-
Die
Erfindung betrifft einen Adapter zum Befestigen von Zusatzgeräten, wie
(Nacht)-Zielgeräte, Beleuchungseinrichtungen,
Zweibeine, Granatwerfer oder ähnliches,
an einer Schußwaffe,
besonders einem Schnellfeuergewehr (Oberbegriff der Ansprüche 1 und
2).
-
Bei
herkömmlichen
Gewehren mit Stahlgehäuse
ist es üblich,
einen zur Befestigung eines Zielfernrohres auf der Waffe dienenden
Adapter, oft auch einfach "Zielfernrohrmontage" genannt, auf dem Stahlgehäuse anzubringen.
In dieses Gehäuse
ist der Lauf fest eingeschraubt. Außerdem nimmt es den Verschluß auf und
führt ihn.
Ein Laufwechsel ist allenfalls im Rahmen ausgedehnter Instandsetzungsarbeiten
möglich.
-
Bei
Schnellfeuergewehren mit einem ausgedehnten Außengehäuse aus Blech ist es üblich, einen
Adapter zur Montage von Zusatzgeräten außen am Außengehäuse aus Blech anzuordnen. Der
Lauf ist auch hier, wenn überhaupt,
nur durch umfangreiche Instandsetzung auswechselbar. Dieses Blechgehäuse ist
unter extremen Bedingungen gegenüber dem
Lauf in seiner Form und damit seiner Ausrichtung nicht immer vollkommen
stabil. Dies kann auch für
moderne Schnellfeu ergewehre mit Kunststoffgehäuse nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Nichts desto weniger blieb dem Konstrukteur letztlich keine andere
Möglichkeit,
als den Adapter oder Montageeinrichtungen für Zusatzgeräte am Gehäuse anzubringen.
-
Bei
Zusatzgeräten,
die an der Vorderseite der Waffe angebracht werden, wie bei einer
Laser-Zieleinrichtung, ist die Ausrichtung der Montage, und somit
der Zieleinrichtung, und damit die erreichbare Schußgenauigkeit,
noch unstabiler, wenn man das entsprechende Zusatzgerät nicht
unmittelbar am vorderen Teil des Laufes befestigen will. Diese Anbringung
am Lauf ist aber zumindest bei Präzisionswaffen unerwünscht, weil
sie die Schußgenauigkeit beeinträchtigt.
Man müßte somit
dieses Gerät
am Handschutz anbringen, dessen Lage relativ zum Lauf noch unpräziser ist
als die Lage des Kunststoffgehäuses.
-
Die
Erfindung hat die Aufgabe, diesen Schwierigkeiten abzuhelfen oder
sie zumindest zum Teil zu mildern.
-
Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß jeweils
durch den Gegenstand des Anspruchs 1 und des Anspruchs 2 gelöst, also
dadurch daß der
gattungsgemäße Adapter
aufweist: nach Anspruch 1:
- a) eine Hülse aus
Metall vorgesehen ist, die eine zylindrische Außenoberfläche und in dieser mindestens
eine Ringausbildung aufweist, und die mit dem Lauf der Waffe in
metallische Verbindung bringbar ist, derart, daß sie den Lauf umgibt und dabei
die Ringausbildung koaxial bzw. mindestens parallel zum Lauf ausgerichtet
ist, und
- b) eine in lagestabilen Eingriff mit der Hülse bringbare Zusatzeinrichtung
zur Aufnahme der Zusatzgeräte
vorgesehen ist;
nach Anspruch 2 hingegen: - α) eine
den Lauf der Waffe umgebende und mit diesem fest verbindbare Hülse vorgesehen
ist, und
- β) eine
in axiallagestabilen Eingriff mit der Hülse bringbare Zusatzeinrichtung
vorgesehen ist, mit einer Ausbildung, die in Wirkstellung in eine
zu ihr komplementäre
Gegenausbildung der Waffe eingreift und hierdurch eine Verdrehungssicherung der
Zusatzeinrichtung gegenüber
der Waffe bewirkt.
- – Die
Hülse stimmt
dabei bevorzugt mit der obigen Merkmalsgruppe überein.
-
Die
erfindungsgemäße Hülse steht
mit dem Lauf in fester (Anspruch 2) oder sogar metallischer (Anspruch
1) Verbindung, ist also bestmöglich
in ihrer Lage zum Lauf festgelegt. Temperaturänderungen aufgrund von Sonneneinstrahlung
reichen nicht aus, um dieses Verbindung merklich zu verändern.
-
Die
zylindrische Außenoberfläche der
Hülse und
deren Ringnut oder Ringnuten ermöglichen
jede nur denkbare Drehlage zur Zusatzeinrichtung. Die Zusatzeinrichtung
wird in Richtung der Achse des Laufes mittels der Ringnuten festgelegt,
aber nicht in der genannten Drehlage.
-
Um
nun auch noch die Drehlage festzulegen, genügt (nach Anspruch 2) ein Eingriff
in eine Ausbildung der Waffe, also bevorzugt ihres Gehäuses. Diese
Ausbildung kann sich nun infolge der genannten Wärmeeinflüsse ändern, besonders wenn sie in
einem Kunststoffgehäuse
vorgesehen ist. Eine derartige Änderung
der Ausbildung bedeutet aber nur eine Änderung der Drehlage der Zusatzeinrichtung
relativ zur Laufachse, aber nicht zur Winkellage. In anderen Worten,
der Winkel zwischen Laufachse und Achse der Zusatzeinrichtung bleibt
immer gleich. Für
gewöhnlich
fallen diese Achsen zusammen. Ob sich nun der Zielpunkt um ein oder
zwei Zehntelmillimeter gegenüber
dem Treffpunkt verlagert, ist angesichts der sonstigen Störeinflüsse aber völlig unbedeutend. Maßgeblich
ist nur die Länge
der zylindrischen Außenoberfläche der
Hülse und
der komplementären Ausbildung
der Zusatzeinrichtung sowie die Genauigkeit des Sitzes der Zusatzeinrichtung
auf der Hülse. Wenn
durch diese Parameter gewährleistet
ist, daß die
Zusatzeinrichtung auf der Hülse
nicht (oder hinlänglich
wenig) wackelt, also keine Winkelverschiebungen zwischen Hülse oder
der Zusatzeinrichtung in Richtung der Laufachse möglich sind,
dann sitzt die Zusatzeinrichtung gegenüber dem Lauf praktisch völlig (oder
hinlänglich)
fest.
-
Die
Ausbildung kann, etwa durch eine Bohrung, im nachhinein hergestellt
werden oder bei einer neuen Waffe zum Zweck vorgesehen werden, einer Zusatzeinrichtung
als Verdrehsicherung zu dienen. Bevorzugt wählt man aber eine ohnehin schon
vorhandene Ausbildung.
-
Da
die Hülse
keine übermäßigen Lasten
aufzunehmen hat, kann sie aus Leichtmetall gefertigt werden, so
daß sie
auch nur unwesentlich zu einer Gewichtserhöhung der Waffe beiträgt.
-
Die
Erfindung befaßt
sich in erster Linie mit der Weiterbildung eines Schnellfeuergewehrs,
das bevorzugt als Gasdrucklader ausgebildet ist. Die erfindungsgemäße Hülse kann
aber auch ohne weiteres an einem Maschinengewehr, einer Maschinenpistole,
einer Pistole o. dgl. angebracht werden. Soweit das freie Ausschwingen
des Laufes nicht beeinträchtigt
wird, ist sogar die Anbringung an einem Scharfschützengewehr
sinnvoll.
-
Um
eine besonders einfache, aber stabile Anbringung der Zusatzeinrichtung
auf der Hülse
zu ermöglichen,
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß die Zusatzeinrichtung
bevorzugt in formschlüssigen
Eingriff mit den/der Ringausbildung(en) bringbar ist und eine Innenoberfläche aufweist,
die mindestens zu einem Teil der zylindrischen Hülsen-Außenoberfläche komplementär ausgebildet
ist (Anspruch 3). So wird einfach, aber zuverlässig der Sitz der Zusatzeinrichtung
auf der Hülse
optimiert.
-
Besonders
bei modernen Schnellfeuergewehren ist der Lauf im Gewehr mittels
einer Überwurfmutter
gehalten, die von vorne her eine Schulter am Lauf umgreift und in
ein Vatergewinde eingeschraubt ist, das in jenem Teil ausgebildet
ist, das die feststehenden Verriegelungswarzen aufweist und in das
Kunststoffgehäuse
eingebettet ist. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht
dann darin, daß die
Hülse aus
Metall anstelle einer den Lauf haltenden Überwurfmutter mit einem Lauf-Halterungsteil
ausgebildet und mit der Waffe verschraubbar ist (Anspruch 4).
-
Der
Lauf wird in der Waffe mit der erfindungsgemäßen Hülse ebenso gehalten wie mit
der an sich bekannten Überwurfmutter.
Da die Hülse,
ebenso wie die Überwurfmutter,
nur auf einer Schulter des Laufes aufsitzt, aber nicht sonst, ist
der Lauf mit der Hülse
ebenso befestigt wie ohne diese Hülse. So behindert die Hülse auch
den frei schwingenden Lauf eines Scharfschützengewehrs in keiner Weise.
-
Eine
bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin, daß eine der
Ringausbildungen eine geringere Größe als die andere(n) aufweist,
und daß die
Zusatzeinrichtung Eingriffsausbildungen aufweist, die zur geringeren
Größe passend
sind (Anspruch 5). In diesem Fall sind die Ringausbildungen Ringnuten.
So ist in an sich bekannter Weise dafür gesorgt, daß Fest-
und Loslager für
die Befestigung der Zusatzeinrichtung in den Ringausbildungen vorgesehen
sind. Die eine ist eine einigermaßen präzise und spielfrei passende
Halterung, die andere(n) ist bzw. sind eine bzw. mehrere (in Richtung
der Laufachse) spielbehaftete Halterung(en), so daß die Zusatzeinrichtung
im Falle der Wärmedehnung
eine vorgegebene, für
die Zielgenauigkeit unschädliche Richtung
aufweist, um sich relativ zur Hülse
unbehindert auszudehnen oder zusammenzuziehen. So werden Wärmespannungen
und aus diesen folgende Verwerfungen vermieden, die sonst zu Ungenauigkeiten
führen
könnten.
Hier bedeutet diese Ausgestaltung, daß praktisch alle schädlichen
Wärmeverformungen
vermieden sind.
-
Es
kann aber auch auf eine der Ringausbildungen verzichtet werden und
statt dessen an der Hülse
ein Absatz oder dgl, ausgebildet werden, der dann als Anschlag für die Zusatzeinrichtung
dient (Anspruch 6).
-
Dieser
Absatz kann satt an der Zusatzeinrichtung anliegen und so Wärme von
der Hülse
her ableiten. Ebenso kann dann die Zusatzeinrichtung mit einer Oberflächenvergrößerung,
etwa Rippen, versehen werden, um die Wärmeabgabe nach außen zu verbessern.
-
Die
Ringausbildung(en) kann bzw. können auf
der Höhe
von einer oder mehreren Aufnahmebohrung(en) liegen, die die Zusatzeinrichtung
durchsetzt bzw. durchsetzen. Der Nutdurchmesser der Ringausbildung(en)
ist dabei ein wenig größer als
der Durchmesser der entsprechenden Aufnahmebohrung in die ein Bolzen
o. dgl. eingesetzt wird. Es sollte nur vermieden werden, daß die Zusatzeinrichtung gleichzeitig
mit solchen Bolzen an zwei voneinander ab- oder zugewandten Stellen an der Hülse aufsitzt Normalerweise
weist ein Schnellfeuergewehr einen Vorderschaft auf, der den Lauf
mindestens teilweise umschließt
und verhindert, daß der
Schütze
sich am heißgeschossenen
Lauf die Hand verbrennt. Natürlich
muß auch
eine Zusatzeinrichtung gegebenenfalls einen Schutz für die Hand
des Schützen
aufweisen. Eine bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung liegt darin,
die Hülse
aus Metall so auszubilden, daß sie
in den montierten Vorderschaft hineinpaßt (Anspruch 7). So kann ein
Gewehr für
die Möglichkeit
der Umrüstung
eingerichtet werden, ohne daß jedoch
die Umrüstung
bereits vorgenommen wird. Als Variante kann auch ein Vorderschaft
so ausgebildet werden, daß er über die
erfindungsgemäße Hülse paßt. In jedem
Falle wird ein Ge wehr geschaffen, bei dem nach Abnahme des Vorderschaftes
beliebige Zusatzeinrichtungen angesetzt werden können. Dabei kann es sich sowohl
um bekannte Schnellfeuergewehre als auch um neu zu konstruierende
Schnellfeuergewehre handeln.
-
Die
Zusatzeinrichtung kann insbesondere Teil eines Granatwerfers sein
(Anspruch 8), der etwa unter dem Lauf anzubringen ist und hohe Kräfte in das
Gewehr einleitet, aber stets genau ausgerichtet sein muß (weil
seine Visierung anderswo auf dem Gewehr sitzt). So kommen diesem
Granatwerfer alle Vorteile der Erfindung zugute. Aber auch ein Bajonett (für etwa eine
Ordonnanz-Schrotflinte) benötigt
die feste Halterung, die die Erfindung bietet.
-
Besonders
bevorzugt ist es aber, daß die
Zusatzeinrichtung ein Träger
mit zur Laufachse parallelen Schienen ist, die zur Befestigung von
Zubehörteilen,
Ziel- und Beleuchtungseinrichtungen, einem Zweibein, einem vorderen "Pistolengriff", einen Riemenbügel o. dgl.
dienen (Anspruch 9).
-
Solche
Schienen sind bekannt und haben sich in jüngerer Zeit als besonders vorteilhaft
erweisen, um Beleuchtungseinrichtungen, Zieleinrichtungen und sonstige
Einrichtungen rasch und einfach an der Waffe anzubringen. Auf diese
Weise ist es üblich geworden,
vorhandene Schienen mit allen möglichen Geräten zu belasten,
ungeachtet, wie schwer diese sind, zum Beispiel Nachtzielgeräte, Zweibeine,
Beleuchtungseinrichtungen, besonders Infrarot-Beleuchtungseinrichtungen großer Leistung.
Ein solcher Träger
weist bevorzugt vier Schienen auf, die rund um die Waffe mit gleichem
Winkelabstand zueinander angeordnet sind, also je eine Schiene nach oben,
nach unten und zu den beiden Seiten weisend, auf die Achse des Laufes
bezogen. Es können
daher viele Geräte
gleichzeitig am Träger
angebracht werden. Durch die Erfindung wird gewährleistet, daß der Träger dauerhaft
und zuverlässig
hohe Lasten trägt, wobei
diese Lasten unmittelbar in das den Lauf und die Verriegelungsteile
tragende Element eingeleitet werden, also das Bauteil, das am besten
zur Kraftaufnahme eingerichtet ist.
-
Es
ist natürlich
auch möglich,
den Träger
mit weniger als vier Schienen auszustatten, etwa nur mit einer.
-
Auch
der Träger
könnte,
wie die Hülse,
aus Leichtmetall bestehen. Da aber der Träger über eine beträchtliche
Länge auf
der zylindrischen Außenoberfläche der
Hülse aufsitzt,
die ihn ihrerseits aussteift, hat sich als besonders vorteilhaft
erwiesen, daß der
Träger
aus hartem, formbeständigem
Kunststoff besteht (Anspruch 10). Dieser Kunststoff kann verstärkt sein,
etwa mit umspritzten Glasfasern oder kann ein, bevorzugt verstärkter, Duroplast
sein. So wird eine einfache, billige, aber durchaus genaue Herstellung
des Trägers
erreicht, sowohl, was die Schienen angeht, als auch, was den Sitz
auf der Hülse
angeht.
-
Der
Träger
kann aus zwei oder mehr Teilen bestehen, die durch Befestigungseinrichtungen,
wie Bolzen und Schraubenmuttern, zusammengehalten werden. Diese
Bolzen können
auch in die Ringausbildungen, bevorzugt Ringnuten, eingreifen. Bevorzugt ist
der Träger
aber einstückig
(Anspruch 11). Dabei kann er unter Umständen von hinten her über den ausgebauten
Lauf und die Hülse
geschoben werden. Bevorzugt ist er jedoch so ausgebildet, daß er von vorne über den
Lauf (mit Mündungsfeuerdämpfer) und
(im Falle eines Gasdruckladers) das Gasentnahmestück auf die
Hülse aufgeschoben
wurde. Diese Hülse
ist im übrigen
bevorzugt gelocht, und zwar wegen der Gewichtsverringerung, der
besseren Kühlung
und der von den Bohrungen gebildeten Ansatzstellen für ein Werkzeug
zum Festdrehen und besonders zum Losdrehen der Hülse.
-
Die
Erfindung spiegelt sich auch in einem Verfahren zum Nachrüsten eines
Gasdrucklade-Schnellfeuergewehres wieder, das einen durch Lösen einer Überwurfmutter
ausbauba ren Lauf aufweist, mit einem Adapter, wie er soeben beschrieben wurde.
Dieses Verfahren weist (gemäß Anspruch
12) die Merkmale auf,
- – daß der ausbaubare Lauf durch
Lösen der Überwurfmutter
ausgebaut und durch einen Lauf ersetzt wird, bei dem anstelle der Überwurfmutter eine
Hülse vorgesehen
ist, die eine Verlängerung der Überwurfmutter
nach vorne bildet und eine zylindrische Außenoberfläche aufweist, und
- – daß von vorne
her eine Zusatzeinrichtung auf die Hülse aufgeschoben wird, dabei
zur drehfesten Festlegung mit einer Ausbildung in eine Gegenausbildung
am Schnellfeuergewehr eingreift und zur axialen Festlegung an der
Hülse verdrehbar,
aber axial weitgehend festliegend verankert wird.
-
Dieses
Verfahren ist bei jedem Schnellfeuergewehr anwendbar, gleichgültig, wie
sein Funktionsprinzip auch sein mag.
-
Soweit
es sich bei dem Schnellfeuergewehr um einen Gasdrucklader handelt,
dessen Lauf zur Gasentnahme angebohrt ist und bei dem ein Gasentnahmestück auf dem
Lauf sitzt, ist es besonders von Vorteil, daß die Zusatzeinrichtung über das
auf dem Lauf sitzende Gasentnahmestück hinweg auf die Hülse geschoben
wird (Anspruch 13). Der Lauf muß somit
zum Wechseln der Zusatzeinrichtung nicht modifiziert oder gar ausgebaut
bzw. die Gasabnahme entfernt werden.
-
Die
Zusatzeinrichtung kann aber auch längsgeteilt sein und etwa aus
zwei oder drei Teilen bestehen, die von der Seite her aufgesetzt
und miteinander verbunden, etwa verschraubt, werden.
-
Der
Gegenstand der Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert, das in
der beigefüg ten,
schematischen Zeichnung dargestellt ist. In dieser zeigt:
-
1 den vorderen Teil eines
Schnellfeuergewehrs im Längsschnitt,
das mit einem erfindungsgemäßen Adapter
versehen ist,
-
2 eine Vergrößerung des
vorderen Teils der Darstellung in 1,
-
3 das Gewehr der 1 in gleichem Maßstab, in
der Seitenansicht,
-
4 einen Schnitt längs Linie
IV – IV
in 1 und
-
5 das Gewehr der 1 im Schnitt, ohne Zusatzeinrichtung,
aber mit Vorderschaft.
-
Alle
Figuren zeigen das selbe, in keiner Weise einschränkende Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Adapters,
der im wesentlichen aus einer Metallhülse 9 und einer Zusatzeinrichtung 23 besteht.
Der Maßstab
der Figuren ist zum Teil unterschiedlich. Die Bezugszeichen gelten
für alle
Figuren. Die Schußrichtung
des Gewehres weist in allen drei Figuren nach links.
-
In 1 und 3 sind zunächst die bekannten, hier relevanten
Teile eines als Gasdrucklader eingerichteten Schnellfeuergewehres
gezeigt: ein Verriegelungsstück 3 aus
Stahl ist rohrartig ausgebildet, nimmt in seinem Inneren das hintere
Ende eines Laufes 5 auf, weist hinter diesem Verriegelungswarzen (kein
Bezugszeichen) auf und ist in ein Kunststoffgehäuse 1 eingegossen.
Dieses Verriegelungsstück 3 bildet
den zentralen Kraftaufnahmekörper
des Gewehres.
-
Der
Lauf 5 steckt unverdrehbar im Verriegelungsstück 3 und
weist eine Schulter 7 auf, die den Anschlag an diesem Verriegelungsstück 3 bildet.
Das Verriegelungsstück
hat in seinem vorderen, freien Endbereich außen ein Vatergewinde (Teil
einer Gewindeverbindung 11).
-
Die
Hülse 9 ist
aus Stahl, Titan, Leichtmetall oder einer Kombination verschiedener
Werkstoffe gefertigt und zylindrisch ausgeformt. Sie hintergreift von
vorne her die Schulter 7 mit einer Einschnürung 13 und
ist mit einem Muttergewinde, unter Bildung der Gewindeverbindung 11,
fest auf das Vatergewinde des Verriegelungsstücks 3 aufgeschraubt.
Insoweit entspricht die Hülse 9 der
bekannten, bisher an dieser Stelle verwendeten Überwurfmutter. Sie ist aber
nach vorne dicht bzw. nahe zu einem Gasentnahmestück 19 hin
verlängert,
das abnehmbar auf der Außenseite
des Laufes 5 befestigt ist. Die Auflage zwischen der Schulter 7 und
der Einschnürung 13 sorgt
für eine
genau achsparallele und nahezu koaxiale Ausrichtung zwischen der
insgesamt zylindrischen Hülse 9 und
dem Lauf 5.
-
Die
Hülse 9 hat
eine relativ dünne,
gelochte Wand und weist zwei Ringnuten 15, 17 auf:
eine vordere Ringnut 15 mit Endmaß und eine hintere Ringnut 17 mit Übermaß. Wegen
der geringen Hülsenwandstärke sind
die Ringnuten 15, 17 von Einstülpungen der Wand gebildet.
-
Die
Hülse 9 umschließt eng den
Lauf 5, ohne ihn jedoch zu berühren. Die Gewindeverbindung 11 zwischen
Hülse 9 und
Verriegelungsstück 3 berührt ebenfalls
nicht den Lauf. Nur das wechselseitige Aufsitzen von Laufschulter 7 und
Hülseneinschnürung 13 sorgt
für eine
axiale Abstützung
der Hülse 9 auf dem
Lauf 5. In radialer Richtung erfolgt keine Berührung. So
kann der Lauf frei ausschwingen und weist dabei die gleichen Eigenschaften
auf, als wäre
statt der Hülse 9 nur
die bekannte Überwurfmutter
vorhanden.
-
Der
Lauf 5 weist vor der Hülse 9 eine
radiale Gas-Entnahmebohrung
auf, die in bekannter Weise in das Gasentnahmestück 19 einmündet. Von
der hinteren Seite des Gasentnahmestücks 19 aus erstreckt
sich parallel zum Lauf 5 eine bekannte Anordnung 21 aus
Gaskolben, Gestänge
und Feder. Die Feder stützt
sich auf dem Gehäuse 1 über eine
Beilage ab, während
sich das Gestänge
in das Gehäuse 1 hinein
erstreckt.
-
Wird
an der (auf die beschriebene Weise) am Verriegelungsstück 3 und
somit an der Waffe befestigten Hülse 9 keine
Zusatzeinrichtung montiert, dann wird ein bekannter Vorderschaft
in üblicher
Weise am Gehäuse 1 angebracht.
Wird hingegen auf der Hülse 9 eine
Zusatzeinrichtung 23 befestigt, kann letztere, wie hier,
als Träger
für vier
achsparallele Schienen 25, 26, 27 ausgebildet
sein.
-
Die
hier dargestellte Zusatzeinrichtung, also der Träger 23 ist als rohrförmiges Gehäuse aus
Aluminium ausgebildet. Er wäre
auch als ein anderer metallischer Werkstoff oder ein Kunststoff
oder Kunststoff-Metall-Verbundteil denkbar. Die Bohrung der Zusatzeinrichtung
paßt genau
auf die zylindrische Außenoberfläche der
Hülse 9 und
wird von vorne her auf diese Außenoberfläche aufgeschoben. Die
Bohrung weist radiale Aussparungen 39 auf, so daß der Träger 23 ohne
weiteres von vorne her über das
Gasentnahmestück 19 und
die Gaskolben-, Gestänge-
und Federanordnung 21 auf die Hülse 9 aufgeschoben
werden kann (siehe 4).
-
Der
Träger 23 weist
drei Querbohrungen (nur eine ist mit 37 bezeichnet) auf,
die tangential die Ringnuten 15, 17 durchqueren
und gleich groß sind. Dabei
ist eine Bohrung an der Ober- und Unterseite (Bohrung 37)
der Hülse
9 im Bereich der vorderen Ringnut 15 angeordnet, während die
dritte Bohrung im Bereich der hinteren Ringnut 17 über der
Hülse angeordnet
ist. Der Abstand der Ringnuten 15, 17 ist dabei
so bemessen, daß er
nahezu der Länge
des Trägers 23 entspricht.
-
In
der oberen, vorderen Bohrung sitzt ein Paßbolzen 29, der genau
in die Ringnut 15 paßt.
In der hinteren Bohrung sitzt ein Spielbolzen 31, der zwar
die gleiche Abmessung wie die als Paßbolzen wirkende Schraube 29 hat,
aber mit Spiel in der (größeren) hinteren
Ringnut 17 sitzt. So ist der Träger wie eine Brücke mit
einem Festlager 15, 29 und einem Loslager 17, 31 axial
befestigt, aber grundsätzlich
in den Ringnuten 15, 17 drehbar. Am hinteren Ende
des Trägers 23 ist
ein Fortsatz 35 nach hinten ausgebildet. Dieser Fortsatz
greift in eine zu ihm komplementäre
Aussparung 33 des Gehäuses 1 ein.
Hierdurch ist der Träger 23 drehfest
auf der Hülse 9 gehalten.
-
Der
Träger 23 weist,
wie bereits erwähnt,
vier Schienen auf, darunter die obere Schiene 25, zwei seitliche
Schienen 26 und eine untere Schiene 27. Die andere,
seitliche Schiene ist in 4 zu
sehen. Auf jede der Schienen 25, 26, 27 kann
ein Zusatzgerät
aufgeschoben und dort in Quernuten (kein Bezugszeichen) festgelegt
werden. Die Schienen als solche sind bekannt.
-
Die
untere, vordere Bohrung 37 ist für eine besondere Verwendung
vorgesehen, etwa das Ansetzen von Zusatzmodulen, die sehr hohe Kräfte in die
Waffe einleiten.
-
Bei
der Anbringung des erfindungsgemäßen Adapters
kann die Hülse 9 fest
mit der Gewindeverbindung 11 auf dem Verriegelungsstück 3 festgeschraubt
werden, ungeachtet der letztendlich erreichten Drehlage. Das Zusatzgerät 23 wird
nämlich
auf der Hülse 9 nur
axial festgelegt. Seine Verdrehsicherung übernimmt die Paarung komplementärer Ausbildungen 33, 35.
Hierbei ist die Ausnehmung 33 bereits von vornherein aus
Fertigungsgründen
am Gewehr vorgesehen.
-
In 2 ist besonders zu sehen,
daß das Loslager
(Spielbolzen 31, Ringnut 17) durch eine im Querschnitt
nicht kreisförmige,
sondern länglich-ovale
Nut 17 erreicht wird.
-
Ferner
ist aus 2 ersichtlich,
daß die
Hülse 9 und
die Zusatzeinrichung 23 sich nicht an das Gasentnahmestück 19 erstrecken.
Dessen zuverlässiger
Sitz wird so mit durch den erfindungsgemäßen Adapter in keiner Weise
beeinträchtigt.
-
Es
kann zusätzlich
in die untere Schiene 27 bzw. hinter den eigentlichen Träger 23 auch
ein separater Handschutz eingesetzt werden.
-
4 zeigt einen Querschnitt
durch die Waffe, wie er in 1 mit
IV – IV
bezeichnet ist. Dabei ist der einstükkige Träger 23 zu erkennen,
der mit einer Bohrung auf der Hülse 9 sitzt.
Die Bohrung weist Ausnehmungen 39 auf, damit der Träger 23 bei
seiner Montage oder Demontage ohne weiteres über das Gasentnahmestück 19 geschoben
werden kann.
-
Bei
abgenommener Zusatzeinrichtung 23 kann ein Vorderschaft 41 aufgesetzt
werden (5), der durch
die Metallhülse 9 in
keiner Weise behindert wird.
-
- 1
- Kunststoffgehäuse
- 3
- eingegossenes
Verriegelungsstück
- 5
- Lauf
- 7
- Schulter
- 9
- Hülse aus
Metall
- 11
- Gewindeverbindung
zwischen 3 und 9
- 13
- Einschnürung
- 15
- (enge)
vordere Ringnut
- 17
- (weite)
hintere Ringnut
- 19
- Gasentnahmestück
- 21
- Gaskolben/Gestänge/Feder
- 23
- Zusatzeinrichtung
bzw. Träger
- 25
- obere
Schiene
- 26
- seitliche
Schiene
- 27
- untere
Schiene
- 29
- Schraube
- 31
- Spielbolzen
- 33
- Ausnehmung
in 3
- 35
- Fortsatz
an 23
- 37
- Bohrung
z.b.V.
- 39
- radiale
Aussparungen
- 41
- Vorderschaft