-
Elektrische Schaltuhr Gegenstand der Erfindung ist eine elektrische
Schaltuhr mit auf einer Kippwiege angebrachten ein-oder mehrpoligen, vorzugsweise
Quecksilberkontakten, welche durch an der Vorder- bzw. Rückseite einer Zeitscheibe
angebrachte Reiter über ein schwenkbares Zwischensystem aus- bzw. eingeschaltet
werden. Die Erfindung bezweckt, eine derartige Schaltuhr so auszubilden, daß die
normalerweise durch die Zeitscheibe betätigten Kontakte zu einem beliebigen Zeitpunkt
von Hand willkürlich ein- oder ausgeschaltet werden können.
-
Hierfür sind erfindungsgemäß zwei Druckknöpfe zur Handbetätigung von
schwenkbaren Zwischenhebeln vorgesehen, welche bei ihrer Verschwenkung das Zwischensystem
und somit die Kontakte betätigen.
-
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind die Handbetätigungsknöpfe
in einem vertieften Abschnitt des insbesondere durchsichtigen Gehäusedeckels längsverschieblich
gelagert und legen sich mit ihrem inneren Ende abdichtend -gegen federbelastete
gleitend verschiebliche Kolben, welche bei ihrer Verschiebung mittels der Druckknöpfe
die Zwischenhebel betätigen.
-
Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß die normalerweise von der
Zeitscheibe betätigten Kontakte jederzeit willkürlich mittels der Druckknöpfe von
außen betätigt werden können, ohne daß hierdurch der normale Verlauf des Zeitprogramms
beeinträchtigt wird'. - - -Durch die obige Ausbildung, bei welcher die Druckknöpfe
die das Zwischensystem betätigenden Zwischenhebel nicht unmittelbar betätigen, sonderri''üfiie=
verschiebliche Kolben, gegen welche sie sich bei geschlossenem Deckel abdichtend
legen, wird es möglich, den Deckel mit den darin sitzenden Druckknöpfen aufzuklappen,
um das Innere der Uhr zugänglich zu machen, wobei das einfache Herunterklappen des
Deckels wieder die Betriebsfähigkeit des Handbetätigungssystems und den staubdichten
Abschluß herstellt.
-
Durch Anordnung der Druckknöpfe in einem vertieften Abschnitt des
Deckels wird ein Vorspringen der Knöpfe an dem Deckel vermieden, wodurch unter anderem
unzeitige Betätigungen verhindert werden.
-
Die Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielshalber
erläutert.
-
Fig. 1 ist eine Vorderansicht der erfindungsgemäßen elektrischen Schaltuhr,
wobei der Deckel zur Hälfte geschlossen und zur Hälfte entfernt dargestellt ist;
Fig. 2 ist ein Schnitt längs der Linie II-II der Fig. 1. Ein nicht im einzelnen
dargestelltes Uhrwerk 1 ist an der Rückseite einer Halteplatte 2 befestigt, welche
in ein vorzugsweise aus Kunststoff bestehendes Gehäuse 3 eingesetzt ist. Das Gehäuse
3 wird vorn durch einen vorzugsweise aus einem durchsichtigen Kunststoff: bestehenden
Deckel 4 abgeschlossen, welcher durch Scharniere 5 schwenkbar an dem Gehäuse, befestigt
ist. Eine staubfreie Abdichtung wird durch -ine in einer Hohlkehle des Deckels angeordnete
Dichtung 6 und:, Schrauben 7 zum Festzug des Deckels erreicht: An einer von der
Halteplatte 2 getragenen Achse 8 ist die Zeitscheibe 9 drehbar, vor welcher ein
von der Achse 8 getragener Zeiger 10 angeordnet ist. An dem Umfang
der Zeitscheibe 9 können wie üblich an den gewünschten Schaltzeiten entsprechenden
Stellen Reiter 11 angebracht werden, welche, je nachdem ob sie auf der Vorderseite
oder der Rückseite der Zeitscheibe vorspringen, die Ausschaltung bzw. die Einschaltung
der Kontakte bewirken. Der Antrieb der Zeitscheibe erfolgt über ein Reibrad 12,
so daß sie auf ihrer Achse 8 zum Zwecke einer Einstellung willkürlich verdreht werden
kann.
-
Die Betätigung der bei dem dargestellten Beispiel durch Quecksüberschaltröhren
15 gebildeten Kontakte durch die an der Zeitscheibe angebrachten Reiter 11 erfolgt
in an sich bekannter Weise über ein Zwischensystem. Dieses enthält einen Ausschalthebel
13 und einen Einschalthebel 14, welche beide auf einer an der Halteplatte
2 befestigten Achse 19 schwenkbar sind. Die Schaltröhren 15 sind an einer Wiege
16 befestigt,
welche um eine Achse 17 schwenkbar ist, wobei die
Ausbildung so getroffen ist, daß die Schaltröhren 15 durch ihr Gewicht die Wiege
16 in die Ausschaltstellung kippen. Die Wiege 16 wird durch den Einschalthebel 14
in die Einschaltstellung gebracht, in welcher sie sich durch einen Ansatz 18 an
dem Ausschalthebel 13 verklinkt. Die Ausschaltung erfolgt, wenn der Ausschalthebel
13 durch einen Reiter 11 betätigt wird, wodurch die Verklinkung der Wiege 16 mittels
des Ansatzes 18 aufgehoben wird, so daß die Schaltröhren 15 infolge der obenerwähnten
Gewichtsverteilung in die Ausschaltstellung kippen.
-
Die bisher beschriebene an sich bekannte Ausbildung ist nun erfindungsgemäß
durch eine Anordnung vervollständigt, welche gestattet, die Schaltröhren 15 unabhängig
von dem durch die Zeitscheibe 9 gegebenen Programm jederzeit willkürlich ein- oder
auszuschalten. Hierfür sind in einem vertieften Abschnitt 20 des Deckels 4 zwei
Druckknöpfe 21 und 22 längsverschieblich gelagert. Diese Druckknöpfe werden durch
eine an ihrem äußeren Kopf vorgesehene Randleiste 23 und eine an ihrem inneren Ende
angeordnete Lochscheibe 24 am Herausfallen aus ihrer Führung verhindert. Die inneren
Enden der Druckknöpfe 21 und 22 stehen mit kolbenförmigen Teilen 25 bzw. 26 in Berührung,
welche auf an der Halteplatte 2 befestigten Stiften 27 bzw. 28 gleitend verschieblich
sind und durch Federn 29 bzw. 30 mit den Druckknöpfen 21 bzw. 22 in Berührung gehalten
werden.
-
An von der Halteplatte 2 getragenen Achsen 31 und 32 sind Zwischenhebel
33 bzw. 34 schwenkbar, welche an einem Ende einen schrägen Ansatz 35 bzw.
36 aufweisen, mit welchem die Kolben 25 bzw. 26 bei ihrer Betätigung durch die Druckknöpfe
21 bzw. 22 in Berührung kommen. Die anderen Enden der Zwischenhebel 33, 34 betätigen
bei ihrer Verschwenkung den Ausschalthebel 13 bzw. den Einschalthebel 14.
-
Bei Drücken auf einen der Druckknöpfe, z. B. den Knopf 22, wird der
entsprechende Kolben 26 entgegen seiner Feder 30 zurückgedrückt; wobei er
auf den schrägen Ansatz 36 des Zwischenhebels 34 trifft und diesen um die Achse
32 verschwenkt, wodurch der normalerweise durch die Reiter 11 der Zeitscheibe
9
betätigte Schalthebel 14 des Zwischensystems betätigt wird. Durch
Betätigung der Druckknöpfe 21 und 22 können somit die Schaltröhren 15 unabhängig
von der Steuerung durch die Zeitscheibe 9 jederzeit aus- und eingeschaltet werden.
-
Das Gehäuse 3 kann jederzeit durch Verschwenkung des Deckels 4 um
die Scharniere 5 geöffnet werden, wobei die Druckknöpfe durch ihre äußere Randleiste
23 bzw. ihre innere Lochscheibe 24 in ihrer Bohrung gehalten werden, während die
Kolben 25, 26 durch an den Enden ihrer Achsen 31, 32 angeordnete Anschläge
zurückgehalten werden.
-
Wenn der Deckel wieder geschlossen wird, legen sich die inneren Enden
der Druckknöpfe 21, 22 von neuem staubdicht gegen die unter dem Druck der Federn
29, 30 stehenden Kolben 25, 26.
-
Durch Anordnung der Druckknöpfe 21,22 in einem vertieften Abschnitt
20 des Deckels springen sie an diesem nicht vor, wodurch ihre unzeitige Betätigung
verhindert wird.