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Die
vorliegende Erfindung betrifft optische Schichtsysteme mit Antireflexeigenschaften,
welche mehrere Schichten auf einem optisch transparenten Substrat
umfassen und insbesondere vorteilhaft in Anzeigevorrichtungen wie
Flüssigkristall-Displays
für Computer-
und Fernsehbildschirme oder in berührungsempfindlichen Anzeigevorrichtungen,
wie den so genannten Touch Panels oder Touch Screens, aber auch
zur Brechzahlmodifizierung von transparenten elektrisch leitfähigen Schichten,
beispielsweise für
Index-Matched Indium-Tin-Oxide (IMITO)-Schichten sowie für Fensterscheiben, transparente
Glas- und Gebäudeteile,
Vitrinenverglasungen oder optische Linsen eingesetzt werden können, ein Verfahren
zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung.
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Optische
Schichtsysteme auf transparenten Substraten, welche die Transmission
von Licht durch die Substrate erhöhen sollen, sind seit langer
Zeit bekannt.
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So
ist es beispielsweise üblich,
mehrere Interferenzschichten mit abwechselnd hohen und niedrigen
Brechzahlen übereinander
auf ein Substrat aufzubringen. In einem bestimmten Wellenlängenbereich
kommt es dadurch zu einer nahezu vollständigen Auslöschung der reflektierten Wellen.
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Solche
Mehrfachschichten, die beispielsweise in H.K.Pulker, Coatings on
glass, Thin films science and technology, 6 (1984), Seiten 401–405, beschrieben
sind, werden in der Regel über
Verdampfungsverfahren wie Sputtern, CVD (Chemical Vapour Deposition)
oder PVD (Physical Vapour Deposition) auf das Substrat aufgebracht.
Es sind jedoch auch Mehrfachschichtsysteme bekannt, bei denen die Schichten
nasschemisch aus über
Sol-Gel-Verfahren hergestellten Lösungen aufgebracht werden.
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Mehrfachschichtsysteme
sind nur sehr aufwändig
herstellbar und weisen darüber
hinaus mechanische Eigenspannungen im System auf, die über gesonderte
Maßnahmen
ausgeglichen werden müssen,
wenn ein spannungsfreies System erhalten werden soll. Außerdem zeigen
die Transmissionskurven von Mehrschichtsystemen in der Regel eine
mehr oder weniger ausgeprägte
W-Form. Dies resultiert in einer Restfarbe des Systems, die meist
nicht gewünscht
ist. Es werden bevorzugt Antireflexbeschichtungen nachgefragt, welche
eine Transmissionskurve mit einer gleichmäßig hohen Transmission über einen
breiten Wellenlängenbereich
aufweisen.
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Weiterhin
ist es bekannt, transparente Substrate zur Erzielung einer Antireflexwirkung
mit einer Einfachbeschichtung zu versehen. In diesem Fall wird auf
dem Substrat eine so genannte λ/4-Schicht aufgebracht,
d.h. eine Schicht mit der optischen Dicke λ/4(λ = Wellenlänge des eingestrahlten Lichtes), wobei
die Brechzahl n der Antireflexschicht im Idealfalle der Bedingung
n = √n(Luft)·n(Substrat) ≈ 1,22 bei
Verwendung eines Substrates aus Glas genügen sollte.
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In
diesem Falle löschen
sich die Amplituden der reflektierten Wellenlängen aus. Wird beispielsweise
eisenarmes Glas mit einer Brechzahl n = 1,5 eingesetzt, ergibt sich
für die
Antireflexschicht eine optimale Brechzahl von 1,22. In diesem Falle
nimmt die Reflexion der elektromagnetischen Strahlung mit der Wellenlänge λ den Wert
Null an.
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Als
Einfachbeschichtungen werden hauptsächlich über verschiedene Aufdampfverfahren
hergestellte MgF2-Schichten verwendet. Eine
solche, in einer Dicke von λ/4
aufgebrachte Schicht besitzt gewöhnlich
eine Brechzahl von 1,38. Damit ergibt sich im Reflexionsminimum
eine Restreflexion von deutlich mehr als 1%. Sollen haltbare, dichte
Schichten aufgebracht werden, ist dies die niedrigste erreichbare
Brechzahl.
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Weiterhin
sind inzwischen auch poröse
haltbare Schichten erhältlich,
die eine Brechzahl von kleiner als 1,38 besitzen und damit die Restreflexion
des beschichteten Substrates minimieren können. Solche porösen Schichten
können
durch Ätzen
von Glas, das Aufbringen einer porösen Schicht auf Glas oder eine
Kombination aus poröser
Schicht und Ätzvorgang
erhalten werden.
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Bedingt
abriebstabile poröse
Schichten können
beispielsweise mit Verfahren zur Abscheidung von porösen optischen
Schichten aus Metalloxidsolen erhalten werden, wie sie in der
DE 198 28 231 oder in
DE 100 51 725 beschrieben
sind.
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Aus
WO 00/10934 ist ein Verfahren zur Herstellung eines Schichtsystems
mit einer porösen
Antireflexschicht bekannt, bei welchem ein Substrat, welches mit
einer porösen
Schicht versehen ist, anschließend
mit einer Beschichtungslösung
behandelt wird, die aus mindestens einem Metalloxidsol und mindestens
einem Tetra (C1-C4)alkyl-orthosilikat
im Gewichtsverhältnis
1:1 bis 9:1 besteht, welche die Reflexionswerte der porösen Antireflexschicht
nicht wesentlich beeinträchtigt.
Die Brechzahl der einzelnen Schichten in diesem System ist nicht
offenbart. Die nachträglich
aufgebrachte Schutzschicht, welche die Haltbarkeit der porösen Schicht
verbessern soll, weist bedingt durch die Partikelgröße des aufgebrachten
Sols von vorzugsweise 20 nm eine raue Oberfläche auf.
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Abriebfeste
SiO2-Antireflexschichten mit hoher Lichttransmission
können
gemäß WO 03/027015 durch
Verwendung eines Hybridsoles, welches [SiOx(OH)y]n-Partikel mit
0<y<4 und 0<x<2, enthält, die ein
Gemisch aus einer Partikelfraktion mit einer Teilchengröße von 4–15 nm und
einer zweiten Partikelfraktion mit einer mittleren Teilchengröße von 20–60 nm in
einem wasserhaltigen Lösemittel
umfassen, wobei das Hybridsol in einem besonderen Stufenverfahren
hergestellt wird, erhalten werden. Damit lassen sich auf Glas abriebfeste,
optisch transparente SiO2-Schichten mit
Brechzahlen zwischen 1,20 und 1,40 herstellen.
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Der
Einsatz solcher poröser
Antireflexschichten ist, bedingt durch ihre raue Oberfläche, jedoch
nicht in allen Bereichen uneingeschränkt möglich, in denen Antireflexschichten
zum Einsatz kommen sollen.
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So
sind Antireflexeigenschaften bei Displays beispielsweise sehr erwünscht, um
dem Benutzer unter jedem Betrachtungswinkel eine ungestörte Sicht
zu ermöglichen.
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Von
besonderer Bedeutung sind gute Antireflexeigenschaften bei den in
den letzten Jahren immer häufiger
zum Einsatz kommenden berührungsempfindlichen
Displays, so genannten Touch Screens oder Touch Panels, die durch
ihre benutzerfreundliche Bedienungsweise oft in Parkschein- und Fahrkartenautomaten
oder in Taschencomputern Verwendung finden oder beispielsweise in
Informations- oder Kundenterminals in Banken und in anderen häufig durch
Besucher frequentierten Institutionen zum Einsatz kommen.
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Ein
schematischer Aufbau eines Touch Panels ist in 1 dargestellt. Ein Touch Panel kann einen
mechanischen Druck auf eine bestimmte Position des Bildschirmes
digital erfassen. Zu diesem Zwecke befindet sich auf einer Flüssigkristallzelle
(6) in der Regel ein stabiles unflexibles Substrat (5),
welches meist aus Glas besteht und eine transparente elektrisch
leitfähige
Schicht (4) aufweist. Über
Abstandshalter (3) ist dieser Schichtaufbau mit einer transparenten,
druckempfindlichen flexiblen Schicht (1), üblicherweise
einer Kunststofffolie, verbunden, welche ebenfalls mit einer transparenten
elektrisch leitfähigen
Schicht (2) versehen ist. Dabei sind die Schichten so angeordnet,
dass die elektrisch leitfähigen
Schichten nur durch die Abstandshalter getrennt sind. Wird an einem
Punkt der druckempfindlichen Schicht ein Druck mittels eines Fingers,
Stiftes o.ä. ausgeübt, so kommen
die leitenden Schichten miteinander in Kontakt. Die Position dieses
Kontaktes wird über
eine in einer der elektrisch leitfähigen Schichten angelegte Spannung
und den durch die Berührung
erzeugten linearen Spannungsabfall ermittelt.
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Beim
Durchtritt von Licht durch das Display-Glas kommt es an den Oberflächen der
Glasplatte zu Reflexionen, die sich aus den Unterschieden der Brechzahlen
der verschiedenen Materialien ergeben. Diese Reflexionen wirken
sich insbesondere dann störend
aus, wenn der Bildschirm aus flachen Winkeln betrachtet wird.
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Es
hat nicht an Versuchen gefehlt, diese unerwünschten Reflexionen durch das
Aufbringen von Antireflexschichten, welche wahlweise zwischen dem
unflexiblen Träger
und der darauf befindlichen elektrisch leitfähigen Schicht oder zwischen
der flexiblen Schicht und der darauf befindlichen elektrisch leitfähigen Schicht,
oder in beiden Systemen, angeordnet sind, zu vermindern. Dabei kann
die Lage der Antireflexschichten innerhalb des Systems auch variiert
werden.
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So
zeigt beispielsweise
US
6,512,512 B1 ein Touch Panel mit verbesserten optischen
Eigenschaften, welches an jeder der Grenzflächen, die innerhalb des Mehrschichtaufbaus
des Panels mit Luft in Berührung
kommen, jeweils eine Antireflexbeschichtung aufweist. Diese besteht
aus aufgedampften Schichten aus SiO
2 oder
MgF
2. Auf Grund der mit diesen Materialien
erzielbaren Brechzahlen von 1,46 bzw. 1,38 können damit aber nur unbefriedigende Resultate
hinsichtlich des Antireflexverhaltens erzielt werden. Außerdem muß mindestens
eine dieser Schichten, die sich zwischen den beiden leitfähigen Schichten
befindet, über Ätzverfahren
mit Öffnungen versehen
werden, da ansonsten kein elektrischer Kontakt zustande käme.
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In
WO 03/045865 wird ein Schichtsystem aus einer Glasplatte und einer
elektrisch leitfähigen Schicht
mittels einer mehrlagigen Beschichtung aus einer Titan/Praseodymoxid-Schicht,
einer MgF2-Schicht, einer weiteren Titan/Praseodymoxidschicht,
einer Indium-Zinn-Oxid-(ITO)Schicht und einer weiteren MgF2-Schicht auf dem Glas mit Antireflexeigenschaften
versehen. Dieses Schichtsystem ist nur über ein sehr aufwändiges Verfahren
erhältlich,
welches entsprechend kostenintensiv ist und hohe verfahrenstechnische
Anforderungen stellt.
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In
JP-A-08-195138 wird ein Touch Panel beschrieben, welches transparente
leitfähige
Schichten aus Indium-Zinn-Oxid enthält, die entweder ein- oder beidseitig
mit Antireflexschichten beschichtet sind, die eine Brechzahl von
1,2 bis 1,5 sowie eine Schichtdicke von 0,2 bis 0,8 μm aufweisen.
Dieses Schichtsystem befindet sich wahlweise auf dem flexiblen oder
dem unflexiblen Substrat und kann ebenso auf beiden vorhanden sein.
Mit Hilfe dieses Schichtaufbaus soll insbesondere bei gekrümmten Substraten
die Bildung von Newtonschen Ringen verhindert werden.
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Aus
JP-A-07-257945 ist ein Touch Panel bekannt, bei dem eine transparente
elektrisch leitfähige Schicht
ein- oder beidseitig mit einer Antireflexschicht versehen wird,
die eine Brechzahl von ≤ 1,6 aufweist.
Mit beidseitig aufgebrachten SiO2-Schichten
in einer Dicke von 1100 Angström
und mit einer Brechzahl von 1,46 kann damit in einem Beispiel eine Lichtdurchlässigkeit
von 95,1% bei 550 nm Wellenlänge
erhalten werden.
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Für qualitativ
hochwertige Touch Panels, insbesondere in Kombination mit den neu
entwickelten hoch auflösenden
farbigen Flat Panel Displays, ist bei der Verwendung von Glassubstraten
eine durch Antireflexschichten erhöhte Lichtdurchlässigkeit (Transparenz)
von mindestens 2 und bevorzugt 3% pro Grenzfläche des Glases erforderlich.
Daraus ergibt sich bei der üblichen
beidseitigen Beschichtung des Glassubstrates, welches in der Regel über eine Transparenz
von 92% verfügt,
eine Transparenz von mindestens 96% (über den sichtbaren Bereich
des Spektrums integriert und gewichtet). Die bei der Antireflexbeschichtung
von Glassubstraten eingesetzten porösen Schichten können auf
das in Touch Panels vorhandene Schichtsystem aus einem Substrat
und einer elektrisch leitfähigen
transparenten Schicht nicht ohne weiteres übertragen werden, da die optischen
Eigenschaften der elektrisch leitfähigen Schicht ebenfalls zu
berücksichtigen
sind. Außerdem sind
poröse
Schichten, die aus dem üblicherweise eingesetzten
SiO2 bestehen, nicht laugenbeständig, was
beim üblichen
Herstellungsverfahren von Touch Panels zu Problemen führen kann.
Ein weiterer Nachteil poröser
Schichten liegt darin, dass diese, wenn sie in unmittelbarer Nachbarschaft
zur elektrisch leitfähigen
transparenten Schicht aufgebracht sind, die elektrische Leitfähigkeit
und damit den elektrischen Schichtwiderstand dieser Schicht durch
ihre herstellungsbedingt raue Oberfläche nachteilig beeinflussen.
Dadurch kann es zu Übertragungsfehlern bei
der Signalortung kommen.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher darin, ein optisches
Schichtsystem mit Antireflexeigenschaften auf einem flächigen transparenten
Substrat zur Verfügung
zu stellen, welches auch bei einer auf dem Substrat noch zusätzlich aufzubringenden
transparenten elektrisch leitfähigen Schicht
hervorragende Transmissionswerte erzielt, eine glatte Oberfläche aufweist,
die in Kombination mit einer darauf befindlichen transparenten elektrisch leitfähigen Schicht
zu einem gleichmäßigen Schichtwiderstand
bei dieser führt,
welches säure-
und alkalienbeständig
und mechanisch stabil ist, aus einer geringstmöglichen Anzahl von Schichten
besteht und über
ein einfaches Verfahren kostengünstig
herstellbar ist.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird mittels eines optischen Schichtsystems
mit Antireflexeigenschaften, welches ein transparentes flächiges Substrat
mit zwei im wesentlichen parallel zueinander liegenden Oberflächen umfaßt und auf
mindestens einer dieser Oberflächen
ein Schichtpaket aus einer
- – ersten Schicht mit einer
Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 auf der Substratoberfläche und
- – einer
zweiten glatten Schicht mit einer Brechzahl von 1,40 bis 1,48 auf
der ersten Schicht
aufweist, gelöst.
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Des
weiteren wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Verfahren zur
Herstellung eines optischen Schichtsystems gelöst, wobei
- a)
ein flächiges
Substrat, welches zwei im wesentlichen parallel zueinander liegende
Oberflächen aufweist,
auf mindestens einer der Oberflächen mit
einer Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 beschichtet
und
- b) diese Schicht mit einer glatten Schicht mit einer Brechzahl
im Bereich von 1,40 bis 1,48 beschichtet wird.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird außerdem durch
die Verwendung des vorab beschriebenen optischen Schichtsystems
für die
Herstellung von antireflex-beschichteten Gläsern und Kunststoffen für Fensterscheiben,
transparente Gebäude-
und Fahrzeugteile, Vitrinenverglasungen, optische Linsen, Displays,
berührungsempfindliche
Displays sowie für brechzahlmodifizierte
transparente elektrisch leitfähige
Schichten gelöst.
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Gegenstand
der Erfindung sind weiterhin antireflex-beschichtete Gläser und
Kunststoffe für
Fensterscheiben, transparente Gebäude- und Fahrzeugteile, Vitrinenverglasungen,
optische Linsen, Displays, berührungsempfindliche
Displays sowie brechzahlmodifizierte transparente elektrisch leitfähige Schichten,
welche die vorab beschriebenen optischen Schichtsysteme enthalten.
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Das
erfindungsgemäße optische
Schichtsystem besteht aus einem transparenten flächigen Substrat mit zwei im
wesentlichen parallel zueinander liegenden Oberflächen und
weist auf mindestens einer dieser Oberflächen ein Schichtpaket aus einer
ersten Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37
auf der Substratoberfläche
und einer zweiten glatten Schicht mit einer Brechzahl von 1,40 bis
1,48 auf der ersten Schicht auf.
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Als
Substrate für
das optische Schichtsystem gemäß der vorliegenden
Erfindung eignen sich alle bekannten flächigen und in einem breiten
Bereich, insbesondere im sichtbaren Bereich, des Sonnenspektrums
transparenten Substrate, die im allgemeinen zur Herstellung optischer
Schichtsysteme Verwendung finden.
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Diese
flächigen
Substrate weisen zwei im wesentlichen parallel zueinander liegende
Oberflächen
auf, d.h. es handelt sich um schichtförmiges Material wie Scheiben,
Platten, Folien und dergleichen, welche über eine im wesentlichen gleichmäßige Dicke
verfügen.
Dabei kann das flächige
Substrat als solches verformt oder gekrümmt sein.
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Die
Substrate für
das optische Schichtsystem gemäß der vorliegenden
Erfindung sind flexibel oder unflexibel, d.h. starr oder biegsam,
weisen jedoch eine Schichtdicke auf, die eine für die gängigen Beschichtungsverfahren
ausreichende Steifigkeit ermöglicht.
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Die
Substrate bestehen insbesondere aus flexiblem oder unflexiblem Glas
oder aus flexiblem oder unflexiblem Kunststoff. Als Glasmaterialien
werden insbesondere Borosilikatglas, Natronkalkglas, Quartzglas
und bevorzugt das so genannte Floatglas eingesetzt. Als Kunststoffe
können
beispielsweise Polyethylenterephthalat (PET), Polyester (z.B. MYLAR
D® von
Dypont), Polycarbonate (z.B. G.E. LEXAN®) oder
Polyethylen eingesetzt werden.
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Auf
mindestens einer Oberfläche
des Substrates befindet sich ein Schichtpaket aus einer ersten Schicht
mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 direkt auf der
Oberfläche
des Substrates und einer zweiten glatten Schicht mit einer Brechzahl
im Bereich von 1,40 bis 1,48 auf der ersten Schicht.
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Dieses
Schichtpaket kann sich wahlweise auch auf beiden Oberflächen des
flächigen
Substrates befinden. Diese Ausführungsform
ist bevorzugt.
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Es
ist jedoch ebenso möglich,
dass das oben genannte Schichtpaket nur auf einer Oberfläche des flächigen Substrates
vorhanden ist, während
sich auf der gegenüber
liegenden Oberfläche
des Substrates nur ein Teil des Schichtpaketes befindet, also entweder
nur eine Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37
direkt auf der Oberfläche
des Substrates oder aber eine glatte Schicht mit einer Brechzahl
im Bereich von 1,40 bis 1,48 direkt auf der Oberfläche des
Substrates.
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Auf
dem vorab beschriebenen optischen Schichtsystem können noch
weitere Schichten aufgebracht sein, wobei es sich insbesondere um
eine zusätzlich
aufgebrachte transparente elektrisch leitfähige Schichten handelt.
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Diese
transparenten elektrisch leitfähigen Schichten
sind an sich bekannt und enthalten Materialien wie Indiumoxid (IO),
Indium-Zinn-Oxid (ITO), Antimon-dotiertes Zinnoxid (ATO), Fluor-dotiertes Zinnoxid
(FTO), Zinkoxid (ZO), Indium-dotiertes Zinkoxid (IZO), Cadmiumstannat
(CTO) Aluminium-dotiertes
Zinkoxid (Al:ZnO) oder Mischungen hieraus. Besonders bevorzugt enthält die elektrisch
leitfähige Schicht
Indium-Zinn-Oxid (ITO).
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform
befindet sich eine transparente elektrisch leitfähige Schicht direkt auf der
oberen Schicht des vorab beschriebenen Schichtsystems, nämlich der glatten
Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,40 bis 1,48.
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Dabei
ist es vorteilhaft, wenn sich auf der gegenüber liegenden Substratoberfläche das
Schichtpaket aus den vorab beschriebenen Schichten mit einer Brechzahl
im Bereich von 1,20 bis 1,37 und einer Brechzahl im Bereich von
1,40 bis 1,48 befindet.
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Es
ist jedoch auch eine Ausführungsform möglich, bei
welcher sich auf der einen Oberfläche des flächigen Substrates ein Schichtpaket
aus einer ersten Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20
bis 1,37 direkt auf der Oberfläche
des Substrates und einer zweiten glatten Schicht mit einer Brechzahl
im Bereich von 1,40 bis 1,48 auf der ersten Schicht befindet, während auf
der gegenüber
liegenden Oberfläche
eine transparente elektrisch leitfähige Schicht vorhanden ist,
welche ebenfalls aus den oben angeführten Materialien zusammengesetzt
sein kann.
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In
einer weiteren Ausführungsform
befindet sich das Schichtpaket aus einer ersten Schicht mit einer
Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 und einer zweiten glatten
Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,40 bis 1,48 auf der
einen Oberfläche
des flächigen
Substrates, während
auf der gegenüberliegenden
Oberfläche
des Substrates ein mehrlagiges Antireflex-Schichtsystem aufgebracht ist, welches sich
abwechselnde Schichten mit hoher (n ≥ 1,8) und niedriger (n < 1,8) Brechzahl
umfasst.
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Es
ist besonders vorteilhaft, wenn sich auf dieser mehrlagigen Antireflexschicht
eine transparente elektrisch leitfähige Beschichtung aus den vorab
beschriebenen Materialien befindet.
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Solche
mehrlagigen Antireflex-Schichtsysteme sind aus dem Stand der Technik
hinreichend bekannt.
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Als
Materialien mit hoher Brechzahl werden insbesondere dielektrische
Materialien wie TiO2, ZrO2,
SnO2, SiO, In2O3, Nb2O5,
Oxide der seltenen Erdmetalle sowie Mischoxide dieser mit den vorab genannten
Materialien, und als Materialien mit niedriger Brechzahl dielektrische
Materialien wie SiO2, Al2O3 oder deren Mischoxide mit Oxiden der seltenen Erdmetalle,
oder MgF2 eingesetzt.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung umfasst das optische Schichtsystem auf mindestens einer Seite
eines transparenten flächigen
Substrates eine erste Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von
1,20 bis 1,37.
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Insbesondere
weist diese Schicht eine Brechzahl im Bereich von 1,22 bis 1,30
auf.
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Die
Schicht ist in einer Dicke von vorzugsweise 50 bis 130 nm, insbesondere
von 70 bis 90 nm, auf dem Substrat vorhanden.
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Als
Material für
diese Schicht eignet sich jedes Material, mit dem der genannte Brechzahlbereich
eingestellt werden kann.
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Insbesondere
ist als Material für
diese Schicht SiO2 geeignet. Um eine Brechzahl
im angegebenen Bereich erhalten zu können, liegt das SiO2 bevorzugt in einer porösen Schicht vor. Eine poröse Schicht
mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 lässt sich
beispielsweise problemlos erhalten, wenn sie aus einem Hybridsol
gemäß WO 03/027015 hergestellt
wird. Daher ist ein Hybridsol gemäß WO 03/027015, auf welche
hier vollinhaltlich Bezug genommen wird, ein bevorzugtes Ausgangsmaterial
zur Herstellung einer porösen
SiO2-Schicht mit einer Brechzahl im Bereich
von 1,20 bis 1,37.
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Wenn
die Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 aus
einer porösen SiO2-Schicht besteht, weist sie eine raue Oberfläche und
gegebenenfalls feine Risse auf.
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Das
erfindungsgemäße optische
Schichtsystem umfaßt
außerdem
auf der Oberfläche
der ersten Schicht mit einer Brechzahl von 1,20 bis 1,37 eine zweite
glatte Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,40 bis 1,48.
Bevorzugt weist diese zweite Schicht eine Brechzahl im Bereich von
1,40 bis 1,46 auf.
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Die
Schichtdicke der glatten Schicht beträgt vorzugsweise 5 bis 30 nm
und besonders bevorzugt 10 bis 20 nm.
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Das
Material für
diese Schicht ist nicht limitiert. Jedes Material, mit dem sich
der genannte Brechzahlbereich einstellen läßt, kann prinzipiell verwendet
werden. Bevorzugt wird jedoch SiO2 eingesetzt.
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Eine
SiO2-Schicht mit einer Brechzahl von 1,40
bis 1,48 weist eine deutlich geringere Porosität als eine SiO2-Schicht
mit einer Brechzahl von 1,20 bis 1,37 auf und besitzt eine glatte
Oberfläche
ohne Risse und im wesentlichen ohne störende Unebenheiten.
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Bestehen
in einer besonders bevorzugten Ausführungsform sowohl die erste
Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 als auch
die zweite glatte Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,40
bis 1,48 aus SiO2, so hat sich überraschend herausgestellt,
dass die Poren und gegebenenfalls Risse, welche an der Oberfläche der
ersten, dickeren Schicht vorhanden sind, sich trotz Materialidentität nicht
auf die zweite, glatte Schicht, welche über eine wesentlich geringere
Dicke verfügt, übertragen.
Diese zweite, glatte Schicht verleiht somit dem gesamten optischen
Schichtsystem eine glatte Oberfläche, welche
das Aufbringen nachfolgender dünner,
homogener Schichten merklich erleichtert. Insbesondere hat sich
herausgestellt, dass eine auf die zweite, glatte Schicht aufgebrachte
transparente elektrisch leitfähige
Schicht in ihrer Anwendung, beispielsweise in Touch Panels, einen
gleichmäßigen, stabilen
elektrischen Schichtwiderstand aufweist, welcher im Vergleichsversuch
mit lediglich einer porösen SiO2-Schicht auf einem transparenten flächigen Substrat,
auf welcher sich direkt die transparente leitfähige Schicht befindet, nicht
erzielt werden konnte. Die Anforderungen an das optische Schichtsystem
einschließlich
einer zusätzlich
darauf aufgebrachten transparenten elektrisch leitfähigen Schicht,
nämlich bei
der Verwendung von Glassubstraten eine Erhöhung der Transparenz je Grenzfläche des
Glases von mehr als 2 und vorzugsweise mehr als 3% zu erzielen,
können
mit dem erfindungsgemäßen optischen Schichtsystem
problemlos erfüllt
werden. Gleichzeitig ist eine Beständigkeit in Säuren und
Laugen zu beobachten. Außerdem
lässt sich
das erfindungsgemäße optische
Schichtsystem auf einfache Art und Weise herstellen.
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Erfindungsgemäß wird das
vorab beschriebene optische Schichtsystem durch ein Verfahren hergestellt,
welches die folgenden Schritte umfaßt:
- a)
Beschichten eines transparenten flächigen Substrates, welches
zwei im wesentlichen parallel zueinander liegende Oberflächen aufweist,
mit einer Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37
und
- b) Beschichten dieser Schicht mit einer glatten Schicht mit
einer Brechzahl im Bereich von 1,40 bis 1,48
auf mindestens
einer der Oberflächen
des Substrates.
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Als
Substrate kommen die vorab bereits beschriebenen Substrate in Frage.
Bevorzugt wird flexibles oder unflexibles Glas als Substrat eingesetzt. Es
können
jedoch auch die ebenfalls beschriebenen flexiblen oder unflexiblen
Kunststoffsubstrate verwendet werden.
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Die
transparenten flächigen
Substrate werden entweder nur auf einer oder aber auf beiden Oberflächen mit
einer Beschichtung gemäß den Verfahrensschritten
a) und b) versehen.
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Es
ist jedoch auch möglich,
auf einer der Oberflächen
die Verfahrensschritte a) und b) auszuführen, während auf der gegenüberliegenden
Oberfläche
nur jeweils der Schritt a) oder b) ausgeführt wird. Dabei ist es vorteilhaft,
wenn die Verfahrensschritte a) und/oder b) jeweils gleichzeitig
auf beiden Oberflächen
ausgeführt
werden.
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In
einer weiteren Ausführungsform
werden auf einer der Oberflächen
des flächigen
transparenten Substrates die beiden Schichten gemäß den Verfahrensschritten
a) und b) aufgebracht, während
auf der gegenüberliegenden
Substratoberfläche
entweder eine transparente elektrisch leitfähige Schicht oder ein herkömmliches
mehrlagiges Antireflex-Schichtsystem,
welches sich abwechselnde Schichten mit hoher (n ≥ 1,8) und
niedriger (n < 1,8) Brechzahl
umfaßt,
aufgebracht wird.
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Vorteilhafterweise
wird im Falle der Beschichtung der dem Schichtpaket gegenüberliegenden
Substratoberfläche
mit einem herkömmlichen mehrlagigen
Antireflex-Schichtsystem das letztere noch zusätzlich mit einer transparenten
elektrisch leitfähigen
Schicht beschichtet.
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Die
hierfür
eingesetzten Materialien entsprechen dabei den bereits vorab genannten
Schichtmaterialien für
transparente elektrisch leitfähige
Schichten sowie für
hoch und niedrig brechende Schichten.
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In
diesem Falle erfolgt das Aufbringen der transparenten elektrisch
leitfähigen
Schicht oder des mehrlagigen Antireflex-Schichtsystems vorteilhafterweise über aus
dem Stand der Technik bekannte Verdampfungstechniken wie Sputtern,
CVD, PVD, Elektronenstrahlverdampfen, lonenplattieren und dergleichen.
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Das
mehrlagige Antireflex-Schichtsystem kann jedoch auch über ein
Wirbelverfahren (spin coating), ein Walzenauftragsverfahren (roller
coating), ein Druckverfahren oder dergleichen auf das Substrat aufgebracht
werden aufgebracht werden, wobei die einzelnen Schichtmaterialien über ein
naßchemisches
Verfahren wie z. B. ein Sol-Gel-Verfahren hergestellt werden. In
diesem Falle müssen
aber zusätzliche
Maßnahmen
getroffen werden, um die gegenüberliegende
Oberfläche
des Substrates vor Verunreinigungen durch die flüssigen Schichtmaterialien zu schützen.
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Es
ist selbstverständlich,
dass darüber
hinaus noch auf jeder Oberfläche
des wie vorab beschriebenen beschichteten flächigen Substrates noch beliebige
weitere Schichten aufgebracht werden können, welche je nach Verwendungszweck
des erfindungsgemäßen optischen
Schichtsystems ausgewählt
werden.
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Besonders
bevorzugt ist eine Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, bei welcher das flächige Substrat auf mindestens
einer seiner Oberflächen
mit einem Schichtpaket gemäß den Verfahrensschritten
a) und b) sowie anschließend
mit einer transparenten elektrisch leitfähigen Schicht beschichtet wird,
wobei die letztere ganz bevorzugt Indium-Zinn-Oxid enthält.
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Erfindungsgemäß wird im
Verfahrensschritt a) mindestens eine Oberfläche eines transparenten flächigen Substrates
mit einer Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37,
vorzugsweise von 1,22 bis 1,30, beschichtet.
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Da
Brechzahlen im Bereich von 1,20 bis 1,37 mit dichten Einfachschichten
aus den gängigen
Beschichtungsmaterialien kaum erhalten werden können, wird im Verfahrensschritt
a) vorzugsweise eine poröse
Schicht aufgebracht, welche bevorzugt aus SiO2 besteht.
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Die
Herstellung solcher poröser SiO2-Schichten ist bekannt.
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So
können
zum Beispiel die in
DE 198 28 231 oder
in
DE 100 51 725 beschriebenen
Sole als Ausgangssubstanzen zur Beschichtung des Substrates mit
einer Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 verwendet
werden.
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Wie
bereits vorab beschrieben wird zur Herstellung der erfindungsgemäßen ersten
Schicht gemäß Verfahrensschritt
a) jedoch vorzugsweise ein Hybridsol eingesetzt, welches in WO 03/027015
ausführlich
beschrieben ist.
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Dieses
Hybridsol, welches [SiOx(OH)y]n-Partikel mit 0<y<4
und 0<x<2, enthält, die
ein Gemisch aus einer Partikelfraktion mit einer Teilchengröße von 4–15 nm und
einer zweiten Partikelfraktion mit einer mittleren Teilchengröße von 20–60 nm in
einem wasserhaltigen Lösemittel
umfassen, wird durch hydrolytische Polykondensation von Tetraalkoxysilanen
in einem wäßrigen,
Lösemittel
enthaltenden Medium, wobei Siliziumoxid-Hydroxid- Partikel mit einer Teilchengröße von 4–15 nm erhalten
werden, unter Zusatz eines monodispersen Silizium-Hydroxid-Sols
mit einer mittleren Teilchengröße von 20
bis 60 nm und einer Standardabweichung von höchstens 20% zu einem bestimmten
Zeitpunkt nach Beginn der hydrolytischen Polykondensation hergestellt.
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Durch
Auftragen dieses Hybridsols auf Glas läßt sich eine abriebfeste, optisch
transparente SiO2-Schicht mit einer Brechzahl
im Bereich von 1,20 bis 1,40 auf einfache Art und Weise herstellen.
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Solche
im naßchemischen
Verfahren aus Sol-Gel-Prozessen gewonnenen Beschichtungslösungen werden
auf die präparierten,
d.h. gereinigten, ggf. mit den üblichen
Methoden vorbehandelten und getrockneten, Substrate aufgebracht.
Als Verfahren für
die Aufbringung der Schichten kommen dabei bekannte Verfahren wie
die Tauchbeschichtung (dip coating), Wirbelverfahren (spin-coating),
Walzenauftragsverfahren (roller coating), Druckverfahren wie z. B.
Siebdruckverfahren, Gießverfahren
wie z.B. Vorhanggießen
(flow coating) oder das so genannte Meniscus Coating in Betracht.
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Als
einfachstes dieser Verfahren wird vorteilhafterweise das Tauchbeschichten
eingesetzt. Dies ist insbesondere dann als Beschichtungsverfahren sehr
geeignet, wenn gleichzeitig beide Oberflächen des Substrates mit einer
Schicht entsprechend dem Verfahrensschritt a) beschichtet werden
sollen. Werden jedoch besondere Maßnahmen zum Schutz der zweiten
Schicht getroffen, beispielsweise durch Aneinanderfügen zweier
Substrate, kann auch mittels eines Tauchbeschichtungsverfahrens
nur eine einzige Oberfläche
eines Substrates beschichtet werden.
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Dabei
müssen
in Abhängigkeit
von der gewünschten
Schichtdicke die Viskosität
der Beschichtungslösung
und die Parameter des Beschichtungsvorganges, wie beispielsweise
die Eintauch- und Ziehgeschwindigkeit der zu beschichtenden Substrate,
aufeinander abgestimmt werden. So liegen die gängigen Ziehgeschwindigkeiten
bei Tauchverfahren im allgemeinen zwischen 0,5 und 70 cm/min.
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Alle
anderen vorab beschriebenen Auftragsverfahren eignen sich sowohl
für das
einseitige wie auch das beidseitige Aufbringen von flüssigen Schichten
gemäß dem Verfahrensschritt
a).
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Nach
dem Aufbringen einer derartigen porösen Schicht wird diese nach
Bedarf gegebenenfalls getrocknet und/oder gehärtet. Dabei muß die Schicht so
gehärtet
werden, dass ein Sintern vermieden wird. Die üblichen Härtetemperaturen liegen daher
bei den üblichen
porösen
SiO2-Beschichtungen
unterhalb von etwa 550°C,
da oberhalb dieser Temperatur der Sinterprozeß gewöhnlich einsetzt. Poröse SiO2-Schichten, welche aus dem oben beschriebenen
Hybridsol hergestellt werden, können
unter bestimmten Bedingungen auch Temperaturen von über 700°C ausgesetzt
werden, ohne dabei zu sintern.
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Nach
dem gegebenenfalls Trocknen und/oder Härten der ersten Schicht mit
einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis 1,37 auf dem Substrat wird
diese mit einer zweiten Schicht gemäß Verfahrensschritt b) beschichtet.
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Das
Aufbringen einer porösen
SiO2-Schicht kann jedoch auch über ein Ätzverfahren
erfolgen.
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Dabei
kann beispielsweise aus Gläsern,
die eine Phasenseparation in der Matrix aufweisen, eine Phase mit
einem Ätzmittel
aus der Matrix herausgelöst
werden, wie es in
US 4019884 beschrieben
ist.
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Es
kann jedoch auch, wie beispielsweise in
US 4,535,026 offenbart, eine flüssige Beschichtungslösung mittels
eines naßchemischen
Verfahrens gewonnen, auf ein Substrat mittels der vorab beschriebenen
bekannten Verfahren wie Tauchbeschichtung etc. aufgetragen und anschließend über ein Ätzverfahren
eine poröse
Schicht erzeugt werden.
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Ebenso
können über bekannte
Verdampfungsverfahren wie z. B. Sputtern, CVD oder PVD SiO2-Schichten auf ein Substrat aufgebracht
und anschließend
zur Erzeugung einer höheren
Porosität gegebenenfalls
ebenfalls geätzt
werden.
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Nach
dem Ätzvorgang
werden die so beschichteten Substrate wie üblich nachbehandelt, d.h. gegebenenfalls
gewaschen und/oder getrocknet. Anschließend kann eine Beschichtung
gemäß Verfahrensschritt
b) der vorliegenden Erfindung erfolgen.
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Das
Aufbringen der Schicht mit einer Brechzahl im Bereich von 1,20 bis
1,37 gemäß Verfahrensschritt
a) erfolgt bevorzugt mittels einer im naßchemischen Sol-Gel-Verfahren
hergestellten Beschichtungslösung über die
bereits beschriebenen Verfahren.
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Die
trockene und gegebenenfalls gehärtete Schicht
weist bevorzugt eine Trockenschichtdicke von 50 bis 130 nm und insbesondere
von 70 bis 90 nm auf.
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Als
zweite Schicht wird auf die im Schritt a) aufgebrachte Beschichtung
eine Schicht aufgebracht, welche eine Brechzahl im Bereich von 1,40 bis
1,48, vorzugsweise von 1,40 bis 1,46, aufweist.
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Diese
Schicht ist glatt und weist an ihrer Oberfläche weder Risse noch störende Unebenheiten
auf. Außerdem
besitzt sie eine weitaus geringere Porosität als die im Verfahrensschritt
a) aufgebrachte erste Schicht.
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Bevorzugt
wird die zweite, im Verfahrenschritt b) aufgebrachte Schicht aus
SiO2 hergestellt.
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Dabei
wird vorzugsweise ein aus metallischem Silizium, SiO, SiO2 oder organischen Siliziumverbindungen bestehendes
Beschichtungsmaterial mittels eines aus dem Stand der Technik bekannten Verdampfungsverfahrens,
wie beispielsweise eines Sputterverfahrens, eines CVD- oder PVD-Verfahrens oder
dergleichen auf der ersten Schicht aufgetragen. Die so entstandene
SiO2-Schicht ist glatt und weist eine Brechzahl
im Bereich von 1,40 bis 1,48 und insbesondere von 1,40 bis 1,46,
auf.
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Diese
zweite Schicht kann jedoch auch erhalten werden, indem die im Schritt
a) aufgebrachte erste Schicht verdichtet wird. Dieses Verfahren
wird vorzugsweise dann ausgeführt,
wenn sowohl die erste als auch die zweite Schicht auf dem Substrat
aus dem gleichen Material und insbesondere beide Schichten aus SiO2 bestehen.
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Das
Verdichten der ersten porösen SiO2-Schicht erfolgt dabei über das Auftragen einer silanhaltigen
Beschichtungslösung
auf die Oberfläche
dieser SiO2-Schicht. Das Auftragen kann
dabei über
die bereits vorab beschriebenen Verfahren wie Tauchbeschichten,
Wirbelauftrag, Walzenauftrag, Bedrucken, Vorhanggießen, Meniscus
Coating oder dergleichen erfolgen. Die silanhaltige Beschichtungslösung dringt
dabei in die Poren und Risse auf der Oberfläche der ersten Schicht ein
und füllt
diese aus. Gleichzeitig wird die gesamte Oberfläche mit einer sehr dünnen Schicht
aus der Beschichtungslösung überzogen,
welche nach dem Trocknen keine Poren und/oder Risse aufweist.
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Als
silanhaltige Beschichtungslösung
wird hierbei vorzugsweise eine Mischung aus Orthokieselsäureethylester
und Lösemittel,
welche Wasser enthält
und mit Säure
stabilisiert ist, eingesetzt. Die in dieser Beschichtungslösung enthaltenen
SiO2-Oligomeren weisen in der Regel eine
geringe mittlere Partikelgröße auf.
Diese liegt vorteilhafterweise im Bereich von etwa 2 bis etwa 10
nm und beträgt
insbesondere etwa 5 nm.
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Beim
Verdichten der Oberfläche
der porösen ersten
Schicht wird auf deren Oberfläche
ebenso eine glatte Schicht erhalten, welche eine Brechzahl im Bereich
von 1,40 bis 1,48 und insbesondere von 1,40 bis 1,46, aufweist.
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Unabhängig von
der Art des Beschichtungsverfahrens im Verfahrensschritt b) wird
die Trockenschichtdicke der zweiten Schicht so eingestellt, dass sie
vorzugsweise im Bereich von 5 bis 30 nm, und insbesondere im Bereich
von 10 bis 20 nm liegt.
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Wird
diese Schicht über
das Verdichten der ersten porösen
Schicht erhalten, so ist ihre Schichtdicke bei der Aufbringung der
ersten Schicht insoweit zu beachten, als das dort gegebenenfalls
eine um die Eindringtiefe der silanhaltigen Schicht erhöhte Trockenschichtdicke
aufgebracht werden muß.
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Nach
dem Auftragen der silanhaltigen Beschichtungslösung auf die Oberfläche der
ersten, porösen
Schicht wird die erhaltene Beschichtung gegebenenfalls getrocknet
und/oder gehärtet.
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Das
erfindungsgemäße optische
Schichtsystem kann nachfolgend je nach Bedarf und Anwendungsgebiet
mit weiteren Schichten beschichtet werden. So ist es insbesondere
vorteilhaft, wenn auf der oberen, glatten Schicht eine transparente
elektrisch leitfähige
Schicht aus den bereits vorab beschriebenen Materialien aufgebracht
wird. Bedingt durch die glatte Oberfläche des erfindungsgemäßen optischen Schichtsystems
kann auch die darauffolgende Schicht mit gleichmäßiger Schichtdicke aufgebracht werden.
Darüber
hinaus weist sie einen vollflächigen Kontakt
zur darunter liegenden oberen Schicht des erfindungsgemäßen optischen
Schichtsystems auf. Dies führt
zu einem stabilen elektrischen Schichtwiderstand der transparenten
elektrisch leitfähigen Schicht,
welcher sich insbesondere bei der Anwendung in Touch Panels als
besonders vorteilhaft erweist. Bei Aufbringung des Schichtpaketes
auf beiden Oberflächen
eines Glassubstrates und nachfolgender Beschichtung von einer der
Oberflächen
mit einer transparenten elektrisch leitfähigen Schicht können auch
die geforderten Transmissionswerte des gesamten Schichtsystems einschließlich der elektrisch
leitfähigen
Schicht von mindestens 96% (über
das gesamte sichtbare Spektrum integriert und gewichtet) erreicht
werden. Außerdem verhält sich das
optische Schichtsystem gemäß der vorliegenden Erfindung
hinsichtlich seiner Transmissionskurve wie ein Einschichtsystem.
So liegt eine gleichmäßig hohe Transmission über einen
breiten Wellenlängenbereich
und keine ausgeprägte
W-Form der Transmissionskurve vor.
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Aus
diesem Grunde sind die erfindungsgemäßen optischen Schichtsysteme
zur Anwendung in modernsten Display-Systemen, insbesondere für berührungsempfindliche
Displays und ganz besonders für
Touch Panels in Kombination mit hoch auflösenden farbigen Flat Panel
Displays, hervorragend geeignet.
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Das
optische Schichtsystem gemäß der vorliegenden
Erfindung lässt
sich jedoch ebenfalls vorteilhaft für die Herstellung von Antireflex-Beschichtungen
auf Gläsern
und Kunststoffen für
Fensterscheiben, transparente Gebäude- und Fahrzeugteile, Vitrinenverglasungen,
optische Linsen, Displays im allgemeinen sowie zur Herstellung brechzahlmodifizierter
transparenter elektrisch leitfähiger
Schichten, insbesondere zur Herstellung von so genannten Index-Matched-ITO
(IMITO)-Schichten, verwenden.
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1 zeigt die schematische
Darstellung eines üblichen
berührungsempfindlichen
Displays (Touch Panels) ohne das erfindungsgemäße optische Schichtsystem mit
Antireflexeigenschaften.
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Die
vorliegende Erfindung soll durch die nachfolgenden Beispiele erläutert werden,
ohne sie darauf zu beschränken.
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Beispiel 1:
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Eine
Floatglasscheibe mit einer Größe von 350 × 400 mm
und einer Dicke von 1,8 mm wird zunächst mit einer wässrigen
Ceroxid-Schlämme
und anschließend
mit einem alkalischen Detergenz gereinigt. Eine Hybridsol- Beschichtungslösung gemäß WO 03/027015
mit einem Gehalt an 0,9 Gew.% SiO2 wird
mittels eines Tauchbeschichtungsverfahrens beidseitig mit einer
Ziehgeschwindigkeit von etwa 20 cm/min auf das Substrat aufgebracht.
Die erhaltene Schicht wird im Umluftofen bei 550°C 10 Minuten gehärtet. Die
entstandene Schicht ist porös
und weist eine Trockenschichtdicke von etwa 100 nm auf. Das auf
diese Weise beschichtete Glassubstrat wird in einer Glaswaschmaschine
gereinigt und anschließend beidseitig über ein
Sputterverfahren mit einer SiO2-Schicht
in einer Schichtdicke von je 15 nm beschichtet. Auf einer der Substratoberflächen wird
anschließend
noch eine 10 nm dicke Schicht aus Indium-Zinn-Oxid aufgesputtert.
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Beispiel 2:
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Eine
Floatglasscheibe mit einer Größe von 350 × 400 mm
und einer Dicke von 1,8 mm wird bei 95°C mit einem alkalischen Detergenz
gereinigt. Eine Hybridsol-Beschichtungslösung gemäß WO 03/027015 mit einem Gehalt
an 1,6 Gew.% SiO2 wird mittels eines Tauchbeschichtungsverfahrens
beidseitig mit einer Ziehgeschwindigkeit von etwa 7 cm/min auf das
Substrat aufgebracht. Die erhaltene Schicht wird im Umluftofen bei
550°C 10
Minuten gehärtet. Die
entstandene Schicht ist porös
und weist eine Trockenschichtdicke von etwa 70 nm auf. Das auf diese Weise
beschichtete Substrat wird anschließend einem zweiten Tauchvorgang
unterzogen.
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Die
zweite Beschichtungslösung
setzt sich dabei aus einer Lösung
aus Orthokieselsäuretetraethylester,
Ethanol, n-Butanol, n-Butylacetat, Salpetersäure und Wasser im Gemisch mit
2-Propanol zusammen. Die Ziehgeschwindigkeit liegt bei 4 cm/min. Die
Beschichtung wird 10 Minuten bei 100°C getrocknet und 60 Minuten
bei 500°C
im Umluftofen gehärtet.
Eine Seite des auf diese Weise beschichteten Substrates wird über ein
Verdampfungsverfahren mit einer 9 nm dicken Schicht aus Indium-Zinn- Oxid beschichtet.
Diese Schicht wird 60 Minuten einer Temperaturbehandlung bei 400°C unterzogen.
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Beispiel 3:
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Eine
Floatglasscheibe mit einer Größe von 350 × 400 mm
und einer Dicke von 1,8 mm wird bei 95°C mit einem alkalischen Detergenz
gereinigt. Jeweils zwei dieser gereinigten Scheiben werden vollflächig eng
miteinander verbunden. Die Scheiben werden mit einem Hybridsol analog
Beispiel 1 beschichtet. Die Scheiben werden getrennt und bei 550°C 10 Minuten
im Umluftofen gehärtet.
Dabei wird eine poröse
SiO2-Schicht mit einer Trockenschichtdicke
von je etwa 100 nm auf je einer Seite der Glassubstrate erhalten.
Auf dieser porösen
Schicht wird jeweils eine SiO2-Schicht von 15 nm
Dicke aufgesputtert. Die unbeschichtete Seite des Glassubstrates
wird jeweils mittels eines Verdampfungsverfahrens mit einer 9 nm
dicken Schicht aus Indium-Zinn-Oxid beschichtet. Diese Schicht wird
60 Minuten einer Temperaturbehandlung bei 400°C unterzogen.