DE1092465B - Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen

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DE1092465B
DE1092465B DEN16713A DEN0016713A DE1092465B DE 1092465 B DE1092465 B DE 1092465B DE N16713 A DEN16713 A DE N16713A DE N0016713 A DEN0016713 A DE N0016713A DE 1092465 B DE1092465 B DE 1092465B
Authority
DE
Germany
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oxidizing agent
halodiphenyl
sulfones
sulfohalide
nitric acid
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Pending
Application number
DEN16713A
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English (en)
Inventor
Cornelis Johannes Schoot
Cornelis Marinus Eduard Baans
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Koninklijke Philips NV
Original Assignee
Philips Gloeilampenfabrieken NV
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C317/00Sulfones; Sulfoxides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen durch Reaktion von technisch rohen Halogenbenzolsulfohalogeniden mit Benzol, das durch ein oder mehrere Halogenatome substituiert sein kann, in Anwesenheit eines Kondensationsmittels.
  • Es ist bekannt, Diphenylsulfone durch Reaktion von Benzolsulfohalogenid und Benzol oder einem Abkömmling desselben in Anwesenheit eines Kondensationsmittels, z. B. Aluminiumchlorid oder Ferrichlorid, herzustellen.
  • Ferner ist bekannt, Halogendiphenylsulfone durch die sogenannte >) Friedel-Craftsa-Reaktion herzustellen. Es wird in der niederländischen Patentschrift 81359 die Herstellung von 2,4,5,4'-Tetrachlordiphenylsulfon aus 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorid und Monochlorbenzol in Anwesenheit von Aluminiumchlorid beschrieben.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die Ausbeute an Halogendiphenylsulfon bei Verwendung von technisch rohen Sulfohalogeniden verhältnismäßig große Schwankungen aufweisen kann. Diese Schwankungen sind wahrscheinlich auf den Einfluß von Nebenprodukten zurückzuführen, die bei der Herstellung von Halogenbenzolsulfohalogenid in geringem Ausmaß neben diesem Halogenid entstehen.
  • Diese Nebenprodukte sind vermutlich schwefelhaltige Verbindungen, in denen Schwefel in zwei-oder vierwertiger Form vorkommt, die wahrscheinlich eine mit der Halogendiphenylsulfonbildung rivalisierende Reaktion, d. h. die Bildung von Sulfinsäure, beschleunigen.
  • Je mehr das Sulfohalogenid solche schwefelhaltigen Verbindungen enthält, um so mehr Sulfinsäure und um so weniger Halogendiphenylsulfon wird gebildet werden.
  • Es wurde gefunden, daß die erwähnten Schwankungen in der Ausbeute an Sulfon durch Behandlung des Halogenbenzolsulfohalogenids mit einem Oxydationsmittel behoben werden können und daß dabei eine Ausbeute an Sulfon erzielt werden kann, die ganz oder nahezu gleich der hohen Ausbeute an Sulfon ist, die mit reinen Halogenbenzolsulfohalogeniden erzielbar ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen durch Reaktion von technisch rohen Halogenbenzolsulfohalogeniden mit Benzol, das durch ein oder mehrere Halogenatome substituiert sein kann, in Anwesenheit eines Kondensationsmittels, z. B.
  • Aluminiumchlorids, ist dadurch gekennzeichnet, daß das Halogenbenzolsulfohalogenid vor oder während der Reaktion mit einem Oxydationsmittel behandelt wird.
  • Als Oxydationsmittel sind verschiedene Oxydationsmittel anwendbar, z. B. Salpetersäure und Salze derselben, Ferrisalze, z. B. Ferrichlorid, Chlorate, Chromate und Bichromate, feinverteilter Braunstein, AIanganate und Permanganate, Wasserstoffperoxyd und organische Peroxyde, z. B. Ätherperoxyde.
  • Es hat sich gezeigt, daß insbesondere Salpetersäure und Nitrate sehr gute Resultate liefern.
  • Salpetersäure ist in praktisch jeder Konzentration anwendbar. Bei der Anwendung verdünnter Salpetersäure (5 bis 30 Gewichtsprozent) ist es vorteilhaft, mehr Aluminiumchlorid bei der Kondensationsreaktion zu verwenden, da das in der Salpetersäure vorhandene Wasser einen Teil des Chlorids inaktiviert. Bei Anwendung von etwa 60gewichtsprozentiger Salpetersäure oder stärkerer kann eine Nitrierung des Benzolrings eintreten.
  • Man verwendet vorzugsweise etwa 50gewichtsprozentige Salpetersäure.
  • Die für das Verfahren nach der Erfindung anwendbaren Oxydationsmittel lösen sich häufig nicht oder kaum in dem zu behandelnden Halogenbenzolsulfohalogenid.
  • Die Menge anzuwendender Oxydationsmittel ist abhängig von der Verunreinigung des anzuwendenden Halogenbenzolsulfohalogenids ; es wird vorzugsweise eine Menge Oxydationsmittel verwendet, die 0,002 bis 0,2, und besonders die, welche 0,02 bis 0, 1 Grammäquivalent Sauerstoff pro Grammolekül zu behandelnden Sulfohalogenids liefern kann.
  • Es hat sich gezeigt, daß die Behandlung des Halogenbenzolsulfohalogenids mit einem Oxydationsmittel vorteilhaft einige Zeit, z. B. mindestens 5 Minuten, vor dem Zusammenfügen dieses Sulfohalogenids mit den anderen Reaktionsteilnehmern durchgeführt werden kann.
  • Die Behandlung des Halogenbenzolsulfohalogenids mit einem Oxydationsmittel wird vorzugsweise mit flüssigem Sulfohalogenid bei einer Temperatur zwischen etwa 70 und 100°C durchgeführt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung hat sich als besonders geeignet erwiesen zur Herstellung von Polychlordiphenylsulfonen aus 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorid und Benzol und besonders Monochlorbenzol in Anwesenheit von Aluminiumchlorid als Kondensationsmittel.
  • In diesen Fällen haben sich unter anderem als Oxydationsmittel als sehr gut geeignet erwiesen Salpetersäure und Nitrate. Für die praktische Anwendung eignen sich insbesondere die Nitrate und vor allem Natriumnitrat.
  • Die erfindungsgemäße Behandlung von Halogenbenzolsulfohalogeniden kann sowohl bei diskontinuierlichen wie auch bei kontinuierlichen Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfon durchgeführt werden.
  • Die Erfindung wird an Hand der nachfolgenden Beispiele erläutert.
  • 2,4,5,4'-Tetrachlordiphenylsulfon wurde dadurch hergestellt, daß jeweils 56 g eines technisch rohen 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorids (Schmelzpunkt 65,5°C) bei einer Temperatur von 90 bis 95° C mit 37 g Aluminiumchlorid gemischt, bei der gleichen Temperatur 40 ccm Monochlorbenzol unter Rühren zugesetzt und das Gemisch darauf während 3 bis 5 Minuten auf eine Temperatur von 125 bis 130° C erhitzt wurde. Nach etwa 15 Minuten wurde das entstandene Sulfon auf übliche Weise isoliert, indem das Reaktionsgemisch in Wasser ausgegossen wurde, das durch Zersetzung des Komplexes aus Sulfon und Aluminiumchlorid abgeschiedene Aluminiumhydroxyd durch Zusatz von Salzsäure gelöst und das zurückbleibende Sulfon abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet wurde.
  • Die Versuche wurden mit unbehandeltem Sulfochlorid und mit Sulfochlorid durchgeführt, das mit den in der nachstehenden Tabelle angegebenen Mengen und Arten von Oxydationsmitteln behandelt worden war. Die Behandlung mit Oxydationsmittel erfolgte dadurch, daß es bei etwa 95° C während 5 Minuten mit dem Sulfochlorid gerührt wurde. Nach dieser Behandlung wurde das Sulfochlorid direkt zur Herstellung des Sulfons verwendet.
  • Etwaiges nicht gebrauchtes Oxydationsmittel wurde nicht vorher entfernt.
  • In der Tabelle sind die Ausbeuten an 2,4,5,4'-Tetrachlordiphenylsulfon angegeben, bezogen auf die angewandte Menge an 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorid. Die Mengen Oxydationsmittel sind in Gewichtsprozent wasserfreier Verbindung, bezogen auf die verwendete Menge an 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorid, angegeben.
  • Es sei bemerkt, daß, wenn Aluminiumchlorid als Kondensationsmittel verwendet wird, eine geringe Menge Wasser, vorzugsweise 0,2 bis 2 Gewichtsprozent, auf Basis des Aluminiumchlorids berechnet, das in dem Reaktionsgemisch zur Sulfonherstellung vorhanden ist, die Ausbeute an Sulfon fördert. Ein besonders gut geeignetes Verfahren zum Zusetzen des Wassers besteht darin, daß feuchte Luft durch das Gemisch von Halogenbenzolsulfochlorid und Aluminiumchlorid oder durch feinverteiltes Aluminiumchlorid geführt wird.
  • Für die nach dem erfindungsmäßigen Verfahren hergestellten Halogendiphenylsulfone gibt es verschiedene Verwendungsmöglichkeiten, z. B. als Akaricide, Insekticide und Weichmacher.
    Oxydationsmittel Angewandte Menge
    0 I 1, 5 1, 0 0, 5 0, 3 0, 2 0, 02 0, 01
    Salpetersäure(50 50 81 81 8I-82-67
    Natriumnitrat 50 78 77--78-64
    Kaliumnitrat 50-77-----
    Ammoniumnitrat 50-77-----
    Bariumnitrat 50-78-----
    Bleinitrat 50-78-----
    Kaliumchlorat 50-74-----
    Kaliumchromat 50-74-----
    Kaliumbichromat 50-70-----
    Ka. 50-66-----
    Mangandioxyd 50-59-----
    Wasserstoffperoxyd (30 °/0 Lösung) 53---60---
    Ferrichlorid 50-67-----
    (50-58-----

Claims (6)

  1. PATENTANSPRUCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen durch Reaktion von technisch rohem, reduzierende Bestandteile enthaltendes Halogenbenzolsulfohalogenid mit Benzol, das durch ein oder mehrere Halogenatome substituiert sein kann, in Anwesenheit eines Kondensationsmittels, dadurch gekennzeichnet, daß das Halogenbenzolsulfohalogenid vor oder während der Reaktion mit einem Oxydationsmittel behandelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxydationsmittel Salpetersäure oder ein Salz derselben verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Oxydationsmittel ein Chlorat, ein Chromat oder ein Bichromat verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß 40-bis 60-, vorzugsweise 50gewichtsprozentige Salpetersäure verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine Menge Oxydationsmittel verwendet wird, die 0,002 bis 0,2, vorzugsweise 0,02 bis 0,1 Grammäquivalent Sauerstoff pro Grammmolekül des zu behandelnden Halogenbenzolsulfohalogenids liefern kann.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß 2,4,5-Trichlorbenzolsulfochlorid mit Monochlorbenzol in Anwesenheit von Aluminiumchlorid umgesetzt wird.
    In Betracht gezogene Druckschriften : Deutsche Patentschrift Nr. 701 954 ; Houb en-Weyl, Die Methoden der organischen Chemie, Bd. IX, 1955, S. 241 ; Suter, The organic chemistry of Sulfur, Auflage 1948, S. 673/674 und Tabelle VI auf S. 675.
DEN16713A 1958-05-17 1959-05-13 Verfahren zur Herstellung von Halogendiphenylsulfonen Pending DE1092465B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE701954C (de) * 1938-07-24 1941-01-27 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung aromatischer Sulfone

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE701954C (de) * 1938-07-24 1941-01-27 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung aromatischer Sulfone

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