DE10330853A1 - Schnappmechanismus für das Befestigen eines Flansches an eine Befehls- oder Meldeeinheit - Google Patents
Schnappmechanismus für das Befestigen eines Flansches an eine Befehls- oder Meldeeinheit Download PDFInfo
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Abstract
Ein Schnappmechanismus für das Befestigen eines Flansches mit möglichen elektrischen Komponenten an eine Befehls- oder Meldeeinheit besteht darin, dass ein Schieber 2 sich linear unter Federspannung 16, 17 in einem Flanschgehäuse 14 bewegt. Während des Aufschnappens des Flansches 1 auf einen Schaft 9 eines Befehls- oder Meldegerätes 3 bewegt sich der Schieber 2 von einer ersten in eine zweite Stellung. In der Stellung des fixierten Schaftes 9 sind Vorsprünge 35 und 37 am Schieber 2 auf der einen Halbkreisseite des Loches 41 im Schieber 2 und auf einer zweiten Halbkreisseite des Schaftes 9 in Eingriff mit dem Schaft 9, um eine kippsichere Verbindung zu schaffen, wobei der Flansch 1 in verschiedenen Positionen auf dem Schaft 9 positioniert werden kann.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Schnappmechanismus für das Befestigen eines Flansches für vorzugsweise elektrische Komponenten an eine Befehls- oder Meldeeinheit.
- Solche Systeme finden heute weitverbreitete Anwendung in Schaltschränken und als Bedien- oder Signaleinrichtungen in vielen industriellen Bereichen. Diese Systeme zeichnen sich vor allem durch ihren modularen Aufbau aus. Zahlreiche Befehls- und Meldeeinheiten, wie z. B. Druckknöpfe oder Leuchtfelder, finden Anwendung mit unterschiedlichen elektrischen Komponenten wie Lampen oder Kontaktblöcken. Dabei werden stets besagte Einheiten von außen durch eine runde Öffnung an der Schalttafel gesteckt und mittels eines Fixierungsringes welcher ein Gewinde aufweist von der Innenseite her befestigt.
- Elektrische Komponenten können an einem Verbindungsteil, Flansch genannt, befestigt und mittels eines Schnappmechanismus an die Befehls- oder Meldeeinheit gekoppelt werden. Solcherlei Systeme sind in der Technik hinreichend bekannt. Das hauptsächliche Wesen besteht in dem einfachen und werkzeuglosen Vorgang des Aufschnappen des Flansches auf den Schaft einer an einer stabilen Wand befestigten Befehls- oder Meldeeinheit.
- Beispielsweise ist in
US 4,451,720 ein System benannt, bei dem eine Federklemme mit zwei Schenkeln das Fixieren von einem Flansch an eine Steuereinrichtung erlaubt. Um eine gute und feste Verbindung zu ermöglichen, ist eine erhebliche Kraft zum Öffnen der Schenkel während des Einschnappen der Einrichtung nötig und mit erheblichem Verschleiß an den Kontaktstellen verbunden, da eine Metall- Plastik Materialpaarung verwendet wird. - Eine weitere Lösung für die Problemstellung ist aus
bekannt. Im Gegensatz zu dem vorher benannten US-Patent wird für den Flansch nur noch ein Bauteil benötigt, in welchem elastische Materialien benutzt werden. Dabei entsteht das Problem, das sowohl Temperaturschwankungen als auch Ermüdungserscheinungen des Materials erheblichen Einfluss auf die Qualität und Lebensdauer dieses Schnappmechanismus haben.GB 2 199 992 A - In
EP 0 460 729 B1 wird eine steckbare Befestigungsvorrichtung mit Schnappverriegelung eines rotatorisch arbeitenden Mechanismus vorgeschlagen. Dabei dreht sich ein ringförmiger Hebel während des Einschnappens und gewährleistet nach rückwärtigem Rotieren das Sichern des Schaftes der Befehls- oder Meldeeinheit mittels Vorsprüngen und passender Eingriffe. Dieses vorgeschlagene System hat den Nachteil, dass ein Lösen der Verbindung ebenfalls eine rotatorische Bewegung von einem Benutzer auf den ringförmigen Hebel erfordert. Dies ist insbesondere in komplexen Schaltschränken oder Bedien- und Signaleinrichtungen auf Steuerpanelen mit zahlreichen Kabelverbindungen eine komplizierte Situation. Somit ist ein Austauschen von elektrischen Komponenten oder Steuereinrichtungen schwierig. Des weiteren ist der Prozess während der Fertigung und Montage dieses Flansches dadurch benachteiligt, dass das Federelement im 90° Winkel zur Montagerichtung des Hebels angeordnet ist, was den Montageprozess erschwert. - Bereits in
EP 0 105 387 B1 wurde ein Mechanismus für einen Flansch mit einem sich linear bewegenden Schieber offenbart, welcher das Schnappen in einen Schaft einer Steuereinheit ermöglicht. Allerdings ist die Positionierung des Schaftes in nur einer Stellung möglich, um eine gegen Kippen gut gesicherte Verbindung zu schaffen. Die Anwendung dieser Systeme erfordert aber oft auch unterschiedliche Stellungen je nach gewünschter Positionierung der Befehls- oder der Meldeeinrichtungen an der Außenseite einer Montageplatte. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die oben genannten Probleme eines Schnappmechanismus eines Flansches mit einer Befehls- oder Meldeeinheit zu verringern und eine einfache, sichere und flexible Lösung zu ermöglichen. Diese Aufgabe wird durch die Ansprüche 1 bis 4 angegebenen Merkmale gelöst und nachfolgend näher erläutert.
- Ein erstes Ziel dieser Erfindung ist es, einen Schnappmechanismus mit linearer Bedienung zu gestalten, um eine einfache Handhabung in komplexen Systemen zu gewährleisten und somit das einfache Austauschen von Komponenten zu ermöglichen. Dazu bewegt sich ein Schieber linear innerhalb eines Flansches unter Einwirkung eines federnden Elementes bzw. Elementenpaares. Während der Positionierung des Flansches auf den Schaft der Steuereinrichtung bewegt sich dieser Schieber linear elastisch. Nach dem Positionieren des Flansches in der Endposition nimmt der Schieber die ursprüngliche Position ein und ist im Eingriff mit Vorrichtungen am Schaft.
- Zum Lösen der Verbindung kann eine Betätigung mittels Hand oder auch durch einen häufig bei Installationsgeräten genutzten Flachkant-Schraubendreher erfolgen.
- Ein zweites Ziel dieser Erfindung ist es, eine einfache und sichere Verbindung zwischen Kontroll- oder Meldeeinheit und Flansch zu schaffen. Dabei muss eine sichere Verriegelung des Einrichtungsschaftes gewährleistet sein, was bedeutet, Sicherungspunkte an allen Seiten des Schaftes bereitzustellen, um ein Verkippen zu vermeiden. Dies war ein in linearen Lösungen bisher ungelöstes Problem unter dem Gesichtspunkt der Positionierung des Schaftes in verschiedenen Positionen relativ zum Flansch. Vorliegend ist es möglich, den Flansch in verschiedenen Situation relativ zum Schaft zu positionieren, und jederzeit wird eine sichere Verriegelung gewährleistet.
- Als weiteres Ziel innerhalb der Erfindung wird erreicht, dass das federnde Element oder Elementenpaar und der Schieber zur Verriegelung die gleiche Montagerichtung besitzen, was die Fertigung vereinfacht.
- Zur Verdeutlichung der Merkmale und Vorteile soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden.
- In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
-
1 : ein prinzipieller Aufbau von Befehls- und Meldegeräten zum Anbau an eine Montageplatte, -
2 : eine Halbschnitt-Darstellung eines Flansches mit Schaft, -
3 : einen Schieber -
4 : eine Schnittdarstellung des Flansches in Verbindung mit dem Schaft der Melde- oder Befehlseinheit. - Die
1 zeigt den prinzipiellen Aufbau von Befehls- und Meldegeräten zum Anbau an eine Montageplatte12 . Dazu wird die Befehls- oder Meldeeinheit3 durch eine kreisförmige Aussparung13 durch eine Montageplatte12 in Pfeilrichtung gesteckt, nachdem ein möglicher Dichtungsring4 über einen Schaft9 der Befehls- oder Meldeeinheit3 geführt wurde. An der Befehls- oder Meldeeinheit3 befindet sich eine Nase19 , welche zur eindeutigen Positionierung in einer Aussparung13 auf der Montageplatte12 dient. Die Nase19 ist im Bedarfsfall leicht entfernbar. Mittels eines Sicherungsringes5 mit einem Innengewinde11 wird die Befehls- oder Meldeeinheit3 auf der Gegenseite gesichert, wobei ein Innengewinde11 im Eingriff mit einem Gewinde10 auf dem Schaft9 steht. - Ein Flansch
1 , bestehend aus einem Schieber2 und einem Flanschgehäuse14 , kann nun mit einer Öffnung15 auf den Schaft9 der Befehls- oder Meldeeinheit3 aufgesteckt werden, wobei ein Schnappmechanismus, bestehend aus einem Schieber2 und zwei Kompressionsfedern16 und17 , die sichere Verbindung ermöglicht. Auf der Gegenseite des Flansches1 können in dieser Ausführung bis zu drei verschiedene elektrische Komponenten mittels Aufschnappen befestigt werden. Beispielsweise sind in1 ein doppelunterbrechender Kontaktblock6 und ein elektrischer Block7 mit einer Lampe18 gezeigt. Mit diesem modularen System ergeben sich vielfältige Kombinationsmöglichkeiten. - Zur Bedeutung weiterer Bezugszeichen wird auf die nachfolgenden Figuren verwiesen, wobei jeweils dieselben Bezugszeichen für dieselben Konstruktionsmerkmale verwendet werden.
- Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf die Verbindung von Flansch
1 mit dem Schaft9 der Befehls- oder Meldeeinheit3 , detailliert dargestellt in2 , welche ein Halbschnitt des Flansches1 entlang der Achse A enthält. Gezeigt ist die Befehls- oder Meldeeinheit3 mit dem halbgeschnittenem Flansch1 , dem Schieber2 und der Kompressionsfeder16 . Kontaktflächen20 dienen zur Aufnahme der elektrischen Komponenten, wie zum Beispiel einem Kontaktblock6 , wobei Kontaktfläche21 an dem Kontaktblock6 und dem elektrischen Block7 das Aufschnappen und das sichere Verbinden ermöglichen. Eine Aussparung22 am Flansch1 dient lediglich dem Raumgewinn für elektrische Komponenten und deren mechanischer Schalterkomponenten, wie beispielsweise ein Knopf23 am Kontaktblock6 . Zur Montage des Flansches1 werden als erstes die Federelemente16 und17 in eine Öffnung24 mit Fasen25 zur Erleichterung des Platzieren und damit der automatischen Montage eingeführt. Anschließend wird der Schieber2 eingeführt. Nachdem die Federelemente16 und17 auf eine rückseitige Wand26 des Flansches1 treffen, entsteht eine Vorspannung. Zwei Führungspins27 und28 des Schiebers2 , welche in3 dargestellt sind, nehmen die Federn16 ,17 auf. Während der Montage des Schiebers2 in Richtung X in das Flanschgehäuse14 dient eine geneigte Gleitfläche29 am Schieber2 der Vereinfachung dieses Vorganges, während eine senkrechte Wand 30 am Schieber2 , abgehend vom Scheitelpunkt der geneigten Gleitfläche29 , zur Sicherung des Schiebers2 in einer Aussparung31 mit einer Begrenzungswand32 einer durch die Federn16 und17 vorgespannten Stellung. Diese Montage ist möglich durch die Verwendung eines Plastikmaterials für das Flanschgehäuse14 . Somit ist der Flansch1 montiert, wie in2 dargestellt. - Der Schaft
9 der Befehls- oder Meldeeinheit3 hat vier senkrechte Aussparungen33 , jeweils in 90 Grad am Schaft9 angebracht, welche am Ende winklig auslaufen, wobei Kontaktflächen34 entstehen. Beim Bewegen des Flansches1 in Richtung Y, wie mit dem Pfeil gezeigt, kommt es zum Kontakt zwischen besagter Kontaktfläche34 und einer Kontaktfläche36 an einem Vorsprung35 des Schiebers2 auf einem, betätigungsseitig gesehen, vorderen Sektor II eines Loches41 für die Aufnahme des Schaftes2 . Außerdem existiert eine ebensolche weitere Kontaktfläche36 an einem Vorsprung35 auf der, betätigungsseitig gesehen, anderen Seite des vorderen Sektors II im Loch41 des Schiebers2 . In einem weiteren, betätigungsseitig gesehen, hinterem Sektor I des Loches41 im Schiebers2 existiert eine größere, teilringartige Kontaktfläche38 , welche abgeschrägte, größere Vorsprünge37 verbindet. Diese Kontaktfläche38 kommt während erwähnter Bewegung in Kontakt mit einer Fase39 am Schaft9 . Die Kontaktflächen36 ,38 am Schaft9 bewirken somit eine kleine Bewegung des Schiebers2 in X- Richtung, während der Flansch1 auf den Schaft9 gedrückt wird. Bei weiterer Bewegung in Y-Richtung befinden sich die Vorsprünge35 in den senkrechten Aussparungen33 mit Begrenzungen43 . In dem Moment, wo eine umlaufende Rille40 am Schaft9 den Schieber2 wieder freigibt, bewegt sich dieser durch die Federkraft entgegen der X-Richtung und verriegelt somit den Schaft9 . Das ist die End- Position, wo der Flansch1 fest mit der Befehls- oder Meldeeinheit3 verbunden ist. Zusätzlich zu der Verriegelung der Vorsprünge35 mit der umlaufenden Rille40 ist auch der größere teilringartige Vorsprung37 mit in Eingriff. Damit befindet sich sowohl auf der einen Hälfte des Schaftes9 eine Verriegelung (realisiert durch Vorsprung37 ), als auch auf der anderen Seite Verriegelungen. Somit ist eine gegen Verkippen gesicherte Verbindung geschaffen. Dies ist in4 in der Schnittperspektive von B-B aus3 dargestellt, wobei die beiden Vorsprünge37 , die an den Enden der teilringartigen Kontaktfläche38 gebildet sind, auf der Halbseite I des Loches41 und die nasenartigen Vorsprünge35 , die sich auf der anderen Halbseite II des Loches41 gegenüber stehen, im Eingriff sind. Durch die Anordnung der senkrechten Aussparungen33 am Schaft9 aller 90 Grad zusammen mit der umlaufenden Rille40 kann die Verbindung in jedem rechten Winkel erfolgen und erlaubt somit eine flexible Positionierung je nach Anwendungsbedarf. - Im Flanschgehäuse
14 existieren weiterhin senkrechte Führungen45 , welche zum Positionieren des Schaftes9 dienen und außerdem ein Verdrehen dessen verhindern. Eine umlaufende Kante46 stellt die Begrenzung in Y-Richtung für die Einführung des Schaftes9 in den Flansch1 dar. - Zum Freigeben der Verbindung, z. B. bei Veränderungen der Schaltanlagen durch Austauschen von Leuchtfeldern, ist eine Demontage nötig. Dazu kann der Schieber
2 in X-Richtung mittels Finger bewegt werden, oder ein Flachkantschraubendreher kommt in Eingriff mit einer dazu vorgesehenen Aussparung47 . - Das Anwendungsfeld dieser Erfindung ist nicht nur auf Befehls- und Meldegräte beschränkt. Auch eine Nutzung in anderen Verbindungsproblemen zur schnellen Montage und Demontage kann vorgenommen werden.
Claims (4)
- Schnappmechanismus für das Befestigen eines Flansches an einen Schaft einer Befehls- oder Meldeeinheit, wobei ein Schieber (
2 ) sich linear unter Federspannung in einem Flanschgehäuse (14 ) eines Flansches (1 ) bewegt und mittels seitlicher Vorsprünge (35 ,37 ) in einem Loch (41 ) des Schiebers (2 ) den durch dieses Loch (41 ) geführten Schaft (9 ) besagter Befehls- oder Meldeeinheit (3 ) fixiert, wobei der Flansch (1 ) mindestens zwei verschiedene Positionen relativ zum Schaft (9 ) einnehmen kann. - Schnappmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der verriegelten Stellung besagte seitliche Vorsprünge (
35 ,37 ), bestehend aus zwei sich gegenüberliegenden, nasenartigen Vorsprüngen (35 ) auf einer, betätigungsseitig gesehen, vorderen Kreishälfte (II) des Loches (41 ) im Schieber (2 ) und zwei größeren, teilringartig zu einer Kontaktfläche (38 ) verbundenen, seitlichen Vorsprüngen (37 ) auf einer, betätigungsseitig gesehen, hinteren Kreishälfte (I) des Loches (41 ) im Schieber (2 ) im Eingriff mit einer umlaufenden Rille (40 ) am Schaft (9 ) des Befehls- oder Meldegerätes (3 ) sind. - Schnappmechanismus nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Schaft (
9 ) zwei senkrechte Aussparungen (33 ) mit winkligen Kontaktflächen (34 ) auslaufend vorhanden sind, welche solch eine Form haben, um den Schieber (2 ) während des Aufdrücken des Flansches (1 ) auf den Schaft (9 ) von einer ersten Stellung (entriegelte Stellung) in eine zweite Stellung (verriegelte Stellung) zu bewegen und in der zweiten Stellung (verriegelte Stellung) mindestens zwei der besagten seitlichen Vorsprünge (35 ,37 ) im Eingriff mit der umlaufenden Rille (40 ) sind. - Schnappmechanismus nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Montagerichtung des Federelements oder Federelementepaares (
16 ,17 ) und des Schiebers (2 ) dieselbe ist.
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