DE1205274B - Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere aus Holzspaenen - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere aus HolzspaenenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B 29 j
Deutsche KL: 39 a7-5/04
Nummer: 1205 274
Aktenzeichen: Sch 293141 c/39 a7
Anmeldetag: 1. März 1961
Auslegetag: 18. November 1965
Es ist bekannt, aus Holzspänen im Verein mit Bindemitteln Platten und andere Werkstücke herzustellen,
in denen die geschütteten Späne od. dgl. wirr durcheinanderliegen und dem Werkstück zumindest in
allen Richtungen seiner Schüttebene gleiche Festigkeit und sonstige Eigenschaften verleihen sollen.
Nun erhält man aber in modernen Formstationen, insbesondere solchen für kontinuierliche Formung,
durchaus keine für gleichmäßige Festigkeit geeignete Spanorientierung, sondern vermöge der auf die
Späne vorwiegend angewendeten stark gleichmäßig ausrichtenden Wirkung, insbesondere der mechanischen
oder pneumatischen Wurfstreuung, einen Spänestrang, aus dem keine Platten mit allseits gleicher
Festigkeit erhalten werden können.
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, in Formstationen einen z. B. kontinuierlichen Strang
aus Holzspänen oder ähnlichem Streugut zu bilden, aus dem, gegebenenfalls unter Bindemittelbeigabe,
durch Pressung Formkörper, insbesondere Holzspanplatten hergestellt werden können, die in allen
Plattenebenen gleiche oder annähernd gleiche Festigkeitseigenschaften haben. Erreicht wird dieses
Ziel dadurch, daß der alleinigen Orientierung fast aller gestreuten Partikeln in nur eine Richtung entgegengewirkt
wird. Die Partikeln sollen sich vielmehr in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet haben,
wenn sie als Schüttung auf einem Träger in ihre relative Ruhelage gekommen sind.
Die Erfindung bezieht sich demzufolge auf Formstationen, in denen mittels Wurfes gestreuter Holzspäne
oder ähnlicher streufähiger Partikeln auf einen Strangträger (Formband) ein Strang gebildet wird,
der kontinuierlich oder abschnittsweise in eine Presse gelangt, die daraus feste Formkörper, insbesondere
Holzspanplatten, herstellt, in denen die Streupartikeln in unterschiedlichen Richtungen orientiert liegen.
Das Kennzeichen der Erfindung besteht darin, daß im Weg der Streupartikeln von der Wurfstelle zum
Strangträger entweder ein oder mehrere Schwingrahmen oder ein oder mehrere Spezialwurfwalzen
oder ein oder mehrere Wirbelwinddüsen oder eine Kombination dieser bzw. gleichwirkender Vorrichtungen
vorgesehen sind, über die bzw. an denen vorbei die von der Wurfstelle kommenden Streupartikeln
passieren müssen, wobei dieselben Orientierungen in wesentlich verschiedenen Richtungen erhalten, in
denen sie sich im Strang ablegen sollen. Weitere Kennzeichen der Erfindung enthalten die Unteransprüche.
Die Zeichnung veranschaulicht einige erfindungsgemäße Vorrichtungen in schematischer Weise.
Vorrichtung zur Herstellung von Formkörpern,
insbesondere aus Holzspänen
insbesondere aus Holzspänen
Anmelder:
Carl Schenck Maschinenfabrik G. m. b. H.,
Darmstadt, Landwehrstr. 55
Als Erfinder benannt:
Walter Henker, Darmstadt
Walter Henker, Darmstadt
F i g. 1 bis 4 beziehen sich auf eine Vorrichtung
(Formstation) mit drahtbespannten Schwingrahmen; F i g. 5 bis 8 zeigen verschiedene Ausführungsbeispiele
für die Formstationen, die mit Wurfwalzen betrieben werden;
F i g. 9 zeigt die Anordnung von Winddüsen bei Formstationen mit Windwurfstreuung.
Gemäß F i g. 1 werden als Träger der Spanschüttung Formkästen, bestehend aus Beschickblechen 1
mit aufgesetzten Formrahmen 12 benutzt, die sich auf Rollen 2 in Richtung des Pfeiles P1 bewegen.
Die Späne 3 werden mittels eines Förderbandes 4 an die Abwurfstelle 5 gebracht. An der Abwurfstelle 5
ist eine Kratzwalze 6 zur Auflösung von ineinander verfilzten Spänen vorgesehen. Die Späne fallen von
der Abwurfstelle 5 auf eine Schwingrinne 7. Diese schwingt in Richtung des Doppelpfeiles P 2. Hierdurch
wird eine weitere Trennung von ineinander verfilzten Spänen erreicht. Nach Verlassen der
Schwingrinne 7 fallen die Späne nunmehr durch den mit Drähten od. dgl. bespannten Rahmen 8. F i g. 4
zeigt in vergrößerter Draufsicht, daß die Drähte 9 in Richtung des Vorschubes der Formkästen gespannt
sind. Der Schwingrahmen schwingt in Richtung des Pfeiles P3, d.h. quer zur Vorschubrichtung Pl der
Formkästen 1. Die Abstände 10 der einzelnen Drähte voneinander sollen vorzugsweise untereinander gleich
und derart bemessen sein, daß sie vorzugsweise gleich oder größer als die doppelte durchschnittliche
Breite der zu streuenden Späne ist. Hierdurch wird erreicht, daß nur ein Teil der Späne durch den
Schwingrahmen fällt und in seiner Ausrichtung verändert wird. Der Abstand 10 der einzelnen Drähte
go richtet sich unter anderem danach, wie stark die Späne durch die verwendete Streumaschinenart in
Vorschubrichtung ausgerichtet werden. Es können
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mehrere Schwingrahmen übereinander angeordnet sein, der letzte vorzugsweise in geringer Höhe über
der Oberkante der endgültigen Spanschüttung 11.
In F i g. 2 ist die Anwendung des Schwingrahmens 8 bei einer Streumaschine gezeigt, bei der
eine Sichtung der Späne nach ihrer Größe mittels Winddüsen 21 erfolgt. Für gleiche Bauelemente sind
in dieser wie in den übrigen Figuren gleiche Bezugszeichen benutzt worden. Die Späne 3 werden vom
Förderband 4 an die Abwurfstelle 5 gebracht. Vor der Abwurfstelle 5 ist eine Dosierwalze 20 angeordnet,
die eine gleichmäßige Beschickung der Abwurfstelle 5 mit Spänen gewährleistet. An der Abwurfstelle
5 ist wiederum eine Kratzwalze 6 zur Auflösung der verfilzten Späne vorgesehen. Die herabfallenden
Späne gelangen in den von den Düsen 21 erzeugten Luftstrom 22. Nach Verlassen des Luftstromes
fallen die Späne durch den Schwingrahmen 8 hindurch, der quer zur Vorschubrichtung Pl der
Spanschüttung in Schwingungen versetzt wird. Hierdurch wird, wie bereits beschrieben, die Ausrichtung
eines großen Teils der Späne in Vorschubrichtung aufgehoben. In diesem Ausführungsbeispiel sind die
Beschickbleche 1 nicht mit Formrahmen 12 versehen, sondern bilden mittels Brücken 23 ein Förderband,
das auf Rollen 2 läuft.
F i g. 3 zeigt die Anwendung der Erfindung bei einer Streumaschine, die mittels Wurfwalzen eine
Sichtung der Späne erreicht. Die Späne 3 werden von dem Förderband 4 an die Abwurfstelle 5 gebracht.
Vor der Abwurfstelle 5 ist wiederum eine Dosierwalze 20 angeordnet. Ebenfalls ist eine Kratzwalze 6
an der Abwurfstelle 5 vorgesehen-. Die Späne fallen nach Verlassen des Bandes 4 auf die Wurfwalze 30,
die sich in Richtung des Pfeiles P 4 dreht. Durch die den Spänen von der Wurf walze 30 erteilte Geschwindigkeit
wird eine Trennung der Späne nach ihrer Größe erreicht. Während der Flugzeit werden die
Späne in Richtung der Vorschubrichtung orientiert. Diese Orientierung wird durch den mit Drähten bespannten
und in Schwingungen quer zur Vorschubrichtung versetzten Schwingrahmen 8 wieder aufgehoben.
In F i g. 3 sind ebenfalls wie in F i g. 2 die Beschickbleche 1 mittels der Brücken 23 verbunden.
In F i g. 5 ist eine Abschlags- oder Wurfwalze 50 gezeigt. Ihr Einbau in eine Streumaschine ergibt sich
aus Fig. 3. Diese Wurf walze ist mit Stacheln 51 versehen. Durch die Stacheln, die einen rechteckigen
Querschnitt haben können, wird den Spänen eine Geschwindigkeit in Richtung der Vorschubrichtung
verliehen. Während der Wurfbewegung erfolgt eine Ausrichtung der Späne in Vorschubrichtung. Um
diese Ausrichtung zu vermeiden, wird die Walze 50 in Schwingungen quer zur Vorschubrichtung gemäß
Doppelpfeil P 5 versetzt. Hierdurch werden die einzelnen Späne von der Wurfwalze in verschiedene
Richtungen geschleudert, so daß eine Ausrichtung in nur einer Richtung vermieden wird.
In F i g. 6 ist der Ausschnitt einer Abwicklung einer Wurfwalze gezeigt. Wie dort dargestellt, sind
die Stacheln in einer gewissen Unregelmäßigkeit angeordnet. Beispielsweise stehen die Längskanten der
Stacheln 60 senkrecht auf den Längskanten der Stacheln 61 und schließen mit den Längskanten der Stacheln
62 einen Winkel von beispielsweise 45° ein. Hierdurch wird die Wurfrichtung und damit die
Orientierung der Späne in nur einer Richtung vermieden.
Nach Fig. 7 sind die Querschnitte der einzelnen Stacheln verschieden geformt. Der Stachel 70 hat
einen rechteckigen Querschnitt, der Stachel 71 einen rautenförmigen, wobei die Spitzen der Raute vorzugsweise
abgeflacht sind. Die Stacheln 72 und 73 haben einen quadratischen Querschnitt. Der Unterschied
zwischen beiden liegt darin, daß die Kanten des Stachels 72 parallel zur Vorschubrichtung liegen,
während bei dem Stachel 73 die Kanten einen Winkel von vorzugsweise 45° mit der Vorschubrichtung einschließen.
In Fig. 8 ist die Anordnung einer zusätzlichen Prallwalze 80 im Fallstrom der Späne gezeigt. Die in
Fig. 8 dargestellte Streumaschine entspricht im wesentlichen der in F ig. 3 dargestellten. Die Späne 3
werden durch das Förderband 4 zur Abwurfstelle 5 gebracht. Die Kratzwalze 6 löst die ineinander verfilzten
Späne auf. Die Späne fallen nunmehr auf die Wurfwalze 30. In dem Fallstrom der Späne ist die
zusätzliche Prallwalze 80 angeordnet. Durch den Aufprall der Späne auf diese zusätzliche Walze wird eine
Ausrichtung der Späne in eine Vorzugsrichtung verhindert. Zusätzlich kann diese Prallwalze, wie in
F i g. 6 und 7 dargestellt, mit Stacheln in unregelmäßiger Anordnung oder mit unterschiedlichen Querschnitten
versehen sein. Außerdem kann sie noch zusätzlich, wie an Hand von Fig. 5 beschrieben wurde,
in axialer Richtung zu Schwingungen erregt werden.
Fig. 9 zeigt ebenfalls wie Fig. 2 eine mit Windsichtung
arbeitende Streumaschine. Die Bezugszeichen und die Wirkungsweise entsprechen der
Fig. 2. Statt des in Fig. 2 dargestellten Schwingrahmens zur Aufhebung einer Ausrichtung in vorzugsweise
einer Richtung sind in F i g. 9 die Düsen 90 angeordnet. Die Luftströme aus den Düsen 21 und 90
erzeugen eine Wirbelbildung innerhalb des Fallstromes der Späne, durch die eine einseitige Spanorientierung
verhindert wird.
Die Erfindungsverwirklichung ist nicht auf die erzeugten Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern sie
läßt sich auch in anderer abgewandelter Form oder durch Kombination der in verschiedenen Figuren gezeigten
Ausführungsbeispiele anwenden.
Claims (7)
1. Vorrichtung (Formstation), in der mittels Wurfes gestreuter Holzspäne oder ähnlicher
streufähiger Partikeln auf einenStrangträger (Formband)
ein Strang gebildet wird, der kontinuierlich oder abschnittsweise in eine Presse gelangt, die
daraus feste Formkörper, insbesondere Holzspanplatten herstellt, in denen die Streupartikeln in
unterschiedlichen Richtungen orientiert liegen, dadurch gekennzeichnet, daß im Weg der
Streupartikeln von der Wurfstelle (7, 6, 30) zum Strangträger (Formband 1) entweder ein oder
mehrere Schwingrahmen (8) oder ein oder mehrere Spezialwurfwalzen (80) oder ein oder mehrere
Wirbelwinddüsen (21, 22, 90) oder eine Kombination dieser bzw. gleichwirkender Vorrichtungen
vorgesehen sind, über die bzw. an denen vorbei die von der Wurfstelle kommenden Streupartikeln
zur Orientierung in wesentlich verschiedenen Richtungen passieren müssen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein oder mehrere mit Drähten
(9) od. dgl. bespannte Schwingrahmen, die von den Streupartikeln passiert werden müssen, in
Schütthöhe über dem Formband (1) schwingbeweglich quer zur Vorschubrichtung des Formbandes
angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Drähte S
od. dgl. gleich oder größer als die doppelte durchschnittliche Spanbreite ist (F i g. 4).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Abschlag- und/oder Wurfwalzen
in axialer Richtung schwingbeweglich angeordnet sind und zu Schwingungen zur unterschiedlichen
Orientierung der Späne erregt werden können.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Wurfwalzen mit Stacheln
von rechteckförmigem oder verschiedenartigem Querschnitt in unregelmäßiger Verteilung versehen
sind (F i g. 6, 7).
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Fallstrom der Späne
eine oder mehrere Prallwalzen (80) vorgesehen sind (Fig. 8).
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Luftwirbelung erzeugende
Winddüsen od. dgl. (21, 90) vorgesehen sind (Fig. 9).
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift H 19602Ib/381 (bekanntgemacht am 19. Juli 1956).
Deutsche Auslegeschrift H 19602Ib/381 (bekanntgemacht am 19. Juli 1956).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
509 738/326 11.65 © Bundesdruckerei Berlin
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| DESCH29314A Pending DE1205274B (de) | 1961-03-01 | 1961-03-01 | Vorrichtung zur Herstellung von Formkoerpern, insbesondere aus Holzspaenen |
Country Status (1)
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-
1961
- 1961-03-01 DE DESCH29314A patent/DE1205274B/de active Pending
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