DE10348348A1 - Gurtschloß - Google Patents

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Herbert Feile
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TRW Occupant Restraint Systems GmbH
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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R22/00Safety belts or body harnesses in vehicles
    • B60R22/18Anchoring devices
    • B60R22/22Anchoring devices secured to the vehicle floor
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
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    • B60R22/02Semi-passive restraint systems, e.g. systems applied or removed automatically but not both ; Manual restraint systems
    • B60R2022/021Means for holding the tongue or buckle in a non-use position, e.g. for easy access by the user
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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    • B60R22/18Anchoring devices
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Abstract

Gurtschloß (10) mit fahrzeugseitigem Befestigungselement (18) zur fahrzeugfesten Montage, einem fest mit dem Gurtschloß (10) verbundenen ersten Verbindungsmittel (11), einem mit dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18) verbundenen zweiten Verbindungsmittel (12), mindestens einem an dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18) festgelegten Bolzen (16) und mindestens einem Rückstellmittel (36), welches das zweite Verbindungsmittel (12) relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18) rotatorisch um die Mittelachse des Bolzens (16) in eine Ruhestellung beaufschlagt. Das Gurtschloß (10) weist einen weiteren Bolzen (14) und ein weiteres Rückstellmittel (24) auf, wobei das erste Verbindungsmittel (11) und das zweite Verbindungsmittel (12) über den weiteren Bolzen (14) miteinander gekoppelt sind und das weitere Rückstellmittel (24) das erste Verbindungsmittel (11) relativ zu dem zweiten Verbindungsmittel (12) rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens (16) in eine Ruhestellung beaufschlagt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Gurtschloß mit fahrzeugseitigem Befestigungselement zur fahrzeugfesten Montage, einem fest mit dem Gurtschloß verbundenen ersten Verbindungsmittel, einem mit dem fahrzeugseitigen Befestigungselement verbundenen zweiten Verbindungsmittel, mindestens einem an dem fahrzeugseitigen Befestigungselement festgelegten Bolzen und mindestens einem Rückstellmittel, welches das zweite Verbindungsmittel relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungselement rotatorisch um die Mittelachse des Bolzens in eine Ruhestellung beaufschlagt.
  • Das Gurtschloß mit dem fahrzeugseitigen Befestigungselement ist eine auf dem Gebiet der Fahrzeuginsassen-Rückhaltetechnik allgemein bekannte Baugruppe. Das Gurtschloß hat die Aufgabe, eine verschiebbar auf einem Sicherheitsgurt angebrachte Steckzunge aufzunehmen, um einen Fahrzeuginsassen anzuschnallen. Das fahrzeugseitige Befestigungselement soll das Gurtschloß fahrzeugfest etwa an einem Fahrzeugsitz oder an der Fahrzeugkarosserie anbringen.
  • Es besteht weiterhin ein Bedarf an Gurtschlössern, die zum einen von selbst eine Ruhestellung einnehmen, die für das Einführen der Zunge in das Gurtschloß optimal ist, zum anderen so verschwenkt werden können, daß sie im Bedarfsfall möglichst einfach und schnell unter einer Sitzfläche oder in einem Teil der Fahrzeugverkleidung untergebracht werden können.
  • Zu diesem Zweck ist gemäß der Erfindung bei einem Gurtschloß der eingangs genannten Art vorgesehen, daß das Gurtschloß einen weiteren Bolzen und ein weiteres Rückstellmittel aufweist, wobei das erste Verbindungsmittel und das zweite Verbindungsmittel über den weiteren Bolzen miteinander gekoppelt sind und das weitere Rückstellmittel das erste Verbindungsmittel relativ zu dem zweiten Verbindungsmittel rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens in eine Ruhestellung beaufschlagt. Durch die Erfindung ist somit ein Gurtschloß geschaffen, das aus einer Ruhestellung herausbewegt werden kann, um sich beispielsweise einem optimalen Verlauf des Gurtbands einer in das Gurtschloß eingesteckten Steckzunge anzupassen, oder das umgeklappt werden kann, um beispielsweise das Umlegen einer Rücksitzbank zu ermöglichen. Nachdem das Gurtschloß freigegeben wird, kehrt es automatisch wieder in seine Ruhestellung zurück. Bei dieser Gestaltung ergibt sich eine erhöhte Beweglichkeit des Gurtschlosses relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungsbeschlag. Dadurch wird erreicht, daß das Gurtschloß für jeden denkbaren Fall des Verlassens seiner Ruhestellung geeignet beweglich ist. So ist eine Ausweichbewegung des Gurtschlosses nach unten möglich, wenn sich beispielsweise ein Fahrzeuginsasse auf dieses setzt. Dies ist besonders relevant für auf der Rücksitzbank montierte Gurtschlösser. Außerdem ist es möglich, daß sich das Gurtschloß rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens bewegt, und so in Fahrzeuglängsrichtung verschwenkt wird. Damit kann es beispielsweise bei Umlegen der Rücksitzbank in einfacher Weise aus der Ruhestellung in eine Aufbewahrungsposition gebracht werden.
  • Bevorzugt ist, wenn das zweite Verbindungsmittel so gestaltet ist, daß es als Abstandsmittel zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement und Gurtschloß wirkt, wobei die Länge des zweiten Verbindungsmittels den Abstand zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement und erstem Verbindungsmittel festlegt. Es ist so möglich, die Entfernung zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement und Gurtschloß festzulegen, indem eine geeignete Länge des zweiten Verbindungsmittels ausgewählt wird. Damit läßt sich erreichen, daß der Ort des fahrzeugseitigen Befestigungselements und der Ort des Gurtschlosses auch eine größere laterale Entfernung zueinander haben können. Dies wird besonders dann wichtig, wenn das Gurtschloß nicht nahe dem fahrzeugseitigen Befestigungspunkt positioniert werden kann.
  • Besonders bevorzugt ist eine im wesentlichen parallele Anordnung der Mittelachsen der Bolzen, wodurch das Gurtschloß beim Verschwenken in einer Ebene verbleibt.
  • Besonders vorteilhaft ist, wenn das Rückstellmittel eine Drahtfeder ist. Auf diese An und Weise läßt sich das Rückstellmittel besonders robust und wartungsfreundlich herstellen.
  • Die Erfindung umfaßt auch die Verwendung eines erfindungsgemäßen Gurtschlosses für eine Rücksitzbank eines Kraftfahrzeugs. Diese ist besonders vorteilhaft, wenn die Rücksitzbank mindestens drei Sitzflächen aufweist, und mindestens ein Gurtschloß für eine äußere rechte und/oder eine äußere linke Sitzfläche Verwendung findet. Bei Rücksitzbänken mit drei Sitzflächen ist die mittlere Sitzfläche meist sehr schmal, insbesondere wenn die derzeit vorherrschende Flächenaufteilung im Verhältnis 40/20/40 gewählt wird. Da der Abstand zwischen zwei Gurtverankerungspunkten unter Umständen ein bestimmtes Mindestmaß erreichen muß, fällt der Abstand zwischen zwei Gurtschlössern hier deutlich geringer aus als der zwischen zwei Gurtverankerungspunkten. Mit dem erfindungsgemäßen Gurtschloß kann dieses Problem behoben werden.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in den beigefügten Zeichnungen dargestellt ist. In diesen zeigen:
  • 1 eine Explosionsansicht eines erfindungsgemäßen Gurtschlosses;
  • 2 eine perspektivische Ansicht des Gurtschlosses in Ruhestellung; und
  • 3 eine Rücksitzbank mit zwei daran angeordneten erfindungsgemäßen Gurtschlössern.
  • 1 zeigt ein Gurtschloß 10, das mit einem in Richtung der Längsachse A des Gurtschlosses 10 orientierten ersten schloßseitigen Verbindungsmittel 11 verbunden ist. Die Längsachse A des ersten Verbindungsmittels 11 ist in etwa rechtwinklig zu einer Längsachse des zweiten Verbindungsmittels 12 angeordnet und über einen ersten Bolzen 14 mit dem zweiten Verbindungsmittel 12 verbunden. An dem dem ersten Bolzen 14 abgewandten Ende des zweiten Verbindungsmittels 12 ist das zweite Verbindungsmittel 12 mittels eines zweiten Bolzens 16 mit einem fahrzeugseitigen Befestigungselement 18 verbunden. Das fahrzeugseitige Befestigungselement 18 weist eine Befestigungsöffnung 20 auf. Mit einem Befestigungsmittel 22, das in die Befestigungsöffnung 20 eingeführt wird, kann das Gurtschloß fahrzeugfest montiert werden. Auf dem ersten Bolzen 14 ist eine Drahtfeder 24 angeordnet, die aus einem Spiralabschnitt 26, am ersten freien Ende 28 und am zweiten freien Ende 30 besteht. Der Spiralabschnitt 26 ist auf einem Zentralabschnitt 32 des ersten Bolzens 14 angeordnet, während das erste freie Ende 28 das erste Verbindungsmittel 11 hintergreift und das zweite freie Ende 30 sich am zweiten Verbindungsmittel 12 abstützt (siehe auch 2).
  • Auf dem zweiten Bolzen 16 ist eine zweite Drahtfeder 36 angeordnet, die aus einem Spiralabschnitt 38, einem ersten freien Ende 40 und einem zweiten freien Ende 42 besteht. Der Spiralabschnitt 38 ist auf einem Zentralabschnitt 44 des zweiten Bolzens 16 angeordnet, während das erste freie Ende 40 das zweite Verbindungsmittel 12 hintergreift und das zweite freie Ende 42 sich am fahrzeugseitigen Befestigungselement 18 abstützt.
  • Das fahrzeugseitige Befestigungselement hat weiter eine Nase 46, die so ausgebildet ist, daß sie mit einer Oberkante 48 am zweiten Verbindungsmittel 12 zusammenwirken kann. Die Nase 46 bildet dabei einen Anschlag für die Oberkante 48 und legt damit in einfacher Weise die Ruhestellung des zweiten Verbindungsmittels 12 fest.
  • Das Gurtschloß 10 kann prinzipiell zwei Bewegungen ausführen. Zum einen kann eine Schwenkbewegung des Gurtschlosses rotatorisch um die Mittelachse des ersten Bolzens 14 erfolgen. Dies ist in 2 durch einen Doppelpfeil B1 dargestellt. Zum anderen kann sich das Gurtschloß translatorisch bewegen, wobei die Bewegung das Ergebnis der Kombination einer ersten Rotationsbewegung des Gurtschlosses 10 um die Mittelachse des ersten Bolzens 14 und einer zweiten Rotationsbewegung um die Mittelachse des zweiten Bolzens 16 ist. Die Translationsbewegung erfolgt in Richtung des Doppelpfeils B2, wobei die Längsachse A des Gurtschlosses 10 im wesentlichen parallel gegenüber der Achse des Befestigungsmittels 22 verschoben wird. Im folgenden soll die Bewegung des Gurtschlosses 10 genauer beschrieben werden.
  • Bei einer Bewegung des Gurtschlosses relativ zu dem Befestigungsbeschlag 18 in eine der Richtungen B1 oder B2 wird das Gurtschloß 10 von den Drahtfedern 24 und 36 in die in den 1 und 2 dargestellte Ruhestellung zurückgestellt. Bei einer Bewegung in Richtung des Pfeils B1 erfolgt die Rückstellwirkung durch den Spiralabschnitt 26 der ersten Drahtfeder 24. Die Ruhestellung ist in dieser Bewegungsrichtung durch die vollständige Entspannung des Spiralabschnitts 26 bestimmt. Bei einer Bewegung in Richtung des Pfeils B2 wird die Rückstellwirkung durch den ersten Spiralabschnitt 26 der ersten Drahtfeder 24 und vom Spiralabschnitt 38 der zweiten Drahtfeder 36 bestimmt. Die Ruhestellung für die Bewegung entlang der Richtung B2 wird durch den Anschlag der Oberkante 48 an der Nase 46 und durch die vollständige Entspannung des Spiralabschnitts 26 festgelegt.
  • 3 zeigt eine Rücksitzbank 50 mit einer linken Sitzfläche 52, einer mittleren Sitzfläche 54 und einer rechten Sitzfläche 56. Am rechten hinteren Ende der linken Sitzfläche 52 und am linken hinteren Ende der rechten Sitzfläche 56 ist jeweils ein Gurtschloß 10 angeordnet, das jeweils über ein zweites Verbindungsmittel 12 mit einem fahrzeugseitigen Befestigungselement 18 verbunden ist. Die fahrzeugseitigen Befestigungselemente 18 sind wiederum jeweils mit einem Befestigungsmittel 22 mit der Fahrzeugkarosserie verbunden. Die Gurtschlösser liegen jeweils an den äußersten Enden der dazugehörigen Sitzflächen, während die Verankerungspunkte, die durch die Befestigungsmittel 22 angezeigt sind, einen deutlich größeren Abstand als die Gurtschlösser 10 aufweisen. Es ist so möglich, auch bei schmalen mittleren Sitzflächen 54 einem aus technischen oder rechtlichen Gründen geforderten Mindestabstand der Verankerungspunkte größer zu wählen als den Abstand der Gurtschlösser, wobei das zweite Verbindungsmittel 12 den Abstand zwischen Gurtschloß 10 und fahrzeugseitigem Befestigungselement 18 festlegt.

Claims (9)

  1. Gurtschloß (10) mit fahrzeugseitigem Befestigungselement (18) zur fahrzeugfesten Montage, einem fest mit dem Gurtschloß (10) verbundenen ersten Verbindungsmittel (11), einem mit dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18) verbundenen zweiten Verbindungsmittel (12), mindestens einem an dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18) festgelegten Bolzen (16) und mindestens einem Rückstellmittel (36), welches das zweite Verbindungsmittel (12) relativ zu dem fahrzeugseitigen Befestigungselement (18) rotatorisch um die Mittelachse des Bolzens (16) in eine Ruhestellung beaufschlagt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gurtschloß (10) einen weiteren Bolzen (14) und ein weiteres Rückstellmittel (24) aufweist, wobei das erste Verbindungsmittel (11) und das zweite Verbindungsmittel (12) über den weiteren Bolzen (14) miteinander gekoppelt sind und das weitere Rückstellmittel (24) das erste Verbindungsmittel (11) relativ zu dem zweiten Verbindungsmittel (12) rotatorisch um die Mittelachse des weiteren Bolzens (16) in eine Ruhestellung beaufschlagt.
  2. Gurtschloß (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Verbindungsmittel (12) so gestaltet ist, daß es als Abstandsmittel zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement (18) und Gurtschloß (10) wirkt, wobei die Länge des zweiten Verbindungsmittels (12) den Abstand zwischen fahrzeugseitigem Befestigungselement (18) und erstem Verbindungsmittel (11) festlegt.
  3. Gurtschloß (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelachsen der Bolzen (14, 16) im wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.
  4. Gurtschloß (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das fahrzeugseitige Befestigungselement (18) eine Nase (46) aufweist, die die Ruhestellung des zweiten Verbindungsmittels (12) festlegt.
  5. Gurtschloß (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachsen des ersten Verbindungsmittels (11) und des zweiten Verbindungsmittels (12) wenigstens in der Ruhestellung des ersten Verbindungsmittels (11) in einem Winkel von etwa 90° zueinander angeordnet sind.
  6. Gurtschloß (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Rückstellmittel (24, 36) eine Drahtfeder ist.
  7. Gurtschloß (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Drahtfeder (24, 36) mindestens einen Spiralabschnitt (26, 38) aufweist, der auf einem der Bolzen (14, 16) angeordnet ist.
  8. Verwendung eines Gurtschlosses (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche für eine Rücksitzbank (50) eines Kraftfahrzeugs.
  9. Verwendung eines Gurtschlosses (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Rücksitzbank (50) mindestens drei nebeneinander angeordnete Sitzflächen (52, 54, 56) aufweist, und mindestens ein Gurtschloß (10) einer äußeren rechten Sitzfläche (56) und/oder einer äußeren linken Sitzfläche (52) zugeordnet ist.
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