DE1104508B - Verfahren zur Herstellung von methylidenaminoalkylgruppenhaltigen Silanverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von methylidenaminoalkylgruppenhaltigen Silanverbindungen

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DE1104508B
DE1104508B DEU7192A DEU0007192A DE1104508B DE 1104508 B DE1104508 B DE 1104508B DE U7192 A DEU7192 A DE U7192A DE U0007192 A DEU0007192 A DE U0007192A DE 1104508 B DE1104508 B DE 1104508B
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flask
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DEU7192A
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Ronald Marston Pike
Robert John Lisanke
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Union Carbide Corp
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Union Carbide Corp
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F7/00Compounds containing elements of Groups 4 or 14 of the Periodic Table
    • C07F7/02Silicon compounds
    • C07F7/08Compounds having one or more C—Si linkages
    • C07F7/0834Compounds having one or more O-Si linkage

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von methylidenaminoalkylgrupp enhaltigen Silanverbindungen Die Erfindung bezieht sich auf Verfahren zur Herstellung von Organosiliciumverbindungen, die neben anderen möglichen funktionellen Gruppen eine Methylidenaminogruppe enthalten, in der das Stickstoffatom über eine Polymethylenkette von mindestens 3 Kohlenstoffatomen an ein Siliciumatom gebunden ist.
  • Die vorliegende Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß man eine Methylidenaminogruppen enthaltende Siliciumverbindung, in der das Stickstoffatom über eine Polymethylenbrücke an das Siliciumatom gebunden ist, herstellen kann, indem man ein Aminoalkylalkoxysilan der allgemeinen Formel in der a eine ganze Zahl von mindestens 3 und vorzugsweise 3 oder 4, b eine ganze Zahl von 0 bis 2, vorzugsweise 0 oder 1, ist, R" eine Alkyl- oder Anylgruppe und X eine Alkoxygruppe bedeutet, mit einem Aldehyd oder einem Keton umsetzt und das erhaltene Silan isoliert. Die Reaktion verläuft nach folgender Gleichung: wobei R und R' entweder Wasserstoffatome oder Kohlenwasserstoffreste, z. B. eine Alkyl-, Alkenyl- oder Arylgruppe, sind.
  • Als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren verwendbare Aminoalkylalkoxysilane sind solche, bei denen der Substituent R" z. B. eine Methyl-, Äthyl-, Propyl- oder Butylgruppe oder eine Arylgruppe, wie die Phenyl-, Naphthyl- oder Tolylgruppe, X eine Alkoxygruppe, wie die Methoxy-, Äthoxy- oder Propoxygruppe, bedeuten. Beispiele hierfür sind: y-Aminopropyltriäthoxysilan, y-Aminopropyltripropoxysilan, y-Aminopropylmethyldiäthoxysilan, y-Aminopropyläthyldiäthoxysilan, y-Aminopropylphenyldiäthoxysilan, b-Aminobutyltriäthoxysilan, d-Aminobutylmethyldiäthoxysilan, O-Aminobutyläthyldiäthoxysilan, ô-Aminobutylphenyldiäthoxysilan und ähnliche Verbindungen.
  • Als Ausgangsmaterial im erfindungsgemäßen Verfahren verwendbare Aldehyde und Ketone können z. B. durch die Formel wiedergegeben werden, in der R und R' entweder Wasserstoffatome oder Kohlenwasserstoffreste, wie Alkyl-, Aryl- oder Alkenylgruppen, z. B. die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Allyl-, Vinyl-, Crotonyl-, Phenyl-, Tolyl-, Naphthyl-, Xylyl- oder Mesitylgruppe, bedeuten. Diese Kohlenwasserstoffgruppen können gegebenenfalls substituiert sein, z. B. durch Nitrogruppen, Halogenatome, Hydroxyl- oder Alkoxygruppen. Geeignete Verbindungen sind z. B. Aldehyde, wie Formaldehyd, Acetaldehyd, Butyraldehyd, 2-Äthylbutyraldehyd, n-Octylaldehyd, Acrolein, Crotonaldehyd, Methacrolein, 2-Äthyl-3-propylacrolein, Benzaldehyd, Toluylaldehyd, oder Ketone, wie Aceton, Methylisobutylketon, Methyläthylketon, Äthylbutylketon, Methylvinylketon, Allylisobutylketon, Isophoron, Mesityloxyd, Acetonphenon, Isobutylphenylketon, a-Methyl-styrol-keton.
  • Man kann auch substituierte Aldehyde, z. B. cs-Nitrobutyraldehyd, 4-Chlor-2-äthylbutyraldehyd, Salicylaldehyd, Anisaldehyd, 4,4'-Dihydroxybenzophenon oder p-Nitroacetophenon verwenden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann man in der Weise ausführen, daß man ein Aminoalkylalkoxysilan mit einem Aldehyd oder Keton mischt und dieses Ge misch auf eine Temperatur hält, bei der die Ausgangsprodukte miteinander reagieren. Man erhält als Reaktionsprodukte Wasser und ein Organosilan mit einer Methylidenaminogruppe, das über eine Polymethylenkette von mindestens 3 Kohlenstoffatomen an ein Siliciumatom gebunden ist.
  • Die relativen Mengen des als Ausgangsmaterial im erfindungsgemäßen Verfahren verwendeten Aminoalkylsilans und der Oxoverbindung sind nicht ausschlaggebend.
  • Man kann je Grammatom Stickstoff des Ausgangsmaterials 1 bis 40 chemische Äquivalente, bezogen auf die Carbonylgruppe, Aldehyd oder Keton verwenden. Vorzugsweise nimmt man jedoch je Grammatom im Ausgangsmaterial vorhandenen Stickstoffs 1 bis 2 chemische Äquivalente (bezogen auf die Carbonylgruppe) der als Ausgangsmaterial verwendeten Oxoverbindung. Man kann die Ausgangsmaterialien auch in anderen Mengenverhältnissen einsetzen, ohne jedoch dadurch einen besonderen Vorteil zu erzielen.
  • Die Umsetzung kann man bei Temperaturen durchführen, die, da sie nicht ausschlaggebend sind, innerhalb eines weiten Bereiches variieren können. So kann man schon bei 0° C und auch noch bei 2500 C arbeiten, vorzugsweise aber wählt man die Reaktionstemperatur im Bereich von etwa 5 bis etwa 1500C; andere Arbeitstemperaturen sind zwar möglich, jedoch ist kein nennenswerter Vorteil dadurch zu erreichen. Bei Temperatur unterhalb 5"C verläuft die Reaktion sehr langsam, während bei Temperaturen oberhalb 250"C unerwünschte Nebenreaktionen ablaufen können.
  • Die Umsetzung mit dem Aminoalkylsilan und den Aldehyden oder Ketonen wird zweckmäßig in einer flüssigen organischen Verbindung durchgeführt, in der die beiden Ausgangsstoffe löslich sind, mit der sie aber nicht reagieren.
  • Vorzugsweise verwendet man ein mit Wasser mischbares organisches Lösungsmittel. Man vermindert so die Hydrolyse der Alkoxygruppen des Aminoalkylalkoxysilans durch das bei der Umsetzung dieses Aminoalkylalkoxysilans mit dem Aldehyd oder Keton gebildete Wasser.
  • Als geeignete organische Lösungsmittel seien z. B. genannt: cyclische Äther, wie Tetrahydrofuran, und Verbindungen, die durch die Formel R"'O(CH2CH2O)xH dargestellt werden, in der R"' eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 C-Atomen bedeutet und x eine ganze Zahl von 1 bis 2 ist.
  • Die Menge des Lösungsmittels ist nicht ausschlaggebend.
  • Man kann z. B. 10 bis 400 Geffichtsteile, vorzugsweise aber 20 bis 100 Gewichtsteile, Lösungsmittel je 100 Gewicht steile sämtlicher Ausgangsmaterialien verwenden.
  • Andere AIengenverhältnisse sind zwar möglich, man erreicht jedoch dadurch keinen beachtlichen Vorteil.
  • Eine der Reaktionsprodukte bei Durchführung des Verfahrens ist Wasser. Man entfernt es vorzugsweise durch Zugabe eines der obengenannten organischen Lösungsmittel, die nicht nur die Ausgangsstoffe auflösen, sondern auch mit dem Wasser ein azeotropes Gemisch bilden; man erhitzt dann dieses Reaktionsgemisch genügend hoch, um dieses Azeotrop abzudestillieren, befreit das Kondensat von Wasser und gewinnt so das wasserfreie Lösungsmittel zurück, das man erneut verwenden kann. Man kann das Wasser aber auch durch genügend hohes Erhitzen aus dem Reaktionsgemisch entfernen oder man kann ein hydrophiles Absorptions- oder Adsorptionsmittel dem Reaktionsgemisch hinzufügen.
  • Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen sind Organosiliciumverbindungen, die eine Methylidenaminogruppe enthalten, in der das Stickstoffatom über eine Polymethylenkette von mindestens 3 Kohlenstoffatomen an ein Siliciumatom gebunden ist. Die Methylidenaminogruppe kann durch die Formel | C=N-| dargestellt werden, in der das Kohlenstoffatom einer gegebenenfalls substituierten Methylidengruppe, z. B. einer Phenylmethyliden- (oder Benzal-) Gruppe oder einer Diphenylmethylidengruppe oder einer Vinylmethyliden-(oder Allyliden-) Gruppe oder einer Äthylmethyliden-(oder Propyliden-) Gruppe angehört.
  • Die aus den Aminoalkylalkoxysilanen und den Aldehyden und Ketonen hergestellten Verbindungen sind Methylidenaminoalkylalkoxysilane der Formel in der R, R', a und R", X und b die oben beschriebenen Bedeutungen haben, z. B. Methylidenaminopropyltriäthoxysilan, Phenylmethylidenaminobutylmethyldiäthoxysilan, Äthylmethylidenaminobutyldimethyläthoxysilan und ähnliche Verbindungen.
  • Diese Verbindungen sind besonders geeignet als Sonnenschutzmittel bzw. als Absorptionsmittel für Ultraviolettstrahlen und als chelatbildende Mittel. Außerdem können die Methylidenaminoalkylalkoxysilane mit Silikonelastomeren vor dem Vulkanisieren bzw. Härten entweder nur physikalisch vermischt oder auch durch eine Gleichgewichtsreaktion umgesetzt werden, um die Eigenschaften der gehärteten oder nachgehärteten Elastomeren zu verbessern.
  • Beispiel 1 In einem l-l-Dreihalsrundkolben wurden 66,3 g (0,3 Mol) y-Aminopropyltriäthoxysilan in 400 cm3 Benzol gelöst.
  • Der Kolben wurde mit einer Falle, einem Rückflußkühler, einem magnetischen Rührer und einem Tropftrichter versehen. Der Kolbeninhalt wurde durch einen Wärmemantel auf Rückflußtemperatur erhitzt, während unter Rühren innerhalb von 3 Stunden eine Lösung von 39,6 g (0,3 Mol) Zimtaldehyd in 350 cm3 Benzol bei einer Temperatur zwischen 80 und 110°C in obige Lösung zugetropft wurde.
  • Das während des Zutropfens gebildete Wasser wurde in der Falle aufgefangen. Während die flüssige Phase des Reaktionsgemisches intensivdunkelbernsteinfarbig wurde, bildete sich eine kleine Menge stark gelborangegefärbter Feststoffe im Kolben. DasReaktionsgemisch wurde weitere 2 Stunden unter Rückfluß gehalten. Es wurden hierbei 5,3 cm3 Wasser aufgefangen.
  • Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurde das Reaktionsgemisch filtriert. Die abgetrennten orangegelben Feststoffe wurden danach mit 100 cm3 Benzol gewaschen, filtriert und im Vakuum über wasserfreiem Calciumchlorid getrocknet. Das Trockengewicht des festen Stoffes war 8,9 g. Die Filtrate wurden zusammengegeben und durch Destillation in zwei Stufen zur Trockene verdampft. Zuerst wurden bei Atmosphärendruck und einer Kopftemperatur von 84"C Benzol und die anderen flüchtigen Substanzen entfernt, dann wurde der Rückstand 45 Minuten lang bei einer Maximaltemperatur von 175°C und einem Druck von 1,0 mm Hg erhitzt. Man erhielt 92,3 g (92°/o Ausbeute) Styrylmethylidenaminopropyltriäthoxysilan bzw. Cinnamylaminopropyltriäthoxysilan: C6HsCH = CH - CH = - N - (CH2)3Si(0C2H5)3, eine dunkelbernsteinfarbene Flüssigkeit von Brechungsindex n25 = 1,5056 und einer bei 25"C gemessenen Viskosität von 170 cP.
  • Analyse der dunkelbernsteinfarbenen Flüssigkeit: Berechnet ... C 64,5, H8,8, N 4,2, 0 14,4, Si8,5; gefunden .... C61,7, H8,8, N4,1, 015,5, Si9,9.
  • Sämtliche Werte sind als Gewichtsprozent angegeben.
  • Infrarotabsorption der dunkelbernsteinfarbenen Flüssigkeit: Absorption bei 1608 cm-l, entsprechend der C = C (Phenyl)-Gruppierung, 1640 cm-1, entsprechend der C = C (Alkenyl)-Gruppierung, 1678 cm-1, entsprechend der C = N-Gruppierung, 1100 cm-l und 1075 cm-1, entsprechend der SiOC2Hs-Gruppierung.
  • Infrarotspektr en der gefärbten Festsubstanz (korrespondierendes Polysiloxan) zeigte intensive Absorption bei 1130 cm-l, entsprechend der SiOl,s-Gruppierung, 1608 cm-1, entsprechend der C = C (Phenyl)-Gruppierung, 1630 cm-1, entsprechend der C = C (Alkenyl)-Gruppierung. und Absorption mittlerer Intensität bei 1670 cm-l, entsprechend der C = N-Gruppierung.
  • Beispiel 2 In einen 500-cm3-Dreihalsrundkolben mit Tropftrichter, magnetischem Rührer und einem Thermometer, das bis in die flüssige Phase reicht, wurden 57,2 g (0,3 Mol) y-Aminopropylmethyldiäthoxysilan und 50 cm3 Tetrahydrofuran gegeben. Unter kräftigem. Rühren wurden dann 36,7 g (0,3 Mol) frisch destillierter Salicylaldehyd, in 50 cm3 Tetrahydrofuran gelöst, zu der obigen Lösung zugetropft. Bei Zugabe der Aldehydlösung wurde kein fester Körper gebildet, d. h., es wurde kein Polysiloxan gebildet. Die Temperatur des Kolbeninhalts stieg während der ersten 25 Minuten des Zutropfens von 28,5 auf 50"C; man kühlte daher mit einem Eisbad, um die Temperatur nicht über 50"C ansteigen zu lassen. Die Zugabe der Aldehydlösung war nach insgesamt 1,5 Stunden beendet. Der Kolbeninhalt wurde nun 2 Stunden bei Raumtemperatur gerührt und dann innerhalb 1,5 Stunden bei einer Maximalbehältertemperatur von 175"C, einem maximalen verminderten Druck von 1,0 mm Hg, einer maximalen Kopftemperatur von 35"C und einer maximalen Manteltemperatur von 250 bis 275°C im Vakuum zur Trockene verdampft. Man erhielt als Rückstand 84,2 g (95°/0 Ausbeute) eines dunkelbernsteinfarbenen Öls mit dem Brechungsindex 825 = 1,5404 und der Viskosität von 485 cP, bei 25"C. Dieses Ö1 war 2-Hydroxyphenylmethylidenaminopropylmethyldiäthoxysilan der Formel HOC6H4CH = N(CH2)3Si(CH3) (OC3H5)2 Analyse des dunkelbernsteinfarbenen Öls: Berechnet ... C 60,9, H8,5, N 4,8, 0 16,3, Si 9,5; gefunden .... C 60,1, H 7,4, N 4,8, 0 16,7, Si 11,0.
  • Sämtliche Werte sind als Gewichtsprozent angegeben.
  • Die Infrarotspektren dieses Produktes zeigten starke Absorptionsbanden bei 1680 cm-1, entsprechend der C = N-Gruppierung, 1600 cm-1, entsprechend der C = C (Phenyl)-Gruppe, 1258 cm-l, entsprechend der SiCH3-Gruppe und 1100 cm-l und 1075 cm-l, entsprechend der SiOC2Hs-Gruppe.
  • Im Bereich von 0,003 bis 0,004mm wurde ein sehr breites Band, charakteristisch für eine typische Wasserstoffbindung, erhalten.
  • Beispiel 3 In einem mit Rückflußkühler, magnetischem Rührer, Tropftrichter und Thermometer versehenen 500-cm3-Dreihalsrundkolben wurden 66,5 g (0,3 Mol) y-Aminopropyltriäthoxysilan in 50 cm3 Diäthylenglykolmonobutyläther gelöst. In den Tropftrichter wurde eine Lösung von 24,2 g (0,3 Mol) Formaldehyd (37 % Gewichtsprozent, wäßrig) in 50 cm3 des obigen Lösungsmittels gegeben.
  • Die Aldehydlösung wurde unter Rühren und Außenkühlung in den Rundkolben mit einer Geschwindigkeit zugetropft, daß die Temperatur des Reaktionsgemisches nicht über 40"C ansteigen konnte. Die Zugabe war nach 1112 Stunden beendet. Danach wurde bei einer Temperatur von 75"C weitere 2 Stunden gerührt, das Reaktionsgemisch danach auf Zimmertemperatur abgekühlt und anschließend im Vakuum in einer Kolonne, die mit einer Trockeneisfalle ausgerüstet war, fraktioniert destilliert, wobei die folgenden Fraktionen erhalten wurden:
    Fraktion Gewicht | Kopftemperatur | Druck »2s
    (g) (o C) (mm Hg)
    1 8,5 29 bis 107 44 1,3385
    2 41,7 96 bis 113 21 1,4297
    3 48,3 96 bis 100 18 1,4300
    4 4,8 108 16 1,4300
    5 11,2 108 16 1,4306
    6 5,5 108 bis 116 16 1,4339
    7 62,8 1,4498
    (Rück-
    stand)
    Die Destillation wurde unterbrochen, als die Temperatur plötzlich scharf auf 116°C (Fraktion 6) anstieg und beginnende Zersetzung (Dämpfe in der Trockeneisfalle) beobachtet wurde. Der Rückstand (Fraktion 7) war eine wasserhelle Flüssigkeit, Methylidenaminopropyltriäthoxysilan CH3 = N(CH2)3Si(oC2Hs)3 mit dem Brechungsindex 2fl5 = 1,4498 und der Viskosität von 380 cP bei 25°C.
  • Analyse des Rückstandes: Berechnet ... N 6,0, Si 12,0, OC2Hs 57,7; gefunden .... N 6,0, Si 12,0, O C2 Hs 49,6.
  • Sämtliche Werte sind als Gewichtsprozent angegeben.
  • Die Infrarotabsorption des Rückstandes zeigte bei 1100 und 1075 cm-l die SiOC2Hs-Gruppe an und bei 1680 cm-l die C = N-Gruppe. NH3- oder CO H-Gruppen konnten im Spektrum nicht ermittelt werden.
  • Beispiel 4 Man brachte 28,6 g (0,15 Mol) y-Aminopropylmethyldiäthoxysilan in einen 500-cm3-Rundhalskolben und fügte dann 100 cm3 Toluol zu. 35,1 g (0,15 Mol) Dibenzalaceton wurden in 100 cm3 Tetrahydrofuran gelöst und dann vorsichtig unter Rühren in vier Portionen zu dem Kolbeninhalt zugegeben. Im Verlauf dieser Zugabe stieg die Temperatur des Kolbens von 25,0 auf 28,5°C. Eine Soxhlethülse mit guter Filtereinwirkung wurde mit 20 g wasserfreiem Calciumsulfat gefüllt und in den Soxhletapparat gegeben. Das Reaktionsgemisch wurde 3 Stunden lang bei einer Temperatur zwischen 100 und 1500C unter Rückfluß erhitzt. Dann wurde der Kolben auf Raumtemperatur abgekühlt, die Soxhlethülse nochmals mit wasserfreiem Calciumsulfat gefüllt und der Kolbeninhalt weitere 3 Stunden unter Rückfluß gehalten, wobei sich beim Kochen unter Rückfluß das Reaktionsgemisch intensiv verfärbte. Die Lösung wechselte von hellgelb zu dunkelbernsteinfarben während des Erhitzens. Die Lösung wurde dann innerhalb 1,25 Stunden bei einer Maximale temperatur von 90 bis 115 C und einem maximalen verminderten Druck von 1,0 mm Hg zur Trockene eingeengt. Man erhielt 40,1 eines intensivdunkelbernsteinfarbenen Öls. Dieses Ö1 wurde zweimal mit je 350 cm3 Petroläther durchgearbeitet, um das nicht umgesetzte Dibenzalaceton von dem substituierten Methylidenalkylsilylprodukt abzutrennen. Die Petrolätherfraktionen wurden dekantiert und dann gemeinsam im Verlauf llo Stunde zuerst bei Atmosphärendruck, danach im Vakuum durch Erhitzen zur Trockene eingeengt bei maximal 1,0 mm Hg und einer Temperatur von 120°C an der Kolbenwand. Man erhielt 28,0 g, entsprechend 470!o Ausbeute, Distyrylmethylidenaminopropylmethyldiäthoxysilan der Formel (C6R5CH = CH)2C = N(CH2)3Si(CH3) (OC2H5)2 eines dunklen viskosen Öls vom Brechungsexponenten ;t2 1,5569.
  • Analyse des dunklen viskosen Öls: Berechnet ... N 3,4, Si 6,9; gefunden .... N 2,7, Si 7,1.
  • Sämtliche Werte sind als Gewichtsprozent angegeben.
  • Die Infrarotspektren des Reaktionsprodukts zeigten starke Banden bei 1100 und 1075 cm-l, entsprechend der SiOC2H5-Gruppe, 1588 cm-l, entsprechend der C = C (Phenyl)-Gruppe, 1630 cm-l, entsprechend der C = C (Alkenyl)-Gruppe, 1680 cm-l, entsprechend der C = N-Gruppe, 1255 cm-l, entsprechend der SiCH3-Gruppe.
  • Beispiel 5 In einen 500-cm3-Rundkolben wurden 66,3 g (0,3 Mol) i-Aminopropyltriäthoxysilan und 175,0 g (3,0 Mol) Aceton gegeben. Der Kolben wurde mit einem Soxhletapparat verbunden und eine doppelte Soxhlethülse mit 20 g Calciumsulfat in den Kolben gebracht. Der Kolbeninhalt bildete eine Lösung und wurde 3 Stunden lang unter Rückfluß gehalten, wobei die Lösung sich ganz schwach verfärbte. Die Lösung wurde auf Raumtemperatur abgekühlt. Dann wurden 20 g eines hydrophylen Absorptionsmittels in den Kolben gegeben, und bei weiterem 3stündigem Rückfluekochen zwischen 55 und 900 C wurde nun eine deutliche Farbveränderung beobachtet. Die Lösung hatte eine bestimmte gelbe Farbe, wie sie für die meisten substituierten Methylidenaminoderivate typisch ist. Man fügte weitere 20 g eines hydrophilen Absorptionsmittels zu und hielt die gelbe Lösung weitere 2 Stunden unter Rückfluß. Die Lösung verfärbte sich nicht mehr weiter. Danach wurde die Lösung innerhalb 2ll2 Stunden bei einer maximalen Behältertemperatur von 120°C und einen maximalen verminderten Druck von 1,0mm-Hg zur Trockene verdampft. Man erhielt 72,7 g (93 °lO Ausbeute) Dimethylmethylidenaminopropyltriäthoxysilan bzw. Isopropylidenaminopropyltriäthoxysilan (CH3)2C = N - (CH2)3Si(OC2H5) einer hellgelben Flüssigkeit vom Brechungsindex 1l25 = 1,4387 und der Viskosität von 13 cP bei 25"C.
  • Analyse des Reaktionsproduktes: Berechnet ... N 5,4, Si 10,9; gefunden .... N 4,8, Si 11,8.
  • Sämtliche Werte sind als Gewichtsprozent angegeben.
  • Die Infrarotspektren des Reaktionsproduktes zeigten starke Absorptionsbanden bei 1100 und 1075 cm-l, entsprechend der SiOC2H5-Gruppe; 1668 cm-l, entsprechend der C = N-Gruppe.
  • Beispiel 6 In einen 500-cm3-Dreihalsrundkolben mit Rückflußkühler, magnetischem Rührer, Tropftrichter und Thermometer wurden 70,9 g (0,3 Mol) ö-Aminobutyftriäthoxysilan, in 100 cm3 Tetrahydrofuran gelöst, gegeben. Durch den Tropftrichter wurden 38,4 g (0,3 Mol) frisch destillierter Octylaldehyd unter Rühren innerhalb 1 Stunde in das Reaktionsgemisch eingetropft; dabei wurde der Dreihalskolben so gekühlt, daß die Temperatur des Reaktionsgemisches nicht über 5C ansteigen konnte. Bei Zugabe des Aldehyds wurde keine Niederschlagsbildung im Kolben beobachtet. Das Reaktionsgemisch wurde weitere 2 Stunden lang gerührt, während welcher Zeit man die Temperatur des Reaktionsgemisches auf Raumtemperatur ansteigen ließ. Unter Rühren wurden dann vorsichtig 10 g wasserfreies Natriumacetat zugefügt, danach wurde das Reaktionsgemisch 18 Stunden lang bei 0°C gehalten, dann wurde durch eine Glasfritte filtriert.
  • Man erhielt ein bernsteinfarbenes klares Filtrat, das dann im Vakuum durch eine mit einer Trockeneisfalle ausgerüsteten Kolonne destilliert wurde, wobei man die folgenden Fraktionen erhielt:
    Fraktion | Gewicht | Kopftemperatur | Druck und 25
    (g) (° C) (mm Hg)
    1 15,4 110 bis 134 0,6 1,4255
    2 16,0 134 bis 143,5 0,6 1,4285
    3 56,7 143,5 bis 166 0,6 1,4358
    4 15,1 166 bis 174 0,6 1,4412
    5 29,4 174 0,6 1,4688
    Bei scharfem Temperaturanstieg auf 1740 C (Fraktion4) wurde die Destillation unterbrochen; hier setzte die Zersetzung ein, man beobachtete Dämpfe in der Trockeneisfalle. Das Reaktionsprodukt (Fraktion 3), nämlich Octylidenaminobutyltriäthoxysilan bzw. n-Heptylmethylidenaminobutyltriäthoxysilan, eine wasserhelle klare Flüssigkeit der Strukturformel CH3(CH2)sCH = N - (CH2)4Si (OC2H3)3 zeigte einen Brechungsindex von M8 = 1 4358.
  • Analyse des Reaktionsproduktes (Fraktion 3): Berechnet ... C 62,7, H 11,3, N 4,1, 0 13,9, Si8,1; gefunden .... C 62,5, H 13,3, N 3,4, 0 12,7, Si8,2.
  • Sämtliche Werte sind als Gewichtsprozent angegeben.
  • Molekulargewicht: 345 (berechnet), 361 (gefunden).
  • Die Infrarotanalyse des Reaktionsproduktes zeigte starke Absorptionsbanden bei 1100 und 1075 cm-l, entsprechend der SiOC2H5-Gruppe, 1675 cm-l, entsprechend der C = N-Gruppe.
  • Bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann man auch als organische carbonylgruppenhaltige Ausgangsprodukte Aldehyde und Ketone verwenden, die eine zweite Carbonylgruppe enthalten. So kann in der oben angegebenen allgemeinen Formel, welche die als Ausgangsmaterial verwendeten organischen carbonylgruppenhaltigen Verbindungen definiert, entweder R oder R' eine Gruppe der Formel bedeuten, in der B ein Wasserstoffatom oder eine wie oben beschriebene Kohlenwasserstoffgruppe oder auch Äthergruppen (Alkoxyalkylgruppen) darstellt und n eine ganze Zahl 1, 3 oder mehr sein kann.
  • Sind im Ausgangsmaterial zwei Carbonylgruppen vorhanden und wird die Reaktion erfindungsgemäß durchgeführt, so kann man organisch substituierte Methylidenaminoalkylsilylverbindungen erhalten, deren organische Substituenten entweder eine Carbonylgruppe oder eine zweite Methylidenaminoalkylsilylgruppierung enthalten Man kann als Ausgangsmaterial für das erfindungsgemäße Verfahren auch cyclische Kohlenwasserstoffe venvenden, bei denen eines der Kohlenwasserstoffatome Teil einer Carbonylgruppe sein kann, z. B. CycIohexanon.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRüCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von methylidenariinoalkylgruppenhaltigen Silanverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Aminoalkylalkoxysilan der Formel in der a eine ganze Zahl von mindestens 3, b eine ganze Zahl von 0 bis 2 ist, R" eine Alkyl- oder Arylgruppe und X eine Alkoxygruppe darstellt, mit einem Aldehyd oder Keton umsetzt und das erhaltene Silan isoliert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion in einem für die Reaktionskomponenten gemeinsamen Lösungsmittelsystem bei einer Temperatur von 5 bis 150°C durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Lösungsmittel verwendet, das mit Wasser ein azeotropes Gemisch bildet.
DEU7192A 1956-10-12 1957-10-11 Verfahren zur Herstellung von methylidenaminoalkylgruppenhaltigen Silanverbindungen Pending DE1104508B (de)

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