DE109530C - - Google Patents

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DE109530C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S11/00Systems for determining distance or velocity not using reflection or reradiation
    • G01S11/02Systems for determining distance or velocity not using reflection or reradiation using radio waves
    • G01S11/06Systems for determining distance or velocity not using reflection or reradiation using radio waves using intensity measurements

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
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  • Emergency Alarm Devices (AREA)
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Description

PATENTAMT.
KLASSE 65: Schiffbau.
zusammenstöTsen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Vorrichtung zur Verhütung von Schiffszusammenstöfsen bei Nebel und Nacht, und bezweckt durch Anwendung des Principes der Marconischen Funkentelegraphie einerseits die Möglichkeit sicherer Gefahrserkennung bezw. Warnung, andererseits die Möglichkeit gegenseitiger Verständigung auf weitere, die zeitige Ausführung von Sicherungsmanövern ermöglichende Entfernungen zu gewähren. Zu diesem Zwecke werden die Schiffe mit einer Vorrichtung zum Entsenden von elektrischen Wellen und einer Vorrichtung zum Auffangen elektrischer Wellen unter Umwandlung derselben in optische oder akustische Signale ausgerüstet, und zwar derart, dafs beide Vorrichtungen von einem Uhrwerk oder einem anderen regelmäfsige Bewegungen ausführenden Werk wechselweise ein- und ausgeschaltet werden. Um die Beachtung des aufgenommenen Signals an Bord zu erzwingen, ist die Einrichtung, getroffen, dafs das Beklopfen der Frittröhre von besonderer Handhabung einer Taste abhängig gemacht ist; ferner ist Vorsorge geil troffen, dafs Sender und Empfänger zum !Zwecke der Correspondenz (Kursmittheilung Iu. s. w.) mit dem signalisirenden Schiff vom sGehwerk abgeschaltet werden können unter Anstellung des Beklopfwerkes derart, dafs dasselbe während des Empfanges in regelmäfsigen kurzen Zwischenräumen die Frittröhre beklopft, um die Einzelbestrahlungen (Correspondenzbestrahlungen) in eine je nach der Dauer der Einzelbestrahlung längere oder kürzere Reihenfolge von einzelnen Stromstöfsen aufzulösen. Schliefslich umfafst die Erfindung noch eine Anordnung, welche ermöglicht, die Intervalle zwischen den Signalgebungen je nach Gefährlichkeit der Lage kürzer oder länger zu gestalten.
Die Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt:
Fig. ι schematisch die Gesammtanordnung,
Fig. 2 in zwei Ansichten das Uhrwerk mit der Einrichtung zur absetzenden Entsendung von elektrischen Wellen,
Fig. 2 a eine Reihe von Daumenkörpern für die Interwalländerung zwischen den Signalen,
Fig. 3 eine mit solchen Körpern zu benutzende Schaltvorrichtung.
B ist der in den Secundärstromkreis s des Inductoriums A1 geschaltete (Righi'sche) Radiator zur Entsendung von elektrischen Wellen, E der die hereinkommenden elektrischen Wellen aufnehmende und vermittelst Frittröhre D den Stromkreis der Batterie F des Signalrelais R schliefsende Empfängsapparat, 5 der in den vom Relais R abhängigen Stromkreis der
Batterie K geschaltete Signalapparat (Läutewerk, Glühlampe, Morseapparat u. dergl.) und W die in den Stromkreis der Batterie U geschaltete elektromagnetische Vorrichtung zum Beklopfen der Frittröhre.
Letztere besteht z. B. aus zwei in ein Glasröhrchen parallel eingesetzten, die Feilspä'hne (Eisen, Nickel) zwischen sich enthaltenden Silberplättchen, oder es sind eine Anzahl Silberplättchen in Form zweier ohne Berührung in einander greifenden Kämme angewendet.
Der die Primärwickelung ρ des Inductoriums A1 enthaltende Stromkreis α der Batterie A verläuft über eine Oeffhungsstelle, gebildet von einem festliegenden Stück H und einer beweglichen Zunge H1; ebenso verläuft der Stromkreis b der Relaisbatterie F über eine Oeffnungsstelle, gebildet aus einem festliegenden Stück H'2 und einer beweglichen Zunge IP. Die beiden Zungen H1 und H3 sind durch ein nichtleitendes Klötzchen h* mit einander verkuppelt, so dafs sie sich mit einander heben und senken. Für gewöhnlich steht die Zunge H1 nicht in Verbindung mit dem Stück H1 dagegen die Zunge H3 in Verbindung mit dem Stück H2, d. h. der Radiator B ist aus-, dagegen der Empfänger ED eingeschaltet. Die Umschaltung in den entgegengesetzten Zustand vermittelt ein Uhrwerk G (Fig. 2) in der Art, dafs eine von demselben getriebene Achse η in der Ebene der Zunge H1 einen Daumen N trägt. Ist das Uhrwerk im Gange, so kreist dieser Daumen und schliefst, indem er Zunge H1 an ihr Gegenstück H hebt, den Primärstromkreis p, so dafs der Radiator B elektrische Wellen aussendet. Beim Hochgehen nimmt Zunge H1 die Zunge IP mit, so dafs sich der Stromkreis der Relaisbatterie F in H'2 H3 öffnet, wodurch eine etwa gleichzeitig stattfindende Bestrahlung der Frittröhre D ohne Einflufs auf den Signalapparat S bleibt. Infolge Vorbeiganges des Daumens N an Zunge H1 stellt sich sogleich der vorige Zustand wieder her, und wenn nun Apparat E sich im Bereich elektrischer Wellen befindet, so schliefst er vermittelst der Frittröhre D den Stromkreis der Batterie F und das Relais R schliefst den Stromkreis der Batterie K über den Signalapparat 5 so lange, bis Daumen N wieder gegen Zunge H1 stöfst.
Statt eines Uhrwerkes kann auch eine beliebige andere Kraftmaschine verwendet werden, um den Daumen N in regelmäfsigen Zeitabständen, z. B. von einer oder einer halben Minute hebend gegen Zunge H1 zu führen.
Um die Beachtung des durch die aufgenommenen elektrischen Wellen veranlafsten Signales zu sichern, ist das Beklopfwerk W der Frittröhre von der Handhabung einer Taste abhängig gemacht, so dafs, so lange diese Taste in Ruhestellung ist, der Signalapparat S in Thätigkeit verharrt. In Fig. 1 ist hierzu folgende Einrichtung gezeigt: In dem Stromkreis der Klopfbatterie U ist eine Oeffnungsstelle n> t vorgesehen, die für gewöhnlich offen ist und erst durch Niederdrücken einer Taste (Knopf u. s. w.) T geschlossen wird; ferner ist zwischen dem festliegenden SchlufsstUck w und der Batterie U eine zweite Oeffnungsstelle vorgesehen, welche vom Uhrwerk G vermittelst eines Rädchens W1 mit z. B. 120 Zähnen in ähnlicher Weise abhängig gemacht ist, wie für die Oeffnungsstelle HH1 des Senderstromkreises beschrieben, nur dafs die Oeffnungsstelle am Rädchen W in sehr kurzen Pausen von ι Secunde, 1J2 Secunde u. s. w. Schlufs erfährt. Hat man sich des Signales vergewissert, so stellt man mittelst Taste T den Schlufs wt her, und es vervollständigt das Uhrwerk den Schlufs des Klopferstromkreises.
Zur Beantwortung des aufgenommenen Signales durch ein Bestätigungssignal, Kursfrage oder -Anzeige, oder dergl. ist die Einrichtung so getroffen, dafs durch Niederdrücken einer Taste, z. B. der obigen Taste T, der Strom der Senderbatterie A an der Oeffnungsstelle HH1 vorbeigeführt und zugleich der Empfänger E ausgeschaltet wird. Z. B. ist hierzu gemäfs Fig. 1 in dem Empfängerstromkreis b eine von der Taste T abhängige Oeffnungsstelle H^H" angeordnet, deren bewegliches Stück IP durch Niederdrücken der Taste von i/4 abgehoben und zugleich an ein Gegenstück Ha gelegt wird, welches durch Leitung α2 an den Stromkreis der Senderbatterie A hinter der Primärspule ρ gelegt ist. Drückt man also auf die Taste, . so wird der Empfängerstromkreis in H* H& geöffnet, der Senderstromkreis über H5 Hä d2 geschlossen.
. Um Rückantwort· aufnehmen zu können, ist zwischen Klopfrädchen W1 und Schlufsstück w ein Nebenschlufs w1 über einen Schalter W" nach dem beweglichen Schlufsstück t hergestellt. Sobald man die Taste T losgelassen, also den Empfangsstromkreis wieder hergestellt hat, legt man Schalter W" in die Schlufslage um, und der Klopfer W beklopft nun die Frittröhre in bestimmten Intervallen (Y2, 1Z3, Y4 ... Secunde), wodurch eine kurz andauernde Bestrahlung eine geringere Anzahl, eine längere Bestrahlung eine gröfsere Anzahl von einzelnen Stromstöfsen im Relaisstromkreis und dadurch ein entsprechend öftmal sich wiederholendes Thätigwerden des Signalapparates S veranlafst.
Um der gröfseren oder geringeren Gefährlichkeit der jeweiligen Lage durch kürzer oder länger pausirende Wellenentsendung Rechnung tragen zu können, ist eine Einrichtung folgeridermafsen getroffen: Auf die Daumenachse η ist eine Reihenfolge von Daumenkörpern N
aufgekeilt, welche mit einer zunehmenden Anzahl Daumen: 1,2,3,4,5,6... besetzt sind (Fig. .2a). Für jeden dieser Körper ist ein festliegendes Schlufsstück H und eine Schlufszunge H1 vorgesehen und mit letzterer verkuppelt eine Schlufsfeder ΗΆ, der ein festliegendes Schlufsstück H2 entspricht. Von den Stücken H. . . und Federn H1. . . führen je Leiter u bezw. ul zu entsprechenden Schlufsstücken i, 2, 3, 4, 5, 6 . . . für Umschalthebel U bezw. U1, welche an die Pole der Sendebatterie A gelegt sind. Stehen die Hebel U U1 z. B. auf den Stücken 1,1, denen der eindaumige Körper N der Achse η entspricht, so wird bei jeder Umdrehung der letzteren der Sender einmal, z. B. alle 30 Secunden eingeschaltet. Stellt man die Hebel auf die dem zweidaumigen Körper entsprechenden Stücke 2,2, so findet die Einschaltung des Senders zweimal während jeder Umdrehung, d. h. in Intervallen von ι 5 Secunden statt. Durch Einstellung auf die Stücke 6, 6, denen der sechsdaumige Körper entspricht, werden alle 5 Secunden Signalwellen entsendet. Bei jedesmaligem Schliefsen des Senderstromkreises wird durch Abheben der entsprechenden Feder H3 von ihrem Gegenstück H2 der Empfä'ngerstromkreis geöffnet.

Claims (5)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine auf die Marconi'sehe Funken telegraphie gegründete Vorrichtung zur Verhütung von Schiffszusammenstöfsen, dadurch gekennzeichnet, dafs der Primärstrom des Senders (Radiators) und der Frittröhrenstromkreis des Empfängers eines auf dem Schiff angeordneten Apparates zum Entsenden und Aufnehmen von elektrischen Wellen von einem Gehwerke in der Art abhängig gemacht sind, dafs' der erstere Stromkreis in regelmäfsigen Zeitabständen behufs stofsweiser Wellenaussendung einen kurz andauernden Schlufs erfährt unter Oeffnung des letzteren Stromkreises.
  2. 2. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Zeitabstände zwischen den Signalgebungen dadurch veränderlich gemacht sind, dafs der Stromkreis der Sendebatterie vermittelst Umschalter (U U1J über eine bestimmte Schlufsstelle einer Reihe von Schlufsstellen (HH1J geschlossen werden kann, welcher auf einer gemeinsamen, vom Gehwerk getriebenen Achse (n) angeordnete Daumenkörper (N) von zunehmender Daumenzahl entsprechen, so dafs je nach der eingeschalteten Schlufsstelle (H H1J der Stromkreis des Senders während einer Umdrehung der Achse (n) eine geringere oder gröfsere Anzahl von Schlüssen erfährt (Fig· 3)·
  3. 3. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher das elektrische Beklopfwerk für die Frittröhre von einer von Hand zu bethätigenden Taste (T) abhängig gemacht ist, zum Zwecke, die Beachtung des aufgenommenen Signales sicherzustellen.
  4. 4. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der Primärstromkreis des Senders durch Herstellung eines Nebenschlusses, (a2·) unabhängig vom Gehwerk geschlossen werden kann, zum Zwecke telegraphischer Communication mit dem signalisirenden Schiff.
  5. 5. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1 und 4, bei welcher die elektrische Beklopfvorrichtung der Frittröhre während der Abschaltung des Senders durch Einschaltung eines Schalters (W1) vom Gehwerk in rascher Folge ein- und ausgeschaltet werden kann, um die einzelnen Bestrahlungen in eine von der Bestrahlungsdauer abhängige Zahl ■ von Einzelstromstöfsen aufzulösen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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