DE1167514B - Verfahren zum Herstellen von Profilen aus faserverstaerktem, haertbarem Kunstharz - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von Profilen aus faserverstaerktem, haertbarem Kunstharz

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Description

  • Verfahren zum Herstellen von Profilen aus faserverstärktem, härtbarem Kunstharz Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Profilen beliebiger, insbesondere offener Querschnittsform aus faserverstärktem, härtbarem Kunstharz, bei denen kunstharzgetränkte Faserstränge oder Gewebebänder mit einem thermoplastischen Kunststoff umhüllt und verformt werden und das Kunstharz ausgehärtet wird.
  • Es sind bereits Verfahren bekannt, bei welchen die aus Glasseidensträngen bestehenden Faserverstärkungen durch eine mit einem ungesättigten Polyesterharz gefüllte Wanne gezogen werden und in einem auf die Härtetemperatur gebrachten Profilrohr die Aushärtung bzw. Polymerisation des Kunstharzes vorgenommen wird. Auch ist eine Methode bekannt, bei der in einem taktweisen Arbeitsverfahren die Aushärtung in ähnlicher Weise erfolgt und der Strang bzw. das fertige Profil stückweise abgezogen wird. Meist sind hinter der ersten, aus dem geschilderten Profilrohr bestehenden Härtezone mehrere andere dahintergeschaltet, durch welche der Strang geführt und zur vollkommenen Aushärtung gebracht wird.
  • Bei diesen Arbeitsweisen ist es allerdings nur möglich, gerade Profile herzustellen, da die Aushärtung unter erheblicher Zugspannung erfolgt, die Fertigung eines gekrümmten Profils ist also ausgeschlossen. Ferner haben diese beschriebenen Verfahren den Nachteil, daß das erforderliche Profilrohr bei komplizierten Querschnittsformen nur schwierig herzustellen ist und außerdem in diesem Rohr hohe Reibungskräfte auftreten, die eine starke Beanspruchung der Abzugsvorrichtung zur Folge haben und nicht selten zum Abreißen des Stranges im Profilrohr führen, wodurch diese unbrauchbar werden.
  • Ein weiteres Verfahren schlägt vor, harzgetränkte Faserstränge in eine schlauchförmige Umhüllung aus einem thermoplastischen Kunststoff einzuziehen, zu verformen und sodann auszuhärten. So ist es z. B. möglich, bei Umwickeln eines Rundstabes Spiralfedern oder andere Formkörper herzustellen. Von Nachteil ist es bei diesen Verfahren, daß die Anwendung nur manuell und nur in sehr begrenzten Längenabschnitten möglich ist. Außerdem muß die schlauchförmige Umhüllung eine relativ große Dicke aufweisen, um die harzgetränkten Fasern einziehen zu können, und steht damit einer Verformung zu dünnwandigen Profilen entgegen, zumal ferner eine kontinuierliche Fertigung nicht möglich ist.
  • Bekannt ist auch ein Verfahren, bei dem der harzgetränkte Faserstrang mit einer thermoplastisehen Folienbahn umgeben wird, die infolge ihrer Wirkung als Schrumpfschlauch eine Verdichtung des Harz-Faser-Gemisches hervorruft. Luftkammern, Druckkissen, Rollenpaare u. dgl. unterstützen diese Wirkungsweise. In Abwandlung des Verfahrens kann die thermoplastische Ummantelung auch aus der Lösung oder Schmelze erfolgen.
  • Bei diesen vorbeschriebenen Verfahren ist eine kontinuierliche Fertigung vorgesehen, d. h., unmittelbar hinter der Ummantelung erfolgt während des Durchlaufens mehrerer Heizkammern die Aushärtung. Man kann mit dieser . Methode Rohre, Stäbe und auch dickwandige Profile herstellen. Die Anwendung des Verfahrens auf die Fertigung von geraden oder gebogenen Profilen beliebigen Querschnitts, z. B. U-, T-, Doppel-T-Profil usw., ist nur bedingt möglich. Gerade diese Querschnittsformen ergeben jedoch bei entsprechender Dünnwandigkeit in Verbindung mit den hervorragenden Festigkeitseigenschaften faserverstärkter Kunstharze sehr interessante Bauelemente.
  • Ferner ist bereits bekannt, kunstharzgetränkte Faser- oder Gewebestränge durch Rollen oder Walzen kontinuierlich zu Profilen zu verformen und während dieser Verformung auszuhärten. Hierzu werden in der Regel mitlaufende und ein Zusammenkleben verhindernde Folienbahnen zwischen Verformungswalzen und Strang eingeleitet, die nach dem Aushärten wieder beseitigt werden.
  • Mit diesem Verfahren ist zwar eine kontinuierliche Herstellung von verschiedenen Profilen möglich, nachteilig ist, daß die Verformung und Aushärtung unmittelbar im Anschluß an die Tränkung der Gewebe- und Faserstränge und die Bedeckung mit den Folienbahnen erfolgen muß und damit die Tränk-, Verformungs- und Härtegeschwindigkeiten genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Optimale Bedingungen jedes einzelnen dieser Verfahrensschritte sind dabei nicht zu erreichen. Außerdem ist ein allseitiges Umhüllen der harzgetränkten Faserstränge nur bedingt möglich und von den herzustellenden Profilen abhängig.
  • Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gemacht, diese Nachteile und bisher bestehende Verfahrensmängel zu beseitigen und darüber hinaus weitere Qualitätsverbesserungen an faserverstärkten Kunstharzartikeln aufzuzeigen sowie die Möglichkeit zu beschreiten, auch gebogene oder beliebig gekrümmte Profilteile herzustellen.
  • Hierzu werden gemäß der Erfindung kunstharzgetränkte Faserstränge oder Gewebebänder im Spritzkopf eines Extruders kontinuierlich mit der Schmelze eines thermovlastischen Kunststoffes umhüllt, wobei der Schmelzpunkt äes t@ermoplasftscheri Kunststoffes über der beim Härten des Kunstharzes auftretenden Temperaturspitze liegt und das Aktivierungssystem des Kunstharzes derart eingestellt ist, daß durch die im Extruderkopf herrschenden Temperatur- und Wärmebedingungen die Härtung des Kunstharzes nicht eingeleitet werden kann, daß dann der so gebildete Strang unter die Erstarrungstemperatur des thermoplastischen Kunststoffes abgekühlt und in an sich bekannter Weise unter Aushärten des Kunstharzes kontinuierlich in die endgültige Profilform gebracht wird.
  • Besonders entscheidend ist hierbei, daß die umhüllten Stränge als Halbzeug für eine spätere Verarbeitung zwischengelagert werden können. In der Möglichkeit, die Verformung und Aushärtung zeitlich unabhängig von der Herstellung des Halbzeuges vornehmen zu können, liegt ein großer Vorteil. Man hat es nunmehr in der Hand, die einzelnen Arbeitsgeschwindigkeiten auf die optimalen Gegebenheiten des Verfahrens abzustimmen und kann aus einem Halbzeugquerschnitt nacheinander mehrere beliebige Profilformen herstellen, ohne den Lauf des Stranges bei der Umhüllung unterbrechen zu müssen.
  • Als Verstärkungsmittel können z. B. Gewebebänder aus Glasfaser verwendet werden, die über eine allseitige Festigkeit verfügen, oder es werden Glasseidenstränge eingesetzt, die einzeln oder in mehreren Gruppen durch eine beispielsweise mit ungesättigten Polyesterharz gefüllte Wanne geführt werden. Durch geeignete Mittel, wie Rollen, Ösen od. dgl., ist Sorge getragen, daß die in den Glasfasern haftenden Luftbläschen entweichen können und eine vollständige Tränkung der Stränge erfolgt. Das überschüssige Harz kann nunmehr am Ende der Wanne durch Abquetschwalzen od. dgl. beseitigt werden.
  • Als Material für die Umhüllung wird zweckmäßigerweise ein Thermoplast mit relativ hohem Schmelzpunkt verwendet, welcher über der Aushärtungstemperatur des Kunstharzes liegt, damit der dünne Mantel während der Aushärtung nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. Außerdem ist Dehnbarkeit, Flexibilität und ein nicht zu enger Schmelzbereich erforderlich. Diese Anforderungen erfüllt z. B. ein 6'-Polyamid oder auch Polyolefine hoher i Dichte.
  • Beim Austritt des thermoplastischen Kunststoffes aus dem Extruderspritzkopf erfolgt ferner eine durch Abzugsgeschwindigkeit und Förderleistung des Extruders bestimmte Streckung der Umhüllung, die ein festes Anliegen an die Faserstränge und eine Verringerung der Wanddicke der Umhüllung in vorteilhafter Weise zur Folge hat. Da bei der erfindungsgemäßen Arbeitsweise keine großen Reibungskräfte auftreten, hat man die Möglichkeit, durch entsprechende Ausgestaltung der Rollen oder Düsen, welche das Abquetschen des überschüssigen Harzes vor der Ummantelung besorgen, einen relativ hohen Glasfasergehalt des Stranges zu erreichen und damit die Festigkeitseigenschaften des fertigen Erzeugnisses zu steigern, ohne die erforderlichen Abzugskräfte übermäßig zu erhöhen.
  • Bei diesem geschilderten ersten Verfahrensabschnitt ist es wesentlich, daß das Harz so eingestellt ist, daß die kurzzeitige Erwärmung des Stranges im Spritzkopf des Extruders und des nach-@o@gen@2n @urrei#4A kh@ @.1@@@@111@@ h %1 den Strang aufgebrachten Thermoplasten eine Aushärtung des Harzes unterbleibt.
  • Im zweiten Verfahrensabschnitt wird nunmehr bei Weiterverarbeitung des Halbzeuges der noch nicht ausgehärtete Strang durch eine oder mehrere Heizkammern geführt, in denen er erwärmt wird, wobei die Viskosität des Kunstharzes herabgesetzt und auch eine allmähliche Erweichung des thermoplastischen Materials erreicht wird. Bereits während oder unmittelbar nach der Erwärmung erfolgt durch Walzen eine schrittweise Verformung des Querschnitts, und in weiteren Heizkammern, die der Strang mit regelbarer Geschwindigkeit durchläuft, erfolgt nach endgültiger Formgebung schließlich die Aushärtung des Kunstharzes.
  • Beispielsweise kann ein bandförmiger Strang durch Walzen weiter verflacht und wesentlich dünner ausgewalzt werden, wobei der thermoplastische Mantel durch entsprechende Einstellung der Walzenachse zur Durchzugsrichtun, auch in Querrichtung gedehnt und der spezifische Glasfasergehalt noch erhöht wird. Das so gewonnene Flachband kann leicht durch Umlegen der Langseiten mittels weiterer Rollen oder Walzen z. B. zu einem beliebig-schenkeligen U-Profil verformt werden. Dabei braucht sich das hergestellte Profil keinesfalls in gleichbleibender Form über die gesamte Länge zu erstrecken, vielmehr sind abschnittsweise beliebige Querschnittsveränderungen möglich. Die beiden Parallelschenkel eines U-Profils können z. B. auf einem beliebig langen Stück zusammengedrückt oder anderweitig verformt werden. Man hat es durch das erfindungsgemäße Verfahren völlig in der Hand, die herzustellende Profilform dem vorgesehenen Verwendungszweck anzupassen. Die Fertigung von T-, Doppel-T-, Kreuz-, Halbrund- oder beliebigen Profilformen erfolgt sinngemäß.
  • Sollen gebogene Profilstäbe hergestellt werden, so darf die Erwärmung während der Querschnittsformgebung nur beschränkt erfolgen, damit eine vorzeitige Aushärtung vermieden wird. Nach Erreichen des verlangten Profilquerschnitts wird der ummantelte Strang auf Schablonen, Rahmen od. dgl. in die endgültige Form gebracht und sodann in Wärmekammern oder mit ähnlichen Mitteln ausgehärtet.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet auch in vorteilhafter Weise die Möglichkeit, Federelemente beliebiger Formgebung herzustellen. Durch Aufwickeln eines Rundprofils auf eine zylindrische Schablone lassen sich z. B. Schraubenfedern beliebiger Steigung herstellen. Bei gebündelten Blattfederpaketen ist besonders die Umhüllung von Vorteil, weil durch die auftretende Reibung zwischen den einzelnen Blättern nicht der faserverstärkte Kern in Mitleidenschaft gezogen wird. Der thermoplastische Mantel muß bei Federelementen jedoch so dünn wie möglich gehalten werden, um keine zu starken Dämpfungserscheinungen hervorzurufen. In der beschriebenen Weise gefertigte Federn besitzen ein geringes Gewicht und sind antimagnetisch, korrosionsbeständig und von hoher Lebensdauer.
  • Bauteile aus mit parallel liegenden Glasfasersträngen verstärkten Kunstharzen zeigen bekanntlich hervorragende mechanische Werte und ein sehr hohes Arbeitsaufnahmevermögen. Werden als Verstärkungsmaterial ausschließlich in Stranglängsrichtung verlaufende Glasfasern verwendet, so läßt sich eine etwaige zu geringe Scherfestigkeit in Längsrichtung und die Gefahr des Aufsplitterns des Profilstabes bei starker Biegebeanspruchung gemäß einer weiteren Ausbildung des Erfindungsgedankens in der Weise verhindern, daß die Faserstränge vor der Ummantelung gleichzeitig, aber getrennt voneinander durch ein Kunstharztränkbad geführt und nach dem Verlassen desselben kurze Faserstückchen, insbesondere quer zur Laufrichtung der Stränge, auf diese aufgebracht werden und hiernach die Vereinigung zu einem gemeinsamen Strang erfolgt, welcher durch Walzen oder Profildüsen in eine Querschnittsform gebracht wird, die der Profilform des Spritzkopfes des Extruders entspricht. Zweckmäßigerweise werden die Faserstückchen auf die durch das Trärikbad gezogenen Faserstränge in einer geschlossenen Kammer mittels eines oder mehrerer, gegebenenfalls sich kreuzender Luftströme aufgebracht. Der gemeinsame Strang, der durch Walzenpaare oder Profildüsen vorgeformt wird, kann vor Eintritt in den Extruderspritzkopf wahlweise nochmals mit Faserstückchen versehen werden, die in willkürlicher Lage an der Strangoberfläche festkleben. In diesem Zustand erfolgt dann die endgültige Korrektur der Querschnittsform, um den Strang dem Profil des Extruderspritzkopfes anzupassen.
  • Dadurch, daß die kurzen Faserstückchen auf die einzelnen Faserstränge in willkürlicher, insbesondere aber in Querlage aufgebracht werden, erreicht man, daß mit dieser zusätzlichen Verstärkung nach der Vereinigung zu einem Strang im Inneren desselben eine erhebliche Steigerung der Querfestigkeit eintritt und speziell bei -dünnwandigen Profilen ein Aufsplittern bei starker Belastung vermieden wird.
  • Die Zeichnungen sollen in schematischer Darstellung das Verfahren weiter erläutern. Es bedeutet F i g. 1 eine Draufsicht der Anlage des ersten Verfahrensabschnitts, F i g. 2 eine Seitenansicht der Anlage nach F i g. 1, F i g. 3 eine Seitenansicht des zweiten Verfahrensabschnitts, F i g. 4 ein Schnitt nach Linie A -A der F i g. 2. Die Glasfaserstränge 1 werden durch eine mit härtbarem Kunstharz gefüllte Wanne 2 geleitet, wobei eine kammartig oder mit Ösen versehene Fachvorrichtung 3 für ein gleichmäßiges Einlaufen der Stränge sorgt. Die einzeln oder in mehreren Gruppen durch das Harzbad gezogenen Stränge werden durch Düsen 4 geführt, mittels derer das überschüssige Harz beseitigt wird. In der dahinter geschalteten Kammer 5 erfolgt das Aufbringen von kurzen Glasfaserstückchen, beispielsweise mittels eines Luftstromes, der mit Glasfaserabschnitten variabler Länge und beliebiger Menge versehen aus mehreren Richtungen durch Schläuche oder Rohre 6 in die Kammer geführt werden kann. Ein Walzenpaar 7 vereinigt die einzelnen Teilstränge zu einem gemeinsamen Strang, auf dem in einer weiteren Kammer 8 erneut Faserstückchen aufgebracht werden können. Eine Profildüse 9 formt nun den Strang in der Weise, daß dessen vollständige Umhüllung mit einem thermoplastischen Kunststoff im Querspritzkopf 10 des Extruders erfolgen kann. Verflüssigungsleistung bzw. Fördermenge des Extruders ünd Abzugsgeschwindigkeit des Stranges können so aufeinander abgestimmt sein, daß eine erhebliche Verstreckung des thermoplastischen Mantels und damit eine Verringerung der Dicke desselben und ein festes Anliegen an die Faserstränge erreicht wird. Das Kühlbad 11 bewirkt eine rasche Abkühlung des umhüllten Stranges, und eine regelbare Abzugsvorrichtung 12 sorgt für den Abzug in an sich bekannter Weise.
  • Das auf diese Art gewonnene strangförmige Halbzeug kann entweder sofort im zweiten Verfahrensabschnitt weiterverarbeitet werden, oder es wird auf Haspeln 13 aufgewickelt, um einer späteren Weiterverarbeitung zugeführt zu werden.
  • Im zweiten Verfahrensabschnitt wird der Strang in Heizkammern 14 erwärmt, um die Viskosität des Harzes herabzusetzen und um gleichzeitig den thermoplastischen Mantel zu erweichen und flexibler zu machen. Die Walzenpaare 17, 18 verändern nunmehr das Querschnittsprofil in der gewünschten Weise, und in weiteren Heizkammern 15 und 16 erfolgt die vollständige Aushärtung des so erhaltenen Profils. Die Anzahl der Heizkammern und die Länge der gesamten Verarbeitungsstrecke ist von der Aktivierung des Harzes und der gewünschten Durchlaufgeschwindigkeit abhängig. Eine Abzugsvorrichtung 19 sorgt für eine konstante Ablaufgeschwindigkeit, und mittels einer Trennscheibe 20 können die Profile auf beliebige Längen geschnitten werden.
  • Bei der Verfahrensanwendung zur Herstellung von in Längsrichtung gekrümmten bzw. beliebig geformten Profilstäben sind Heizkammern und Walzenpaare nur so weit vorgesehen, wie es eine Verformung zum endgültigen Querschnittsprofil erforderlich macht. Das Aufbringen der geformten Profilstäbe auf Schablonen, Rahmen od. dgl. und die nachfolgende Aushärtung in Heizkammern erfolgt in bekannter Weise und ist in der Darstellung nicht aufgezeigt. Eine vollständige Aushärtung durch längeres Tempern auf 100 bis 120° C ist ohne weiteres möglich, da die gewählte thermoplastische Ummantelung dieser Temperatur standhält.
  • Die Umhüllung des glasfaserverstärkten Kunstharzstranges mit einem Thermoplast nach dem oben beschriebenen Verfahren hat den großen Vorteil, daß bei der Wahl des Aushärtungssystems keinerlei Rücksicht auf eine auftretende Farbveränderung zu werden braucht, da der thermoplastische Mantel unter Erhaltung der Festigkeitswerte des Harzes beliebig eingefärbt werden kann. Als weitere Vorteile der auf den Profilen verbleibenden Ummantelung sind der Schutz des Stranges gegen Abrieb und mezhanische Beschädigung sowie Feuchtigkeit und der Schutz gegen- kurzzeitige Wärmeeinstrahlung anzuführen. Außerdem war bisher eine völlig glatte Oberdäche bei Profilen oder Stäben mit relativ hohem Glasfaseranteil ohne zusätzlichen Finish nicht zu erreichen, und bei Teilen, die z. B. mit den Händen ständig angefaßt werden, stören austretende Glasfasern ganz erheblich. Auch dieser Mangel wird durch das beschriebene Verfahren beseitigt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet darüber hinaus die Möglichkeit, dünnwandige Profile beliebigen Querschnitts und beliebiger Formgebung aus glasfaserverstärktem Kunstharz rationell herzustellen und sich der hervorragenden Eigenschaften dieser Materialkombination auch auf diesem Gebiet zu bedienen.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen von Profilen beliebiger, insbesondere offener Querschnittsform aus faserverstärktem, härtbarem Kunstharz, bei dem kunstharzgetränkte Faserstränge oder Gewebebänder mit einem thermoplastischen Kunststoff umhüllt und verformt werden und das Kunstharz ausgehärtet wird, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t, daß die kunstharzgetränkten Faserstränge oder Gewebebänder im Spritzkopf eines Extruders kontinuierlich mit der Schmelze eines thermoplastischen Kunststoffes umhüllt werden, wobei der Schmelzpunkt des thermoplastischen Kunststoffes über der beim Härten des Kunstharzes auftretenden Temperaturspitze liegt und das Aktivierungssystem des Kunstharzes derart eingestellt ist, daß durch die im Extruderkopf herrschenden Temperatur- und Wärmebedingungen die Härtung des Kunstharzes nicht eingeleitet werden kann, daß dann der so gebildete Strang unter die Erstarrungstemperatur des thermoplastischen Kunststoffes abgekühlt und in an sich bekannter Weise unter Aushärten des Kunstharzes kontinuierlich in die endgültige Profilform gebracht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der abgekühlte Strang als Halbzeug zwischengelagert wird und erst bei Bedarf unter Zuführung der erforderlichen Wärme endgültig verformt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umhüllung aus thermoplastischem Kunststoff nach dem Austritt aus dem Extruderkopf in noch plastischem Zustand gestreckt wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei Durchlaufen des umhüllten Stranges durch die Verformungswerkzeuge durch Änderung des Profilquerschnittes abschnittsweise unterschiedliche Profile gebildet werden.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die harzgetränkten Faserstränge oder Gewebe vor dem Umhüllen mit thermoplastischem Kunststoff kurze Faserstückchen eingestreut werden. In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift N. 1134 871; USA.-Patentschriften Nr. 2 852 424, 2 694 661.
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