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Doppelzylinder-Rundstrickmaschine Die Erfindung bezieht sich auf Doppelzylinder-Rundstrickmaschinen
mit Nadelschiebern, deren Nasen an ihrer Spitze zum Öffnen der Nadelzungen meißelförmig
ausgebildet sind und die an ihrem unteren Ende einen Fuß aufweisen, auf den bei
der Nadelübertragung Schloßteile zum Verschwenken der Nadelschieber und damit zum
Entkuppeln der Nadeln von ihren Nadelschiebern einwirken.
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Ein Nachteil von bekannten Maschinen der vorgenannten Art besteht
darin, daß die Schieber und insbesondere ihre Verlängerungsnasen während der Cbertragungsvorgänge
nicht ausreichend gegen ein Ausweichen in radialer Richtung gesichert sind, was
aber Voraussetzung dafür ist, daß die Übertragungsvorgänge zufriedenstellend ausgeführt
werden können. Beispielsweise kann es, wenn eine relative Längsbewegung zwischen
einer Nadel und einem Schieber zur Aufnahme einer Nadel ausgeführt wird, vorkominen,
daß dann, wenn der Schieber nicht fest auf dem Grund des zugehörigen Zylinderschlitzes
gehalten wird, die meißelförmige Spitze der Verlängerungsnase des Schiebers sich
an die Außenseite des Löffels einer zu öffnenden Zunge anlegt und nicht zwischen
die Innenseite des Zungenlöffels und das Ende des entsprechenden Nadelhakens eintritt.
In diesem Falle wird die Zunge nicht geöffnet, so daß beim weiteren Übertragungsvorgang
der Nadelhaken verformt und beschädigt wird. Ferner sind bisher, wenn ein Schieber
nach außen verschwenkt wurde, um ihn von dein einen Ende einer Nadel während eines
Übertragungsvorganges zu lösen, keine Mittel vorgesehen, durch die der gegenüberliegende,
d. h. der aufnehmende Schieber in radialer Richtung gesteuert wird, wenn dieser
im Begriff ist, mit dem entgegengesetzten Ende der gleichen Nadel in Eingriff zu
kommen und gekuppelt zu werden.
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Die Erfindung beseitigt diese Nachteile in besonders einfacher und
wirksamer Weise im wesentlichen durch starre, ortsfest angeordnete Nocken, die auf
die :Vasen der Nadelschieber einwirken und die ein kurzes Teil aufweisen, das bis
unmittelbar an den umlaufenden Nadelzylinder heranreicht, sowie ein in Umlaufrichtung
davorliegendes längeres Teil, das vom Nadelzylinder so weit absteht, daß zwischen
ihm und dem Nadelzylinder ein Spalt gebildet ist, dessen Breite sich zu dem kürzen
Nockenteil hin verringert, wobei die Arbeitsfläche des längeren Nockenteils vorzugsweise
mit einer konkaven Rundung in die Arbeitsfläche des kürzeren Nockenteils übergeht.
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Diese Nocken können an geeigneten Stellen in der Strickmaschine vorgesehen
werden, wenn die Haken und Zungen der in Längsrichtung vorgeschobenen Nadeln sich
an den meißelförmigen Spitzen der gegenüberliegenden Schieber vorbeibewegen sollen,
z. B. wenn diese Nadeln aus einer nicht strickenden in eine Fangstellung bewegt
werden sollen, um zu gewährleisten., daß die Spitzen zwischen die Haken und die
Löffel der Zungen so eingeführt werden, daß die letzteren geöffnet werden.
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Die Verwendung der Nocken gewährleistet nicht nur ein sicheres und
zwangläufiges Öffnen der Zungen an denjenigen Nadelenden, die mit den Kupplungen
der aufnehmenden Schieber während der Übertragungsvorgänge in Eingriff gebracht
werden sollen, sondern die Nocken steuern auch ebenfalls in zwangläufiger Weise
die Auswärts- und Einwärtsschwenkbewegungen der aufnehmenden Schieber, die erforderlich
sind, um den Eingriff mit den erwähnten Nadelenden gleichzeitig mit dem Lösen der
Schieber im gegenüberliegenden Zylinder von den entgegengesetzten Nadelenden herbeizuführen.
Hierdurch wird gewährleistet, daß die aufnehmenden Schieber einwandfrei mit den
übertragenden Nadeln gekuppelt werden, ohne daß dabei Verklemmungen oder Beschädigungen
auftreten, und zwar in zwangläufiger Weise, wodurch sichergestellt wird, daß die
Nadeln tatsächlich gekuppelt werden.
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Es ist zwar bekannt, Nocken mit Ausbuchtungen vorzusehen, um die Schwenkbewegungen
der Nadelschieber zu begrenzen und diese Nadelschieber wieder in die Schlitze oder
Nuten der Zylinder zurückzudrücken und dort festzuhalten. Diese bekannten Nokken
wirken jedoch nicht auf die Verlängerungsnasen
der genannten Nadelschieber
ein. Es kommt aber gerade darauf an, die Ausbildung und Anordnung derartiger Nocken
so vorzusehen, daß dieselben auf die erwähnten Verlängerungsnasen der Nadelschieber
zur Einwirkung kommen. Eine derartige Anordnung gewährleistet im Gegensatz zu dem
bekannten Vorschlag, daß nunmehr eine wirksame Steuerung möglich wird, die eine
genaue Arbeit garantiert, weil erfindungsgemäß diese Steuernocken nicht mehr, wie
bei der bekannten Anordnung, zu nahe an den Schwenkpunkten stehen. Es hat sich in
der Praxis gezeigt, daß dann, wenn ,während des Öffnens der Zungen die Schieber-
durch die erfindungsgemäße Nockenanordnung und -ausbildung in ihren Schlitzen oder
Nuten gehalten werden,- durch die Einwirkung der Nocken auf die Verlängerungsnasen
der Schieber eine derart genaue Zungenöffnung erreicht werden kann, daß eine Maschine
auch dann ohne jede Beschädigung der Nadelzungen weiterlaufen kann, wenn ein Garn
gerissen ist oder aus einem sonstigen Grunde ausfällt und dieses Garn daher nicht
mehr auf die Zungen zur Einwirkung kommen kann.
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Wenn es weiterhin bekannt ist, Steuerelemente in Form von Zylinderfedern
zu verwenden, welche die Funktion der vorstehend genannten vorbekannten Nocken übernehmen
können und welche auf die Verlängerungsnasen der Nadelschieber einwirken, dann dienen
diese Zylinderfedern lediglich dazu, die Nadelschieber normalerweise lose in ihren
Schlitzen oder N Uten zu halten. Falls einmal eine solche Feder an irgendeinem Punkt
des Zylinders gedehnt wird, indem einer der Schieber auf diese Feder einen Druck
ausübt, dann kann diese Feder keinesfalls mehr zu diesem Zeitpunkt auf die übrigen
benachbarten Schieber zur Wirkung kommen. Es ist jedoch absolut notwendig, daß für
die gemäß der Erfindung vorzusehende Steuerung die Steuerelemente fest und starr
ausgebildet sein müssen und keinesfalls in der Art von Schrauben- oder Zylinderfedern
nachgeben dürfen, da eine derartige bekannte Zylinderfeder in keinem Falle einen
bestimmten Schieber einzeln an irgendeinem besonderen Punkt des Maschinenumfanges
-steuern kann. Die Erfindung sieht deshalb vor, eine Nockenstenerung derart auszubilden,
daß die Schieber einzeln zu steuern sind und mit größter Genauigkeit der Bewegungen
in ihre zugeordneten Nuten hineinverbracht werden können.
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Durch die Ausbildung und Anordnung der erfindungsgemäßen Nocken für
die Steuerung der Schieber ist es möglich, einmal (a) eine Aufeinanderfolge von
Nadelschiebern, die aus irgendeinem Grunde ein wenig nach auswärts aus den zugeordneten
Nuten heraus vorstehen, vollständig in diese Nuten wieder hineinzudrücken und sie
in dieser Lage während des Öffnens der zugeordneten Nadelzungen mittels der meißelförmigen
Spitzenverlängerungen solcher Schieber festzuhalten, welche die-zu übertragenden
Nadeln aufnehmen und erfassen sollen, und (b) darüber hinaus die Auswärtsbewegungen
der aufnehmenden Schieber während des Kuppelvorganges nach außen hin zu begrenzen
und danach die aufnehmenden Schieber wieder nach einwärts in ihre Schlitzbetten
oder Nuten zurückzuverstellen, und zwar zu jeweils gewünschten Zeitpunkten. Je nachdem,
an welcher Stelle ein erfindungsgemäßer Nocken angeordnet ist, wird der eine oder
der andere Vorgang (a oder b) ermöglicht. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung
besteht darin, daß alle Steuernocken die gleiche Form aufweisen, unabhängig von
dem jeweils vorgesehenen '\-erwendungszweck. Zum besseren Verständnis der Erfindung
wird nachstehend eine beispielsweise Anordnung von Nokken für eine Maschine mit
umlaufenden Nadelzylindern in Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigt Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch die Zylinder einer Doppelzylinder-Rundstrickmaschine,
welcher die Art und Weise zeigt, in welcher einer der Nocken angeordnet ist, Fig.
2 eine Abwicklung der einander entsprechenden Teile des oberen und des unteren Strickschlosses
der Maschine, gesehen von der Innenseite der letzteren, wobei eine vollständige
Anordnung von Nocken dargestellt ist, die in ihrem Verhältnis zu den Nadeln lind
Schiebern in verschiedenen Stufen während der wahlweisen Übertragung einer Nadel
vom unteren Zylinder zum oberen Zylinder gezeigt sind, Fig. 3 und 4 Teilansichten,
teilweise im Schnitt, welche eine Nadel und die entsprechenden oberen und unteren
Schieber in zwei aufeinanderfolgenden Stufen entsprechend den Schnittlinien III-III
und IV-IV der Fig. 2 zeigen, Fig. 5 eine Draufsicht auf einen der Nocken, um die
Art und Weise zu zeigen, in welcher dieser auf die Verlängerungsnasen der Schieber
wirkt, um die letzteren in ihren Nuten zu halten.
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In Fig. 1 bezeichnet 2 den umlaufenden unteren Nadelzylinder, während
der axial gegenüberliegende und ebenfalls umlaufende Nadelzylinder mit 3 bezeichnet
ist. Die übereinander angeordneten Zylinder 2 und 3 sind in der üblichen Weise mit
sich in Längsrichtung erstreckenden Nuten 4 und 4'versehen, in welchen Doppelzungennadeln
5 zur Betätigung angeordnet sind. Für jede Nadel 5 in der kreisförmigen Anordnung
ist in den entsprechenden miteinander fluchtenden Zylindernuten 4 und 4' ein unterer
Nadelschieber 6 und ein gegenüberliegender oberer Nadelschieber 7 vorgesehen. Der
untere Zylinder 2 ist von einem feststehenden unteren Schloßmantel 8 umgeben, an
dem die Schloßteile eines unteren Strickschlosses zur Betätigung der Schieber 6
angeordnet sind, während der obere Zylinder 3 von einem feststehenden oberen Schloßmantel9
umgeben ist, der die Schloßteile eines oberen Strickschlosses zur Betätigung der
Schieber 7 trägt.
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Die Betätigungsfüße der unteren und oberen Schieber sind mit 6 a bzw.
7 a bezeichnet. Jeder der Schieber ist außerdem in der üblichen Weise mit
einer Kupplung, d. h. mit einem hakenförmigen Ansatz 10
ausgebildet, der für
den Eingriff mit dem Haken 11 der entsprechenden Doppelzungennadel 5 bestimmt ist,
und benachbart diesem Haken mit einer Verlängerungsnase 12; die dazu dient, die
im Eingriff befindliche Nadel in ihrer Lage auf dem Grund ihrer Nut zu halten und
eine dem erwähnten Haken zugeordnete offene Nadelzunge 13 zu schützen. Die sich
in Abstand hinter der Kupplung 10 befindende übliche Schulter jedes der unteren
und oberen Schieber ist mit 14 bezeichnet.
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Bei der dargestellten Rundstrickmaschine sind die Spitzen 15 der oberen
Verlängerungen 12 der Schieber 6 und 7 meißelförmig ausgebildet, und die Rückseiten
der Fußteile dieser Schieber sind bei 16 abgeschrägt, um Gelenkpunkte 17 zu bilden,
um welche die Schieber unter der Wirkung von Schwenknocken 18 und 19 an ihren Fußenden
20 nach innen und damit an ihren Kupplungsenden nach außen verschwenkt werden können,
wenn sie von den Nadeln 5, wie in Fig.4 gezeigt, gelöst werden sollen, oder unter
der Wirkung von Nadeln auf ihre Verlängerungsnasen,
wenn sie mit
diesen Nadeln im Eingriff kommen sollen. Wie bereits erwähnt, besteht die Aufgabe
der meißelförmigen Spitzen 15 darin, die Nadelzungen 13 durch das Eintreten der
Spitzen 15 zwischen die ent-_;prechenden Nadelhaken 11 und die Löffel 13 a. der
Zungen zu öffnen.
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Gemäß der Erfindung sind Nocken C, wie bei Cl, C2, C3 und C4 gezeigt,
in Verbindung mit den Strickschlössern der Maschine vorgesehen, welche auf die Verlängerungsnasen
12 der Schieber während der Nadelübertragungsv orgänge wirken, um die Schieber eng
anliegend an ihren Nuten 4 oder 4' beim öffnen der jeweiligen Nadelzungen 13 durch
die meißelförrnigen Spitzen 15 derjenigen Schieber zu halten, welche dazu bestimmt
sind, die übertragenen Nadeln aufzunehmen, und um die gleichen Schieber bei dieser
Aufnahme in radialer Richtung zu steuern.
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Alle Steuernocken haben die gleiche Form und weisen, wie in Fig. 5
gezeigt, ein kurzes Teil 21 auf, das nahe der äußeren genuteten Fläche des jeweiligen
Nadelzylinders 2 oder 3 angeordnet ist oder diese nahezu berührt, und unmittelbar
vor diesem Teil ein etwas längeres anschließendes Teil 22, das bei 22a (Fig. 5)
ausgespart ist, so daß zwischen der Arbeitsfläche des 'Nockens und der gegenüberliegenden
Zylinderfläche ein Spalt 23 vorhanden ist, dessen Breite sich von seiner Vorderkante
zum Punkt, an dem die beiden Teile 21 und 22 ineinander übergehen, verringert. Die
Flächen der ausgesparten Teile 22 der Nokken sind vorzugsweise mindestens zum Teil
leicht konkav. Das ausgesparte Teil 22 jedes NTockens wirkt daher als Einwärtsführung,
welche, wenn sie in Wirkung tritt, einen nach außen verschwenkten Schieber weich
nach innen in Richtung zum Grund seiner Nut drückt, bevor die Außenkante der Verlängerungsnase
12 des Schiebers mit dem kurzen Teil 21 des Nockens zusammenwirkt. Die Wirkung des
kurzen Teils des Nockens auf den Schieber besteht an der erwähnten Stelle darin,
daß der Schieber voll in seine Nut eintritt und während eines Augenblicks zwangläufig
in dieser gehalten wird. Dies ist in Fig.5 dargestellt, welche beispielsweise die
Wirkung des Nockens Cl auf die Verlängerungsnase 12 der unteren Schieber 6 zeigt,
wenn die letzteren in die Nuten 4 im unteren Zylinder 2 nach innen gedrückt werden.
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Daher werden, wenn ein solcher Nocken vorgesehen ist, um das sichere
öffnen der Zungen 13 der Nadeln 5 zu gewährleisten, die während eines Nadelübertragungsvorganges
mit aufnehmenden Schiebern gekuppelt werden sollen, die Schieber vor einer Übertragungsstelle
so bewegt, daß ihre Verlängerungsnasen 12 eine Einwirkung durch den Nocken infolge
einer Relativbewegung zwischen dem letzteren und den Schiebern in Umfangsrichtung
erfahren können. Unter diesen Umständen werden, wenn aufnehmende Schieber aus ihren
Nuten nach außen vorstehen, diese nicht nur wieder zurückgedrückt, sondern auch
zwangläufig für einen Augenblick durch das Teil 21 des Nockens zurückgehalten, um
zu gewährleisten, daß ihre meißelförmigen Spitzen 15 richtig zwischen die gegenüberliegenden
Nadelhaken 11 und die Löffel 13 a der zugeordneten Zungen 13 eintreten und diese
Zungen öffnen, wenn die zu übertragenden Nadeln bewegt werden. Dies geht aus Fi.g.2
und 3 hervor, in welchen der Steuernocken C2 das öffnen der oberen Zungen
ausgewählter Nadeln, die vom unteren Zylinder 2 zum oberen Zylinder 3 übertragen
und mit entsprechenden oberen Schiebern 7 gekuppelt werden sollen, gewährleistet.
In diesem Falle wird den erwähnten oberen Schiebern durch ein Schloßteil 24 vor
der Übertragungsstelle T ein Vorschub erteilt, so daß der Nocken C2 mit ihren Verlängerungsnasen
12 zusammenwirken kann, wenn sich die Schieber am Nocken in Umfangsrichtung vorbeibewegen.
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Wenn andererseits ein Nocken, beispielsweise der mit C4 bezeichnete,
zur Steuerung aufnehmender Schieber während des Kuppelns derselben mit übertragenen
Nadeln vorgesehen ist, dient die Vorderkante des ausgesparten Teils 22 des Nockens,
an der der Spalt 23 am breitesten ist, zur Begrenzung des Ausmaßes des Auswärtsschwenkbewegung
der erwähnten Schieber, die durch den Vorschub der Nadeln durch ein Übertragungsschloßteil
und deren sich an den Haken 10 der aufnehmenden Schieber vorbeibewegenden Haken
11 verursacht wird, worauf der Steuernocken die Schieber wieder in ihre Nuten zurückdrückt
und sie für einen Augenblick zwangläufig hält, bis die aufnehmenden Schieber, welche
nun mit den Nadeln in der richtigen Weise gekuppelt sind, ihre nachfolgende Rückzugsbewegung
beginnen. Dieser Vorgang ergibt sich aus Fig. 2 und 4, wenn dabei berücksichtigt
wird, daß jeder der oberen mit dem oberen Haken einer ausgewählten Nadel zu kuppelnde
Schieber 7 während der wahlweisen Übertragung von Nadeln vom unteren Zylinder 2
zum oberen Zylinder 3 durch ein Aufnahmeschloßteil25 vorgeschoben und die erwähnte
Nadel durch ein Übertragungsschloßteil 26 (oder 35) vorgeschoben wird, was zur Folge
hat, daß der obere Haken 11 der Nadel bei seiner Vorbeibewegung an dem Haken 10
des aufnehmenden oberen Schiebers 7 eine Schwenkbewegung des letzteren nach außen
bewirkt, wobei der Betrag dieser Auswärtsschwenkbewegung jedoch durch den Steuernocken
C4 bestimmt wird.
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In diesem Falle bestimmt das ausgesparte Teil 22 des Steuernockens
den maimal zulässigen Abstand zwischen der Außenkante der Verlängerungsnase 12 jedes
aufnehmenden oberen Schiebers und dem Grund der entsprechenden Zylindernut 4' in
dem Augenblick, in dem dieser Schieber, wie unmittelbar vorangehend beschrieben,
nach außen v erschwenkt wird.
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Bei der beispielsweisen in Fig. 2 dargestellten Anordnung sind zwei
Nocken C 1 und C2 in senkrechter Ausfluchtung übereinander vor den oberen und unteren
Übertragungsstationen T und T' der Maschine angeordnet, wobei der
untere Nocken Cl die Aufgabe hat, die unteren aufnehmenden Schieber 6 eng anliegend
in ihren Nuten 4 zu halten, um das Öffnen der unteren Zungen 13 der Nadeln 5 während
der Übertragung aller Nadeln vom oberen Zylinder 3 zum unteren Zylinder 2 zu sichern.
Der obere Nocken C2 wirkt in ähnlicher Weise und hält die oberen aufnehmenden Schieber
7 während des Offnens der oberen Nadelzungen bei der Übertragung ausgewählter Nadeln
vom unteren Zylinder 2 in den oberen Zylinder 3 eng anliegend an ihren Nuten 4'.
Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, daß, wenn sowohl die oberen als auch die
unteren Schieber anfänglich in der üblichen Weise zu Beginn eines Übertragungsvorganges
nach oben oder unten in Richtung zueinander verschoben werden, auf beide Gruppen
von Schiebern die beiden in senkrechter Ausfluchtung befindlichen Nocken Cl und
C2 wirken, wodurch die Nadeln festgehalten werden, während die entsprechenden 13
Zungen derselben geöffnet werden.
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Bei der dargestellten Anordnung hat der im unteren Strickschloß zur
Wirkung auf die Füße oder unteren Enden 20 der unteren Schieber 6 vorgesehene Schwenknocken
18 die Aufgabe, diese Schieber nach außen zu verschwenken, so daß sie bei der Übertragung
vom
unteren Zylinder zum oberen Zylinder außer Eingriff mit den Nadeln 5 kommen. Dieser
Sch-,venknocken 18 ist in senkrechter Ausfluchtung mit dem Nocken C4 angeordnet,
der dem oberen Strickschloß zur Steuerung der oberen Schieber 7 zugeordnet ist,
die die erwähnten Nadeln aufnehmen sollen. In ähnlicher Weise ist der Nocken C3,
der dem unteren Strickschloß zugeordnet ist, in senkrechter Ausfluchtung zum Schwenknocken
19 im oberen Schloß angeordnet.
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Die Nocken können auf beliebigen geeigneten Haltern, Gleitstücken
od. dgl. angeordnet sein. Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, daß die Nocken
sowohl radial in Richtung zu den Zylindern und von diesen weg als auch seitlich,
d. h. in jeder Umfangsrichtung gegenüber den Zylindern, verstellt werden können.
Wenn gewünscht, können die Nocken auch nach oben und unten, d. h., bezogen auf die
Zylinder, in axialer Richtung verstellbar vorgesehen werden. Diese verschiedenen
Verstellmöglichkeiten lassen eine genaue Einstellung der Nocken in der richtigen
Lage zu. Bei dem in Fig. 1 dargestellten Beispiel ist der Nocken C4 mit Hilfe einer
Schraube 27 am unteren Ende eines senkrechten Trägerstücks 28 befestigt, das seinerseits
an seinem oberen Ende durch eine Schraube 29 an einem kleinen Block 30 befestigt
ist. Eine weitere Schraube 31, die in eine in der Unterseite des oberen Schloßmantels
9 vorgesehene Gewindebohrung eingeschraubt ist, dient zur Befestigung des Blocks
30 in seiner Lage. Infolge des Umstandes, daß die Schraube 27 sich durch eine erweiterte,
im senkrechten Trägerstück 28 vorgesehene Bohrung 32, d. h. durch eine Bohrung,
deren Durchmesser wesentlich größer ist als derjenige der Schraube, erstreckt, kann
der Nocken C4 senkrecht nach oben oder unten verstellt werden. In ähnlicher Weise
können dadurch, daß die Schraube 31 durch eine erweiterte, im Block 30 vorgesehene
Bohrung 33 geführt ist, das Trägerstück 28 und damit der Nocken C4 sowohl radial
als auch seitlich verstellt werden. Das Trägerstück 28 und der Block 30 bilden daher
zusammen einen Halter. Der Steuernocken C2 ist in genau der gleichen Weise wie der
Nocken C4 angeordnet und verstellbar. Ähnliche verstellbare Lagerungen sind für
die Nokken Cl und C3 vorgesehen, obwohl natürlich in diesem Falle sich die
Trägerstücke statt nach unten von der Oberseite des unteren Schloßmantels 8 nach
oben erstrecken. Die Trägerstücke weichen in ihrer Länge natürlich je nach der durch
die Nocken in der Höhe einzunehmenden Lage voneinander ab.
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Bei der besonderen in Fig. 2 gezeigten Anordnung weist der Übertragungsabschnitt
des oberen Strickschlosses ein zurückziehbares übertragungsschloßteil 34 nach Art
eines Bolzens auf, das unmittelbar vor dem oberen Schwenknocken 19 angeordnet ist,
und cor diesem Übertragungsschloßteil ist das vorerwähnte Schloßteil 24 vorgesehen,
das ebenfalls nach Art eines Bolzens ausgebildet ist und festlegt, ob die Betätigungsfüße
7 a der oberen Schieber 7 von dem Cbertragungsschloßteil34 erfaßt werden sollen
oder eicht. Das ebenfalls im oberen Übertragungsabschnitt vorgesehene Aufnahmeschloßtei125
ist oberhalb des oberen Nockens C4 angeordnet und dient dazu, die oberen Schieber
7 in der richtigen Höhe zur Aufnahme ausgewählter Nadeln 5, die vom unteren Zylinder
2 nach oben übertragen werden, anzuordnen.
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Der entsprechende Abschnitt des unteren Strickschlosses weist zwei
übertragungsschloßteile 26 und 35 auf, die in senkrechtem Abstand übereinander angeordnet
sind. Das obere Übertragungsschloßtei126 wirkt auf die Betätigungsfüße 6a von bestimmter
Länge der unteren Schieber nur, wenn jede zweite Nadel vom unteren zum oberen Zylinder
für die Herstellung einer 1 - 1 gerippten Ware übertragen und das untere Übertragungsschloßteil
35 zur wahlweisen Übertragung verwendet wird, da es auf nicht gezeigte Füße ausgewählter
Platinen der in Fig. 1 bei 36 dargestellten Art, die unter den unteren Schiebern
6 angeordnet sind, wirkt. Das obere 1 - 1-Übertragungsschloßteil 26 ist unmittelbar
vor dem unteren Schwenknocken 18 angeordnet. Dem Ubertragungsschloßteil26 eilt ein
unteres Aufnahmeschloßteil37 voraus, so daß die unteren Schieber in der richtigen
Höhe zur Aufnahme von vom oberen Zylinder 3 nach unten übertragenen Nadeln angeordnet
sind. In Verbindung mit diesem unteren Aufnahmeschloßtei137 ist ein zurückziehbares
Bolzenschloßteil 38 vorgesehen, das, wenn es sich in seiner Arbeitsstellung befindet,
die Betätigungsfüße 6a anhebt und sie mit dem erwähnten Aufnahmeschloßteil zur Einwirkung
bringt Land welches, wenn es zurückgezogen wird, den Vorbeigang dieser Füße am Aufnahmeschloßteil
37 in einer niedrigen Höhe ermöglicht. Ein nicht ausgewählter unterer Schieber,
der sich mit seinem Fuß 6ca in dieser Höhe befindet, und eine entsprechende Nadel
in einer nicht strickenden Stellung sind im unteren Teil der Fig. 1 gezeigt. Bei
P ist in Fig. 2 eine nicht gezeigte Mustervorrichtung vorgesehen, die auf die Platinen
36 während der wahlweisen Übertragungsvorgänge einwirkt. Auf die ausgewählten Platinen
wirkt ein Platinenanhebeschloßteil39, das ebenfalls nach Art eines zurückziehbaren
Bolzens ausgebildet ist.
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In jeder anderen Beziehung sind die Übertragungseinrichtungen von
an sich bekannter Art.
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Wenn nicht gestrickt wird, kann die Maschine gemäß der Erfindung gefahrlos
ohne Garn oder Maschen auf den Nadeln laufen. Außerdem sind die Nadeln, wenn die
Ware abgesprengt wird, keiner Beschädigung ausgesetzt.
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Die Erfindung ist besonders vorteilhaft in Anwendung auf Maschinen
von hoher Feinheit, bei welchen die Nadeln feine Zungen haben.