DE10357886B4 - Ventil für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine - Google Patents

Ventil für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine Download PDF

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Abstract

Ventil für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine, mittels dessen diesem zuführbare Sekundärluft in ein Abgassystem der Brennkraftmaschine einleitbar ist, mit einem Ventilgehäuse (19) mit einlaßseitig mit der Sekundärluftzufuhr und auslaßseitig mit dem Abgassystem (14, 15) verbindbarer Ventilkammer (20), mit einem den Durchgang durch die Ventilkammer (20) steuernden, unter dem Druck zugeführter Sekundärluft gegen eine Schließkraft öffnenden Rückschlagventil (30) und mit einem den Durchgang durch die Ventilkammer (20) steuernden Schaltventil (40), dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilkammer (20) auslaßseitig des Rückschlagventils (30) in zwei voneinander getrennte Kammern (21, 22) unterteilt ist, die jeweils mit voneinander getrennten Auslässen (23, 24) in Verbindung stehen und über letztere (23, 24) der Ausleitung von Sekundärluft zu jeweils zugeordneten, voneinander getrennten Abgaszweigen (14, 15) dienen, und dass das Schaltventil (40) auslaßseitig des Rückschlagventils (30) und zwischen beiden Kammern (21, 22) angeordnet ist und eine Öffnung (25) zwischen beiden Kammern (21, 22) derart steuert, dass die Öffnung (25) in der Schließstellung des Schaltventils (40) geschlossen und in einer Öffnungsstellung geöffnet ist.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Ventil für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine mit den Merkmalen im Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Zur Nachbehandlung von Abgasen einer Brennkraftmaschine ist es allgemein bekannt, mittels eines Sekundärluftzufuhr-Systems dem Abgas Sekundärluft zuzuführen, wodurch sich durch weitere exotherme Reaktionen im Abgassystem eine Reinigung des Abgases und ferner eine Aufheizung eines im Abgassystem gegebenenfalls vorhandenen Katalysators ergibt. Hierzu wird eine Sekundärluftpumpe verwendet, die auslaßseitig über ein besonderes Ventil mit einem Abgaskanal der Brennkraftmaschine verbunden ist. Ein solches bekanntes Ventil der eingangs genannten Art weist ein Schaltventil auf sowie ein nachgeschaltetes, z. B. als Flatterventil ausgebildetes Rückschlagventil. Ein derartiges Ventil verhindert ein Eindringen von Abgas in den Sekundärluftkanal in Betriebsphasen, bei denen z. B. die Sekundärluftpumpe nicht in Betrieb ist, oder bei etwaigem Ausfall der Sekundärluftpumpe und dabei geöffnetem Schaltventil. Die Bauteile des Sekundärluftzufuhr-Systems müssen vor den heißen Abgasen geschützt werden, da diese Bauteile ansonsten irreparablen Schaden erleiden und es gegebenenfalls durch Flammenrückschlag sogar zu einem Motorbrand kommen kann.
  • Bei Brennkraftmaschinen mit zwei Zylinderbänken muss die dem Abgassystem zuzuführende Sekundärluft hinter dem Ventil in zwei Kanäle aufgeteilt werden. Dies bedeutet, dass bei geschlossenem Sekundärluftventil die Abgastrakte beider Zylinderbänke durch die Sekundärluftzuführungen und das Sekundärluftventil miteinander verbunden sind. Es hat sich gezeigt, dass es dadurch insbesondere bei hoher Motorleistung aufgrund von Druckpulsationen zum Austausch von Abgas zwischen den beiden Zylinderbänken kommt. Dies führt zu einer erhöhten thermischen Belastung des Sekundärluftventils, ferner zu Ablagerungen von Ruß sowie zu einem Leistungsverlust der Brennkraftmaschine.
  • Aus der US 4,191,014 A ist ein Ventil für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine bekannt, welches je nach Betriebszustand der Brennkraftmaschine von einer Sekundärluftpumpe gelieferte Sekundärluft zwei verschiedenen Stellen im Abgassystem zuführt. Das Ventil enthält ein Überdruckventil, über welches überschüssige Sekundärluft ab einem vorbestimmten Druck in die Atmosphäre entweicht. Aus der US 2012/0240908 A1 ist ein Ventil für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine bekannt, welches zwei Auslässe aufweist, die mit zwei Zylinderbänken verbunden sind. Das Ventil ist derart steuerbar, dass der Luftstrom zu beiden Auslässen vollständig geschlossen, zu einem der beiden Auslässe vollständig geöffnet oder zwischen den beiden Auslässen variabel aufgeteilt werden kann. Aus der EP 0 710 768 A1 ist ein Sekundärluftzufuhr-System mit einer motorgetriebenen Sekundärluftpumpe und einem zwischen dieser und einem Katalysator im Abgassystem angeordneten Rückschlagventil bekannt, welches eine kurze Ansprechzeit und einen geringen Druckverlust aufweist, um schlechte Gerüche aus dem Katalysator zu verhindern.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Ventil der eingangs genannten Art so auszubilden, dass einerseits aus Sicherheitsgründen dessen Rückschlagfunktion gewährleistet ist und andererseits ein Austausch von Abgas zwischen den Zylinderbänken der Brennkraftmaschine zumindest soweit wie möglich verhindert ist.
  • Die Aufgabe ist bei einem Ventil der eingangs genannten Art gemäß der Erfindung durch die Merkmale im Anspruch 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Erfindungsmerkmale und Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen. Dieses Ventil gemäß der Erfindung hat folgende Vorteile. Durch das Rückschlagventil wird nach wie vor die Rückschlagfunktion gewährleistet und demgemäß sichergestellt, dass z. B. bei Ausfall der Sekundärluftpumpe im geöffneten Ventilzustand kein Abgas durch das Ventil in die Sekundärluftleitung strömt. Das Schaltventil bewirkt im Schließzustand eine Trennung der beiden Kammern im Ventil, von denen jeweils eine Sekundärluftzuführung zu den zugeordneten Abgaszweigen geschieht. Mittels des Ventilelements des Schaltventils werden in dessen Schließstellung somit die beiden Zylinderbänke der Brennkraftmaschine abgasseitig getrennt. Es wird dadurch vermieden, dass es zum Austausch von Abgas zwischen den Zylinderbänken kommen kann. Auf einfache Weise werden somit dadurch bedingte höhere thermische Belastungen des Ventils vermieden und Ablagerungen von Ruß sowie ein Leistungsverlust der Brennkraftmaschine unterbunden. Das Ventil gemäß der Erfindung ist einfach im Aufbau, kostengünstig und betriebssicher sowie platzsparend.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
  • Der vollständige Wortlaut der Ansprüche ist vorstehend allein zur Vermeidung unnötiger Wiederholungen nicht wiedergegeben, sondern statt dessen lediglich durch Hinweis auf die Ansprüche darauf Bezug genommen, wodurch jedoch alle diese Anspruchsmerkmale als an dieser Stelle ausdrücklich und erfindungswesentlich offenbart zu gelten haben. Dabei sind alle in der vorstehenden und folgenden Beschreibung erwähnten Merkmale sowie auch die allein aus den Zeichnungen entnehmbaren Merkmale weitere Bestandteile der Erfindung, auch wenn sie nicht besonders hervorgehoben und insbesondere nicht in den Ansprüchen erwähnt sind.
  • Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine schematische, teilweise geschnittene, vereinfachte Ansicht eines Ventils für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine,
  • 2 eine schematische Unteransicht eines Teils des Ventils in 1,
  • 3 einen schematischen Schnitt entlang der Linie III-III in 2.
  • In den Zeichnungen ist schematisch ein Ventil 10 gezeigt, das für ein Sekundärluftzufuhr-System 11 einer Brennkraftmaschine bestimmt ist, von der in 1 schematisch lediglich ein Teil zweier separater Zylinderbänke 12, 13 mit zugeordneten Abgaszweigen 14 bzw. 15 angedeutet ist. Dem Ventil 10 ist mittels einer nicht gezeigten Sekundärluftpumpe in Pfeilrichtung 16 unter Druck Sekundärluft zuführbar, die mittels des Ventils 10 gesteuert in das Abgassystem 14, 15 der Brennkraftmaschine einleitbar ist. In 1 ist schematisch angedeutet, dass der Abgaszweig 14 über eine Zuführleitung 17 und der Abgaszweig 15 über eine Zuführleitung 18 mit Ausgang des Ventils 10 für die Zuführung von Sekundärluft zum Abgaszweig 14 bzw. 15 verbunden sind. Durch eine derartige Sekundärluftzuführung in die in den Abgaszweigen 14, 15 geführten heißen Abgase entsteht eine Nachverbrennung. Die in der Brennkraftmaschine unverbrannten Kohlenmonoxide und Kohlenwasserstoffe werden dadurch nachoxidiert bzw. nachverbrannt. Dies führt zu einer Reduzierung der CO- und HC-Anteile im Abgas. Außerdem wird durch diese Nachverbrennung insbesondere in der Warmlaufphase die Abgastemperatur im Katalysator erhöht und dadurch der Katalysator schneller erhitzt, der auf diese Weise schneller ansprechen und seine Aufgabe, Schadstoffe zu konvertieren, früher erfüllen kann. Ein derartiges Sekundärluftzufuhr-System 11 kommt bei Otto-Motoren zur Anwendung. Im Falle hoher Motorleistung oder bei Ausfall der Sekundärluftpumpe muss bei derartigen Ventilen sichergestellt sein, dass im geöffneten Zustand des Ventils 10 kein Abgas vom Abgaszweig 14, 15 über die Zuführleitung 17, 18 durch das Ventil 10 in die Sekundärluftleitung strömt, da dies zu Schäden bis hin zum Brand der Brennkraftmaschine führen kann.
  • Das Ventil 10 weist ein Ventilgehäuse 19 mit innerer Ventilkammer 20 auf, die einlaßseitig mit der Sekundärluftzufuhr und auslaßseitig – über die Zuführleitungen 17, 18 – mit dem Abgassystem 14, 15 verbindbar ist. Im Ventilgehäuse 19 sind ein den Durchgang durch die Ventilkammer 20 steuerndes, unter dem Druck zugeführter Sekundärluft gegen ein Schließkraft öffnendes Rückschlagventil 30 und ein den Ventilkammerdurchgang steuerndes Schaltventil 40 angeordnet. Das Rückschlagventil 30 stellt sicher, dass bei geöffnetem Schaltventil 40 kein etwaiges rückgeführtes Abgas durch das Ventil 10 in die Sekundärluft zuführende Leitung strömen kann.
  • Die Ventilkammer 20 ist auslaßseitig des Rückschlagventils 30, das heißt in 1 links des Rückschlagventils 30, in zwei voneinander getrennte Kammern 21 und 22 unterteilt, die jeweils mit voneinander getrennten Auslässen 23 bzw. 24 (2) in Verbindung stehen. Über diese getrennten Auslässe 23 und 24 erfolgt die Ausleitung von Sekundärluft zu den jeweils zugeordneten voneinander getrennten Abgaszweigen 14 bzw. 15.
  • Das Schaltventil 40 ist in Abstand vom Rückschlagventil 30 und auslaßseitig dieses und dabei zwischen den beiden Kammern 21 und 22 angeordnet und so gestaltet, dass dieses eine Öffnung 25 zwischen den beiden Kammern 21 und 22 derart steuern kann, dass diese Öffnung 25 in der in 1 und 3 gezeigten Schließstellung des Schaltventils 40 geschlossen ist und in einer davon abweichenden Öffnungsstellung unter Herstellung der Verbindung zwischen der ersten Kammer 21 und der zweiten Kammer 22 geöffnet ist. In der in 1 und 3 gezeigten Schließstellung des Schaltventils ist durch die Trennung der Kammern 21 und 22 voneinander bei geschlossenem Rückschlagventil 30 sichergestellt, dass kein Austausch von in den Abgaszweigen 14, 15 und Zuführleitungen 17, 18 geführtem Abgas der Zylinderbänke 12, 13 erfolgen kann; denn wären die beiden Abgaszweige 14, 15 über das Ventil 10 miteinander verbunden, so bestünde die Gefahr, dass es insbesondere bei hoher Motorleistung aufgrund von Druckpulsationen zum Austausch von Abgas zwischen den Zylinderbänken 12 und 13 kommt, was zu einer sehr hohen thermischen Belastung des Ventils 10, zu Ablagerungen von Ruß sowie zu einem Leistungsverlust der Brennkraftmaschine führen kann. Die Gestaltung des Ventils 10 gemäß der Erfindung hat somit den Vorteil, dass einerseits eine Rückschlagfunktion durch das Rückschlagventil 30 gewährleistet ist und andererseits ein Abgasaustausch zwischen den Zylinderbänken 12, 13 zumindest soweit wie möglich vermieden ist.
  • Die beiden Kammern 21 und 22 sind im Ventilgehäuse 19 hintereinander angeordnet. Der Einlass von Sekundärluft erfolgt über einen Einlaßstutzen 26, der in die Ventilkammer 20 mündet. Der Einlass in die erste Kammer 21 wird von dem Rückschlagventil 30 gesteuert, während der Einlass von der ersten Kammer 21 in die zweite Kammer 22 von dem Schaltventil 40 gesteuert wird. Das Rückschlagventil 30 und das Schaltventil 40 sind im Ventilgehäuse 19 hintereinander angeordnet.
  • Das Schaltventil 40 weist ein Ventilelement 41, vorzugsweise in Form eines Ventiltellers, auf, das fest mit dem Ende einer Ventilstange 42 zu dessen Betätigung verbunden ist. An der Ventilstange 42 greift zur Betätigung eine schematisch angedeutete Betätigungseinrichtung 43 an, die am Ventilgehäuse 19 lösbar befestigt ist. Die Betätigungseinrichtung 43 kann vielfältig gestaltet sein, z. B. als elektrische oder pneumatische oder elektromechanische oder dergleichen Einrichtung ausgebildet sein.
  • An der Ventilstange 42 greift eine Schließfeder 44 an, mittels der das Ventilelement 41 des Schaltventils 40 in die in 1 und 3 gezeigte Schließstellung gezwungen wird. Die Schließfeder 44 ist einerseits am Ventilgehäuse 19 und andererseits an der Ventilstange 42 derart abgestützt, dass die Ventilstange 42 von der Schließfeder 44 in 1 und 3 nach rechts hin in die Ventilschließstellung gezwungen ist. Die Betätigungseinrichtung 43 arbeitet zumindest in der in 1 und 3 nach links gerichteten Öffnungsrichtung auf die Ventilstange 42.
  • Das Ventilelement 41 ist, wie gezeigt, innerhalb der die beiden Kammern 21 und 22 verbindenden Öffnung 25 kolbenartig verschiebbar, wobei in der Schließstellung der im wesentlichen dichte Verschluss zwischen der äußeren Umfangsfläche des Ventilelements 41 und der inneren Umfangsfläche der Öffnung 25 erfolgt.
  • Bei einem anderen, nicht gezeigten Ausführungsbeispiel liegt das Ventilelement 41 des Schaltventils 40 dagegen an einer Ventilsitzfläche der zwischen den beiden Kammern 21 und 22 vorgesehenen Öffnung 25 axial an, insbesondere an der in 1 und 3 links befindlichen, die Öffnung 25 umgrenzenden Stirnseite, wobei das Ventilelement in Öffnungsrichtung, das heißt in den Zeichnungen nach links, von dieser Ventilsitzfläche abhebbar ist.
  • Das Rückschlagventil 30 weist ein auf der Ventilstange 42 relativ dazu verschiebbar angeordnetes Ventilelement 31 auf. Das Ventilelement 31 ist mittels einer Feder 32 gegen eine zugeordnete axiale Ventilsitzfläche 33 des Ventilgehäuses 19 angepresst. Die Feder 32 ist einerseits am Ventilelement 41 des Schaltventils 40 und andererseits am Ventilelement 31 abgestützt und im Vergleich zur Schließfeder 44 schwächer ausgebildet.
  • Das Ventilelement 31 des Rückschlagventils 30 ist als Ventilteller 34 ausgebildet, der an einer auf der Ventilstange 42 verschiebbaren Hülse 35 gehalten ist, vorzugsweise damit einstückig ist.
  • Das Rückschlagventil 30, insbesondere deren Hülse 35, ist in Bezug auf das Schaltventil 40, insbesondere dessen Ventilstange 42, mittels eines Dichtungselements 36, insbesondere eines O-Ringes, abgedichtet. Das Dichtungselement 36 ist auf der Ventilstange 42, vorzugsweise mit Anlage am Ventilelement 41, angeordnet, wobei das Rückschlagventil 30 mit dem zugeordneten Ende der Hülse 35 am Dichtungselement 36, insbesondere O-Ring, axial dicht anliegt und darüber beim Schließen am Ventilelement 41 abgestützt und von diesem betätigt wird. Bei dem nicht gezeigten anderen Ausführungsbeispiel des Schaltventils 40 kann die Hülse 35 entfallen oder so kurz ausgebildet sein, dass das Ventilelement 31 allein über die Feder 32 am Ventilelement 41, auch beim Schließen, abgestützt ist.
  • Das Ventilgehäuse 19 weist auf der Unterseite einen Flansch 27 auf, der die Auslässe 23 und 24 enthält und mit dem das Ventil 10 an geeigneter Stelle der Brennkraftmaschine bzw. des Abgassystems dieser befestigt werden kann. Die Betätigungseinrichtung 43 ist am in 3 rechten Ende des Ventilgehäuses 19 angebracht und mittels Madenschrauben 28 befestigt. Der dortige Bereich zwischen der Ventilstange 42 und dem Ventilgehäuse 19 ist mittels einer Dichtung 29 abgedichtet, die mittels einer Scheibe 51 gesichert ist. Zur Abstützung des in 3 rechten Endes der Schließfeder 44 an der Ventilstange 42 dient eine auf der Ventilstange 42 fixierte Scheibe 52. Das in 3 linke Ende des Ventilgehäuses 19 ist mittels eines Verschlussdeckels 53 verschlossen, der unter Zwischenfügung einer Dichtung 54 in das Ventilgehäuse 19 eingepresst ist.
  • Das Ventil 10 ist in 1 und 3 in der Schließstellung gezeigt, in der das Schaltventil 40 geschlossen ist und auch das Rückschlagventil 30 sich in Schließstellung befindet. Diese Schließstellung ist dadurch gewährleistet, dass die Schließfeder 44 die Ventilstange 42 in 1 und 3 nach rechts hin beaufschlagt. Über das an der Ventilstange 42 feste Ventilelement 41, das Dichtungselement 36 in Form z. B. eines O-Ringes, an dem das Ventilelement 31 des Rückschlagventils 30 mit dem Ende der Hülse 35 anliegt, wird das Ventilelement 31 gegen die Ventilsitzfläche 33 gedrückt und damit in Schließstellung gehalten. Die Feder 32 überträgt hierbei keine in 3 nach rechts gerichteten Kräfte.
  • Zum Öffnen des Schaltventils 40 wird die Ventilstange 42 mittels der Betätigungseinrichtung 43 in 1 und 3 nach links verschoben gegen die Wirkung der Schließfeder 44. Dabei gibt das Ventilelement 41 die Öffnung 25 frei, so dass die erste Kammer 21 nun über die Öffnung 25 mit der zweiten Kammer 22 verbunden ist. Beim Öffnen des Ventilelements 41 wird die Feder 32 soweit entspannt, dass bei eingeschalteter Sekundärluftpumpe und Zufuhr von Sekundärluft über den Einlaßstutzen 26 das Ventilelement 31 des Rückschlagventils 30 durch den Druck gegen die Wirkung der Feder 32 in Öffnungsstellung bewegt wird und dadurch der Durchgang durch die Ventilkammer 20 für das Hindurchströmen der zugeführten Sekundärluft freigegeben wird. In einem etwaigen Fehlerfall kann das Ventilelement 31 des Rückschlagventils 30 durch die Feder 32 und unter dem Druck etwaigen eintretenden Abgases in Schließstellung bewegt werden, so dass vermieden ist, dass Abgas durch das Ventil 10 in die Sekundärluftleitung strömt. Soll das Ventil 10 ausgehend von der geöffneten Stellung in die Schließstellung überführt werden, so wird die Ventilstange 42 durch die Betätigungseinrichtung 43, und/oder durch die Schließfeder 44 in 1 und 3 nach rechts verschoben, wodurch das Schaltventil 40 und das Rückschlagventil 30 wieder in die gezeigte Schließstellung überführt werden.

Claims (22)

  1. Ventil für ein Sekundärluftzufuhr-System einer Brennkraftmaschine, mittels dessen diesem zuführbare Sekundärluft in ein Abgassystem der Brennkraftmaschine einleitbar ist, mit einem Ventilgehäuse (19) mit einlaßseitig mit der Sekundärluftzufuhr und auslaßseitig mit dem Abgassystem (14, 15) verbindbarer Ventilkammer (20), mit einem den Durchgang durch die Ventilkammer (20) steuernden, unter dem Druck zugeführter Sekundärluft gegen eine Schließkraft öffnenden Rückschlagventil (30) und mit einem den Durchgang durch die Ventilkammer (20) steuernden Schaltventil (40), dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilkammer (20) auslaßseitig des Rückschlagventils (30) in zwei voneinander getrennte Kammern (21, 22) unterteilt ist, die jeweils mit voneinander getrennten Auslässen (23, 24) in Verbindung stehen und über letztere (23, 24) der Ausleitung von Sekundärluft zu jeweils zugeordneten, voneinander getrennten Abgaszweigen (14, 15) dienen, und dass das Schaltventil (40) auslaßseitig des Rückschlagventils (30) und zwischen beiden Kammern (21, 22) angeordnet ist und eine Öffnung (25) zwischen beiden Kammern (21, 22) derart steuert, dass die Öffnung (25) in der Schließstellung des Schaltventils (40) geschlossen und in einer Öffnungsstellung geöffnet ist.
  2. Ventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Kammern (21, 22) im Ventilgehäuse (19) hintereinander angeordnet sind.
  3. Ventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass in die erste Kammer (21) von dem Rückschlagventil (30) gesteuert wird.
  4. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlass von der ersten Kammer (21) in die zweite Kammer (22) von dem Schaltventil (40) gesteuert wird.
  5. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (30) und das Schaltventil (40) im Ventilgehäuse (19) hintereinander angeordnet sind.
  6. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltventil (40) ein Ventilelement (41), aufweist, das fest mit einer Ventilstange (42) zu dessen Betätigung verbunden ist, an der eine Betätigungseinrichtung (43) angreift.
  7. Ventil nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (41) ein Ventilteller ist.
  8. Ventil nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (43) als elektrische oder pneumatische oder elektromechanische Einrichtung ausgebildet ist.
  9. Ventil nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ventilstange (42) eine Schließfeder (44) angreift, mittels der das Ventilelement (41) des Schaltventils (40) in Schließstellung gezwungen wird.
  10. Ventil nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (43) auf die Ventilstange (42) zumindest in Öffnungsrichtung arbeitet.
  11. Ventil nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (41) des Schaltventils (40) innerhalb der beide Kammern (21, 22) verbindenden Öffnung (25) kolbenartig verschiebbar ist.
  12. Ventil nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (41) des Schaltventils (40) in der Schließstellung an einer Ventilsitzfläche der zwischen beiden Kammern (21, 22) vorgesehenen Öffnung (25) axial anliegt und in Öffnungsrichtung von der Ventilsitzfläche abhebbar ist.
  13. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (30) ein auf der Ventilstange (42) des Schaltventils (40) relativ dazu verschiebbar angeordnetes Ventilelement (31) aufweist.
  14. Ventil nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (31) des Rückschlagventils (30) mittels einer am Ventilelement (41) des Schaltventils (40) abgestützten Feder (32) gegen eine Ventilsitzfläche (33) des Ventilgehäuses (19) angepresst ist.
  15. Ventil nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (31) des Rückschlagventils (30) als Ventilteller (34) ausgebildet ist.
  16. Ventil nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (31) des Rückschlagventils (30) an einer Hülse (35) angeordnet ist, die auf der Ventilstange (42) verschiebbar gehalten ist.
  17. Ventil nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventilelement (31) des Rückschlagventils (30) mit der Hülse (35) einstückig ist, die auf der Ventilstange (42) verschiebbar gehalten ist.
  18. Ventil nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Rückschlagventil (30), in Bezug auf das Schaltventil (40), mittels eines Dichtungselements (36), abgedichtet ist.
  19. Ventil nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (35) des Rückschlagventils (30) in Bezug auf die Ventilstange (42) des Schaltventils (40) mittels eines Dichtungselements (36) abgedichtet ist.
  20. Ventil nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (36), auf der Ventilstange (42), des Schaltventils (40) angeordnet ist und das Rückschlagventil (30) mit dem zugewandten Ende der Hülse (35) am Dichtungselement (36), anliegt.
  21. Ventil nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (36) mit Anlage am Ventilelement (41) auf der Ventilstange (42) des Schaltventils (40) angeordnet ist.
  22. Ventil nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass das Dichtungselement (36) ein O-Ring ist.
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