DE1146301B - Schneidemaschine zum Zerkleinern landwirtschaftlicher Produkte - Google Patents
Schneidemaschine zum Zerkleinern landwirtschaftlicher ProdukteInfo
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Description
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BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 28. MÄRZ 1963
DER ANMELDUNG
UNDAUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 28. MÄRZ 1963
Bekanntlich sind Schneidemaschinen zum Zerkleinern landwirtschaftlicher Produkte wie Futterpflanzen,
Stroh usw. mit Messern verschiedenster Form und Befestigungsweise ausgerüstet. Die
Schneideeinrichtung ist meist dergestalt ausgebildet, daß sich ein oder mehrere zentrisch um eine Welle
angeordnete Messer an einer feststehenden, jedoch nicht sohärfbaren Gegenschneide vorbeibewegen,
während das Schneidegut in getrocknetem oder frischem Zustand durch hier nicht näher zu erläuternde
Einzugsorgane über die Gegenschneide den umlaufenden Messern entgegengeführt und' in einstellbaren
Längen geschnitten werden kann. Die Schnittgüte bzw. die gleichmäßige Länge des Schnittgutes
ist sowohl abhängig von der Entfernung, mit der sich die Messer an der Gegenscihneide vorbeibewegen,
als auch von dem Zustand der Schärfe der Messer selbst. Auch der Kraftaufwand zum Schneiden
des Gutes ist wesentlich von diesen beiden Faktoren abhängig, und so wirkt sich letzten Endes die
Wartung dieser Maschinen entscheidend auf Schnittgut«
und Kraftbedarf aus.
Normalerweise — besonders bei Scheibenradhäcksfern
— sind die Messer zum' Schärfen abzunehmen und werden danach mittels Stellschrauben
in richtigem Abstand von der Gegenschneide einzeln wieder angeschraubt. Dieser Arbeitsvorgang ist zeitraubend
und erfordert eine gewisse Sorgfalt. Aus erklärlichem Grunde wird diese Arbeit als wenig angenehm
empfunden. Erschwerend kommt hinzu, daß das Schärfen je nach Vorhandensein von Fremdkörpern,
wie Steine, Erde usw., in kurzen Zeitabständen erforderlich wird und dadurch einen verhältnismäßig
hohen Anteil an der rein produktiven Arbeitszeit darstellt. Es ist durch Anwendung verschiedener
Methoden, z. B. durch. Schleifen mittels kleiner elektrischer Schleifgeräte od. dgl. versucht
worden, das lästige Demontieren der Messer zu umgehen,
aber diese Methoden sind bislang nur Hilfsmittel geblieben.
Es ist üblich, bei Schneidemaschinen, deren Messer peripher an der Messerhalterscheibe angebracht sind
und deshalb an allen Stellen gleiche Umfangsgeschwindigkeit aufweisen, wie z.B. bei Trommelhäckslern,
die Schneidewerkzeuge mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit an feststehenden Schleifkörpern
vorbeirotieren zu lassen und so einen Schleifvorgang herbeizuführen. Diese Methode kann jedoch
wegen der verschieden hohen Umfangsgeschwindigkeit, mit der sich die einzelnen Punkte der Schneidkante
von Messern an einem stillstehenden Schleif körpor vorbeibewegen, nicht für Scheibenradhäcksler
Schneidemaschine zum Zerkleinern
landwirtschaftlicher Produkte
landwirtschaftlicher Produkte
Anmelder:
Gebrüder Botsch, Bad Rappenau (Bad.)
Gebrüder Botsch, Bad Rappenau (Bad.)
Hans J. Roß, Schrozberg,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
zur Verwendung kommen. Es wäre in diesem Falle erforderlich, die Umfangsgeschwindigkeit der Messer
an den einzelnen Punkten gleich hoch zu halten, was sich normalerweise bei verschiedenem Messerdurchmesser
nicht erreichen läßt.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Schleifen der Messer auch 'bei Scheibenradhäckslem oder bei ähnlichen
Schneidemaschinen mit geringstem Arbeits- und Zeitaufwand vornehmen zu können, und die Erfindung
besteht im wesentlichen darin, daß eine auch während des Betriebes der Maschine in dieser verbleibende
antreibbare Schleifscheibe in das Messergehäuse auf der Seite der Gegenschneide eingebaut
ist und Mittel vorgesehen sind, die Schleifscheibe wahlweise zum Schleifen der Messer mit diesen in
Berührung oder außer Berührung zu bringen.
Da das Schleifen der Messer bei umlaufender Schleifscheibe erfolgt, wobei diese mit verhältnismäßig
hoher Drehzahl angetrieben werden kann, ist es möglich, auch in diesem Falle das Schleifen der
Messer mit verhältnismäßig gleicher Relativgeschwindigkeit zwischen Schleifscheibe und Messer vorzunehmen.
Der umständliche Ausbau der Messer und ihr Schleifen außerhalb der Maschine an einer
Schleifscheibe kommt in Fortfall, ebenso wie der Wiedereinbau und die Notwendigkeit eines Neuausrichtens der nachgeschliffenen Messer. Das
Schleifen der Messer kann jederzeit nach Bedarf vorgenommen werden. Es ist z. B. lediglich notwendig,
die Förderung des zu schneidenden Gutes zu unterbrechen und durch entsprechende Relativbewegung
der Messer einerseits und der Schleifscheibe andererseits diese zwecks Schleifens der Messer durch die
umlaufende Schleifscheibe in Berührung zu bringen.
Vorzugsweise sind zu diesem Zweck sowohl die
Messerscheibe bzw. der Messerarm als auch die zur
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Schneidkante der Messer und der Gegensohneide
planparallel eingestellte Schleifscheibe axial verschiebbar gelagert. Es können also die Messer-zunächst aus dem Bereich der Gegenschneide entfernt
werden, worauf die Schleifscheibe zum Schleifen der
Messer axial verschoben werden kann. Vorzugsweise
wird hierbei gleichzeitig der Antrieb des Einzuges
zum Fördern des zu schneidenden Gutes selbsttätig
unterbrochen und die Messerscheibe bzw. der Messerarm auf kleinere Umlaufgeschwindigkeit eingestellt. 10 noch ein Zapfwellenänschluß od. dgl. umgelegt oder Die Schleifscheibe kann, abgesehen von ihrer gelöst werden müssen. Gleichzeitig kann über ein axialen Versohiebbarkeit, stationär im Maschinen- Wechselgetriebe auf die niedere Drehzahlstufe der gehäuse gelagert sein. Der Durchmesser der Schleif- MesserEadwele umgeschaltet werden. Auch kann scheibe ist in diesem Falle größer als die radiale Er- durch entsprechende Kupplungen die Einzugsvorrichstreckung der Messer, wobei die Schleifscheiiibe derart i5 tung oder die Trommel zur Aufnahme des Schnittmit Bezug auf die Messerscheibe oder den Messer- gutes abgeschaltet bzw. stillgelegt werden, arm angeordnet ist, daß beim Umlauf der Messer
planparallel eingestellte Schleifscheibe axial verschiebbar gelagert. Es können also die Messer-zunächst aus dem Bereich der Gegenschneide entfernt
werden, worauf die Schleifscheibe zum Schleifen der
Messer axial verschoben werden kann. Vorzugsweise
wird hierbei gleichzeitig der Antrieb des Einzuges
zum Fördern des zu schneidenden Gutes selbsttätig
unterbrochen und die Messerscheibe bzw. der Messerarm auf kleinere Umlaufgeschwindigkeit eingestellt. 10 noch ein Zapfwellenänschluß od. dgl. umgelegt oder Die Schleifscheibe kann, abgesehen von ihrer gelöst werden müssen. Gleichzeitig kann über ein axialen Versohiebbarkeit, stationär im Maschinen- Wechselgetriebe auf die niedere Drehzahlstufe der gehäuse gelagert sein. Der Durchmesser der Schleif- MesserEadwele umgeschaltet werden. Auch kann scheibe ist in diesem Falle größer als die radiale Er- durch entsprechende Kupplungen die Einzugsvorrichstreckung der Messer, wobei die Schleifscheiiibe derart i5 tung oder die Trommel zur Aufnahme des Schnittmit Bezug auf die Messerscheibe oder den Messer- gutes abgeschaltet bzw. stillgelegt werden, arm angeordnet ist, daß beim Umlauf der Messer
durch Zugmaschinen erfolgen kann. Da in letzterem
Falle die hierfür geeigneten Einrichtungen wie Riemenscheibe oder Zapfwelle, z. B. eine Gelenkwelle,
ohnehin vorhanden sind, können besondere, zusätzliche Antriebsmittel weitgehend vermieden
werden. Durch entsprechende Anordnung der Antriebsmittel
bzw. Kupplungen läßt sich ohne weiteres erreichen, daß beim Umschalten von Schneidebetrieb
auf Schleifbetrieb weder Riemen noch Zahnräder
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scheibe oder des Messerarmes die Sohneidnäche eines
Messers aufeinanderfolgend über ihre ganze radiale Länge geschliffen wird. ao
Der Schleifkörper der Schleifscheibe ist zweckmäßig kreisringförmig ausgebildet. Die erforderliche
* Schleif geschwindigkeit, mit welcher Messer und Schleifkörper aneinander vorbei eilen, wird durch
entsprechende Umfangsgeschwindigkeit des letzteren hervorgerufen, während sich die Messer selbst nur
mit sehr kleiner Geschwindigkeit bewegen, so daß die Berührung jeden Punktes des Sdhleifkörpers mit
jedem Punkt der parallel zur Gegenschneide bzw. zur Schleifscheibe stehenden Schleifflächen (Waten) der
Messer gewährleistet ist, wie dies Voraussetzung eines jeglichen maßhaltigen Sohleifvorganges ist.
Mit einer parallelen Einstellung von Schleifscheibe
zu Gegenschneide und von beiden senkrecht zur Messerradachse ist ohne weiteres auch der erforderliche
über die ganze Messerlänge gleichbleibende Abstand der Sohneidewerkzeuge von der Gegenschneide
bedingt und gewährleistet, so daß durch die vorgesehene axiale Verschiebemöglichkeit der Messerradwelle
eine einfache und vor allem zuverlässige maßhaltige Entfernungseinstellung zwischen Messer
und Gegenschneide erreicht wird. Es kann hierbei sowohl die Schleifscheibe gegen die Messer zu bewegt
werden, als auch umgekehrt die die Messer tragende WeHe gegen die rotierende Schleifscheibe. Zweckmäßig
kann auch die Möglichkeit vorgesehen werden, Schleifscheibe und Messerwelle sowie Gegenschneide
durch einmaliges Einregulieren mittels Stellschrauben für immer in entsprechend genaue Stellung
zueinander zu bringen.
Dadurch, daß die Erfindung ein Schleifen von Schleifflächen erlaubt, welche außerhalb, also auf der
Seite der feststehenden Gegenschneide liegen, wird gegenüber Messern mit innenliegender Schleiffläche
Durch die Erfindung ergeben sich somit insbesondere folgende Vorteile:
1. Durch den Einbau der Schleif scheibe in das Masehinengehäuse kann, insbesondere in Verbindung
mit dem gemeinsamen Antrieb und der relativen axialen. Verschiebbarikeit der Schleifscheibe
ziur MesserradweJle, das Schleifen jederzeit
und je nach Bedarf, z. B. durch einfaches Umlegen nur eines einzigen Hebels, vorgenommen
werden. Die Schleifscheibe ist jederzeit betriebsbereit.
2. Infolge der gleichbleibenden Winkellage zwi- :■ sehen Schleifscheibe und Messerradscheifoe
od. dgl. ist der Montagewinkel bzw. der Watenwinkel auch bei abgenutzten Messern für immer
fixiert und unveränderlich, so daß die damit : verbundene SchnittquaJitat stets die gleiche
bleibt.
3. Ein jedesmaliges Ab- und wieder Anschrauben der Messer zum Schleifen derselben einschließlich
der bisher üblichen EinsteBung des Abstaindes zwischen Messer und Gegenschneide
entfällt, so daß ein An- und Abschrauben der Messer sich auf die selten vorkommende Demontage
bei Beuch bzw. beim Einbau neuer Messer beschränkt.
4. Auch bei Anordnung beliebig vieler Messer auf der Messerscheibe kann durch 'axiale Verstelunig
der Messerwelle der Abstand zwischen den Messern und der Gegenschneide für sämtliche
Messer momentan eingestellt werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
zu entnehmen. Hierbei zeigt
Abb. 1 eine schemätische Darstellung des Antriebes der Schneidemaschine einschließlich des Antriebes
der Schleifscheibe,
Abb. 2 eine schemätische Vorderansicht des
der Vorteil erzielt, daß eine nachträgliche genaue 55 Messerrades einschließlich Schleifscheibeniantrieb,
Fixierung des Abstandes der Messer von der Gegen- Abb. 3 eine die bisherige Art der Messernach
schneide in Fortfall kommt. Auch ist ein konstanter Watenwinkel bzw. Gesamtanstellwinkel der Messer,
der für eine gute Schneidwirkung erforderlich ist, ist gewährleistet. Weiterhin ist es möglich, dieser
Messeranordnung den jeweils günstigsten Sohnittwinkel,
d.h. den Winkel zwischen Messerschneide und Schneidtegut (Messerkrümmung) zuzuordnen.
In einfacher Weise kann die Schleifscheibe durch
den zum Antrieb der Schneidemaschine dienenden 65 Schleppers aus. Motor, in der Regel durch einen Elektromotor < ,. Die Messercadwelle 1 trägt das MesseOTad 7 mit od. dgl., angetrieben werden, während bei fahrenden den Messern 6, welche bei Antrieb de*1 Messerrad-Masohinen, wie Feldhäckslern od. dgl., der Antrieb welle 1 an einer Gegenschneide 20 vorbeigefühct
den zum Antrieb der Schneidemaschine dienenden 65 Schleppers aus. Motor, in der Regel durch einen Elektromotor < ,. Die Messercadwelle 1 trägt das MesseOTad 7 mit od. dgl., angetrieben werden, während bei fahrenden den Messern 6, welche bei Antrieb de*1 Messerrad-Masohinen, wie Feldhäckslern od. dgl., der Antrieb welle 1 an einer Gegenschneide 20 vorbeigefühct
g
stellung erläuternde Darstellung,
stellung erläuternde Darstellung,
Abb. 4 eine die erfindungsgemäße Art der Messernachsifcellung
erläuternde Darstellung.
In Abb. 1 ist mit 1 die Messeiradweie; mit 2 eine
Vorgelegewelle und mit 3 die Schleif Scheibenwelle bezeichnet. Der Antrieb erfolgt durch einen Elektromotor
4 oder — bei fahrbaren Maschinen — durch
Gelenkwelle 5 von der Zapfwelle eines
eine
werden. Das zu schneidende Gut wird durch eine Einzugsvorrichtung 18 mit angetriebener Trommel
od. dgl. der Gegenschneide 20 zugefördert.
Die Vorgelegewelle 2 ist in Lagern 22, 23, 24 im Maschinengehäuse gelagert und kann durch einen
Handhebel, dessen Bewegung bei 21 angedeutet ist, axial verschoben werden. Mit dem Elektromotor 4
steht die Vorgelegewelle 2 durch einen Riementrieb 4 a in Antriebsverbindung. Ein durch die Kupplung
nach rechts verschoben, bis sich Schleifscheibe 17 und Messer 6 berühren und damit der eigentliche
Schleifvorgang beginnt.
Nach Abschluß des Schleif ens wird die Schleifscheibe 17 wieder hinter die Ebene der Gegenschneide
20 2Mrückgenomrnen und die Welle 1 so weit nach links verschoben, bis der gewünschte Abstand
zwischen Messer 6 und der Gegenschneide 20 bzw. eine leichte Berührung zwischen den Messern 6
10 aibkuppelbarer Riementrieb 11 verbindet die Vor- io und der Schneide 20 hergestellt ist. Danach wird die
gelegewelle des weiteren mit der Messerradwelle 1, Vorgelegewelle wieder nach rechts in ihre alte Lage
die ebenfalls, zusammen mit dem Messerrad 7 und
den Messern 6, axial verschiebbar gelagert ist. Mit
den Messern 6, axial verschiebbar gelagert ist. Mit
der Kupplung 10 ist ein Zahnrad 8 verbunden, welgebracht,
so daß der normale Schneidebetrieb fortgesetzt werden kann.
Zwischen Messer 6 und Schleifscheibe 17 befindet
Zwischen Messer 6 und Schleifscheibe 17 befindet
ches beim Ausrücken der Kupplung 10 mit einem 15 sich zweckmäßig ein nicht gezeigter Deckel, mit dem
Zahnrad 9 des Untersetzungsgetriebes 8, 9, 13, 12 in die Öffnung für die Schleifscheibe im Messerrad-
Eingrifi gebracht
Messerradwelle 1
werden kann, derart, daß die über das Untersetzungswechselgetriebe
8, 9, 13, 12 sowie über den Riementrieb 11, dessen eine Riemenscheibe mit dem Zahnrad 12 fest
verbunden ist, mit niedriger Drehzahl angetrieben wird. Andererseits kann die mit dem Zahnrad 12
verbundene Riemenscheibe durch die Kupplung 10 unmittelbar mit der Welle 2 gekuppelt werden, so
daß die Messerradwelle 1 mit hoher Drehzahl rotiert, wobei die Zahnräder 9, 13 und 12 leer mitlaufen.
Die ebenfalls axial verschiebbare Schleifscheibenwelle
3 mit der Schleifscheibe 17 ist durch einen weiteren Riementrieb 14 mit der Vorgelegewelle 2 mittels
der Kupplung 15 kuppelbar. Die Wellen 1, 2 und 3 sind parallel zueinander angeordnet, die
Schleifscheibe 17 also parallel zur Ebene des Messerrades
7 sowie zur Gegenschneide 20. Eine weitere Kupplung 19 dient dazu, die antreibbaren Teile der
Einzugsvorrichtung 18, z. B. ebenfalls über einen Riementrieb, mit der Vorgelegewelle 2 zu kuppeln
bzw. von dieser zu entkuppeln.
Wie aus Abb. 1 ersichtlich, ist die Anordnung der Kupplungen 10, 15, 19 derart vorgesehen, daß beim
Verschieben der Vorgelegewelle 2 in die in Abb. 1 gezeigte rechte Lage die Kupplungen 10 und 19 eingerückt,
dagegen die Kupplung 15 ausgerückt ist. Es wird also das Messerrad 7 mit den Messern 6 und
die Einzugsvorrichtung 18 angetrieben, während die Schleifscheibe 17 stillgelegt ist. Der Antrieb des
Messerrades 7 erfolgt hierbei mit hoher Drehzahl. Diese Schaltstelung entspricht dem normalen
Schneidebetrieb.
Zum Schleifen der an einem Messerarm bzw. an der Scheibe 7 angeschraubten Messer 6 wird die
Vorgelegewelle 2 aus der dargestellten Stellung »Schneiden« nach links in die Stellung »Schleifen«
gerückt. Dadurch werden die Kupplungen 10 und 19 ausgerückt und die Kupplung 15 eingerückt. Gleichzeitig
hiermit werden die Zahnräder 8 und 9 des Untersetzungswechselgetriebes miteinander in Eingriff
gebracht. Der Kraftfluß geht nun von der Welle 2 über das Räderpaar 8, 9 und 12,13 über den
Riementrieb 11 weiter zur Messerradwelle 1, die mit stark verminderter Drehzahl umläuft. Gleichzeitig
wird die Schleifscheibe 17 eingeschaltet und läuft mit
üblicher Schleif geschwindigkeit um. Der Antrieb der Einzugsvorrichtung 18 wird unterbrochen.
Zur Einleitung des Schleif vorganges werden zweckmäßig zunächst die Messer 6 durch Verschieben der
Messerradwelle 1 außer Berührung mit der Gegenschneide 20 gebracht. Hierauf wird die Schleifscheibenwelle
3 mit der Schleif scheibe 17 ebenfalls gehäuse während des normalen Betriebes abgedeckt
wird.
Wie aus Abb. 1 und insbesondere aus Abb. 2 er-
Wie aus Abb. 1 und insbesondere aus Abb. 2 er-
ao sichtlich, ist die Schleif scheibe 17, die zweckmäßig als Ringscheibe ausgebildet ist, derart angeordnet,
daß ihr Durchmesser etwa der radialen Erstreckung der Messer 6 entspricht und, in Achsrichtung gesehen,
die Kreisfläche der Schleifscheibe im Bereich der radialen Erstreckung der Messer liegt. Hierdurch
wird erreicht, daß trotz radial stationärer Lagerung der Schleifscheibe während des Umlaufes der Messer,
der vorzugsweise mit geringer Diehzahl stattfindet, sämtliche Punkte der Messerschneide nacheinander
von der Schleifscheibe erfaßt und geschliffen werden. Durch entsprechende Krümmung der Messer 6
kann in an sich bekannter Weise erreicht werden, daß der Schnittwinkel, d. h. der Winkel zwischen Messerschneide
und Gegenschneide 20 bzw. Schneidegut, über die ganze radiale Erstreckung der Messer konstant
bleibt. Bei 20 a ist in Abb. 2 die Öffnung der Einzugsvorrichtung für den Eingang des Schnittgutes
angedeutet.
Abb. 3 zeigt eine übliche Anordnung der Messer mit innenliegender Schleiffläche (Wate) und die Veränderlichkeit des Watenwinkels α bzw. des Gesamtanstellwinkels φ durch das infolge der Abnutzung des Messers laufend bedingte Nachstellen des Messers mit Stellschraube an die Gegenschneide.
Abb. 3 zeigt eine übliche Anordnung der Messer mit innenliegender Schleiffläche (Wate) und die Veränderlichkeit des Watenwinkels α bzw. des Gesamtanstellwinkels φ durch das infolge der Abnutzung des Messers laufend bedingte Nachstellen des Messers mit Stellschraube an die Gegenschneide.
Abb. 4 zeigt demgegenüber das Nachstelen der Messer im Falle der Erfindung. Das Schleifen der
Messer erfolgt hierbei an der der Gegenschneide 20 zugewandten Außenseite, wobei sich die Messer
während des Schleifens an der Schleifscheibe in gleicher Weise wie während des Schneidebetriebes an
der Gegenschneide 20 vorbeibewegen. Infolge der Parallelversohiebung der Messer durch axiales Verstellen
der Messerwelle bleibt der Watenwinkel φ bzw. der Gesamtanstellwinkel α konstant, unabhängig
davon, wie groß der Grad der Abnutzung der Messer ist.
1.
Claims (11)
- PATENTANSPRÜCHE:Ortsfeste oder zum Fahren eingerichteteSchneidemaschine zum Zerkleinern landwirtschaftlicher Produkte, insbesondere Scheibenradhäcksler, mit einem oder mehreren auf einer Scheibe oder einem Messerarm angeordneten und an einer Gegenschneide vorbeistreichenden Messern, deren Schleiffläche auf der der feststehenden Gegenschneide zugekehrten Außenseite liegt, dadurch gekennzeichnet, daß eine auch während des Betriebes der Maschine in dieser verbleibendeantreibbare Schleifscheibe (17) in das Messerradgehäuse auf der Seite der Gegenschmeide (20) eingebaut ist und Mittel vorgesehen sind, die Schleifscheibe wahlweise zum Schleifen der Messer (6) mit diesen in Berührung oder außer Berührung s zu bringen.
- 2. Schneidemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Messerscheibe (7) bzw. der Messerarm als auch die zur Schneid1-kante der Messer (6) und der Gegenschneide (20) planparallel eingestellte Schleifscheibe (17) axial verschiebbar gelagert sind.
- 3. Schneidemaschine nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine derart mit Kuppelvorrichtungen (15, 23; 19, 24) versehene Antriebsvorrichtung, daß bei einem Inwirkungsetzen der Schleifscheibe (17) !gleichzeitig der Antrieb des Einzuges (18) unterbrochen wird.
- 4. SchneMemasaMne nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Inwirkung- ao setzen der Schleif scheibe (17) gleichzeitig die Messerscheibe (7) oder der Messerarm auf kleinere Umlaufgeschwindigkeit eingestellt wird.
- 5. Schneidemaschine nach einem der Anspräche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die as Schleifscheibe (17) durch den zum Antrieb der Schneidemaschine vorgesehenen Antriebsmotor bzw. bei fahrbarer Maschine durch den Antrieb der Zugmaschine (5) antreibbar ist.
- 6. Schneidemaschine nach einem der Anspräche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchmesser der Schleifscheibe (17) größer als die radiale Erstreckung der Messer (6) und die Schleifscheibe derart mit Bezug auf die Messerscheibe (7) oder den Messerarm angeordnet ist, daß beim Umlauf der Messerscheibe oder des Messerarmes und bei stationär bleibender Schleifscheibe die Sohneidfläche eines Messers aufeinanderfolgend über ihre ganze radiale Länge geschliffen wird.
- 7. Sahneidemaschine nach einem der Anspräche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine von einem Antriebsmotor eines Schleppers (über 4 bzw. 5) angetriebene Vorgelegewelle (2) einerseits über ein Wechselgetriebe (8 bis 13) mit der Messerscheibe (7) oder dem Messerarm und andererseits über einen abkuppelbaren Antrieb(14) mit der Schleifscheibe (17) sowie femer über einen abkuppelbaren Antrieb (über 24) mit dem Einzug (18) in Antriebsverbittdung stent, wobei die Schaltvorrichtung (8, 10) für das Wechselgetriebe (8 i>is 13), die Kuppelvorrichtung (15, 23) für den Schleifscheibenantnieb und die Kuppelvomahtung (19, 24) für den Einzugantrieb derart miteinander verbunden sind, daß in einer SchaltsteMung (Schneidebetrieb) der Schleifscheibenanitrieb (14) von der Vorgelegewelle (2) abgekuppelt, der Einzugantrieb an die Vorgelegewelle angekuppelt und das Wechselgetriebe auf hohe Umlaufgeschwindigkeit der Messer (6) geschaltet und in einer anderen Sahaltstellung (Schleifbetrieb) der Sahleifscheibenantrieb (14) an die Vorgelegewelle angekuppelt, der Einzugantrieb von der Vorgelegewelle abgekuppelt und das Wechselgetriebe auf niedrige Umlaufgeschwindigkeit der Messer geschaltet ist.
- 8. Schneidemaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umschaltung des Antriebes von Sahneidebetrieb auf Schleifbetrieb und umgekehrt die Vorgelegewelle (2) axial verschiebbar gelagert ist.
- 9. Sohneidemaschine nach einem der Anspräche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Wechselgetriebe als Zahnraduntersetzungsgetriebe für langsamen Messerumlauf bei Schleifbetrieb mit einer die Zahnraduntersetzung (8, 9, 13, 12) umgehenden direkten Kupplung (10) für schnellen Messemmlauf im Schneidebetrieb ausgebildet ist.
- 10. Sahneidemaschine nach einem der Anspräche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorgelegewelle (2) parallel zur Messerwelle (1) und zur »Schleifscheibenwelle (3) angeordnet ist und mit den beiden zuletzt genannten Wellen (1, 3) durch Riemen- oder Kettentrieb in Antriebsverbindung steht.
- 11. Seihneidemaschine nach einem der Anspräche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei axial verschiebbarer Messerscheibe (7) oder Messerarm bzw. .axial verschiebbarer Messerwelle (1), insbesondere zur Einstellung des erfordernchen Spiels zwischen Messer (6) und Gegenschneide (20), die Messerscheibe oder der Messerarm bzw. die Messerwelle in jeder beliebigen axialen Lage feststellbar ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 309 547/124 3.63
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB63837A DE1146301B (de) | 1961-08-30 | 1961-08-30 | Schneidemaschine zum Zerkleinern landwirtschaftlicher Produkte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB63837A DE1146301B (de) | 1961-08-30 | 1961-08-30 | Schneidemaschine zum Zerkleinern landwirtschaftlicher Produkte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1146301B true DE1146301B (de) | 1963-03-28 |
Family
ID=6974159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB63837A Pending DE1146301B (de) | 1961-08-30 | 1961-08-30 | Schneidemaschine zum Zerkleinern landwirtschaftlicher Produkte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1146301B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1231474B (de) | 1966-02-08 | 1966-12-29 | Esterer Ag Maschf | Maschine zum Zerkleinern pflanzlicher Produkte der Landwirtschaft |
| DE1237377B (de) | 1966-02-08 | 1967-03-23 | Esterer Ag Maschf | Maschine zum Zerkleinern pflanzlicher Produkte der Landwirtschaft |
| EP0986947A3 (de) * | 1994-05-07 | 2000-04-26 | New Holland Belgium N.V. | Umkehreinrichtung für landwirtschaftliche Erntemaschinen |
| EP2764767A3 (de) * | 2013-02-07 | 2016-12-21 | CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH | Landwirtschaftliche Erntemaschine, insbesondere Feldhäcksler |
-
1961
- 1961-08-30 DE DEB63837A patent/DE1146301B/de active Pending
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|---|---|---|---|---|
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