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TECHNISCHES GEBIET
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung,
bei welcher die mechanische Stärke einer nicht brennbaren
Magnesiumlegierung verbessert wird.
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STAND DER TECHNIK
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Magnesiumlegierungen
sind sehr leicht, weshalb sie verstärkt als Ersatz für
Aluminium oder Aluminium-Legierungen verwendet werden. Magnesiumlegierungen
gehören zu den leichtesten Metallen in der praktischen
Verwendung und weisen beispielsweise eine recht hohe spezifische
Festigkeit und spezifische Elastizitätsmodul-Werte auf,
die sich durch Teilung von Stärke und Elastizitätsmodul
durch Dichte ergeben. Dies führt dazu, dass ein wachsender
Bedarf für solche Magnesiumlegierungen zukünftig
auf industriellen Gebieten erwartet wird, auf denen ein leichtes
Gewicht gefordert wird. Obwohl Titan- und Aluminium-Legierungen
stark genug sind, weisen sie Nachteile auf, beispielsweise ein weniger
leichtes Gewicht und schlechtere stoßabsorbierende Eigenschaften
als Magnesiumlegierungen.
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Obwohl
gewöhnliche Magnesiumlegierungen eine vergleichsweise hohe
spezifische Festigkeit aufweisen, ist ihre absolute Festigkeit niedriger
als diejenige von Titan- oder Aluminiumlegierungen. Ein weiterer bekannter
Nachteil von Magnesiumlegierungen ist ihr niedriger Zündpunkt,
was zu leichter Brennbarkeit führt. Es wurden daher nicht
brennbare Magnesiumlegierungen vorgeschlagen, in welchem Kalzium
zu einer Magnesiumlegierung hinzugegeben wird, um den Zündpunkt
der letzteren zu erhöhen und eine nicht brennbare Magnesiumlegierung
zu schaffen, welche sich nicht leicht entzündet, wobei
die nicht brennbare Magnesiumlegierung einer plastischen Bearbeitung
wie etwa Extrusion, Walzen oder dergleichen unterzogen wird (Patentdokument
1).
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Es
wurden verschiedene verbesserte Magnesiumlegierungen vorgeschlagen,
die darauf abzielen, eine Festigkeit zu erreichen, die derjenigen
von Titan- oder Aluminiumlegierungen entspricht. Beispielsweise wurden
Magnesiumlegierungen und Verfahren zur Herstellung derselben vorgeschlagen,
bei welchen die Magnesiumlegierungen eine hohe Festigkeit, eine
hohe spezifische Festigkeit und eine kleine Korngröße
nach plastischer Verformung aufweisen, welche nicht brennbaren Magnesiumlegierungen
erhalten werden durch Zugabe einer vorbestimmten Menge von Ca, Zn
und X zu Mg (wobei X ein Element der seltenen Erden bezeichnet,
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Y, Ce, La, Nd,
Pr, Sm und Mm), wobei die Magnesiumlegierung eine Struktur aufweist,
in welcher die vorstehend genannten Komponenten fein verteilt sind
(siehe beispielsweise Patentdokument 2). Die Feinstruktur wird im
einzelnen durch Zugabe einer vorbestimmten Menge eines Elements
der seltenen Erden und durch Zerstäubung zur Schnellverfestigung
erreicht.
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Es
wurde ferner eine Magnesiumlegierung vorgeschlagen, welche 0,03
bis 0,54 At-% eines gelösten Atoms aus der Gruppe 2 oder
3 der Lanthanoid-Serie des Periodensystems enthält, welches
einen größeren Atomradius als Magnesium aufweist,
sowie Ausgleichsmagnesium, wobei die Magnesiumlegierung gleichermaßen
eine hohe Festigkeit und hohe Leitfähigkeit aufweist (siehe
beispielsweise Patentdokument 3). Diese Magnesiumlegierung weist
eine Feinkornstruktur auf, in welcher die durchschnittliche Korngröße
nicht größer ist als 1,5 μm und die gelösten
Atome in der Nähe der Korngrenzen stärker in einer
Konzentration des 1,5- bis 10-fachen auftreten als die gelösten
Atome in den Kristallkörnern.
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Andere
vorgeschlagene Magnesiumlegierungen zeigen sowohl eine hohe Festigkeit
als auch eine hohe Leitfähigkeit auf und umfassen eine
Legierung, in welcher Magnesium 1,0 bis 4,0 At-% von Zn und 1,0 bis
4,5 At-% von Y in einem vorbestimmten Zusammensetzungsverhältnis
von Zn und Y enthält, wobei die Struktur der Legierung
gleichermaßen eine Zwischenmetallverbindung Mg3Y2Zn und Mg12YZn mit
einer langperiodischen Struktur enthält (siehe beispielsweise
Patentdokument 4). Die Dehngrenze, die Zugstärke und die
Streckdehnung der Legierung werden aufgrund der gleichzeitigen Anwesenheit
der Zwischenmetallverbindung Mg3Y2Zn und der langperiodischen Phase von Mg12YZn verbessert.
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Wie
zuvor beschrieben, weisen nicht brennbare Magnesiumlegierungen,
die man durch Zugabe von Kalzium zu einer Magnesiumlegierung erhält,
einen hohen Zündpunkt, eine hohe mechanische Stärke
und eine gute Handhabbarkeit auf. Es wurden daher Techniken zur
Ausnutzung dieser vorteilhaften Eigenschaften vorgeschlagen, durch
welche solche nicht brennbaren Magnesiumlegierungen in Produkte
wie etwa Helme (siehe beispielsweise Patentdokument 5) und Brillengestelle
(siehe beispielsweise Patentdokument 6) eingearbeitet wurden. Ferner
können Magnesiumlegierungen potentiell in Bauteile in einer
großen Vielfalt von Anwendungen verwendet werden, beispielsweise
in beweglichen Aufbauten von Automobilen, in Zweirädern, Schienenfahrzeugen,
Luftfahrzeugen, Robotern und dergleichen, sowie in Hilfsvorrichtungen,
Vorrichtungen für ältere Menschen und dergleichen.
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Solche
Bauteile erfordern unvermeidlicherweise eine Verbindung, insbesondere
ein Schweißen zwischen Bauteilen. Es wurden unterschiedliche
Magnesiumslegierungen-Schweißtechnologien entwickelt, beispielsweise
Laserschweißen, TIG-Schweißen, MIG-Schweißen
und dergleichen. Es wurde eine Magnesium-Schweißlinie offenbart,
bei welcher beispielsweise ein Grundmaterial wie etwa ein extrudiertes
Produkt einer Magnesiumbasis-Legierung, allerdings nicht eine nicht
brennbare Magnesiumlegierung gemäß der vorliegenden
Erfindung, gezogen wird, gefolgt von einem Oberflächen-Abschälen,
zur Erzeugung einer Magnesium-Schweißlinie mit einer exzellent
zu reinigenden Oberfläche (siehe beispielsweise Patentdokument
7). Obwohl dies keine nicht brennbaren Magnesiumlegierungen gemäß der
vorliegenden Erfindung sind, weisen bekannte Drähte aus
einer Legierung auf Magnesiumbasis eine hervorragende Stärke
und Leitfähigkeit auf und umfassen beispielsweise Legierungen
auf Magnesiumbasis mit Komponenten wie etwa Al, Mn, Zn, Zr und Elemente
der seltenen Erden (siehe beispielsweise Patentdokument 8).
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Wie
zuvor erwähnt, weisen nicht brennbare Magnesiumlegierungen,
die man durch Zugabe von Kalzium zu einer Magnesiumlegierung erhält,
einen hohen Zündpunkt, eine hohe mechanische Stärke
und eine gute Handhabbarkeit auf. Spezifische Beispiele, in denen
diese Vorteile ausgenutzt werden, zeigen die oben erwähnten
Patentdokumente 5 und 6, welche Verbindungen offenbaren, in denen
getrennte Teile einstückig verbunden werden, wobei die
Teile aneinander anstoßen und durch Schmelzschweißen
wie beispielsweise durch Laserschweißen, TIG-Schweißen
oder MIG-Schweißen verbunden werden.
- Patentdokument
1: JP 2000-109963
A
- Patentdokument 2: JP
9-41065 A
- Patentdokument 3: JP
2006-16658 A
- Patentdokument 4: JP
2006-97037 A
- Patentdokument 5: JP
2005-350808 A
- Patentdokument 6: JP
2005-196094 A
- Patentdokument 7: JP
2006-263744 A
- Patentdokument 8: Japanisches
Patent Nr. 3592310
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Wie
zuvor beschrieben, wurden unterschiedliche Technologien zur Verbesserung
der mechanischen Eigenschaften von Magnesiumlegierungen vorgeschlagen.
Magnesiumlegierungen bleiben jedoch mit verschiedenen Problemen
verhaftet, so dass sie für verschiedene Produkte nur unzufriedenstellend
und unzureichend verwendbar sind. Die Anmelder hatten bereits die
Technologie des Patentdokuments 1 beansprucht, in welchem eine hochfeste
nicht brennbare Magnesiumlegierung eine Legierung mit 1,0 bis 15
Massen-% Ca ist, zu welcher Al und Zn teilweise hinzugegeben werden.
Die vorliegende Erfindung, welche die zuvor erwähnte Technologie
weiter entwickelt, bildet eine noch stärkere Legierung.
In Patentdokument 2 müssen teure seltene Erden hinzugegeben
werden, und daher ist die hierdurch erzeugte Legierung unvermeidlicherweise
eine hochpreisige Legierung. Ferner erfordert die Technologie des
Patentdokuments 2 eine Zerstäubung zur Schnellverfestigung
und erfordert hoch technologische Mittel. Obwohl die Legierung gemäß Patentdokument
2 eine hohe Festigkeit aufweist, mit einer Dehngrenze von 510 bis
635 MPa, ist die Bruchdehnung dieser Legierung sehr klein, nämlich
mit 1,0 bis 4,0%, was charakteristisch für ein hoch brüchiges
Material ist.
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Patentdokument
3 zeigt eine Legierung mit verbesserter Streckspannung und Dehnung.
Mit Ausnahme des spezifischen Lösungsatoms Ca sind jedoch
alle weiteren Elemente seltene Erden, welches zu einer hochpreisigen
Legierung führt, wie im vorstehend genannten Fall. Die
Magnesiumlegierung gemäß Patentdokument 4 erreicht
eine Zugfestigkeit von 390 bis 520 MPa und eine Bruchdehnung von
4,5 bis 10,3% bei gleichzeitiger Anwesenheit der Zwischenmetallverbindung
Mg3Y2Zn und der
langperiodischen Phase Mg12YZn. Dies zeigt,
dass eine Kombination von hoher Stärke und hoher Dehnbarkeit
nicht bei Anwesenheit entweder der Zwischenmetallverbindung oder
der langperiodischen Phase allein erreicht werden kann.
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Die
Technologie des Patentdokuments 7 betrifft eine Magnesiumschweißlinie,
wobei der Zweck dieser Technologie ist, die Reinigungsmöglichkeit
der Oberfläche der Schweißlinie zu verbessern.
Diese Technik betrifft nicht die Zusammensetzung eines sogenannten
Schweißzusatzes, wie etwa einer Schweißlinie oder
eines Schweißstabs. Ferner ist die Schweißlinie
keine nicht brennbare Magnesiumlegierung. Obwohl sich die Technologie
des Patentdokuments 8 auf einen Legierungsdraht auf Magnesiumbasis
bezieht, umfaßt der Draht Komponenten wie etwa Al, Mn,
Zn, Zr und Elemente der seltenen Erden. Die Zusammensetzung des
Drahts aus einer Legierung auf Magnesiumbasis unterscheidet sich
somit von derjenigen der hochfesten nicht brennbaren Magnesiumlegierung
der vorliegenden Erfindung. Es ist der Zweck des Patentdokuments
8, eine Feder unter Verwendung des Drahtes zu schaffen. Obwohl Patentdokument
8 die Möglichkeit erwähnt, den Draht als Schweißlinie
zu verwenden, wird kein spezifisches Ausführungsbeispiel
einer solchen Verwendung offenbart. Ferner betrifft die Schweißlinie
keine nicht brennbare Magnesiumlegierung.
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Patentdokument
5 offenbart die Möglichkeit der Verwendung einer nicht
brennbaren Magnesiumlegierung in einem Helm, und das Merkmal des
Schweißens einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung, was
fallweise Schmelzschweißen wie etwa Laserschweißen,
TIG-Schweißen, MIG-Schweißen oder dergleichen
erfordern kann. Patentdokument 5 erwähnt jedoch kein spezifisches
Beispiel für ein solches Merkmal. Bei dem Gegenstand des
Patentdokuments 5 ist darüber hinaus die nicht brennbare
Magnesiumlegierung das Material, das auf der Schweißseite
geschweißt wird, und kein Schweißzusatz zum Schweißen.
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Somit
werden die Vorteile der zuvor beschriebenen Magnesiumlegierungen
der Patentdokumente 2, 3 und 4 durch ihre Nachteile bezüglich
Eigenschaften aufgewogen, die für Konstruktionsmaterialien
erforderlich sind. In allen Fällen werden teure Materialien
wie seltene Erden zu den Legierungen hinzugegeben. Dies ist insofern
problematisch, als das die Magnesiumlegierungen, die schließlich
hergestellt werden, entsprechend teuer werden. Obwohl Patentdokumente
5 und 6 Verbindungstechnologien offenbaren, sind die dort verwendeten
nicht brennbaren Magnesiumlegierungen nicht die erfindungsgemäße
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß der
vorliegenden Erfindung. Die Technologien aus den Patentdokumente
7 und 8 schließen die Ver besserung der Oberflächeneigenschaften
einer Schweißlinie ein oder die Verwendung seltener Erdelemente,
und betreffen die Verbesserung der mechanischen Eigenschaften des
Drahtes selbst. In beiden Patentdokumenten 7 und 8 sind die Eigenschaften
des Drahtes, welcher nicht die nicht brennbare Magnesiumlegierung
gemäß der vorliegenden Erfindung ist, unzureichend.
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OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
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Im
Lichte der o. g. Aspekte der herkömmlichen Technologien,
sucht die vorliegende Erfindung die folgenden Ziele zu erreichen.
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Es
ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine nicht brennbare Magnesiumlegierung
zu schaffen, welche hohe Festigkeitseigenschaften aufweist, einschließlich
hoher Zugfestigkeit und hoher Dehngrenze, durch Zusatz unterschiedlicher
Elemente und/oder Verbindungen, ohne dass Legierungselemente verwendet
werden, die auf Elemente der seltenen Erden beschränkt
sind.
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Es
ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, eine nicht brennbare
Magnesiumlegierung zu schaffen, welche eine verbesserte stabile
Schweißbarkeit bei niedrigen Kosten aufweist und als Schweißzusatz
verwendet werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung erreicht die o. g. Ziele auf Grundlage der
folgenden Mittel.
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Die
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
1 ist eine hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung, die hergestellt
wird durch Zugeben zumindest eines zusätzlichen Additivs,
ausgewählt aus Kohlenstoff (C), Molybdän (Mo),
Niob (Nb), Silizium (Si), Wolfram (W), Aluminiumoxid (Al2O3), Magnesiumsilicid
(Mg2Si) und Siliciumkarbid (SiC) zu einer
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, hergestellt durch Zugabe von
0,5 bis 5,0 Massen-% von Kalzium zu einer Magnesiumlegierung.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
2 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Kohlenstoff
(C) des zusätzlichen Additivs 0,1 bis 0,3 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
3 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Molybdän
(Mo) des zusätzlichen Additivs 1,0 bis 12,0 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
4 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Niob
(Nb) des zusätzlichen Additivs 0,5 bis 5,0 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
5 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Silicium
(Si) des zusätzlichen Additivs 0,5 bis 6,0 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
6 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Wolfram
(W) des zusätzlichen Additivs 5,0 bis 40,0 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
7 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Aluminiumoxid
(Al2O3) des zusätzlichen
Additivs 1,0 bis 5,0 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
8 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Magnesiumsilicid
(Mg2Si) des zusätzlichen Additivs
2,0 bis 6,0 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
9 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Menge von Siliciumkarbid
(SiC) des zusätzlichen Additivs 0,7 bis 20,0 Massen-% beträgt.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
10 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Magnesiumlegierung
eine Magnesiumlegierung mit 0 bis 12,0 Massen-% Aluminium enthält,
0 bis 5,0 Massen-% Zink und nicht mehr als 0,5 Massen-% Mangan.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
11 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die Magnesiumlegierung
aus der folgenden Gruppe ausgewählt ist: AZ31-Legierung, AZ61-Legierung,
AZ80-Legierung, AZ91-Legierung, AZ92-Legierung, AZ50-Legierung,
AM60-Legierung und AM 100-Legierung, gemäß der
American Society for Testing and Materials (ASTM).
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
12 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die nicht brennbare
Magnesiumlegierung ein zerkleinertes Produkt enthält, das
erhalten wird aus einem Basismaterial der nicht brennbaren Magnesiumlegierung.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
13 wird gebildet durch Erfindung 1, bei welcher die hochfeste nicht
brennbare Magnesiumlegierung eine Legierung ist, die hergestellt
wird durch Zugeben des zusätzlichen Additivs, gefolgt von
plastischer Bearbeitung, bei welcher eine dauerhafte Verformung
durch Anwendung einer äußeren Kraft durchgeführt
wird.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
14 wird gebildet durch Erfindung 12, bei welcher das zerkleinerte
Produkt aus Schneidspänen besteht, die durch Schneiden
erhalten werden, oder aus einem Pulver derselben.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
15 wird gebildet durch Erfindung 13, bei welcher die plastische
Bearbeitung eine Extrusion, Ziehen, Walzschmieden oder Walzen ist,
oder eine Kombination von einer oder mehreren dieser Bearbeitungsarten.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
16 wird gebildet durch eine der vorhergehenden Erfindungen 1 bis
15, bei welcher eine Legierung, die gebildet wird durch Zugabe des
zusätzlichen Additivs, eine Legierung ist, die einen Schweißzusatz
bildet.
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Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung gemäß Erfindung
17 wird gebildet durch Erfindung 16, bei welcher der Schweißzusatz
ein drahtförmiges oder stangenförmiges Schweißmaterial
ist.
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Wie
oben erwähnt, ist die hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung
gemäß der vorliegenden Erfindung eine preiswerte
nicht brennbare Magnesiumlegierung, welcher eine Zugfestigkeit und
eine hohe Dehngrenze durch ergän zende Additive in Form
verschiedener Elemente und/oder Verbindungen verliehen werden, ohne
Verwendung von Legierungselementen, die auf teure Elemente seltener
Erden beschränkt sind, und durch Formen, Sintern und plastisches
Bearbeiten eines zerkleinerten Produkts. Da der Zündpunkt
durch die Zugabe von Ca erhöht ist, kann die nicht brennbare
Magnesiumlegierung gemäß der vorliegenden Erfindung als
Schweißzusatz unter gewöhnlichen Bedingungen verwendet
werden, ohne dass starke Ausdünstungen beim Schweißen
auftreten (solche Ausdünstungen sind Substanzen, die durch
Hitze während des Schweißens oder des Scherens
verdampft werden und welche in feste Mikropartikel abkühlen).
Ferner ist die Bindungsfähigkeit der hochfesten nicht brennbaren
Magnesiumlegierung bei niedrigen Kosten verbessert, durch effektive Verwendung
eines zerkleinerten Produkts wie etwa Schneidspänen oder
dergleichen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Testversuchsergebnissen einer
hochfesten nicht brennbaren Magnesiumlegierung, in welcher C zu
einem zerkleinerten Produkt einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung
"AM60B+2Ca-Legierung" hinzugegeben wurde;
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2 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen einer hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, bei welcher Mo zu einem zerkleinerten
Produkt einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung"
hinzugegeben wurde;
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3 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen einer hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, bei welcher Nb zu einem zerkleinerten
Produkt einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung"
hinzugegeben wurde;
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4 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen einer hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, bei welcher Si zu einem zerkleinerten
Produkt einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung"
hinzugegeben wurde;
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5 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen einer hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, bei welcher W zu einem zerkleinerten
Produkt einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung"
hinzugegeben wurde;
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6 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen einer hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, bei welcher Al2O3 zu einem zerkleinerten Produkt einer nicht
brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung" hinzugegeben
wurde;
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7 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen einer hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, bei welcher Mg2Si
zu einem zerkleinerten Produkt einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung
"AM60B+2Ca-Legierung" hinzugegeben wurde;
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8 ist
ein Datendiagramm von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen einer hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierung, bei welcher SiC zu einem zerkleinerten
Produkt einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung"
hinzugegeben wurde;
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9 ist
ein Datendiagramm zur Darstellung von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen,
einschließlich eines Vergleichsbeispiels, einer Platte,
die mit einer hochfesten nicht brennbaren Magnesiumlegierung, welche zusätzliche
additive Elemente enthielt, als Schweißzusatz geschweißt
wurde; und
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10 ist
ein Datendiagramm zur Darstellung von Zugfestigkeits-Versuchsergebnissen,
einschließlich eines Vergleichsbeispiels, einer Platte,
die unter Verwendung einer hochfesten nicht brennbaren Magnesiumlegierung,
welche zusätzliche Additiv-Verbindungen enthielt, als Schweißzusatz
geschweißt wurde.
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BESTE FORM ZUR AUSFÜHRUNG
DER ERFINDUNG
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Hochfeste
nicht brennbare Magnesiumlegierung Ausführungsformen der
nicht brennbaren Magnesiumlegierung gemäß der
vorliegenden Erfindung werden im folgenden detailliert beschrieben.
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Zum
leichteren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird
zunächst die Magnesiumlegierung erläutert. Die
Magnesiumlegierung ist beispielsweise gemäß der
American Society for Testing and Materials (im folgenden als "ASTM"
bezeichnet) oder nach dem japanischen Industriestandard (nachfolgend
als "JIS" bezeichnet) standardisiert. Magnesiumlegierungen können
grob unterteilt werden in gegossene Magnesiumlegierungen und geschmiedete
Legierungen. Im folgenden werden die Bereiche für minimale
bis maximale Werte der mechanischen Eigenschaften angegeben, wie
sie in ASTM und JIS für beide Arten von Legierungen angegeben
werden. Die chemischen Zusammensetzungen dieser Legierungen sind
standardisiert und nach dem Stand der Technik bekannt, so dass auf
eine genaue Beschreibung derselben verzichtet werden kann.
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Die
mechanischen Eigenschaften gegossener Magnesiumlegierungen sind
wie folgt. Zugfestigkeit: 140 MPa (AM100A-F-Material) bis 270 MPa
(ZK61A-T5, T6 als behandeltes Material). Dehngrenze: 70 MPa (AM100A-F-Material)
bis 180 MPa (ZK61A-T5, T6 als behandeltes Material). Dehnung: Um
0% (AM100A-F-Material) bis 10% (AM50A-F-Material).
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Die
mechanischen Eigenschaften geschmiedeter Magnesiumlegierungen sind
wie folgt. Zugfestigkeit: 190 MPa (AZ31C-O-Material) bis 310 MPa
(ZK60A-T5 behandeltes Material). Dehngrenze: 90 MPa (AZ31C-O-Material)
bis 230 MPa (ZK60A-T5 behandeltes Material). Dehnung: 4% (AZ31C-H14
behandeltes Material) bis 13% (AZ31C-O-Material).
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Plastische
Bearbeitung und thermomechanische Behandlung bewirken, dass sich
die mechanischen Eigenschaften von Metallen, wie etwa Stärke
und Dehnbarkeit, bei geschmiedeten Legierungen wesentlich stärker
verbessern als bei gegossenen Legierungen. Obwohl sich mechanische
Eigenschaften auch bei Magnesiumlegierungen wie oben beschrieben
verbessern, verbessern sich Stärke und Dehnbarkeit nicht
in dem Ausmaß wie in anderen Metallen. Weitere technische
Entwicklungen führten zu den Technologien, die in den oben
beschriebenen Patentdokumenten dargestellt sind.
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Bei
der vorliegenden Ausführungsform wurde einer nicht brennbaren
Magnesiumlegierung, welcher die Nichtbrennbarkeit mittels Zugabe
von Ca verliehen wurde, ferner ein zusätzliches Additiv
hinzugegeben, in Form preiswerter Elemente oder Verbindungen, zur
Verbesserung der mechanischen Stärke der nicht brennbaren
Magnesiumlegierung. Die vorliegende Ausführungsform schlägt
eine hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung vor, deren mechanische
Eigenschaften eine Zugfestigkeit umfassen, die nicht kleiner ist
als 419 MPa bei Raumtemperatur, und deren Dehngrenze nicht kleiner
ist als 380 MPa, und welche erhalten wird durch Verwendung eines
zerkleinerte Produkts einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung,
die anschließend geformt, gesintert und plastisch bearbeitet
wird.
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Diese
Legierung wird im folgenden erläutert. Die Magnesiumlegierung,
die in den Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
dargestellt ist, ist eine gegossene Magnesiumlegierung, die gemäß ASTM
als "AM60D" bezeichnet wird. Die Legierungen, für welche
die Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet
werden kann, sind nicht notwendigerweise auf diese gegossene Magnesiumlegierung
"AM60D" beschränkt, sondern es kann sich auch um andere
Magnesiumlegierungen handeln. Zu dieser Legierung werden 0,5 bis
5,0 Massen-% Ca hinzugegeben. Bei der vorliegenden Ausführungsform
werden 2 Massen-% Ca hinzugegeben.
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AM60D
ist eine gegossene hochreine Magnesiumlegierung, welche wenig Fe-,
Ni- und Cu-Unreinheiten im Hinblick auf eine Verbesserung des Korrosionswiderstands
enthält. Die grundsätzliche chemische Zusammensetzung
dieser Legierung ist: 5,5 bis 6,5 Massen-% Al, 0,24 bis 0,6 Massen-%
Mn und Magnesium zum Ausgleich. Kalzium wird dieser Legierung hinzugegeben,
um eine nicht brennbare Magnesiumlegierung zu erzielen. Wie zuvor
beschrieben, reicht die Menge des hinzugegebenen Kalziums vorzugsweise
von 0,5 bis 5,0 Massen-%.
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Magnesium
weist eine dicht gepackte hexagonale Kristallstruktur auf. Daher
ist die plastische Verarbeitbarkeit von Magnesium bei Raumtemperatur
sehr schlecht, und daher kann Magnesium nicht kalt verarbeitet werden.
Obwohl die plastische Verarbeitbarkeit sich bei einer Heißbearbeitung
verbessert, bleibt Magnesium schwieriger zu Feinstrukturen zu verarbeiten
als andere Metalle. Daher umfaßt die Verarbeitung von Magnesiumlegierungen
hauptsächlich Gussmethoden. Die Abgüsse, die durch
Gießen erhalten werden, sowie geschmiedete und gestauchte
Materialien, die durch plastische Bearbeitung erhalten werden, erhalten
oft ihre Endform durch Spanbearbeitung. Es bestehen jedoch Grenzen
bei der Behandlung von Schneidspänen, die während
der Spanbearbeitung erzeugt werden, was zu Lasten der Behandlungskosten
geht, während die Wiederverwertung unbehandelter Schneidspäne
als Recyclingmaterial mit verschiedenen Problemen verbunden ist.
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Obwohl
die effektive Verwendung von Schneidspänen der Gegenstand
fortlaufender Untersuchungen war, sind keine abschließenden
Fälle bekannt geworden, in welchen solche Versuche zur
praktischen Verwendung geführt wurden. Im vorliegenden
Beispiel wurden Schneidspäne aus nicht brennbarer Magnesiumlegierung
als Basismaterial verwendet. Diese nicht brennbare Magnesiumlegierung
kann aufgrund ihrer guten Schneideigenschaften mit hoher Geschwindigkeit
gefräst werden. Schneidspäne können daher
in größerem Umfang anfallen. Die vorliegende Erfindung
ist jedoch nicht auf Schneidspäne begrenzt und kann auch
Pulver oder kleinteilige Brocken umfassen, sofern diese spanartig
sind.
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Verfahren
zur Herstellung der hochfesten nicht brennbaren Magnesiumlegierung.
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Im
folgenden wird ein Verfahren zur Herstellung der hochfesten nicht
brennbaren Magnesiumlegierung gemäß der vorliegenden
Erfindung erläutert. Bei der vorliegenden Ausführungsform
war die grundlegende Magnesiumlegierung die nicht brennbare Magnesiumlegierung
"AM60B+2Ca-Legierung", zu welcher zwei Massen-% Ca hinzugegeben
wurde. Obwohl AM60B ursprünglich eine gegossene Magnesiumlegierung
ist, kann sie auch einer plastischen Bearbeitung wie etwa Extrusion
oder dergleichen unterzogen werden, wenn sie heiß verarbeitet
wird. Eine plastische Bearbeitung schließt beispielsweise
Extrusion, Ziehen, Schmieden, Walzschmieden, Walzen und dergleichen
ein. Die Zugabe von zwei Massen-% Ca zu dem AM60B erlaubt ein Anheben
der Zündtemperatur der nicht brennbaren Magnesiumlegierung
"AM60B+2Ca-Legierung", welche durch Zugabe von 2 Massen-% Ca zu
dieser AM60B-Legierung erhalten wird, auf 200 bis 300°C.
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Dies
führt dazu, dass Schmelzvorgänge sicher in der
Atmosphäre durchgeführt werden können.
Die nicht brennbare Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung" muß kleine
spanartige Stücke aufweisen, die für einen nachfolgenden
Zerkleinerungsschnitt geeignet sind. Bei der vorliegenden Ausführungsform
wurden geeigneterweise Schneidspäne verwendet, die vom
Schneiden der nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca-Legierung"
stammen. Es erübrigt sich zu sagen, dass die kleinen spanartigen
Stücke nicht auf Schneidspäne beschränkt
sind, die durch Spanbearbeitung erzeugt werden, und es können
beispielsweise verschiedene Schneidspäne und Schleifstaub
als Abfall verschiedener mechanischer Bearbeitungsprozesse verwendet
werden, sowie Pressabfall von einer Scherbearbeitung, von Lochen
oder dergleichen, Zerkleinerungsabfall von Zerkleinerern, oder ein
zerkleinertes Produkt kleiner spanartiger Stücke von Gussvorgängen oder
Schmiedevorgängen. Eine Kugelmühle oder dergleichen
kann dazu verwendet werden, ein zerkleinertes Produkt aus solchen
kleinen spanartigen Stücken zu erzeugen.
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Bei
der nicht brennbaren Magnesiumlegierung der vorliegenden Ausführungsform
wurde die Nichtbrennbarkeit durch Zugabe von Ca erzielt, und es
ist daher sicher, das zerkleinerte Produkt in der Atmosphäre bei
gewöhnlichen Temperaturen stehen zu lassen. Beispielsweise
liegt die niedrigste Explosivgrenze eines zerkleinerten Produkts
der nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca" mit einer durchschnittlichen Partikelgröße
von 146 μm bei 100 Mg/m3.
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Dieser
Wert ist höher als derjenige von Aluminiumstaub (35 Mg/m3) und liegt in der Größenordnung von
Eisenstaub (< 120
mg/m3). Das zerkleinerte Produkt kann daher
leicht gehandhabt werden, bei wesentlich reduzierter Explosionsgefahr.
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Ein
vorbestimmtes Element oder eine Verbindung wird hinzugegeben als
ergänzendes Additiv, was ein Merkmal der vorliegenden Erfindung
ist, wenn man ein zerkleinertes Produkt aus kleinen spanartigen
Stücken erhält. Das ergänzende Additiv
ist nicht auf ein Element der seltenen Erden beschränkt
und kann unterschiedliche Elemente oder vorbestimmte Verbindungen
derselben umfassen, etwa in den folgenden Anteilen: 0,1 bis 0,3
Massen-% C, 1,0 bis 12,0 Massen-% Mo, 0,5 bis 5,0 Massen-% Nb, 0,5
bis 6,0 Massen-% Si, 5,0 bis 40,0 Massen-% W, 1,0 bis 5,0 Massen-%
Al2O3, 2,0 bis 6,0
Massen-% Mg2Si, 0,7 bis 20,0 Massen-% SiC.
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Diese
Begrenzungen bezüglich der Arten von Elementen oder Verbindungen
und der Zugabemengen derselben bezeichnen die Bereiche, innerhalb
derer der hergestellten nicht brennbaren Magnesiumlegierung eine
hohe Festigkeit verliehen werden kann, welcher Effekt der Erhöhung
der Festigkeit außerhalb dieser Bereiche schwächer
ist. Eine Art oder ausgewählte verschiedene Arten der Elemente
oder Verbindungen werden zusätzlich hinzugegeben, um gleichzeitig
die Zerkleinerung der kleinen spanartigen Stücke und die
Kombination der Elemente oder Verbindungen durchzuführen.
Im einzelnen wird die Erstarrungsstruktur der nicht brennbaren Magnesiumlegierung
in Form der kleinen spanartigen Stücke durch den Zerkleinerungsprozess aufgebrochen
und in eine feine homogene Struktur umgewandelt. Gleichzeitig hiermit
wird der ergänzende Zusatz gleichförmig in das
Pulver aufgenommen, so dass hierdurch die feine und homogene Struktur
der nicht brennbaren Magnesiumlegierung geschaffen wird.
-
Formen und Sintern
-
Die
zerkleinerte nicht brennbare Magnesiumlegierung, die somit eine
feine und homogene Struktur aufweist, wird anschließend
geformt und gesintert. Das Formen kann sowohl durch Kaltformen oder
durch Heißformen erfolgen, doch zur Abkürzung
dieses Vorgangs wird das Formen bevorzugt durch Heißformen durchgeführt,
da letzteres gleichzeitig mit dem Sintern stattfinden kann. Sintern
durch gepulsten elektrischen Strom ist ein bekanntes Verarbeitungsverfahren,
bei welchem eine Probe in eine Graphitform gefüllt wird
und anschließend durch einen Fluß pulsartiger
Ströme gesintert wird, während die Probe komprimiert
wird. In dem vorliegenden Beispiel ist die Probe das zuvor beschriebene
zerkleinerte Produkt aus der nicht brennbaren Magnesium legierung.
Ein solches Verarbeitungsverfahren ist insofern vorteilhaft, dass
das zerkleinerte Produkt mit guter Effizienz erhitzt werden kann,
und das Sintern kann schnell durchgeführt werden.
-
Ein
barrenförmiger gesinterter Block aus dem zerkleinerten
Produkt der nicht brennbaren Magnesiumlegierung wird anschließend
durch plastische Verarbeitung geformt und gesintert. Durch Ausübung
einer Scherverformung des gesinterten Blocks hat die plastische
Bearbeitung die Wirkung einer Stärkung der Kohäsion
innerhalb des zerkleinerten Produkts oberhalb derjenigen des gesinterten
Blocks, während die Mikrostruktur des gesinterten Blocks
noch feiner wird. Plastische Bearbeitungsverfahren schließen
beispielsweise Extrusion, Walzen, Ziehen, Schmieden, Walzschmieden
und dergleichen ein. Im vorliegenden Beispiel wird Heißextrusion
bei einer Temperatur entsprechend oder oberhalb der Rekristallisationstemperatur
des Materials durchgeführt, da eine Extrusion die Ausübung
einer beträchtlichen Scherverformung des Werkstücks
bietet. In gewissem Umfang verursacht eine hohes Extrusionsverhältnis
eine vergrößerte mechanische Stärke des
bearbeiteten Materials. Eine übermäßige
Erhöhung des Extrusionsverhältnisses führt
jedoch zu einer verkürzten Lebensdauer der Extrusionsform
oder zu einer Beschädigung der Form und erfordert eine
größere Extrusionsanlage, neben anderen Nachteilen.
Dementsprechend liegt das Extrusionsverhältnis vorzugsweise
maximal bei etwa 120.
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Durch
dieses Extrusionsformen werden die zerkleinerten Partikel in dem
gesinterten Block stark aneinander gebunden, aufgrund der Scherdeformation,
der sie unterzogen werden. Die Partikel der Zwischenmetall-Verbindungen,
die ursprünglich in der nicht brennbaren Magnesiumlegierung
enthalten sind, sowie auch das zusätzliche Additiv bilden
hierdurch eine Struktur, die homogen in der Magnesium-Matrix verteilt
ist. Die Magnesium-Matrix-Kristallpartikel werden aufgrund der Rekristallisation
noch feiner, welche aufgrund der Heißextrusion stattfindet.
Dies führt zu verbesserten mechanischen Eigenschaften und
erhöhter Stärke. Anders als bei der zuvor beschriebenen
Ausführungsform kann die Magnesiumlegierung auch wirksam
verwendet werden, wenn sie 0 bis 12,0 Massen-% Aluminium, 0 bis
5,0 Massen-% Zink und nicht mehr als 0,5 Massen-% Mangan enthält.
Effektive Ergebnisse können auch erzielt werden durch Verwendung
einer Magnesiumlegierung aus den folgenden Legierungen: AZ31-Legierung,
AZ61-Legierung, AZ80-Legie rung, AZ91-Legierung, AZ92-Legierung,
AM50-Legierung, AM60-Legierung und AM 100-Legierung, gemäß der
American Society for Testing and Materials (ASTM).
-
Die
vorliegende Erfindung kann auch in einem Schweißzusatzmetall
verwendet werden, indem die hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung
mit den vorstehend genannten Eigenschaften als Basismaterial verwendet
wird. Schweißzusätze, die während des
Schweißens verwendet werden, wie etwa Schweißstäbe
oder Schweißlinien (auch als "Schweißdrähte"
bezeichnet), umfassen hierbei die hochfeste Magnesiumlegierung gemäß der
vorliegenden Erfindung, bei welcher zu einer Magnesiumlegierung
0,5 bis 5 Massen-% Kalzium (Ca) zugegeben wurden, und ergänzend
zumindest ein Zusatz aus C, Mo, Nb, Si, W, Al2O3, Mg2Si, SiC. Eine
solche Legierung weist einen höheren Zündpunkt
und eine größere Festigkeit auf.
-
Die
Nichtbrennbarkeit reduziert das Risiko von Feuer oder dergleichen,
die durch Funken während des Verbindens erzeugt werden,
welches somit sicher vonstatten gehen kann. Bekanntlich kühlen
Substanzen, die während des Schweißens durch die
Hitze verdampft werden, in Dämpfe fester Mikropartikel
aus. Das Auftreten solcher Dämpfe kann jedoch durch Verwendung
des Schweißzusatzmetalls gemäß der vorliegenden
Erfindung unterdrückt werden. Die vorliegende Erfindung
kann somit zur Verbesserung der Schweißumgebung am Schweißort
beitragen.
-
Schweißzusätze
erhält man beispielsweise durch Extrusion oder Drahtziehen
unter Verwendung von Walzformen, die für das Drahtziehen
spezialisiert sind. Aufgrund der vorstehend genannten Extrusion
oder des Drahtziehens kann das zusätzliche Additiv, das
in dem Schweißzusatz gemäß der vorliegenden
Erfindung enthalten ist, noch homogener in der Magnesiummatrix verteilt
werden. Die Schweißstruktur wird dann noch homogener, was
eine Verbesserung der mechanischen Eigenschaften ermöglicht.
-
Als
Schweißzusatzmetall kann die hochfeste nicht brennbare
Magnesiumlegierung gemäß der vorliegenden Erfindung
in allen Schweißtechniken verwendet werden, bei welchen
Magnesium oder Magnesiumlegierungen geschweißt werden,
doch sie kann insbesondere beim TIG-Schweißen oder beim
MIG-Schweißen verwendet werden. In den nachfolgenden Beispielen
wird die Verbindung durch TIG-Schweißen geschaffen. Es
versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf das erläuterte
Beispiel beschränkt ist.
-
(Beispiel 1)
-
Die
Legierung des vorliegenden Beispiels umfaßt eine Basis
aus der nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca", zu welcher
2,0 Massen-% von Ca hinzugegeben wurden, um die Nichtbrennbarkeit
der AM60B-Legierung zu erreichen. Zu dieser Basis wurden als ergänzende
Additive Elemente oder Verbindungen aus C, Mo, Nb, Si, W, Al
2O
3, Mg
2Si
und SiC hinzugegeben, so dass die Zusammensetzung erreicht wurde,
die in Tabelle 1 wiedergegeben ist. Schneidspäne in Form
von Drehbankabfall wurden als die kleinen spanförmigen
Stücke der Legierung gemäß des vorliegenden
Beispiels verwendet. Diese Schneidspäne wurden in einer Kugelmühle
zerkleinert, um ein zerkleinertes Produkt zu erzeugen. Die zusätzlichen
Additive wurde gleichzeitig mit dem zerkleinern zugegeben, so dass
die Additive hierdurch homogen verteilt und kombiniert wurden. Die
zerkleinerten Produkte der nicht brennbaren Magnesiumlegierung,
die auf diese Weise in der Kugelmühle vorbereitet wurden,
wurden dann in der Atmosphäre durch gepulsten elektrischen
Strom gesintert und ausgeformt, bei einer Sintertemperatur von 480°C
für 20 Minuten. Die gesinterten Blöcke in Form
von Barren wurden dann mit einem Extrusionsverhältnis von
110 und bei einer Extrusionstemperatur von 480°C heiß extrudiert. Muster
wurden in der Längsrichtung der so erzielten extrudierten
Produkte entnommen und auf ihre Zugfestigkeit, ihre Dehngrenze und
ihre Bruchdehnung bei Raumtemperatur untersucht. Die Versuchsergebnisse sind
in Tabelle 2 zusammengefaßt. Die Ergebnisse zeigen, dass
die Zugfestigkeit nicht kleiner war als 419 MPa und dass die Dehngrenze
nicht kleiner war als 380 MPa bei allen Mustern, was die Wirkung
der vorliegenden Erfindung zeigt. Tabelle 1
| Versuchs material | Zusammensetzung
(Gewichts-%) |
| | AM60B+2Ca | C | Mo | NB | Si | W | Al2O3 | Mg2Si | SiC |
| 1 | 99.9 | 0.1 | | | | | | | |
| 2 | 99.8 | 0.2 | | | | | | | |
| 3 | 98.9 | | 1.1 | | | | | | |
| 4 | 94.5 | | 5.5 | | | | | | |
| 5 | 89.5 | | 10.5 | | | | | | |
| 6 | 99.0 | | | 1.0 | | | | | |
| 7 | 95.4 | | | 4.6 | | | | | |
| 8 | 99.0 | | | | 1.0 | | | | |
| 9 | 95.0 | | | | 5.0 | | | | |
| 10 | 94.8 | | | | | 5.2 | | | |
| 11 | 87.9 | | | | | 18.1 | | | |
| 12 | 63.7 | | | | | 36.3 | | | |
| 13 | 98.9 | | | | | | 1.1 | | |
| 14 | 95.6 | | | | | | 4.4 | | |
| 15 | 97.8 | | | | | | | 2.2 | |
| 16 | 94.5 | | | | | | | 5.5 | |
| 17 | 90.1 | | | | | | | 9.9 | |
| 18 | 98.2 | | | | | | | | 1.8 |
| 19 | 91.3 | | | | | | | | 8.7 |
| 20 | 83.4 | | | | | | | | 16.6 |
Tabelle 2
| | Zugversuchsergebnisse |
| Versuchsmaterial | Zugfestigkeit
(MPa) | Dehngrenze
(MPa) | Bruchdehnung
(%) |
| 1 | 427 | 423 | 3.3 |
| 2 | 441 | 433 | 8.4 |
| 3 | 427 | 410 | 18.4 |
| 4 | 434 | 400 | 13.0 |
| 5 | 444 | 426 | 8.6 |
| 6 | 433 | 420 | 13.7 |
| 7 | 438 | 431 | 6.1 |
| 8 | 439 | 414 | 6.6 |
| 9 | 448 | 427 | 3.8 |
| 10 | 424 | 418 | 7.2 |
| 11 | 447 | 420 | 14.6 |
| 12 | 476 | 456 | 6.0 |
| 13 | 429 | 397 | 14.3 |
| 14 | 444 | 425 | 9.6 |
| 15 | 419 | 383 | 14.3 |
| 16 | 459 | 434 | 8.6 |
| 17 | 454 | 430 | 7.7 |
| 18 | 428 | 426 | 11.5 |
| 19 | 490 | 443 | 9.4 |
| 20 | 467 | 437 | 5.0 |
-
1 bis 8 illustrieren
Daten für jedes Element oder für jede Verbindung
der oben genannten Ergebnisse. Diese Fig. sind Datendiagramme zur
Erläuterung der Zugfestigkeit, der Dehngrenze und der Bruchdehnung
gegen die Zugabemengen der verschiedenen Elemente oder Verbindungen,
wobei 1 der Zugabe von C entspricht, 2 der
Zugabe von Mo, 3 der Zugabe von Nb,
-
4 der
Zugabe von Si, 5 der Zugabe von W, 6 der
Zugabe von Al2O3, 7 der
Zugabe von Mg2Si und 8 der Zugabe
von SiC.
-
Wie
diese Datendiagramme klar darstellen, zeigen diese Ergebnisse, dass
in allen Fällen, in welchen die zusätzlichen Additive
in dem vorliegenden Beispiel hinzugegeben wurden, sich die mechanische
Stärke über diejenige herkömmlicher nicht
brennbarer Magnesiumlegierungen unter Zugabe von Ca hinaus verbesserte,
wie sie in Patentdokument 1 dargestellt ist, welche Legierung keine
zusätzlichen Additive enthält. Beispielsweise
war die Zugstärke nicht kleiner als 419 MPa in allen Fällen,
in denen ein ergänzendes Additiv hinzugegeben wurde. Es
kann daher gesagt werden, dass die vorstehend genannten hochfesten
nicht brennbaren Magnesiumlegierungen eine größere
Stärke aufweisen als die Basismaterialien. In den Fig.
bezeichnen die Werte von 0% Zugabemenge die Ergebnisse der nachfolgenden
Vergleichsbeispiele. Die nachfolgenden Vergleichsbeispiele wurden
zu Vergleichszwecken mit dem vorliegenden Beispiel durchgeführt.
Die Ergebnisse des vorliegenden Beispiels übertreffen diejenigen
aller nachfolgenden Vergleichsbeispiele
-
(Vergleichsbeispiel 1)
-
Vergleichsbeispiel
1 wurde mit einer herkömmlichen nicht brennbaren Magnesiumlegierung
durchgeführt, welcher die zusätzlichen Additive
gemäß der vorliegenden Erfindung fehlten. Schneidspäne
als Drehbankabfall von der Bearbeitung einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung
"AM60B+2Ca" mit der gleichen chemischen Zusammensetzung wie derjenigen
des Erfindungsbeispiels wurden in einer Kugelmühle zu einem zerkleinerten
Produkt verarbeitet. Das zerkleinerte Produkt wurde dann geformt
und gesintert durch Sintern mittels gepulsten elektrischen Stroms
unter den gleichen Bedingungen wie das Erfindungsbeispiel. Der gesinterte
Block in Form eines Barrens wurde dann heiß extrudiert
mit einem Extrusionsverhältnis von R = 110 und einer Extrusionstemperatur
von T = 480°C, unter den gleichen Bedingungen wie das Erfindungsbeispiel.
Das erzeugte extrudierte Produkt wurde auf Zugfestigkeit bei Raumtemperatur
in der Längsrichtung getestet. Die Ergebnisse des Zugfestigkeitsversuch
ergaben eine Zugfestigkeit von 415 MPa, eine Dehngrenze von 364 MPa
und eine Bruchdehnung von 23%. Diese Werte sind als Werte von 0%
zusätzlicher Additive am linken Ende der 1 bis 8 dargestellt,
welche die Ergebnisse des Erfindungsbeispiels darstellen.
-
(Vergleichsbeispiel 2)
-
Vergleichsbeispiel
2 wurde an einer herkömmlichen nicht brennbaren Magnesiumlegierung
durchgeführt, welcher die zusätzlichen Additive
fehlten, die gemäß der vorliegenden Erfindung
vorgesehen sind. Ein Pressen einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung
"AM60B+2Ca" mit genau der gleichen chemischen Zusammensetzung wie
derjenigen des Erfindungsbeispiels wurde mit einem Extrusionsverhältnis
von R = 110 bei einer Extrusionstemperatur von T = 480°C
unter den gleichen Bedingungen wie bei dem Erfindungsbeispiel durchgeführt.
Das erhaltene Extrusionsprodukt wurde bei Raumtemperatur auf Zugfestigkeit
in Längsrichtung getestet. Die Ergebnisse des Zugfestigkeitsversuchs
ergaben eine Zugfestigkeit von 305 MPa, eine Dehngrenze von 242
MPa und eine Bruchdehnung von 18%.
-
(Vergleichsbeispiel 3)
-
Vergleichsbeispiel
3 wurde an einer herkömmlichen nicht brennbaren Magnesiumlegierung
durchgeführt, welcher die ergänzenden Additive
gemäß der vorliegenden Erfindung fehlten. Ein
Schmiedeteil aus einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca"
mit genau der gleichen chemischen Zusammensetzung wie das Erfindungsbeispiel
wurde heiß extrudiert und anschließend heiß gezogen.
Das erzielte Zugprodukt wurde bei Raumtemperatur auf Zugfestigkeit
in der Längsrichtung getestet. Die Ergebnisse des Zugfestigkeitsversuchs
ergaben eine Zugfestigkeit von 286 MPa, eine Dehngrenze von 198
MPa und eine Bruchdehnung von 16%.
-
(Beispiel 2)
-
In
dem vorliegenden Beispiel wurde der Verbindungseffekt beurteilt,
wenn die hochfesten nicht brennbaren Magnesiumlegierungen, die in
den 1 bis 8 dargestellt sind, als Schweißdraht
benutzt wurden, welcher ein Schweißzusatzmetall beim Magnesiumlegierungsschweißen
ist. Als zu schweißendes Element wurde eine Platte verwendet
(Plattendicke: 2 mm), extrudiert aus einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca",
die erhalten wird durch Zusatz von zwei Massen-% von Ca, um die
Nichtbrennbarkeit der AM60B-Legierung zu gewährleisten.
Das Schweißen wurde als TIG-Schweißen ausgeführt.
Die Hauptschweißbedingungen waren wie folgt.
-
Es
wurde eine reine Wolframelektrode mit einem Durchmesser von 2,4
mm verwendet, wobei der Abstand zwischen der Elektrode und dem Basismetall
2 mm betrug, die Schweißgeschwindigkeit betrug 200 mm/min,
mit Gleichstrom von 100 A, und Argongas wurde als Inertgas verwendet,
bei einer Strömungsrate von 12 L/min. Nach dem Schweißen
wurde die Schweißschicht entfernt, um ein Muster zu bilden,
das dann auf Zugfestigkeit getestet wurde, um die Verbindungsstärke
zu beurteilen. Die Zugfestigkeitsversuchsergebnisse sind in Tabelle
3 wiedergegeben und sind in den
9 und
10 dargestellt.
9 zeigt
die Ergebnisse für jedes zusätzlich hinzugegebene
Element, während
10 die
Ergebnisse für jede zusätzlich hinzugegebene Verbindung
darstellt. In den
9 und
10 stellt
die horizontale Achse die Art des zusätzlichen Additivs und
dessen Zusammensetzung dar. Mit Ausnahme der zusätzlichen
Additive 5 Si und 9 Mg
2Si überschritten die
Ergebnisse des Beispiels diejenigen der Vergleichsbeispiele und
bestätigten den Effekt der vorliegenden Erfindung. Die
Ergebnisse in den Fällen der zusätzlichen Additive
5 Si und 9 Mg
2Si ergaben sich aufgrund von Fehlschweißungen,
verursacht durch grobe Schweißdefekte. Diese Festigkeitsversuchsergebnisse
sind daher nicht normal. Tabelle 3
| Schweißzusatzmetall-Zusammensetzung | Zugfestigkeit
(MPa) |
| 0.1C | 224 |
| 0.2C | 228 |
| 1Mo | 222 |
| 6Mo | 231 |
| 11Mo | 222 |
| 1Nb | 241 |
| 5Nb | 231 |
| 1Si | 193 |
| 5Si | 59 |
| 5W | 191 |
| 18W | 196 |
| 36W | 176 |
| 1Al2O3 | 226 |
| 4Al2O3 | 188 |
| 2Mg2Si | 230 |
| 5Mg2Si | 199 |
| 9Mg2Si | 75 |
| 2SiC | 181 |
| 9SiC | 192 |
| 17SiC | 178 |
| Vergleichsbeispiel | 173 |
-
Vergleichsbeispiel 4
-
Im
vorliegenden Beispiel wurde die Verbindungswirkung beurteilt, wenn
als Schweißzusatzmetall eine herkömmliche nicht
brennbare Magnesiumlegierung verwendet wurde, welcher die zusätzlichen
Additive gemäß der vorliegenden Erfindung fehlten.
Als ein Schweißzusatzmetall, d. h. als ein Schweißdraht
in dem vorliegenden Vergleichsbeispiel wurde ein gezogenes Produkt
verwendet, das durch Heißextrusion hergestellt wurde, gefolgt
von Heißziehen, eines Schmiedestücks einer nicht
brennbaren Magnesiumlegierung "AM60B+2Ca". TIG-Schweißen
wurde unter Verwendung des gleichen zu schweißenden Materials
und unter den gleichen Schweißbedingungen wie bei dem Erfindungsbeispiel
durchgeführt. Nach dem Schweißen wurde die Schweiß-Deckschicht
entfernt, um ein Muster zu bilden, das anschließend auf
Zugfestigkeit untersucht wurde, um die Verbindungsstärke
zu beurteilen, wie bei dem Erfindungsbeispiel. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 3 als "Vergleichsbeispiel" wiedergegeben und sind in
den 9 und 10 als "Vergleichsbeispiel"
dargestellt. Die gemeinsame Zugfestigkeit der geschweißten
Platte in dem Vergleichsbeispiel betrug 173 MPa, weniger als in
allen Erfindungsbeispielen.
-
ZUSAMMENFASSUNG
-
Eine
hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung wird erhalten durch
Zugeben zumindest eines zusätzlichen Additivs, ausgewählt
aus Kohlenstoff (C), Molybdän (Mo), Niob (Nb), Silicium
(Si), Wolfram (W), Aluminiumoxid (Al2O3), Magnesiumsilicid (Mg2Si)
und Siliciumkarbid (SiC) zu kleinen spanartigen Stücken
einer nicht brennbaren Magnesiumlegierung, die hergestellt wird
durch Zugabe von 0,5 bis 5,0 Massen-% Kalzium zu einer Magnesiumlegierung,
zur Herstellung eines zerkleinerten Produkts, und durch Unterziehen
desselben einem Formvorgang, einem Sintern und einer plastischen
Bearbeitung. Die hochfeste nicht brennbare Magnesiumlegierung zeigt
hervorragende Verbindungseigenschaften und kann daher die Schweißbarkeit
verbessern, wenn sie als Schweißzusatzmetall verwendet
wird.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 2000-109963
A [0009]
- - JP 9-41065 A [0009]
- - JP 2006-16658 A [0009]
- - JP 2006-97037 A [0009]
- - JP 2005-350808 A [0009]
- - JP 2005-196094 A [0009]
- - JP 2006-263744 A [0009]
- - JP 3592310 [0009]