DE1091820B - Muffenrohrverbindung - Google Patents

Muffenrohrverbindung

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DE1091820B
DE1091820B DER18722A DER0018722A DE1091820B DE 1091820 B DE1091820 B DE 1091820B DE R18722 A DER18722 A DE R18722A DE R0018722 A DER0018722 A DE R0018722A DE 1091820 B DE1091820 B DE 1091820B
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pipe
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sealing
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Robinson Clay Product Co
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    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16LPIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16L21/00Joints with sleeve or socket
    • F16L21/02Joints with sleeve or socket with elastic sealing rings between pipe and sleeve or between pipe and socket, e.g. with rolling or other prefabricated profiled rings
    • F16L21/05Joints with sleeve or socket with elastic sealing rings between pipe and sleeve or between pipe and socket, e.g. with rolling or other prefabricated profiled rings comprising a first ring being placed on a male part and a second ring in the sleeve or socket

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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Quick-Acting Or Multi-Walled Pipe Joints (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Muffenrohrverbindung mit zwei dichtend und verbindend zusammenwirkenden Gliedern, von denen das eine auf der vorzugsweise glatten Außenseite des Einschubendes und das andere auf der vorzugsweise glatten Innenseite des Muffenendes der zu verbindenden Rohre vor deren axialem Zusammenschieben befestigt ist und deren einander zugekehrte Umfangsflächen auf ihrer gesamten Überdeckungslänge als in radialer Richtung gepreßte Dichtflächen zusammenwirken; dabei besteht eines der Glieder mindestens zum Teil aus flexiblem Material.
Bei bekannten Verbindungen dieser Art sind die dichtend zusammenwirkenden Glieder, von denen mindestens eines aus flexiblem Material besteht, so ausgebildet, daß ihre einander zugewandten Umfangsflächen glatt sind und parallel zueinander mit Neigung von außen nach innen verlaufen. Hierdurch können sich die Glieder nicht miteinander verriegeln, so daß sie keine wesentlichen axialen Zugkräfte aufnehmen können. Werden sie durch Klebung miteinander verriegelt, so ist ein Lösen der Verbindung ohne Zerstörung der Glieder nicht möglich. Im übrigen gestatten derartige Verbindungen nur eine geringe Winkelbeweglichkeit der Rohre gegeneinander, nämlich hauptsächlich nur im Rahmen der Flexibilität des Materials der Glieder. Daher sind sie für die Verlegung von Rohrleitungen auf unebener Fläche nicht geeignet.
Bekannt ist auch eine Verbindung, bei der die beiden Dichtungsglieder mit einer Verzahnung versehen sind. Eine Abwinkelung läßt diese Dichtungsart nicht zu, da bei Abwinkelung die Verzahnung außer Eingriff kommt und somit die Dichtheit der Verbindung gefährdet ist.
Schließlich ist auch eine Muffenrohrverbindung bekannt, bei welcher die dichtend und verbindend zusammenwirkenden Glieder aus flexiblem Material auf ihren einander zugewandten Umfangsflächen rundgewindeartig profiliert sind, so daß die Verbindung zusammengeschraubt werden muß, aber nicht einfach axial zusammengeschoben werden kann. Die Winkelbeweglichkeit der Rohre gegeneinander bei einer solchen Verbindung ist ebenfalls nur im Rahmen der Flexibilität des Materials der Glieder, also in nicht ausreichendem Ausmaße, gegeben.
Der Erfindung gemäß erhebt sich über die äußere Umfangsfläche des auf dem Einschubende angeordneten Dichtungsgliedes und über die innere Umfangsfläche des im Muffenende angeordneten Dichtungsgliedes je ein in einer Normalebene zur Rohrachse verlaufender Ringwulst an der jeweils dem Rohrende zugekehrten Seite der Dichtfläche des Dichtungsgliedes. Durch diese Formgebung der Umfangsflächen wird nach dem unter elastischer Verformung mindestens eines der Glieder erfolgenden axialen Ineinanderschieben der Rohrenden erreicht, daß jeweils der Ringwulst des einen Gliedes und die Dichtfläche des anderen Gliedes unter Spannung aufein-Muffenrohrverbindung
Anmelder:
The Robinson Clay Product Company,
Akron, Ohio (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. A. Kuhn, Patentanwalt,
Berlin-Dahlem, Wildpfad 3
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 26. April 1955
anderliegen und die Ringwülste verriegelnd hintereinandergreifen. Durch axialen Zug kann diese Verbindung jederzeit wieder gelöst werden.
Infolge der einfachen räumlichen Gestalt einer solchen Verbindung ist auch der technische Aufwand gering. Die neue Rohrverbindung weist trotzdem insgesamt erheblich bessere Eigenschaften auf als die bekannten. Die Verbindung kann axiale Zugkräfte in ausreichendem Maße aufnehmen. Sie ist weitgehend winkelbeweglich, läßt sich einfach zusammenfügen und beliebig häufig trennen, bietet eine gute Dichtungswirkung durch breite niederbelastete Dichtungszonen. Sie erfordert nicht eine besondere Gestaltung des Einsteckrohres oder der Muffe. Durch Aufformung der Dichtungsringe an den Rohren in genauen Formen gewährleistet sie unabhängig von Formabweichungen der Rohre ein zuverlässiges Abdichten. Sie vereinigt also bei geringem Aufwand eine erhebliche Anzahl Vorteile, von denen einige höchstens einzeln an bekannten Rohrverbindungen auftraten.
Ein besonderer Vorteil besteht auch darin, daß beim Zusammenfügen der Rohrverbindung der größte Widerstand während des eisten Teiles der Montage auftritt. Ist dieser überwunden, so rutschen die Rohre ohne Widerstand in die verriegelte Stellung. Dadurch ist dem Verbindenden erkennbar, daß eine einwandfreie Verbindung eingetreten ist. Ein Lösen der Verbindung ist durch Ausübung eines kräftigen, axial gerichteten Zuges ohne weiteres möglich, ohne Zerstörung der Verbindungs- und Dichtungsglieder, so daß sie später wieder zusammengesetzt werden können, wobei wieder eine selbsttätige Verriegelung und Dichtung auftritt.
Besonders vorteilhaft ist, daß die der Erfindung entsprechende Gestaltung der Glieder zwei ringförmige, in axialer Richtung nebeneinanderliegende Dichtzonen er-
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3 4
gibt, die eine doppelte Sicherung gegen Leckwerden vergossen werden. Es ist flüssig genug, um die Form
bilden. genau auszufüllen. Bei der Anwendung von Wärme im
Andere Vorteile und Zwecke der Erfindung werden aus Bereich von 120 bis 2200C schmilzt die Masse und wird
den Zeichnungen und der Beschreibung hervorgehen, die dann zu einer festen Masse, welche nach dem Abkühlen
ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel zeigen. 5 zäh flexibel ist und elastische Eigenschaften besitzt.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Muffenver- Einige typische Zusammensetzungen, die sich zur Herbindung zweier Rohre, die mit den dichtend und verbin- stellung von Polyvinylchloridplastisol eignen, sind dend zusammenwirkenden Gliedern versehen sind; folgende:
Fig. 2 ist ein vergrößerter Teilschnitt der oberen Hälfte Gewichts-
von Fig. 1, wobei die Glieder so zueinander stehen, daß io teile
sie durch axialen Schub zusammengefügt werden können; ^. Polyvinylchloridpulver 100
Fig. 3 ist ein Teilschnitt ähnlich Fig. 2, jedoch sind die Bariumsulfat (BaSO4) (lOO-Maschen-Feinh'eit) 55
Rohre in zusammengefügter Stellung gezeigt; die koaxiale Aromatisches Kohlenwasserstoff kondensat.. 29
Lage der Rohre ist voll ausgezogen, während eine Winkel- Gemischtes Alkoholphthalat 30
abweichung der Rohre zueinander durch strichpunktierte 15 Dreibasisches Bleisulfat 3
Linien gezeigt ist; ß Polyvinylchloridpulver " " .. 100
__Fj6· 41S*.ei" Längsschnitt durch eine zusammengefugte Quarzsand = 150-Maschen-Feinheit 55
Muffenverbindung, bei der die Rohre von der koaxialen Aromatisches Kohlenwasserstoffkondensat.. 34
Lage abweichen. _ Di-2-äthylhexyl-Phthalat 35
Im Ausführungsbeispiel ist die Erfindung an Hand der 20 Bleitetraäthyl 5
Muffenverbindung zweier üblicher Abwasserrohre gezeigt. /- τ> 1 · 1 -Li -j 1 ' <m
Rohr 10 besitzt ein Einschubende 10« mit einer C Potyvinylchlondpulver 00
äußeren Oberfläche 10b von kreiszylindrischer Form und £.. . , -n/ " i -pül-ü Y+ 7n
eine Stirnfläche 10c, die im wesentlichen in einer Normal- ui-z-atnylüexyi-i-nttiaiat /U
ebene zur Rohrachse liegt. Das Rohr 11 weist ein Muffen- 35 ßieitetraatnyi ό
ende 11 α auf mit einer zylindrischen Innenfläche 11 δ und
eine Schulter lic, die im wesentlichen normal zur Rohr- Diese Zusammensetzungen sind passiv gegenüber den
achse liegt. verschiedensten Chemikalien, billig, flexibel und hoch
Zur Dichtung dienen zwei ringförmige Glieder 14, 15. elastisch. Sie können auch mit kleinen Formtoleranzen Mindestens eines der Glieder 14, 15 besteht aus flexiblem 30 vergossen werden, so daß sie für den Erfindungszweck Material. Als solches kann der allgemein als Polyvinyl- sehr geeignet sind.
chloridplastisol bekannte Stoff dienen. Ein Plastisol ist Der große Vorteil der obenerwähnten Polyvinylchlorideine Mischung von Harzen und Weichmachern, welches plastisole beim Gebrauch im Rahmen der Erfindung liegt durch die Anwendung von Wärme geformt werden kann. darin, daß sie ohne Druck unter Eigengewicht vergossen Zu dem Grundstoff Polyvinylchloridpulver von der 35 werden können, so daß sie direkt an die Oberfläche des Formel (CH2=CHCl)n werden als Weichmacher be- Einschubrohres bzw. an die Innenfläche des Muffenendes zeichnete Stoffe zugefügt, welche das Endprodukt flexibel angegossen werden können.
und hoch elastisch machen. Typische, für den Erfindungs- Zur Herstellung der dauernd mit den ihnen zugehörigen
zweck geeignete Weichmacher sind: Rohren 10 und 11 verbundenen Glieder 14 und 15 werden
Butyl-Benzyl-Phthalat.Cresyl-Phenyl-Phosphat.Alkyl- 40 die Rohroberflächen vorbehandelt und das flüssige Aryl-Phosphat, gemischtes Alkoholphthalat (im Durch- Material zwischen eine geeignete Form und die vorbeschnitt 8 Kohlenstoff atome), Di-2-äthylhexyl-Phthalat, handelte entsprechende Rohroberfläche eingegossen, so aromatisches Kohlenwasserstoffkondensat (unter letz- daß das Glied 14 von der äußeren Oberfläche 10 δ des terem soll eine Mischung von alkylatierten polycyclischen Einschubrohrendes und das Glied 15 von der Innenaromatischen Kohlenwasserstoffen verstanden werden, in 45 fläche 11 δ des Muffenrohrendes getragen wird. Die Glieder welchen 3- und 4-Ringveibände vorherrschen) oder sitzen nun fest an den Rohren. Die einander zugekehrten Methyl-Abietat. Diese Weichmacher lösen das pulver- Umfangsflächen der Glieder 14, 15 besitzen nach außen förmige Polyvinylchlorid zum Teil und geben dem Stoff bzw. innen gerichtete ringförmige Wülste 14 δ und 15 δ. eine halbflüssige Form mit einer Viskosität von 1000 bis Jeder dieser Ringwülste verläuft in einer Normalebene 10 000 cP. Kommt es auf die Erhaltung der Flexibilität 50 zur Rohrachse und ist symmetrisch konvex geformt, auch bei kaltem Wetter an, so verwendet man vorteilhaft Er besitzt einen konstanten Krümmungsradius, um die Weichmacher wie etwa Dioctyl-Adipat, Dioctyl-Sabecat Zusammenfügung der Verbindung zu erleichtern und im und Dioctyl-Oleat, da deren Durometerhärte bei niedriger Bedarfsfall das Trennen derselben zu ermöglichen sowie Temperatur nicht zu weit ansteigt. Damit diese die Winkelbeweglichkeit der Rohre zueinander zu ge-Mischung für wirtschaftliche Zwecke verbilligt werden 55 währleisten. Wie Fig. 2 zeigt, liegen die Ringwülste 14ö, kann, ist es vorteilhaft, Füllstoffe zuzusetzen, wie bei- 15 δ an den Seiten der Glieder 14 und 15, die beim Zuspielsweise feingemahlenen Quarz (150-Maschen-Feinheit), sammenfügen der Rohrverbindung zuerst miteinander in Bariumsulfat, Koks, Kalziumkarbonat, Stärke, Ton oder Berührung kommen. Der nach innen ragende Ringthixotropischen Ton. wulst 15δ ist erheblich weiter von der Schulter lic des
Um die obengenannte Mischung hitzefest zu machen, 60 Muffenendes entfernt als der nach außen ragende Ringkönnen folgende Stoffe als Wärmestabilisatoren benutzt wulst 14 δ von der Stirnfläche 10 c des Einschubendes, werden: Bleistearat, Bariumkadmiumverbindungen.Zinn- Die Ringwülste 14 δ, 15 δ sind so bemessen, daß sie sich
kadmiumverbindungen, zweibasisches Bleiphosphat, nach dem Zusammenschieben der Rohrenden kompriwasserstoffhaltiges dreibasisches Bleisulfat, Bleitetra- mieren und damit eine gute Abdichtung und eine sichere äthyl, verschiedene andere bleihaltige Verbindungen 65 Verriegelung gegen axiale Trennkräfte gewährleisten, sowie in der Industrie allgemein bekannte organische Bei dem Zusammenschieben erfolgt vorübergehend ein Verbindungen, die Zinn, Barium, Kadmium und Zink stärkeres Zusammendrücken. Das Maß desselben muß allein oder in Verbindung enthalten. sorgfältig festgelegt werden, damit nicht nur die Ver-
Das obenerwähnte flüssige Plastisol kann dann in liegelungswirkung, sondern auch die Möglichkeit des offenen stehenden Formen ohne Anwendung von Druck 70 Zusammenfügens unter allen Bedingungen gewährleistet
5 6
ist. Da das Plastisol thermoplastisch ist, ist sein Ver- +100C), wenn das Plastisol härter wird, andernfalls wäre formungswiderstand temperaturabhängig. Die Größe der ein erheblich größerer Druck notwendig, um die Vergegenseitigen Verdrängung muß so gewählt werden, daß bindung zusammenzufügen.
die Verriegelungswirkung auch bei hoher Temperatur Besonders bei fluchtender Rohrlage ist die Verbindung noch ausreicht, bei der sie am geringsten ist, und daß die 5 so gut, daß ein sehr erheblicher Zug erforderlich ist, um Zusammenfügung auch bei niedrigen Temperaturen die Verbindung zu lösen. Wenn die Trennung zu Remöglich ist, bei welchen der Verformungswiderstand am paraturzwecken oder zum Auswechseln eines Rohres größten ist. erfolgen soll, kann sie dadurch erleichtert werden, daß Die Abdichtung der Rohrverbindung gegen Leck- man die Rohre so weit aus der Flucht verschwenkt, daß werden im in Fig. 3 gezeigten zusammengefügten Zu- io die Verbindung zum Teil gelöst ist, und dann die Verstand ist ebenfalls gewährleistet. An die Ringwülste 14 δ, bindung auseinanderzieht. Das glatte Profil der ring-15 δ schließen sich zylindrisch gestaltete Dichtflächen 14c förmigen Dichtflächen 14a und 15 a erlaubt eine Trennung bzw. 15 c an. ohne Zerstörung der Verbindungsglieder 14, 15, so daß sie
Die zylindrischen Dichtflächen und die mit ihnen (in bei Wiederbenutzung sicher verriegeln und dichten, der in Fig. 3 gezeigten zusammengefügten Stellung) 15 Die Glieder 14,15 können auch getrennt vom entdichtend zusammenwirkenden Ringwülste komprimieren sprechenden Rohr gegossen werden und mit Klebstoff sich ebenfalls. Das Zusammenschieben der Rohre aus der dann an diesem befestigt werden.
in Fig. 2 gezeigten in die in Fig. 3 gezeigte Stellung ist Eines der Glieder 14, 15 könnte aus starrem Material leicht durchzuführen. Die Enden der Ringwülste 14ö und bestehen. Schließlich könnte auch jeweils ein Teil des 15 δ bilden dabei Führungskegel. Der Durchmesser des 20 einzelnen Verbindungsgliedes starr und ein anderer Teil Ringwulstendes ist entsprechend klein gehalten. Das elastisch sein. Die starren Teile oder Glieder könnten als glatte, konvexe, einheitlich und symmetrisch gekrümmte Bestandteile der entsprechenden Rohre hergestellt werden. Profil der Ringwülste 140 und 156 sowie die kreis- Die Glieder könnten auch aus zwei getrennten, axial zylindrische Form der Lichtflächen 14 c, 15 c erlauben ein nebeneinanderliegenden Elementen mit einem dazwischen leichtes Zusammenschieben unter Ausübung eines axialen 25 befindlichen Spalt bestehen. Ein Teil bildet dann den Schubes. Der auftretende Widerstand kann durch Ringwulst 14 δ und der andere die Dichtfläche 14 c. Schmieren der einander zugekehrten Umfangsflächen der Für die Verbindung von normalen 4"-Rohren sind Glieder 14,15 mit Öl oder Wasser gemindert werden. Beim ungefähr folgende Abmessungen vorteilhaft: Bewegen der flexiblen Ringwülste übereinander und auf Der Zwischenraum 17 besitzt eine axiale Länge von den zylindrischen Lichtflächen entfernen sie alle Fremd- 30 6,35 mm; die Radien des Profils der Ringwülste 14δ, 15δ körper von den Flächen, die die Dichtwirkung stören betragen 9,52 mm. Der äußerste Durchmesser des Ringkönnten, wie etwa Kies, Schlamm, Schlacke u. dgl. Der wulstes 14 δ beträgt 153 mm, der Durchmesser der größte Widerstand tritt auf, wenn die Ringwülste bei Fläche 14 c 149,8 mm. Der Wulst 15 δ des Gliedes 15 hat Beginn des axialen Zusammenschiebens übereinander- einen geringsten Durchmesser von 145,8 mm, seine gleiten. Haben die Ringwülste einander passiert, so fällt 35 Fläche 15c einen Durchmesser von 148,8 mm; jedes Glied der Widerstand ab, und die Verbindung gleitet in ihre besitzt eine axiale Länge von etwa 25,4 mm. Die Durchverriegelte Lage und zeigt so dem Arbeiter an, daß eine messer der Rohraußen- bzw. Innenflächen 10 ό und 11 ö gute Verbindung zustande gekommen ist. betragen etwa 140 bzw. 159 mm.
Die der Erfindung entsprechende Rohrverbindung ver- Das bevorzugte Material (weiter oben als Mischung B riegelt und dichtet, und zwar auch bei nicht fluchtender 40 bezeichnet), aus dem die Glieder 14 und 15 hergestellt Stellung der Rohre. Liegen die Rohre, wie in Fig. 3 mit sind, besitzt eine Durometerhärte von ungefähr 45 bei voll ausgezogenen Linien gezeigt, in einer Flucht, so hat 27° C und 60 bei 00C, eine Mindestzugfestigkeit von die Stirnfläche 10 c des Einschaubendes einen gewissen 21 kg/cm2 und eine Mindestdehnung von 100 % bei Zugaxialen Abstand von der Schulter 11 c in dem Muffenende. belastung. Aus diesen Abmessungen folgt, daß einmal der Werden die Rohre 10, 11 aus der koaxialen Flucht in die 45 größte Außendurchmesser des Ringwulstes auf dem am in Fig. 4 oder mit strichpunktierten Linien in Fig. 3 Einschubende befestigten Glied um 7,2 mm größer ist als gezeigte Stellung geschwenkt, so kommt die Stirnfläche der kleinste Innendurchmesser des Ringwulstes auf dem 10c oben mit der Schulter lic in Berührung. Bei weiterem im Muffenende befestigten Glied und zum anderen der Verschwenken verschwenkt das Rohr 10 um diese Be- größte Außendurchmesser des Ringwulstes auf dem am rührungsstelle. Auch in dieser Stellung besteht noch eine 50 Einschubende befestigten Glied um 4 mm größer ist als doppelte Dichtwirkung, und die Rohrverbindung ist noch der Innendurchmesser der Dichtfläche auf dem am sicher verriegelt. Muffenende befestigten Glied, so daß eine Zusammen-
Ein ringförmiger Zwischenraum 17 zwischen dem Glied drückung oder Verformung von 27,3% 15 und der Schulter 11 c des Muffenendes entsteht durch
Einlegen einer Einlage entsprechender Dicke zwischen 55 ( ' _ 27 3 °/ \
Schulter lic und die zum Gießen des Gliedes 15 dienende \(159 —145,8) + (153 — 140) ' / Form. Das Rohr 11 steht dabei senkrecht, so daß die
Schulter 11 c waagerecht liegt. Die Zwischenlage besteht entsteht, wenn die Ringwülste 14 δ, 15 δ übereinanderaus wärmebeständigem Material, z. B. Schwammgummi, gleiten, um die sichere Verriegelungswirkung und den Schaumgummi, Silicon oder ähnlichem. Wenn das 60 Widerstand gegen Trennung zu erzeugen. Zwischen den Plastisol in die Form gegossen und das Glied 15 erhärtet in Fig. 3 gezeigten, zum sicheren Dichten zusammenist, kann die Form entfernt und die Zwischenlage heraus- wirkenden Flächen entsteht eine Zusammendrückung von gezogen werden, so daß der Zwischenraum 17 frei ist. 17,6%.
Der Zwischenraum 17 erlaubt ein leichteres Verschwenken Der Radius des Wulstprofils von 9,52 mm und die
der Rohre und läßt eine axiale Verdrängung des Materials 65 Durchmesserdifferenz von 4 bzw. 7,2 mm sind auch
der Glieder 14 und 15 zu, wenn es beim Zusammen- anwendbar bei 6"- und 8"-Rohren.
schieben der Rohre axial zusammengedrückt wird, so Es sind mit Erfolg auch Versuche durchgeführt worden
daß die Verbindung leichter in die in Fig. 3 gezeigte mit Rohren, bei denen die Profile der Ringwülste 14 δ, 15 δ
zusammengefügte Stellung kommt. Diese letzte Eigen- Krümmungsradien von über 9,52 bis 41 mm hatten. Ein
schaft ist besonders wichtig bei kälterem Wetter (—1 bis 70 Radius von 9,52 mm wird vorgezogen, da er eine geringere
Gesamtverbindungslänge der Glieder 14, 15 in dem in Fig. 3 gezeigten zusammengefügten Zustand zuläßt. Er verbürgt weiter nicht nur eine größere Verriegelungswirkung der Verbindung durch das steilere Ansteigen der Ringwulstseiten, sondern auch einen größeren Dichtdruck und stärkere Verdrängungen, da die Seiten der Ringwülste 14 δ, 15δ steiler zu ihrem höchsten Punkt ansteigen.
Weiter sind Versuche durchgeführt worden, bei denen die Durchmesserdifferenz der Ringwülste sich über einen Bereich von 6,35 bis 9,16 mm erstreckten. Das ist der praktisch mögliche Bereich für brauchbare Verbindungen, denn bei 6,35 mm ist die Verriegelungsfähigkeit bei 21 bis 27° C auf eine kaum unterschreitbare Höhe abgesunken, und bei 9,15 mm ist das Zusammenfügen der Verbindung bei — 1°C mit den in Frage kommenden Kräften beinahe unmöglich. Dieser Durchmesserdifferenz-Bereich entspricht einer Verformung des Plastisols von etwa 15 bis 35% beim Zusammenfügen und Lösen der Verbindung.
Die Durchmesserdifferenz der dichtend zusammenwirkenden Flächen der Glieder sind über einen Bereich von 2 bis 4,6 mm untersucht worden. Bei 2 mm ist die Dichtung und die Sicherheit gegen das Eindringen von Wurzeln gerade noch ausreichend für eine befriedigende Verbindung. Eine Durchmesserdifferenz von mehr als 4,6 mm wäre unvorteilhaft, da sie dann auf dem Betrag angelangt wäre, um den die Ringwülste zusammengedrückt werden. Das würde die Verriegelungswirkung verringern. Dieser Durchmesserdifferenz-Bereich entspricht einer Verformung des Plastisols von etwa 5 bis 25%.

Claims (8)

Patentansprüche: 35
1. Muffenrohrverbindung mit zwei dichtend und verbindend zusammenwirkenden Gliedern, von denen das eine auf der vorzugsweise glatten Außenseite des Einschubendes und das andere auf der vorzugsweise glatten Innenseite des Muffenendes der zu verbindenden Rohre vor deren axialem Zusammenschieben befestigt ist und deren einander zugekehrten Umfangsflächen auf ihrer gesamten Überdeckungslänge als in radialer Richtung gepreßte Dichtflächen zusammenwirken, wobei mindestens eines der Glieder mindestens zum Teil aus flexiblem Material besteht, dadurch gekennzeichnet, daß sich über die äußere Umfangsfläche des auf dem Einschubende (10 a) angeordneten Gliedes (14) und über die innere Umfangsfläche des im Muffenende (11«) angeordneten Gliedes (15) je ein in einer Normalebene zur Rohrachse verlaufender Ringwulst (14δ, 15δ) an der jeweils dem Rohrende zugekehrten Seite der zylindrischen Dichtfläche (14 c, 15 c) des Gliedes (14,15) erhebt, wobei nach dem unter elastischer Verformung mindestens des einen Gliedes erfolgenden axialen Ineinanderschieben der Rohrenden jeweils der Ringwulst des einen Gliedes und die Dichtfläche des anderen Gliedes unter Spannung aufeinanderliegen und die Ringwülste verriegelnd hintereinandergreifen, die Verbindung durch axialen Zug aber jederzeit wieder gelöst werden kann.
2. Muffenrohrverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringwülste (14 δ, 15 δ) ein symmetrisches, konvexes Profil mit konstantem Krümmungsradius besitzen.
3. Muffenrohrverbindung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtflächen (14 c, 15 c) der ringförmigen Glieder (14, 15) als kreiszylindrische Flächen ausgebildet sind.
4. Muffenrohrverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der nach innen ragende Ringwulst (15 δ) des im Muffenende angeordneten ringförmigen Gliedes (15) von der Schulter (lic), mit der das zur Muffe (11«) erweiterte Rohrende in das Rohr übergeht, einen wesentlich größeren Abstand hat als der nach außen ragende Ringwulst (14 δ) des auf dem Einschubende (10«) angebrachten ringförmigen Gliedes (14) von der Stirnfläche (10 c) des Einschubrohrendes.
5. Muffenrohrverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Material für die ringförmigen Glieder (14, 15) ein Polyvinylchloridplastisol mit einer Mindestzugfestigkeit von 21 kg/cm2 und einer Mindestdehnung von 100% bei Zuglast ist, welches aus einer Mischung von Polyvinylchlorid und einem Weichmacher sowie feinverteiltem Füllstoff und einem Wärmestabilisator besteht.
6. Muffenrohrverbindung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß beide ringförmigen Glieder (14, 15) aus flexiblem Material bestehen.
7. Muffenrohrverbindung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das flexible Material der Ringwülste (14 δ, 15 δ) um etwa 15 bis 35% beim Zusammenfügen der Rohre in radialer Richtung zusammengedrückt wird und daß das flexible Material der Dichtflächen (14 c, 15 c) bei zusammengefügter Verbindung um etwa 5 bis 25 % in radialer Richtung zusammengedrückt ist.
8. Muffenrohrverbindung nach einem der Ansprücheo und 7, dadurch gekennzeichnet, daß beide ringförmigen Glieder (14, 15) unmittelbar an bzw. in die entsprechenden Rohrenden (10 a, 11«) so an- bzw. eingegossen sind, daß normal zu den Rohrachsen verlaufende Schnitte die zusammenwirkenden Umfangsflächen der ringförmigen Glieder (14, 15) auf im wesentlichen konzentrischen Kreisen schneiden, unabhängig von Unregelmäßigkeiten der Durchmesser der Rohrenden.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 897 638; britische Patentschrift Nr. 734 385; USA.-Patentschriften Nr. 2 517 778, 2 285 046, 271 936, 1 979 470, 515 627.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 629/245 10.
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