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Kaleidoskop Die Erfindung betrifft ein Kaleidoskop mit einer Betrachtungskammer,
mit konvergierenden, mit spiegelnden Oberflächen versehenen Seitenwänden innerhalb
der Kammer sowie einer Decken- und Bodenwand, wobei die Seitenwände im wesentlichen
vertikal zum Boden angeordnet sind, sowie einem Betrachtungsfenster in der oberen
Wand und einer Anzahl verhältnismäßig leichter beweglicher kleiner verschiedenfarbiger
Teilchen innerhalb der Betrachtungskammer.
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Es ist ein Kaleidoskop bekanntgeworden, das aus einem Gehäuse besteht,
in dem zwei kegelig zueinander angeordnete lotrechte Spiegel vorgesehen sind, die
auf einer zu ihnen senkrechten Bodenfläche aufsitzen, auf der die die Schaubilder
hervorrufenden, durch Einblasen der Luft aufgewirbelten bunten Gegenstände liegen,
wobei der Deckel des Gehäuses durchsichtig ist, und der zum Aufwirbeln der bunten
Gegenstände erforderliche Luftstrom durch einen im Gehäuse vorgesehenen Blasebalg
erzeugt wird.
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Es sind auch Kaleidoskope bekannt, bei denen die bunten Bilder durch
Schütteln des Kaleidoskops erzeugt werden, die also keinen Blasebalg besitzen, sonst
aber wie vorbeschrieben ausgestattet sind.
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Bei diesen bekannten Kaleidoskopen entstehen farbige Bilder nur auf
dem Boden des Kaleidoskops, nicht jedoch im Kaleidoskop#rauin selbst in einer Anordnung
übereinander in lotrechter Richtung wie bei dieser Erfindung.
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Die Erfindung bezweckt, den kaleidoskopischen Effekt derartiger Geräte
zu verbessern. Dies wird entsprechend der Erfindung durch die Möglichkeit erreicht,
die Einzelteilchen in lotrechter Richtung übereinander zu fixieren, wodurch man
eine größere Verschiedenheit der farbigen Muster übereinander und eindrucksvollere
und hübschere Bilder davon erhält.
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Die in lotrechter Richtung übereinander angeordneten Bilder werden
erfindungsgemäß dadurch hergestellt, daß die konvergierenden Ränder der Spiegel
parallel umgebogen sind und zwischen diesen umgebogenen Spiegelflächen ein lotrechtes
Zahnstangensegment angeordnet ist, dessen unterer Abschnitt in Richtung nach oben
auswärts und der obere Ab-
schnitt in Richtung nach innen der Betrachtungskammer
gerichtet ist, wobei der untere Abschnitt Einschnitte mit Bohrungen aufweist, so
daß Greiferelemente entstehen, wogegen der obere Abschnitt lediglich zahnartige
Einschnitte ohne Bohrungen besitzt, ferner am Steg zwischen den Fenstern und des
Gehäuses eine Trennwand mit gezahnter Unterfläche vorgesehen ist.
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Für das erfindungsgemäße Kaleidoskop werden verhältnismäßig leichte
Teilchen verwendet, die leicht, z. B. durch einen Luftzug beweglich sind, wobei
die Teilchen direkt in der Betrachtungskammer untergebracht sind, die wenigstens
ein Paar konvergierender Spiegel enthält. Zwischen den aneinander anstoßenden Kanten
dieser Spiegel sind eine Anzahl z. B. haken- oder zahnförmiger Greifteile angeordnet,
die die Teilchen fassen und in verschiedener Höhe übereinander und über dem Boden
der Betrachtungskammer halten, wenn sie in derselben bewegt werden.
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Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung, in der mehrere Ausführungsformen
des Kaleidoskops dargestellt sind, näher beschrieben. Es zeigt Fig. 1 eine
perspektivische Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kaleidoskops,
Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch dasselbe, Fig. 3 einen Horizontalschnitt
nach der Linie 3-3
von Fig. 2, Fig. 4 einen Teilschnitt durch den Verbindungssteg
der beiden Spiegel, Fig. 5 eine Ansicht der Rillung der Bodenplatte zwischen
den Spiegeln, Fig. 6 einen lotrechten Querschnitt durch die Bodenplatte des
Geräts, die Rillen zeigend, Fig. 7 eine perspektivische Sicht in die Betrachtungskammer
des Kaleidoskops; Fig. 8 gibt ein Beispiel verschieden geformter Teilchen,
wie sie in der Betrachtungskammer des
Kaleidoskops verwendet werden,
nach Einblasen der Luft in lotrechter Richtung übereinander angeordnet; Fig.
9 und 10 zeigen zwei perspektivische Sichten in weitere Ausführungsformen
der Betrachtungskammer; Fig. 11 zeigt verschiedene Formen der bewegten farbigen
Einzelteile, die zur Bildung der plastischen Bilder gemäß Fig. 8 dienen;
Fig. 12 eine perspektivische Ansicht auf eine abgeänderte Betrachtungskammer des
Kaleidoskops mit an sich bekannten Blasebalgen außen; Fig. 13 zeigt einen
vertikalen Schnitt durch die Mitte des in Fig. 12 dargestellten Kaleidoskops; Fig.
14 zeigt einen horizontalen Schnitt nach der Linie 4-4 in Fig. 13;
Fig.
15 zeigt im Schnitt eine Beleuchtungseinrichtung.
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In allen Figuren wurden dieselben Bezugszeichen für die gleichen Teile
verwendet.
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Die in den Fig. 1, 2, 12 und 13 dargestellte Ausführungsforin
besitzt ein vorzugsweise aus Kunststoff bestehendes Gehäuse 1, das eine Betrachtungskammer
16 einschließt und oben mit einem Fenster 2 versehen ist, durch das der Betrachter
in die Kammer hineinsehen kann. Die Kammer ist im wesentlichen kugelförmig und von
zwei konvergierenden und bei der Ausführungsform nach Fig. 3 im wesentlichen
vertikalen Seitenwänden 8 und 9 eingeschlossen, die mit Spiegeln ausgekleidet
sind oder auf andere Art innerhalb der Kammer reflektieren und, wie aus Fig.
3 ersichtlich, im Horizontalschnitt ein gleichschenkeliges Dreieck bilden.
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Zwischen den konvergierenden Kanten der spiegelnden Seitenwände
8 und 9 ist ein zahnförrniges Segnient21 angeordnet, das mit übereinandersitzenden
haken- oder zahnförmigen Greiferelementen 14 im Abstand voneinander versehen ist,
die durch Kanäle 15 voneinander getrennt sind. Die Greiferelemente 14 können,
wie in den Fig. 2 und 4 gezeig eine Zahnstange bilden. Die Betrachtungskammer
16
kann durch eine Beleuchtungsvorrichtung 26 (Fig. 15)
beleuchtet
werden, die oberhalb einer öffnung 3 des Gehäuses 1 sitzt und aus
einer Birne 27 und elektrischen Batterien 28 besteht.
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Innerhalb der Betrachtungskammer 1 befinden sich zahlreiche
leichte Einzelteilchen a (Fig. 2, 8, 11, 13),
vorzugsweise in verschiedenen
Farben und Formen, entsprechend den in Fig. 11 gezeigten Beispielen, wobei
diese Teilchen leicht genug sind, um innerhalb der Kammer 1 im Abstand voneinander
bewegt zu werden. Diese Bewegung erfolgt entweder durch ein Schütteln des Gehäuses
1 oder durch einen in die Kammer eingeführten und von einem Blasebalg
6 erzeugten Luftstrom, von dem ein Teil der Teilchen a erfaßt und durch die
Greiferteile 14, wie in den Fig. 2 und 8 gezeigt, übereinandergehalten wird.
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In dem in Fig. 12 bis 14 gezeigten Ausführungsbeispiel werden die
Teilchen a in bekannter Weise durch einen mittels eines Hebels 6d betätigten
Blasebalg 6 erzeugten Luftstrom in Bewegung gesetzt.
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Die durch den Blasebalg 6 komprimierte Luft tritt aus dem Doppelbodenraum
10 durch eine oder mehrere Öffnungen 22 und 23 in die Betrachtungskammer
16, und die an den Wänden dieser Kammer entlangströmende Luft wirbelt die
Teilchen a vom Boden 16'
auf, wie durch die Pfeile 11, 12 und 12 a
in Fig. 2 angedeutet, bis sie zu einer Streuplatte 13 kommen, die die Teilchen
zu den Greifteilen 14 zurück-wirft, die zwischen den konvergierenden Kanten der
spiegelnden Seitenwände 8 und 9 angebracht sind. Diese Kanten verlaufen
von der Betrachtungskammer leicht schräg nach außen, so daß die zurückgeworfenen
Teilchen a besser von den Greifteilen 14 erfaßt werden und übereinander angeordnete
Bilder entstehen (Fig. 8). Die Luftkanäle 15 zwischen jedem Paar der
Greifteile 14 lassen die Luft aus der Kammer 16 austreten, wodurch die Teilchen
a tiefer zwischen die benachbarten Greifteile 14 gesogen und dadurch besser gehalten
werden.
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Der Doppelboden 16' ermöglicht das Einblasen der Luft in die
Kammer 16 in horizontaler und vertikaler Richtung, wie die Strahlen
11 und 12 und 12 a zeigen. Der horizontale Luftstrom 11 bläst die
am Boden 16'
de'r Kammer befindlichen Farbteile in Richtung zum durch die
Spiegel gebildeten Winkel, wo sie vom vertikalen Luftstrom 12 erfaßt und kräftig
in die Höhe in Richtung zu den zahnförmigen Einschnitten 20 des Zahnstangenteils
19, zum Deckel der Kammer und zur zahnförnügen Trennwand 13 geschleudert
werden, von welcher die Teilchen in Richtung zu den zahnfönnigen Einschnitten 14'
zurückfliegen, in in welchen sie von den spitzen Domen aufgefangen werden
- wie noch weiter ausgeführt wird -, und sie hängen dann in waagerechter
Lage übereinander, und durch Reflexion in den Spiegeln erscheinen dreidimensionale
Bilder, wie in Fig. 8 gezeigt.
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Die zahnförmigen Einschnitte 14' in der Zahnstange 21, deren Form
Fig. 4 in vergrößertem Maßstab zeigt, haben den Zweck, die Farbteilchen in dem von
den Spiegeln 8, 9 gebildeten Winkeln aufzufangen. Sie besitzen Kanälchen
15 für Abführung des Luftdruckes, der in der Kammer beim Zusammenpressen
des Blasebalges entsteht. Dieser Umstand ist sehr wichtig, da die in der Kammer
zusammengepreßte Luft in Richtung vom Kammerdeckel zum Kammerboden wirkt und das
Schleudern der Teilchen zum Deckel verhindern würde. Zu diesem Zweck besitzen die
Spiegel im oberen Teil an den Seiten noch einige weitere Bohrungen 16, damit
der Luftdruck beseitigt wird. Dadurch, daß der Luftdruck über die Kanälchen
15 in den zahnförmigen Einschnitten aus der Kammer abgeführt wird, wie die
Pfeile 15 zeigen, entsteht in jedem Zahneinschnitt ein Luftzug, welcher die
reflektierten Teilchen ansaugt und dadurch deren Haften zwischen Zähnen erleichtert.
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Die zwischen den Kanten der Spiegel an der Stelle, an der sich die
Spiegel berühren, in dem so gebildeten Winkel angeordnete Zahnstange ist nicht lotrecht
zum Boden der Betrachtungskammer, sondern schräg gebrochen, und zwar der eine Teil
18 in Richtung nach unten und der andere Teil 19 in Richtung nach
oben. überdies sind die an die Zahnstange 21 sich anlehnenden Kanten der Spiegel
parallel eingebogen (Fig. 3, Ziffer 21). In dem schräg nach unten gebrochenen
Teil 18 der Zahnstange sind die bereits erwähnten zahnförinigen Einschnitte
14' vorgesehen, und die Abschrägung dieser Einschnitte nach innen bezweckt, daß
die Mündung der Einschnitte mehr nach oben zwecks Erfassung der Teilchen ausgebildet
sind, die von der Decke der Kammer und dem oberen Teil 19 der Zahnstange
21 zurückgeworfen werden. Dieser obere Teil 19 der Zahnstange 21 hat keine
Bohrungen 15 für das Entströmen der Luft aus der Kammer 16. Dadurch
wird ein leichteres Erfassen der Farbteilchen erreicht, als wenn diese Kanten bloß
lotrecht ausgebildet wären. Im oberen Teil 19 der Zahnstange,
die
in Richtung nach innen gebrochen ist, sind Zähne 20 vorgesehen, die einige Farbteilchen
noch früher erfassen, bevor diese die reflektierende Trennwand 13 erreichen,
und werfen sie zu den zahnförmigen Einschnitten 14' zurück und erleichtern dadurch
das Erfassen der Farbteilchen zwischen den Zähnen 14.
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Die gezahnte Oberfläche der Reflexwand 13 verhindert, daß die
Teilchen bei der Berührung an einer glatten Oberfläche der Trennwand abgleiten,
sondern sie werden leichter reflektiert. Ohne diese gezahnte Trennwandwürden dieTeilchen
einehalbkreisförmige Richtung einschlagen und würden auf den Boden der Kammer anstatt
in Richtung zu den gezahnten Einschnitten zurückgeworfen werden.
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Der Doppelboden 16' (Fig. 2) besitzt eine gerillte Oberfläche
(Fig. 5). Diese Rillen laufen strahlenförmig in der Spitze des Bodens zusammen,
wie in Fig. 5
und 6 dargestellt. Die Rillung hat den Zweck, daß die
Teilchen auf der Oberfläche der scharfen Kanten der Rillen zu liegen kommen, und
die Rillen unter den Teilchen bilden Kanälchen, durch welche der Luftstrom aus dem
Blasebalg beim Zusammenpressen durchströrat und dadurch die Teilchen sehr leicht
vom Boden der Kammer aufgewirbelt werden. Diese obere gerillte Bodenfläche hat vorn
in Richtung zum Winkel der Spiegel zwei Bohrungen 22. Am anderen geneigten Teil
besitzt die gerillte Bodenfläche eine Anzahl, z. B. drei Bohrungen 23. Der
durch diese Bohrungen eindringende Luftstrom verhindert, daß die Teilchen auf die
schräge Fläche 24 (Fig. 2) fallen. Überdies drückt der von der durchsichtigen Wand
des Beobachtungsfensters zurückgeworfene Luftstrom die Farbteilchen in Richtung
zu den zahnförrnigen Einschnitten 14', wie in Fig. 2 gezeigt.
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In Fig. 11 werden beispielsweise verschiedene Formen der Teilchen
gezeigt, die für das Erfassen in den zahnförrnigen Einschnitten besonders ausgebildet
sein müssen, und zwar derart, daß sie an einer oder beiden Seiten scharfe Dome besitzen,
mittels welcher sie von den zahnförmigen Einschnitten 14 erfaßt werden. Die Teilchen
können auf jeder Seitenfläche eine einheitliche oder verschiedene Färbung besitzen,
was eine manigfaltige Abwandlung der farbigen Bilder ermöglicht. Als Material für
diese Farbteilchen kann man eine Kombination von Papier, gefärbten Federn oder dünnen
Farbfilmen aus Kunststoffen verschiedenster Art benutzen.
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Fig. 9 und 10 zeigen eine konkave und eine konvexe Form
der Spiegel als weitere Alternative für das erfindungsgemäße Kaleidoskop. Durch
Verwendung dieser Spiegelformen oder deren Kombinationen werden in der Kaleidoskopkammer
durch Rellexion in den Spiegeln verschieden deformierte, phantastische farbige Muster
lotrecht übereinander hergestellt, wie z. B. in Fig. 8 gezeigt. Als Beispiel
wird angeführt, daß die Spiegel kombiniert werden können, wie folgt: a) eine Seite
der Spiegel mit konvexer, die andere Seite mit konkaver Form; b) die eine
Seite des Spiegels in normaler (flacher), die andere Seite in konkaver oder konvexer
Form usw.
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Fig. 14 zeigt eine dreighederige Spiegelform, die in einer einzigen
Kammer des Kaleidoskops die Bildung von drei verschiedenen Farbmustern ermöglicht.
In dieser Form können alle möglichen Kombinationen der Spiegelformen benutzt werden.
Die Öffnungen 25 und 25 a (Fig. 3) im Boden des Kaleidoskops
dienen zur Abführung und Zuführung der Luft in dem Kaleidoskop.
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In Fig. 15 ist eine Beleuchtungseinrichtung 26 dargestellt,
die über dem Fenster 3 angebracht werden kann. Sie besteht aus einer Birne
27, die den erforderlichen Strom von Batterien 28 erhält.
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Zur Erzeugung der Blasluft zum Aufwirbeln der Farbteilchen dient bei
allen Ausführungsformen ein Blasebalg 6, 6 a, 6 c, der mit
dem Kaleidoskop starr oder flexibel mittels eines elastischen Schlauches
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verbunden ist (Fig. 1, 2, 12, 13).