DE120227C - - Google Patents

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DE120227C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L11/00Fire-lighters
    • C10L11/02Fire-lighters based on refractory porous bodies

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wenn man eine poröse, die Wärme wenig leitende Masse mit Alkohol tränkt und die Füllung dieser schwammartigen Masse brennen läfst, so nimmt die zu Anfang sehr lebhafte Verbrennung ab, je nachdem die Flüssigkeit der äufseren Theile verbraucht wird und die Luft schwerer durch die Poren der Masse hindurch zu den weiter von der Oberfläche entfernten Theilen des Brennstoffes gelangen kann.
Dieser Uebelstand, welcher die Verwendung von derartigen zertheiltem Alkohol in beträchtlichen Mengen verhindert, wird nach der vorliegenden Erfindung behoben, indem durch ein einfaches Mittel der BrennstoffderVerbrennungsluft entgegengeführt wird. ■
Zu diesem Zwecke wird ein undurchlässiger Kasten α (s. beiliegende Zeichnung) mit mineralischen Fasern oder einem anderen unverbrennbaren, aufsaugenden Stoffe b gefüllt und dieser so weit mit einer Brennflüssigkeit getränkt, bis bei Umkehrung des Kastens die Flüssigkeit abzutropfen beginnt.
Diese Masse aus mineralischen Fasern, welche, wenn erforderlich, durch einen Rost oder durch Metallgaze c überdeckt wird, ist einfach von Krampen d aus einem die Wärme gut leitenden Metalle, z. B. Kupfer, durchzogen. Die Krampen d haben etwa die Form einer an den Enden e nach aufsen umgebogenen Haarnadel, um die Wärme gut zu vertheilen.
Beim Anzünden entsteht eine grofse, über die ganze Oberfläche sich ausbreitende Flamme.
Diese Flamme bleibt sich eine oder selbst drei Stunden lang gleich, je nach der Gröfse der Vorrichtung.
Dieses wird dadurch erreicht, dafs die von den metallischen Leitern d vertheilt nach unten geführte Wärme im Innern der feuchten flüchtigen Masse eine Temperatur aufrecht erhält, welche genügt, um die Alkoholdämpfe von geringer Dichtigkeit regelmäfsig nach, der Oberfläche aufsteigen zu lassen, so dafs sie also gewissermafsen dem Sauerstoff der Luft an der freien Oberfläche des Kastens entgegenkommen.
Der Kasten kann durch einen Deckel f verschlossen werden, um während des Nichtgebrauches die Verdunstung zu verhindern und um die Flamme plötzlich auslöschen zu können.
Die Brenndauer des so gebildeten Brennkörpers richtet sich nach den Abmessungen desselben.
Der Brennkörper kann einfach in einen Ofen beliebiger, z. B. der für Gas- oder Petroleumheizung gebräuchlichen Form eingesetzt und entzündet werden. Er bildet ein äufserst bequemes Heizmittel, giebt sofort nach dem Entzünden Hitze und erlischt, nachdem er ausgebrannt ist, auch ganz plötzlich.
Wenn man dem Alkohol einige Tropfen einer wohlriechenden Essenz beimischt, so kann durch diese Heizung gleichzeitig ein angenehmer Geruch verbreitet werden, was hauptsächlich für den Augenblick des Erlöschens in Betracht kommt. Hierdurch wird ein grofser Uebel-
stand, welcher der Petroleumheizung anhaftet, vermieden.
Setzt man dem Alkohol, wenn auch nur in ganz geringem Mafse, reiche Kohlenwasserstoffe, wie Benzin oder dergl., zu, so erhält man anstatt der farblosen Flamme eine glänzende Flamme, welche gleichzeitig zur Beleuchtung dienen kann.
Selbstverständlich ist die Form, das Material des Kastens und das Material des aufsaugenden Stoffes beliebig.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Brennkörper, aus einem Kasten bestehend, welcher mit einem aufsaugenden, mit Brennflüssigkeit getränkten, die Wärme schlecht leitenden Stoffe gefüllt ist, gekennzeichnet durch metallische Wärmeleiter (d), welche einen Theil der Wärme von der brennenden Oberfläche gleichmäfsig in das Innere der Masse leiten und hierdurch eine langsame und regelmäfsige Verdampfung des Brennstoffes im Innern herbeiführen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010047240B4 (de) * 2010-10-04 2016-12-22 Karl-Heinz Musekamp Feueranzünder und Verfahren zur Entzündung brennbaren Materials

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102010047240B4 (de) * 2010-10-04 2016-12-22 Karl-Heinz Musekamp Feueranzünder und Verfahren zur Entzündung brennbaren Materials

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