DE10821C - Neuerungen in der Verarbeitung von Salzlaugen, welche Kaliumverbindungen enthalten - Google Patents

Neuerungen in der Verarbeitung von Salzlaugen, welche Kaliumverbindungen enthalten

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DE10821C
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Dr. B. BERNHARDI in Stafsfurt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01DCOMPOUNDS OF ALKALI METALS, i.e. LITHIUM, SODIUM, POTASSIUM, RUBIDIUM, CAESIUM, OR FRANCIUM
    • C01D5/00Sulfates or sulfites of sodium, potassium or alkali metals in general
    • C01D5/06Preparation of sulfates by double decomposition
    • C01D5/10Preparation of sulfates by double decomposition with sulfates of magnesium, calcium, strontium, or barium

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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

1879.
Klasse 75.
BRUNO BERNHARDI in STASSFURT. Neuerungen in der Verarbeitung von Salzlaugen, welche Kaliumverbindungen enthalten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. December 1879 ab.
Bei den bisher befolgten Methoden der Gewinnung von Schönit, sowie von schwefelsaurem Kali aus Chlorkalium + schwefelsaurer Magnesia, oder aus Chlorkalium + Schönit resultiren Mutterlaugen , welche einen bedeutenden Gehalt an Kalisalzen haben und die seither im wesentlichen durch Verdampfung nutzbar gemacht wurden.
Diese Behandlung verursacht nicht nur bedeutende Verluste, sondern erheischt nebenbei grofsen, Brennmaterialaufwand; auch ermöglicht dieselbe in der Hauptsache nur die Gewinnung von Chlorkalium bezw. Carnallit.
Ich ziehe vor, diesen Mutterlaugen schwefelsaure Magnesia in flüssiger oder fester Form, auch als Kieserit hinzuzufügen, und zwar entweder kalt oder unter Erwärmung der Laugen. Es bilden sich hierdurch Doppelsalze von schwefelsaurem Kali mit schwefelsaurer Magnesia, welche sich unter geeigneten Bedingungen ausscheiden.
Genügt obige Behandlung mit schwefelsaurer Magnesia nicht, um den Kaligehalt der Laugen entsprechend herabzudrücken, so kann dieselbe Behandlung ein oder mehrere male wiederholt werden.
Die resultirenden Endlaugen eignen sich zur Behandlung von Kainit bezw. Carnallit in ausgezeichneter Weise, und bieten bei Benutzung der sonst bekannten Methoden zur Verarbeitung jener Salze den grofsen Vortheil, dafs der in den Endlaugen enthaltene Restantheil Kali noch nutzbar gemacht wird.
Wie für die oben bezeichneten Mutterlaugen, so eignet sich dies Verfahren auch für alle Kali enthaltenden Salzlaugen.
. Obgleich die von mir benutzte Reaction von Anderen bei der Darstellung von Schönit bezw. schwefelsaurem Kali für die zu diesem Zwecke besonders hergestellten ersten Salzlösungen oder Salzmischungen angewendet worden ist, so ist doch die Behandlung der hierbei resultirenden Mutterlaugen mit schwefelsaurer Magnesia unzweifelhaft neu und eigenthümlich; auch ist es charakteristisch, dafs der Kaligehalt der Mutterlaugen statt als Chlorkalium bezw. Carnallit, als schwefelsaures Salz nutzbar gemacht werden kann.
Endlich ist es von Werth und auch neu, dafs der in den Endlaugen verbleibende Kalirest, sowie die schwefelsaure Magnesia (nach bekannten Methoden) durch Behandlung dieser Laugen mit Kainit oder Carnallit nutzbar gemacht werden können.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Behandlung derjenigen Salz- bezw. Mutterlaugen mit schwefelsaurer Magnesia, welche resultiren:
a) bei Verarbeitung von Carnallit;
b) bei Gewinnung von schwefelsaurer KaIimagnesia;
c) bei Gewinnung von schwefelsaurem Kali aus schwefelsaurer Magnesia bezw. Schönit und Chlorkalium.
2. Nutzbarmachung der nach dem Zusätze von schwefelsaurer Magnesia (und event. Ausscheidung von Kalisalzen) resultirenden Laugen:
a) Lediglich durch Eindampfen und Auskrystallisiren ohne sonstige Behandlung.
b) Durch Behandlung derselben mit Carnallit oder Chlormagnesium nach bekannten Methoden mit oder ohne Eindampfen.
3. Das bezeichnete Verfahren in der Reihenfolge und Verbindung seiner Operationen im Ganzen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977673C (de) * 1951-01-08 1968-04-04 Int Minerals & Chem Corp Verfahren zur Gewinnung von Kainit und Magnesiumchlorid aus Ablaugen der Kaliumsulfatherstellung, die Chloride und Sulfate des Magnesiums und Kaliums enthalten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE977673C (de) * 1951-01-08 1968-04-04 Int Minerals & Chem Corp Verfahren zur Gewinnung von Kainit und Magnesiumchlorid aus Ablaugen der Kaliumsulfatherstellung, die Chloride und Sulfate des Magnesiums und Kaliums enthalten

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