DE1093690B - Rueckstossmotor fuer Wasserfahrzeuge - Google Patents

Rueckstossmotor fuer Wasserfahrzeuge

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DE1093690B
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valve
thrust tube
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spark
tube
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DER24064A
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English (en)
Inventor
Dipl-Ing Miklos V Kemenczky
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Paul Ruck & Miklos V Kemenczky
Original Assignee
Paul Ruck & Miklos V Kemenczky
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H11/00Marine propulsion by water jets
    • B63H11/12Marine propulsion by water jets the propulsive medium being steam or other gas

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Rückstoßmotor für Wasserfahrzeuge Die Erfindung betrifft den Bootsantrieb mit Hilfe eines Rückstoßmotors, bei dem in einer Verbrennungskammer eingesaugte Füllungen eines Gemisches aus Luft und einem leicht und schnell explosiven Treibstoff in einander folgenden Explosionen entzündet und die Verbrennungsgase durch eine einseitig wirkende Rückschlagklappe in ein Schubrohr eingelassen werden, welches eine durch ein Rückschlagventil überwachte Wassereinlaßöffnung sowie eine Ausstoßöffnung besitzt, und bei dem die Verbrennungsgase die im Schubrohr befindliche Wassersäule wie einen Kolben ausstoßen.
  • Die bisher bekanntgewordenen Rückstoßmotoren dieser Gattung erreichen nur mangelhafte Leistung, da die erzielte Kompression ungenügend und das Einlassen sowie Ausstoßen des Wassers aus dem Schubrohr mit zu starken Widerständen belastet ist. Bei einem bekannten Rückstoßmotor dieser Art verläuft die Verbrennungskammer von der Zündstelle aus unmittelbar zu der durch eine Rückschlagklappe überwachten Einmündung in das Schubrohr, und dieses ist an seinem Vorderende mit einem als Rückschlagventil wirkenden Klappenaggregat ausgerüstet, welches dem Schubrohr einen außerordentlich hohen Frontwiderstand gibt. Denn Idas genannte Aggregat besteht aus zahlreichen langen Lamellen, die einen erheblichen Reibungswiderstand längs der ganzen Durchströmlänge bieten und auf Grund ihrer Bauart auch nicht das für das einwandfreie Arbeiten eines solchen pulsierenden Antriebes erforderliche schnelle Verschließen und Wiederöffnen gewährleisten.
  • Andere bekannte Rückstoßmotoren für Wasserfahrzeuge erfordern zu ihrem Betrieb einen Kompressor, sind also schon aus diesem Grunde für ein leichtes, ohne bewegte angetriebene Teile arbeitendes selbständiges Gerät nicht geeignet. Ebensowenig wird die Forderung der Handlichkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllt durch Rückstoßmotoren, die nach dem Venturiprinzip im Ausströmraum arbeiten und an der Einlaßseite des Schubrohres überhaupt kein Ventil besitzen. Denn die Rückstoßmotoren dieser Art, die außerdem zum Start Fremdantrieb erfordern, arbeiten nur mit schlechtem Wirkungsgrad. Entsprechendes gilt infolge des praktischen Fehlens jeder Kompression im Verbrennungsraum auch für einen weiteren bekannten Rückstoßantrieb für Wasserfahrzeuge, bei dem ein rohrförmiger Arbeitsraum in seinem oberen Teil eine Verbrennungskammer bildet, während der untere, sich unmittelbar an den Verbrennungsraum anschließende Rohrteil eine durch e.in Klappenventil überwachte Wassereinlaßöffnung besitzt und hinten zum Ausstoß des Wassers offen ist. Schon diese Art des Wassereinlasses gestattet günstigstenfalls eine ganz langsame Explosionsfolge und hat sich deshalb auch nicht bewährt. Ähnliches gilt schließlich auch von einer nach dem Rückstoßprinzip arbeitenden Pumpe, -die auch als Schiffsantrieb verwendet werden kann. Bei diesem Gerät mündet die nur mit einer einen Teil des Kammerquerschnittes abdeckenden Prellplatte ausgerüstete Verbrennungskammer ohne Zwischenschaltung eines Rückschlagventils unmittelbar in ein Schubrohr, an dessen vorderem Ende ein den Wassereinl.aß überwachendes Klappenventil und an dessen hinterem Ende gleichfalls ein Ventil angebracht ist, welches das Ausstoßrohr gegen umgekehrt zuströmende Flüssigkeit absperren soll, wodurch jedoch fast alle Energie vernichtet wurde. Auch der Wirkungsgrad dieser Pumpe, jedenfalls soweit sie für den Bootsantrieb verwendet werden sollte, war .infolgedessen schlecht.
  • Die Erfindung beseitigt diese Mängel der bisher bekanntgewordenen, auf dem Rückstoßprinzip beruhenden Bootsantriebe dadurch, daß bei einem Motor der eingangs geschilderten Gattung erfindungsgemäß der Verbrennungsraum in mindestens zwei voneinander durch Rückschlagventile getrennte Kammern unterteilt ist und mit der letzten Kammer in eine Erweiterung des Schubrohres mündet, die, in Fahrtrichtung gesehen, hinter einer venturirohrartigen Verengung des Schubrohres liegt, und daß das Ventil, welches die Wassereinlaßöffnung des Schubrohres öffnet und schließt, als trägheitsarmes, schnell ansprechendes Rückschlagventil mit Absperrklappen ausgebildet ist, die als um radiale Achsen schwenkbar gelagerte Schaufeln von einer durch das durchströmende Wasser angetriebenen, frei umlaufenden Nabe nach Art eines Turbinenrades getragen sind. Ein in dieser Weise ausgestatteter Rückstoßmotor erzielt auch ohne Verwendung eines besonderen Kompressors eine gute Leistung. Zur Speisung des Motors können flüssige und gasförmige Treibstoffe dienen, die mit Luft hochgradig wirksame Explosivgemische bilden. Durch die geschilderte Unterteilung des Verbrennungsraumes wird eine zusätzliche gasdynamische Kompression und damit eine größere Leistung durch bessere Verbrennung erzielt. Eine derartige Verbesserung des Explosionsdruckes durch Unterteilung der Verbrennungskammer in mehrere durch Einschnürungen oder Tellerventile voneinander getrennte Abteilungen ist an sich bekannt. So hat man z. B. bei Pumpen für Heizgasförderung durch eine so gebildete Kette von Kammern eine Drucksteigerung auch bei solchen Explosionsgemischen erzielt, die in der ersten Kammer nicht vorkomprimiert waren. Auf Rückstoßmotoren für Bootsantrieb, bei denen zur Erzielung eines guten Wirkungsgrades eine Vorkompression unbedingt erforderlich ist, hat man dieses Prinzip bisher jedoch noch nicht angewandt. Seine Vorteile für das Sondergebiet der Bootsrückstoßmotoren können aber auch nur ausgenutzt werden, wenn man dafür sorgt, daß die erzielte Vorkompression sich nicht :im Auftreten starker Schläge und Erschütterungen erschöpft, wie es bei dem in Bewegung zu setzenden Rückstoßmedium, dem Wasser, sonst leicht geschehen würde; es muß vielmehr außerdem durch Anwendung eines trägheitsarmen Rückschlagventils an der E.inströmseite des Schubrohres erreicht werden, daß das Öffnen und Schließen der Wassereinlaßöffnung im Rhythmus der Explosionen so schnell und vollständig erfolgt, daß im Öffnungszustand das Wasser weitgehend reibungslos in das Schubrohr einströmt, so daß dort eine möglichst kontinuierliche Bewegung gesichert ist. Das wird erreicht durch das geschilderte, besonders trägheitsarme und schnell ansprechende turbinenradähnliche Rückschlagventil nach der Erfindung mit seinen um radiale Achsen drehbaren Absperrschaufeln. Ein derartiges Ventil ist bezüglich Verstellgeschw indigkeit, Abschlußvermögen und wirbelfreiem Durchlaß den bei Rückstoßmotoren der eingangs genannten Gattung verwendeten Lamellenventilen mit ihren langen, federnden Lamellen, die starke Durchflußverluste und Wirbelbildungen unvermeidlich machen, weit überlegen.
  • Für die Wirkungsweise des Rückstoßmotors nach der Erfindung ist schließlich auch wichtig, an welcher Stelle des mit dem genannten neuartigen Wassereinlaßventil ausgerüsteten Schubrohres die Einführung der Verbrennungsgase in das Schubrohr erfolgt.
  • Das Schubrohr weist hinter dem in seinem vorderen Teil angeordneten umlaufenden Rückschlagventil eine venturirohrartige Verengung auf, welcher sich dann eine Erweiterung anschließt. In diese Erweiterung mündet der Verbrennungsraum, wodurch eine schnelle und einwandfreie Bildung des zum Ansaugen der neuen Brennstoffgemischfüllung dienenden Vakuums bei jedem Explosionstakt gewährleistet wird.
  • Der genannten Erweiterung, in die die Explosionskammer, durch die Rückschlagklappe abgeschlossen, einmündet, schließt sich nach hinten dann derjenige Teil des Schubrohres an, ,in dem das Wasser seine Beschleunigung erhält und kolbenartig nach hinten ausgestoßen wird. Zweckmäßig wird dabei der hintere Ausstoßteil des Schubrohres mit einer als Expansionspuffer wirkenden Erweiterung ausgerüstet. Diese Erweiterung dient zum Dämpfender Stöße. Ihr ist nachgeschaltet ein drucksteigerndes Trompetenrohr, welches das Ende des Schubrohres bildet. Die Wassersäule und das sie treibende Verbrennungsgas werden in der Weise ausgestoßen, daß das Wasser wie ein Kolben wirkt. Das Ausstoßrohr ist zu diesem Zweck mit glatter Innenwandung versehen.
  • Das am - Wassereinlaßende des Schubrohres angebrachte Rückschlagventil in der geschilderten Ausführung nach Art eines frei umlaufenden Turbinenrades mit schwenkbaren Flügeln bzw. Schaufeln, die die Absperrklappen bilden, stellt eine neue Ventilart,dar, die nicht nur für Rückstoßmotoren der geschilderten Art verwendbar .ist, sondern mit Vorteil auch als Rückschlagventil in Leitungen und Pumpen aller Art verwendet werden kann, bei denen Flüssigkeiten, Dämpfe und Gase von einem fördernden Aggregat in einer Richtung bewegt werden sollen. Ein solches Ventil kann irn Prinzip überall angewandt werden, wo Rückstöße zu befürchten sind und wo schnell das Auftreten einer der normalen Strömungsrichtung entgegengerichteten Strömung verhindert werden muß, z. B. auch bei Bewetterungsflügelrädern u. dgl. Ein solches Rückschlagventil geringen Widerstandes gewährleistet in der einen Richtung ein glattes, praktisch reibungsloses Durchströmen des Mediums, durch welches seine Schaufeln verschwenkt werden. Entgegengesetzt der Strömungsrichtung bietet dagegen ein solches frei laufendes Ventilrad mit selbststeuernder Schaufelbewegung eine geschlossene, jeden Rückfluß sperrende Scheibe dar. Die als Schaufelflächen dienenden Klappflügel des Ventils stehen dabei gleichzeitig unter dem Einfluß der Wirkung der Zentrifugalkraft, die damit eine gewisse Richtwirkung ausübt. In der Schließstellung ges Ventils liegt nämlich der Schwerpunkt jedes Klappflügels weiter von der Rotationsachse (nicht von der Klappachse) entfernt als in der geöffneten Stellung. Bei Rotation dieses Drehventils wird die Masse der Klappflügel dem Einfluß der nach außen gerichteten Zentrifugalkraft ausgesetzt, die somit versucht, die Schwerpunkte der Flügel in die von der Rotationsachse am weitesten entfernte Lage, d. h. in die Schließstellung der Flügel, zu bringen. Ventilfedern sind nicht erforderlich.
  • Dieses fast trägheitslos schnell ansprechende Rückschlagventil vereinigt bei einfacher und raumsparender Bauart den Vorteil guter Abschlußwirkung im Gegenstromsinne mit dem Vorteil einer fast widerstandlosen Freigabe des Durchflusses im Strömungssinne. Die Umstellung von dem einen auf den anderen Betriebszustand erfolgt schnell und praktisch ohne Kraftverbrauch.
  • In der Anwendung auf den geschilderten Rückstoßmotor für Bootsantriebe bietet ein solches umlaufendes Rückschlagventil noch die Möglichkeit, die Klappenschaufeln an der Eintrittskante zuzuschärfen, um dadurch Wasserpflanzen u. dgl. durch 7erschneiden unschädlich zu machen.
  • Für die in der üblichen Weise mittels Zündkerze erfolgende Zündung des Treibstoffgemisches im Verbrennungsraum empfiehlt es sich, ein Zündgerät zu verwenden, welches auf die besonderen Bedingungen eingestellt ist, unter welchen Rückstoßmotoren der geschilderten Art beim Bootsantrieb arbeiten müssen. Dabei handelt es sich einmal um eine weitgehende Unempfindlichkeit gegen Nässe an der Zündkerze und im Verbrennungsraum, wie sie im Bootsbetrieb unvermeidlich ist. Und weiter handelt es sich um die Anpassung des Zündrhythmus an die besonderen Verhältnisse bei solchen kolbenlosen Pulsationsmotoren. Hierbei stehen keinerlei sich drehende oder hin- und herbewegende Teile zur Verfügung, die zur Steuerung der Zündfolge herangezogen werden könnten, und weiterhin werden die Zündkerzen solcher Motoren beim Stillstand verhältnismäßig naß, so daß also eine besonders starke und zuverlässige Zündeinrichtung vorgesehen sein muß. Beim Anlassen des Motors muß der erzeugte Zündfunken so stark sein, daß die Feuchtigkeit an der Zündkerze zerstäubt und das Verbrennungsgemisch gezündet wird. Beim Betrieb des Motors, wenn Wasser nicht in dem Maße an die Zündkerze herankommt wie beim Stillstand, können -die Funken dann entsprechend schwächer :sein; sie müssen aber andererseits je nach der dem Motor abgeforderten Leistung in schnellerer Folge hintereinander auftreten. Der Arbeitsrhythmus und die Leistung derartiger Motoren wird dabei allein durch die Anzahl der von der Zündeinrichtung selbst eingeleiteten Zündvorgänge gesteuert. Um diesen Forderungen gerecht zu werden und dadurch dem Rückstoßmotor ein besonders hohes, :unter allen Arbeitsbedingungen aufrechterhaltenes Maß an Zuverlässigkeit zu geben, ist es zweckmäßig, für die Zündung ein Gerät bereits vorgeschlagener Art zu verwenden, bei idem in an sich bekannter Weise zu den Klemmen einer Hochspannungsgleichstromquelle ein Hochspannungsladungskondensator sowie zwei hintereinanderliegende Funkenstrecken parallel geschaltet sind, deren eine bei Erreichen der Überschlagsspannung die Entladung des Kondensators herbeiführt und damit auch den Funkendurchgang an -der anderen, nämlich der Zündkerze, bewirkt, und bei dem für den kolbenlosen Rückstoß-Pulsationsmotor für Bootsantrieb nunmehr aber die Zündfunkenleistung (Strom mal Spannung) an der Zündkerze und die dieser umgekehrt proportionale, :die Motorleistung bestimmende Zündfunkenhäufigkeit durch Verstellen der der Zündkerze vorgeschalteten Hilfsfunkenstrecke geregelt wird.
  • Beim Anlaufenlassen des Motors, wenn .die Zündkerze noch naß ist, kann die an der Zündkerze wirksame Überschlagspannung durch Einstellen eines großen Abstandes an der Hilfsfunkenstrecke sehr hoch bemessen werden. Bei einer hohen Spannung ist auch die Aufladung des Zündkondensators vor dem Funkenüberschlag besonders hoch, und es wird auf diese Weise ein Funke erzeugt, der etwa vorhandene Feuchtigkeit zerstäubt und eine sichere Zündung gewährleistet.
  • Nach dem Anlassen, wenn die Verhältnisse im Explosionsraum für die Zündung günstiger geworden sind, kann die Energie des Zündfunkens kleiner sein. Der Abstand an der Hilfsfunkenstrecke wird also verringert, und der Überschlag erfolgt bei einer niedrigeren Spannung. Dadurch wird aber auch gleichzeitig die Aufladungszeit des Zündkondensators herabgesetzt, und die Anzahl der Zündungen in der Zeiteinheit wird erhöht, .d. h., der Motor läuft schneller, und seine Leistungsabgabe erhöht sich. Dadurch, daß die Energie des Zündfunkens den jeweiligen Verhältnissen angepaßt und also bei günstigen Verhältnissen entsprechend gesenkt werden kann, kann der Verbrauch der stromliefernden Akkumulatoren äußerst sparsam gehalten werden.
  • Der geschilderte, nach dem Rückstoßprinzip arbeitende Bootsmotor besitzt gegenüber den üblichen Kolbenmotoren diejenigen Vorteile, von denen auch die Rückstoßmotoren bei Luftfahrzeugen Gebrauch machen, nämlich geringes Gewicht, einfache Konstruktion und einfache Bedienbarkeit, so,daß der Motor als leicht transportables Gerät mit einfachsten Mitteln auf allen Booten anzubringen ist, insbesondere auch als Außenbordmotor.
  • Weitere Einzelheiten und Erfindungsmerkmale ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, das in der Zeichnung schematisch dargestellt ist. Dabei zeigt Abb. 1 ein Schnittbild durch einen Rückstoß-Bootsmotor nach der Erfindung in Längsschnitt, Abb. 2 einen Teilschnitt iin größerem Maßstab durch denjenigen Teil des Schubrohres, in welchem das frei umlaufende Rückschlagventil mit seinen schwenkbaren Schaufeln gelagert ist, Abb. 3,die Ansicht einer dieser Schaufeln des Ventils mit zugeschärfter Schneidkante, in Richtung der Klappachse gesehen, und Abb. 4 eine schematische Darstellung eines für den Rückstoß-Bootsmotor nach der Erfindung besonders geeigneten Zündgerätes.
  • Der Motor besteht in erster Linie aus einem Verbrennungsrauiri 1 und aus einem in seiner ganzen Ausdehnung unter dem Wasserspiegel liegenden Schubrohr 2, 3. Die Mündung 5 des Verbrennungsraumes in das Schabrohr ist durch ein Klappenventil 6 abgedeckt. Auf der dem Schubrohr entgegengesetzten Seite des Verbrennungsraumes ist dieser mit einer Anfahrpumpe 4 versehen. Der Verbrennungsraum ist in mehrere Kammern unterteilt zur Erzielung einer Vorkompression, durch die ein hoher Wirkungsgrad gewährleistet wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind es zwei Kammern 7 und 8, die durch ein Flatterventil 9 miteinander verbunden sind, welches sich .als Rückschlagventil in die Kammer 8 öffnet. In der Kammer 7 liegt das Tellerventil 10, durch welches das Treibstoffgemisch angesaugt wird. Zum Vergaser 11 strömt die Verbrennungsluft durch die Öffnungen 12 im Pumpengehäuse und durch den stillstehenden Kolben 13 der Handluftpumpe, so daß der Zylinder dieser Anlaßlufthandpumpe zugleich ein Teil des Einströmrohres für die Verbrennungsluft ist. Hinter dem Einlaßventil 10 liegt die Zündkerze 14, die .durch das obenerwähnte Zündgerät gesteuert wird.
  • Das in Abb. 4 schematisch dargestellte Zündgerät entnimmt Strom aus einer Batterie 34. Dieser wird durch einen Zerhacker 35 einem Zündtransformator 36 zugeführt und transformiert. Ein Kondensator Co dient zur Dämpfung des Primärkreises. Außer der Sekundärspule für .die Hochspannung des Zündtransformators 36 ist an diesen noch eine Heizspule für eine Hochspannungsgleichrichterröhre angeschlossen. Der durch die Röhre 37 gleichgerichtete und zerhackte Gleichstrom fließt in den Sammelkondensator Cl und wird durch einen veränderlichen Widerstand R1 in den Betriebskondensator C2 geführt. Vom Kondensator C2 bekommt ,die einstellbare Hilfsfunkenstrecke 38 die gewünschte Spannung. Wenn die Spannung des Kondensators C2 die Überschlagsspannung der Hilfsfunkenstrecke 38 erreicht hat, springt der Funke an dieser und gleichzeitig an der Zündkerze 14 über.
  • Die Zündkerze 14 .ist von einem stabilisierenden Widerstand R2 überbrückt, der bewirkt, daß vor der Funkenbildung der ganze Spannungsunterschied des Kondensators C2 an der Hilfsfunkenstrecke wirksam ist. Würde man die Überbrückung der Zündkerze 14 durch den Widerstand R2 fortlassen, .dann würde der Funkenüberschlag an der Hilfsfunkenstrecke 38 nicht allein durch den Abstand an der Hilfsfunkenstrecke, sondern auch durch die Verhältnisse an der Zündkerze (Feuchtigkeit, Ruß) beeinfiußt. Der mit den Zündkerzenelektroden parallel geschaltete Widerstand R2 ist so groß bemessen, daß beim Überspringen des Funkens an der Hilfsfunkenstrecke die Ladungsmenge des Kondensators C2 nicht sofort abgeführt werden kann und die Spannung des Konden- Bators C2 an den Zündkerzenelektroden auftritt, wodurch hier der leistungsstarke Funke entsteht. Dabei ist es nicht wichtig, ob der Zündkerzenelektrodenabstand richtig eingestellt ist, weil sogar eine durch Feuchtigkeit kurzgeschlossene Zündkerzenelektrode einwandfrei arbeitet, wobei die Feuchtigkeit beseitigt wird.
  • Die Hilfsfunkenstrecke 38 isst als einstellbares Drehkontaktpaar ausgebildet. Wie bereits oben ausgeführt, kann durch Verstellung des Abstandes der Kontakte 38, aber auch durch Veränderung des Widerstandes R1, die Impulsfrequenz einfach geregelt werden. Bei Verstellung des Kontaktabstandes an der Hilfsfunkenstrecke ändert sich aber auch in der dargestellten Weise die Leistung des .überspringenden Zündfunkens. Bei großem Kontaktabstand ist die Überschlagsspannung und folglich auch die Ladespannung des Zündkondensators C2 hoch, und dieser lädt sich in verhältnismäßig langer Zeit auf eine hohe Ladung (Kapazität mal Spannung) auf. Der Zündfunke springt also nur relativ selten, aber dann mit hoher Leistung über. Wird der Kontaktabstand an der Hilfsfunkenstrecke verkleinert, so sind Überschlags- und Ladespannung niedriger, die Aufladung geht schneller vor sich, und -die Zündung erfolgt verhältnismäßig oft. Es ist also durch Verstellung der Hilfsfunkenstrecke 38 möglich, je nach der Betriebsweise des Motors einen sehr intensiven oder einen häufiger auftretenden, aber stromsparenden Funken zu erzeugen und so die Leistungsabgabe des Motors allein von der Zündung her zu steuern. Beim Anfahren nach dem Stillstand wählt man zunächst einen großen Abstand, um einen leistungsstärkeren Zündfunken, der die im Explosionsraum vorhandene Nässe beseitigt, zu erhalten, und beim Dauerbetrieb wird man den Kontaktabstand verringern, um die Zündfolge zu verkürzen und die Pulsation und Leistungsabgahe des Motors zu steigern. Da die Funkenzeitdauer sehr kurz eingestellt werden kann, mehrere hundertmal kürzer als bei den bekannten induktiven Verfahren, können auch Motoren mit hohen Pulsationszahlen einwandfrei und zuverlässig gesteuert werden.
  • Statt des Zerhackers 35 und des Zündtransformators 36 kann die Wechselhochspannung auch durch die bekannten elektronischen Hochfrequenzschwingungen mittels einer Röhre oder eines Leistungstransistors erzeugt werden, sofern dieser Weg im Einzelfall wirtschaftlich tragbar ist.
  • Im Rahmen dieses Patentes wird nicht das eben beschriebene Zündgerät, sondern nur seine Verwendung in der Kombination mit dem beschriebenen Rückstoßmotor unter Schutz gestellt. Das genannte Zündgerät sorgt also für einwandfreie Anfangsexplosionen, unabhängig davon, ob die unter Wasser arbeitende Zündkerze naß oder verrußt ist. Die Leistung des Motors wird durch die Fahrgeschwindigkeit mit dem steigenden Explosionsrythmus gesteuert. Der Vorteil besteht auch darin, daß infolgeder explosionsartigen heftigen Zündfunken eine zuverlässige Zündung auch bei unterschiedlichen Treibstoff-Luft-Gemischen gewährleistet ist. Es -ist also nicht zu fürchten, daß, wenn die Explosionen in der Kammer 7 zunächst unter geringem Überdruck beginnen, durch Schwankungen in der Luft-Treibstoff-Mischung Störungen auftreten können, wie es bei den klassischen Induktionszündgeräten der Fall eist. Der durch das genannte Zündgerät erzeugte viel stärkere Zündfunke bringt vielmehr auch Mischungen verschiedener Zusammensetzungsverhältnisse mit Sicherheit zu starker Explosion. Die dabei auftretende Druckwelle schiebt das explosive Gasgemisch aus der ersten Kammer 7 durch das Flatterventil 9 schneller in die Kammer 8 hinüber, als die Flammenverbreitung verläuft. Deswegen bildet sich in der zweiten Kammer 8 schon ein vorkomprimierter Treibstoff-Luft-Mischungszustand, der für die erzielbare Leistung wichtig ist. Es genügt dabei bereits die Verbrennung einer geringen Treibstoffmenge, um die Mischung von der Kammer 7 zu der Kammer 8 zu komprimieren. Schließlich schlägt die Flamme dann durch das Flatterventil 9 und zündet auch die komprimierte Mischung in der Kammer 8, worauf die sich ausdehnenden Verbrennungsgase durch das Klappenventil 6 hindurch mit großer Heftigkeit auf das Wasser im Schubrohr 2 einwirken und es aus dessen Ausstoßteil 3 h.inausdrücken.
  • Um die geschilderte Vorkompressionswirkung zu erhöhen, kann der Verbrennungsraum auch noch weiter in drei, vier oder mehr Kammern unterteilt werden, die unter sich durch trägheitsarme Ventile der Zungen-oder Flatterbauart voneinander getrennt sind. Diese Ventile verhindern gleichzeitig den Rückschlag in die vorangehenden Kammern, in denen schon ein niedrigerer Druck herrscht.
  • Während nun durch die heftige Explosion im Verbrennungsraum das Wasser in Pfeilrichtung 15 nach hinten ausgestoßen und durch die dadurch entstehende Reaktionskraft der Motor in Fahrtrichtung nach vorn getrieben wird, verhindert das im Vorderteil des Schubrohres angebrachte Rückschlagventil 16, daß auch Wasser durch die Einlaßöffnung 17 ausströmen kann. Die Länge des Ausstoßrohres 3 ist dabei so gewählt, daß die sich ausdehnenden Gase das Wasser nur etwa bis zu der strichpunktiert gezeichneten Linie 18 a schieben können. Von dieser Linie an ziehen sich die Gase dann wieder zusammen. Durch dies Zusammenziehen und durch die Trägheit des schnell ausströmenden Wassers besteht in den Kammern 7 und 8 des Verbrennungsraumes ein Vakuum, und dadurch wird frisches Brennstoffgemisch durch das Tellerventil 10, den Vergaser 11 und die Pumpe 4 eingesaugt. Gleichzeitig saugt das Vakuum durch das umlaufende Rückschlagventi116 Wasser durch die vordere Einlaßöffnung an, und auch mit Hilfe des durch die Fahrgeschwindigkeit entstehenden Staudrucks wird so das Schubrohr 2, 3 wieder schnell mit Wasser gefüllt. 1"Tun -wiederholt sich der geschilderte Vorgang beider nächsten Zündung im Verbrennungsraum.
  • Die Leistung des Motors wächst mit der Explosionszahl je Zeiteinheit. Je schneller die Explosionen einander folgen, um so größer ist die Schubkraft. Abgesehen von dem guten Wirkungsgrad ist deshalb eine hohe Explosionszahl zur Erzielung einer guten Motorleistung. wichtig. Sollte nun aber eine Explosion stattfinden, während im Schubrohr 2, 3 noch Vakuum herrscht, so würde die Explosion schwächer werden. Es ist deshalb wichtig, die Ansaugperiode rasch zu beenden und im erweiterten Teil 2 des Schubrohres (hinter dem Gehäuse des Rückschlagventils 16) sowie in den Verbrennungskammern 7 und 8 schnell wieder einen gewissen Überdruck zu erzeugen. Diesem Zweck dient die Anordnung, daß das Schubrohr dort, wo die Verbrennungskammer bei 5 einmündet, einen größeren Querschnitt hat als in seinem vorderen Teil. Die hinter dem Rückschlagventil 16 angebrachte Verengung 18 und die dann folgende Erweiterung des Schubrohrteiles 2 erzeugen mit Hilfe der Fahrgeschwindigkeit nach dem Bernoullischen Gesetz einen starken Überdruck. Die Ansaugzeit wird dadurch auf einen Bruchteil derjenigen Zeit herabgedrückt, die für den Abbau des Vakuums erforderlich wäre, wenn die Wassereinlaßöffnung und der erweiterte Teil 2 des Schubrohrs an der Einmündungsstellie des Verbrennungsraumes durchweg den gleichen Querschnitt hätten. Das Klappenventil 6 idient nur dazu, unnötige Wirbelbildung auszuschalten, hat also für den thermischen Ablauf und den Druckverlauf :des geschilderten Vorganges an sich keine Bedeutung. Es soll nicht einmal hermetisch schließen, weil der nach der Ansaugperiode entstehende Überdruck im Ventilgehäuse 2 und im Kammerabschnitt 8 ausgeglichen sein soll.
  • Das als Rückschlagventil wirkende Wassereinlaßventil 16 des Schubrohres ist nach Art eines frei umlaufenden Turbinenrades ausgebildet, dessen Flügel um radiale Schwenkachsen drehbar sind und einerseits unter dem Einfluß des durchströmenden Wassers und andererseits der Zentrifugalkraft stehen. Die an dies Wassereinlaßventil gestellten Forderungen bestehen darin, daß das Ventil möglichst trägheitslos, rasch urid zuverlässig arbeitet, daß es den hohen Explosionsdruck aushalten, nach der Explosion aber sofort wieder möglichst viel Wasser einlassen soll, daß es einen möglichst geringen Frontwiderstand und Durchflußwiderstand haben soll, und daß es schließlich von den im Wasser schwebenden kleinen und größeren Unreinigkeiten nicht verstopft oder in seiner Funktion gestört werden darf. Das zu diesem Zweck entwickelte Rückschlagventil nach Art eines frei umlaufenden Turbinenrades erfüllt diese Bedingungen in hervorragender Weise und läßt eine so hohe Explosionszahl zu (etwa zehnmal so viel Explosionen in der Zeiteinheit, als es mit den bisher verwendeten Ventilen möglich war), daß das Wasser fast kontinuierlich durch das Schubrohr strömt. Zu diesem Zweck ist in das Schubrohr eine frei umlaufende Nabe 21 eingebaut, die sich um idie Mittelachse 22 wie eine kleine Freilaufturbine dreht, wenn das Wasser durch die vordere Einströmöffnung 17 in das Schubrohr 2 einströmt. Um diese Drehung herbeizuführen, sind an der Nabe Schaufeln 19 befestigt, die um radiale Achsen 20 als Klappen schwenkbar sind. Durch strömungsgünstig geformte Leitkörper 23 und 24 im Innern .des Schubrohres wird dafür gesorgt, daß das Wasser möglichst reibungs- und wirbelfrei einströmt. Bei diesem Einströmen, wenn im vorderen Teil 2 des Schubrohres ein niedrigerer Druck herrscht als im Außenwasser, bilden die Schaufeln 19 zusammen mit der Nabe eine Art von Turbinenrad, das sich während des Einströmens des Wassers schnell dreht. Das Wasser strömt dem Schubrohr drallfrei zu, aber die Drehung der Nabe entsteht dadurch, daß auf jede Schaufel ein seitlich wirkender Eintrittsstoß wirkt, weil das zuströmende Wasser nach jeder Explosion erst die geschlossenen Schaufeln bzw. Klappen öffnen muß. Dadurch entsteht ein Drehmoment um die Ventilachse. Bei der Explosion, wenn also im Innern des Schubrohres ein Überdruck .herrscht, legen sich die Schaufeln 19 dann sofort wieder auf die konzentrischen Anschlag- und Auflageränder 25 und bilden dadurch eine ringförmige Scheibe, @die jede Wasserbewegung in Richtung auf die Einlaßöffnung 17 zu verhindert. Diese Umwandlung aus Freilaufturbine i zum Rückschlagventil verläuft periodisch mit der Explosionszahl unter ständigem Umlaufen des Rückschlagventils. Die in der Drehrichtung liegenden Kanten 26 der Schaufeln oder Ventilklappen sind scharf ausgebildet, so daß alle zwischen sie geratenden einströmenden Wasserpflanzen kleingeschnitten werden und ohne die Gefahr von Verstopfungen auch wieder frei aus dem Ausstoßrohr austreten können.
  • Zwischen der Wassereinlaßöffnung 17 und dem vorderen Teil 2 des Schubrohres, in welchem das umlaufende Rückschlagventil gelagert ist, kann die Wandung 27 im Vorderteil des Schubrohres aus elastischem Material, z. B. Gummi, bestehen. Wenn nach dem Einströmen des Wassers während der Explosion die Ventilklappen 19 sich schließen und ein Nachströmen weiteren Wassers verhindert wird, so bewirken der Staudruck und die kineüische Energie des vorn eintretenden Wassers, daß die Gummiwandung 27 aufgeblasen, also die kinetische Energie in potentielle Energie umgewandelt wird. Diese potentielle gespeicherte Energie verwandelt sich wieder in kinetische Energie in dem Augenblick, in dem die Klappen bzw. Schaufeln des umlaufenden Rückschlagventils wieder aufgehen, wodurch das Wasser noch eine zusätzliche Beschleunigung für das Einströmen in den anschließenden Teil des Schubrohres erhält.
  • Da die schnell nacheinander folgenden heftigen Explosionen im Verbrennungsraum und die dadurch auf die Wassersäule im Schubrohr ausgeübten Stöße die Gefahr einer unerwünschten Erschütterung des ganzen Motors und Bootskörpers herbeiführen könnten, ist das Ende des Schubrohres als dämpfender Expansionspuffer 28 ausgebildet. In dieser Ausweitung des Ausstoßrohres vor seinem Ausgang werden auch die nach hinten ausströmenden Auspuffgase komprimiert. In dem Zwischenraum zwischen zwei Explosionen herrscht in diesem Pufferraum 28 ein größerer Druck als im sonstigen Ausstoßrohr 3. Da das Wasser aus diesem Pufferrohr :dann ins Freie strömt, wird die Erschütterung stark gedämpft. In an sich bekannter Weise sitzt ganz am Schluß des Ausstoßrohres noch ein trompetenartiger Diffusor 29, der die Rückstoßkraft erhöht.
  • Zum Anlassen des Motors muß zunächst das Treibstoff-Luft-Gemisch in den Verbrennungsraum 1 eingebracht werden. Dazu dient die Handpumpe 4. Beim Aufheben des Pumpenkolbens 30 gegen die Wirkung der Feder 31 strömt die Luft durch das Pumpenventil 13 in den Pumpenraum 4 ein. Bei Loslassen des Pumpenkolbens wird dieser durch die Feder 31 wieder heruntergedrückt, wobei die Luft idurch das Ventil 10 in den Verbrennungsraum 1 hineingeschoben wird. Beim Vorbeiströmen am Vergaser 11 reißt die schnell strömende Luft dabei in üblicher Weise Treibstoffe mit. Beim Einpumpen herrscht @im Vergaser und seinem Schwimmergehäuse 32 ein größerer Druck als beim Ansaugen. Hierdurch könnten unterschiedliche Gemische mit verschiedenen Volumenverhältnissen Treibstoff zu Luft entstehen. Um das zu vermeiden, ist es zweckmäßig den Pumpenraum 4 durch ein Röhrchen 33 mit dem Schwimmergehäuse32 oberhalb von dessen Treibstoffniveau zu verbinden. Dadurch herrscht zwischen der Vergaserdüse und dem Schwimmergehäuse immer der @gleiche Druckunterschied, unabhängig davon, ob der Motor staugt oder ob die Pumpe betätigt wird. Es ist also die gleiche Vergasereinstellung zum Einsaugen und zum Einpumpen verwendbar.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Rückstoßmotor für Bootsantrieb, bei dem in einer Verbrennungskammer eingesaugte Füllungen eines Gemisches aus Luft und einem leicht und schnell explosiven Treibstoff in einander folgenden Explosionen entzündet und die Verbrennungsgase durch eine einseitig wirkende Rückschlagklappe in ein Schubrohr eingelassen werden, welches eine durch ein Rückschlagventil überwachte Wassereinlaßöffnung ,sowie eine Ausstoßöffnung besitzt, und bei welchem die Verbrennungsgase die im Schubrohr befindliche Wassersäule wie einen Kolben ausstoßen, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsraum (1) in mindestens zwei voneinander durch Rückschlagventile (9) getrennte Kammern (7, 8) unterteilt ist und mit der letzten Kammer in eine Erweiterung (2) des Schubrohres mündet, die, in Fahrtrichtung gesehen, hinter einer venturirohrartigen Verengung (18) des Schubrohres liegt, und daß das Ventil (19, 20, 21), welches die Wassereinlaßöffnung des Schubrohres öffnet und schließt, als trägheitsarmes, schnell ansprechendes Rückschlagventil mit Absperrklappen ausgebildet ist, die als um radiale Achsen schwenkbar gelagerte Schaufeln (19) von einer durch das durchströmende Wasser angetriebenen, frei umlaufenden Nabe (21) nach Art eines Turbinenrades (16) getragen sind.
  2. 2. Rückstoßmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil des Schubrohres zwischen der Wassereinströmöffnung (17) und der venturiartigen Verengung (18) einen als kinetischer Puffer (Ausgleichspuffer) wirkenden elastischen Wandungsabschnitt (27) besitzt.
  3. 3. Rückstoßmotor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der hintere Ausstoßteil (3) des Schubrohres eine als Expansionspuffer wirkende Erweiterung (28) besitzt. -1.
  4. Rückstoßmotor nach Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an den Verbrennungsraum eine Handluftpumpe (4) zum Anlassen angeschlossen ist, deren Zylinder im Dauerbetrieb zugleich ein Teil des Einströmrohres für die Verbrennungsluft ist, ,und daß das Vergaserschwimmergehäuse (32) mit dem Druckraum der Handluftpumpe (4) durch ein Druckausgleichsrohr (33) verbunden ist.
  5. 5. Rückstoßmotor nach Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, .daß für die Zündung im Verbrennungsraum ein Zündgerät von bereits vorgeschlagener Bauart dient, bei idem in an sich bekannter Weise zu den Klemmen einer Hochspannungsgleichstromquelle ein Hochspannungsladungskondensator sowie zwei hinterednanderliegende Funkenstrecken parallel geschaltet sind, deren eine bei Erreichen der Überschlagspannung die Entladung des Kondensators herbeiführt und damit auch den Funkendurchgang an der anderen, nämlich der Zündkerze (14), bewirkt, und bei dem für den kolbenlosen Rückstoß-Pulsationsmotor für Bootsantrieb nunmehr aber die Zündfunkenleistung (Strom mal Spannung) an der Zündkerze (14) und die dieser umgekehrt proportionale, die Motorleistung bestimmende Zündfunkenhäufigkeit durch Verstellen der der Zündkerze vorgeschalteten Hilfsfunkenstrecke (38) geregelt wird.
  6. 6. Rückschlagventil für strömende Medien, insbesondere für eine Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Rückschlagklappen (19) als um quer zur Strömungsrichtung angeordnete radiale Achsen (20) frei schwenkbar gelagerte Flügel einer vom durchströmenden Medium angetriebenen, frei umlaufenden Nabe (21) nach Art eines Turbinenrades ausgebildet sind und daß die Klappachsen (20) dieser Flügel unmittelbar hinter deren Eintrittskanten (26) liegen, so daß die Flügel bei Anströmung von vorn in Strömungsrichtung (Ventil geöffnet) und bei Auftreten von Rückschlägen im Schubrohr quer, zur Strömungsrichtung (Ventil geschlossen) einstellbar sind.
  7. 7. Rückstoßmotor nach Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappenschaufeln (19) des Wassereinlaßventils (19, 20, 21) am Schubrohr eine zugeschärfte Eintrittskante (26) besitzen. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 878 599; französische Patentschrift Nr. 1043 920; USA.-Patentschriften Nr. 2 412 825, 2 714 800.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1242944B (de) * 1963-04-16 1967-06-22 Kemenczky Establishment Rueckstosstriebwerk

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