DE10348348A1 - Gurtschloß - Google Patents
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Abstract
Gurtschloß (10) mit
fahrzeugseitigem Befestigungselement (18) zur fahrzeugfesten Montage,
einem fest mit dem Gurtschloß (10)
verbundenen ersten Verbindungsmittel (11), einem mit dem fahrzeugseitigen
Befestigungselement (18) verbundenen zweiten Verbindungsmittel (12),
mindestens einem an dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18)
festgelegten Bolzen (16) und mindestens einem Rückstellmittel (36), welches das
zweite Verbindungsmittel (12) relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungselement
(18) rotatorisch um die Mittelachse des Bolzens (16) in eine Ruhestellung
beaufschlagt. Das Gurtschloß (10)
weist einen weiteren Bolzen (14) und ein weiteres Rückstellmittel
(24) auf, wobei das erste Verbindungsmittel (11) und das zweite
Verbindungsmittel (12) über
den weiteren Bolzen (14) miteinander gekoppelt sind und das weitere
Rückstellmittel
(24) das erste Verbindungsmittel (11) relativ zu dem zweiten Verbindungsmittel
(12) rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens (16) in
eine Ruhestellung beaufschlagt.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Gurtschloß mit fahrzeugseitigem Befestigungselement zur fahrzeugfesten Montage, einem fest mit dem Gurtschloß verbundenen ersten Verbindungsmittel, einem mit dem fahrzeugseitigen Befestigungselement verbundenen zweiten Verbindungsmittel, mindestens einem an dem fahrzeugseitigen Befestigungselement festgelegten Bolzen und mindestens einem Rückstellmittel, welches das zweite Verbindungsmittel relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungselement rotatorisch um die Mittelachse des Bolzens in eine Ruhestellung beaufschlagt.
- Das Gurtschloß mit dem fahrzeugseitigen Befestigungselement ist eine auf dem Gebiet der Fahrzeuginsassen-Rückhaltetechnik allgemein bekannte Baugruppe. Das Gurtschloß hat die Aufgabe, eine verschiebbar auf einem Sicherheitsgurt angebrachte Steckzunge aufzunehmen, um einen Fahrzeuginsassen anzuschnallen. Das fahrzeugseitige Befestigungselement soll das Gurtschloß fahrzeugfest etwa an einem Fahrzeugsitz oder an der Fahrzeugkarosserie anbringen.
- Es besteht weiterhin ein Bedarf an Gurtschlössern, die zum einen von selbst eine Ruhestellung einnehmen, die für das Einführen der Zunge in das Gurtschloß optimal ist, zum anderen so verschwenkt werden können, daß sie im Bedarfsfall möglichst einfach und schnell unter einer Sitzfläche oder in einem Teil der Fahrzeugverkleidung untergebracht werden können.
- Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung bei einem Gurtschloß der eingangs genannten Art vorgesehen, daß das Gurtschloß einen weiteren Bolzen und ein weiteres Rückstellmittel aufweist, wobei das erste Verbindungsmittel und das zweite Verbindungsmittel über den weiteren Bolzen miteinander gekoppelt sind und das weitere Rückstellmittel das erste Verbindungsmittel relativ zu dem zweiten Verbindungsmittel rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens in eine Ruhestellung beaufschlagt. Durch die Erfindung ist somit ein Gurtschloß geschaffen, das aus einer Ruhestellung herausbewegt werden kann, um sich beispielsweise einem optimalen Verlauf des Gurtbands einer in das Gurtschloß eingesteckten Steckzunge anzupassen, oder das umgeklappt werden kann, um beispielsweise das Umlegen einer Rücksitzbank zu ermöglichen. Nachdem das Gurtschloß freigegeben wird, kehrt es automatisch wieder in seine Ruhestellung zurück. Bei dieser Gestaltung ergibt sich eine erhöhte Beweglichkeit des Gurtschlosses relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungsbeschlag. Dadurch wird erreicht, daß das Gurtschloß für jeden denkbaren Fall des Verlassens seiner Ruhestellung geeignet beweglich ist. So ist eine Ausweichbewegung des Gurtschlosses nach unten möglich, wenn sich beispielsweise ein Fahrzeuginsasse auf dieses setzt. Dies ist besonders relevant für auf der Rücksitzbank montierte Gurtschlösser. Außerdem ist es möglich, daß sich das Gurtschloß rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens bewegt, und so in Fahrzeuglängsrichtung verschwenkt wird. Damit kann es beispielsweise bei Umlegen der Rücksitzbank in einfacher Weise aus der Ruhestellung in eine Aufbewahrungsposition gebracht werden.
- Bevorzugt ist, wenn das zweite Verbindungsmittel so gestaltet ist, daß es als Abstandsmittel zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement und Gurtschloß wirkt, wobei die Länge des zweiten Verbindungsmittels den Abstand zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement und erstem Verbindungsmittel festlegt. Es ist so möglich, die Entfernung zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement und Gurtschloß festzulegen, indem eine geeignete Länge des zweiten Verbindungsmittels ausgewählt wird. Damit läßt sich erreichen, daß der Ort des fahrzeugseitigen Befestigungselements und der Ort des Gurtschlosses auch eine größere laterale Entfernung zueinander haben können. Dies wird besonders dann wichtig, wenn das Gurtschloß nicht nahe dem fahrzeugseitigen Befestigungspunkt positioniert werden kann.
- Besonders bevorzugt ist eine im wesentlichen parallele Anordnung der Mittelachsen der Bolzen, wodurch das Gurtschloß beim Verschwenken in einer Ebene verbleibt.
- Besonders vorteilhaft ist, wenn das Rückstellmittel eine Drahtfeder ist. Auf diese An und Weise läßt sich das Rückstellmittel besonders robust und wartungsfreundlich herstellen.
- Die Erfindung umfaßt auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Gurtschlosses für eine Rücksitzbank eines Kraftfahrzeugs. Diese ist besonders vorteilhaft, wenn die Rücksitzbank mindestens drei Sitzflächen aufweist, und mindestens ein Gurtschloß für eine äußere rechte und/oder eine äußere linke Sitzfläche Verwendung findet. Bei Rücksitzbänken mit drei Sitzflächen ist die mittlere Sitzfläche meist sehr schmal, insbesondere wenn die derzeit vorherrschende Flächenaufteilung im Verhältnis 40/20/40 gewählt wird. Da der Abstand zwischen zwei Gurtverankerungspunkten unter Umständen ein bestimmtes Mindestmaß erreichen muß, fällt der Abstand zwischen zwei Gurtschlössern hier deutlich geringer aus als der zwischen zwei Gurtverankerungspunkten. Mit dem erfindungsgemäßen Gurtschloß kann dieses Problem behoben werden.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen:
-
1 eine Explosionsansicht eines erfindungsgemäßen Gurtschlosses; -
2 eine perspektivische Ansicht des Gurtschlosses in Ruhestellung; und -
3 eine Rücksitzbank mit zwei daran angeordneten erfindungsgemäßen Gurtschlössern. -
1 zeigt ein Gurtschloß10 , das mit einem in Richtung der Längsachse A des Gurtschlosses10 orientierten ersten schloßseitigen Verbindungsmittel11 verbunden ist. Die Längsachse A des ersten Verbindungsmittels11 ist in etwa rechtwinklig zu einer Längsachse des zweiten Verbindungsmittels12 angeordnet und über einen ersten Bolzen14 mit dem zweiten Verbindungsmittel12 verbunden. An dem dem ersten Bolzen14 abgewandten Ende des zweiten Verbindungsmittels12 ist das zweite Verbindungsmittel12 mittels eines zweiten Bolzens16 mit einem fahrzeugseitigen Befestigungselement18 verbunden. Das fahrzeugseitige Befestigungselement18 weist eine Befestigungsöffnung20 auf. Mit einem Befestigungsmittel22 , das in die Befestigungsöffnung20 eingeführt wird, kann das Gurtschloß fahrzeugfest montiert werden. Auf dem ersten Bolzen14 ist eine Drahtfeder24 angeordnet, die aus einem Spiralabschnitt26 , am ersten freien Ende28 und am zweiten freien Ende30 besteht. Der Spiralabschnitt26 ist auf einem Zentralabschnitt32 des ersten Bolzens14 angeordnet, während das erste freie Ende28 das erste Verbindungsmittel11 hintergreift und das zweite freie Ende30 sich am zweiten Verbindungsmittel12 abstützt (siehe auch2 ). - Auf dem zweiten Bolzen
16 ist eine zweite Drahtfeder36 angeordnet, die aus einem Spiralabschnitt38 , einem ersten freien Ende40 und einem zweiten freien Ende42 besteht. Der Spiralabschnitt38 ist auf einem Zentralabschnitt44 des zweiten Bolzens16 angeordnet, während das erste freie Ende40 das zweite Verbindungsmittel12 hintergreift und das zweite freie Ende42 sich am fahrzeugseitigen Befestigungselement18 abstützt. - Das fahrzeugseitige Befestigungselement hat weiter eine Nase
46 , die so ausgebildet ist, daß sie mit einer Oberkante48 am zweiten Verbindungsmittel12 zusammenwirken kann. Die Nase46 bildet dabei einen Anschlag für die Oberkante48 und legt damit in einfacher Weise die Ruhestellung des zweiten Verbindungsmittels12 fest. - Das Gurtschloß
10 kann prinzipiell zwei Bewegungen ausführen. Zum einen kann eine Schwenkbewegung des Gurtschlosses rotatorisch um die Mittelachse des ersten Bolzens14 erfolgen. Dies ist in2 durch einen Doppelpfeil B1 dargestellt. Zum anderen kann sich das Gurtschloß translatorisch bewegen, wobei die Bewegung das Ergebnis der Kombination einer ersten Rotationsbewegung des Gurtschlosses10 um die Mittelachse des ersten Bolzens14 und einer zweiten Rotationsbewegung um die Mittelachse des zweiten Bolzens16 ist. Die Translationsbewegung erfolgt in Richtung des Doppelpfeils B2, wobei die Längsachse A des Gurtschlosses10 im wesentlichen parallel gegenüber der Achse des Befestigungsmittels22 verschoben wird. Im folgenden soll die Bewegung des Gurtschlosses10 genauer beschrieben werden. - Bei einer Bewegung des Gurtschlosses relativ zu dem Befestigungsbeschlag
18 in eine der Richtungen B1 oder B2 wird das Gurtschloß10 von den Drahtfedern24 und36 in die in den1 und2 dargestellte Ruhestellung zurückgestellt. Bei einer Bewegung in Richtung des Pfeils B1 erfolgt die Rückstellwirkung durch den Spiralabschnitt26 der ersten Drahtfeder24 . Die Ruhestellung ist in dieser Bewegungsrichtung durch die vollständige Entspannung des Spiralabschnitts26 bestimmt. Bei einer Bewegung in Richtung des Pfeils B2 wird die Rückstellwirkung durch den ersten Spiralabschnitt26 der ersten Drahtfeder24 und vom Spiralabschnitt38 der zweiten Drahtfeder36 bestimmt. Die Ruhestellung für die Bewegung entlang der Richtung B2 wird durch den Anschlag der Oberkante48 an der Nase46 und durch die vollständige Entspannung des Spiralabschnitts26 festgelegt. -
3 zeigt eine Rücksitzbank50 mit einer linken Sitzfläche52 , einer mittleren Sitzfläche54 und einer rechten Sitzfläche56 . Am rechten hinteren Ende der linken Sitzfläche52 und am linken hinteren Ende der rechten Sitzfläche56 ist jeweils ein Gurtschloß10 angeordnet, das jeweils über ein zweites Verbindungsmittel12 mit einem fahrzeugseitigen Befestigungselement18 verbunden ist. Die fahrzeugseitigen Befestigungselemente18 sind wiederum jeweils mit einem Befestigungsmittel22 mit der Fahrzeugkarosserie verbunden. Die Gurtschlösser liegen jeweils an den äußersten Enden der dazugehörigen Sitzflächen, während die Verankerungspunkte, die durch die Befestigungsmittel22 angezeigt sind, einen deutlich größeren Abstand als die Gurtschlösser10 aufweisen. Es ist so möglich, auch bei schmalen mittleren Sitzflächen54 einem aus technischen oder rechtlichen Gründen geforderten Mindestabstand der Verankerungspunkte größer zu wählen als den Abstand der Gurtschlösser, wobei das zweite Verbindungsmittel12 den Abstand zwischen Gurtschloß10 und fahrzeugseitigem Befestigungselement18 festlegt.
Claims (9)
- Gurtschloß (
10 ) mit fahrzeugseitigem Befestigungselement (18 ) zur fahrzeugfesten Montage, einem fest mit dem Gurtschloß (10 ) verbundenen ersten Verbindungsmittel (11 ), einem mit dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18 ) verbundenen zweiten Verbindungsmittel (12 ), mindestens einem an dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18 ) festgelegten Bolzen (16 ) und mindestens einem Rückstellmittel (36 ), welches das zweite Verbindungsmittel (12 ) relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18 ) rotatorisch um die Mittelachse des Bolzens (16 ) in eine Ruhestellung beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtschloß (10 ) einen weiteren Bolzen (14 ) und ein weiteres Rückstellmittel (24 ) aufweist, wobei das erste Verbindungsmittel (11 ) und das zweite Verbindungsmittel (12 ) über den weiteren Bolzen (14 ) miteinander gekoppelt sind und das weitere Rückstellmittel (24 ) das erste Verbindungsmittel (11 ) relativ zu dem zweiten Verbindungsmittel (12 ) rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens (16 ) in eine Ruhestellung beaufschlagt. - Gurtschloß (
10 ) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Verbindungsmittel (12 ) so gestaltet ist, daß es als Abstandsmittel zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement (18 ) und Gurtschloß (10 ) wirkt, wobei die Länge des zweiten Verbindungsmittels (12 ) den Abstand zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement (18 ) und erstem Verbindungsmittel (11 ) festlegt. - Gurtschloß (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelachsen der Bolzen (14 ,16 ) im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind. - Gurtschloß (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das fahrzeugseitige Befestigungselement (18 ) eine Nase (46 ) aufweist, die die Ruhestellung des zweiten Verbindungsmittels (12 ) festlegt. - Gurtschloß (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachsen des ersten Verbindungsmittels (11 ) und des zweiten Verbindungsmittels (12 ) wenigstens in der Ruhestellung des ersten Verbindungsmittels (11 ) in einem Winkel von etwa 90° zueinander angeordnet sind. - Gurtschloß (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Rückstellmittel (24 ,36 ) eine Drahtfeder ist. - Gurtschloß (
10 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtfeder (24 ,36 ) mindestens einen Spiralabschnitt (26 ,38 ) aufweist, der auf einem der Bolzen (14 ,16 ) angeordnet ist. - Verwendung eines Gurtschlosses (
10 ) nach einem der vorhergehenden Ansprüche für eine Rücksitzbank (50 ) eines Kraftfahrzeugs. - Verwendung eines Gurtschlosses (
10 ) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücksitzbank (50 ) mindestens drei nebeneinander angeordnete Sitzflächen (52 ,54 ,56 ) aufweist, und mindestens ein Gurtschloß (10 ) einer äußeren rechten Sitzfläche (56 ) und/oder einer äußeren linken Sitzfläche (52 ) zugeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2003148348 DE10348348A1 (de) | 2003-10-17 | 2003-10-17 | Gurtschloß |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2003148348 DE10348348A1 (de) | 2003-10-17 | 2003-10-17 | Gurtschloß |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10348348A1 true DE10348348A1 (de) | 2005-05-19 |
Family
ID=34442044
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2003148348 Withdrawn DE10348348A1 (de) | 2003-10-17 | 2003-10-17 | Gurtschloß |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10348348A1 (de) |
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- 2003-10-17 DE DE2003148348 patent/DE10348348A1/de not_active Withdrawn
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