersten und zweiten Fahrspuren auf dem Körper 32 und der Drehscheibe 42 jeweils
konstant sind und somit miteinander übereinstimmen.
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- 1
- Trennwandelement
- 2
- Trennwandelementblatt
- 4
- Oberseite
- 6
- Tragbolzen
- 10
- Rollenwagen
- 20
- Fahrschiene
- 20a
- untere
Fläche
- 20b
- obere
Fläche
- 30
- Weiche
- 32
- Körper
- 34
- Zweig
- 34a
- Fahrspur
- 34b
- Fahrspur
- 36
- erster
Abzweig
- 36a
- Fahrspur
- 36b
- Fahrspur
- 38
- zweiter
Abzweig
- 38a
- Fahrspur
- 38b
- Fahrspur
- 40
- Aussparung
- 42
- Drehscheibe
- 43
- Scharnier
- 44
- Antriebseinrichtung
- 46a
- Fahrspur
gerade
- 46b
- Fahrspur
gerade
- 48a
- Fahrspur
gekrümmt
- 48b
- Fahrspur
gekrümmt