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Die
Erfindung betrifft eine Werkzeugmaschine umfassend ein Maschinengestell,
einen Arbeitsraum, in welchem eine Bearbeitung eines Werkstücks mittels
eines Werkzeugs durch Bewegung derselben relativ zueinander erfolgt,
einen am Maschinengestell angeordneten Werkstückträger mit einer Aufnahme für das Werkstück, einen
am Maschinengestell angeordneten Werkzeugträger mit einer Aufnahme für das Werkzeug,
eine Maschinensteuerung zur Durchführung der Bewegung von Werkstück und Werkzeug
relativ zueinander und eine optische Meßeinrichtung zum Erfassen von
Geometriedaten von mindestens einem im Arbeitsraum angeordneten Objekt
in einer innerhalb eines Erfassungsraums liegenden Erfassungsebene
relativ zu einem Maschinenbezugspunkt.
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Eine
derartige Werkzeugmaschine ist aus der deutschen Patentanmeldung
Nr. 29 41 156 bekannt.
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Bei
dieser erfolgt ein Erfassen der Geometriedaten von mindestens einem
im Arbeitsraum angeordneten Werkzeug durch eine Bedienungsperson mittels
einer Visiereinrichtung.
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Ein
derartiges Vermessen eines Werkzeugs im Arbeitsraum mittels lediglich
einer dem Benutzer zur Verfügung
gestellten Visiereinrichtung ist aufwendig und unhandlich.
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Insbesondere
bei Werkzeugmaschinen mit einer Vielzahl von zu vermessenden Werkzeugen.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Werkzeugmaschine
der eingangs beschriebenen Art ein Vermessen eines Objekts im Arbeitsraum
effizienter durchführen
zu können.
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Diese
Aufgabe wird bei einer Werkzeugmaschine der eingangs beschriebenen
Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
daß die
Meßeinrichtung
eine elektronische Bilderfassungseinheit und eine dieser zugeordnete
Abbildungsoptik aufweist, daß die
Abbildungsoptik ein innerhalb des Erfassungsraums angeordnetes Objekt
auf die Bilderfassungseinheit abbildet und daß der Bilderfassungseinheit
eine Bildverarbeitungseinheit zugeordnet ist, mit welcher aufgrund
von Geometriedaten des Objekts und Referenzdaten eine Relativposition
des Objekts zu dem Maschinenbezugspunkt bestimmbar ist.
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Der
Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist
darin zu sehen, daß mit
dieser in besonders effizienter Weise und mit großer Präzision die
Vermessung eines Objekts im Arbeitsraum durchführbar ist.
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Um
die Abbildungsoptik vorteilhaft im Arbeitsraum anordnen zu können, ist
vorzugsweise vorgesehen, daß die
Abbildungsoptik in einem sich in einer Meßstellung in den Arbeitsraum
erstreckenden Gehäuse
angeordnet ist.
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Vorzugsweise
ist die Meßeinrichtung
so ausgebildet, daß sie
in einer Meßstellung
die Relativposition des Objekts zum Maschinenbezugspunkt ermittelt.
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Es
ist aber auch möglich,
mehrere Meßstellungen
vorzusehen.
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In
einer derartigen Meßstellung
der Meßeinrichtung
ist es erforderlich, die Position des Erfassungsbereichs und der
Erfassungsebene sowie der durch die Referenzdaten repräsentierten
Orte innerhalb derselben relativ zum Maschinenbezugspunkt exakt
zu kennen, um zuverlässige
Messungen durchzuführen.
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Dies
setzt nicht zwingend voraus, daß nur eine
Meßstellung
vorgesehen ist. Im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung besteht auch die Möglichkeit,
mindestens zwei oder mehrere Meßstellungen vorzusehen.
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Dabei
besteht die Möglichkeit,
die Abbildungsoptik und deren Gehäuse beispielsweise so zu bewegen,
daß damit
auch der Erfassungsraum mit der Erfassungsebene in diese verschiedenen
Meßstellungen
bringbar ist.
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Es
ist aber auch denkbar, daß der
Erfassungsraum und die Erfassungsebene durch eine Folge von Meßstellungen
hindurchbewegt werden.
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In
einem derartigen Fall ist vorzugsweise vorgesehen, daß der Erfassungsraum
und die Erfassungsebene entsprechend einer definierten Folge in die
verschiedenen Meßstellungen
bewegt wird.
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Im
Extremfall ist es sogar denkbar, daß eine Reihe von Meßstellungen
kontinuierlich durchlaufen wird.
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In
diesem Fall ist es erforderlich, in jeder der Meßstellungen die Position des
Erfassungsraums und der Erfassungsebene relativ zu dem Maschinenbezugspunkt
exakt zu kennen oder zu erfassen. Hierzu ist es besonders vorteilhaft,
wenn der Meßeinrichtung
eine Positionserkennungseinrichtung zugeordnet ist.
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Eine
derartige Positionserkennungseinrichtung kann im einfachsten Fall
durch Anschlagmittel gebildet sein.
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Besonders
günstig
ist es jedoch, wenn eine derartige Positionserkennungseinrichtung
für die Meßeinrichtung
kontinuierlich arbeitet und kontinuierlich beispielsweise Ortswechsel
der Abbildungsoptik zu erfassen in der Lage ist.
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Das
Gehäuse
könnte
an jeder beliebigen Stelle des Arbeitsraums angeordnet sein. Besonders günstig ist
es, wenn sich das Gehäuse
in der Meßstellung
ausgehend von einem den Arbeitsraum begrenzenden Element in diesen
hinein erstreckt, beispielsweise in Form eines langgestreckten Arms.
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Hinsichtlich
der Ausbildung des Gehäuses sind
die unterschiedlichsten Möglichkeiten
denkbar. Eine Möglichkeit
sieht vor, daß das
Gehäuse
zusätzlich
zu der Abbildungsoptik die elektronische Bilderfassungseinheit aufnimmt
und somit sowohl die Abbildungsoptik als auch die elektronische
Bilderfassungseinheit zu einer in der Meßstellung im Arbeitsraum zu
positionierenden Einheit kombiniert.
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Eine
andere vorteilhafte Lösung
sieht vor, daß die
elektronische Bilderfassungseinheit in einem eigenen, von dem Gehäuse der
Abbildungsoptik separaten Gehäuse
angeordnet ist.
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Damit
besteht insbesondere die Möglichkeit, die
elektronische Bilderfassungseinheit von dem Gehäuse der Abbildungsoptik lösbar auszubilden,
so daß beispielsweise
die elektronische Bilderfassungseinheit an einer Komponente der
Werkzeugmaschine ständig
angeordnet sein kann, während
das Gehäuse
mit der Abbildungsoptik von der Bilderfassungseinheit lösbar ist.
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Eine
besonders günstige
Lösung
sieht dabei vor, daß das
Gehäuse
der Abbildungsoptik von der Meßstellung
in eine Ruhestellung und umgekehrt bewegbar ist. Dabei kann das
Gehäuse
der Abbildungsoptik entweder manuell oder durch eine Vorrichtung, beispielsweise
auch durch eine Art Greifeinrichtung, von der Meßstellung in die Ruhestellung
und umgekehrt bewegt werden.
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Für den Fall
eines Ausführungsbeispiels,
bei welchem mehrere Meßstellungen
vorgesehen sind, ist vorteilhafterweise das Gehäuse mit der Abbildungsoptik
in die mehreren Meßstellungen
bewegbar, um in jeder der Meßstellungen
die Position des Objekts erfassen zu können, wobei die Position des Objekts
nur bei exakt bekannter Position der Meßstellung erfassbar ist.
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Eine
derartige Position der Meßstellung könnte entweder
durch Anschlagmittel oder eine Positionserfassung präzise im
Raum ermittelt werden.
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Bei
all diesen Lösungen
ließe
sich die Bewegbarkeit des Gehäuses
der Abbildungsoptik dazu ausnutzen, die mehrere Meßstellungen
anzufahren.
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Es
ist im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung aber
auch denkbar, eine tatsächliche
Messung nur in einer Meßstellung
vorzunehmen, die Bewegung des Gehäuses der Abbildungsoptik aber auch
dazu auszunützen,
um Übersichtsbilder über Teilbereiche
des Arbeitsraums zu erzeugen. Dabei ist es im einfachsten Fall nicht
zwingend nötig,
exakt die Position der Meßeinrichtung
bei der Erfassung des Bereichs des Arbeitsraums zu kennen. Es reicht
eine Grobermittlung der Position der Meßeinrichtung, um Übersichtsbilder über einen
entsprechenden Bereich des Arbeitsraums aufnehmen zu können.
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Dabei
ist es prinzipiell denkbar, die Ruhestellung im Arbeitsraum vorzusehen.
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Zum
Schutz des Gehäuses
der Abbildungsoptik und insbesondere der in dem Gehäuse enthaltenen
Abbildungsoptik ist es besonders günstig, wenn das Gehäuse der
Abbildungsoptik aus dem Arbeitsraum heraus in die Ruhestellung bewegbar
ist.
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Insbesondere
ist es dabei wesentlich, daß das
Gehäuse
der Abbildungsoptik in der Ruhestellung gegen Spänebeaufschlagung und/oder Kühlmittelbeaufschlagung
geschützt
ist.
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Hinsichtlich
der Bewegung des Gehäuses, insbesondere
im Arbeitsraum, beispielsweise von der Meßstellung in die Ruhestellung
und umgekehrt, ist es besonders günstig, wenn das Gehäuse mittels eines
Antriebs bewegbar ist.
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Vorzugsweise
ist dabei vorgesehen, daß das Gehäuse durch
den Antrieb in den Arbeitsraum hinein und aus diesem heraus bewegbar
ist.
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Um
ein Werkzeug besonders günstig
vermessen zu können,
ist vorzugsweise vorgesehen, daß das
Gehäuse
in Richtung quer zu einer Bewegungsachse des Werkzeugs bei der Bearbeitung
des Werkstücks
bewegbar ist.
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Damit
mit der erfindungsgemäßen Meßeinrichtung
exakte Meßergebnisse
erzielt werden, ist vorzugsweise eine Positioniereinrichtung vorgesehen,
mit welcher das Gehäuse
mitsamt der Abbildungsoptik in der Meßstellung im Arbeitsraum exakt positionierbar
ist. Durch eine derartige exakte Positionierung der Abbildungsoptik
im Arbeitsraum sind auch der Erfassungsraum und die Erfassungsebene exakte
festlegbar, so daß daraus
auch eine hohe Meßgenauigkeit
resultiert.
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Insbesondere
wenn das Gehäuse
aus der Abbildungsoptik aus dem Arbeitsraum entnehmbar sein soll,
ist vorteilhafterweise vorgesehen, daß mit der Positioniereinrichtung
das Gehäuse
im Arbeitsraum wiederholgenau positionierbar ist.
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Eine
derartige Positioniereinrichtung könnte beispielsweise eine Positionierung
des Gehäuses durch
Kraftschluß vorsehen.
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Um
dauerhaft eine exakte und insbesondere wiederholgenaue Positionierung
des Gehäuses
der Abbildungsoptik zu erhalten, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die Positioniereinrichtung
das Gehäuse durch
Formschluß exakt
positioniert.
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Insbesondere
in all den Fällen,
in denen die Bilderfassungseinheit nicht mit dem Gehäuse der
Abbildungsoptik aus dem Arbeitsraum entfernbar ist, ist vorzugsweise
vorgesehen, daß das
Gehäuse
der Bilderfassungseinheit durch die Positioniereinrichtung exakt
relativ zum Gehäuse
der Abbildungsoptik positionierbar ist, das heißt daß gleichzeitig mit der exakten
Positionierung des Gehäuses
der Abbildungsoptik relativ zur Werkzeugmaschine auch eine exakte Positionierung
der Abbildungsoptik relativ zur Bilderfassungseinheit erfolgt.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausführungsform sieht
vor, daß der
Positioniereinrichtung eine Führung
für eine
Bewegung des Gehäuses
in den Arbeitsraum hinein und aus diesem heraus zugeordnet ist.
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Mit
einer derartigen Führung
besteht die Möglichkeit,
die Gesamtheit aus Bilderfassungseinheit und Abbildungsoptik in
der Werkzeugmaschine aus dem Arbeitsraum heraus oder in diesen hinein
zu bewegen, insbesondere zwischen der Meßstellung und der Ruhestellung.
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Grundsätzlich wäre es denkbar,
die gesamte Meßeinrichtung
mitsamt der elektronischen Bilderfassungseinheit in dem Arbeitsraum
anzuordnen. Da die elektronische Bilderfassungseinheit jedoch eine Vielzahl
von elektrischen Anschlüssen
benötigt,
und außerdem
empfindlich ist gegen die Einwirkung von Kühl- oder Schmiermittel im Arbeitsraum
und/oder Spänen,
würde die
Anordnung der elektronischen Bilderfassungseinheit im Arbeitsraum
einen hohen Aufwand für
die Abschirmung und Kapselung derselben gegen die schädlichen
Einflüsse
im Arbeitsraum erfordern.
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Aus
diesem Grund sieht ein besonders günstiges Ausführungsbeispiel
vor, daß in
der Meßstellung
des Gehäuses
der Abbildungsoptik die elektronische Bilderfassungseinheit für die Abbildungsoptik außerhalb
des Arbeitsraums angeordnet ist.
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Dies
gilt sowohl für
den Fall, daß die
elektronische Bilderfassungseinheit in das Gehäuse für die Abbildungsoptik integriert
ist als auch für
den Fall, daß die
elektronische Bilderfassungseinheit ein separates Gehäuse aufweist,
welches von dem Gehäuse
für die
Abbildungsoptik lösbar
und wieder verbindbar ist, um das Gehäuse für die Abbildungsoptik mitsamt
derselben aus dem Arbeitsraum zu entfernen.
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Im
Zusammenhang mit der bisherigen Beschreibung der Funktion der erfindungsgemäßen Meßeinrichtung
wurde nicht näher
darauf eingegangen, welche Geometriedaten von der Meßeinrichtung erfaßt werden.
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Besonders
günstig
ist es, wenn die Meßeinrichtung
eine Außenkontur
des Objekts erfaßt,
da diese einfach und mit der notwendigen Präzision abbildbar ist.
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Ferner
wurde auch die Arbeitsweise der Abbildungsoptik bei der erfindungsgemäßen Meßeinrichtung
nicht näher
präzisiert.
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So
sieht ein besonders günstiges
Ausführungsbeispiel
vor, daß die
Abbildungsoptik in einer festgelegte Erfassungsebene liegende geometrische Konturen
des Objekts auf die Bilderfassungseinheit abbildet.
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Im
einfachsten Fall ist damit die Abbildungsoptik auf eine einzige
festgelegte Erfassungsebene hinsichtlich der Abbildungseigenschaften
eingestellt.
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Es
ist aber auch denkbar, die Abbildungsoptik so aufzubauen, daß sie in
der Lage ist, durch unterschiedliche Einstellung geometrische Konturen
in mehreren, vorzugsweise zueinander parallel liegenden und in Beobachtungsrichtung
einen unterschiedlichen Abstand aufweisenden Erfassungsebenen jeweils
auf die Bilderfassungseinheit abzubilden.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Meßeinrichtung
durch von einer der Erfassungsebene gegenüberliegenden Seite kommendes
diffuses Hintergrundlicht sich in der Erfassungsebene abzeichnende
Konturen erfaßt,
deren derartige Schattenkonturen sind aufgrund deren Schärfe vorteilhaft
für eine Messung
einzusetzen.
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Das
diffuse Hintergrundlicht ist vorzugsweise dadurch erhältlich,
daß es
durch eine auf einer der Abbildungsoptik gegenüberliegenden Seite der Erfassungsebene
angeordnete Strahlungsquelle erzeugt wird.
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Eine
andere Möglichkeit
sieht vor, daß das diffuse
Hintergrundlicht durch Reflexion von Licht erzeugt wird, das von
einer Strahlungsquelle kommt, die auf der selben Seite der Erfassungsebene
angeordnet ist wie die Abbildungsoptik.
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Besonders
günstig
ist es, wenn hierbei die Strahlungsquelle an dem Gehäuse der
Abbildungsoptik angeordnet ist.
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Darüber hinaus
besteht vielfach die Notwendigkeit, ein Werkzeug in mehreren nichtparallelen
Erfassungsebenen zu vermessen, beispielsweise in der X/Z-Ebene und
der X/Y-Ebene einer Werkzeugmaschine.
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Dies
ist vorzugsweise bei einer Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Lösung möglich, bei welcher
die Abbildungsoptik derart ausgebildet ist, daß die Erfassung von Geometriedaten
in zwei von einander verschiedenen, nichtparallelen Erfassungsebenen
möglich
ist.
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Eine
derartige Erfassung in zwei verschiedenen Erfassungsebenen ist nur
mit großem
Aufwand gleichzeitig durchführbar
und auch nicht gleichzeitig auswertbar, aus diesem Grund ist vorzugsweise
vorgesehen, daß die
Abbildungsoptik von einer Erfassungsebene auf die andere Erfassungsebene
umschaltbar ist, so daß nacheinander
eine Vermessung beispielsweise ein und desselben Werkzeugs in der einen
Erfassungsebene und in der anderen Erfassungsebene möglich ist.
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Im
Rahmen dieser Lösung
ist es aber auch genauso denkbar, unterschiedliche Werkzeuge, je nach
der Art ihres Einsatzes und ihres Bearbeitungsaufgabe in unterschiedlichen
Erfassungsebenen zu vermessen. Beispielsweise ist es mit dieser
Lösung möglich, bestimmte
Arten von Werkzeugen nur in einer Erfassungsebene zu vermessen,
andere Arten von Werkzeugen in der anderen Erfassungsebene und/oder
weitere Arten von Werkzeugen beispielsweise in beiden Erfassungsebenen.
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Eine
besonders vorteilhafte Lösung
sieht vor, daß die
Abbildungsoptik derart ausgebildet ist, daß mindestens eine Erfassungsebene
parallel zu mindestens einer der Bewegungsachsen verläuft, längs welcher
eine Relativbewegung zwischen dem Werkstück und dem Werkzeug zur Bearbeitung
des Werkstücks
erfolgt.
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Insbesondere
bei all den Ausführungsbeispielen,
bei welchen das Werkstück
vorzugsweise zur Durchführung
zumindest eines Teils der Bearbeitung um eine Spindelachse drehbar
ist, ist vorzugsweise vorgesehen, daß die eine Erfassungsebene parallel
zur Spindelachse verläuft.
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Alternativ
oder ergänzend
dazu ist bei einer weiteren Ausführungsform
vorgesehen, daß eine
Erfassungsebene quer zur Spindelachse verläuft.
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Bei
den bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen
wurde davon ausgegangen, daß mit
der Meßeinrichtung
in der Meßstellung
eine Erfassung von Geometriedaten erfolgt. Es wurde nichts über den
Einsatz der Meßeinrichtung
in allen Stellungen außerhalb
der Meßstellungen
gesagt.
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Im
Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung ist
es alternativ oder ergänzend
dazu denkbar, mit der Meßeinrichtung
während
einer Bewegung derselben im Arbeitsraum Geometriedaten zu erfassen. Dies
kann eine Bewegung ohne exakte Festlegung der Position der Meßeinrichtung
sein, und somit lediglich eine zumindest nicht auf hohe Präzision ausgelegte
Erfassung von Geometriedaten. Es ist aber auch denkbar, die Position
der Meßeinrichtung
während
der Bewegung exakt zu erfassen und aufgrund dieser Erfassung der
Position der Meßeinrichtung
exakte Messungen vorzunehmen.
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Das
exakte Erfassen der relativen Position der Meßeinrichtung relativ zu einem
die Geometriedaten aufweisenden Objekt im Arbeitsraum kann in unterschiedlichster
Weise erfolgen.
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Beispielsweise
kann hierzu ein Meßsystem vorgesehen
sein, mit welchem die Bewegung der Meßeinrichtung im Arbeitsraum
erfassbar ist.
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Alternativ
dazu läßt sich
aber auch die Relativbewegung der Meßeinrichtung zum Objekt im
Arbeitsraum dadurch erfassen, daß eine Erfassung der relativen
Bewegung der Meßeinrichtung
zum Objekt im Arbeitsraum durch eine gesteuerte Bewegung einer die
Meßeinrichtung
oder das Objekt tragenden Einheit der Werkzeugmaschine zu dem zu
erfassenden Objekt bzw. der Meßeinrichtung
erfolgt, denn in diesem Fall ist durch die Erfassung der Bewegung der
Einheit der Werkzeugmaschine gleichzeitig unmittelbar eine exakte
Erfassung der Position der Meßeinrichtung
bzw. des Objekts im Arbeitsraum möglich, wenn die Meßeinrichtung
bzw. das Objekt zu dieser Einheit der Werkzeugmaschine in einer
definierten Anordnung steht.
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Beispielsweise
wäre es
denkbar, im Rahmen der erfindungsgemäßen Lösung die Meßeinrichtung in eine Meßstellung
relativ zu der Einheit der Werkzeugmaschine zu fahren, an welcher
die Meßeinrichtung
gehalten ist und dann die Einheit der Werkzeugmaschine mitsamt der
Meßeinrichtung
zu verfahren und dadurch die Meßeinrichtung
im Arbeitsraum gesteuert zu bewegen.
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Eine
besonders zweckmäßige Lösung sieht bei
einer Gegenspindelmaschine vor, eine Meßeinrichtung an einem bewegbaren
Spindelgehäuse
der Gegenspindel anzuordnen und die Meßeinrichtung dann mitsamt der
Gegenspindel im Arbeitsraum zu bewegen, um beispielsweise Werkstücke in der Hauptspindel
oder Werkzeuge in den Werkzeugträgern
der Hauptspindel und/oder der Gegenspindel zu vermessen.
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Alternativ
dazu besteht auch die Möglichkeit, die
Relativbewegung zwischen dem zu erfassenden Objekt und der Meßeinrichtung
umzukehren, nämlich dadurch,
daß die
Meßeinrichtung
fest mit einer unbeweglichen Einheit, beispielsweise dem Spindelgehäuse der
Hauptspindel, verbunden ist und das in der Gegenspindel aufgenommene
Werkstück
relativ zu der Meßeinrichtung
bewegt wird.
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Um
für einen
Bediener das Auffinden des Erfassungsraums, in welchem die Meßeinrichtung Messungen
vornehmen kann, zu erleichtern, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform
vorgesehen, daß eine
den Erfassungsraum durch ein Strahlenbündel im sichtbaren Bereich
optisch kennzeichnende Markierungslichtquelle vorgesehen ist.
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Die
Markierungslichtquelle kann prinzipiell überall im Arbeitsraum oder
an der Maschine angeordnet sein. Eine besonders günstige Lösung sieht vor,
daß die
Markierungslichtquelle an dem Gehäuse der Abbildungsoptik angeordnet
ist.
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In
diesem Fall ist die relative Position der Markierungslichtquelle
zur Abbildungsoptik festgelegt und somit erfolgt mit der Positionierung
der Abbildungsoptik in der Meßstellung
gleichzeitig eine entsprechende Positionierung der Markierungslichtquelle.
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Im
Zusammenhang mit der bisherigen Beschreibung der erfindungsgemäßen Lösung wurde nicht
näher darauf
eingegangen, mit welchen Mitteln eine Relativposition der Geometriedaten
des Objekts zu Referenzdaten erfolgen soll.
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So
sieht ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
vor, daß der
Bildverarbeitungseinheit ein das Objekt darstellender Bildschirm
zugeordnet ist, mit welchem es möglich
ist, das Objekt und auch die Referenzdaten optisch darzustellen.
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Hinsichtlich
der Referenzdaten wurden bislang auch keine näheren Angaben gemacht. So könnten die
Referenzdaten beispielsweise durch ein in der Abbildungsoptik integriertes
Fadenkreuz repräsentiert
sein, das dann zwangsläufig
ebenfalls von der Bilderfassungseinheit mitsamt der Abbildung der geometrischen
Kontur des Objekts erfaßt
wird.
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Eine
besonders zweckmäßige Lösung sieht jedoch
vor, daß die
Referenzdaten durch einen Referenzdatensatz gebildet sind, welcher
in der Bildverarbeitungseinheit gespeichert ist, und somit in einfacher
Weise zu einer automatischen Bestimmung der Relativposition der
Geometriedaten des Objekts zu den Referenzdaten herangezogen werden
kann.
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Besonders
günstig
ist es, wenn die Referenzdaten mindestens einer Referenzlinie entsprechen.
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Vorzugsweise
sind die Referenzdaten so ausgebildet, daß sie zwei sich kreuzenden
Referenzlinien entsprechen.
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Die
Referenzlinien können
dabei beispielsweise auch gekrümmte
Linien sein. Eine aufgrund ihrer Einfachheit besonders zweckmäßige Lösung sieht
vor, daß die
Referenzdaten ein Fadenkreuz darstellen.
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Prinzipiell
wäre es
denkbar, auch mit der erfindungsgemäßen Lösung durch Vergleich der Geometriedaten
des Objekts mit den Referenzdaten, beispielsweise beide dargestellt
auf dem Bildschirm der Bildverarbeitungseinheit, seitens der Bedienungsperson
das Berühren
der Referenzdaten durch die Geometriedaten des Objekts feststellen
zu lassen.
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Um
die Berührung
zwischen den Geometriedaten des Objekts und den Referenzdaten möglichst präzise und
möglichst
selbsttätig
erfassen zu können,
ist vorzugsweise vorgesehen, daß die
Bildverarbeitungseinheit ein Bildverarbeitungsprogramm aufweist,
welches ein Berühren
von durch die Referenzdaten bestimmten Orten durch die Geometriedaten des
Objekts entsprechenden Orten erkennt.
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Besonders
günstig
ist es dabei, wenn das Bildverarbeitungsprogramm in der Lage ist,
ein Berühren
der durch die Referenzdaten bestimmten Orte von einem Übergreifen
der durch die Referenzdaten bestimmten Orte zu unterscheiden.
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Um
bei einem automatischen Erkennen der Relativpositionen der Geometriedaten
des Objekts zu den Referenzdaten auch zu erreichen, daß das Objekt
automatisch gesteuert so lange verfahren wird, bis die Geometriedaten
die Referenzdaten berühren,
ist vorzugsweise vorgesehen, daß die
Bildverarbeitungseinheit über
eine Vermessungssteuerung auf die Maschinensteuerung in dem Sinne
einwirkt, daß das
Objekt in sich zunehmend verkleinerndem Abstand an die Referenzdaten
heranbewegbar ist.
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Bei
einem weiteren vorteilhaften Ausführungsbeispiel ist vorgesehen,
daß der
Bildverarbeitungseinheit eine Kamera zugeordnet ist, in deren Beobachtungsbereich
in Arbeitsstellung zum Werkstück
ausgerichtete Werkzeuge stehen. Mit einer derartigen Kamera läßt sich
damit zumindest eine grobe Erkennung der Position der in Arbeitsstellung
zum Werkstück
ausgerichteten Werkzeuge ermitteln.
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Darüber hinaus
läßt sich
aber auch mit einer derartigen Kamera beispielsweise die Durchführung eines
Bearbeitungsprozesses des Werkstücks
ermitteln.
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Die
Kamera könnte
prinzipiell an beliebigen Stellen im Arbeitsraum angeordnet sein,
so lange sichergestellt ist, daß die
in Arbeitsstellung zum Werkstück
ausgerichteten Werkzeuge erfaßt
werden können.
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Besonders
günstig
ist es, wenn die Kamera auf einer der Meßeinrichtung gegenüberliegenden Seite
des in der Werkstückaufnahme
zur Bearbeitung vorgesehenen Werkstücks angeordnet ist.
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In
diesem Fall ist es besonders vorteilhaft, daß ohne eine Überlappen
des Beobachtungsbereichs der Kamera und des Erfassungsbereichs der Meßeinrichtung
gearbeitet werden kann.
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Es
ist aber auch beim Einsetzen einer Kamera denkbar, diese beispielsweise
unmittelbar an der Meßeinrichtung
anzuordnen und somit mit einem sich mit dem Erfassungsbereich überlappenden
Beobachtungsbereich zu arbeiten, wobei der Beobachtungsbereich in
diesem Fall üblicherweise
weit größer als
der Erfassungsbereich ist.
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Der
Beobachtungsbereich der Kamera ist dabei üblicherweise ein Teilbereich
des Arbeitsraums.
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Besonders
günstig
ist es dabei, wenn der Beobachtungsbereich der Kamera eine Ausdehnung aufweist,
so daß alle
einem zu bearbeitenden Werkstück
zugeordneten und in Arbeitsstellung stehenden Werkzeug von der Kamera
erfassbar sind. Diese Lösung
hat den Vorteil, daß somit
mit der Kamera die Möglichkeit
besteht, alle in Arbeitsstellung stehenden Werkzeuge unabhängig von
der Position des Werkzeugträgers
zu erfassen und zu erkennen und dann ausgehend von dieser Erkennung
der Stellungen der Werkzeuge diese in den Erfassungsraum zu bewegen.
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Eine
weitere vorteilhafte Lösung
sieht vor, daß mit
der Bildverarbeitungseinheit und der Kamera ein Bearbeitungsprozeß des Werkstücks aufzeichenbar
ist.
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Eine
derartige Aufzeichnung des Bearbeitungsprozesses kann dabei einfach über einen
längeren
Zeitraum erfolgen, innerhalb von welchem der Bearbeitungsprozeß auf jeden
Fall auftritt.
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Eine
andere vorteilhafte Lösungsmöglichkeit sieht
vor, daß die
Maschinensteuerung ein Startsignal und ein Stoppsignal liefert,
durch welche für
die Bildverarbeitungseinheit erkennbar ist, wann der Bearbeitungsprozeß beginnt
und wann er endet, um die Bilderfassung im wesentlichen auf die
Zeitdauer zwischen Beginn und Ende des Bearbeitungsprozesses zu
konzentrieren und keine unnötig
großen
Datenmengen anfallen zu lassen.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden
Beschreibung sowie der zeichnerischen Darstellung einer Ausführungsbeispiele.
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In
der Zeichnung zeigen:
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1 eine perspektivische Ansicht
eines ersten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine;
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2 eine Ansicht des ersten
Ausführungsbeispiels
in Richtung des Pfeils 1 1;
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3 ein Schnitt längs Linie
B-B in 2 durch das erfindungsgemäße Meßsystem
unter Weglassung des Werkzeugträgers
in 1;
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4 eine Schnittdarstellung
entsprechend 3 bei aus
dem Arbeitsraum entnommenem Gehäuse
der Abbildungsoptik;
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5 eine vergrößerte Darstellung
des Schnitts durch das Meßsystem
gemäß 3;
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6 eine vergrößerte Darstellung
der auf einem Bildschirm einer Bildverarbeitungseinheit erkennbaren
Geometriedaten relativ zu Referenzdaten;
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7 eine schematische Darstellung
der verschiedenen, durch das erste Ausführungsbeispiel möglichen
Messungen;
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8 ein Schnitt ähnlich 5 durch eine erfindungsgemäße Meßeinrichtung
eines zweiten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine;
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9 eine schematische Darstellung
einer Abbildungsoptik eines erfindungsgemäßen Meßsystems eines dritten Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine;
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10 eine Darstellung auf
einer Werkzeugmaschine gemäß einem
vierten Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine;
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11 eine schematische Darstellung
der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten
gemäß dem vierten
Ausführungsbeispiel;
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12 eine perspektivische
Draufsicht auf eine Werkzeugmaschine gemäß einem fünften Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine;
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13 eine Ansicht des fünften Ausführungsbeispiels
mit Blick in Richtung des Pfeils C in 12;
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14 einen Schnitt durch das
Meßsystem des
fünften
Ausführungsbeispiels
längs Linie
D-D in 13 bei in Meßstellung
stehender Meßeinrichtung;
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15 einen Schnitt ähnlich 14 bei in Ruhestellung stehender
Meßeinrichtung;
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16 eine vergrößerte Darstellung
des Schnitts gemäß 14 durch das Meßsystem
des fünften
Ausführungsbeispiels
und
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17 eine Ansicht eines sechsten
Ausführungsbeispiels
entsprechend 13.
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Ein
erstes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine,
beispielsweise ausgebildet als Drehmaschine, dargestellt in 1, umfaßt ein als Ganzes mit 10 bezeichnetes
Maschinengestell, an welchem ein Spindelgehäuse 12 angeordnet
ist, in dem eine Werkstückspindel 14 drehbar
gelagert ist, die ihrerseits um eine Spindelachse 16 relativ
zum Spindelgehäuse 12 drehbar
ist und eine Werkstückaufnahme 18,
beispielsweise in Form eines Spannfutters aufweist, durch welche
ein Werkstück
W in der Werkstückspindel 14 aufnehmbar
und fixierbar ist.
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Das
Spindelgehäuse 12 ist
dabei entweder relativ zum Maschinengestell 10 stationär angeordnet
oder auf einem Schlitten 20 angeordnet, welcher durch Längsführungen 22 am
Maschinengestell 10 in einer parallel zur Spindelachse 16 verlaufenden Z-Richtung
verschiebbar geführt
ist.
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Darüber hinaus
sind an dem Maschinengestell 10 beispielsweise auf einander
gegenüberliegenden
Seiten der Spindelachse 16, Werkzeugträger 30 vorgesehen,
welche beispielsweise als Werkzeugrevolver ausgebildet sind und
jeweils ein Revolvergehäuse 32 aufweisen,
gegenüber
welchem ein Revolverkopf 34 um eine Revolverachse 36 drehbar
ist.
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Jeder
dieser Revolverköpfe 34 trägt nun eine Vielzahl
von Werkzeugen WZ bzw. WZ, mit welchen das Werkstück W bearbeitet
werden kann.
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Jeder
der Werkzeugrevolver 30 ist beispielsweise durch ein Schlittensystem 40 gegenüber dem Maschinengestell 10 zumindest
in der Z-Richtung parallel zur Spindelachse 16 als auch
in einer X-Richtung, das heißt
quer zur Spindelachse 16 auf diese zu bewegbar, vorzugsweise
noch in einer Y-Richtung, welche quer zur Z- und zur X-Richtung
verläuft.
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Die
Bearbeitung des Werkstücks
W erfolgt dabei in einem Arbeitsraum 42, in welchen das
Werkstück
W hineinragt und in welchem auch die Werkzeuge WZ angeordnet sind.
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Um
die Werkzeuge WZ unmittelbar im Arbeitsraum 42 vermessen
zu können,
sind, wie in 1 und 2 dargestellt, an der Werkzeugmaschine zwei
Meßeinrichtungen 50 vorgesehen,
die jeweils in der Lage sind, in einer Erfassungsebene 60 sich
darstellende Geometriedaten von Objekten zu erfassen, wobei die
Erfassungsebenen 60 innerhalb eines sich ausgehend von
der jeweiligen Meßeinrichtung
in einer Beobachtungsrichtung 62 erstreckenden Erfassungsräumen 64 liegen,
und sich quer, das heißt
insbesondere senkrecht zu den Beobachtungsrichtungen 62 erstrecken.
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Vorzugsweise
liegen dabei die Erfassungsebenen 60 in einer durch die
Spindelachse 16 und in X-Richtung verlaufenden geometrischen
Ebene 66, die somit parallel zur X-Richtung und Z-Richtung
verläuft
und außerdem
liegen die Erfassungsräume 64 beiderseits
jeweils neben der Spindelachse 16, und zwar in einem Abstand
von dieser, welcher in der Größenordnung
eines maximalen Werkstückradius liegt,
so daß die
Möglichkeit
besteht, ein sich in Arbeitsstellung in der X/Z-Ebene 66 erstreckendes Werkzeug
WZ, beispielsweise vor und/oder nach einer Bearbeitung des Werkstücks W, zu
vermessen. Beispielsweise sind die Meßeinrichtungen 50 so
angeordnet, daß jedem
der Werkzeugträger 30 eine
eigene Meßeinrichtung 50 zugeordnet
ist.
-
Wie
in 3 und 4 exemplarisch anhand einer der Meßeinrichtungen 50 dargestellt,
umfaßt
jede der Meßeinrichtungen 50 einen
sich ausgehend von einer Wand 68 des Arbeitsraums 42 in
den Arbeitsraum 42 hinein erstreckenden Arm 70,
welcher ein rohrförmiges
Gehäuse 72 für eine als
Ganzes mit 74 bezeichnete Abbildungsoptik umfaßt, die
beispielsweise einen Umlenkspiegel 76 sowie eine Teleskopoptik 78 aufweist,
wobei ein den Erfassungsraum 64 definierender Beobachungsstrahlengang 80 sich ausgehend
von einer Beobachtungsöffnung 82 des Gehäuses 72 mit
einem externen Ast 84 in der Beobachtungsrichtung 62 erstreckt
und auf die Erfassungsebene 60 trifft.
-
Ein
von der Beobachtungsöffnung 82 ausgehend
sich in dem Gehäuse 72 erstreckender
interner Ast 84 des Beobachtungsstrahlengangs 80 wird durch
den Umlenkspiegel 76 umgelenkt, durchsetzt die Teleskopoptik 78 und
tritt in eine Bilderfassungseinheit 90 ein, in welcher
ein elektronischer Kamerabaustein 92 angeordnet ist. Die
Abbildungsoptik 74 ist dabei so aufgebaut, daß sie die
Erfassungsebene 60 auf eine Detektorfläche 94 des elektronischen
Kamerabausteins 92 scharf abbildet.
-
Der
das rohrförmige
Gehäuse 72 umfassende
Arm 70 ist lösbar
in einer Halterung 100 montierbar, und zwar durch einen
an dem Arm 70 angeordneten Einsteckzapfen 102,
welcher in eine Zapfenaufnahme 104 der Halterung 100 einsteckbar
und durch einen an der Zapfenaufnahme 104 gelagerten Spannkörper 106 in
der Zapfenaufnahme 104 präzise und wiederholgenau festlegbar
ist. Der Spannkörper 106 ist
dabei vorzugsweise durch eine Spannkörperbetätigung 108 zum Festlegen
des Einsteckzapfens 102 auf diesen zu bewegbar, wobei die
Spannkörperbetätigung 108 manuell
betätigbar
ist.
-
Die
Fixierung des Arms 70 über
den Einsteckzapfen 102 und die Zapfenaufnahme 104 erfolgt
beispielsweise dann, wenn der Einsteckzapfen 102 ein für Werkzeughalter üblicher
Einsteckzapfen ist und die Zapfenaufnahme 104 ebenfalls
entsprechend ausgebildet ist, präzise
und wiederholgenau.
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Die
Halterung 100 ist vorzugsweise auf einer dem Arbeitsraum 42 zugewandten
Seite der Wand 68 angeordnet, während auf einer dem Arbeitsraum 42 abgewandten
Seite der Wand 68 die Bilderfassungseinheit 90 an
der Halterung 100 angeordnet ist.
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Diese
umfaßt
neben dem elektronischen Kamerabaustein 92 ein Gehäuse 96,
welches ebenfalls mit der Halterung 100 lösbar, beispielsweise über eine
Fixiereinrichtung 112, verbunden ist.
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Bei
in die Halterung 100 eingestecktem Arm 70 erstreckt
sich der interne Ast 74 des Beobachtungsstrahlengangs 80 auch
durch den Einsteckzapfen 102 und durch die Halterung 100 hindurch
bis zum elektronischen Kamerabaustein 92, wobei der interne
Ast 86 auf seinem ganzen Wege von dem elektronischen Kamerabaustein 92 bis
zur Beobachtungsöffnung 82 sowohl
durch die Halterung 100 als auch den sich daran anschließenden Arm 70 gegenüber den Bedingungen
im Arbeitsraum 42 geschützt verläuft, während sich
der externe Ast 84 ausgehend von der Beobachtungsöffnung 82 in
der Beobachtungsrichtung 62 frei im Arbeitsraum 42 bis
zur Erfassungsebene 60 ausbreitet.
-
Bei
dem ersten Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
ist somit der Arm 70 in die Halterung 100 einsetzbar,
um diesen in eine Meßstellung
M zu bringen, beispielsweise wenn eines der Werkzeuge WZ in der
Erfassungsebene 60 vermessen werden soll, und nach der
Vermessung besteht die Möglichkeit,
den Arm 70 aus der Halterung 100 zu lösen, beispielsweise
manuell aus dem Arbeitsraum 42 zu entfernen, um den Arm 70 in
eine Ruhestellung zu bringen, wobei zum Schutz des elektronischen
Kamerabausteins 92 ein zeichnerisch in 4 nicht dargestellter Blindstopfen in
die Zapfenaufnahme 104 eingesetzt wird.
-
Der
Vorteil dieser Lösung,
bei welcher nach Entfernen des Arms 70 aus dem Arbeitsraum 92 eine Trennung
der Bilderfassungseinheit 90 von der Abbildungsoptik 74 erfolgt,
ist darin zu sehen, daß durch die
stationäre
Anordnung der Bilderfassungseinheit 90 außerhalb
des Arbeitsraums 42 die Möglichkeit besteht, die Bilderfassungseinheit 90 einerseits
geschützt
und andererseits stationär
mit einer Bildverarbeitungseinheit 120 verbunden anzuordnen,
so daß eine
Vielzahl von Problemen, die bei einer trennbaren elektrischen Signalübertragung
bestehen, durch die stationäre
Anordnung der Bilderfassungseinheit 90 vermieden werden
kann.
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Bei
dem dargestellten Ausführungsbeispiel erstreckt
sich der Arm 70 mit seiner Längsachse 122 vorzugsweise
ungefähr
parallel zur Spindelachse 16 und der externe Ast 84 des
Beobachtungsstrahlengangs erstreckt sich vorzugsweise quer zur Spindelachse 16 und
quer zur X-Richtung sowie senkrecht zur Erfassungsebene 60.
-
Ferner
besteht bei diesem Ausführungsbeispiel
die Möglichkeit,
die Halterung 100 direkt mit dem Maschinengestell 10 zu
verbinden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Halterung 100 über
das Spindelgehäuse 12 an
dem Maschinengestell 10 abgestützt, wobei somit bei stationärer Anordnung
des Spindelgehäuses 12 relativ
zum Maschinengestell 10 eine stationäre Anordnung der Meßeinrichtung 50 vorliegt
oder im Falle eines relativ zum Maschinengestell 10 verfahrbaren
Spindelgehäuses 12 eine
bewegbare Anordnung der Meßeinrichtung 50,
bei welcher die Position des externen Astes 84 des Beobachtungsstrahlengangs 80 im
Arbeitsraum 42 zumindest relativ zum Spindelgehäuse 12 exakt
und wiederholgenau festgelegt ist. Im letzteren Fall ist eine Relativposition
des Spindelgehäuses 12 zum
Maschinengestell 10 durch eine Maschinensteuerung 130,
welche die Position des Spindelgehäuses 12 relativ zum
Maschinengestell 10 definiert festlegt, aufgrund der Erfassung
der Position des Spindelgehäuses 12 durch
die Maschinensteuerung 130 relativ zum Maschinengestell 10 ermittelbar.
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Damit
liegt die Lage des externen Astes 84 des Beobachtungsstrahlenfeldes 80 relativ
zum Maschinengestell 10 fest oder ist stets über die
Maschinensteuerung 130 mit der notwendigen Präzision ermittelbar.
-
Mit
der Meßeinrichtung 50 gemäß dem ersten
Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine
besteht die Möglichkeit,
von einem vom externen Ast 84 des Beobachtungsstrahlengangs 80 erfaßten Objekt,
beispielsweise einem der sich in der Erfassungsebene 60 erstreckenden Werkzeuge
WZ, eine sich in der Erfassungsebene 60 als Schattenbild
darstellende geometrische Außenkontur
AK, beispielsweise im Bereich einer Werkzeugspitze, dadurch zu erfassen,
daß mit
der Maschinensteuerung 130 eine Positionierung einer Abbildung
der Außenkontur
AK relativ zu Referenzlinien RF1 und RF2 erfolgt, die im einfachsten
Fall ein Fadenkreuz bildende Geraden darstellen und deren Position
relativ zu einem Bezugspunkt BP (5)
am Maschinengestell 10, beispielsweise einem definierten
Bezugspunkt BP auf der Spindelachse 16, entweder festliegt
oder durch die Maschinensteuerung 130 ermittelbar ist (3, 6).
-
Zur
Vermessung der Lage der Außenkontur AK,
das heißt
zur Festlegung von deren absoluter Position relativ zum Bezugspunkt
BP, wird das Werkzeug WZ mittels der Maschinensteuerung 130 relativ zum
externen Ast 84 des Beobachtungsstrahlenfeldes 80 in
der Erfassungsebene 60 so lange verschoben, bis die Abbildung
der Außenkontur
AK die Referenzlinien RF1 und RF2 berührt, ohne diese zu übergreifen.
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Die
Position eines Bezugspunktes BPWZ, (6)
des Werkzeugs WZ, in welcher die Abbildung der durch Schattenbildung
erhaltenen Außenkontur AK
in der Referenzebene 60 die Referenzlinien RF1 und RF2
berührt
und die Position eines entsprechenden Bezugspunktes BPWT (2) des Werkzeugträgers 30,
lassen sich durch die Maschinensteuerung 130 ermitteln
und können
somit in Relation gesetzt werden zu der Lage der Referenzlinien
RF1 und RF2 relativ zu dem Bezugspunkt BP am Maschinengestell 10,
der bei unverschieblichem Spindelgehäuse 12 durch die Anordnung
der Meßeinrichtung 50 relativ
zu dem Bezugspunkt BP des Maschinengestells 10 festlegbar
ist oder bei einem durch die Maschinensteuerung 130 verschiebbaren
Spindelgehäuse 12 durch
die Maschinensteuerung 130 ermittelbar ist.
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Die
Referenzlinien RF1 und RF2 können
mit der erfindungsgemäßen Lösung entweder
in bekannter Weise als Fadenkreuz in der Teleskopoptik 78 realisiert
und mit auf den elektronischen Kamerabaustein 92 abgebildet
werden oder aber auch als in der Bildverarbeitungseinheit 120,
beispielsweise einem Speicher 124 derselben, gespeicherter
Datensatz zur Generierung der Referenzlinien RF1 und RF2, beispielsweise
durch Festlegung bestimmter Pixelreihen des elektronischen Kamerabausteins 92 als Referenzlinien
RF1 und RF2, die somit softwaregenerierte Referenzlinien darstellen.
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Beispielsweise
ist zur visuellen Überprüfung der
Position der Außenkontur
AK der Werkzeugspitze WS des Werkzeugs WZ die Bildverarbeitungseinheit 120 mit
einem Bildschirm 126 versehen, der die von dem elektronischen
Kamerabaustein 92 erfaßte optische
Information für
einen Maschinenbediener vergrößert darstellt
und insbesondere die Lage der Außenkontur AK relativ zu den
Referenzlinien RF1 und RF2 zeigt, wie in 6 vergrößert dargestellt.
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Damit
besteht die Möglichkeit,
durch Bewegung des Werkzeugs WZ mittels des jeweiligen Schlittensystems 40 die
Außenkontur
AK der Werkzeugspitze WS mit der Außenkontur AK exakt mit Berührung der
Referenzlinien RF1 und RF2 zu positionieren, ohne daß die Außenkontur
AK die Referenzlinien RF1 und/oder RF2 übergreift.
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In
diesem Fall steht das Werkzeug WZ mit der Außenkontur AK der Werkzeugspitze
WS in einer durch die Referenzlinien RF1 und RF2 exakt festgelegten
Position, die in Relation zu der von der Maschinensteuerung 130 durch
Bewegen des Werkzeugträgers 30 erreichten
Relativposition des Bezugspunktes BPWT des Werkzeugträgers 30 in
Bezug auf den Bezugspunkt BP am Maschinengestell 10 gesetzt
werden kann.
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Durch
eine derartige Messung besteht die Möglichkeit, sämtliche
Positionierfehler des Bezugspunktes BPWZ des Werkzeugs WZ relativ
zum Werkzeughalter WH und Positionierfehler des Werkzeughalters
WH und relativ zum Werkzeugträger 30 zu korrigieren.
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Dabei
ist es besonders vorteilhaft, wenn die Bildverarbeitungseinheit 120 mit
der Maschinensteuerung 130 direkt gekoppelt ist und somit
die Zuordnung der durch die Referenzlinien RF1 und RF2 festgelegten
Referenzposition zu der tatsächlich
von der Maschinensteuerung 130 angefahrenen Position des Bezugspunktes
BPWT des Werkzeugträgers 30 durch
direkte Kommunikation zwischen der Bildverarbeitungseinheit 120 und
der Maschinensteuerung 130 erhältlich ist.
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Im
einfachsten Fall erfolgt das Anlegen der Außenkontur AK in den Referenzlinien
RF1 und RF2 durch manuelle Bedienung der Maschinensteuerung 130 und
somit manuell gesteuertes Verfahren des Schlittensystems 40 so
lange, bis die Außenkontur AK
berührend
an den Referenzlinien RF1 und RF2 anliegt wobei des Anliegen über den
Bildschirm 126 von der Bedienungsperson überprüft werden
kann.
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Alternativ
dazu ist vorgesehen, daß die
Bildverarbeitungseinheit 120 über ein Programm den Abstand
der Außenkontur
AK beispielsweise in X-Richtung von der Referenzlinie RF1 und in
Z-Richtung von der Referenzlinie RF2 ermittelt und diese Abstandswerte
einer Vermessungssteuerung 132 übermittelt, die die Maschinensteuerung 130 dann
so ansteuert, daß die
Maschinensteuerung 130 das Schlittensystem 40 derart
bewegt, daß die
Abstände
in X-Richtung und Z-Richtung schrittweise geringer werden, bis eine
Berührung
der Referenzlinien RF1 in X-Richtung und RF2 in Z-Richtung erfolgt.
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Dieser
Zustand wird dann erneut von der Bildverarbeitungseinheit 120 der
Maschinensteuerung 130 übermittelt,
die in der Lage ist, aufgrund der dieser vorliegenden Daten über die
Position des Bezugspunktes BPWT des Werkzeugträgers 30 dieser Position
dann die entsprechende Lage der Außenkontur AK des Werkzeugs
WZ zuzuordnen, und zwar vorzugsweise werkzeugspezifisch, so daß in einer Werkzeugdatei 134 der
Maschinensteuerung 130 diese Relativposition der Außenkontur
AK zur Position des Bezugspunktes BPWT des Werkzeugträgers 30 abgespeichert
und auch für
spätere
Bearbeitungsvorgänge
verwendet werden kann.
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Um
in der Erfassungsebene 60 ein präzises Schattenbild der Außenkontur
AK des Werkzeugs WZ zu erhalten, wie in 6 dargestellt, ist es erforderlich, daß das Werkzeug
WZ in der Erfassungsebene 60 durch ein diffuses Hintergrundlicht 140 beleuchtet
wird, welches von einer dem externen Ast 84 des Beobachtungsstrahlengangs 80 abgewandten Seite
des Werkstücks
WZ auf dieses fällt
und somit zu einem scharten Schattenbild der in der Erfassungsebene 60 liegenden
Außenkontur
AK führt,
die durch den externen Ast 84 des Beobachtungsstrahlengangs 80 erfassbar
ist.
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Ein
derartiges Hintergrundlicht 140 läßt sich entweder auf der dem
externen Ast 84 des Beobachtungsstrahlengangs 80 entgegengesetzten
Seite der Erfassungsebene 60 angeordnete diffuse Strahlungsquellen
erzeugen oder durch diffuse Reflexion des Lichts einer am Arm 70 angeordneten
Strahlungsquelle 142, wobei die Strahlung vorzugsweise eine
außerhalb
des sichtbaren Bereichs im Infraroten liegende Wellenlänge aufweist.
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Die
Erzeugung von diffusem Hintergrundlicht 140 mittels der
am Arm 70 angeordneten Strahlungsquelle 142 erfolgt
vorzugsweise durch Ausleuchten von den Arbeitsraum 42 begrenzenden
Wänden
und Abdeckungen, die vorzugsweise eine reflektierende, jedoch gebürstete Oberfläche aufweisen
und daher auch bei direkter Anstrahlung das diffuse Hintergrundlicht 140 ergeben.
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Darüber hinaus
ist an dem Arm 70 noch eine Markierungslichtquelle 144 vorgesehen,
die ein Lichtstrahlungsfeld 146 erzeugt, das dazu dient,
entweder für
einen Maschinenbediener im Arbeitsraum 42 kenntlich zu
machen, wo ungefähr
der Erfassungsraum 64 verläuft, wobei der Bediener beispielsweise
daran, daß das
in den Erfassungsraum 64 eintretende Werkzeug WZ mit einer
Wellenlänge
im sichtbaren Bereich angeleuchtet wird, erkennen kann, daß das Werkzeug
WZ nunmehr den Erfassungsraum 64 erreicht hat und somit
durch die Meßeinrichtung 50 vermessen
werden kann.
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Alternativ
dazu ist es aber auch denkbar, durch das Anleuchten des Werkzeugs
WZ mit dem Lichtstrahlungsfeld 146 der Markierungslichtquelle 144 in
der Erfassungsebene 60 ein Bild zu erzeugen, durch welches
von der Bildverarbeitungseinheit 120 das in den Erfassungsraum 64 eintretendes
Objekt erkannt werden kann, so daß nach Erkennen eines derartigen,
durch das Lichtstrahlungsfeld 146 markierten Objekts, in
diesem Fall des Werkzeugs WZ, die Prozesse gestartet werden können, mit
welchen die Außenkontur
AK der Spitze WS des Werkzeugs WZ erfaßt und deren Annäherung an
die Referenzlinien RF1 und RF2 in der beschriebenen Weise erreicht
werden kann, um beim Berühren
der Referenzlinien RF1 und RF2 die Relativposition der Außenkontur
AK relativ zur Position des Bezugspunkte BPWT des Werkzeugträgers 30 ermitteln
zu können.
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Zur
Speisung der Strahlungsquelle 142 und der Markierungslichtquelle 144 ist
der Arm 70 vorzugsweise mit einer Kontakteinheit 148 versehen,
die mit einer ein Gegenstück
darstellenden Gegenkontakteinheit 150 am Halter 100 dann
zwangsläufig
in Wirkverbindung steht, wenn der Einsteckzapfen 102 des
Arms 70 in die Zapfenaufnahme 104 der Halterung 100 eingesteckt
ist.
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Ferner
ist die Kontakteinheit 148 zwangsläufig von der Gegenkontakteinheit 150 dann
lösbar, wenn
der Einsteckzapfen 102 des Arms 70 aus der Zapfenaufnahme 104 herausgezogen
wird, um den Arm 70 aus dem Arbeitsraum 42 zu
entfernen.
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Im
Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel
wurde bislang lediglich beschrieben, daß das erfindungsgemäße Meßsystem 50 mit
dem Arm 70 dazu eingesetzt wird, wie in 7a nochmals schematisch dargestellt,
die Außenkontur
AK eines der Werkzeuge WZ zu vermessen.
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Es
besteht aber auch, wie beispielsweise in 7b schematisch dargestellt, die Möglichkeit,
den Arm 70 dazu einzusetzen, als Objekt nicht das Werkstück WZ zu
vermessen, sondern ein Werkstück
W, wobei dessen in der Erfassungsebene 60 liegende Außenkontur
AK ebenfalls als Schattenbild erfaßt wird.
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Eine
weitere Möglichkeit
besteht darin, die Messeinrichtung mit dem Arm 70 nicht
nur dazu einzusetzen, das Werkzeug WZ oder das Werkstück W zu
vermessen, sondern die Bilderfassungseinheit 90 mit dem
elektronischen Kamerabaustein 92 dazu einzusetzen, einen
Bearbeitungsprozeß des
Werkstücks
W durch das Werkzeug WZ zu beobachten, wobei in der bereits beschriebenen
Weise durch die im Arm 70 dargestellte Abbildungsoptik 74 die
sich in der Erfassungsebene 60 abzeichnenden Konturen auf
den elektronischen Kamerabaustein 92 abgebildet und durch
die Bilderfassungseinheit 90 erfaßt werden können.
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Alternativ
dazu ist es aber auch denkbar, sowohl für die Vermessung des Werkstücks W, wie
in 7b dargestellt, als
auch für
die Beobachtung des Bearbeitungsprozesses, wie in 7c dargestellt, Arme 70 mit
modifizierter Abbildungsoptik 74 einzusetzen, wobei die
Abbildungseigenschaften der Abbildungsoptik 74 jeweils
den zu erfassenden Geometriedaten angepaßt sind und somit auch beispielsweise
eine Anpassung der Ausdehnung des Erfassungsraums 64 und
der Lage der Erfassungsebene 60 an die unterschiedlichen
Aufgabenstellungen erfolgen kann.
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Bei
einem zweiten Ausführungsbeispiel,
dargestellt in 8 ist
der Arm 70' der
Meßeinrichtung 50' derart ausgebildet,
daß in
dem rohrförmigen
Gehäuse 72' nicht nur die
Abbildungsoptik 74 mit dem Umlenkspiegel 76 und
der Teleskopoptik 78 angeordnet sind, sondern das Gehäuse 72' gleichzeitig
als Gehäuse
für die
Bilderfassungseinheit 90 und den elektronischen Kamerabaustein 92 dient,
so daß die Abbildungsoptik 74 mitsamt
der Bilderfassungseinheit 90 eine durch das Gehäuse 72' umschlossene integrale
Einheit bilden, die als Ganzes von der Ruhestellung in die Meßstellung
M und umgekehrt bewegt werden kann.
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In
diesem Fall ist es nicht mehr erforderlich, daß sich durch den Einsteckzapfen 102 der
interne Ast 86 des Beobachtungsstrahlengangs 80 hindurcherstreckt,
sondern durch den Einsteckzapfen 102 sind elektrische Leitungen
zu einer Kontakteinheit 152 geführt, die mit einer an dem Halter 100 vorgesehenen
Gegenkontakteinheit 154 dann zusammenwirkt, wenn der Einsteckzapfen 102 in
die Zapfenaufnahme 104 eingesteckt und durch den Spannkörper 106 fixiert
ist. Von der Gegenkontakteinheit 154 führen dann jeweils Leitungen
zu der Bildverarbeitungseinheit 120.
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Alternativ
zum Vorsehen der Kontakteinheit 152 und der Gegenkontakteinheit 154,
die über
mechanische Kontakte miteinander wechselwirken, ist es ebenfalls
denkbar, miteinander induktiv oder kapazitiv wechselwirkende Informationsübertragungseinheiten
vorzusehen, die sich noch besser als mechanische Kontakte für ein häufiges Herstellen
und Lösen
einer Verbindung zur Informationsübertragung, insbesondere von
dem elektronischen Kamerabaustein 92 zu der Bildverarbeitungseinheit 120, eignen.
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Im übrigen ist
das zweite Ausführungsbeispiel
insoweit als dieselben Bezugszeichen wie beim ersten Ausführungsbeispiel
eingesetzt werden, mit denselben Bezugszeichen versehen, so daß bezüglich dieses
Teils vollinhaltlich auf das erste Ausführungsbeispiel Bezug genommen
wird.
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Im
Zusammenhang mit dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel wurde lediglich
eine Abbildungsoptik 74 beschrieben, welche in der Lage
ist, eine Erfassungsebene auf die Detektorfläche 94 des Kamerabausteins 92 abzubilden.
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Bei
einem dritten Ausführungsbeispiel
ist die Abbildungsoptik 74' so
ausgebildet, daß der
Beobachtungsstrahlengang 80' nach
dem Umlenkspiegel 76 in einen Strahlteiler 160 eintritt,
aus welchem ein erster Ast 1621 und
ein zweiter Ast 1622 austreten. Der
erste Ast 1621 durchsetzt ein erstes
optisches Schaltelement 1641 , aus
welchem dann der erste externe Ast 841 des
Beobachtungsstrahlengangs austritt, der zu der in bekannter Weise
angeordneten ersten Erfassungsebene 601 führt, die
parallel zur X-Richtung und Z-Richtung der Werkzeugmaschine verläuft.
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Der
zweite Ast 1622 tritt ebenfalls
durch ein optisches Schaltelement 1642 hindurch
und trifft außerdem
auf einen Umlenkspiegel 166, so daß sich nach diesem ein zweiter
externer Ast 842 des Beobachtungsstrahlengangs 80' in Richtung
einer zweiten Erfassungsebene 602 ausbreitet,
die in diesem Fall sich jedoch parallel zur X-Richtung und zur Y-Richtung
erstreckt.
-
Der
Beobachtungsstrahlengang 80' ist
nun so abgestimmt, daß je
nach dem, welches der optischen Schaltelemente 1641 oder 1642 den Beobachtungsstrahlengang 80' passieren läßt, entweder
eine Abbildung eines sich in der ersten Erfassungsebene 601 erstreckenden Objekts oder eine Abbildung
eines sich in der zweiten Erfassungsebene 602 erstreckenden
Objekts auf die Detektorfläche 94 des
elektronischen Kamerabausteins 92 erfolgt und somit die Möglichkeit
besteht, ein Objekt abwechselnd in der einen Erfassungsebene 601 oder der anderen Erfassungsebene 602 zu erfassen.
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Es
besteht aber auch die Möglichkeit,
ein und dasselbe Werkzeug WZ in jeder der Erfassungsebenen 601 und 602 zu
positionieren und einerseits in der Erfassungsebene 601 und andererseits in der Erfassungsebene 602 zu vermessen, so daß die Außenkontur
AK sowohl in der ersten Erfassungsebene 601 als
auch in der zweiten Erfassungsebene 602 und somit
die Außenkontur
AK eines Werkzeugs WZ in unterschiedlichen Raumrichtungen exakt
bestimmt werden kann.
-
Hinsichtlich
der übrigen
Teile des dritten Ausführungsbeispiels
wird vollinhaltlich auf die Ausführungen
zu den voranstehenden Ausführungsbeispielen
Bezug genommen.
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Bei
einem vierten Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Werkzeugmaschine,
beispielsweise dargestellt in den 10 und 11 sind zwei einander gegenüberliegende
Werkstückspindeln 14a und 14b vorgesehen,
wobei jeder der Werkstückspindeln 14a und 14b beispielsweise
zwei Werkzeugträger 30a bzw. 30b zugeordnet
sind.
-
Um
die Werkzeuge WZ aller Werkzeugträger 30a, 30b vermessen
zu können,
ist, wie in 11 dargestellt,
die Meßeinrichtung 50 in
gleicher Weise ausgebildet wie beim ersten Ausführungsbeispiel, allerdings
mit dem Unterschied, daß an
einander gegenüberliegenden
Wänden 68a und 68b des
Arbeitsraums 42 Halterungen 100a bzw. 100b vorgesehen sind
und der Arm 70 entweder in die Halterung 100a oder
in die Halterung 100b eingesteckt werden kann und somit
die Abbildungsoptik 74 entweder mit der Bilderfassungseinheit 90a oder der
identisch ausgebildeten Bilderfassungseinheit 90b, die
beide nicht entnehmbar sind, zusammenwirkt, um die Werkzeuge WZ
der Werkzeugträger 30a bzw. 30b vermessen zu
können.
-
Schließlich wird
hinsichtlich der übrigen
Teile vollinhaltlich auf die Ausführungen zu den voranstehenden
Ausführungsbeispielen
Bezug genommen.
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Bei
einem fünften
Ausführungsbeispiel,
dargestellt in 12, ist
den einander gegenüberliegenden
Werkstückspindeln 14a und 14b jeweils
nur eine Meßeinrichtung 50'a, 50'b zugeordnet,
die auf einer dem Maschinengestell 10 zugewandten Seite
der jeweiligen Spindelachsen 16a bzw. 16b angeordnet
ist, wobei die Beobachtungsrichtungen 62 jeweils von den
Armen 70 zu den Spindelachsen 16a, 16b und somit
vom Maschinengestell 10 weg gerichtet sind.
-
Bei
diesem fünften
Ausführungsbeispiel
ist die Meßeinrichtung 50'' vorzugsweise in einem Fußbereich 160 des
Spindelgehäuses 12 angeordnet und
zwar dergestalt, daß der
Arm 70'' von der in 14 dargestellten Meßstellung
M, in welcher der Arm über
den Fußbereich 160 des
Spindelgehäuses 12 in
den Arbeitsraum 42 übersteht,
so daß der
Erfassungsraum 64 auf einer der Werkstückspindel 14 abgewandten
Seite des Werkstücks
W liegt und von der Spindelachse 16 durchsetzt ist, und
in einer in 15 dargestellten
Ruhestellung R einfahrbar ist, in welcher der Arm 70'' in den Fußbereich 160 eingefahren
ist, und nicht mehr in den Arbeitsraum 42 hineinragt.
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Wie
insbesondere in 16 dargestellt,
umfaßt
der Arm 70'' das Gehäuse 72'' für die Abbildungsoptik 74,
welche vom Prinzip her in gleicher Weise ausgebildet ist wie bei
den bislang beschriebenen Ausführungsbeispielen
und insbesondere den Umlenkspiegel 76 sowie die Teleskopoptik 78 aufweist.
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An
das rohrförmige
Gehäuse 72'' für die Abbildungsoptik 74 schließt sich
ein endseitig des Arms 70'' angeordneter
Abschlußkörper 162 an,
der einerseits das rohrförmige
Gehäuse 72' abschließt und andererseits
auf einer dem rohrförmigen
Gehäuse 72'' gegenüberliegenden Seite die Bilderfassungseinheit 90 über deren
Gehäuse 96 trägt, in welchem der
elektronische Kamerabaustein 92 wie beschrieben angeordnet
ist.
-
Der
Abschlußkörper 162 weist
dabei einen Durchgang 164 auf, durch welchen der interne
Ast 86 des Beobachtungsstrahlengangs 80 durch
den Abschlußkörper 162 hindurchtreten
und in die Bilderfassungseinheit 90 eintreten kann, um
auf die Detektorfläche 94 des
elektronischen Kamerabausteins 92 aufzutreffen.
-
Bei
dem Arm 70'' bildet das
Gehäuse 72'' mit dem Gehäuse 96 der Bilderfassungseinheit 90 eine fest
verbundene Einheit, allerdings dergestalt, daß die gesamte Bilderfassungseinheit 90 mit
ihrem Gehäuse 96 und
im wesentlichen auch der Abschlußkörper 162 sowohl in
der Meßstellung
M als auch in der Ruhestellung R auf einer dem Arbeitsraum 42 abgewandten
Seite einer Stirnwand 168 des Fußbereichs 160 liegen
und somit gegen Einflüsse
aus dem Arbeitsraum 42 geschützt angeordnet sind.
-
Die
Fixierung des gesamtem Meßeinrichtung 50'' erfolgt durch eine Halterung 170,
welche an der an den Arbeitsraum 24 angrenzenden Stirnwand 168 des
Fußbereichs 160 gehalten
ist und einerseits eine Führungsbüchse 172 umfaßt, die
den Arm 70'' im Bereich
eines Außenrohrs 174 in
Richtung seiner Längsrichtung 122 verschiebbar
führt,
so daß der Arm 70'' von der in 16 dargestelltem, im wesentlichen in
den Arbeitsraum 42 hineinragenden Meßstellung M in die in 15 dargestellte Ruhestellung R
bringbar ist, in welchem der Arm 70'' mit
einem endseitigen Deckel 176 die Führungsbüchse 172 der Halterung 170 abschließt, so daß der gesamte
Arm 70'' im wesentlichen
in dem Fußbereich 160 des Spindelgehäuses 12 und
außerhalb
des Arbeitsraums 42 angeordnet ist.
-
Um
den Arm 70'' in den Meßstellung
M mit seiner Längsrichtung 122 präzise ausgerichtet
und in Richtung der Längsrichtung 122 präzise angeordnet positionieren
zu können,
ist die Halterung 170 mit einem ersten Formschlußelement 180 versehen,
mit welchem ein zweites Formschlußelement 182, angeordnet
an dem Abschlußkörper 162 des
Arms 70'', in Eingriff
bringbar ist. Dabei werden beispielsweise das erste Formschlußelement 180 und
das zweite Formschlußelement 182 als
Ringe mit einer Hirtverzahnung ausgebildet, wie sie beispielsweise
zur exakten Positionierung von Revolverköpfen verwendet werden.
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Dabei
ist das erste Formschlußelement 180 so
an der Halterung 170 angeordnet, daß das zweite Formschlußelement 182 in
dieses dann vollständig eingreift
und exakt durch dieses positioniert ist, wenn der Arm 70'' in seiner Meßstellung M steht.
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Um
den Arm 70'' von der Meßstellung
in die Ruhestellung und umgekehrt zu verfahren, ist ein Verschiebeantrieb 190,
beispielsweise in Form eines Hydraulik- oder Pneumatikzylinders
mit einem Zylindergehäuse 192 in
dem Fußbereich 160 stationär angeordnet,
während
ein am Zylindergehäuse 192 geführter Aktor 194 des
Verschiebeantriebs 190 auf den Abschlußkörper 162 wirkt und
vorzugsweise mit diesem fest verbunden ist.
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Durch
den Verschiebeantrieb 190 sind somit auch die Formschlußelemente 180 und 182 in
einander preßbar,
um eine exakte und wiederholgenaue Positionierung des Arms 70'' zu erreichen. Andererseits wird über den
Aktor 194 der Arm 70'' zusätzlich noch
relativ zum Zylindergehäuse 192 auf
dem Wege zur Ruhestellung geführt,
so daß in
der Ruhestellung R der Arm 70'' einerseits
in der Führungsbüchse 172 geführt ist
und andererseits über
den Aktor 194 und das Zylindergehäuse 192 ebenfalls
nochmals relativ zum Fußbereich 160 des
Spindelgehäuses 12 geführt ist.
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Zweckmäßigerweise
ist mit dem Abschlußkörper 162 auch
noch eine Kabelführung 196 in
Form einer Schleppkette verbunden, über welche die elektrischen
Leitungen von der mit dem Arm 70'' mitbewegten
Bilderfassungseinheit 90 zu der stationären relativ zum Maschinengestell 10 angeordneten
Bildverarbeitungseinheit 120 geführt sind.
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Der
Verschiebeantrieb 190 ist vorzugsweise ebenfalls über die
Bildverarbeitungseinheit 120 steuerbar, so daß dann,
wenn die Durchführung
einer Messung im Arbeitsraum 42 durch die Meßeinrichtung 50'' erforderlich ist, die Bildverarbeitungseinheit 120 ein
Verfahren des Arms 70'' mittels des
Verschiebeantriebs 190 von der Ruhestellung R in die Meßstellung
M erfolgen kann und dann in bekannter Weise innerhalb des Erfassungsraumes 64 Geometriedaten
eines Objekts in der beschriebenen Art und Weise erfaßt werden
können.
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Sobald
keine Messung mehr notwendig ist, steuert die Bildverarbeitungseinheit 120 den
Verschiebeantrieb 190 so an, daß der Arm 70'' in seine Ruhestellung R gebracht
wird und somit außerhalb der
Einflüsse
des im Arbeitsraum UZ steht.
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Vorzugsweise
ist bei diesem Ausführungsbeispiel
der Erfassungsraum 64 so angeordnet, daß die Erfassungsebene 60 durch
die Spindelachse 16 verläuft, und somit die Möglichkeit
besteht, alle Werkzeuge WZ, welche an dem Werkstück W zum Einsatz gebracht werden
sollen, in die Erfassungsebene 60 bringbar sind, um mittels
der Meßeinrichtung 50'' vermessen zu lassen.
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Der
Erfassungsraum 64 verläuft
dabei vorzugsweise quer zur Spindelachse 16, wird jedoch von
dieser quer jedoch mittig durchsetzt.
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Wie
in 12 dargestellt, ist
jeder der Arbeitsspindeln 14a, 14b eine derartige
Meßeinrichtung 50' zugeordnet,
so daß vor
dem in jeder der Arbeitsspindeln 14a, 14b eingespannten
Werkstück
W der jeweilige Erfassungsraum 64 liegt, in den dann die
an diesem Werkstück
W eingesetzten Werkzeuge WZ vermessen werden können.
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Bei
dem fünften
Ausführungsbeispiel
besteht neben der Möglichkeit,
in der Meßstellung
M Objekte zu vermessen, auch noch die Möglichkeit, im Verlauf der Linearverschiebung
des Arms 70'' von der Ruhestellung
R in die Meßstellung
M oder umgekehrt das Werkstück
W, das in der jeweiligen Werkstückspindel 14 gehalten
ist, zumindest optisch, beispielsweise durch sein Schattenbild,
zu erfassen.
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Damit
besteht beispielsweise die Möglichkeit,
zu erkennen, ob überhaupt
das Werkstück
W korrekt in der Werkstückspindel 14 angeordnet
ist. Das Erfassen des Werkstücks
W kann aber auch insoweit noch weitere Informationen liefern, als
beispielsweise die Möglichkeit
besteht, eine Außenkontur
des Werkstücks
W zu erfassen oder zumindest hinsichtlich der Ausdehnung quer zur
Spindelachse 16 zu vermessen.
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Die
Meßgenauigkeit
der Ausdehnung des Werkstücks
W quer zur Spindelachse hängt
dabei von der Qualität
der Führung
des Arms 70'' auf dem Weg
von der Ruhestellung R in die Meßstellung M oder umgekehrt
ab und kann durch eine präzise
Führung
des Arms 70 ebenfalls ausreichend genau sein.
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Darüber hinaus
besteht auch noch die Möglichkeit,
den Verschiebeweg des Arms 70'' beim
Bewegen desselben von der Ruhestellung R in die Meßstellung
M und umgekehrt zu erfassen und somit auch zusätzlich noch ein Vermessen des
Werkstücks W
hinsichtlich seiner Ausdehnung in Richtung der Spindelachse 16 durchzuführen, wobei
ebenfalls die Präzision
der Messung in Richtung der Spindelachse 16 bedingt ist
durch die Präzision,
mit welcher die Position des Arms 70'' zwischen
der Ruhestellung R und der Meßstellung
M erfassbar ist.
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Neben
einer Vermessung des Werkstücks
W besteht auch noch die Möglichkeit,
verfügbare
Werkzeuge WZ zumindest hinsichtlich ihrer Anwesenheit oder ihrer
groben Position ebenfalls beim Verfahren des Arms 70'' von der Ruhestellung R in die
Meßstellung
M und umgekehrt aufgrund des sich dabei durch den Arbeitsraum 42 hindurchbewegenden
Erfassungsraum 64 zu erfassen, um beispielsweise nachfolgend
durch durch die Maschinensteuerung 130 aufgrund der groben
Positionsbestimmung ausführbares
Verbringen der erkannten Werkzeuge WZ in den der Meßstellung
M entsprechenden Erfassungsraum 64 eine exakte Vermessung
der Werkzeuge WZ bei in der Meßstellung
M stehendem Arm 70'' durchführen zu
können.
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Es
ist aber auch denkbar, die Position der Meßeinrichtung 50'' beim Bewegen derselben durch ein
Meßsystem 198 exakt
zu erfassen, um in einzelnen oder allen Positionen eine exakt definierte
Meßstellung
vorliegen zu haben, in welcher dann eine genaue Vermessung der Werkzeuge
WZ oder des Werkstücks
W durchführbar
wäre.
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Eine
weitere Möglichkeit,
die Meßeinrichtung 50'' im Arbeitsraum 42 zu
bewegen und deren Position exakt zu erfassen, wäre beispielsweise die, die Meßeinrichtung 50''b in die Meßstellung M relativ zum Spindelgehäuse 12b zu
verfahren und dann durch mittels der Maschinensteuerung 130 gesteuertem und
somit hinsichtlich des Verfahrwegs bekanntem Verfahren des Spindelgehäuses 12b die
Meßeinrichtung 50''b im Arbeitsraum 42 zu
bewegen, beispielsweise um ein Werkstück W in der Werkstückspindel 14a zu
vermessen oder Werkzeuge WZ zu vermessen, die der Werkstückspindel 14a oder
gegebenenfalls auch der Werkstückspindel 14b zugeordnet
sind.
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Alternativ
dazu besteht auch die Möglichkeit, eine
Relativbewegung zwischen der Meßeinrichtung 50'' und beispielsweise einem zu vermessenden Werkstück W dadurch
zu erzeugen, daß beispielsweise
die Meßeinrichtung 50''a relativ zum Spindelgehäuse 14a in
die Meßstellung
verfahren wird und das Werkstück
W in der Werkstückspindel 14b gehalten
und durch mit der Maschinensteuerung 130 gesteuertem und
somit hinsichtlich des Verfahrwegs bekanntem Verfahren der Werkstückspindel 14b relativ
zur Meßeinrichtung 50''a bewegt wird.
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Im übrigen wird
hinsichtlich der Teile, die mit denen der voranstehenden Ausführungsbeispiele identisch
sind und mit diesen identische Bezugszeichen aufweisen, auf die
Beschreibung derselben im Zusammenhang mit den voranstehenden Ausführungsbeispielen
vollinhaltlich Bezug genommen.
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Bei
einem sechsten Ausführungsbeispiel, dargestellt
in 17, entspricht der
Aufbau im Prinzip dem des fünften
Ausführungsbeispiels.
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Zusätzlich zu
den Elementen des fünften Ausführungsbeispiels
ist bei dem sechsten Ausführungsbeispiel
an der Wand 68 des Arbeitsraums und auf einer der Meßeinrichtung 50'' gegenüberliegenden Seite des Werkstücks W eine Weitwinkelkamera 200 vorgesehen,
welche einen Beobachtungsbereich 202 aufweist, der so groß ist, daß innerhalb
des Beobachtungsbereichs 202 sämtliche in der Arbeitsstellung
stehenden Werkzeuge WZ stehen, unabhängig von der Position des diese
Werkzeuge WZ tragenden Werkzeugträgers 30, so daß in jeder
Stellung des Werkzeugträgers 30 die
lokale Position des in Arbeitsstellung stehenden Werkzeugs WZ von
der Weitwinkelkamera 200 erfaßt werden kann.
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Das
Bild der Weitwinkelkamera 200 wird daher ebenfalls der
Bildverarbeitungseinheit 120 übermittelt und diese ist in
der Lage, die grobe Position des Werkzeugs WZ im Arbeitsraum 42 zu
erkennen und die Maschinensteuerung 130 derart anzusteuern,
daß das
Werkzeug WZ in den Erfassungsraum 64 bewegt wird, um dort
mittels der Messeinrichtung 50'' vermessen
werden zu können.
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Ferner
kann die Weitwinkelkamera 200 generell dazu eingesetzt
werden, einen Bearbeitungsprozeß zu
dokumentieren, wobei die Bilddaten vorzugsweise durch übliche Komprimierverfahren
komprimiert und damit speicherplatzsparend speicherbar sind.
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Vorzugsweise
erfolgt das Anzeigen des Beginns des Bearbeitungsvorgangs und des
Endes des Bearbeitungsvorgangs durch ein Startsignal und ein Stopsignal,
welches von der Maschinensteuerung 130 der Bildverarbeitungseinheit 120 übermittelt wird,
wobei diese dann zwischen dem Start- und dem Stopsignal den Bearbeitungsprozeß vollständig aufzeichnet
und abspeichert.
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Im übrigen ist
das sechste Ausführungsbeispiel
in gleicher Weise ausgebildet und arbeitet auch in gleicher Weise
wie das fünfte
Ausführungsbeispiel, so
daß auf
die Erläuterungen
zum fünften
Ausführungsbeispiel
und hinsichtlich der mit den vorangehenden Ausführungsbeispielen ähnlichen
Teile auf die Erläuterungen
zu den vorangehenden Ausführungsbeispielen
vollinhaltlich Bezug genommen werden kann.